Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2356 (12.9.1925)
- Date
- 1925-09-12
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
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r Ihf. SM Wkn, Sam-tag Sühne und Kunft. Aus de« Lheatern. Burgtheater. Morgen, h»8 Uhr, „Lump a z ivagobundus*. Operniheater. Heute, 7 Uhr, „M a n o »\ Morgen „L o h e n g r i n". R e d o u t e n l a a l. Heute, ,/3S Uhr, neu inszeniert, „Die EntführnngauS demÄerai l". Ataüem'erhealer. Morgen, V,8 Uur abends, „D e r L t e b h a b e r*. Bolksoper. Morgen „M e i st c r s i u g e r non Nürnberg" mit Michael Lohnen als HanS Sachs. D e u r' ch e s 'S o i f $ t ft c a i c t. Heute, 8 U ir abends, deutsche Uraufführung des Lustsviels „W eutt t ch wollte.. von Paul G e r a l b h und Robert S v i tz e r. Morgen findet als vorletzte Anführung eine NachmittagSvorsteüuna von .Antonia" mit Guri Fevat statt. Rolandbühne. Freitag findet die E r st a u f f ü hr » » g von „FranceSea" von Benno Bigny statt. Biihuenstoffe in verschiedener Auffassung will das Dort« inunder Stadttheater fernem Publikum vorführen. Shaws „Heilige Johanna" neben Schillers „Jungfrau von Orleans", Speyers „Napoleon" neben Grabbes „Napoleon", Shaws „Cäsar und Kleopatra" neben Shakespeares „Julius Cäsar". — In Wien standen inr Deutschen Volkstheater „Die Jungfrau von Orleans^ und „Die heilige Johanna", im Burgtheater .Julius Cäsar" und „Cäsar und Kleopatra" im Vorjahre gleichzeitig auf dem Spielplan. Das jüdische Volk im Bild offenbart tsldsr Mm Mipveiwerk das fm Format 60X48 cm mit 14 or Rlra'g^t euen farbigen Llchtdruk afeln z el * upfer lef r cktafeln, «- nem Texttei von Hermann Menkes und ..le wo t von Oberrabbnet rof. Ur C ajes so ben eisch enen Ist. I idor Kaufmann war 'er tnonum?ntate Künstler u»t?r den Darstellern des Jüdischen Lebens, ein h aler von ungewöhnlicher Mensch nkenntm , ein Re lis, der auch d« m Eien und der Armut Reiz und Sc Sn ei abztt: ewinnen verstand. Diese i lütter au - seinem rei hen Lebenswerk, ln Reproduktionen, die toit en best-n Mitteln m d mer Tech ik a ch de z rteste Farbnuauce wahren, .ei en den kün tierischen Enwicklungsgang Kaufmanns Wir sahen die hleratlaohe Pracht alter Synagogen, die featllobe Welt der Feiertage die sohwermütlge >ohS"heIt der jüdischen Frau, eine Poesie der jüdischen Gelehrtenstube. Oberrabblne Dr. H. P. Cbaje schieibt Im Gelei wort: .» meinen Abschfedswo ten an der Bähe Isdo auf anus nannte ich ihn einen nserc glüc» hs en Apoogeen. Einem Ml leu entstammend, d s d m Ostjuden kühl und fremd gegenflbe stent kam er zu seinen Brüden al Pre rder, lediglich als Küntler. A er de Küns'ler Kaufmann wang den Juden Ka fra tut da hm frem en Menschen ein Bruder zu w.rden. Vo Lieb get agei v rtief e e sku wie kaum ein Zwei er in das Leben, ln ole .eele die es so oft verkannten Teiles unseres Volkes- Preis; S WO Durch Budihandlung R. Lüwll, Wien, I. Fle'idtmarki t Hfl' "niimrü -iT~äTi ~—sssssmi .trm—1 Vereine, BorirSge und Berfnmmfnngen. ZionisttscheVrganisation. BezrkSsektion Brigittenau. Heute, 7 Uhr abends, r ringende AuSschußfitzung. Tagesordnung: Ne wähl des Präsidiums. Um pünktliches Erscheinen wird gebeten. — Zionistische B eztrkSkettion Alsergrund. Die für Montag den 14. d. anae'etz e AuSschußfitzung findet erst Montag den St. e. um Vs« Uhr abends im Se tioi Slokal. 