Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2354 (10.9.1925)
- Date
- 1925-09-10
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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_Men, Donnerstag Me Aad einig! kn «dem Urteil darüber, «daß man <mr Leisten und billWen in!der Mirzen Äeopoldstadt ltjtt im Warenhaus Braver Schiff-! m a n n, 2. Bez., Taborstraße 48, kauft. Brüder Schiss- ' manu — kaufen stets nur in strotzen Mengen gegen Kassa direkt vom Erzeuger. Brüder Schiffmann — haben großen Umsatz — beanrüqen sich mit geringem Nutzen, sind daher in der Lage, fcuüifl zu verka ufe>n. Einen eklatanten Beweis für die belsondeve Leistunigsfälhigkeit mvd KonkurrenzlofigLeit dieser Firn»a in Qualität und Preis der Waren bietet die allgemein 'Mannte Tatsache, daß ungeachtet der verminderten Kaufkraft;beS konsumierenden Publikums täglich «immer neue Käufer den > Wog zu Brüder Schkffmamr finden. Wer einmal kauft, kommt; immer Mieder und empfiehlt diese gute und billige Bczugs- I quelle seinen Freunden untz Verwandten. Stark gekauft werden ' jetzt Hevbsiwaren aller Art, welche in ungemsin reichhaltiger und «geschmackvoller Auswahl vorlivgen und zu besonders billigen Vochaiisonpreksen abgegeben werden. Das Vager in Stoffen für Damen und Herren, fertiger Damen- Und Herrenwäsche, Leinen, Weben, Gradl fü-r Bett« und Leibwäsche, Strumpfuwd Wirkwaren, Regenmänteln, Teppichen, Vorhängen, Bettdecken usw. usw. wurde ergänzt und bietet jedem das Gewünschte. Niemand versäume die Besichtigung der zahlreichen Schaufenster und der an jedem Sonntag zu sehender», äußerst aeschnrackvoll arrangierten Innendekoration, welche besonders bei starker Mendbeleuchtung sehr schön wirkt. * Einschreibungen in die Jüdische Volksschule mit Oeffentlichkeitsrecht. Die Einschreibungen in allen fünf Klassen der mit OeffeMichkeitsrecht auZgestaltetLn Jüdischen Volksschule für Knaben und Mädch-rn, 20. Bez., Tenksgasse 33, finden täglich zwischen 2 und 4 Uhr nachmittags in der Schulkanglei statt. * Konferenz der Rabbiner und Tempelvorstände Wiens. Heute findet um halb 8 Uhr abends im Sitzungssaal« der Mltusgemeinde, 1. Bez., Sertenststiengaste, eine Konferenz sämtlicher Rabbiner und Tempelvorstände Wiens statt. Tagesordnung: Der Keren Kaserne th in den Tempeln arnd Bethäusem Wiens. Es werden sprechen: Dr. E. M Zweig vom Hkmptbureau Jerusalem, Rabbiner Dr. Fenchtwang und Doktor Ghaim Tartakower. * Aufforderung. Für nachstchende Povsonen ist die Bewilligung zur Einreise nach Palästina eingolangt: Aisen- Sberg Sara, Heber Jeshaya Nachau, Ch a ma id e s Kalman. Die genannten Personen wollen während der Amtsstunden beim Palästinaamte vorsprechen. * Keren Kajemeth. Die Lcer-ung der Sammelbüchsen in Oesterreich findet irr der Zeit vom 21. bis 29. September statt. Sämtliche Vertrauensleute sind mit einer Legitimation des Keren Kajcmeth versahen urvd stellen über den Vorgefundenen Betrag eine fortlaufend rmmerierte Quittung aus. Beträge über fünf Schilling werden in der Montagnuminer der „Wiener Morgenzeitung" nmnentlich ausgeiwresen. Alle Natronalifondskommissäre werdet: ersucht, das Material für die Büchsenleeruna bis spätestens Sonntag den 13. d. i>m Bureau des Keren Kastmeth abznholen. Radroprogramm. Heute Donmrstag den 1V. September. 11 bis 12 Uhr 59 Min.: Vormtttaasmusik. — Uor 10 Aktn. bis 18 Utir. Nachm>ttag8konzert r L'eder und Tanze aller Herren Länder. — 18 Uhr 30 Mn bis 19 Ubr r Vortrag: Prob Dr. Gustav Schwaiger: Der derzeitige Stand der Arbeiten am Großsender NudolfShüqel. — 20 Ubr Orchesterkonzert des Wiener Stimpbonieorchesters unter Leitung von Prof Rudolf NiliuS. Beethoven-. Ouvertüre zu .Coriolon"; 8. Späte: Konzert A«Moll (Gesangsszene) für Violine und Orchester (Violir'solo: Konzertmeister Joses Zimberl); W. A. Mozart: Symphonie Nr. 8, D.