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Wiener Morgenzeitung · 1925-09-14 · Heft 2358 (14.9.1925) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2358 (14.9.1925)
Date
1925-09-14
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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Seil,» Me», Mmkag Wffftet Wüttiintiefttmn N. GchSem-er Ü0ÜG Kt. mm tzvken m» dadurch lastet aus ihm da» Maximum der Phystschen SufordevLNgen, so daß er sich frühzeitig aufveibt. Man muß ait dieisem System der Siedlung «rßhören »md es sind drin- und Aonderungen notwendig. Schon rn der Vorbereitung für den SiedlungSpunEt muß eine systematische Arbeit liegen. Der Ort soll mit guter lieberlagimg gewählt und nicht nur assaniert, sondern auch mit Wasser versehen werden, noch bfror die Kolonisten am Ort und Stelle sind. Es ist nicht daraus eine Streitfrage zu machen, ob Keren Kajemeth oder Keven Hajessod «zu bauen hat (imgwischen stechen dann di« Siedler jachrelang ohne Wasser ms) die Wirtschaften geraten ganz in Unordnung). Es sollen di« großen Mrsammenhängenden Flächen tief geackert werden, noch vor der Ansiedlung der Kolonisten. Dazu ist meiner Meinung ein« Dampft»fluggavni«tur. mit Pflügen. Schollen« brecher und Wahen notwendig, die zur Tiefackerung und erster Ausarbeitung des Bodens verwendet werden. Wer die Disteln und die Widerstandskraft der Unkräuter des Landes kennt, weiß den Wert der ZKfackermrg und der guten Beorbeituing des Bodens vor der Saat zu schätzen. Don 1928 halbe ich daS Bild der Landnahme in Nahalal in Erinnerung. Gin kleiner Motorpflug „Cafe", 20 Pferdekräfte mit einer Tagesleistung von Maximum 16 Dunam, schlängelte langsam über die große Fläche von 8000 Dunam der Felder NahalalS, die unter den Pflug zu nehmen waren. Deshalb blieben auch im ersten BetriebSjähr an 50 Proyent der Felder unbebaut. Der Siedler ift nicht imstande urit einem Pferd oder einem Maultier pw 100 Dunam eine Tiefackerung (ich rechne nur auf 22 bis 38 Zentimeter) vorzunchmen, und so den Boden zur Saat gut vorzubereiten, insbesondere wenn er noch nach dem Kongreß cm den SiedlungSort geschickt wird. Da der Kongreß meistens Ende August oder anfangs September endet, so ist es klar, daß bis die Funktionäre nach Palästina gelangen und bis das erste Geld flüssig gemacht ist, auch noch geraume Zeit vergeht, so daß wir Ende September oder anfangs Oktober haben, bis die erste Arbeit beginnen kann. Das ist unbedingt zu spät, um mit der Siedlungsarbeit zu beginnen; in einem. Monat später kommt der Regen, und der Kolonist sitzt in Sumpf und Morast, der Bau der WirtschastS« und Wohngebäude kann nicht ordnungsgemäß durchgeführt werden und noch schlechter ist es mit der Bearbeitung des Bodens. Es gelingt dem Kolonisten nicht, die Felder rechtzeitig und gut zu ackern, und so erntet er statt Getreide nur Disteln und Unkraut. Was aber die Hauptsache ist: Ein Jahr Muhe und Plage geht verloren, und all dies kostet noch Geld. Ich glaube, daß das Frühjahr (März«April«Mai) viel gegeigneter zur Siedlung ist, als der Spätherbst. Bis zum Frühjahr können die angeführten Arbeiten (Wasserversorgung, Tiefackerung, Artsbestimmung usw.) durchgeführt werden. Im Frühjahr begibt sich der Kolonist an den SiedlungSort und hat folgende Vorteile: Er hat die Möglichkeit, noch Sommersaat zu bauen; er kann bis zum Herbst den ganzen Boden unter Pflug nehmen und gute Brachen für die Wintersaat bereiten; er hat auch noch Zeit, sich am Bau seiner