9. Bez.. Liechtensteinstraße Nr. 11/19, statt. Tagesordnung: Arbeitsvrograrnm; Büchsenleerung — ZtontsttscheSektion Prater. Wiedereröffnung der hebräischen Schule und deS Kindergartens am 15. d. Ein'chreibungen täglich von 4bts9Ubr im SektionSdeim, a. Bez.. Jungstraße 8. E tzplStz« für die hohen Feiertage von 1 bis 5 Schilling erhältlich bei: Sekt'onSheim. 2 Bez.. Jungstraße 6; Schubgefchäit Aichkena'h. 2. Bez . Sterneckv atz 1?. — Z i onistische Kulturgruppe Brigittenau, 20. Beg., Karl-M sisil «Straße 6. Heute, präzise 7 Uhr. Heimabend mit belstem Progranim. Gaste willkommen. Der bei der letztem Genorülversa'ntmilun'g gewählte Ausschuß hat sich wie folgt LonistituieTt: Lkbmann: Leo AöenHer: Qb-ndann-SteM-ertveter: I. Mttter; SchrWirhrer: W. Rosmann, I. Segcrll; KaMre: I. OriOckn, M. Surkes. Gerichtssaal. der Gattin die Kehle durchgeschnitten. Mn Ehedrama in der Brigittenau. Gestern begann, wie bereits berichtet, vor einen, Schwur- Gerichte unter Vorsitz des Hofrates Dr. Ra m sauer die Verhandlung gegen den 56jährigen Holzarbeiter Franz.Hutterer, die seine um 29 Jchre jüngere Frau nach einem Streite auf grausame Weise getötet hatte, indem er sie zuerst würgte, ihr dann mit einem Raisiermeff-cr den Hais durch« schnitt und ihr dann noch mit einer Hacke Schlänge aus den Kops versetzte. Hutterer lebte mit seiner Frau, einer ehemaligen Prostituierten, in stetcm Unfrieden, weil sie Beziehungen zu anderen Männern unterhielt. Der Angeklagte erklärte sich nichtschuldig. Er habe nicht die Absicht gehabt, feine Frau zu ermorden. Er erzählte null, daß er feiste Frau bei' ihrer Quartier« geberm Frau Rumischer kennen gelernt habe. Er wollte die Marie Schwad, so hieß sie, auL diesem Milieu entfernen und nahnl sie auf seine Pachtgründe nach Wischetal mit. Bald darauf heiratete er sie aus ihr Drängen. Der lebenslustigen Frau, die sich viel mit Bauernburschen abgab, behagte jedoch das Landleben nicht nnh sie bestimmte ihn, sein AnMsen iw« 15 Millionen zu verkaufen und nach Wien zu ziehen. Er bekam, einen Hausbesorgerposten im 20. Bezirk in der Leystraße, gab ihn aber bald aus, als er beinerkte, daß seine Frau mit verschiedenen Männern aus der Umgebung Beziehungen anknüpfie. Seine Frau ging bald darauf von ifyit fort. Ein gewisser Leopold Polster bor ihm ein Quartier in seiner Schrebergarierchütte an und Hutterer zog auch ein. Wiener M«r§ett-eUitng OTTO OTTO Zur Ausübung meiner Tätgkeit habe len mich in Serlln niedergelassen und behandle In dem ärztlich geleiteten Tel, Bistn. 3036 Q, m. b. H. Tel. Blsm. 3431 Berlin, Kurf (Intendantin 62 Behände)1 werden mit ärztlich nsohgewiesenen Erf-Igen selbst angebl Ch hoffnunoslose ErKrankungen psychogener «rt, wie’ Qeanftte-Leldea Sprach. Leiden kxnalii6nmgeB Ifdties / Ntnraiglc Neurosen Nervöse Kopffchmerzcn Uhrnnnlcn nsw. Meine Broschüre »Die Hellang der Seele" 1094 Ist zum Preise von M. 2.— bei obiger Adresse beziehbar Im Februar 1924 kehrte seine Frau wieder zu ihn» zurück, doch mußte er bald wieder erfahren, daß sie mit einem gewissen Frau-. Cuba ein Verhältnis unterhalte, weshalb er die Ghoscheiduirgst'lage einbrachte, die er aber bald wieder zurückzog. Er habe um diese Zeit keinen Verdienst -gehabt und vom Betteln gelebt. Die Frau ging inzwischen von ihnr fort, zog aber im Fckbruar 1925 abermals zu ihnr. Am 1. April in der Frühe sei cs im Verlaufe eines Streites, in dem er von seiner Frau verlangte, daß ste die Beziehungen mit einem gewissen Wenzel Zimmer mann aufgebc, zu der Bluttat gekommen. Nach