Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2369 (26.9.1925)
- Date
- 1925-09-26
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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\ r it M Wien, Samstag OTTO OTTO Zur Aitsilbung meiner Tätigkeit habe loh mloh in Berlin niedergelassen und behandle In dem ärztlloh geleiteten IMWMU taiDHM Tel. Blsm, 5656 G. m. b. H. Tel. Bism. 5655 Berlin,Ku fUrstendamm62 Behandelt werden mit ärztlich naohgewlesenen Erfolgen selbst angeblich hoffnungslose Erkrankungen psychogener Art, wie: Gemüts-Leiden Spradi-Leiden SeacualstOningen JPlateangst Ifdilas / Neuralgie Neurosen Nerr0se Kopffdhmerzen JmmSSSImmm Voruntersuchung durch firztl. Autorität täglich von 10—1 Uhr Meine Brosdiftre „Die Heilung der Seele" 1094 ist zum Preise von M. 2.— bei obiger Adresse beziehbar * Verkürzte Banknoten zu 10 Schilling. Die Oest erreichte NationaRanik teilt mit: In der letzten Zeit sind mehrere durch HerauÄschiwiden eines Streifens verkürzte Banknoten zu 10 Schilling an die Kassen der Ba.n!k gelangt. Bei der Umwechslung solcher Noten wird der dem fehlenden Notenteil entsprechenden Betrag in Abzug gebracht. Das Publikum hat daher im eigenen Interesse bei Annahme von Noten zn 10 Schilling hntlsichtlich der Unverischrcheit, Iboziehunastveise UnverkürMeit dieser Noten neösjlichste Vorsicht zu beobachten, um vor Schaden bewahrt zu bleiben. * Schachwettkampf in Raab. Ter üslerreichisch-nugarische repräsentative Säiachwettkampf wird am 4. Otcfoer in Raab ausgetragen. Ungarischerseits werden an dem Wetttampf etlNXl 30 Spieler teilnehmen. * Das hebräische Gymnasium in Munkaes. Wie uns ans Prag berichtet wird, hat der Minister für Unterricht, Dr. Markovic, die Bewilligung zur Eröffnung des hebräischen Gymnasiums in Munkacs erteilt. * Der Erzherzog als Hopfenhändler. Das Amtsblatt der „Wiener Zeitung" enthielt vorgestern unter den Firmenprotokollierungen die im Handelsregister des Handelsgerichtes Wien am 2. d. vollzogene Eintragung der nachstehenden Firma: Wien, 8. Bez., Langegasse 63, Leopold Habsburg-Lothringen, Handel mit Hopfen im großen. Inhaber: Leopold Habsburg-Lothringen, Kaufmann in Wien. Firmazeichnung: Der Inhaber schreibt handschriftlich den Firmenwortlaut. Es handelt sich um den zweitältesten Sohn des ehemaligen Erzherzogs Leopold Salvator und seiner Gattin Blanko, die nach dem Umsturz mit fünf Söhnen und drei Töchte'rn nach Barcelona in Spanien übersiedelten. Leopold, der 1897 in Agram geboren wurde, also 28 Jahre alt ist, blieb mit seinem um zwei Jahre öfteren Bruder Rainer in Oesterreich, verzichtete auf alle Rechte und Titel, was der „Gotha" mit dem Satz ausdrückt: „Führt den unbetitelten Namen Habsburg-Lothringen." Seit 1919 ist Leopold Habsburg-Lothringen mit Dagmar (ehemals Freifrau) Nicolics-PodinSka verheiratet. Er war bereits in verschiedenen kaufmännischen Stellungen tätig. __ Ra-ioprograirrm. SMstag. 4 Uhr 10 Min.: Nachmittaaskorizert. 