Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2363 (19.9.1925)
- Date
- 1925-09-19
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Wien, Samstag Wiener Morgenzeitung 19. September 1926 Nr. 3666 Me K» Mg ( G dv» Äytchl darüber, daß man am besten nutz billiask'u in 'ott MMn ÄeopMtadt nur im Warenhaus Bruder Sch ifs- «L»ri, 2. Bez., Taborstraße 48, taust. Brüder Schiffmann — Laufen stets nur in großen Mengen gegen Kassa direkt vom Erzeuger. Brüder Schiffmarm — haben großen Umsatz — begnügen sich it# geringem Nutzen, sind daher in der Lage, bil'big gu verkaufen. Emen eklatanten Beweis für die besondere Äenistungsfahrgkeit und lKVnturrenzIosiake.it dieser Firma in Qualität und Preis -der Waren bietet me allgemein bÄamrte Tatsache, daß ungeachtet der verminderten Kaufkraft des konsumierenden Publikums täglich immer neue Käufer beu Wog zu Brüder Schiffmann finden. Wer einmal karrst, kommt immer wieder und empfiehlt diese gute und billige Bezugsquelle seinen Freunden und Verwandten. Stark geknifft werden setzt Hsübstüvaren aller Art, welche in ungem-ein reichhaltiger um) geschmackvoller Auswahl dorliegen und zu besonders bil- Ugen Vorsaisonpreisen abgegeben werden. Das Lager in Stoffen für Damen und Herren, fertiger Damen- und Herrenwäsche, Leinen, Weben, Gradl für Bett- und LÄbwäsche, Strumpf- und Wirkwaren, Regenmänteln, Teppichen, Vorhängen, Bettdecken usw. usw. wurde ergänzt und brietet jedem das Gewünschte. Niemand versäume die Besichtigung der zahlreichen Schaufenster und der an jedem Sonntag zu senden, äußerst gesihmackooll arrangierten Innendekoration, welche bc- 'jdmers bei starker Abendbeleuchtunq sehr .schön wirft. „Jolebo." , A8 ich vor nicht langer Zeit dieses Wort irr der Gesellschaft schöner Frauen hörte, staud mit einem Schlage der Zauber spanischer Landschaft vor meinen Augen, ich iah den Daso vor mir stießen, an dessen Usern glutäugige Mädchen Mr Abendzeit sich ergehen, und hörte den Klang Mer -spanischer Romanzen in meinen Ohren wieder. Und wer hat auch nicht von den schmälen und biegsamen Tvlodanerklingen gehört, die dort erzeugt werden und einen WelthandelsartikÄ bilden? Die schönen Frauen aber, die immer -wieder das Wort .Joledo" ausjprachen, waren nicht so blutdürstig, daß sie sich über jene Waffen ereifert Hütten, nein, schöne Frauen wissen, daß es ganz andere Waffen gibt, mit denen sie den Mann diel sicherer besiegen: es ist ihre Schönheit und das, was ihre Schönheit, ih«n Glan; erhebt und sie unwiderstehlich macht, die &ü(k ihres Körpers, die Wäsche, das Kleid. Jeder, der Gelegenheit hat/ heute in der guten Wiener Gesellschaft zu verkehren, wird bemerkt 'haben, daß man der Spitze, der seinen künstlerischen Handarbeit, wieder jene Bedeutung gibt, die sie vor dem Kriege gehabt hat. Wem es nur halbwegs möglich ist, -der will nicht irgend welche Wäsche kaufen, sondern er wird jener den Vorzug ge>ben, diemit «der Güte Schönheit vereint und seinen ästhetischen Bedürfnissen errtgegenLommt. Die Spitze, die Stickerei ist es aber, die eben dem Wäschestück der Dame erst ihren Wett verleiht. Die Spitze entspringt dem künstlerischen Bedürfnis, ein dichtes Gewebe allmählich in freie Formen auMWsen. und ihre Geschichte führt uns in eine Zeit, in der man dem Schönheits-bedürfnis vor allem Rechnung trug, ins 16. Jahrhundert, wo in Italien, Venedig, die Spitzenindustric sich in hoher Blüte befand. Die Niederlande, Deutschland, Frankreich haben dann von