Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2364 (21.9.1925)
- Date
- 1925-09-21
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Sette | " ' Men, Montag Werkes ermöglicht. AuS den Mitteln des Keren Hajefsod hat da- La-n-elS- und Jndustriedepartement der Zionistischen Exekutive Darlehen an verschiedene kleine Industrien gegeben, und hier läßt sich wiederum der gleiche Ausschwung feststellen. Im Jahre 5683 wurden 35 Darlehen im Betrage von 1983 Pfund gewährt, im Jahre 588dagegen 59 Darlehen im Betrage von 6366 Pfund. Ebenso hat der Keren Hajesiod an dem Aktienkapital der Handwerkerdank, das am 31. Dezember 1924 insgesamt 3856 Pfund betragen hatte, sich mit 2000 Pfund beteiligt. Hauptsächlich der Entwicklung der Arbeit in den Städten kommt das Arbeitsbudget der Zionistischen Exekutive zugute, das wiederum vom Keren Hajesiod bestritten wird. AuS diesem Budget werden Beträge von 5000, beziehungsweise 4000 Pfund für die Arbeiterkrankenkasse und das kulturelle Werk der Arbetter zur Verfügung gestellt. Wichtiger aber ist noch die Durchführung großer öffentlicher Arbeiten, für die aus diesem Budget die notwendigen Kredite zur Verfügung gestellt werden. Wiederum war es möglich, in dieser konstruktiven Arbeit dank der vergrößerten Einnahmen des Keren Hajessod einen deutlichen Fortschritt wahrzunehmen. Die Zahlen lauten: Pfund ffc 5688 6.117 für 5684 18.067 ffe acht Monate 5685 13,100 AuS dem gleichen Fonds wird die Arbeitslosenunterstützung geleistet und werden den Arbeitern die notwendigen Kredite eingeräumt, um gewisse kollektive Arbeiten in den Kolonien und beim Tabakbau durchzuführen. Jede Entfaltung und Regelung des wirtschaftlichen Aufbaues in der städtischen Siedlungsarbeit bedingt eine Erhöhung des Budgets, und jede solche Erhöhung des Budgets ist undenkbar, wenn ihr nicht Mchzeitig eine Erhöhung des Einkommens des Keren Hajesiod entspricht. Jede Vergrößerung der Bevölkerung Palästinas erfordert auch eine Vergrößerung der Organisationen, die sich mit der öffentlichen Gesundheitspflege im Lande befaffen, der Hadasiah und der Arbeiterkrankenkasse, die beide zu einem großen Teil auf die finanzielle Unterstützung des Keren Hajesiod angewiesen sind. Eines der wichttgsten Kapitel in der Frage der Deckung des Budgets bildet das Kapital des ErziehungS- und Schulwesens im Lande. Der größte Teil dieses Budgets wurde bis jetzt ans den Mitteln des Keren Hajesiod gedeckt. Im Jchrr 5683 betrugen die Auslagen, für Erziehung 100.218 Pfund. Pfund Davon trug der Seren Hajesiod bol 70.607 Die Zewish Lolonsiation Association 9.516 Die Bevölkerung Palästinas an Schulgeld«« und Subventionen 17.944 Im folgenden Ich« betrug da» Budget 92.677 Pfund. Pfund Dazu trug der Seren Hajesiod Me» Teil bei mit 63.000 Die Zewish Kolonisation Association 8.346 Die Regierüng 2.258 Die palästinensische Bevölkerung 14.600 In den ersten acht Monaten 9665 betrugen die Auslagen 78.910 Pfund. Pfund Dazn trug der Seren Hajesiod seinen vollen budgetgemäße» Teil bei mit 50.000 Außerdem zahlte er auf Grund früherer Rückstände 5.669 Beitrag der Regierung 2.827 Palestine Zewish Kolonisation Asiociatio» 5.057 Schulgelder 1.359 Jüdische Stadtverwaltungen und Kolonien im Lande 9.617 Und in Abzahlung früherer Defizite 848 So hat -er Keren Hajesiod das volle vom Zionistischen Kongreß oder vom Aktionskomitee