Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2368 (25.9.1925)
- Date
- 1925-09-25
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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M Iw W«e m DamgUMx M MWch«, SietlBM. OchKW aus Ruppins neuestem Buch. Bmr Dr. E. M. Zweig (Jernsalem).- Dr. Artur Ruppin hat beim Berliner Bevl-ag „Aufbau" eKn Werk hsrausgeib-racht, welches unter dem gewaltigen Stoß der dem ZionGenBorrgreß vorgelegtcn Druckschrifter: eine ganz 'bchnckerc Würdigung verdient. Ein ein Wert ans der Feder Ruppins gebührt von vorncherein Respekt, mir Rücksicht auf den Mann und" seine bisherigen Taten. Ruppin Dar es, der — von Haus aus Kaufmann — IM nach grüMichen vol'kswrirlschaftlichen Studien sich der Zionistische,: ExÄntive zur BeMgun-g stellte, im Jahre darauf die Leitung ihrer Palästmaexjposit-nr, das nachmalige Palästinaamt, übernahm und bis zu fenver auf den: letzten Kongreß erfolgten vorläufigen Resignation die zionistische Kolonisationsarbeit in Erez Israel von den ersten Anfängen bis zum heutigen Stand emporgebracht hat; ein Mann, der es verstanden hat, sich auf den: heilen Boden Altneulands durch unentwegte sachliche Arbeit und vollendeten Takt bei Ju«den und Mchtjuden Autorität zu sichern und — auch daran fei heute erinnert! — in den bösen Tagen Djeural Paschas, als Verteidiger der jüdischen Interessen wiederholt der Anklage wegen Hochverrat ins Auge schcn mußte. Ruppin ist ferner der Autor der Standardwerte „®ic Juden der Gegenwart" und „Der Aufbau des Landes Israel". Wie dieses Buch, welches Ruppin nach der Besetzung Palästinas durch die Engländer geschrieben hat, das Programm der bevorstehenden zionistischen 'Kolonisationstätigleit entwirft, stellt sich das neue, 206 Oiktavseiten umfassende Werk als ein Rückblick auf die Ergebnisse der siobzchnjährigen Arbeit dar, welche der Autor dem wichtigster: Spezialgebiet unserer Kolonisation, der Landwirtschaft. gewidmet hat. Das Werk, welches jeder Zionist gründlich studieret: muß, wird gewiß für lange Zeit die Grundlage jeder ernsten Beratung und gewissenhaften Beschlußfassung betreffs der einschlägigen Probleme bilden. Schade nur, daß cs nicht rechtzeitig vor dem Kongreß erschienen ist, um durch Belehrung der Delegierten schon die Beschlüsse dieses Kongresses zu besruchtcn! Rulppin beweist in seinem neuen Werk neuerdings die ihm eigene Gabe, ein fachmännisches und darum naturgemäß -trockenes Thema in anziehender, für jeden Laien verständlicher und genußvoller Weise in klarer Gliederung der Probleme und in einem tadellosen StA zu behandeln. Ja, der in die Details der Probleme Eingeweihte wird bisweilen sogar finden, daß die Darstellung zu glatt ist und manche Spitzen und Härten. 'UnzukönMichkeiten und Gegensätze, die das Leben einmal -mit sich bringt, säuberlich wegrctuschiert. Dieses Urteil drängt sich -Wenigstens mir auf, wenn ich die Darstellung der mir zufällig mkannten Beziehungen zwischen Keren Kajometh und Pcvlestrne 'Lqnd Development Company, welche Rulppin a!ls jederzeit klaglos hmstellt, ins Auge fasse. Diese Art der Darstellung liegt Wohl in der ganzen Tender^ der bisherigen Arbeit Ruppins, Rvilbungsflächen möglichst abzuschleifen; freilich ist das bisweilen dem scharfen Erkennen der DiffererWunkte ettvas abträglich. Ruppin muß auch noch mchgerühmt werden, daß er bei allem Eifer für die Sache und tiefem Eindringen in die Probleme, welche ja die Probleme seiner Lebensarbeit sind, -nirgends das Persönliche ungebührlich hervorkkchrt, durch Aufdringlichkeit oder Rechthaberei lästig