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Wiener Morgenzeitung · 1925-09-24 · Heft 2367 (24.9.1925) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2367 (24.9.1925)
Date
1925-09-24
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Me», DormerLteg 24 . SchtemLsv 1925 Wücr Tchchert-m Wvon ml verschlagenen Läden saßen die Mchen hindert Juden, welche seil urdeMchen Zeiten in der Äpt wchnten. Durch Ritzen und Spalten Nickten sie auf den Markt. Und so oft vom Geschrei und Geheul die Läden zitterten,■ da Mertm auch die Juden, als -würden sie auf Wogen getrieben, und .Angst -int Heryen sagten sie mit thron Kindern Psalmen her. Die Juden wußten, daß es gefährlich war, am „heiltgen Mttwoch" sich auf der Straße zu zeigen und fürchteten, die Bergbauern könnten diesmal Rache nehmen für die vielen Jahre, da der Ovsterreicher das Fest nicht hatte abhalten lassen,' Die Prozession machte heim Gerichtsgebäude halt. Der -Haufe brüllte: ,Mahlt einen Richter!" „Einen Staatsanwalt!" ,Mir wählen den Herrn Apotheker!" * ,Mr einen, den mm nicht erst bei der Junge ziehen muß!" , ,M ist er schon!" -» Muhe! Ruhe!" „Er spricht schon:' Aus dem Balkon des Gerichtsgebäudes stand ein sechs Fuß hoher Mann, die Hände aufs Balkongeländer gestützt und -so ein wenig nach vorwärts gegen die Männer geneigt/ 0e>me Stimme, die anfänglich im Getölse und Getümmel untergmg, wurde stärker, klingender und drang wie Glockenton über den Marktplatz: „... Brüder! Ms unser Herr Jesus mit den Aposteln das Abendmahl in der Dachkammer eines Wasserträgers nahm, da saß unter ihnen auch Judas. Unser Herr Jesus reichte den Aposteln seinen Becher zum Trinken und sagte ihnen, sie tränken damit sein Blut, das um der Menschen Sünde willen fließen soll, wie es im Evangelium des heiligen Markus geschrieben stcht. Mer Judas — dabei deutete der Redner aus die Puppe mit dem roten Part — der schreckliche Luzifer, der häßliche einäugige Gnom, hatte schon damals unseren Herrn Jefinn Um dreißig Silberlinge verkauft! Brüder! Seht euch doch das Gesrieß an: der b'lutigrote Bart, das finstere böse Auge, und schaut man dem Schwindler in die Augen, so sicht man nicht ein Gesicht, sondern zwei, und weiß nicht mchr recht, über wen man Gericht halten soll. Also, hochverehrter Richter, du hast gehört, was ich angeführt habe; wenn du überzeugt bist, daß Judas, die Mißgeburt, ein SchwiiÄer ist und ein Mörder, kein gewöhnlicher Mörder, sondern der schlimmste Mörder in der ganzen Wett, so muß die schwerste Strafe gegen ihn erkannt werden; sogar die Todesstrafe ist nicht genug. Die Lust erzitterte vom blutmnstigen Aufschrei-der Bauern; vorwärts wogte der Haufe: ,Iod dem Judas!" ,Iod dem Judas!" Niemand hörte mchr dem Urteilsspruch' -des Richters zu, der ihn verlegen mit offenem Mund herplapperte; seine Worte fielen wie in Luftleeren Raum. ,Mas stchen wir noch?" Mas gaffen wir hier," - ' Mchlchpt Judas zum Kirchturm!" Mo sind die StadtMevln?." „Sie haben sich versteckt." - Miner muß an den Pajes anfgchmrgt werden!" - Der Hause warf sich rechtswärts und'bog -zum Hans des Mars ein. Stöcke donnerten gegen die versperrten Mischen Lüden und in tausend Augen tanzte der Teufel, der einen lobenden Juden suchte. Der Notar erschien am offenen Fenster. ,Herr Notar, der