8 uii Operetchnaufführuna r ,Mo die Lerche ftttjjr von heut« -8. Franz War chjt'Ernst Tautenhayn und Luise KaMjch. — 10 Uhrr Heitere Abendmusik der Kapelle I. W. Englberger. _ Bweiae, Borträge und BrrimunhWgen. ZLonistiischle Kulturgruppe BrtgiitlemaA 20. Bez., KpÄ-Meißl-Straße 5. Morgen Sounraia um Wo 8 Uhr früh, NationalsondsbüchsenleeruM. — Maimonidesiustrtut, 3. Bez., Hetzgasse 40. Heute, 4 Uhr nachmittags, Rabbiner Dr. A. Kaminka: ,HaasiM und die HWara Schuwa Israel". Die ordnungsmäßigen Bortrüge des Wintersemesters werden nach den Feiertagen ^beginnen. Anmeldungen von Teilnehmern sind an Hchcat' Dr. E. Richen- M 3. Bez., Bechardgasse 25, oder an H. Intvater, Obere Weihgärbexstvabe 34, zu richten. — IugeudgruPPe der zi-onistischen Sektion Zwischenbrücken. Heute -um 7 Uhr abends im BeremSlobal, 20. Bez., Merheilrgen- Platz 3. MittzliedeivversammluM. Erscheinen Wicht! — Zionistisch-svaialistische Partei Zeire Zion. Das Komitee der Partei Zeire Zion in Wien fordert alle in Wien weilenden Mitglieder der Weltpartei Zeire Zion auf, sich, bevor sie zm Kommifsion MachHackät Awodch kommen, bei dem Letter unseres Palästinamtes, Herrn S. R a b inowics (lauf Adresse Palästinaamt) zu meiden. Außerdem müssen alle unsere geehrten Mitglieder, üveiche^zur Machlackat Awodch kommen wollen, sich vom ZeutraMomiwe ihret Landespavtei eine Bestätigung darüber ausstellen lasten, wie lange sie der Partei angehören. — Zionistische Bezirk ssebt io n Alls erg rund. Mittwoch den 80. d., halb 8 Uhr abends, im Sektionslokal, 9. Bez.,' Viechdensteinstraße 11-48,. Ansschutzsitzung. DagesordNMg: SmichasMova-Fcher für die Wder deß 9. Bezirkes. Besonders die Damen werden gelbeÄn, zuverisichtlich zu erscheinen. * Leopoldstädter Bolksheim, 2. Bez., ZiMsgasse 48, 6 bis 9 Uhr abeM: Einschreibungen für die am Montag den 28, d. und den darauMgenden Tagen boainneuden wissenlschastlichen Kurse. 7 ,Uhr-. Italienisch Kr Anfänger. EnMch 8 für Vorgeschvittene/Dschechisch 2 und Jtaltenifch 2 für Vorgeschrittene. Limksas««g der jüdischen Blinden an ihre Gönner. Der HHÄierein der jüdischen Blindet^ der anfangs September aller Barmittel gänAich entblößt, dastand, halte sich mitels eines Rundschreibens an die Wische BeböWevuug um HW gewindet. Der Erfolg dieser Mion hat bewiesen, daß das Judentum für seine. Aermsten das Möglichste tut. Es war uns nicht nur mbalich, an die kranken und erwerbsunfähigen Bliirden die monamchen Unterstütziungen ausznzchlen, sondern Wir sind auch in die angenehme Lage versetzt worden, anläßlich der hchen Feiertage unter den Aermsten der Minden nahezu 2000 Schilling zu 'verteilen. Wir Mtatten uns, allen unseren Wohltätern Kr ihre rege Betemgmig an der Mion iim Namen unserer Minden beit tichinnMten Dank auszufpvechen und bitten in Anbetracht des bevorstehenden Winters, der uns mit schweren Sorgen er- °üllt, der Aermsten unseres Volkes nicht zu vergessen. Die VeckimsleituM. Sekretariat: 15. Bez., Heriklvtzgasse 21. Mener Morgenzeitung Georg Reime« — Bürger von Wien. Anläßlich der Geovg-ReimerstFeier int Buvgcheater hielt Bürgermeister S e i tz eine Ansprache, in der er dem Jubilar MttoNe, nur die Sommerferien seien schuldtraMd, daß die Ernennung des Künstlers zum Bürger von Wien nicht rechtzeittig erfolgt sei. Nun hat der Gemeinderatsausschuß für allgemeine Berwaltungsan,gole,genhekten in seiner Sitzung vom 23. d. aus Antrag