dom Verhör mit dein Angeklagten, der einige Angaben machte, die von seiner früheren Darstellung wesentlich abwichen, wurde mit dem Zeugen verhör begonnen. Die Kwet Brüder Cuba bestritten, müt -der ermordeten Frau Beziehungen unterhalten zu haben. Josef Cuba erzählh die Ermordete hätte keinen guten Ruf gehabt. Franz Cuba gibt an, die Frau hätte wiederholt geklagt, daß ste von chvc.m Gatten mißhandelt werde, sie müsse sich für ihren Mann plagen und habe nichts davon. Augekl.: Ich habe ihr schöne Kleider und schöne Strümpfe gokaust. Sie hat ihr ganzes Geld aufs Z i ga r et t e n ra u che-n verbraucht. Die Zeugin Leopoldine Jakisch gibt an, daß sie eines Abelvds Augeni^eugin einer sehr erregten Szene zwischen der Ermordeten und den: Angeklagten gewesen tvar. Die Frau flüchtete vor dom sie verfolgenden Mann in ein Haus, Hutterer lief ihr wütend nach. Dabei drohte er, der Flüchtenden die Gurgel a!bAuschn«i>den. Bei der Schilderung der Zeugin springt der Angeklagte erregt von der Banl aus und ruft laut, daß er die Frau in feinem Leben nie gese-herr oder gesprochen habe. Die Zeugin bleibt bei ihrer Aussage. Der Zeuge Leopolid Polster, besten Schrebergarten der Angeklagte gepachtet hatte, stellt Hutterer ein sehr schönes Zeugnis au§. Er gibt auch an, daß der Angeklagte seine Frau sehr goliebt habe, trotzdem er nicht in Unkenntnis ihrer sittlichen Verschlungen geblioben War. Die Gattin des Zeugen, Frau .Julie Polster, gibt an, daß die Frau Hutterer einen Revolver cutteert hatte und bei her Entfernurrg der Patronen gesagt habe, daß sie die Waffe zur Polizei tragen lverdc, weil ihr -der Mamt mit der . Waffe nach dent Laben trachte. Im übrigen bestätigte sie, daß die Ermordete sich keinen guten Rufes erfreute. Es wird noch eine ganze Reihe von Zeugen übe^ öett Lebenswandel der Ermordeten cinvernommen. Bemerken stvert ist nur fbife Aussage des Wenzel Ziimnernrann, der der Ermordeten Quartier gegeben hat, nachdemsie der Angeklagte wieder einmal hinaus-geworsen hat. Auf Befragen des Vorsitzenden verneinte der Zeuge ganz entschieden, daß er mit Frau Hutterer sträfliche Bezichmtgen unterhalten habe, Hieranf werden die Dienstgeberinnen der Frau Hirtterer vernommen, die sie durchLvegs als fleißig und chrl-ich schildern. Hierauf erstatten die Psychiater ihr Glttachten, die deit An-göklagten für vollkommen z u r e ch n u n -gSfähig erklären. Daran-s wurde vorn Vorsitzenden die Lerl)aitdlung ans heute Vormittag vertagt. Auf d:r „Elektrischen". Die bei der staatlichen -Heü- . m-ittelstelle anyestellte Cheulikerin Frau Dr. Friederike Le- - wy hatte sich gestern beim Strafbezirksgirtchte 1 wegen Amtsehrenbeleidigung zu veranttvvrten. weil ste Während der Fahrt aus der El-sktrischen im Verlaufe eines Wortwechsels dem diensthabenden Schaffner Franz Groll zugerusen hatte: „Reden Sie nicht so! Sie Tepp!" Die Beschu-lidiate gab an, daß der Schaffner ihr zuerst iw Verlause eines Wortwechsels vor mehreren Fahrgästen zngerusen habe: „Sie find eine Gans aus Wild«West." Ueber diesen Zuruf sei sie derart paff gewesen, dcch sie nicht daran gedacht habe, daß der Schaffner, der so etwas einer Dame zuruse, eine Amtsperson seirt könne und daß sie chm abwchrend zu gerufen habe: „Wcnu ich eine Ganö aus Wild- West bin, dann sind Sie ein Topp!" Die Angeklagte betonte, daß mehrere Fahrgäste über das Vorgehen des Straßenbcchnfchafsuers ganz empört waren und fühlte eine Dame, die in ihrer