Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2358 (14.9.1925)
- Date
- 1925-09-14
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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' Aj'lVI^W^ M. MMWM Kt« «BdB SÖteit, Monkag Wiener Morgen-eituns 14. Geptember 1908 Sekte f 4. Die g e o-m ineralogische Abteilung bietet dem Vesucher über tausend Arten von Fossilien, Gesteinen und Mineralien aus den unterschiedlichen Schichten des palästinensischen Boden- sowie zahlreiche Bodenproben aus jüdischen Siedlungspunkten im Lande. Allez natürlich — wie übrigens die Exponate aller anderen Abteilungen dieses Museums — mit hebräischen (und zumeist auch englischen) detaillierten Erläuterungen, um den Schulen und den breiten Bevölkerungsschichten die Nutzbarmachung der Sammlungen zu ermöglichen. Erez Israel gilt im allgemeinen als nicht sehr mineralreich, so fehlen zum Beispiel Eisen, Kohle und Petroleum fast gänzlich. Dafür aber ist unser Land reich an gewissen Mineralgruppen aus der Kalkfamilie (Kalkstein, Marmor, Mergel, Gips usw.), an Kochsalz, Quarzen, Phosphaten, Schwefel und anderen mehr, sowie an Bausteinen: Basalt, Granit und andere. Diese Tatsache, nämlich daß wir „steinreich" sind, ist von größter Bedeutung für die Bauindustrie hier: das Baumaterial kostet fast nichts und ist überall leicht zu haben. 5. Die Getreide- und Feldkulturenabteilung enthält Muster von über 60 Varietäten von Getreidearten, die im Lande angebaut werden, teils einheimische, teils von der Zionistischen Organisation aus dem Auslande eingeführte und mit Erfolg an der Versuchsstation in Tel-Awiw und Ben Schemen angebaute. Eine der schönsten und besten Weizensorten Erez Israels ist der sogenannte Rieti-Weizen, den Herr Ettinger jüngst aus Italien hier einführte und der im Emek dieses Jahr bessere Erträge gab als jede andere Sorte. Er erreichte dort bis zu zwei Meter Höhe. Auch zahlreiche sonstige Feldfrüchte und Gemüsearten find in dieser reichen Abteilung zu sehen. 6. Die Floraabteilung enthält an die tausend Arten von den in Erez Israel wild wachsenden Pflanzen in Herbarien und auf Wandtafeln geordnet. Unser kleines Land ist, dank seiner eigenartigen geographischen Lage, eines der florareichsten der Welt und zählt auf einer Fläche wie die der Schweiz über zweitausend Pflanzenärten. Im Museum werden immer neue Pflanzen gesammelt, ihre hebräischen Namen mit Hilfe der althebräischen Literatur festgesetzt und so reiches Material den Schulen und den Fachstudierenden zur Erforschung der Flora geboten. 7. Die zoologische Abteilung führt den Besuchern den Tierreichtum Erez Israels vor Augen. Es sind hier über 200 Vogelarten, vom riesenhaften Lämmergeier bis zum winzigen Kolibrivögelein, vertreten und mit den lateinischen und hebräischen Namen versehen. Sie sind kunstvoll ausgestopft und nehmen sich aus wie lebend. In Gläsern mit Alkohol sieht man rund vierzig Schlangen- und sonstige Reptilienarten ebenso wie zirka fünfzig Fischarten aus den Flüssen, Seen und dem Meer unseres Landes; darunter mehrere abnorme tropische Formen und solche, die in keinem anderen Wasser außer dem Kinereth-See zu finden sind. 8. Die entomologische Sammlung umfaßt mehrere hundert Jnsektenarten Erez Israels mit besonderer Berücksichtigung der in der Landwirtschaft und in den Pflanzungen schädlichen. Der letztere Teil dieser Sammlung stammt von