Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2363 (19.9.1925)
- Date
- 1925-09-19
- Page
- Seite 11 (sequence 11)
- Language
- German
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Men, Samstag Wiener MöLgenzettunft 19. Septemher 1966 - ite 11 DOROTHEUM Versteigerungs-Einteilung Freilosen ifiQlloh itn Franz-Saal, jeden Dl Silber- und Chinasilber, jeden Ml Brillanten- und Perlenschmück im Franz-Saal. Qebrauohspegenstttnde tfiglloh im Ludwlgetoru- und Koiowrai-Saal, leraer mit Ausnahme Fr 3m Hochsaal: jeden Mt im Glashof. Jeden Die Sohöne Wäsohe. Kleider, Anzüge, Stoffe, Pelze, Felle; jeden Mi Photoapparate, Objektive, Mlskroekope, Reisszeuge, Pris-1 menriäser, Feldstecher, Sohrelb-, masonlaen, Fahrräder und J»äbmasohlnen Im Ludwlgatorff-Saal. Jeden Di. Mt u. Fr. Mjäbel, Bilder,Haushaltungsgegenstände im Glashof, Jeden Fr Kunstgewerbe, Gemälde, Luster, Antiquität« und Pcrsejleppiche im Hoch-Saal. Jeden Do sohOnee Mobiliar, Per« ertapp lohe, Gemälde, Luster, Kunstgewerbe, Varia im Franz- Joief-Saal. Briefmarken: jeden Di und Fr: Briefmarken In Sammlungen, Serien und Einzelstücken im ver* i steigerungssaal der Briefmarkenabtellung. VI., Merlahlfferetr. 73. Bücher: Von Do den 24. bla Sa den 26. JX.; Klassische Philoj togie, Auctores graecie et Latin!. Von Do den 1. bis Sa den 3. X. Kunst, illustrierte Bücher, Literatur, Luxusdrucke, alte Bücher etc. im Veretelgerungssaal Wfthder Bücherabteilung, IX., ringerstraese 2. Musikinstrumente: Violinen, Violas, Zithern. Mandolinen, Holz* und Blechblaslnstrumente, Harmonikas, mechanische Musikinstrumente und Musikalien, Ff den 2. X. im Ludwlgitortf-Saal. Teoholeobe Qepenstande: Jeden Ml Maschinen, Werkzeuge, Armaturen, Altmaterial etc. Vill., Feldgasee 6. Vormielgei SO. Grosse Sonderauktion im Franz-Josef-Saal. 8. bis 10. Oktober 1025. Pracht- und Stilmobiliar, antike Möbel, Perserteppiche, Oelgemälde, Kunstgewerbe u. v. a. Täglich an Werktagen Schaustellungen von 1 Uhr in Beginn der Versteigerungen, wenn nichts anders vermerkt, um 3 Uhr nachmittags. Näheres durch die „Mitteilungen" und „Nachrichtenbiätter“. Das Dorotheum gewährt Darlehen in jeder Höhe auf Juwelen, Gold, Silber, Kunstgegenstände, Automobile, Bücher, 1 Briefmarken, Pelze .Teppiche, technische Artikel und Gegenstände aller Art Verwahrung von in der Hauplan,1,1t t., DorothecrgassC 17, 80\vie in allen Zweig anstalten. 8MWÄ Abzüge turnt Mietzins sind Kündigungsgründe. Mit einem bemerkenswerten Prozeß beschäftigte sich Donnerstag das Bezirksgericht Margareten Dr. Eugenie..Swiat-. lowsky hatte sämtliche in ihrem Hause, Stachemberggasie Nr. 41, wohnhaften Wohnpavteien gekün di g h weitdiese, wie der Vertreter der Klägerin ausfjjhrte. hef denMiejzinszcchlungen ungerechtfertigte Abstriche machten und der Hauseigentümern den ZinZstreiL andvohten. Da Äe Haus-' eigentümerin beständigen Auseinandensetzuivgen müde sei, habe ste sich.zu dem radikalen Mittel der Kündigung sänMicher Parteien entschlossen. Der Vertreter der gekündigten vierzchn Parteien vertrat'den Standpunkt, daß bei einem Rückstand an Zinsbeträgen von insgesamt, zirka