besttmmte Budget für hebräische Erziehung in Palästina gedeckt. Dennoch ist, wie bekannt, durch das Versagen des Jischuw, den von ihm übernommenen Anteil zu decken, eine Krise entstanden, bei -er von einem Teil der Lehrerschaft der Standpunkt vertreten wurde, daß die Zionistische Exekutive nicht nur das festgesetzte Budget, sondern die gesamten Auslagen des Erziehungswesens, auch die, die andere Körperschaften zu decken übernommen haben, decken müsie. Aber nicht immer hat sich dabei die Oeffentlichkeit darüber Rechnung abgelegt, daß , das bedeutet, daß der Keren Hajesiod erhöhte Einnahmen haben müsie, und daß es daher Ausgabe aller derer ist, die eine Erhöhung des Erziehungsbudgets fordern, mit all ihrer Tatkraft für eine Erhöhung der Eingänge des Keren Hajessod Sorge zu tragen. Resolutionen nützen nicht, wenn nicht in denen, die für diese Resolutionen stimmen, der entschlossene Wille wohnt, den Keren Hajessod mit allen Mitteln zu kräftigen. Me Schulen Palästinas erfahren vom Keren Hajessod ihre Unterstützung: 37 Kindergärten, 61 Volksschulen, 3 Mittelschulen, 3 Lehrerseminare, 7 Handwerks- und Gewerbeschulen, das Technikum in Haifa, die hebräische Universität, die hebräische Nationalbibliothek. Die Vergrößerung und der Ausbau all dieser Institute erfordert die Vergrößerung der Einnahmen des Keren Hajessod. Um zusammenzüfasien: die stets wachsende Einwanderung nach Palästina erfordert den Bau neuer Schulen, neue Kredite an die ausblühende Kleinindustrie und das Handwerk, die Anlegung neuer Siedlungen auf den großen Ländereien, die der Jüdische Nationalsonds erworben hat. Das neue Leben voll Zuversicht und Tatkraft, das sich in der letzten Zeit in Palästina entfaltet, konnte in den engen Rahmen des bisherigen Budgets der Aufbauarbeit nicht mehr gesaßt werden. Der Zionistenkongreß hat vor dieser Tatsache die Augen nicht verschlossen. Er hat ein erhöhtes Budget angenommen. Er wird den Grund zu einer neuen Epoche in der Geschichte des Ausbaues Wiener Morgen^eltuug _ der Mischen Palästina aber erst dann gelegt haben, wenn alle, die am Kongreß teilgenommen haben, von der Erkenntnis durchdrungen sind, daß der Beschluß über die Erhöhung des Budgets eine Steigerung der gesamten Tätigkeit für denKerenHajsssod bedeuten muß, und in dieser Erkenntnis sofort an die Arbeit gehen. Sri« oder Nichtsein. Van Israel Z-angwA. Der Ir«de -st nach immer der große Unbekannte der Geschichte. Während in der Wütezeit des Humanismus jede Anstrengung gemacht wurde, andere Völker zu verstehen, ha'ben feAsit gelehrte Professoren es verMänmt, den jüdischen Beitrag zu Fortschritt und Kultur unpatteiisch zu würdigen. Ware der Jude von -er Erdoberfläche verschwunden und sein Kulturstach mir noch abzuietten aus den Wersen seiner Literatur, er würde sich Kvesiellos einer höheren Geltung erfreut haben, aber seine eigensinnige Existenz hat das Urteil -er Wett vollkommen der richtigen Perspektive beraubt. Deshalb wird dieser Versuch einer-Anzahl jüdischer und nichtjüdischer kompetenter Schriftsteller, die es rmternoanmen haben, in die verschiedenen Phasen seines Lebens und Denkens neues Licht zu bringen, allen denen wi Wommen sein, denen Unwissenheit nicht als Segen erscheint und Haß kein größerer Glücksfall als Liöbe. Es erscheint seltsam, daß so viele Jahrhunderte nach den großen hebräischen Sängern