Wirtschaftsgebäude zu beteiligen. Die Einordnung der Wirtschaft wird - nicht in Hast erfolgen und unter der Angst vor dem herannahenden Regen, wie dies im Herbst der Fäll ist, sonder» sie wird ganz normal vor sich gehen. Wenn der Kolonist im Frühjahr auf die SiedlungSstätte kommt, ist es chm möglich, bis zum Herbst ohne Ueberanstrengung die Felder gut zu bearbeiten, und er hat die Gewähr auf eine Durchschnrttsernte schon im ersten Jahr. Das wichtigste Postulat aber ist: Es sind nur so viele Familien anzusiedeln, welche man mit den nötigen Wirtschaftsgeräten und Betriebskapital versehen kann. Dieser Weg der Besiedlung ist etwas länger, aber ich glaube, daß die Zeit hier nicht die Frage ist, denn man hat schon viel Zeit verloren und wenig erreicht. Soll die Landwirtschaft das Fundament des Aufbauwerkes sein, so muß rS ein solides sein. ES soll und muß, wie in allen Ländern, wo mit Erfolg kolonisiert wird, auch hier vorsichtig und rationell gearbeitet werden, mit der Ueberlegung, daß es sich um das Glück und die Zukunft vieler Familien handelt, und somit um die Zukunft des jüdischen Volkes in Erez Israel. * Zum Schluß nod) eine kurze Bemerkung zu den Ausführungen des Herrn Leo Kaufmann. Ich freue mich, daß Herr Kaufmann in seiner Antwort auf meinen Artikel „Moschaw oder Kwuzah" an erste Stelle das Postulat gestellt hat, daß zur Beurteilung dieser Fragen die sachlichen und fach, lichen Kenntnisse der Landwirtschaft, insbesondere der von Erez Israel, notwendig sind. Ich gebe ihm ganz recht und stimme mit ihm überein: Ohne gründliche fachliche Borkenntnisse und ohne gründliche Arbeit im Lande bleibt man ein Amateur. Deshalb eben wundert es mich, daß sich gerade Herr Leo Kaufmann geeignet fühlt, sachlich und objektiv auf meine Ausführungen zu antworten. Nur deshalb ist eS ihm gelungen, so sachlich daneben zu argumentieren. Ich kann mich in keine weitere Polemik einlassen und will nur einige Tatsachen richtigstellen: 1. Ich habe zufällig als Ausgangspunkt den Monat Februar genommen, doch leider zeigen die Monate März, April, Mai ein ähnliches ungünstiges 'Bild für die Kwuzoth. 2. Cs entspricht nicht der Tatsache, daß die Kwuzoth an die Phigoth in den Städten ihre Produkte liefem, sondern die Phigoth unterstützen finanziell die Kwuzoth. 3. Nahalal war, wie bekannt, eines der verrufensten Malarianester, und 1932, im Jahre der Besitznahme, waren in Nahalal 9,29 Prozent, in Tel Josef 9,9 Prozent Erkrankungen. 4. In bezug auf die Ernährung will ich den Bericht der Exekutive zum 14. Kongreß, Seite 219, erwähnen; dort heißt es: „Ebenso ist die Unordnung in der Küche und in der Eru-hrimg des Arbeiters und die Fahrlässigkeit in bezug aus Reinlichkeit und ^Ordnung hervorzuheben." So viel nur als Antwort auf die fachlichen Ausführungen des Herrn Leo Kaufmann. Dar landwirtschastliche Museum in Ferusalem. Don Dr. I. M., Jerusalem. DaS landwirtschaftliche und naturhistorische Museum der Zionistischen Organisation in Jerusalem wurde von Herrn I. Ettinger, Agronom, Direktor der Bodenabteilung des Jüdischen Nationalfonds, im Jahre 1920 gegründet. Der Zweck dieser bis dahin in Erez Israel unbekannten Institution war der, dem Publikum unseres Landes einen Ueberblick über das Tun und Schaffen der Juden in der Landwirtschaft hier in allen ihren Zweigen zu gewähren und zugleich den Reichtum der Natur — Flora, Fauna und Mineralreich Erez Israels — in konzentrierter, methodischer und allgemein verständlicher Form den