-Dur; Beethoven: Leonoreu-Onverküre. Vereine, Borträge uriv Versammlungen. Zioutstische Sektion Prater. Wiedereröffnung der hebräischen Schule und des Kindergartens am 1b. d. Einchreibungen täglich von 4 bis 9 Uhr im Sekt'onSbeim, 2. Bez., Jungstraße 8. S tzplätze für die hohen Feiertage von 1 bis n Schilling erhältlich bei: Sekt'onSbeim. 2 Bez.. Jungstraße 8; Schuhgeschä't Aichkena'ti. 2. Bez. Sternecko atz 17. Wir«er Msiksen-ettnns_ Bühne und Kunst. Georg Aekmerr. Vierzig Jahre Burgtheater. Das Burgtheater begeht heute eine schöne und seltene Feier. Seit den: Tage, da Georg Reimerzum ersten Male im berühmten alten Haus am Michaelerplatz auftrat, sind vierzig Jahre verflossen, vierzig Jahre ernster, hiugebender, sehr erfolgreicher künstlerischer Arbeit des bedeutenden Schauspielers. Vom Phaon bis zum König Lear, vom Max Piccolomini bis zum Wallenstein ist ein weiter Weg, und Georg Reimers hat ihn an der nämlichen Bühne zurückgelegt, an der trotz aller Unkenrufe noch immer ersten deutschen Schauspielbühne. Die Verehrung, die Georg Reimers gezollt wird, gilt nicht nur dem Minien, dem meisterhaften Sprecher, sondern nicht minder dem gütigen, vornehmen, heiteren, glücklichen Menschen. Er ist jung geblieben, weil er seine Kunst und das Leben liebt, ist heute mit dem Silberhaar noch jünger und begeisterungsfähiger als die Generation der blutjungen, greisenhaften Aburteiler der Schauspielkunst von damals, die gediegenes Können und inbrünstige Arbeit an sich selbst zur Voraussetzung hatte. Er kann sich nicht verleugnen, zeitlebens blieb ihn: fremd, was man mit einem verruchten Wort „Anpassungsfähigkeit" nennt, er kann sich ganz verhauen oder herrlich Komödie spielen, denn er ist ein ganzer Mann. Anläßlich des Festtages hat Hermann Bahr den gefeierten Schauspieler daran erinnert, daß in den: Alter, in welchem Reimers heute steht, der große Baumeister erst anfing, in den Vordergrund zu treten. Die Freunde des Burgtheaters, die Verehrer des Künstlers freuen sich auf die kommenden Jahre der Vollreife des edlen, geliebten Künstlers. O. A> * Im Rahmen eines Routs fand gestern nachmittags die offizielle Jubiläumsfeier statt. Es waren Vertreter des Bundesministeriums für Unterricht mit Scktionschef Dr. P r ü g e r an der Spitze sowie alle Schauspieler und Schauspielerinnen des Burgtheaters und die Theaterkritiker aller Wiener Blätter erschienen. In seiner Begrüßungsansprache hob Sektionschef Dr. P r ü g e r die großen Verdienste des Jubilars um das Burgtheater htevor und überbrachte ihm die Mitteilung von seiner Ernennung zum Obcrregisseur und Professor der Schauspielkunst. Sodann beglückwünschte der Direktor des Bnrgtheaters Hert e r i ch in einer launigen Rede den neuesten Burgtheaterprofessor. In wenigen Worten dankte Georg Reimers bewegt für die ihm zuteil gewordenen außergewöhnlichen Auszeichnungen. die er als Ehrung des alten Bnrgtheaters, das bald die Feier des 150jährigen Bestandes begehen wird, bezeichnete. Bis zu Beginn der Abendvorstellung blieb die Gesellschaft in zwangloser Unterhaltung beisammen. PaleMne Conservatory Association. Berühmte jüdische Musiker für das Konservatorium in Palästina. Junge amerikanische Juden, die während des Krieges in den Palästina-Legionendienten, haben beschlossen, zum Andenken an ihre auf den palästinensischen Schlachtfeldern gefallenen Kameraden eine M usikakad emie in Palästina zu errichten. Der Verband der ehemaligen Legionäre, in dessen Reihen sich namhafte Musiker befinden, hat bereits mit den bedeutendsten jüdischen Musikern und Komponisten Fühlung genommen. Das Geld für die Aufführung eines entsprechenden Akademiegebäudes und für die Fortführung der Akademie soll 19. September 1996 Seite o Kochet Backet Bratet °7«S A «Au. nur mit dem altbekannten KU N E RO L Kunerol ist 100% reines Fett aus Kokosnüssen und wird unter streng ritueller Aufsicht Sr. Ehrwerden des Herrn Ouerrabbiners 8. B. Ehrenfeld, Mattersdorf, betgestellt. Es sollte in keinem Haushalte fehlen! KUNEROLWERKE A.