wird. In dem kurzen Borwort HM der Autor die Grundgedanken hervor, von denen sein Werk getragen ist: „Für das Gelingen der zionistischen Kolonisation sind nicht nur wirtschaftliche, sondern in hchem Maß auch soziologische FaÄoren von Beidentmlg. Die eigenartige Aufgabe, Städter aus Europa zur Landwirtschaft in Palästina zurückzubvingen, erfordert eigene neue, von kolonisatorischen^ Vorbildern unabhängige Woge. Wert nick Zahl der landwirffchastlichen Kolonisation darf nur im Zusammenhang mit der gchamiten zionistWen Tätigkeit beurteilt worden. Die -großer: Anstrengungen der bisherigen Kolonisation ha'ben ihren Gegenwert — über die unnAtMarcr: Resultate hinaus — in den Erfahrungen für die künftige größere Kolonisation." Schon diese Thesen deuten an, daß Ruppins Buch vor allem eine Apologie ist gegen die in den letzten Jahren irmner häufigeren und dringlicheren Stimmen der Kritik, als deren wichtigste Exponenten Dr. Soskrn als Verfechter der auf intensiver BoidMultur beruhender:- Kleinsiedlungen, und Prof. Elwood Mead, der — übrigens auf Vorschlag Rnppins berufene — Gutachter der kalifornischen Universität, bekannt geworden sind. Die Polemik gegen Dr. Sosk-in tapV im 16. Kapitel „Extenjsive oder intensive Wirffchasisform" offen geführt. Rulppin werft mit sehr plausiblen Gründen nach, daß SoMr: unrecht tue, . das bisherige Kolonisationssystem, lvölches im Wesen auf der (von Ruppin propagierten) ,-genaschte i: Wirtschaft basiere", in Bausch und Bogen zu verwerfen und die auf intensiver Kultur, 'insbesondere Genrüsebau, zu basierenden Kleinsiedlungen als die Lösung des WivtschasisPrMcms hnHustellen. Won anderen schwerwiegercken Einwänden abgesehen, können die Produkte dieser Kleinsiedlungen höchstens den JnlarckmaM . erobern, während ihrem Export durch die erdrückende Konkurrenz Aegyptens'und anderer Mittelmeerländer schr enge Grenzen gefetzt sind. Als bloßer Versuch, welcher eine Ergänzung der gemischten Wirtschaften bringen soll, habe der Autor Soskins Vorschläge stets begrüßt imd befüÄportet. Hi'Ngegei:'gcht?Dr. Ruppin einer direkten Polerrnk mit Professor Mead sichtlich ans dem Weg. Die Pvlemik ist vielmehr Kr jene, welche Meads Bericht an die Zionistische Exekutive „Agricultural Development in Palestine" nicht studiert haben, ziemlich unkenntlich iu den 31 Kapiteln der Abschnitte über ,-Die Prinzipien der ßiomWHy: MoMMnspälittk", ,-Dje __Wiene« Morgenzettuttg_ gegenwärtige Lage der Siedlungen" und die „Streitfragen" eingestreut, um nochmals in: Schlußwort stark anMlin-gen. Hürgegen sind im 18. Kapitel Me Vorschläge von Professor Elwood Mead" nur einige kurz zusammenfassende Hinweise zu sindeu, welche die Wichtigkeit der Differenzen, um die es sich hier handelt, nicht klar hervortreten lassen. Es geht vor allen: um das geradeM vernichtende 'Urteil, welches Mead über das zur Zeit seines Besuches in Palästina dort noch vorherrschende „guild system", das heißt die kommunistische Wirtschaftsform der Kwuga, gefällt hat. Und dieses Urteil fällt umso schwerer ins Gewicht, als Mead mit den Trägern dieser "Wirtschaftsform', den Mbei-t-erführevri, in euger persönlicher WMung war urch über sie wie Über die geisamte' Arbei-tevschaift Palästinas, ihren nationale!: Opfersim: nnd Arlbeitsgeist, des Lobes voll ist. Der zusaimnenfassende Eindruck der Apologetik Rnppins scheint mir immerhin der zu sein, daß es sich hier um ein ehrenvolles Rückzugsgefecht handelt. Ruppin bemüht sich neuerdings, nachMveisen, wie mck warum die Kwrrza gerade in Palästina entstehen mußte, welches ihre unvergänglicher: Verdienste um die Eroberung der Arbeit und die landwirtschaftliche Schulung der Arbeiterschaft in: Lan>oe waren usw., gibt aber ohne weiteres zu, daß die Kwuza nur eine der möglichen Wirtschaftsformen darstellt, und daß die zr-or: Wiche Leitung der Entwicklung der jüngeren Wirtschaftsform, des auf Einzelwirtschaft beruhenden Moschaw Oindim, nicht in: Wqge steht, sondern sic als einer: ebenbürtigen Versuch, entsprechend dem Miller: der betreffender: Siedler, .ordern will. Ja, Ruppin rückt vor: der sogenannten großen Kwuza, wie sie derzeit durch die Siedlungen Air: Eharod und Tel-Ioseph repräsentiert wird, mcrÄch ab. Mornöglich noch wertvoller als die theoretischer: Ansichten Rnppins, welche zum großen. Teil retrospektiver: Charakter haben, scheint mir das von ihn: über die bisherigen Ergebnisse der zionistischen landwirtschaftlicher: Kolornsatior: in Palästina bcigebrachte statistische Material, welches dem aufmerksamen Leser ermöglicht, unter Anleitrrng Rnppins selbst Schlüsse für die 'künftige Entwicklung zr: ziehen. Dieses Material ist zum größten Teil neuesten Datums und hier zun: erstenmal veröffentlicht. Ein hohes Verdienst, daß man, dieses Material nicht in einer Bureaufchnblade verstauben ließ! Es sind vorwiegend jene Daten,.welche die in: Herbst 1921 von: Landlvirt- .schastlichen Beirat des Zionisti'scher: Koloni-sationsdepartenrents ausgesandte Expedition bei einer Bereisung aller zionistischen Dörifer in: Lande .gesMMelt hat sckvre die darauf -basierter: Budgetvorschläge, welche das Departomertt dem Kongreß für das laufende Wirtschaftsjahr 9686 erstattet hat. Aus diesem Material «röchle ich, weil es sich um . eine Frage von allgemeinen Jrlteresse handelt, vor allem die bedeutsame Datlsache hervochebon, daß unsere Palästinalsiedl'UngM sich geradezu rapid von der Kwuza auf der: Moschaw um,gestellt haben. Die Moschwe Owdim, welche im Jahre 8681 noch nicht existierten, sind von 3683 auf 6685 von 6 auf 15 angewachsen und halben somit die Zahl der Kwuzoth, welche von , 6681 ans 5686 bloß von 17 auf 21 gestiegen sind, nahezu erreicht, während -die Siedlungen der jüngeren Wirtschaiftsform bezüglich der Anzahl der landwivtschaftlich Tätiger: und der bearbeiteten Fläche, ganz 'besonders aber bezüglich der Gesamtzahl der dort^ lebenden Seelen, die Kwuzoth schon weit überholt halben. Rnppins Puch bvingt noch eine große Reihe anderer interessanter Tabellen, -welche den Stand unserer Siedlungen im Mai 1985 nach der Zcchl der Menschen 'sowie des lebenden und toter: Inventars genau spezifizieren, ferner — stets nach Ktvnzoch und Moschawiim gesondert — die Verteilung der bearbeiteiten Mchen aus die Zchl der Arbeiter und Familien, die JnveiMonen für die Sicklungen, Mf den Durchschnitt der Familie berechnet, die Erträge aller Siedlungen nach ProdMenuwnge mck BrMoeinnahme, die jährlicher: Barauslagen pro MWied usw. usw. aufzeigen. Gewiß werden auch diese Tabellen zur Entscheidung der Frage, welche der beiden Mrtschaftsformm vorzuziehen ist, von 'berufener: Fachmännevr: nachgeprüft werden; und nicht zuletzt wäre Prof. Mead, dem seinerzeit dieses statistische Material noch fehlte, dazu berufen. Aber oiffeMar haben heute schon die Siedler, und darunter zum Großteil die Mitglieder der ' palästinensischen Arbeiterorganisation, sich bereits -für den Typ des Moschaw entschiieden. Run steiht es überdies fest, daß die „bemittelten" Elemente, welche seit etwa einem Jahr nach Palästina strömer:, dort landwirtischaftliche AnsiMung suchen, nnd sie — mit RuppinS voller Zustrunnung — dank