Schulen, Forschern, Touristen und dem großen Publikum überhaupt zugänglich zu machen. Zuerst war das Museum in der Form einer landwirtschaftlichen Ausstellung in Jaffa ausgedacht worden. Als diese gelang und Herr Ettinger beim Publikum ein lebhaftes Interesse für dieses Novum sah, beschloß er, diese temporäre Ausstellung in eine dauernde umzuwandeln, dieselbe nach der Hauptstadt zu überführen, bedeutend auszubauen und zu bereichern und daraus eine bleibende nationale Institution zu machen. So entstand daS landwirtschaftliche und naturhistorische Museum in Jerusalem, das erste und einzige in Erez Israel. Es wäre, im Zusammenhang damit, wichtig, einige Worte über die nun siebenjährige landwirtschaftlich-aufbauende und -erzieherische Tätigkeit des Herrn Ettinger in Erez Israel zu sagen. Wir bringen die nachfolgenden Zeilen nach einem Festartikel, der gelegentlich des unlängst erfolgten fünfzigjährigen Jubiläums des Herrn Ettinger in der Fachzeitung „Hassadeh" erschienen war. Gesundheit, Erfolg, Olück, Heilung seelischer und or< gaalscher Leiden durch de Wieste Autosuggestion Einführung in deren Methodik und Kossultatlonen durch Dr. Otto R. Haas, Mitarbeiter Couös, zurzeit Berlin W, Bar barossastrasse 49 I. il 15 Sie erlangen „Herr Ettinger, der während sechs Jahre Direktor des Departements für landwirtschaftliche Kolonisation der Zionistischen Exekutive in Jerusalem war, hat eine Reihe glänzender Schaffungen auf diesem Gebiete in Erez Israel vollbracht. Er war und ist durch und durch Landwirt und seit der Jugend mit diesem Fach auf das engste verbunden; ein Fachmann, wie es wohl wenige hier gibt. Zuerst war er in Beßarabien (Südrußland) während vieler Jahre Leiter einer großen Baumschule der I. C. A. und wirkte für die Verbreitung und Beliebtmachung der Landwirtschaft und der Obstbaumpflanzungen unter den Juden dort. Herr Ettinger hat dort viele Schüler gemacht und seinen Namen mit der Obst- und Weinkultur in Südrußland und den Nachbargebieten verdienstvoll und eng verknüpft. Später, als Beamter der I. C. A. in Argentinien und Brasilien, entfaltete Herr Ettinger ein« segensreiche Tätigkeit in den jüdischen Kolonien dort und half mit Rat und Tat den jüdischen Siedlern in diesen Ländern. Das höchste Ziel für Herrn Ettinger war jedoch stets, in Palästina l^ben und wirken zu können, und so kam er hierher schon vor dem Kriege, im Jahre 1914, und entwarf einen großzügigen Plan für die kolonisatorische Arbeit; leider wurde er aber von den Türken gezwungen, das Land zu verlassen. Er nahm Aufenthalt im Westen Europas und verfolgte die Arbeit in Erez Israel mit größtem Interesse, schrieb auch Fachaufsätze in der „Jüdischen Rundschau", „Erez Israel" usw. mit Bezug auf die Arbeitsmethoden des I. N. F. und der Kolonisation überhaupt. Sobald die Einreise in danach nicht recht pazifizierte Land halbwegs möglich wurde, im Jahre 1918, iam Herr Ettinger wieder nach Erez Israel und begann nun sein großes Werk. Er Pflanzte an eine Million Wald-, Obst- und Zierbäume in diesem waldarmen Lande, in dem seit vielen Jahrhunderten keine Bäume wuchsen. Die Aufforstung großer Flächen Erez Israels, die Trockenlegung von Sümpfen, ' bft Urbarmachung von großen Ausdehnungen OedlandS waren Originalgedanken dieses gediegenen Forstwirtes und Pomologen, die durch ihn auch in Tat umgesetzt wurden. Er führte das Terrassenkulturshstem in den Bergen Judäas ein und gründete aus diesem Prinzipe die schöne Siedlung Kirjath Anawim (Dilb) bei