dorther diese Industrie übernommen. ,Löle>do" aber — und jetzt erst, nachdem ich alle recht neugierig gemacht habe, rücke ich mit der EnMllung meines Gcheimnistes heraus — ist eine Art feinster, entzückendster, wie Spitzen wirkender Stickerei, die das Künstlerischeste darstellt, das. es auf diesem Gebiet überhaupt gibt. Als ich zum erstenmal in dem öden erwähnten Kreis schöner Frauen'diese Kunstwerke sah, die zum Zwecke einer Brautausstattung in einem unserer ersten Wiener Häuser (Kommanditgescll'chaft Guido Bretter, 8. Bez., Josefstädterstraße 9) gekauft .worden waren, war ich dermaßen entzückt, daß ich mir vornahm, alles mögliche zu veranlassen, damit von dieser in Wien noch immer viel zu wenig bekannten Kunst die weitesten Kreise Kenntnis bekämen. Der Chef des oben erwähnten Hauses hatte die Liebenswürdigkeit, mich in dem Etablissement uncherzuführen und mich über die Art und Ensttehung der Kunstwerke denn um solche handelt es sich hier im eigentlichen Sinne . — genauere Auskünfte zu geben. So erfuhr ich unter'anderem, daß diese herrliche Stickerei für Damen-, Bett- und Tischwäsche, Vorhänge usw. in Verwendung kommt und die wunderbaren zu jedem einzelnen Stück passende« Motive, die nichts mehr von der Starrheit -der früheren Stickerei an sich haÄn, von der Hand eines eigens für dieses EtMifsenrent arbeitenden akademischen Malers entworfen werden. Erstaunt über die hohe künstlerische Leistung verließ ich den Salon und 'hatte die Ueberzeugung mitgenommen, daß wir m Wien auch in dieser Beziehung mir dem Ausland ruhig konkurrieren können. _. Alfa. Radioprogramm. heute Samstag de» 19. September. 16 Uhr 19 Mn. bis 18 Uhr: Nachmittagskonzevt. — 2V Uhr: „Die Bajadere", Operette von Emmerich Kalman. Mtwirkend: Karl Pfann, Lha Beyer, Ernst Arnold, Engen Strchn, Susanne Bachrich, Josef Resniozek, Ralph Qstermann, .Joiseis.Hauschulz, Karl Tuscht, Oskar Oldingen. — 22 - Uhr: Heitere MendrnusiT (Kapelle Jelinek). Morgen Sonntag den 20. September. 11 Uhr: Orchesteotouzert des Wiener Symphonieorchesters (Leitung Dr.' Ludwig Kaiser). — 16 Uhr: Populäres Orchesterkonzert (Kapelle Ganglberger. — 30 Uhr: ,/Vom wandernden Thespiskarren". „Der verwandelte Komödiant", ein Spickt aus dem deutschen Rokoko von Stephan Zweig. „Der Kammersänger," 'drei Szenen von Frank Wedekind. Spielleiter Dr. Nüchtern. Scteine, BortrSge und Bersammlsoze». Zionistische Bezirksfektion Alsergrund. Montag den 21. d. um ha-K> 8 Uhr abends im SeMönÄokäl, 9. Bez., Liechtensteinstraße 11—13, wichtige Ausschußsihung. Tagesordnung: Arbettsprogramm, Büchfenleerung. — Zionistische Sektion für die westlichen Bezi rke Wiens. Dienstag den' 22 .d. um vierteil 9 Uhr abends findet im Vereinsheim, Wien, 8. Bez., Be-nnoplatz 1, die 25. Generalversammlung statt. * Jüdischer Francnverein für den 2. Bezirk. Aus Anlaß der jüdischen Feiertage wendet sich dieser WchltäWeltsverein, dessen Mittel völlig erschöpft sind, an die OesfentlichEeit mit der Bitte, die Mitgliedschaft zu erwerben (die jährliche Leistung beträgt nur 3 Schilling), öder dem Verein Spenden zuznwenlden Der Sitz des Bereutes ist: 2. Bez., Ferdiuandstraße Nr. 33. PosffcheMontobNr.1W.517. 0170 0770 Zur Ausübung meiner Tätigkeit habe loh mich in Berlin niedergelassen und behandle in dem ärztlich geleiteten Tel. Blsm. 36)6 G. m. b. H. Tel. Bkm. 3435 Berlin, Kurfttrstendamm62 Behandelt werden mit ärztlich nachgewiesenen Erfolgen selbst angeblich hoffnungslose Erkrankungen psychogener Art, wie; GemüU-Lciden Sprach-Lelden SexuaUtörnngen Mehlas / Neuralgie Neurosen Nervftse Kopffduneriea Lähawmgen «*, Voruntersuchung durch ärztl. Autorität täglich von 10—I Uhr Meine BrosdiOre „Die Heilung der Seele* 1094 ist zum Preise von M. 2.