der Versuchsstation der Zionistischen Organisation in Tel-Awiw. 9. Die Abteilung der Nationalindustrie zeigt Muster von inländischem Tabak und daraus erzeugten Zigarettensorten, Mahlprodukte aus der großen Haifaer Mühle (der größten im Orient, die bis acht Waggonladungen in 24 Stunden bewältigt), Anfänge von Seiden Industrie mit dem Entwicklungszyklus der chinesischen (Maulbeer-) und indischen (Ricinus-) Seidenraupe, K u n st s a l z aus den Werken von Athlit bei Haifa, Leinfasern und -Seile, OeIe, Parfüms und Essenzen und eine schöne Sammlung von Modellen von landwirtschaftlichen Bauten, Maschinen und Geräten aus weißem Jerusalemer Stein, von einem hiesigen jüdischen Künstler angefertigt. 10. Die Bilderabteilung des Museums enthält eine große Anzahl künstlerisch-wissenschaftlicher Wasserfarbenbllder Hes botanischen Malers A. Halewh, die einzelne Arten von Bäumen, Sträuchern, Blumen und Früchten des Landes in natürlichen Farben und womöglich auch Größe darstellen. Dieselben bilden sowohl Kunstobjekte als auch Studienmaterial. Ferner gibt es hier mehrere hundert photographische Aufnahmen aus den Siedlungen der Zionistischen Organisation in Erez Israel, die sich auf die Landwirtschaft beziehen, ebenso wie Bilder von Rassevieh, Geflügel usw. aus den jüdischen Dörfern. Eine Anzahl solcher Aufnahmen wird auch auf der vom „Mis'char Wetaassiah" jetzt in Wien veranstalteten Ausstellung zu sehen sein. Mehrere Diagramme, Karten und Tafeln schließen diese lehrreiche Abteilung ab. Das landwirtschaftliche Mnseunr in Jerusalem ist eine der beliebtesten Institutionen Erez Israels. Es ist wissenschaftlich und populär zugleich, weshalb alle Schichten der Bevölkerung und das Publikum ohne Unterschied von Rasse und Glauben darin angenehme Stunden zubringen und ihm große Anerkennung zollen. Das Museum hat sich zur Aufgabe gemacht, die Flora, das Mineralreich und die Naturschätze Erez Israels im allgemeinen zu sammeln und erforschen, hebräische Termini für diese Gegenstände auszuarbeiten und so wissenschaftliches Material für das zu errichtende naturhistorische und landwirtschaftliche Institut der hebräischen Universität, dem es voraussichtlich angegliedert werden wird, vorzubereiten. Es ist aber auch ein ausgezeichnetes Propagandamittel der Zionistischen Organisation im In- und Auslande. durch die Anziehungskraft, die es auf zahlreiche Touristen, die alljährlich das Land besuchen, ausübt. Es bietet nämlich denselben in einer netten, konzentrierten A.WJ w mmrm rv u pv g Hypotheken, Anleihen, Pfandbriefe, Sparkassengnthaben Fachmännische Beratung VSRMimUNaSaENTRALB O.M.B.H., BERLIN W 9 Eichhornstrasse 3, Parterre mia Telephon Kurfürst 5520—23 Sprechstunden von 4—7 Uhr nachm., Sonnabend von 1 30-8 30 Form einen nahezu vollständigen Ueberblick über alles, was im neuen Erez Israel vom jüdischen Landwirt geschaffen wird, zeigt ihnen, was das Land besitzt und was ihm nottut. Die Touristen sind durchwegs von allem, was sie im Museum sehen und hören, begeistert und nehmen unvergeßliche Eindrücke aus demselben nach Amerika, Europa, Südafrika, Australien usw. mit. Zu den ausländischen Besuchern zählen ferner nam. hafte Journalisten aus aller Herren Länder; unter anderem waren hier Adolf Ochs, Direktor der „New-Aorker Times", Redakteure des Pariser „Temps", des „Berliner Tageblattes" und der „Neuen Freien Presse" — um hier