Gesellschaft war, über den erwähmcn Zuruf als Zougin. Der als Zeuge vernommene Schaffner Franz Groll gab an, daß did Beschuldigte und ihre Begleiterin knapp' vor dem Trittbrett standen und andere Fahrgäste an dam Einsteigen hinderten. Als die Damen, in erster Linie die Angeklagte, trotz seiner wiederholten Ausforderung nicht in das Innere des Wagens gehen wollten, habe er, ohne an ettvas zu denken, der Peschntdi'aten zuger-usen: „Woher kommen Sie denn? Sind Ste aus Wild-West!" Den Ausdruck „Gans" habe er bcftt'nunt nicht gebraucht. Die als Zeugin vernommene Frau Dr. H a u sdichter erklärte, daß der Schaffner von Wild-West gesprochen habe. er den Ausdruck „Gans" gebraucht habe, könne sie nicht bestmimt sagen, es sei möglich, daß er Maat habe:,. „Sie kommen mir ganz so vor als ob Sie aus Wild-West wären." Die Angvklagle blieb dabei, daß der Schaffner das Wort „Gans" und nicht den Ausdruck „gaivz" gebraucht habe. Der Richter Landcs-aerichtsrat Dr. Fryda verurteilte di« Angeklagte unter Anwendung äußerster Milde zu einer Geldstrafe von fünf Schilling bedingt mit Einräuimtug einer einjährigen Bewährungsfrist. IS. Sepkember 1926_ VeK« - Volkswirt. Minifterpr'stvent Srabstt Wer die mir!- scha.üiche fioae Polens. Warschau, 11. September. Ätinisterpräsident Grabski hielt vor dem Budgetausfchusse des Senates ein Expose über die finanzielle und wirtschaftliche Lage Polens. Grabski erklärte, daß die polnische öffentliche Meinung die letzten Schwierigkeiten und Schwankungen des Zlotykurses fast ausschließlich der gegen Polen gerichteten Politik Deutschlands zuschreibe. In Wirklichkeit seiet' jedoch diese finanziellen und wirtschaftlichen Schwierigkeiten ans grobe wirtschaftspolitische Fehler Polens zurückzuführcu, die schließlich zu einer passiven Handelsbilanz geführt hätten. Der Zollkrieg mit Dentschland, der auch weiter seinen. Gang nehme, sei für Polen nicht besonders gefährlich. Polen sei gerne bereit, mit Deutschland einen Handelsvertrag ab> zuschließen, könne jedoch nicht Bedingungen politischer Natur akzeptieren, um auf diese Weise einen Wirtschaftskrieg zu be enden. Der Ministerpräsident kam sodanu auf die Frage der Ausländsanleihe zu sprechen und erklärte, Polen hoffe, die zweite Teilzahlung der Anleihe, die das Bankhaus D i I l o n, Read u. Co. seinerzeit gewährte, in der nächsten Zeit zu begeben, und zwar in einer Höhe von 16 Millionen Dollar. Diese Anleihe werde der Wirtschaftsbank zur Hebung und Förderung des Wirtschaftslebens zugeführt werben. Die Aweihc, welche Polen für das Zündhölzchenmonopol erhalten wird, gedenkt der Minister ber staatlichen Agrarbank zur Unterstützung der Landwirtschaft zuzuführeu. Bon großangelegten Anleihen könne angesichts der schlechten Weltkonjunktur keine Rede sein. Dr. G r a b s k i sprach sich hinsichtlich der Z u l mt f t des Zlotykurses sehr Zuversicht lich aus, erklärte jedoch, daß die polnische Valuta erst dann al pari mit dem Dollar sein werde, wenn die Handelsbilanz ihre Aktivität zurückgewinnen werde. Schließlich besprach Grabskr die Budget, frage und kündigte an, daß die Ausgaben im Jahre 1925 geringer sein werden als es die vom Sejm prälimirtierten Budgetposten vorsehen. Das polnische Budget werde in den nächsten Jahren keinesfalls die Ausgabensumme von zwei Milliarden Zloty pro Jahr überschreiten. Für das Jahr 1926 werde das Budget unter dem Betrage von zwei Milliarden Zloty gehalten sein. Die Bilanz der Mllersdorfer Werke A.