Jerusalem, die er mit Wä^ dern, Wein- und Obstgärten und einer interessanten lebenden Baumkollektion (Arboretum) aus Akazien-, Eukalyptus- und Obstbaumarten ausstattete. Herr Ettinger half die neuen Siedlungen um und im Emek Jesreel — Nahalal, Gingar, Ein Charod, Tel-Joseph, Gewa, Kfar Jeheskel, Bet Alpha usw. — gründen, deren Sümpfe trockenlegen und zu schönen, gesunden Dörfern ausbauen. Er war der erste, der die Kultur von Tafeltraubensorten in den Siedlungen der Zionistischen Organisation methodisch einführte und damit den letzteren, zusammen mit dem ebenfalls von ihm verbesserten Milchwirtschaftssystem, bedeutende Emnahmsquellen sicherte. Herr Ettinger schuf das landwirtschaftliche Museum und seither auch eine groß angelegte Baumschule für über 600 Baumarten in Jerusalem. Er interessierte sich lebhaft für die Verbreitung von landwirtschaftlichen Kenntnissen unter die jüdischen Volksschichten Erez Israels und gab zu diesem Zwecke zahlreiche Fachflugblätter und Broschüren in leichtgefaßter Form und allgemein verständlicher Sprache heraus. Er half mit, eine Mädchenschule zur Heranbildung von Landwirtinnen in Nahalal zu gründen und schuf drei Mädchenlehrfarmen in Petach Tikwa, Schechunat Bornchow und Nachlat Jehuda. Er arbeitet weiter, unermüdlich, . Das ist, schließt „Hassadeh", i« sehr gedrängter Form das Aktiv des Herrn Ettinger bei uns". Das hebräische landwirtschaftliche und naturhistorifche Museum in Jerusalem kann von gerechtem Stolz erfüllt sein: es ift dies daerste und einzige in seiner Art auf der ganzen Welt. Weder New-Nork, noch Warschau, noch Wien, von denen jedes allein mehr Juden zählt als ganz Erez Israel, noch irgend eine andere Stadt kann in dieser Beziehung mit der Hauptstadt König Davids verglichen werden. Jene haben im besten Fall jüdisch genannte Museen, in denn jüdische Kunst, jüdische religiöse Gegenstände, jüdischer Ruhm der Vergangenheit, stets in fremdsprachige Hüllen gekleidet, vor Augen geführt werden. Jerusalem hat ein hebräisches Museum, wo Werke des lebendigen, auf eigener Scholle arbeitenden jüdischen Volkes ausgestellt sind, wo Gegenwart und Zukunft des Juden für sich selbst sprechen — sie sprechen hebräisch und werden hier von alt und jung verstanden. Hier wird der jüdische Pflug, der jüdische Baum, der Garten, die Blume, der Honig und das Brot, das von jüdischen Händen erzeugt wurde, ausgestellt. Von Chaluzim gepflanzte Bäume, ausgegrabene Steine und gefundene Mineralien werden hier bestimmt und hebräisch benannt; hier ist die naturwissenschaftliche Schatzkammer des neu auflebendcn jüdischen Volkes. Die jüdischen Museen im Galuth enthalten die Geschichte der Juden dort; das hebräische Museum in Jerusalem lebt die Geschichte im aufblühenden Altneuland. Das reichhaltige Material des landwirtschaftlichen Museums ist in zehn Abteilungen geteilt. 1. Die Weinbau- oder önologische Abteilung enthält, in großen Gläsern in Formalin konserviert, Muster von über 50 Traubenvarietäten, die in den jüdischen Kolonien kultiviert werden. Davon ist die größere Hälfte aus Kellersorten zusammengesetzt, die vor vierzig Jahren von Baron Edmund de Rothschild auS Frankreich eingeführt wurden und sich hier bereits vorzüglich an das Klima und den Boden angepaßt haben. Dazu zählen die Muskate, Alicante, Malaga, Cabernet, Carignane und andere feine Sorten, die unter unserer glühenden Sonne schon anfangs Juli reifen. Die andere kleinere Hälfte umfaßt die Tafel¬ oder