nur einige wenige nichtzionistische, beziehungsweise nichtjüdische Zeitungen zu nennen. Ferner sah das Museum politische Persönlichkeiten, wie Ramsay Mac Donald, Sir Martin Conway und andere, Forscher und Fachmänner wie Professor Anhagen, Professor Mead und Gelehrte aus fast allen größeren Universitäten der Kulturtvelt (gelegentlich der Feier der Universitätseröffnung). Viele von ihnen veröffentlichten dann begeisterte Artikel in der Weltpresse, in denen sie die von den Zionisten in Erez Israel erzielten Erfolge hervorhoben. Andererseits beteiligte sich das Museum an ausländischen Ausstellungen mit landwirtschaftlichem Material und bot der großen Oeffentlichkeit eine Gelegenheit, die jüdische Arbeit in Palästina kennen zu lernen und zu beurteilen. So sandte es im vergangenen und in diesem Jahre an die britische Reichsausstellung in Wembley Früchte, Muster von Getreidearten und sonstigen Kulturpflanzen aus den jüdischen Siedlungen hier, und dieselben fanden allgemein sehr schönen Anklang bei den Besuchern dieser Weltausstellung. Es sandte durch Vermittlung der Arbeiterorganisation Erez Israels ähnliches Materials auch an Ausstellungen in Ghent und in Moskau. Gegenwärtig beteiligt sich das Museum an der von „Mis'char Wetaassia" in Wien anläßlich des 14. Zionistenkongresses veranstalteten allgemeinen Palästinaausstellung reichlich mit Produkten der jüdischen Scholle. Die Zahl der Besucher des Museums seit seiner Begründung übersteigt jetzt 25.000 und ist im stetigen Wachsen begriffen. Es kommen dasselbe besichtigen Juden aus allen Ecken und Enden Erez Israels — während der Pessach- und Sukkothfeiertage zählt es Hunderte von „Olej Regel", Wallfahrern, täglich — darunter die Schüler sämtlicher Schulen der Städte und Kolonien. Aber auch Araber, Engländer und Angehörige aller übrigen im Lande vertretenen Religions- und Volksgemeinschaften sind tägliche Gäste des Museums und ihre Schüler und Studenten suchen gar oft dieses jüdische Heim des Wissens auf, um hier praktisch Naturwissenschaft zu studieren, da sie ja kein anderes vollständiges Museum im ganzen Lande haben. Eine dem Museum angegliederte Bibliothek von über tausend Bänden und an die fünftausend Publikationen sachwissenschaftlichen Inhaltes in mehreren Sprachen dient einem Leserkreis aus den ernsteren und gebildeteren Schichten des Publikums. Das Museum hängt finanziell mit dem Departement für landwirtschaftliche Kolonisation der Zionistischen Exekutive in Erez Israel zusammen, und ist es klar, daß mit einer Erweiterung des Etats für das letztere auch die budgetäre Lage des Museums, die infolge der Umstände eine etwas knappe ist, verbessert würde. Dann könnte auch sein Tätigkeitsfeld, sehr zum Nutzen aller sich für Naturwissenschaft interessierenden Personen in Erez Israel und der hebräischen Naturforschung überhaupt, bedeutend vergrößert und seine Sammlungen vervollständigt werden. Das landwirtschaftliche und naturhistorische Museum der Zionistischen Organisation in Jerusalem kann — und wird auch sicherlich, wenn es die nötigen Mittel haben wird — in absehbarer Zeit das werden, was es sein soll: ein jüdischer Leuchtturm des Wisiens am Ostufer des Mittelländischen Meeres. Jerusalem, Tamus 5688. Re valastinensische Geflügelzucht. Bon Dr. Mt, Atzenbrugg. Jeder Leser des neuesten trefflichen Buches RuPPinS gewinnt aus den darin enthaltenen Daten