-G. Gegenüber einer Meldung der „Neuen Freien Presse", daß die Bilanz der Wöllersdorfer Werke A.-G. pro 1923 und 1924 von der Generalversammlung nicht genehmigt jverden wird, da die Revisoren Unstimmigkeiten und Ungenauigkeiten im Geschäftsberichte gefunden hätten, werden wir von der Wöllersdorfer Werke A.-G. um die Aufnahntc folgender Berichtigung ersucht: Die für die Ueberprüfung der Bilanzen unserer Gesellschaft vom Berwaltungsrate bestellten Revisoren haben diese Behauptung gar nicht aufgestellt. Die Beanständungeu der Revisoren sind teils Fragen buchtechnischer Natur, im -übrigen aber durch mangelnde Kenntnis der Verträge und - geschäftlichen Vorfälle bei der Wöllersdorfer Werke A.-.G. ,auf seiten der Revisoren hervorgerufen. Es ist selbstverständlich, daß der Vorstand zu diesem Berichte der Revisoren eingehend. Stellung nehnren wird, und erst dann wird der Verwaltungsrat seine Beschlüsse über die Vorlage der Bilanz an Pie Generalversamntlung fassen können. Der Beschäftigungsgrad hat sich in letzter Zeit bedeutend gebessert. Es werden nicht 160, sondern 329 Arbeiter in Wöllersdors beschäftigt. __ Weiterer Rückgang des Eskouchteporteftuilles der Oester« reichischen Nationalbank. Nach dem letzten Ausweis der Oesterreich ischen Natilonalbank mit dem Stand vom 7. d. hat der Bar sch atz um 6,427.000 S. zu genommen und beträgt jetzt 521,584.000 S. Das Eskompreporteseuille hat eine Abnahtne mn 616.000 0/ erfahren und ist damit auf 72,495.000 S. ge funke n> Der N o 1 e n u nt l a u f zeigt einen Rückgang von 28,406.000 S. und betrügt jetzt 812,104.000 Schilling. Im Zusammenhang mit dem Rückgang kl Bank- Notenumlaufes sind die Verbindlichkeiten aus oem Giroverkehre nnt 25,612.000 S. auf 65.902.000 S. gestiegen. Die Bewegung auf dem Baumarkte. In den letzte,! Tagen zeigte sich eine gestergeue NaMrage nach Werten der Baurndustrie. Gestern waren Unionbaumaterial mit plus ansgazogen. Alle übrigen Effekten zeigten zum Delle nicht urrbetrüchtliche Steigerungen. Diese feste Tendenz hat ihre Ursache darin, daß die Mtten dieser Kategorie wenig verwässert sind. So find die Mtten der Perlmooser-A.-G. ein gesuchtes HandelsobM. Es kursreren nur 77.000 Mtien. welche ZM durch die bevorstehende Goldbilanz auch nicht verringert wevden dürste, da der Status des Unternehmens em sehr guter ist. Der Beschäftigungsgrad ist trotz der verviltgerieu Bautätigkeit nicht reduziert, da infolge der, Zollerhöhuugeu altsländischer Zement bedeutend höher zu stehen komuit. Die großen Investitionen deS Vorjahres haben sich >U einer er höhten Produktion und besseren Relttabi-lität bezahlt gemacht. Insolvenzen. DaS Ausgleichsverfahren wurde eröffnet über Peter K u p k a, Spenglermeister. 12. Bez.. Wolfgangaasse 10. Ueber Oskar Szoszna, Optiker, 16. Bez., Wahringergürtel 27 Ueber Josef Renden Hofer in Maria Taserl. Ueber Heinrich I mm erg nt, kunstgewerbliches Atelier, 1. Bez., Seilerstätte. 12. Ueb« Friedrich Marten. Schuhhandlnng. 17. Bez., Dalffygakse 8. Ueber Leo Watelmann, Herrenkleiderkonfertion. 2 Bez., Taborstraße 48a. Ueber Lina S ch n tt r e r, Wursterzeugung, 4. Bez., Naschmarkt. Abschwächung der Lira und des Zloty. Trotz der Stützungsmaßnahmen der italienischen Regierung und der Kreditrestriktionen der Noteninstitute geht die Kontermine weiter mit Lireabgaben vor. Die Lira senkte sich deswegen in Zürich von 21.70 auf 21.80. Auch der Zloty ermäßigte sich von