zum Tod verurteilte Judas will noch rasch sein Testament machen!" - ,Mte, bitte, meine Herren!" Die Puppe wurde auf den Boden gestellt, das Gesicht zum Notar gedreht. Ein Bursche schlich heran, legte sein Ohr an das Streimel und sprang lachend zurück. Mas hat er dir zugeflüstert, Janek?" Man soll sich seiner erbarmen und ihm die dreißig Silberlinge aus der Hand nehmen!" „Hält er sie denn immer noch in der Hand," „Da hält er sie ja," ein Bursche zog deutend den anderen am Arm, „schau' nur her!" Der Bauernlbursche riß sich furchtsam ilos, denn er wußte nicht, warum die .Umstehenden lachten. In seiner Verlegenheit gaffte er den Notar an, der das Testament vorlas: „Ich, Judas, bin ein altes, schwaches Männlein, ein armseliges Geschöpf... Ihr könnt mich erschlagen und ertränken, mchr als dreißig Taler werdet ihr bfftimmt nicht erben... DeM aber daran, daß meine Lippen euch teuer sein sollen: Sie häben Jesus geküßt.. „Genug!" „Genug!" „Laßt ihn nicht Wern!" ,Mopst ihm das Maul!" „Wir wollen nichts mehr hören!" „Ertränkt ihn ohne Testament!" Ein Bauer, der ein weißes Chorhemd über -dem -Rock trug, echöb ein vergoldetes Kruzifix, an dem Jesus, Nägel durch Hände und Füße getrieben, den Kopf aus die^ Brust gesenkt hatte. Hinter Jesus schleppte sich „Judas" mit seinem -roten, geringelten Bart, dem verbundenen Auge, und flüsterte seinem -leiblichen 'Bruder zu: „Warum schweigst du, Jeschu?" „Was soll ich sagen?" „Was fragst du, Jeschu? Du hast dich doch zum Opfer gebracht, um des Menschen Sünden willen? Was hast du mit den Menschen getan? Sich' hin aus den wilden Haufen, der einen leibenden Juden als Opfer sucht!. Da er chn nicht be Wiener M-rnenreituiia Mitteilungen aus dem Publikum. Möbelfabrik 610 JACQUES WALUS Wien, /., Wollzeile 21 Wohnungseinrichtungen bis tum feinsten Genre, reitihhaltiges Lager in fünf Stockwerken Kultus- und Justiz-Talare sowie Barette in den mannigfaltigsten Ausführungen erhalten Sie vorrätig oder auch nach Mass nun bei der altbewährten Speslalflrma * Rudolf Goldstern, Umformieruntis anstatt Gegründet 1866 WIEN, II. TABORSTRASSE 54 Telephon 454-2‘J Lieferant vieler in. und ausländischer Kultusgemeinden. Zahlreiche belobende Anerkennungsschreiben. Verlangen Sie illustrierte Kataloge gratis! 135 Ein Denkmal für Voltaire \ Soeben erschien in neuer künstlerischer Ausstattung: Voltaire von Josef Popper-Lynkeus Brtrchiert; 12 Sch. Gebunden 15 Sch. .'// Popper-Lynkeus, Voltaires kongeiraler Nachfolger Im Kampfe für die Rechte der. Unterdrückten, ist wie kein anderer geeignet, mit intuitivem Verständnis das Leben und Wirken Voltaires zu erfassen und zu einem Kunstwerk zu gestalten. Der leuchtendste und bedeutendste Geist seiner Epoche — Der Mensch, der Künstler, der Kulturkampf er Voltaire ersteht lebendig vor uns. — Endlich ein Werk über Voltaire, das diesen meisturastrittenen, vielgeliebten und vielgehassten Kulturhelden in seiner ganzen Bedeutung für die menschliche Geistesentwicklung würdigt. — Endlich ein Werk über Voltaire, das turmhoch über allen rein biographischen und literarhistorischen Büchern mit tiefstem, kulturhistorischen Vcrständnis das Zeit alter Voltaires schildert. R. Lflwit Verlos, Wien, l FlelsctimorKt i kommen kann, hat er mich, deinen Bruder, als Popanz ausge