Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2380 (8.10.1925)
- Date
- 1925-10-08
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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m Meu, DormevStag Wiener Morgenzertung 6. Oktober 1928 HM»w Wm dir gewish Agevch. WGy, 6. Oktober. Prqf. Ginton Dubnow wur-e der Aijd-ffchen Telegrsphenagentur Aber seine -StelnahM zu der Idee der erweiterten Jetz-ish AgeyH igt. Er richtete an die Mische Telegmphenagentur m Agende Antwortschreiben: „Sehr geehrte Herren! Meiner M'innntz über die ertveiterte Jewish Agency «vom allgemeinen nationale» Standpunkt habe ich bereits in dem ^anWelbuch „Swerschenje" Ausdruck gegeben; jetzt dürfte gemrgen, dies in einigen Worten zu formulieren. Es wäre sehr traurig für den realen Zionismus, würde er ewig eine Parteisache hleiben und nicht zu einer Volkssache lyerdev. Parteiisch kann der idealistische oder atopistische Zionismus bleiben, der prinzipiell den Galuth negiert und das Heil nur von einem,Hmdenstaat" erwartet. Jedoch der konkrete Z i v n i s m u s, der die folge »den zwei Ziele erstrebt: 1. Schaffung eines gesunden Wirtschaft, l i ch e n Bodens für einen Teil unseres Volkes durch Kotonisatlon in unserem historischen Lande und 2. Schaffung eines nationalgeistigen Zentrums in diesem Land, als einer Quelle reiner nationaler Kultur für die gesamte Diaspora — ein solcher Zionismus gehört dem ganzen Volke, lind an seiner Verwirklichung müssen aste diejenigen arbeitLN, in deren Herzen der jüdische Funke noch Aimint. Ich" sehe in der erweiterten Jewish Agency den ersten Schritt auf dem Wege von dem parteiischen zum V o l k s z i o n i s m u s, und das ist der größte Sieg einer nationalen Bewegung, daß sje aus der Parteiwiege herauswächst und ein Bestandteil des Volkslebens wird. Mit Hochachtu-NL Simon Tubnom/' MkschÄ Mm» bei den ehemaligen MWe« ZesksWe«. HsLusaleL 'wird uns bsriäMt: Der High E»mmissioner Lord Plumer und seine Gemahlin üsuchten kürzlich den Menorahklub. Kolonel Kish als Ehrenvorsitzender hielt die Begrüßungsrede. Ep gah einen kurzen Rückblick auf die Geschichte ^r jüdischen Legionen und des Klubs upd hob hervor, daß schon zgm zweitenmal ein britischer Mmarschgll — Loch Alsen'btz -besuchte ' den Klub im April — diese -Institution entlassener Soldaten besucht. Kolvnol Kish gab der Hoffnung Ausdruck, daß der Wunsch der vielen entlassenen Soldaten im ggMN Lande, eine eigene landwirtschaftliche Giedl ung zu besitzen, mit Hilfe dex Regierung während der Amtsdauer Lord Mnmers verwirklicht werden möge. Der High Commissioner drückte in seiner Antwort seine Freude über das Bestehen einer solchen HWnMion in Jerusalem aus, Wenn auch eheWplige Mmten, dürften sie sich doch nicht als außer Dienst betrachten; das Dienen sei für Männer und Fmuen eine WWW znm letzten Tage. Ver MM in 9m «ml. m 5000 PÄSst>n--ich»k int W Aus Jerusalem wich berichtet: Dem offiziellen Berichte zufotze kamen im August 4933 E eisen de in Plästina an (einschließlich Durchreisende, Touristen und Pilger); 26S0 palästinensische Einwohner Wien in der gleichen Zeit nach Erez Israel zurück. m der WWe» AatioMWsM Ein interessantes historisches Dofnnrent. Aus Jerusalem wird uns berichtet: Hexx.K. Gchgp'i ra, ehemaliger Leiter der WgMeHeftzn pes scheu Ministeriums für Li tau en, Wxsgndte der Wljgthek auf Veranlassung von RaWisier Mejr Herlsn ein Heft mit den Siegeln aller jüdischen Gemeinden