der Kredithilse und fachmännischen Justmievung seitens der Zionistischen Organisation auch finden sollen, auss-chließlich der: Typ des Moschaw Wähler: werden. Er wird also schon nach Jahr und Tag den Normaltyp der zionistischen Siedlung bilden und sich in -dieser Hinsicht nicht nur dem Typ der alter: Kolonisten auf privatem oder Pioa- Boden, sondern auch dem Bauern in der übriger: Welt angetzlicher: haben. Charäkterirst-isch für den zion-rstischer: Bauern aber wird es sein und bleiben, daß er auf NationalfoNds'boder: leibt und arbeitet, auf dem Boden der VoWsgeimeinschaft, so daß jeder schädlicher: Willkür des Bod>eNirchabers im Interesse der Wgemei'Hert urckervückbare Schranken gefetzt sind. Um zu«: Werke Ruppins zurückzukehren, sei jaus die tröstliche Zusarmnenfassung des letzter: Kapitels „Rückblick und AuMck" verwiesen, welches alle in der: letzten 16 Jahren erzielten konkveteu Erfolge der zilonistischer: landwirtschaftlichen Kvlvrrisatior: auWhlt und wohl jeden überzeugen muß, daß tatsächlich ein großer qu-alit-ativer Fortschritt erzielt worden ist. Wir erkennen aber mit Ruppj-n den quantitativen Fortschritt, g-ernesser: an der Größe der Aufgaibe, für rmbefri-edigend rrud stimnren m die Forderung ein, daß die Einkünfte der beider: r:atiou-äler: Fonds, Keren Kajemeth nnd Steven Hajefsoid, bedeutend gesteigert Werder: rrrüssen. St-att der höchstens 400.000 Pfund Sterling, welche sie bisher jährlich zm Förderung der laickwirlschaftlichen Kolorlisativu bercilsteller: konnten, gilt es, kirnftig. zumindest das Vierfache auszuwenden, damit 95 . September >1M je 2000 neue Familie« als die Grundlahe einer jHBDn Einwanderung von 30.000 Juden in der Landwirtschaft «rä i iedelt werden können. Dieses'maßgebende Urteil eines manrres wie Rrchpin.wird geüviß das Ber-an-two-rKWAglMl und der: Opfechm: der Sanrmler und Spender in aller Wett "r:tsprech-end stärken. Mißbrauch mit dem SiMsmm. Gin Missionsschwindel. . .Die Judeumission, die protestantische sowohl wie die Hatholischc, hat bisher recht schlechte Geschäfte gcrnacht. Ihre Agenten für den Seelenschacher unter den Inder: kosten ungeheure Summen; was sie aber für das viele Geld einschachern, ist quantitativ blutwenig und qualitaiv unter Null. Aber diese Handelsagenten ruit Seelenheil ind zudringliche Patroile, die, wenn sie bei der einen Tür hinausgcworfeu werden, zur anderen Hereinkommer: ur:d etwas mehr für — die Seele bieten, die sie für käuflich halten, wie eine alte Hose. Diese Judenmissionäre sind zumeist arme Teufel, arm an Gesinnung' und arrn an materieller: Mitteln; sie müssen ihren Auftraggebern GeschäftsaM)lüsse in Jndentaufer: bringen, sonst verlieren sie ihren Erwerb. Es sind zun: größten Teil Menschen, die selbst vor nicht langer Z»it noch Tauschobjekt waren und ihre Religion gegen einen besseren Verdienst enttäuschten. Wie jeder Händler irr: Umherziehen nrrtzen geschickte Seelenheilreisende immer die. jeweilige Konjunktur aus. Eine solche Konjunktur schien ihnen auch der Zionistenkongreß und das Verlangen nach zionistischer Literatur zu sein. Zionistische Literatur fand un: diese Zeit guten Absatz, und da lag es nahe, unter falscher Warenbezeichnung, mit der zionistischen Vignette Missionsschund an den Mann zu bringen und den Abnehmer gewissermaßer: zu zwingen, eine plumpe Misfionsfchrift zu Ende zu lesen. Mit solcher Täuschungsabsicht wird jetzt in Wien ein jüdisch geschriebenes Flugblatt , verbreitet, das den verlockenden Titel „Der Zionismus wird gewiß ein Erfolg sein" führt, die Erfolge des Zionismus ansührt