und Propheten und, nachdem ihre Werke überdies in alle Sprachen überseht worden sind und dort im Laufe der Zeit die Schriften aller anderen Schriftsteller ubeckuuett haben, es noch notig ist, eine Art von Apologie zu schreiben für das Volk, das sie hervongebracht hat, und für seinen Glauben. Aber selbst ehe das Christentum angefangen hatten das Seine beMiragen, die Situation zu komplizieren, erregte der Jude inmitten seiner semitischen Nachbarn nicht weniger Feindschaft als bet den Griechen und Römern, eine Feindschaft, der spater «ine eifrige deutsche Wisienschaft den Namen Antisemitismus gab. Komischerweise gebraucht der gegenwärtige Journalismus diesen Ausdruck auch sür die Angriffe, mit denen die heimischen Semiten in Palästina die zionistische Einwanderung bekämpfen. Diese arabische Feindschaft ist, obwohl auch sie a-us Mißverständnissen beruht, immerhin die einFige Form von „AutisemitisiMs", die einigermaßen berechtigt wäre. Bei allen anderen Arten von Judenhaß ist eher das Wort Judäoschobie angebracht, ein Wort, das von vornherein pathologischen Anstrich hat. Denn obwohl der Jude weit davon eMernt ist, Merlos zu sein, haßt man Hn mehr wogen seiner Tugenden als wegen seiner Fehler und weniger auf Gruich von Tatsachen als infolge von Lügen und Legenden. In einem kürzlich empfangenen Brief eines unbekannten Korrespondenten an- Berlin wurde ich gebeten, in Gemeinschaft mtt anderen einflußreichen Juden des öffentlichen Lebenvon Brandes bis zu Trotzki und von Einstein bis zu Charlie Chaplin in einem verlassenen Ghetto, das mein Korrespondent in einem Dorf der Schweiz entdeckt hat, ein jüdisches Museum zu errichten. So fanatisch wie dieser naive Glaube ist, daß Juden an irgend einem Ort der Welt allein auf seinen Ruf hin zusammenarbeiten würden an irgend einem Gegenstand, so ist es doch noch seltsamer, daß er zu der Folgerung gelangt, daß die jüdische Verfolgung MuseumSgrad erreicht habe. Eines TageS vielleicht würden die dort gesammelten Dokumente das Erstaunen einer wirklich zivilisierten Welt bilden, aber vorläufig sind von allen Dokumenten noch die seltsamsten die aus der Pogromperiode, die mit unserem großen Kriege begann, eine Periode, in der die Judäophobie (der Judenschreck) zurückkehrte wie eine Sturmflut, selbst in Länder, die sich sonst mtt ihrer Toleranz brüsteten und die nun wie der Kurs des englischen Weltreiches „seinen Kurs westwärts nimmt". Aber daß jüdisches Schicksal seit Jahrhunderten unaufhörlich fortfahren muß, Dante zu illustrieren, dafür haben selbst die zionistischen Führer noch kein ausreichendes Mittel. Weder in der Nationalheimat Palästina, noch in dem Schmelztopf der Diaspora kann der Jude aufhören, eine Sonderheit zu sein, noch kann sein Problem verschwinden. Ein 15^-Millionen- Volk, umhergeworfen in der ganzen Welt, kann zwar nicht als Volksganzes wiederhergestellt werden, aber ebensowenig wird es ausgesogen von den Völkern. Palästina, wenig kleiner als Wales und nicht wie Wales im Besitz von Kohlengruben und Eisen, kann nur eine begrenzte Zahl Juden aufnehmen. Die Vereinigten Staaten bei ihrer nicht ausgesprochenen christlichen Zusammensetzung und ihrem Rasiengemisch hätten diese Möglichkeit. Und wäre der Geist Lincolns und Washingtons herrschend geblieben, dann wären Millionen von Juden nach und nach in ein majestätisch großes