Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2366 (23.9.1975)
- Date
- 1975-09-23
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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M Wien, Mittwochs ' rr Mögen, hinMen hat sich Spinat und Kochsalat Vw- M OW, namentlich mit Zwotischten, Aepfoln.und m, wgr der Mabkt reiWich veHchen.. Absatz anhaltend Preise snd Butter und Eier anhaltend fest.'. * Besuch Warschauer Gemeindevertreter in Wien. In Fortsetzung.ihrer Städterche trafen am Montag, von Prag kommmd, der PrWdent des Warschauer Gemeindevates, Senator Dr. BalinsTt, ynd der Warschauer Magdstvatsdirektor Jablonskt hier ein. Ihr Besuch hatte vor allem den Zweck, der Stadt Wien den -Dank "fite die U-eberführung : der Geheime des volnisschen Dichters Sienlkiewiez nach Marschau Muistatten. Geistern mittags wurden die Heiden' Herren vom Bundeskanzler Dr. Rameik empfangen. Die GMe wurden' dem Bundeskanzlervom polniischen Geschäfts' träger Lazarski vorgchellt. Bei dem Empfang war der österreichische Geisandte m Warschau, Post, zugegen. Nachmittags veranstalteten die Wartschauer Gemeindeivertreter im Graiid-Hotel einen Presse empfang, bei dem Präsident Bali ns kt die Erschienenen in fmnMscher Sprache begrüßte. Nach Besichtigung einiger Wiener Gemeind viustituttomn traten die pol'Mschen Gaste die Weiterfahrt nach Rom an. * Siumltanproduktton Retts in Budapest. Der bekannte Wiener Schachgrotzmeiister Richard Reti gatb am verflossenen Samstag im Klubloikal des Of ener Schachvereines in Budapest eine Simultantorstellung. Reti spielte 36 Partien. Nach fünWMaenr Kampfe gewann er 27 Spiele und verlor 5. Unentschieden blieben 4 Partien. Sonntag wurde das Gastspiel Retis mit einer. MindtSimGiMproduttion im Budapester SchaWüb fortgesetzt. Reti, der in Sao-Paolo im Blind-Simultanspiel - mit 29 Partten den Weltrekord halt, spielte diesmal Men 1V Gegner, er kämpfte Mer sichtlich mit großer Indisposition, so daß er nach fünfstündiger Spiellzeit auffallend schlecht abfchnitt. Er gewann nämlich 4 Partien, verlor 6 und machte eine Partie remis. Nach Schluß der Produktion erklärte Reti, -daß dieser Mißerfolg wohl die hohe Spielstävke seiner Gegner beweise, doch ist der Großmeister, wie er hnMisiigte, Nach feiner mehrwöchigen Simultantoürnee durch die Äschechoslowalkei, wo er übrigens. in Pozsony das Championat gewann, total ermüdet in Budapest eingetrofsen. * Leopold Hilsner hat uns dieser Lage einen Besuch abgestattet. Er ist von Wien längere Zeit äbiwesend geweisen, in der er versucht hat, sich durch den Verkauf von kleinen Artikeln ehrlichen Verdienst zu schaffen. Er ist krank geworden und, mußte durch mehrere Monate in Kraukenhäuisern Wege und Heilung suchen. Das arme Opfer antisemitischer Bestialität bekommt keine Wohnung und keinen Haufierpaß. Hilsner wendet sich nun wieder an die jüdische 'Oesfentlichkeit und hofft, daß ihm in seinem Mer und in seiner Krankheit die tilfe der jüdischen Gemeinschaft liicht versagt werden wird. 