fünf Schilling ein Kündigungsgrnnv nicht gegeben sei. Der Richter, Hofrat Dr. Schulz, Verivies darauf, daß nach den gesetzlichen Bestimmungen der vom Hauseigentümer vorgeschriebene Zins zu bezahlen s e i u n d erde n K ü n d i g u n g e n stat t ge b e n m ü s s e. wenn Nicht bis zur Zeit der Urteilsfällung die Beträge erlegt werden. Sämtliche Parteien, die zur BeHandlung erschienen waren, erlegten hierauf im Gerichtssaale die ZinsMDqnde und. die aus der Kündigung erwachsenen ProzeHkosteii, wodiirch' der Küudigungsantvag g e g e n st a n d's >l o s wurde. Eine junge Frau ist keine Nonne. Der Beamte Anton Zaro'lin stand kürzlich vor dem Strafrichter des BWÄs-- gerichtes Fünshaus, dem Bszirksrichter Dr. Vanecek. um sich wegen Mitschuld der. V e rkl e tz u ng d? r. eh el ich e n Treue zu veranMorten. Der Kläger, Felix Ruprecht/ ga!b in der Klage an, daß Iawlin mit Frau Ruprecht.mit der er im.Scheidungsprozeß stehe, seit mehr als einem Jahr ein Liebesverhältnis unterhalte. Seine Gattin hat, auch die gemeinsame Wohnung verlassen. Die erste, Instanz halbe die Scheidung ausgesprochen allem'der Prozeß laufe noch weiter, die Scheidung sei noch nicht rechtskrästig; solange die Scheidung noch nicht rechtskräftig sei, habe er als Gatte das Rech >t auf die eheliche Treue sÄner Gattin. Der Boschuikdigte führte aus, daß er keine Ahnung gchM habe, daß Frau Ruprecht v erheirat e t wäre, bezjw. noch nicht rechtskräftig geschieden fei. Ueibvigens fei es dem Kläger nicht so sehr um seine Ehre zu tun als um Geld. Herr Ruprecht habt ihm nämlich vor einiger Zeit geschrieben, daß er bereit sei» die Klage zurückzuziehon, wenn ihm Herr Iarolin die bis jetzt verausgabten Magekgften ersetze. Auch habe Hm Frau Ruprecht vor kurzem uritgetM, daß ihr Gatte sie nicht nurnicht unterstütze, sondern auch noch von ihr Geld .v e rlange. Nach dnrchgeführte-m Beiweisverfiahren hat der Richter den Beschuldigten fre ig esp rochen und in'der Begründung unter anderem hervorgehoiben: Ein Beweis für einen Ehebruch oder eine Verlegung der ehelichen Treue konnte nicht erbracht werden. Das Gericht ist der Anschauung,- daß es einem jungen Manne, der mit einer Frauensperson eine LwbeWunÄe zulbringt, nicht- Mvmutet werden kann, er solle' erst an diese Frau die Frage'richten, ob.sie v erheiratet sei oder nicht. Andererseits kam: auch einer geschiedenen, bezw. in Scheidung begristeneN'Frau, die von ihrem Galten getrennt, leibt und der nicht für.sie sorgt, nicht verlangt werden, daß sie wie eine Nonne, fern von jedem männlichen U m g a n g, l e b e n s o l l. --- ■ .«...I. ■ ..,ytll ' : ßebeti unb Heben. Von Dr. Heinrich Schreiber. Das ist ftctteilbe nicht der Titel einest fescheii Wienerischen Wälzers,'wohl aber das Leitmotiv der Rede,'die der Herr Ge-', nexalkommissär auf der BbÄevbundtagung in Genf zum Lobe' tzrs' österreichischen Bolkesgehalten -oder, besser gesagt,- me(o^. disch angestimmt lM. Man kann, so meinte der gestrenge Kon-' trtzllor^ in diesem Laude und seiner großen Stadt nicht' leben, ohne dieses 'Boil!. zu. lieben. Wir haben es' also doch Herrn Dr. Zimmerman angetan, und es wäre unidaMar,-- wenn tote: -ob' dieses schmeichelhaftes' Wortes, dieser innigen, von Herzenswävme durchst-rö-nten Kundgebung dieses Minden von Distinktion nicht eine stolze Genugtuung empfinden. FreMch M. die. Freude darüber Mas gMnipft Wochen; Weil 'der VÄtevbund aus.der ihn, wie ausdrücklich betont. -wurde, beglückenden Tatsache, daß .das SanievuNgswerk als gelungen zu. bezvichnen fei, nicht die schlüssige Folgerung gezogen hat. 