Speisetraubensorten, teils einheimisch, wie zum Beispiel die großen Hebrontrauben, die Jerusalemer usw, teils von der Zionistischen Organisation vom Ausland cingeführt und hier mit Erfolg kultiviert (besonders in Kirjat Anawim, in Nahalal und im Emek). Eine Serie der besten, in den Kellereien von Rischon le Zion erzeugten Weine, Kognaks, Liköre usw. und eine Anzahl photographischer Ausnahmen aus den Kellereien (Maschinen, Installationen usw.) ergänzen die Sammlung dieses wichtigsten aller landwirtschaftlichen Zweige in unserem Land«. 2. Die pomologische oder Obstabteilung enthält zirka 50 Varietäten von europäischen, Mittelmecrgebiet- und halbtropischen Früchten, die nächst dem Wein eine Hauptrolle in Erez Israel und besonders in den jüdischen Kolonien spielen. Die Orangen und verwandten Arten und Spielarten (Jaffa-Orangen, Washington Ravel, Blutorangen, dann Grapefruit, saure und süße Zitronen, Ethrogtm, Mandarine» usw.) nehmen da die erste Stelle ein. Namentlich die Jaffa-Orange, eine Originalvarietät Erez Israels, die alle anderen der Welt durch Größe und Haltbarkeit schlägt, ist eine wichtige Cinnahmsquette für unser Land; der jährliche Export davon ist rund eine Million Kisten. Auch andere Südfrüchte sind reichlich vertreten: Oliven, grün und schwarz, bis zur Nußgröße, Mandeln, an die zwanzig Feigenvarietäten in mehreren Farben und Größen, Granatäpfel, Kaktusfeigen, Bananen, Anona, Papaya, japanische Mispeln, Pistazzien, Karoben, Hasel- und Walnüsse «sw. An europäischen Früchten haben wir ausgesuchte Aepfel-, Birnen-, Pflaumen-, Aprikosen- und Pfirsichsorten, die alle hier vortrefflich gedeihen und recht einträglich sind. Auch Beerenobst fehlt nicht. Ein besonderes Glied in dieser Abteilung bilden die Obstkonserven oder „Einsiedeobst" und „eingeweckte" Gemüsearten aus der Umgebung Jerusalems, die teilweise von jüdischen Pflanzern, teils im Museum selbst hergestellt wurden. Eine Reihe von Honigarten (Bienenhonig), aus Akazien-, Eukalyptus-, Orangen- und anderen Blütennektar erzeugt, schließt diese prächtige Sammlung ab. 3. Der Wald raum, mit Schaumustern von etwa hundert Baumarten (die teils einheimisch, teils durch die Zionistische Organisation und andere Körperschaften eingeführt wurden) reichlich ausgestattet, bietet einen recht interessanten Anblick. ES sind die Sämereien, Längs- und Querschnitte von den wichtigsten O b st-, Z i e r- und Waldbäumen des Landes. Zu den ersteren Bäumen gehören der Oelbaum, die Karobe, der Feigen-, Pistazzien-, Nuß-, Mandel- und Maulbeerbaum sowie eine große Anzahl anderer Arten, die ich hier nicht alle aufzählen kann. An Mustern von Zierbäumen sehen wir mehrere Akazienarten, den Pfefferbaum, Casuarina, Azedarach, Jacaranda usw., zumeist prächtige, immergrüne Bäume, die die Straßen von Tel-Awiw, der jüdischen Kolonien und teilweile auch die Jerusalems schmücken. Die wichtigsten sind allerdings die Waldbäume, die für die Aufforstung der kahlen Berge, der felsigen Gründe und der sumpfigen Niederungen von unvergleichlichem Werte sind. Hierzu eignet sich im Flachlande der Eukalyptus, wovon jetzt bereits an die hundert Arten in den verschiedenen Kwnzoth angepslanzt sind, und im Bergland die Steinpinie und die Jerusalemer Pinie. Muster von Waldbäumen, zuweilen von,verwunderlicher Stärke, sind im Waldraume des Museums in großer Anzahl zu sehen und erwecken das Staunen der zahlreich«« Touristen, die jedes Frühjahr

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