-G., WIEN durch öffentliche Sammlungen, insbesondere aber durch Konzertveranstaltungen in allen Ländern, bei denen berühmte Musiker Mitwirken sollen, aufgebracht werden. An der Spitze derer, die sich zur Mitwirkung bereit erklärten, stehen der weltberühmte Pianist Leopold G o d o w 8 k y, der Geiger Jascha Chcfez (der es, wie bereits berichtet, übernommen hat, die Kosten des Konzertsaalbaues im Gebäude der Musikakademie aus eigenem zu bestreiten), ferner der Geiger und Komponist Josef Achron und der berühmte französische Komponist Maurice Ravel. Es wurde nunmehr, wie I. T. A. berichtet, eine Palestrne Conservatory Association gegründet, deren Ehrenpräsidium Maurice Ravel übernomnren hat. Dem Komitee gehören auch die in Rußland lebenden Mitschöpfer der modernen jüdischen Musik, die Komponisten Gnesin, Mi ln er, Alexander und Grigorij Krain u. a. m. an. Der Musikschriftsteller S e w t (Berlin) erhielt den Auftrag, in Deutschland und Mitteleuropa an der Organisation des Komitees mitzuwirkcn. Aus den Theatern. B u r g t b e a t e r. Anläßlich des vierzigjährigen Burg«. ibeateriubiläumS Georg Reimers' findet heu'e eine Festvor« stellung von „D e r R i ch 1 e r von Zalamea" mit dem .'“ufitiar in der Titelrolle statt. Morgen „DiefünfFrankf u 11 c t*. Op ermth eater. Heute, 7 Uhr abends, ,5Do» G i l vonden grünen Hosen". Morgen „Die tote Stabt*. £ R e d o u t e n s a a l. SamStag gelaugt, neu inszeniert, „Die Entführungaus dem Serail" zur Aufführung. A k a d e m i e t b e a t e r. Heute. %8 Ubr abends, „Der Liebhaber". Morgen „Der Kramvu s". Schönbrunner Schloßtheater. Heute Erstauifilvrung von Maiüarts „Das Glöckchen des E r e m i l e n". V o l k s o p e r. Heute „H o f f m a n n S Erzählungen". Deutsches Volksrheater. SamStag gelangt das Lustspiel „Wenn ich wollte..." von Paul G er a l d y und Robert S v i tz e r zur deutschen Uraufführung. Copyright 1924 by Kurt Wolf! Val g A.-G. München. 4. Fortsetzung. Nachdruck verdat«,,. Herr Fettwanst. Eine amerikanische Autobiographie von Samuel Ornitz. 2. Es ist nur gut, daß ich nicht auf die Borräte von daheim angewiesen bin, um meinen Hunger zu. stillen, sonst würde ich nie genug bekommen. Denn -während dieser avbeitslostn Tage ist unser Essen, daheim kann: mehr als leere Formsache. Aber die Bande weiß, wie man die spärliche Nahrung zu Hanse ergänzen kann. Eßwaren auf Schubkarren, in Buden und Läden können geschickten Fingern schwer widerstehen und verschwinden auf die geheimnisvollste Weise in großen Taschen... Stücke schwarzen Brotes, Kartoffeln, geräucherte Fische, Früchte urvd allerlei andere Eßwaren machen die tägliche Kost vielgestaltiger. Ich stehe Schmiere. Das heißt, ich passe auf den Besitzer auf und lenke seine Aufmerksamkeit ab. Mein Betragen ist bescheiden, ich rede ruhig, respektvoll, ja fromm, und so täusche ich den Besitzer all der Kostbarkeiten, dieweil mein Komplice stichlt und maust... Sogar -damals, als ich eben erst begann, das Spiel des Löbens zu spielen, erkannte ich, daß es sicherer ivar, wenn ich meinen Schädel anstvengte und den anderen die Handarbeit oder den riskanteren Teil der Aufgabe überließ — das Stehlen. Wir Jungen lebten Le-ben verschiedener Art und wanderten von Planeten zu Planeten. Zunächst ^bostand das eigentümliche Verhältnis zwischen uns amerikanischen Straßenjungen und unseren europäischen Eltern. Uns trennte wirklich ein Meer. Und Enksernung lädt nicht gerade zu Bertranlichkeiten ein, sondern schafft nur Mißtrauen und führt zu Verachtung und Unduldsamkeit. Viele von uns waren Fremde im Hause unserer Eltern, hielten sich nur ungern und vorübergehend