'L e b e n - u n d l i e ü e u gilt Wohl, aber es gilt nicht l eb e,n -un dl eben lassen! Der Völkerbund und sein Kommissär sind uns allerdings wohlgesinnt, sie sind mit üns zufrieden, allein ihre Liebe ist nicht ganz selMos und ideal, weil sie an Bedingungen geknüpft wirbt die die Gegenliebe trüben und -ihr mißliebige Opfer aufbürden. Sie muß sich an da? enge Prokrustesbett schnallen lassen, muß ihre Bewegungssteiheit tzveiisgeben, muß sich in ihrem Haushalt Beschränkungen auferlegen und den Wächter ihrer Tugend, die -keinen Schritt von dem ihr vorgezeichneten Wege abweichen Und nicht straucheln darf,- gefallen lassen. Eine solche mtige Liebe tut Gott und hem Volke leid, es ist ihr so weh ums Herz, daß ihr mancher Seufzer schmerzhaft sich entringt. Es fehlt das Vertrauen in die Beständigkeit des Derhältnisses, es überwiegt der Eindruck, daß sich der Völkerbund bk Liebesbezeigung nichts kosten lassen will. Der Völkerbund ist ein Pedant der Ordnung, er pocht auf seinen Schein: er hält uns knapp und sicht darauf, daß nichts von seinen Kreditgckben verschwendet wind, daß.sie sich chm gchörig zinsen. Deshalb hat der Verlauf der Tagung, so herzlich sich das Beisammensein zu gestalten schien, ntcht befriedigt; es ist eine bläßliche Zweifelsucht haften. geblieben und die Ergebnifse der Konferenz 'werden nüchtern und kühl, bekvittelt. So hat man sich das Rendezvous nicht vo-vgestellt; man hat 'davon geträumt, nicht bloß geliebt zu werden, sondernauch frei und unabhängig zurüchukehren..Dütnit'ist es.nichts. Es heißt wieder von vorne' anfangen> LiMmd zu bleiben', Heu eigenen Willen.zurückzüdrängen und gefügig zu tun und zu lassen, was. man von uns verlangt. Die Probezeit, die erweisen soll, daß wir uns als MusterMaben auffi'chren, ist nicht zu Ende; die Kontrolle hört nicht auf, weil sie über die Gebarung der Nakionailbaivk und somit über die Haiipiquelle der Geldpolitik durch den Berater fortgesetzt werden sosi Änd ''Mch')der'^nanzjkDn-tvollor über Pie staatl'iche Wirtschaft immer wieder aufMärM-sren' kaim-, wenn sie dem Auge des Völkerbundes -nicht gefällt und er ein Haar in der Suppe, die erselbst uns eibge'brockt hat, . Die herzlichen Bitten -der österreichischen Regierung, das Wohlverhaltu-ngszeugN'is, das uns ausgestellt, wurde,Uch die Tat zu besiegeln und uns. zum. Herrn iw eigenen Haufe zu machen, haben kein Gchör und keinen Anklang gefunden. Es bleibt bei den entschiedenen Schlußfassuugen,' die -in den Refchutionen des VWeÄuubes nstdeMlsgt.M,,iryd.,.W,. wie. es sich zeigt, auf heftigen Widerstand der oppchitionelleii Parteien stoßen. Die LiebeAerkläru-ng des Völkerbundes wird von dieser' Seite