Gemeinwesen ausgenommen worden, während der kürzlich erfolgte Toresschluß diese Massen in ihrer Isoliertheit erhält. Selbst wenn diese Begrenzung der Einwanderung durch ökonomische Notwendigkeit veranlaßt wäre, hätte man ein solches paradoxes Resultat mich nicht Voraussagen können. Aber es ist einzig und allein die Folge eines immer beschränkter werdenden Rassenvorurteils — und auch nicht mehr dasselbe, das früher in der Form sozialen Unterschiedes ihre Assimilation aufhielt —, und das Anwachsen der Ku-Klux-Klan ist gleichfalls ein Anzeichen, daß diese neue Welt nicht weniger als die alte noch lange ihre Judenfrage behalten will. Nicht daß es überhaupt eine jüdische Frage gibt, außer für den Juden selbst! Ihm ist das Leben seines Volkes mit dem Aspekt eines ewigen Exils ebenso tragisch wie sein eigenes Leben, und auch er stellt wie Hamlet die Frage: Sein oder Nichtsein. Aber für die Völker, mit denen der Jude lebt, ist nichts maßgebend als ihr Vorteil. Jedes Land wurde bereichert durch des Juden Fleiß und Intelligenz, und wie ein Stehaufmann ist er immer wieder da und notwendig. Obgleich sein Geist in unserer Zeit nicht im höchsten individuellen Genie M.SchtMver 1SS5 W. «ft zur Geltung kommt, repräsentiert er doch die im Durchschnitt ] stärkste Kraft, die der Geschichte bekannt ist. I Die Spur jüdischen Genies ist in jedem Zweig des WHstirS zu finden «nd die Städte der Wcktt find erfüllt von dar! Wirkung jüdischen Gem-einisinnS. Der «große Sir Edmund Mond hinsichtlich der LoBoner Nattonallgalerie über di« PjarHer Gründung der Studentenschaft von Herrn Deutsch dela MeuA dem die ftnntzössichc Luftschiffahtt gleicherweise verpflichtet lgst, sind nur di« jüngsten Be-spivle «für den Gelbrauch, den das Judentum von «seinem Reichtum macht. EL ist nur schade, daß dieser Reichtum nicht i« erster Linie dctzu verwandt wurde, das Uebermaß des Leidens von den eigenen Volksgenossen fernzulMen. So schwor seine AnAage geigen die Welt sein mag, es ist nicht möglich, den Jude« ganz von seiner Mitverantwortlichkeit zu «befreien. Dar Phänomen des Marvaneritunrs, das Segeln Unter falscher Flagge, ist ein trauriger Zug jüdischer Geschichte. GS ist -tvahr, Myriaden Juden sind für ihre« «Müden ggstovben. Aber ihr Martyrium Adr mehr passiv als aktiv. Das Blut solcher Märtyrer ist keim «Saat — tfiüc welche Kirche auch immer. In unserer Zeit, in der die Juden «S nicht mehr nötig halben, ihren Glauben verbergen, gibt es MarvamSrrms in anderer Gestatt, im Segeln unter «Mischer Flagge in beyug ans die Rasse. Das ist noch degradierender, «denn dafür gibt eS nicht die Entschuldigung, die die urssPmnAichen Marvanen anflchven konirten. Sie hatten nur noch den Tod zur Wahl. Aber «diese allgemeine Form des MarramSmus können wir ihrer eigenen AuSsichtAchiBeit übvrilasien. Wichtiger ist eS, daß das Judentum, se-Wst wo man sich öffenüich zu ihm bekennt, nicht so ängstlich in die Hintergründe der Kultur schäum sollte. Mau hört von ihnen nur, wenn die jüdische Methode deS MehtötenS zur Diskussion steht. Es sind neungehn Jahrhunderte her, daß Josqchus dem griechischen Sophisten seine edle Antwort schrieb. Dichvr männliche Ton ist noch nicht wieder gWvt worden in der ganzen christlichen Aeva, außer wenn das Judentum gezwungen war, sich Mist zu verteidigen und durch lange Jahrhunderte hindurch war eS