'ic Verwaltung der „Wiener Morgenzeitung" ist bereit, Spenden zu übernehmen und auszuweisen. * Unangenehmes Erlebnis eines Wiener Musikschriftstellers in Venedig. Der bekannte Wiener Musikschriftsteller Dr. Erwin Felder wurde vor einigen Tagen wegen eines Zwischenfalles' auf einem Vergnügungsdamvfer in Venedig verhaftet. Ueber Intervention der österreichischen Behörden wurde er, wie aus Venedig gemeldet wird, gestern .freigelassen. , ♦ Das Land der Freiheit. In New-Albanh (Mississippi) wurde, wie Reuter meldet, ein Neger, der wegen eines Angriffes auf ein Weißes Mädchen im Gefängnis saß, vom Pöbel verbrannt. Ein Neger, der im Irrenhaus von Nilledgewille (Georgia) einen Wärter ermordet hatte, wurde gelyncht. .Er wurde in den Wald geschleppt, . an einen Baum gebunden und mit schweren Stocken zu Tode geschlagen. . * Ein falsches 1000-Kronen-Stück. In Wien wurde vor einiger Zeit das erste falsche Geldstück zu 1000 K. vereinnahntt. Es besteht aus einer Legierungvon Zink, Zinn und Blei, ist durch Guß mit einer von der echten Münze abgenommeüen Form hergestellt und an der abweichenden Metallfarbe, der geringeren Härte und dem geringeren Gewicht mühelos als Falsifikat erkennbar. * Ein Lieöesdmma im Hotel. In einem Stadthotel stieg vor ei lügen Taigen ein elegantes junges Paar ab, das sich als Apotheker Philipp Trost aus Reichend ach im Voigtlaüd samt Gattin, meldete. Geistern früh fand man beide mit schweren V er giftu ngs erscheinun gen auf. Die Frau ist Mb darauf gestorben, den Mann hofft man am Leiben zu erhalten. Das Paar hat zweifellos SÄbstmord «begangen, was aus 'einigen Wschiedsbriefen des Mannes hervorgchi. Es stellte fich heraus, daß die-Frau nicht die Gattin des Apochekers war, der verheiratet ist. In einem AMchiedslbrief an seine Frau gibt Trost an, daß er in einer Art Kriegspsychose handeln mußte, die ihm ein klein'bürgerliches Leben nicht ertragen ließ. * Der MathemEer Prof Fridman gestorben. Am 17. d. verschied in Leningrad (früher Petersburg) im Mer ton 37 Jahren der Professor der Mathematik an der Lemngrader Uuiversiität," Fridman. Trotz seiner Jugend genoß'Prof. Fridman als^ Mathematiker einen großen Ruf in den wissenschaWchen Kreisen der gaMn Welt. ' . * Vakmtte Nabbmatssihe in DentschLarch. Die beiden iRa'bbinaite B >a m b e r. >g und A a ch e n find/' zu beisetzen. Der Bam'berger RaWner Dr. Eckstein tritt demnächst in den Rcheistand. Er. ist bekannt durch historische Arbeiten zur Geschichte der Juden in Bayern. Er hat auch gemeicham mit seinem verstorbenen Schwäger Dr. Zienttich (Nürnberg) die Predigten seines verstorbenen Schwiegervaters Dr. Joel (Breslau) 'herausgegeben. Rabbiner Dr. Iaulus (Aachen)^ ein bekannter Schulmann,- ist tvegen vorgerückten Mers zürückgetreten. Bortriige mÄ Bersammkmse«. Vereinigung Jüdische Moderne. Heule, '7,8 Uhr abeydS, im 'Eafö Jofefinum, 9. Bez.,Währingerstrape 88, DiSkussionSabend über den Vortrag desHerm Oberbaurates Robert S t rt ck e r : „Die Bilanz des ZionistenkongresseS". Gäste, will kommen^ — Mai rnonibeS - In'st ir nt, 3. Bez., Hetzgüsse 40. .Heute, >1$ Uhr abends, Rabbiner Dr. A. Kam i n k a r »Einführung invote PWtin der ältesten synagogalen Dichter". — Gremium der österreichischen Handelsvertreter Heute. 