nicht als^bare Münze genommen; es -wird von ihr mchr Gewicht daraus gelegt, daß wir ein freies Leben führen können, u-ndjU^nn mein uns dies, nicht.gönnt und das Le'ben. auch nicht, durch Herstellung regrsiare-r 'HandelsbeKchuirgeu: zu den "zu 'den Siegerstaaten überge-gan-gencu Nativualstaaten erleichtert, dann zicht sich der gekränkte Teil -der BeMker-üng. in den Schmollwinkel .zurück, um, wie der Woriführer der Sozialisten es unverhohlen und drastisch ausjgesprochen -hat. auf' diese Zuneigmrg und ^Liebesbezeigung aus Genf .vernchml'ich zu pfeifen. Dieiser schrille Ton ist nicht verhallt; er wird uiizweifelhaft' noch gellender ausgestoßeu werden und sich zu -elner"g.ründlichen Absage verdichten, welche das-Genfer .Werk^bedroht -und re Folgen nach..sich ziehen kann. Die Abrechmmg iw Hauptausschuß des Natio.ilalrates stcht .unmittelbar bevor; ste wird sich offenbar recht stürmrisch gestalten und es besteht die Gefahr, daß die hübsche und versöhnliche Note -von „Leben und Lieben", welche 'der VölkerbunÄbevatirng vyrgeschwebt : hat, einen heftigen Ruck im Brummbaß erleidet. Nicht bloß , mit zu lieben sind wir da,r sonde-rn auch mit zu leben, und wer uns dies verkümmert undverlei'det, darf sich nicht wundern, .wenn auch das-'liebenswerteste Volk die chm enigegengebrachten Schwüre schnöde und ung-chalten zurückweist.. So verliebt sind wir denn doch -nicht,, daß uns did Liebe blind gemacht, hätte, daß imr nicht sehen, wo. die echte Freundschaft AA)t, daß wir nicht fühlen,, daß der Liebhabür im Innern frostig bleibt und es knausernd an hingevender Bereitschaft Wen -läßt. Er tut, so meint mau, gar zu fprside und muß zur Liebe sich erst bitten lassen. Die wchre Liebe ist das nicht! . Sie nächsten Temine der drntschen Answektungsgesetzgebuns. Bauder deutschen! Gesau-dtischafk wich 'folgenides M-eM-att -über die nächsten -Termi-ne der deutschen dAikf-- 1. H y p o t h e k -e iW G r u n df chul de n, R ca«l'l.<\ste u. S ch i und Renten^ fsu u d Bahn- Pfandrechte werden, g-rmidsätzüch auf 35- Pro-zent ihres Goldwertes aufgewevtet. Für bereits znrückgeM'hlttz 'Hypotheken ist im allgeineinen-idle Anmeldung'bei der Aitfivert-ungsstell-e his 1. Jänner 19d6. vo-rgefchrieben. ' S. I nd-üstrleo b ligat-ionen werdengrundsätzlich auf 1ü Prozent ihres Goldwertes ausge-wertet. Darüber hinan-s kommen zusätzliche Rechte für AAbesitz, das 'heißt Besitz seit 1. Juli 1920 oder für besondere durch Gesetz d-em AlK-esitz gleichgestellte Fälle, insbesondere, auf Grund Gesamiir-echtsna-chfolge, wie z-uni Beispiel Erbfolge, in Betracht. Die Annieldungsfvift des Altbesitzes an J'ndustrieobligationen läuft bis zu>m 30. September. Bereits früher a -u s g e l o st e oder g e!k ü n d i g t e Obligationen -können gleichfalls auisgeiwevt-et werden. Wenn der Eigentümer solche Papiere bereits an die Bank abgeliefert hat, die für die Ennssionsfmna die DurchfühMNg der Auslosung oder .Kündigung übernoinmen hatte, so muß er feine Anfwertungsanfprü-che 'beider ibetresfen-den Bank bis 30. d. und bei außereuropäischem Besitz bis 31. Dezember 1926 anmelden und, soweit ex Altbesitzer ist, der Bank gleichzeitig Auftrag, geben, die Papiere zwecks Anmeldung feines Mbesitzes an die Gmiissionsfivma in seinem Aufträge sofort zu übersenden. Daneben hat der Eigentümer seinen Alt-besitz, wie oben erwähnt, bei der Gmisii'onsis'wma auch unm-ittelbar zur Anmeldung zu bringen. 