stopft wie Kinder eine Puppe ausstöpfen, und sättigt so. das -Eier in sich! Du weinst, Jeschu? Der Haufe ließ „Judas" seine Klage nicht zu Ende bringen, er wurde.von seinem,Druder" fortgevissen. Alle Augen blickten awfi dem Kirchturm. In einem vier eckigen, scheibenlosen Fenster stand „Judas", das Auge war verbunden, derrote Bark wirr und schütter. Der'MaSkaftan war verdrückt und blinkte in der Sonne. So Island er eine .Zeitlang und dann schäumten Stimmen empor und Judas begann seinen Flug; wie ein Sandsack fiel er auf. das Master.' Mit Stöcken und Flegeln warf sich der Haufe auf „Judas" ^und schlug lange, unbarmherzig auf ihn los. Erst als vom Gesicht nichts mclhr zu erkennen war, stillte sich die Mnt der Bauern, sie überließen den un,förmlichen Balg den Jungen unjd sahen vergnügt zu, wie sie ihn zum Fluß schleppten. i... Knmerkung des UeLersetzers: Diese des Dichters wurde durch einen im Krakauer „Goniec Krä kowski" erschienenen Bericht aiWregt. in dem es unter anderem heißt: ,Mm Mittwoch der Karwoche haben dteBerg- 'bauern aus bä Gegend von Zurdgrod Ger „Judas" Gericht igehalten. Eine ausgöstopfte Puppe wurde, mit einem Mas kaftan und einem Streimel bekleidet, vom Kirchturm herab geworfen und in der Wisloka ertrankt.") AustrMe aus dem Zudenbim. Himmelreich Richard, geb. 23. Oktober 1904, Wien, Angestellter, 12. Bez., Kärchergasse 10. Angus Wilhelmine geb. Neuer, geb. 1b. Juli 1904, Wien, Korrespondentin,- 3. Bez., Baumannstraße 3. M a n d l e r Anna, geb. 4. Mai 1904., Wien, 19. Bez.. Vegagasse 18. Scho t t i k Hermine. geb. 24. Februar 1866, Wien, 14. Bez., Johnstraße 8. Spitzer Ella geb. Fisch ix, geb. 16. März 1888, Wien, 4. Bez., Prinz-Eugen- Straße 52. M a y e r Josef Karl, geb. 8. Juni 1898, Mien, 9. Roßauerlande 2b. Gal Edith, geb. 16. Dezember 1888, Wien, 1. Bez., Wipplingerstraße 14. A l m o 8 l i n o Franziska geb. Rech t, geb. 1. September 1Ö93, Stanislau, 18. Bez., Wäbringerstraße 138. Krieger Barbara geb. E d.e r, geb. 22. März 1865, Niedermühl, 8. Bez., Albertgasse 13. W a g r e i ch Abra-- Ham. Adolf, geb. 15. Mai ltz97, Budapest, Wirtschafter. 17. Bez., Dornbacherstraße 133. Lampe! Iba geb. 4. Juli 1895, Bregenz, 8. Bez., Keilgasse 8. I o k 11 Richard Max. geb. 26. Fe° bruar 1903, Lemberg, 8. Bez., Pirüstengasse 33. H o r v a t Else geb. B r ü ck, geb. 9. Dezemoer 1889. Petroez, 8. Bez.. Blindengasse 46. Landau Robert, geb. 29. September 1684, Galatz, 3. Bez., Keilgasse 8. W i l l n e r Pauline, geb. 4. April 1888, Biala. 8. Bez., Laudongasse 22. Dr. S t e i n h a r d t Herxmann, geb. 23. Jänner 1892, Wien, 13. Bez., Hietzinger Hauptstraße 36. .Steinhardt Fritz, geb. 19.Oktobtzr 1931, Wien, 13. Bez., Hietzinger Hauptstraße 36. Steinhardt. Klara,: geb. 31. August 1919, Wien. 13. Bez., Hietzinger Hauptstraße 36. Steinhardt Käthe geb. Str a u ß. geb. 5. August 1894, Wien, 13. Bez., Hietzinger Hauptstraße 36. Bloch Therese geb. Borges, geb. 23. Juli 1876, Wien, 13. Bez., Rohrbacher, straüe 15. WierhA. Srptsmbe^ * Bon der tschechoflowMchen Gesandtschaft irr ©fett ffirfc | uns mitgeteilt: Am Montag den 88. b. tvttd jnsokge vch \ Wenzelsfeiertagcs weder Lei der GüsaMschW zwch tzM Generalkonsulat und besten Paßstellen amtiert. - > * Das Wetter. Der gestrige Tqg brachte Ms temperatur voir 38 Grad. Die Voraussage mckldetz zeitweise Regen. * Zionistisches Landeskomitee für Oesterreich. Die Fortetzung der informativen Besprechung .findet am SamStag den 26. d. um 8 Uhr abends im kleinen Saal des Jngenienr. und Architektenvereines. 