6 Uhr abends im HO. Gartenbau, 1. Bez., Parkring 10, Bevsammlung der Kaininerwcchker. Zionistische Bezirkssektiou Alsergrund,9. Bez,, Liechten steinstraße 11. DdS; Sekretariat' hat Leiste Tätigkeit w i e der ausgenommen, AmtSstnyden täglich von S bis 7' abends- Frmag von 6 Uhr ähenvs, Sonntag von 8 30 Thora . kündigungen später. __ BMWen der RchaMm. Dr. % K. Wohnort NewOork. Mhere Ädreffe uns nich liekannt. LÜlener Morgenzeitung MS PuMum. Xulws- und Justiz-Talare sowie Bfarette In den mannigfaltigsten Ausführungen erhalten Sie vorrätig oder auch nach Mass nur» bei der altbewährten 8 peklalVIrma Rudolf Goldstern, Uniformierungsanstalt Gegründet 1866 WIEN, II. TABOR8TRA89E 84 Telephon 45-6-29 Lieferant vieler ln- und ausländischer Kultusgemeinden. Zahlreiche belobende Anerkennungsschreiben. Verlangen Sie illustrierte Kataloge gratis! 135 S o e b eil erschien: des Gerschom Kohen 5X87/15X7 Preis: 25 Schilling Die Pessa^h-Haggadah des Qerschom Kohen aus Prag ist die älteste bisher bekannte mit Holxschnitiillustraiion gedruckte Haggadah Der photographische Neudruck dieser Haggadah Ist zu einem Pradiiwerk geworden das in jedes jüdische Haus, auf jeden Sedertisch gehört Grosse, deutliche, zum Teil mit Holzschnitten verzierte Buchstaben und eine, ganze Reihe von herrlichen Holzschnitten, die zumeist* Gestalten.und Festgebräuche aus dem jüdisch-deutschen Leben des XVL Jahrhunderts oarstelien, schmücken das einzigartige Werk' Religiöse Gebräuche und somit echt jüdisches Familienleben mit Schönheit und Kultur zu erfüllen, ist der vornehmste Zweck und Sinn dieser Kunsthaggadäh Buctithilg.R.lö(i)It,(ilien,l.Fleistl)inürHtl Neuerungen km Poftverkehr. .Ab 1. Oktober treten die Beschlüsse des Stockhvl-nter Wettpostzkongresses in iKrcht. Hier weroe-n die für/ Oesterreich Irrt BeMhre mit den WMPoftiveremslä.ndern and die gleichzeitig für den. Iulandsjvevkchr in Kraft, tretenden besonders bedeutsamen A b ä n d e r u n g e n cmlfgSzählt. Warenproben, Drucksachen, Geschäftspapiere, Postkarten mit bezahlter Antwort müssen voll frankiert werten. Gleichzeitig wird im Inlandvevkchr die niedrigste Druckfacheagebühr von 1 Groschen auf Drucksachen» Endungen bis 1b Gramm e i n g e f ch r ä n k t. Aenderungen im Briefmarkenverkehre. Bom 1. Oktober 1926 an ist bei Briefsendu-ngen, Wertbriefen und Wertschachtvln der Nachnahmebetrag in' der W6HruM des Aufgabel and es, bei uns also in Schilling und.Groschen anKugeben. Dielsen Nachnahmesendungen ist eine vom Aufgeber ausgefertigte Nachnabmepostanweifung ber- -upchen, die bei den Postchwtern um> 2 Groschen mhÄblich'' P. Dte Nachnahme