8. »-Hinsichtlich der Auswertung, von Psandb rie-« fe-n, Sparkassenguthaben, Versicherungi^ an-f'prüchen. und Schuldverschreilbungen kommunaler Wirtschaftsibetrie-be lausen Anmeldungssristvn zurzeit mach nicht. 4. Betreffs der Ablösung von Reichs- (auch Kriegsanleihen), Staats- und Kommunalanleihen laufen Fristen bisher nur für die Anmeldung des Altbesitze's -in Reichsanleihen im Inlande, und zwar ab 6. Oktober d. I. bis 28. Februar 1626. Für das Ausland steht die Bestimmung der Fristen noch lbevor. Sk Preisbewegang in PMstina im Smi 192S. Die folgende Tabelle gibt die Indexzahl der Großhandels» preise für Lebensmittel und Heizmaterial im Monat Juni d. I. an. . u V I JO I t %; 1. Zerralten und Fleisch N2.9 2, Andere Lebnnsmittel u. Obst 106,6 3. HetMaterial u. Verschiedenes 98,9 ■ S I 118,6 108,9 99,2 StA +w ,+ 3,4%. + mf Generalindex 105,9 108,6 + 2,7°/. Gegenüber der Preisbewegung im Mai hat sich der Großhandelsindex um 2,7 Prozent. gehoben, was in erster Reihe lder Verringerung des ausländischen Mehlimportes zuzuschreichen ist. Zerealienpreise sind, im ganzen betrachtet, während der echen drei Wochen des Monats unverändert geblieben, Ende des Monats jedoch fingen sie zu steigen an. Im ersten Halbjahr 1928 hatte sich der Handel mit Zerealien. infolge der Weizenmißernte in Transjordanien recht flau gestaltet. Gegen- 'wärtig herrscht Knappheit an Weizen, d^er Preis ist deshalb im Steigen begriffen; desgleichen der Preis für Lokomehl und - -Brot. Die LebenshaltUttgSk-sttn und der Kleinhandelsindex. Jänner 1922 . Durchschnitt 1922 ZLkirter 1823 Durchschnitt 1928 JänMr 1924 Durchschnitt 1924 April 1925 Mai 1928 Juni 1936 avk sra Q Pfund 863 763 732 G t .726 690 684 3£ m ‘ AN vs X *-* m . KML 88,2% 85.5°/» 76,1% 76.S°/0 79,4% 85,2% 80,2%° - W. - 4.3%. - 0.7% .. Starke Steigerung der Dollarnoten. Fm.sreien Dovisenvevkchr hält die Nachfrage nach Dollarnoten an. Der Kurstellte sich gestern zirka 1,6 Prozent i'wer den Mbellikurs, während inovmalerweise der Preis sür Valuten zirka 1 bis 2 Promille unter dem' Äabelkurs lag. Der Kurs bewegte sich demnach zwischen 718 und 720, ohne daß nennenswerte Abschlüsse zustande.gekommen wären, da eben großer Materialmangel herrscht. Die Devise New-Aork blieb aber unverändert un-d uotterte 7,09 bis 7,10. Dollmmange! ist zum Teile auf den -gesteigerten Bedarf der polnischen.Industrie- und Handelslreis^ zurückzusuhren. ' In größerem Maße aber wird der Dollar von der Spekulla-tion zu DhesMrier-Mgs-Avecken gegen den rückgängigen Zloty eingettmscht. Ebenso wie in Wien ist auch in Berlin, Prag und Hamburgein großer Mangel zu verzeichnen. Die Dollar werden nach Polen gebracht, wo sie an arabischen fünfköpfigen Familie für 20 Bedarf?^ gegenstände. arnnm ROTEN! URMSFR. 22. TEUPHON 714-30 zwanglos nmansMnar S*S5WmiSMR*rHI