und erst am Schluß mit dem Taufgeschäft herausrückt. Die Propagandaschrift für Charakterlosigkeit ist angeblich vom Präsidenten der internationalen Vereinigung der Bibelforscher — dies der Deckname für die Missionsgesellschast — verfaßt und wurde in der Schweizer Missionsdruckerei in Bern hergestellt. „In Oesterreich verantwortlich" zeichnet ein gewisser G. F. Steiner, offenbar der Missionsagent für dieses Land. Wir warnen die Juden vor dieser Schrift und diesem Mann. Besonders die in Wien lebenden Juden aus dern Osten in der Leopoldstadt nnd in der Brigittenau, auf die es die Seelenfänger besonders abgesehen haben. Sie glauben offenbar, daß die jüdische Armut die Juden für allerlei Versprechungen leichter zugänglich macht. Sie wollen die Liebe für Zion, die Sehnsucht nach der Erlösung für ihr Geschäft fruktifizieren. Hütet euch vor den gleißnerischen Reden dieser Agenten! Weiset sie von euch und beweiset ihnen, daß euer Glaube kein Schachergut ist. Und wird der Commis Voyageur irgendeiner Missionsunternehmung zudringlich, dann lastet es an ernergischen Abweisungsmitteln nicht mangeln. Besonders aber behütet eure Kinder vor diesen Gauklern, belehrt sie über das Unmoralische, Verwerfliche des Ansinnens der Seelenmakler! Sie entführen euch sonst eure Kinder, entfremden sie euch, zerstören emen Familienfrieden. Die Judenmisfionäre machen, wie den Tätigkeitsberichten der Gesellschaften zu entnehmen ist, im allgemeinen schlechte Geschäfte. Erst vor kurzem erschienen in Amerika die Bekenntniffe eines getauften Neformrabbiners, der mehrere Jahre als Missionär tätig war und, angewidert von diesem Geschäft, nunmehr reumütig zurückgekehrt ist. „Die Judenmisfionäre — bekennt der Jrregesührte — täuschen zumeist ihre Auftraggeber mit' angeblichen Erfolgen, die sie nicht erzielt haben. Ich habe mich selbst überzeugt, daß die Ausloeise über die Judentanfen durch Missionäre grundfalsch sind . . In Men wird das Geschäft auch nicht besser sein. I. Kr. * Drahtlose Wellen des Gchirns. Der ita'lierch'chc Pro« siffor Fevdmaind Cagzaimnli, einer der a-UH-esche-icksten MssensschaftLer der MaWicker U:ckve-Otät> berichtet in der „Rev>ue MedaHyisique" Wer schr i-Mvessante Experimente, die er voogemrmmren hat. Bei diesen ExperirnLnter: ist es dem Gel-chrten geglückt, f-esHulstellen, daß van: ncknschlichen Gehirn . elektromagnetische Wellen ausgchen, von gleicher Bsschasienhöit, wie die A e t h e r w e l l e n, die die d rahtlojse TelegvaWie ermöglichen. Wir sind mit anderen Worten alle drahtlose Serckeistationen mck imstande, van einer anderen Person ausgesandte Wellen zu empfangen, wenn unser eigener Grnpfangsaippcmrt, das Gchirn, auf die -gleiche Wellenlänge emgestL-llt ist. In einem vollständig isMdrten Zirnmer hat Professor CaWmcrli Versuche mit einer Reihe Personen angestellt, deren Hirne in starBer Wi-chamM waren, und es Mcktv ihm, deren ,Hiivnwellen" in einen: irr: gleichen Zimmer ausgestellten Gmpfangsapparat a-rGchmgen. Er meint in seinen: Wvvrcht, daß es hiernach als bÄviesen anges^chen werden dürfe, daß der Mensch kurze Wellen elektr-omag ne tisch er Art aus sende, und daß das Gcheimnis der Telepathie, Geda-nLerMertragnnig und des Gedankenleisens hiermit seine nMirliche C'Märun-g gesunder: habe: „Die Weller: oder Strahlen, die das menschliche Hirn ausseridet, sind m: Besitz -vor: großer Kraft, mck die MöAichkeiten '-siür die Transmission sind fast nnbegrer^t, alles drcht sich Mv darnn:, daß des Empfängers deevvenisystem auf die gleiche Wellenlänge ,. eingestellt ist, wie das des Sendres.