gebühr ist einheitlich mit 40 Groschen festgesetzt »vorden, ivozu noch eine Gebiühr vml einen halben Prozent des Niachna>yM'e>betrages^ kommt, also se 5 Groschen Kr fe 10 Shilling. Die Poftanweifnngsgebjchr fetzt sich vom 1. Oktober an aus einer festen Gebühr >(in OefterrM 10 Grvischen) und einem weiteren Zuschlag von einem halben Prozent-des ausgewiesenen Betrages zusammen. Die ' vWttiM! ^1aMveifuni^bichÄn ■ bleiben underLndevt, bis auf die Gebühr für die erste Betragsstufe, die iÄ 16 Groschen gegen bisher 10 Groschen beträgt. Im Jnlandspostan- . Woisungsperkchre wurde die Gebühr bis zum Betrage von 20 Schilling mit 10 Groschen festgesetzt. Vom 1. Oktober an Können in Wertbriösen außer Wertpapieren auch Schriftst ü ck e. von Wert versendet und Wertpakete als d r i ugende Pakete achgcgcben werden. Die Größe der Poftkarten. Die.Postverwaltung wird vom 1. Oktober an das..Format 14-8 Zentimeter zu 10,5 Zentthtzer Kr .Inuiid .Guslandspöstkärten gegenlbisher M ZeMmeler zu 9 Zeutmeter'anwenÄen. . Die PoftkartengMlhr Kr den Inlandsverkchr Wird von 7 auf 8 Groschen erhöht. . ... Unbestellbare Postpakete. : Der Absender eines Postpaketes m u.ß vom 1. Oktober angchängen auf der Rückseite ^dcr Postibeglettadresse und.auf dom Paket isokbst ange>ben, wie mit dem Palet im Falle; der U n m ö g l i ch L e i t d e r Z u st e il l >u n g zu Verfahren ist, ' Warenproben. Gas bisherige Höchstausimaß wird auf 46 Zentimotcr zu 20 uZont'imeter zu 10 Zentimeter erhöht. Bei Äersendung in lRollenform ist statt des .bisherigen Höchstausmaßes 'von 60 Zentimster'M 16. Zeittimeter ein solches ton 46 Zentimeter zu 16 Zentimeter zngelasscu. Sperrgut. /'-Äom.1, Oktober an gelten als Sperrgut alle Pakete, die; in irgendeiner. Richtung mehr als 1 Meter 50 Zentimeter messen oder bei denen die Summe der Länge und des größten, - nicht-nach der Länge geniessenenen Umfanges 3 Meter über- -schreitet. ... ' Eine billigere Gewichtsstufe für Auslandspakete. . . .Poml. Oktober an,ist hie Gvwichtsstufe von 1 Kilogramm. . Kr MSla-ndSpakete' auch für den ö st e r r e i ch ifr ch e -rt T ei 1 der GeKvdernngSstrecke einge'Dhvt.' ' Ermäßigung der Zeitüngsversaudgebühr. Die öOprozenttge Ermäßigung der Drucksachmgelbühr für unm\tteIIbar von Vertegern vevlsieudete Zei- - tumigen Wind vom 1. Oktober an auch nach Menden Ländern.in Kraft treten: 'Aechiopien, Meuten, Elfenbotnküste, FrMöUch^Guinea, Beittfand, Libanon, MaroiM (ohne; ispaMche Zone), Manretawan, Niggevgdbiet, Portugal, Portu- / giestM Monien von A'ftika, Povtügielsisch-Iichien, Macao und .: MmÄ, Peunion,. Saargebt et, . Senegal,!' Königreich der Serben/ Kroaten und Slovenen, Frangöstsch- Sudan, Syrien, Logo, Tunis. ■ 23. September 1025 . Seite 5 Whne und Kunst. Das Arbeitsprogramm der Volksoper. Genevalmufikdirektor Leo Blech bereitet gegenwärtig die österreichische Uraufsülhrung des in'Budapest mit gwßem. Erfolg aufgefühvten Werkes von Poldini^ „Hochzeit im