und Bemerkungen über Geflügelzucht dm Eindruck der vollständigen UnreittaiMtät dieses landwirtschaftlichen Zweiges. Wenn auch die Verhältnisse und Bedingungen in Erez ^Israel vielfach andere sind als in Europa, so muß eS einem langjährigen ErwerbSgeflügelzüchter doch erlaubt fein, diese Daten zusammenzustellen, zu untersuchen, wo der Fehler liegt, und jene Mittel und Wege anzugeben, die in der ganzen Welt auf diesem Gebiete zum Erfolge führen. Die Wege der Leistungszucht sind überall die gleichen und lassen sich mit einigen Modifikationen, die den gegebenen Bedingungen entsprechen, sehr gut auch in unseren Kolonien eiuschlagen. Wird die landwirtschaftliche Geflügelzucht so betrieben, wie es Ruppin schildert, so muß sie verlustbringend sein und es auch bleiben. Als Futtermeuge werden 25 bis 30 Kilogramm Pro Huhn und Jahr angegeben, das sind 69 bis 83 Gramm täglich. Es wird nicht gesagt, tvas fiir ein Futter das ist, doch da allgemein ohne Grünfutter je nach Rasse 110 bis 130 Gramm täglich angenommen werden, so dürfte damit nur das Körnersutter gemeint sein. Nach Tabelle 6 wird der Wert «der billigsten Futterarten — Gerste und Durrha — Basis Chcdera und Nahalal mit 1, respektive 0,7 Piaster für 1 Kilogramm berechnet. WlS Geflügelfutter wird vor allem die minderwertige Frucht verwendet und ein Abschlag von 10 Prozent am Werte erscheint angebracht. Das ergibt aS Durch, schmtiskosten für 1 Kilogramm Futter 0,77 Piaster. Da auch gezüchtet werden soll, müssen .Hähne mitlaufen; aus 50 Hennen, die auf einen Bauernhof entfallen, mindestens 3 Stück. Die Futerkosten betragen für ein Huhn jährlich 0,77 X 30 — 23,1 Piaster, für 53 Hühner 12 Pfund 24 Piaster. Als Ertrag wird für 50 Hennen ein Durchschnitt von 4000 Eiern zu 0,25 Piaster pro Stück angegeben, daS sind 10 Pfund. Nicht ibevechnst erscheinen die Kostet: des Grünfutters, der Kürbisse, Melonen und Rüben, die dort, wo Lein freier Auslauf vorhanden ist und in der trockenen Jahreszeit unbedingt gefüttert werden müssen, mindestens 10 Prozent Verluste durch G«- flügelkrankheiten, Verzinsung und Amortisation de'S Anlagekapitals, der Arbeitswert und noch einige Kleinigkeiten. Für den eventuellen Mehrerlös >beim Schlachtgeflügel — die Kosten der Aufzucht sind nur dann unwesentlich geringer als der Schlachtpreis, wenn es gelingt, die jungen Hähnchen spätestens im Alter von zwölf Wochen abzustoßen — will ich die 10 Prozent Devluste beim erwachsenen Geflügel nicht berücksichtigen. Für jedes Huhn, das im Haushalt verwendet wird, muß eine Junghenne aufgezogen werden. Hier sind die Kosten sicher höher als der Schlachtwert der ausgedienten Henne. An Ausgaben hat also der palästinensische Siedler zu rechnen: Pfund Futter für 63 Hühner. 12.24 3 Prozent Verzinsung des Anlagekapitals von 15 Pfund für Stall und 5 Pfund für Geflügel (nach Ruppin).— 60 2 Prozent Amortisation der ausgeliehenen 20 Pfund —.40 3 Prozent der Arbeitstage (nach Ruppin) von angenommenen 260 Arbeitstagen, ^das sind 7*/» Tage zu je 20 Piaster.165 Summe der jährlichen Ausgaben.14.74 Summe der Einnahmen .......... 10.