absolut still. Man sprach mtt dechMenem Atom und Mderte schüchter«. Was die Religion des JSlam anbetrW, so war es einzig ein Autor in der langen Reihe Mischer Äitevatm, der eine Hera-usfordenlinig schrieb, die von einigem Besang ist. Das Judentum ist weniger eine erobernde Religion als eine unterdrückte. ,$)it hast recht," sagte der Jude zmn ChazareMnig in Juda Halevis ,/Kusari",. ,Hu hast recht, uns zu anüwovteu, daß die Tatsache unserer Verbannung uns noch keine Früchte trug." Die acht Jahr-- hunderte, die verstrichen sind, seit dieser Dialog geschrieben wunde, haben dk Wahrheit dieser Antwort noch nicht vvrwindett und wenn in diesen Tagen der gesunden SeWstbchxMng von Mm der tnodevnen Kirche bk Religion der Synagoge «S dechäumt, sich noch oK leibend zu präsentieren, ft) wird ft« auch ihren Wett aikS Kraftquelle der Weilt verlieren. «Mr die ,MpWere Jüdische Zeitung" alldem EnMchen übortvagen von r. m.) SK Süden in Wand. Gin GchprSch mtt dem Bochtzsnidm der ZionWfchen Bor, ettttgung \fin Wand Pa«l Pvmenmz. Die IuderrsiMmg in Estland datiert von der Zeit 1-es Zaren MkobcmS des Ersten. Sie desbrnd -um größeren Tefl aus den HMmteN' „Nikolajewsker Soldaten", die nach Beendigung rhrÄ milttärischen Dienstes die Erlaubnis besamen, in Gstland ansässvg zu werden, -um geringeren Teil aus Aikadem ischgraduierten und Handwerkern, die von der Staatslbchörde bestätigt wurden. -Juden anderer Bevufszweige durften Wand, das außechaitb des Mischen AnsiMungSrahonS lag, nicht betreten, seW der Rabbiner der ersten, «vor ungefähr 60 Jahren begründeten eiskländischen Synagogengememde — nur solche wurden .im Men Rußland «vom Staate anevkauint — mußte ein Handwerker sein. Seine Gigenschaft äls RaMner war privater Natur. U-rvter dem Gouvernew Mrsten Tsche chow'sky setzte in «Estland eine wütende Judenverfolgung eiity so daß ein großer TM der dort sett 20 Jahren ansäffgen, in guter wirtschaftlicher Position! lebenden Judenschaft wieder auswanderte. Die übrig Neben, waren voLkommen rechtlos. ES war unmöglich, Mischen Kindern -jüdische E^iehung erteilen zu lasten, da iw jüdischer Lehrer nicht anges« -werden durste. Gm Täufling versah privaten jüdischen Religionsunterricht. M-chiMstoweuiger verlor die -Fudeüschajft Gstlauds ihr jüdisches 'Bewußtsein nicht. Schon der vorherrsche Zionismus — die Chowewe-Zi-on-Bewegu-ng, die damals van Ralbbi M-ohilewer geftihtt «wurde — schlug Wurzel. Als Herzls Weckms erscholl, scharte sich die ch. landstche Judenschast einmütig um die Fahne des «Po>lMschm Zionismus. Gleich im evsten Jahr nach dem ersten Baseler Zionistenkongreß wurden bei den 176 estländischen jüdischen- Familien 360 ScheMm verkauft. Zu jedem der sorgenden Zion«istvnLongresse erschienen Delegierte aus Rewal. Trotz der verschwindend Keinen Zahl . der Juden Estlands war die Betoiligu-ng an den finanziellen Dorkriogsaktionen .des Zionismus hervorragend. Reval fiel die Eintragung w das Goldene Buch anläßlich der -Sammlungen sür «das hebräische GhmmsitM in Jassa als erster Stadt zu. Nach der «Revolution kam eine vadMe Bevändevung in die BerMniste Estlands und seiner Judenschaft. Estland >wurde ein selbständiger Staat und Reval seine Hanptstadr. Die bernhntte Universitätsstadt Dorpat und eine Reihe anderer Städte des chsnialigen russischen Gouvernements Livland, -dÄ heutige ÄetÄand, wurde« GsÜand.