1. Baz„ Eschenlbachgasse 9, statt. Die TeA- - nchmer der beiden letzten Besprechungen werden auf diesem Wege Wich eingoladen und ersucht, püMich und guvDW, lich zu erscheinen. * Wichtig für Chaluzim. Das Wiener Palästimamt ltektt mit: Mit Rücksicht darauf, daß das Palästrnavstum für pie etzchin auf Grund vim Zertifikaten zur Mrjah bestätigten Per». onen mir noch im Laufe dieses Monats erngchM werdest > anu, werden die in Betracht kommenden Interessenten noch, mals auf diesem Wege darauf Mfinerksam gemacht, daß hie Reiisedokumentc. Paßbilder sowie oas erf-orderlliche Reisegeld bis spätestens 25. d. beim PalastiUaamt -u erlegen sind. Andemiälls tritt der Verlust des Zertifikats ein. Die ärztliche Unteruchung der 'bereits bestätigten Personen findet Freitag den 25. d. unr 10 «Uhr vormittags «im PaWsttmamt, Zimmer S, tatt. * 25 Jahre zionistische Sektion für die. westliche« Bezirke. Zu dem am 22. d. in unserem Blatte unter dem. oben ange- 'Ehrten Titel erschienenen Aufsatz erhalten wir von Frau Natalie Kolb-Pollak im Namen der GründeriMen des EOen Wiener jüdischen Mädchenvereines Moria ein Schreiben, in dem es -heißt: „Im Matz 6 Ihres Artikels „28 Jahre gio. nist'ische Sektion für die westlichen Bezirke" findet sich fifeitbct Passus: „.. und Berta Hermann, nachmals verchel. Berger (Gründerin des Ersten Wiener jüdischen MädchenvereineS Moria)..." Frau Berta Berger, gck. Hermann, gehörte-jedoch dem Verein Moria erst in den letzten Jchrm seines Beftastdes an. konnte also n i cht ziz den „Gründerinnen" Mlen. Int Gegenteil, sie war die letzte Präsidentin-des Beveiues <19W). Zu den Gründerinnen gehörten: Fanny Reich, verchel. Dr.-«. Werner, Berta Schalit, verchel. Schallt, Jda Werner. Salzer, Sa-bina Grnder, Eva Horowitz, Natalie,Pollak, Vere Kolb, also meine Wenigkeit, die die Initiative zur Gr düng des Ersten liier. Ggs.-Vereines jüdischer Mädchen Moria gab. Frau Bergerchernmnn hat in daivkenswerter Weife der Sache weiterhin gedient und leijstot jetzt oft MenschenM-mAoliches, während wir uns zurückgezogM Men, aber das Recht auf den Titel der Gründerinnen lasten wir uns nicht nchmen, weil wir darauf stokg sind!" * Bibel- und Talmudschule der JsvMittschcu Kultusgemeinde Wen. Der Vorstand der Israelitischen Kultusgomeinde Wien gibt bekannt, daß die GinschreÜbuinHen in die Böbel- und Talmudschute, 2. Bez., Ferdma-ndsstraße 33 Meth-. Hamidrasch-Lokal), Dienstag den 26. und MiMvoch den 30. d., jedesmal von 6 bis 6 Uhr nachmittags, im genannten Lokale stattfinden. Der Unterricht ist unentgMich. * Genesungsheim Meran. Die EroWmitg findet berM am' 1. November statt. Awfnahmcksuchende wollen die Gesuche an den Verein „Asyl für kranke Israeliten in Meran" richten/ von wo ihnen die Bedingmugen bekanntgegeben werden. * Kein Platz im Spital für eine Sterbende..Die 6Ä* rige Pfrüudnerin Wailpurga Statzer «ist Dienst^ in ihrer Wohnung, BurghardWse, unter AiMichen einer Wmstvergfstuug erkrankt. Dr Arzt Dr. Ludwig R edlich stellte eKn Pavere aus, daß di!e Frxm dringendst spitalsbedürftia fei; allein trotz aller BomühunMN konnte in keinem Wiener Spital Platz Mr sie gefunden werden. Sie wurde firr .gestern in. .ein Spital zur Anfnabme Wchieden. Mein stoch. Dtenstag abends veuschlimmerte sich ihr Zustand so,, daß die RettiMMesellschafi' berufen werden mußte. Der Anzt fand die Kau'schon-tot.'