Litauens, W zur Zeit dex jüdischen Auto- }\ p m i c bestanden haben. Das Heft umfaßt 181 Sieges, Ein Geschenk her Britischen Akademie. Die Britische Akademie GerkaMe hex Jerusalemer Bibliothek die vollständige Serie oex ÄW ihr herausgegebenen Protokolle und eiye große Atzzahl anderer vn: : :r Akademie heransgegehenen Gchristen, NuWim gegea Menbogr«. Tem Verlange» der italienischen Regierung entsprechmd, har die österreichische Regierung an die italienische eine Rote gerichtet. in der sie ihrem lebhaften Bedauern über die Auzriffe Ausdruck gibt, die Abgeordneter Dr. Ellenbogen im Nationalrat gegen den Ministerpräsidenten Mussolini gerichtet hatte.. Mit diesem Schritt erscheint der österreichischen Reff gieiung die A n g e l e g e n h e i t al 8 erledigt. tüietap am Dem Publikum. ,—„NOVQPIN“ FMfetgftmul KteternMeißxirpM, S»B«hApV«ßft herz-, muskel- und nervenstärkend In allen Apotheken und Drogerie» erhältlich ' M Novopin-Fabrik, Wien, XVIII.Währingerstr. 157, T. 21-5-64 llllltlHIIHHlllllllllllllllllllllllllllUIKiflllllHIIIllHIIHIIimOHIlIHllWlII ZUM SIBIRISCHEN ZOBEL Wien,VI. 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Die ersten landwirtschaftlichen Schulen der Acht- Merjahrs des vorige» Jahrhunderts, die Kolonien Rothsepjlds: Petacb-Tikvva und Rischon, Rechowotb und Sicfiron, dan» die ersten lastenden Schritte der Zionistischen Öreanisato» Hiy zu den letzten Kwuzpth und Moschawei Oivdiin — alle die Etappen der mühevoiwn nstionslen Arbeit erstehe» plastisch und lebendig ypr uns. Kuppiii schildert aber apch an Hand genauer und umfassender statistischer Tabellen die gegenwärtige wirtschaftliche, soziale und kulturelle Läge der jüdischen Siedlungen in Palästina. Jeder Jude, dem PaUMHna etwa» bedeudei, muis diese« Buch lesen! : " ' „.R.Löwit,Wi@nl. rielschmarRt Nr. i, PoteDfurmstrassc Nr, 22 pfqappgjm fl1 rimiWßr,msv*A*ü^: Sie Stteikbewesmlg ht SestenM! Alpine. Gestern vormittags sinh der Landechauptman« von Steiermark, Dr. Ri nt eilen, und der sozialdemokratischtz ÄandeSrat Mach old in Wien eingetvoffen, «m an H« weh teren Besprechungen in der StreAfraye teilKmeHmen. Lande»- Hauptmann Dr. Rtntelen Hatte eine löngeve Aimferene mit Generaldirektor Dr. App old sowie den Dirüttoren Dr. Herz und Busfon und ersuchte die DirÄtion, von der Kr heute' beaibsichtigten Einstellung der Arbeiten am Erzberg.atzu-schen. Generaldirevtor Appold erklärte sich zunächst außechaude, diesem Wunsche 'zu willfahren, weil Lei den gegenwärttzvn VechAtnissen in Donawitz und ihren Folgewirkmtyen die Fördemng am Erzberg tägslich mit einem namhaften Defizit Kr die Gesellschaft Vevbunben sei. Nach längeren Bechandlungen ist eS endlich dem Landeshauptmann Dr. Rinwlen gelungen die Zusage zu echalten, daß da« Inkrasttreten der BerKguing betreffend der ElOengarbeit vorläufig bis Freitag aufgeschoben wird. Iitzwischen sMn die BerhaMungen unter Leitung deS MnisterS R e s ch Krtgesetzt werden. Die Achine wollte aut Hüttenberger ErKerg in Kärnten zwei Tage arbeiten lassen, doch weiyevte sich der Betriebsrat in Donawitz, die von 'Hüttenbavg kämmenden Erze in Donawitz ablegen zu lassen. Infolgedessen kann in Hüttenberg nicht gearbeitet werden. Brot und Lebensmittel. Die Bäckereiarbeiter haben die Forderung nach einer zwölsprozenti'gen Ausbesseruniz chrer Löhne gestelit, die von der Meisterschaft abgelehnt wurden. Die GchUftnorganisation hat darairshin die Bäckergenossenschaft unt