des Stadtrates. R ich t er die Verleihung des Bürgerrechtes an Georg Rei-ters einistimmig beschlossen. Ravag und Bundertheaterverwallnng. Der Bühnenverein greift ein. Wie wir mitteiltett, strebt die BuNdestheaterveMaltung den Abschluß eines Vertrages mit der Ravag au und macht die zukünftige Mitwirkung der ihr untevstehendett Künstler von dem Zuistandekontmen dieses Vertrages albhängig. Die Bundescheatevvevivaltuttg gab in einer amtlichen Mitteilung der Hoffnung Ausdruck, daß ihre Vechandluugen ettt Ergebnis haben dürften, „das für die Bevölkernnig, für die Künstler sowie für die Bundestheater in gleicher Weise vorteilhaft sein soll". Indessen sind die Künstler - über das Emgreifen des Sektionschcss Dr. Prüger sehr erregt, denn sie sind der Meimntg, daß ihre Abmachungen mit der Ravag eine Privatangelegenheit seien. Auch für die Radioabonnenten ist es natürlich nicht gleichgültiig, bb sie künlftig die Mitwirkung von Staatsoper- und Bürgt heatevkräften an den Radiodatbietmtgert entbehren werden oder nicht. Nun hat der Bühnenverein als Sachwalter der Bühnenkünstler eiugegriffen und bei der Bundestheaterverwaltung vor,gesprochen. Die Bundestheaterverwaltung teilt darüber mit: Der Bühnenvereinsanwalt Dr. Max Fürst und der Sekretär des Bühuenvereines, Herr Adolf Eisler, wurden gestern vom Ministerialrat Dr. Eckmann in Bertretunig des Bundestheater- Präsidenten Dektionsches Dr. Prüger empfaitgen. Ministerialrat Dr. Eckmann teilte mit, daß es sich bei den Bechandlungen tun die Negolung des ganzen Fragenkomplexes handelt, der mfrt dem Anschlüsse der Oper an die Ravag wie mit der Mitwirkung von Künstlern der Bundescheater bei den Aufführungen der Ravag zusammenhäugt. Die. Vertreter des B ü h n e n v e r e i n e s Präzisierten ihren Standpunkt dahrn, daß nach ihren Anschauungen der Abischluß des Vertrages zwiischen der Ravag und der Bundescheaterverwaltung wegen des Honorars der Künstler nicht ohne Einvernehmen mit den Mitgliedern vor sich gehen könne. Außerdem erklärten sie, daß nach ihrer Meinung, wenn die Oper an die Ravag angeschlossen werden sollte, auch in dieser Richtung ein Einverständnis zwischen den Künstlern nnd der Verwaltung nötig wäre. Bom Lheater in der gosefftM. An der Wiener Reinhardt-Bühne wird jetzt scharfe Kritik ,gMt. Man bemängelt die anisfallende ,Wucht der Prominenten" nach Berlin und man findet, daß es an dieiser BHne kerne Premieren gibt. Die Direktion des Iosch'tädter Theaters ersucht MS mm, den „Alarmnachrichten" enlgegenzutretm. Han habe infolge der bedauerlichen Erkranikung Hermann Th imigs sowohl die Wiener als auch die Berliner Repertoiiveidtsposttionen vollständig umandern ncksseir und daraus sei die Mberusung erster Künstler von Wien nach Berlin sowie die Absetzung geplanter Premieren zurückzusühren. Im Oktoiäer komme Else Lehmann und werde unter anderem in der Erstaufführung von Gopeaus „Batechms" sowie in „Die deutschst Kleinstädter" anftreten. Uns scheint diese Rechtfertigung nicht hinreichend. Tatsache ist, daß Max Reinhardt sein Wiener Theater stark dernachläsisiigt und wenig Neigung zeigt, das versprochene künstlerische Prognamm durchzuKhren. Auch^das seinerzeit