— Defizit ..4.74 Es würde also der Kolonist viel besser tun, das Hühnerfutter zu verkaufen und die benötigten Eier einzukaufen. Das wäre sehr traurig, wenn sich dieser Zustand nicht ändern ließe. Bei einer solchen Aend-erung laßt sich der Hebel an drei verschiedenen Punkten ansetzen: 1. Herabsetzung der Futterkosten, 2. Erhöhung der Annahmen für Geslügelprodukte, 3. Steigerung der ProdMivität. In Oesterreich betrugen die Futterkosten im letzten Jahre rund 14.40 Schilling pro Huhn und Jahr, das sind ungefähr 44 Piaster, waren also fast doppelt so hoch, als Ruppin für Erez $frael angibt (23.10 Piaster). Die Futterkasten in Deutschland und in den europäischen West- und Nordstaaten waren ungefähr die gleichen' wie hier. Beim Futter läßt sich also nichts ersparen. Im Gegenteil, die Ausgaben werden sich, wie wir bei Punkt 8 sehen werden, wahrscheinlich noch etwas steigern. Ad 2 ist der Durchschnittspreis von 0,26 Piaster für ein Ei so niedrig, daß er selbst in Aieghten mit seinen kleinen, minderwertigen Eiern, die im Gierhandel nicht viel mchr als die Halste des Preises ausgesuchter, schöner Ware erzielen, höher ist. Das in Erez Israel eingeführte und akklimatisierte Rassenhuhn legt doch bestimmt Wer von Durchschnittsgvöße. Diese Eier müssen, wenn sie sauber, mit Stempel versehen und gefällig adjustiert in den Handel kommen, ein Maximalalter von drei Tagen vorausgesetzt, auch höhere Preise erzielen. Eine Berkaussgenossenschaft, die doch in den Kolonien bereits vorhanden ist, müßte die Eier täglich zugleich mit der Milch abnehmen rrnd durchleuten. Jeder Genossenschafter erhalt einen Stempel, damit der schlechte Lieferant mit Sicherheit nachgewiesien werden kann. Die Eier werden entweder in geschmackvollen Kartons zu 12 Stück oder tu Kisten in handelsüblichen Mengen verpackt. Der Erfolg, wird sicher nicht ausbleiiben. In Oesterreich betrug der Durchschnittspreis «für ein Ei in den letzten zwölf Monaten mehr als einen halben Piaster, in den europäischen Weststaaten etwas mehr, in den östlichen etwas weniger. Gesucht und gut bezahlt wird aber nur frische, große und saubere Ware. Ad 3. Eine Henne, die nur 80 Eier legt, «wäre selbst Lei bedeutend höheren Eierpreisen unrentabel. In meinem Unternehmen muß ein Huhn 76 Eier legen, um seine Futterkosten zu decken. Hierzu 10 Prozent Verluste. Und wenn man auch von Abschreibungen, Verzinsung des Anilagekapitals und sonstigen Auslagen absieht, jo ergäbe sich schon ein Verlust. Auf jedem Bauernhöfe läßt sich jedoch Lei Rassegeflügol öhneweiters ein Durchschnitt von 120 Eiern erzielen, >wenn die Fütterung den Bedürfnissen der Tiere entspricht und nur ein wenig' Pflege angeiwendet wird. Bei ausschließlichem Körnerfutter produziert ein Huhn nur daun, tvenn die Siatur ihm die Tafel mit dem benötigten Einweiß in Form von Insekten und Kerfen deckt. Deshalb legen auch bei uns die Baueruhühner im Winter nur «wenig oder gar nicht. Ein Huhn benötigt, um eine entsprechende Leistung vollbringen zu können, täglich 12 bis 16 Gramm Eiweiß. Dieses Eiweiß wäre z. B. in 170 Gramm Gerste enthalten, also in. einer Menge, die ein Huhn unmöglich verzehren kann. Dazu kommt noch, daß nach denneuesten Stoffwechselversuchen, die mit Hühnern an der landwirtschaftlichen Versuchsanstalt in Gröllwitz im Jahre 1924 vorgenommen wurden, di« Hühner nur 14,92 Prozent des Gerstenevweißes oder 24,10 Prozent des Maisproteins verdauen. Das stylende Eiweiß muß also namentlich in der Zeit, in der im Freien nichts zu finden ist, durch irgend ein Kraftfutter verschafft werden. Palästina hat eine langgestreckte Küste. Es wäre nicht schwer, Fischmehl mtt 50 bis 60 Prozent Protein, \ *> .