Fasching" vor und l'tndiert gleicherzeil -,Fi garos Hochzeit" neu ein. Kapellmeister Egifto T a n g o ist mit der Borbeveitung von Vevdis in Wien seit Jahrzehnten nicht gehörter. Oper „La.sso-rza bet de st i u o" und mit der NeueinstMerung von „Othello" sowie „Der Bärbiev von Sepillä" bel'chäftigt. Kapellmeister Edgar Schiffmann wurde die NeulenOudierung von Lortzings ,Maffenschmied^ nnd „Und!i n e" übertragen. Kapellmeister Roibert K n r m a n n. wird Heubergers „Opernball" in textlicher Neubearlbeitung von Biktor Leon herauslbringen. Alle diese Werke werden schon in den nächsten Wochen zur Anfführung gelangen'. ' Kalmans „HollandweibchLn" im Johann-Stvauß-Theatcr. -Nach längerer Panse wurde Kalmans populäre' "Operette „Das Hollandweibcheu" Sonntag den 20. d. in einer Nachmitlagsvoristellung gegeben. Frau Grete Holm als Gast brillierte durch ihre anerkannte Gchangskunst. Dore.Aldor als Baronesse^ Elly gefiel' ungemein,.Ebenso wie die'beiden Komiker Max Br ob und Fritz Im Hofs, die das Publikum M Lachstürmen hinrissen Das Haus war ausverkauft. Moritz Heimann gestorben. Ans Berlin wird uns gemeldete Der bekannte SchriWeller Moritz H e ima n n, der lange Ichre Leiter des Berlages S. Mcher in Berlin war, ist dem schweren Herzlerden, an dem er lauge Jahre litt, erlegen. Das jWhhe Buch. Die vorder Soncino-GesellschLst der iFrennde des jüdWen Buches he'ranAgegcheneN' ,,Beitr äge gu r Kunde des.jüdiJf chenBuches" bieten als ein repräisentatives Organ alljgemeinKdilscher Kulturarbeit. einen mögliW vollständigen Ueberblsck über den sich im jüdischen Buch widersipiegelnden Teil jüdischen KMtr- und GePeslobens. Ein großer Kreis jMscher und nichtfüdischer .GelchrÜer hat der Svnoino-Gefellschiaft bei der Hevansgabo der Matter ihre Mitarbeit bereitwillig zur VersÄgung. gestellt..-In den nächsten Tagen erscheint.das erste Äoppelhcht der Zoitschvist, das Beiträge von Prof. Frei m a n n, Max B r o d. Arnold. Zweig, Martin Buber und auße-rldem eine umfangreiche Rundschau enthalten wird. ■ -i Ws dm MüM. Bur gth e ni er. Morgen, V,8 Uhr, «Ein i d & aler Gatte".! Akademi et.fi e at e r; Morgen, V*8 Uhr abends „Die Kar aw an e". Operntheater. Morgen- 7 Uhr, „De r Mas k e nb a l r. Redo n t e»f a a I. Morgen, V«8 Uhr, „D t e E n tführungauS dem S e r all". . Deutsch es Volkstheater. Sonntags M Uhr nachmittags, Max H a l'b e s „I n g e n d". T h e a t e r i n d e r. I o s e f st a d t. Außer der Komödie „Monsieur Bro tonn e au" von d e Fl erS und de C aill av et wird das Lustspiel „M,ein Fr e'un.d Ted d y" von -R i v o t r e und B e n a r d einstudiert. RMoprogvamm. Heute Mttwoch. 4 Uhr 10 Min.: Nachmi11aaskonzert. — 6 Uhr 10 Min.: Fontane-Feier. (Theodor Fontane, gest. 20. Sevtember 1898.) Gesprochen von Hilda Wagner und Otto Löwe. Einleitende Worte: Dr. Han8 Nüchtern. — 8 Uhr: Zyklus: Ludwig van BeeMtoen. (1. Aberd.) —. 