so warm geäußerte Bedürfnis Reinhardts, in dem einzigartigen Wiener KtAmmilieu zu wirlken, scheint sich sehr vermindert zu haben. Ans den Aeatern. B u r g t h e a t e r. . Morgen, ‘/a8 Uhr abends, „Der Schleier der B e a t r i e e". A k a d e m i e t h e a 1 e r. Morgen, V,8 Uhr abends, „U n v erhofft*. StaatSoper. Morgen gelangt als zweite Vorstellung -des Zvklus „Der Ring des Nibelungen" „Die Walk ü r tr zur Aufführung. ' R e d o u t e n s a a I. Heute, Va8 Uhr abends, die Ballettkomödien „L e S p e t i t s r t e n s". „Pulcinella", „B a l e o st n m e" und „T e d d v b ä r". V o l ks o p e r. Heute,Va8Uhr abends, „Die Meisters i»g e r von N ü r n b e r g". Morgen, Vg8 Uhr abends, Millöckers „Bettel st u den r. Die Nachmittagsvorstellung von „H o f f m a n n 8 Erzählungen" entfällt infolge technischer Schwierigkeiten. :■ ■ -i==S;7!- - r rS.-~.-~ -.1 BEGRÜSSUNGSABEND zu Ehren des berühmten jüdischen Schüftstellers 1. OPATOSCBU (NEW-YORK) der heute Samstag um 8 Uhr abends im Klublokal des Cafä Herrenhof, 1. Bezirk, H e r r e n g a s s e, st a t t f i n d e t * ‘ Nach den Begriißungsansprachen wird der Dichter aus seinen neuesten Werken vorlesen. Freunde der jüd. Literatur werden zu diesem Begrüßungsabend höfi. eingeladen 26. Schtemher IM ' @eiie 5 FRANKFURTER MESSE 4. bis 7. Oktober 1925 Auskunft durch: CARL POLLATSCHEK & Cie. Wien, IX. Peregringasse Nr. 1, Telephon 18-117 Deutsches Volkstheater. Morgen, V,4 Uhr nachmittags, gelangt als Vorfeier von Max H a l v e s 60. Geburtstag „I u g e n d" zur Aufführung. Ratmund-Theater. Morgen, l/9l Uhr nachmittags, „D i e vertagte Nacht". Allabendlich „D e r Kreidekre i s". _ Begrüßungsabend zu Ehren von I. Opatoschu. Der berühmte jüdiische Dichter I. Opatoschu ist zu kllpzem Anftnchäll in Wien emgetvoiffen, von wo er über Paris die Rückreise nach seineim Wohnsitze New-Uork antrivtt. Zu Ehren des Gaistes veranstalten seine Wiener Freunde heute um 8 Uhr a'bends Än Klnbsaalle des Cafe Herrenhos, 1. Bez., Herren,gasse, einen Begrnß,nn,.qsabend, bei welchem Opatoschu auch einiges aus seinen neuesten Werken Vorträgen wird. Me .Freunde der jüdischen Literatur sind auf diesem Wege eiingeladen; separate Einladungen erigchen nicht, da die zur Verfügung stchende Zeit zu kurz ist. Das Erbe der Düse. Wie aus Rom berichtet wird, beträgt das Elbe der Traigödin Eleonore Düse 8000 Pfund Sterling. Ihren Besitz hat sie ihrer Tochter Henriette Bnllonch in Eantbridge mit der Eimschiränkung hinterliassen, daß die Möbel ihres Hauses in Molo in Venetiien an Katharina Ojn sl o w in Hampshire fallen. Mer Millionen Bücher zMlt jetzt die größte Mbliotihek der Welt, die Pariser BMiotheqne Natiomle. Zn ihrer Lektüre müßte ein fleißligor Lejser über tausend Jahre Hinsitzen. Die an Größe solgenden Bibliotheken sind: die des Kongresses in Washington mit' rund drei Millionen Bänden» die des Britischen Mcheums in LondM mit 2,6 Millionen, die der Universität Cambridge Mt 2I Millionen. Während vie BMiotjhek im Haag auch Wer zwei Millionen BäNde verfügt, folgt die Preußische StaatsbMiochek in Be-rllin mit ihren 1,8 Millionen erst ziemlich weit hinten nach. Sezession. Die Ab el-Pann-Ausstelllun>g