. » Fenstersturz des Prof. Pirquet im TraumWistand. Der Vorstand -der iKindeMwik des - Allgemeinen Krankenhauses in Wien, Hoiftat Prof.- Dr. P.i r q uet, sst in Karlsbad des. Nachts durch das Par-tertetenster fernes Hotelzimmers üm Tranmzustand in den Garten gestürzt. Um seine mit Fieber verbundene SchlaGosWeit zu beÄmpfen, hatte er vsr- Wedene Mtttel gebraucht, deren narkotische Mwuna bei ihm WantasievochellMgen gebildet zu haben scheinen. Pros. Pirquet zog sich einen Knvchelbruch am Fuße zu. Er bchmdet sich bereits auf dem Wege der Besserung und wird in den nächstest Tagen -nach Wien zurückkchren. . * Die Lebensmüden. Die 69jährige BuchhiMerSgattin Marie Binder wurde gestern in der mrt Leuchtgas erMltest -Küche ihrer Wohnung, Bennoplatz 8, auf einem Sestel sitzend tot aufgöfmrden. Sie hat wegen nnlheilbaver KrMkhöit Selbst- , mord verübt. -— Die Mähriige Private Paula K-aster hajj sich vongicjstern abends in ihrer Wohnung, 8. Bez.. Laudonmit Lysoll vergift^- die scheint die Tat M Zustande -geir Storung ausgWhrt zu haben. '" . * Der Mord auf der Wiede«. Der PaWnerrewaretthändler Ernst Backe, der. wie berichtet, Dienstag nachts von; dem nach Elbstgen -in Böhmen zuständigen Kaufmann Wilhelm Rodl wegen geschäWcher DMerenmn ongeschosien und schwer vevletzt wurde, ist gestern früh im Spital gestorbeü, Der flüchtige Täter fßowme noch nicht festgenommen werden. Wie Ibekarmt wird, hat Rodl von Backe das in der . Wiedener Hauptstraße 33 gelegene Parfüm-eriegeschüst um 330 Milttonett Kwnen unbesehen durch einen Agenten gekauft. Er fH sich dann um MMdestens 8V MAionen gchrM,.deshM Stveil-. Meiten Mchen'den beiden begannen, die Meßttch zu dem Wteöd führten. * Die antisemitische Jniernatiotiale. Alifrch Rosenberg, Hitlers Pvopagandachef, läßt soeben -ein PriMganda- Heft für Vas von ihm herausgegebene Organ der antffemitffchen Jnt-ernati-onale ,Ker Weltkampf". eMinen. Darin ist der folgende Bri-öf des angeMchen fr-anMischm Generals N. abgedruckt: „Unsere demnächst erscheinende Zeitschrift „Mochte , social" wird mit Ihnen in innigen Kvnt.akt treten in dem gemeinsamen Kampf der christlichen Bö-W gegen das JüM» tum." ■; * Ein Schäcktverbot annulliert. Aus Warschm meldet I, T. A.: Die Geme-mdeverwaltüng vmr PudaIä, einer ffiemeit -Stadt in der Provinz Posen, erließ -eine Verordnung, wonach^ - das Schächten laut jüdischem Ritus verboten sei. Der jüdische Pavlamentskl-u>b. intervenierte bei, der Regierung, wovaüf» hin der Innenminister die lokalen Bhördeu von Pudala dahin instruierte, daß die Verordnung ungesetzlich Mzu an^. - nullieren sei. *' Jüdische Schriftsteller als CLauffmre. Ans Warschau berichtet I. T. A>: Wer Novellist Salomon Gilbert mid der.bekannte SchrWeller.I. M. Weiße nberg haben, sich als Teilnehmer der ChauffeurknrsederGUlMOvaatck' sa-tion einschreiben lassen, um sich ihr Prov a-ls WciGenre Verdienen zu Wime-n.

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