— bei obiger Adresse beziehbar Bühne und Kunst. Leo AM BeMbuls. Eine ansehnliche Trauergemeinde geleitete gestern Leo Fall zu Grabe. Im Trauerhause in Hietzing nahm um halb 11 Uhr die Familie von dem teuren Toten schmerzlichen Abschied. Oberkantor Margulies versah hier die rituellen Funktionen. Dann wurde der Sarg gehoben und zunt Zentralfriedhof gebracht, wo die Trauerzeremonie im Zeremoniensaal beim dritten Tor stattfand. Hier hatten sich unter anderen eingefundeu, der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Generaloberstabsarzt Prof. Dr. Pick mit dem ersten Sekretär Fuchsgelb und dem Amtsleiter Freistadt, die Theaterdirektoren Fronz, Lischka, Prager, Wallner und Jarno jun., der Präsident des Österreichischen Bühnenvereines Stärk, der Präsident des ungarischen Autorenvereines Eugen H e l t a i, zahlreiche Schriftsteller, Komponisten, Verleger, Schauspieler und Schauspielerinnen. Begleitet vom Chor des Stadttempels, sang Oberkantor Kaufmann die Jesänge des Rituales, worauf Rabbiner Dr. Feuchtwang dem Verblichenen einen warmen Nachruf hielt. Es sprachen hierauf noch Präsident Stärk, Regisseur Tusch! und der Präsident H e I t a i Worte des Abschiedes. Hierauf wurde der Sarg zur letzten Ruhestätte getragen und im Ehrengrabe beigesetzt. Ser Abschiedsabend für Lea Weintranb>8rns. Dienstag den 10. d. veranstalteten die Verehrer des Mitgliedes der Freien jüdischen Volksbühne, Frau Lea Weintraub-Graf, deren künstlerische Bedeutung wir anläßlich ihrer Uebersiedlung nach Paris an dieser Stelle gewürdigt haben, einen eindrucksvollen Abschiedsabend, dessen künstlerische Leitung in den Händen des Herrn Bernhard Scharrer lag. Die wirksamen Vorträge der Damen * DuliHkaja, Schnabel-Höflich, Maria Guttmann (Deutsches Volkstheater) sowie der Herren N a ch b a u r, S i g a l l, Streng und Oberkantor Margulies fanden großen Beifall. Das Programm fand durch die weißrussischen Tänze der russischen Tänzergruppe Maximofs eine angenehme Bereicherung. Stürmisch bejubelt, betrat sodann Lea Weintraüb- Graf das Podium und riß das Publikum durch den Vortrag jener Lieder hin, die niemand so innig und künstlerisch vollendet zu singen vermag, wie sie, und die man nun leider in Wien durch längere Zeit ans ihrem Munde nicht hören wird. Nach diesen! schönen 'Abend fand ein Bankett zu Ehren der Künstlerin statt, an welchem sich zahlreiche Künstler und Kunstfrennde beteiligten. Me Berliner Anssteünns der American Fsint Distribution kommittee. Von Rahel Mschmtzer-Bernstein (Berlin-) Eine Ausstellung von Kinderarbeiten'. Man macht sich auf ALun-derkindersentünen-tälttäten gefaßt und erstarr! im voraus in der Miene 'herablassender Rührung. Wir ' haben das natürliche Verhältnis zum Kinde verloren. Wir ermatten von ihm Genie, wir oer-langen von ihm ein technisches Können, wi-e es -der Erwachsene erst durch jahrelanges Training erlangt, wir züchten Blumen, die nur gedeihen, solange sie die Treibhausluft atmen. Eine neue Geschmacksrichtung — aber auch die ist bereits im Abflauen -begriffen — fordert vom Kinde eine Unspvimg- -lichkeit, eine Primitivität, wie sie der kulturnrüdc, moderne Mensch bei den Barbaren prähistorischer Zeiten bewundert. Diche