in der Sezession wi^rd Sonntag den 27. d. xm 6 Uhr abends Mchlossen. E „Antonia" in den KleinhtnMielen ihn Variete Reklame ist wohl das lustigste Stück, das heute in Wien gespielt wird. Das Publikum schreit, johlt und lacht über die Merntütigen Spässe Artur Franzettis Md Karl GÄblers, Staunen und Bewunderung erregen die HarmoNikavirtuosen Gellin und Borgström und ihre 'LeistuniM werden allabendlich mit toisendmt Beisall belohnt. Das übrige Programm bietet Schlager ans Schlager. Die KleiMnstsPiele im Variete RÄlame sind unbedingt bas Ereignis der Saison auch darum, weil die Preise der Plätze wie auch die Preise der Ko-nffnmtton derart billig sind, daß man sich dort für lächerlich wenig Geld glänzend aMisierem und .einen genußreichen Abend veübringen kann. tzerichtssaal. Ein Stratzenbahnschasfner, der bk Fahrgäste ohrfeigt. Mm 11. Juli d. I. zeEmmerte bei der Haltestelle Trost- und Triesterstraße ein ^trunkener Fahrgast namens Fanz Blenz eine Straßenbahnschekbe und sollte sie Mt Ä.M K. be- Mlen. Dabei gerieten Schaffner und sMvgast in Streit. Der Wagen hielt. Auf der Straße setzte sich der Streit fort. Der Betrunkene schimpfte und randalierte. Int Laufe, des Streites versetzte der Straßenbabnschaffner Franz De ring er dem betMÜkenen Manne Ohrfeigen und verfolgte ihn noch, wobei der Betrunkene m Boden stürzte. Eine mibfahrende . Frau namens Marie Wiegner stellte den Stvaßettlbchnschasifuer wegen seines VechMens zur Rede und sagte: ,-Lassen Sie doch den Betrunkenen .gehen; Sie sehen ja, daß er betrunken ist." Der Schaffner verbat sich jede Belehrung und.es kam zwischen beiden zu enter äußerst heftigen Diskussion, die damit endete, daß der Schaffner der Frau zwei^ Ohrfeigen versetzte. Auf' beiden Seitett fielen Beschimpfungen. Der Motorfuhrer fuhr bei diesem Skandale davon, um der Szene ein Ende zu »mchen. Die Frau sprang rasch aust der Schaffner ihr nach und wollte ihr einen Fußtritt versetzen, traf sie jedoch nicht. Frau Marie Wiegner hat gegen Franz Dermger die PvivataMage wegen wörtlicher und Micher. Chrenveleidigung eingöbracht, worüber gestern vor dem BezirksriHier Dr. Müller verhandelt wurde. Der Bechandlunig wurde ein staatsauwMschaftlcher Funktionär beigezogen, weil wegen des Fußtrittes eine Gefährdung der körperlichen Sicherheit gegeben erscheint. Der Angeklagte war geständig, benteM aber, daß er in Notwehr gehandelt habe, teitit die Klägerin habe ihn überifallen und ihm einen. -Stoß versetzt. Die eirtvernommemn Zeugen widerlegten diese Berautlvortung. Das Benehnten des Schaffners' halbe die größte Empörung bei dem Pulblikum hevvorHevchnt.^ Der staatsanwaltschafÄiche Funktionär bezeichnete die Manieren des Angeklagten als „Wildwestmanreren" und forderte strengste Bestrafung. Bezirksrichter Dr. Müller fand den anaeklagten Schaffner im vollen Smne der Anklage schuldig und verurteilte ihn zu 48 Stunden strengen.Arrests. M erschiverend wurde die besondere Roheit in Ausubmtg seines Dienstes angenommen. - Der Richter beschloß, den Mt an die Direktion der städtischen Straßenbahnen zu leiten. Soivohl der staatsanwaltschMiche Funktionär als Wch der Pevurteilt>e meldeten die Mrufung an,