die Auberauumng neuerlicher Verhandlungen in der Lohnsrage ersucht. Die Vertreter der OvganisatiMen der LebenSmittelerzenger erfchiemn gestern, geKhvt vmt einigen chrPlichsoziailen Abgeordneten, beim Bundeskanzler und vevlviesen darauf, daß in den letzten Taigen in sämtlichen LebenSmittelbranchen bedeutende Lchuf-ordevunM erhoben wurden. Bei dieser SachlaHe hätten sich die Lebensmittelerzeuger entschlossen, die Regierung um Intervention zu ersuchen. BundeSkantzler Dr. Ramel erklärte, diesem Ansuchen Folge zu geben, da es sich hier um schr schwerwiegends Probleme der Volkswirtschaft und deS Staates seW handle. Mne Erhöhung der LebensaniMpreise müsse mit allen Mitteln vechindert werden, und die Regiermtg werde mit voAr Kraft in diesem Sinne wirken. Mit der Verm-ittlungsaktion wurde der Minister Kr soziale VerSvaltung, Dr. Resch, betraut. Kein Kettnerftrelk, dafür höhere Kaffeehauspveife. Die BerhaMungen im Lohnkampfe der Kasseehausalngestellten führten gestern zu einer Einigung. Die Unternehmer bewilligten eine Erhöhung der Löhne nm 14 Prozent, nur in der Gruppe 8 und 4 Wittel- und KleitBetriebe) er- HM das vttpfiegtie Personal eine 25stvoMtige LohmusbessevMg. Die Auswirkung des Abkommens in den höheren Preisen wird sich bei jedem servierten ArtM bis zu 10 Groschen a-usdrücken. Bet Konzertloikalen ist die Berteuerunlg «größer. _ 92.8 Prozent der Prämien für dm Streik. Der ZentralaUonSaMchuß der BwdeSaqgestelltev-rMisationen hat gestem das Skruttnwm her Urabstimmung der Beamten über die Frage, ob zur Durchsetzung der Gehaltsforderungen gewer ksch aktlich e Kamp fmittel(Streik) anzuwenden seien, bwndet. Zm ganze» Bundesgebiet stimmten 92,S P r y z e«t d e r B e a m t e n M it „I a*, 6,7 Prozent mit Fein"; 0,Y Prozent der Stimmzettel waren ungültig. Der Fünfundzwanzigerausschuß wird Samstag auf Grund dieses AbsttmumngSergebniffes die weiteren taktischen Beschlüsse faffen. Einer Abordnung der F a m i l i e n e r h a l t e r, die gestern vom Kuudeskauzker die Schaffung eines AnsgleichSfonds verlangte, au? welchem die Verheirateten Beamten Mehrbezüge vpn 18 bis M Prozent erhalten könnten, antwortete Dr. R a m e k, haß die budgetäre Lage und die Lage der BoDwirtschaft eine Erörterung dieses Vorschlages außerordentlich schwierig, wenn nicht unmöglich mche. __ AdvolotentM und Mrtmsesch. aus der 3«(HjWWf« leä BOMurMW. Der Budgetausschuß hält mit seinen BeratMgen beim Kapitel „Justiz" des Voranschlages für 1826. Abgeordneter Austerlitz spvach gestern an die dm Stunden über alles Mögliche, über Straf,gesetzreform, die deutsche Meineidsjustiz, die Dispenschen und Mer das Preßgesetz. Er regte unter anderem.eine Aenderun'g.dev Judikatur der Ehrenbeleidlguna. begangen durch die Presse, an, und zog bann gegen die Advokaten los, die ex als Ü «roßen y e h e l st and a u s d e m G e. biete der Atechtspsleige bezeichnte. lDie QuMijt der RechtsMMe halbe a>ußerovdeMch geMn. .Lm MschüchteMNg dssr Gegner und um einen besseren RechtsauMeich zu perawlassen, werden oft Strafanzeigen erstattet. Pie OesfentMMt der WWechaMungen sei gewiß eine Wchltat, aber in den Händen mancher AnwWe werde sie zu einem Mittel dex Erpressung. Solche Wwülje bringen die wildesten BeschuldigNWen hervor. Der Wchwk Wß dje Ver- .haMung Verlagen, aber der Aveck ist TWicht; die Oossent-' lichikoit erfährt, daß .der Anwalt fttWMelle Beweisanträge gestellt hat und der Ksgner -ist MMWchtert. We Er- 215901