Einstellung dem Kinde von honte gegenüber, dom Stadt- Lind insbesondere, ist eine ästhetische Verirrung. Wer Kinder lbeobachtet Hai, wird 'bestätigen, daß sie gerade für «das Komplizierte, das Ueberk-Mvierte eine erstaunliche Empfänglichkeit an den Tag legen und mit dvr Unvevbrauchcheit ihrer jungen Sinne genau wie der Emporkömmling das „Moderne" ^bewundern. Das Kind von 10 bis 11 Jahren macht nicht mehr -und noch nicht Chagall,jche Zeichnungen'. Es -ist beeinflußbar, nachähm'uugsfwudig, sein Geschmack ist meist — vorn Standpunkte des erwachsenen Künstlers gesehen — schlecht. Und so muß es auch sein, denn was ist Geschmack anderes Äs das Ergebnis eines Kampfes, die Frücht 'bitter ernster Anseinanderisetzu-ngi mit seiner Zeit, die Krone des .Mens und nicht fein Die Ausstelln-ng, die das am-orikanffch-e Joint Distribution Committee dieser Tage in Berlin eröffnet hat, ist in einem richtigen Geiste geschaffen worden. Sie führt Kinderleistnngen vor, ohne irgend welche Meinungen über das Schaffen des Kindes i-nsinnieron zu wollen. Maßgebend für die AuLwchl der gewerblichen SlnSstelliiiigsobjekte scheint allein die sachgemäße Ausführung gewesen zu sein, ein geschmiedetes Gitter, eine Spitzendecke, eine geschnitzte Büchse, ein Teppich sind Gegenstände, die in erster Linie ans ihre ZiveckdioiMchkeit hin beurteilt werden müssen. Zn ihrer Legitimierung genügen die elementarsten Maßstäbe. Weniger Aar liegen die Dinge, wo es sich nm rein künstlerische Arbeiten handellt, um Zeichnungen, Orna-mententwürfe, die keinem utilitaristijschon Zweck umnittelbar dienen. A'ber auch hier haben sich die BeranstMer der Ausstellung von einem sicheren Gefühl leiten lassen. In welchenr Maße das Kind das Erlernbare beherrscht, in welchen! Umifange es Herr ist der Zeichn-tmg, die die Grundlage bildet für seine gewerblichen Mbeitetr, das zu zeigen war ihnen die Hampts-ache. Ein Besucher des Vernissage bostaiunte die Begabung dieser Knaben und Mädchen. „Wieviel Talent, welche Originalität!" rief er lvi-edecholt. Nein, hervorragende Talente waren unter den 700 fugendlichon Ausstellern nicht anisgetveten und man muß nicht von einer hübschen Zeichnung, die ein SchuMind gemacht hat, wie vor einer höheren Offenbarung hinsinken. * Wer hat nicht im BackfischÄ-ter seine Angchörigelt m-it seÄten künstterischen Leistungen zu den törichtesten Hoffnungen vettertet, und wo sind all diese Talente geblieben? In der -jüdischen Familie wird mit besondevern Eifer jedem Fünkchen fndtzschen Fanttlie wird m-it 'besonderem Eifer jedem Fünkchen Begabung ausigelcmert. Lilien und Hovmarm Struck könnten -genug davon erzählen, wie sie vor: angche-nden Gemes und ihren von Größenwahn geblendeten Eltern bestürmt worden sind. Damit das anders wird, muß unser Handtvett gehoben Weden, nmß im Volke das' Urteil fiir gediegene geweMiche Leistung erzogen -werden. Die Fachschulen und Werkstätten, die das A. I. D. C. errichtet und unterstützt, verfolgen vor allem diese wichtige Aufgabe, sie bilden die Kinder in den verschiedensten Be-vulfen und Handfertigkeiten aus. Da sind Schlosser, Klempner, Mechaniker, Elektrotechniker, Schmiede, Goldschmiede, Juweliere, Uhrmacher, Drucker, Buchbinder, Graveure, Töpfer, Tapezierer, ZÄnmevnraler, Gärtner, Bürstenbinder, Korbflechter, Sattler, Weber, -Mützenmacher, Kürschner, Friseure, Schuhnracher. Strickerinnen, iItickerinnen, Weißnäherinnen, Modistinnen, Köchinnen, Volkslchrer, Ki-nooperateure