10-Uhr: Heitere Abendnmstk (Kapelle Älving). \ ■—-- " ' Daher der Name BündesrepuM. Giniige Bunde sländ et hatten sich die Praxis zurechtgelegt, wohmiUgslos gewordene Weuvr und Nisdorosterreicher in ihre Heimatsgemeinden ab- - zuschieben. Darob hatten der Wiener BÄrgemnÄster und die n.-ö. Landesregierung Beschwerde geführt und angedroht, daß die BuwdeshauPtstM, die «eibue große Zahl von Personen beherbergt, die in anderen BnndesMdern hevma-tsberechtigt sind, in die'Ztvangsbage versetzt würde. Mnstiia in^ihrer Woh- - nungsfürfor'N.e andere' RichMin-i.en ein^u». h a ltto n." Das hat py«nptgewirkt. Die o.-ö. Landesregierung gab bereits einen Erlaß yinaus,-nm dm: idlie Gemeinden auf das Ungesetzliche einer ÄnSweisung ge-vichtlich delogierter fovsonen und auf ihre allfällige zivilrechtliche ch ad enerf atz Pflicht aufmerksam gewacht werden. , Schadenersatzklage gegen einen Chirurgen, Das.. ZivÄllaudesgericht... unter BovH des Hgfrates Dr. G e r h a r d 1 verhandelt^ gestern. über Me Sch^denerfatziklage, > welche die PriMe Hilde Scher'gegen den WrurMN Professor Dr. Hans Finstetre.r ' und das Kats er-Franz- I o f e f s - A m b u l-at o r inm auf Zahlung des Betrages, ton 10.000 Sch-Miug S chmerzensgeld und 42'41 Schilling fL'r Ht-i--l-'UVNsi-oste.n,und foustigLn. Schaden angestrengt hatte. In der von Dr. Fritz Spitzer ver^ tretenen Klage wurde ausgeführt, daß am 12. Juni 1W8 Prof. Finsterer iit dem genannten Spitale än der Klägerin einen Bauchwandbruch operierte, dessen HeiKng normal verlief. Als sich 14 Tage später Eit ernngeU zeigten, welche' starke Schmerzen verursachten, habe ihr Hausarzt ' den Pro-' fessor Finsterer konsultiert, welcher erklärte^ 'daß hiebei -nichts! Verwunderliches. sei, weil derartige Schmerzen. . durch Die |chlechte Qualität der Seide,^die ^Heim,- Vernähen, verwendet 'Mrd, beim Abstößen der Fäden-torkoimme. .Inder Klage wivd unn ausgeführt, daß' diese Eiterungen jedoch nM Lause der Jahre heftiger auftraten und daß im Februar 'dieses Jahres der Hausarzt ^der Klägerin die Vornahme einer > neuen Operatton nahelegte. In »Per Nacht vom 26. Fe- >bruar 1935 sei aus' der Wunde ein harter Gegenstand , ans« > 'getreten, und zwar ein Drainrvhr, welches offdnbar bei der Operation varg essen würde. Es befand ' sich Jahre'im Körper, und verursachte die Schmerzen. Professor Finsterer wird aus dem Grunde belangt, weil er.das Belassen, des Dra'mrohres nicht bemerkte, das Ambulatorium, weil me. Operation in feiner AnstM .torgenommen wuM und We. äristlichen Organe, welche bei der Operation MWen Waden,' im Zuge der Nachbchandlung das Draiuwhr nicht. enGvnt hatten.'Der Vertreter.des"'Mlagten Prof. Finsterer Mwitt, -daß bei der Operation einDMnrohr veriivsMt.wlrrbe.' Dieses .müsse bei der OtachbehäMuug vergesien worden fein. -Dev Vertreter des beklagten. Spitales stellte Me Haftungspflticht'- für im Haufe vorgtznomanene Operationen in Abrede. Der^ Richter beschloß, zwecks Mnvernahme >ber Het''M^'Ope«M« a-Wierenden Merzte die Bechandlu-ng zu vertagen. 7014296^9924