u. a. m., die durch die A. I. D. C. fachmännisch ausgobildet werden. Wenn wir beachten, daß 3409 Kinder in -den -letzten drei Jahren bereits ausgeblldet, lvovon 1095 selbständig geworden sind, haben wir einen Begriff vom Umsang und vom Tempo der gMsteten Pädagogischen Arbeit. Die Ausstellung konnte natürlich bloß einen Ausschnitt zur Illustration der gesamten Tätigkeit zeigen. So hat Palästina und Rußland der Entsem-nng und anderer technischer Schwierigkeiten halber die Ausstellung nicht beschickt, was Lvch äußerst zu beklagen ist. Bertret-err sind Polen, Rumänien, Ungam, Oesterreich, die Tschechoslowakei, -die baltischen Randstaaten. Groß ist die Zahl der ExpoWte nicht, aber die geschickte Auswahl und Anordnung bringt sie vorteilhaft zur Geltung. Diese Kunstun-d Gewerbeausstellung der -vom -Joint unterstützten Prosessionellen Schulen 'bezeichnet e-ine bedeutsame Etappe in der Entwicklung unseres SchMvesens, in dom Geisundungspvozeß unserer Mein-talität. Man hat in dieser Ausstellung nicht nach Filigranibsomimbüchsen ausgeschaut «d anderen niedlichen Andenken, sondern man hat 'sich an der Ertüchtigung der Jugend erfreut. Und' gerade daß diese tüchtigen jungen Menschen aus der Zahl der Waisenkinder staMnen, daß es unsere Kriegswaffen, unsere Pogromwmsen sind, denen eine so aus-gezeichnete Ausbildung zuteil wird, ist eine ganz sonders erfreuliche Tatsache. «tu den Aeatern. B u r g t h e a t e r. Morgen, J/aS Uhr, „D t e rote Al nü l t." Schönbrunner Schloßtheater. Die Erstaufführung von „W affen sch mied" wurde auf morgen verschoben. Heute „Fra D i av o fo\ Atademtetheater. Morgen, '/,8 Uhr abends, „U n t e r w e g 8". Redoute nsaal. Heute, 7i8 Uhr, „D i e E n t-- führungaus demSerail". Operntheater. Heute. 7 Uhr, „E a r n e v a I", „K lein Idas B l u m e n", „I o s e f s l v g e n d o". Morg n „Tristan und I s o l o e". — Dienstag nach längerer Pause eine Aufführung von Psitzners ,H a l e st r t n a". V o l k s o p e r. Heute „B o h e m e". Morgen „A i d a". Deutiches VolkSthearer. Heute, 1/a8 Upr, deutsche Uraufführung von °Franz Molnars Lustspiel „Der gläserne Pantoffel". Morgen findet eine Wiederholung statt. 3 Uhr nachmittags, „Das w e i t e L a » d". Ratmund-Theater. Sonntag, */,4 Uhr, „D i e vertagte Nach t". Allabendlich „Der Kreide-! r e i s". Theater in der Jo s es st ad t. Morgen nachuüttags „Kabale und Liebe". Abends „Gesellschaft". C a r l t h e a t e r. Die Premiere der Overettennovität „B o j a r e n b r a u i" mußte infolge technischer Schwierigtetten auf Dienstag den 32. verschoben werden. Die für die Premiere bereits gelösten Karten bchalten ftir Dienstag Gültigkeit. E x l b ü h n e. Die Eröffnung im Komödienhaus findet nicht wie beabsichtigt am 32. d., sondern Donnerstag den 1. Oktober mit einer Aufführung von Anzengrubers „Der Fleck auf der Eh r'" statt. Hundertmal „Cloclo". Lehars im Bürgertheater zur Erstaufführung gelangte Vandevilleoperette ,,C l o c l o" konnte Donnerstag den 17. d. im Johann-Strauß-Theater die 100. Aufführung mit einem Enthusiasmus feiern, der den der Premiere weitaus übertraf. Der Konrponist am Dirigentenpult, der Librettist I e n b a ch, der glückliche Direktor Erich Müller und das ganze Ensemble, in welchem Frau Kramer-Glöckner hervorragte, wurden stürmisch mit' Applaus und Blninenspenden gefeiert. Der Erfolg wiro „Cloclo" bis zur nächsten Lehar-Operette „Paganini" am Johann- Strauß-Theater treu bleiben. (Svinnen- 180 cm Engl V t