darin aus. Dann gab es die merkwürdige, seltsame Welt der Schule. Die Adanieren und dir Kleider,, die Sprache und die Ansichten m? ferer Lehrer nötigten uns Respekt ab und warfen nicht eben ein günstiges Licht auf die Schäbigkeit, Fremdartigkeit und Roheit unserer Llnvevtvandten daheim. Dann wieder führten wir das rauhe und harte Chederleben mit seiner Atmosphäre von Furcht, Aberglanben und Strafe. Und dazu kam noch unsere Existenz auf der Straße, unser süßes, gesetzloses, persönliches, buntes Leben, unsere Entschädigung für alles, was -wir unter der Disziplin, der Enge und der Gedrücktheit unserer anderen Welten zu leiden hatten. In unserem Cheder, Donnerstag morgens, bekamen wir Jungen einen Borgeschniack vorn Jüngsten Gericht. An heißen Sommertagen kamen Hymi.e Rubin und Sam Rako-wsist), denen die Schwierigkeiten der alten Sprache nicht recht eingehen wollten, in Wintermänteln, mit Pelz-- klappen und Ohrsckützern in den Cheder. Archie Wotin, >der späterhin als „Archie, the Eannon" berühmt wurde, stopfte , sich den Hosenboden mit Blech und die Strümpfe mit' Baumwolle ans. Sie waren auf offene Feindseligkeiten gosvßt. ( Wehe dem, der mehr als drei Fehler machte, wenn er das wöchentliche Pensum des Gesetzes übersetzte. Ein Nähmaschinenriemen, . lebendig und giftig wie eine Schlange, klatschte nntleidws auf ihn hernieder, nachdem sich ihn der Melamed Mordechai mit gewaltigem Griffe gelangt hatte... Ohrschützer, Winterrocke, Blecheinlagen und Baumwolle waren kaum genügend. Die wohlgezielten Hiebe bissen fürchterlich... Nicht-etwa, daß der Melamed grausam war, aber die Eltern und Schüler kannten kein Erbarnren. Ein Melamed, der es an Hieben fehlen ließ, tvar 'bald geling verrückt und ruiniert. Die Eltern, die ihm die fürstliche Summe von einem Dollar pro Monat und Kind zahlten, erwarteten, daß er es an Disziplinarstrafen nicht fehle» ließ. Und wie irnmer, erzeugt Grausamkeit Grausamkeit. Wir Jungen ließeit keine Gelegercheit ungenutzt vornbergehen, ohne den Melamed zu quälet», zu peinigen und zur PerKtveiflnng zu treiben. Der unglückliche Pädagoge -war alt und hilflos n»»d konnte sich nur aus seinen Riemen vevlqssen. weil die ihm andertrauten Zöglinge taufend teiaflische Einfälle 'hatten, um ihn zu martern. Ich gllaubc, der Schöpfer schuf Mordochai besonders dazu, »rm senre Schüler zu anansieven. Seine ganze Erscheilnlng war unendlich k-omisch. In meinenr garrzen Leben habe ich nie wieder solche O-Berna gesehen, wie er sie hatte: cr schien auf der» Fußknöcheln zu teufen, wackelte und rollte im-b »vor derart mißgestaltet, daß ar kaum größer erschien als du kleines Kind. Sein langer, weißer Bart stand in gar keinem Verhältnis zu fei »»er Größe. Er sich aus wie ein komischer Zwerg, wie sie in unseren Schuilbüchevn äbgcdildet waren, sein Gesicht war ein altes Pergament mit tausend Ru-nzeln als Zeichen erlitte »rer Heimsuchmrgen, »wb seine Augen waren kleine Schmutzflecke auf dem Pergament . . . Für uns gab es nichts UiUrgeves, als »»renn der alte Mordechai, der »vackelllde, huwrpellnde Zwerg, eine»»» behenden Jungen nachlief, der über und mrter die Bänke sprang. Ter Riemen saust auf die Bant oder auch auf de»» J»mgen nieder, ru»d wir begleitete» das Klatschen mit tosendem Gelächter als Applaus . . . Und dieses bedauer»ls»verte, oer»vachsene Geschöpf hatte eine Frau — die „Rebbezin" —, ein dünnes, furchtsames Figüvch?»» in farblosem Kaliko. So sehr »vir auch ihren Mann quälen, immer nennt sie uns „teirc Kinderlach", und segnet uns. »venn sie kommt und geht . . . Als fromme Frau entblößt sie nie ihren Kopf. Ein schwarzer ,-Scheitel" oder ein schtvarzes Spitzentopstuch »»»ächen aus ihrem Gesicht eine blutlose Totenlnaske. So steht sie da wie ein Bild des Kummers und der Bescheiderrheit, mH »vaaelndgm Kopf und schaukelnden» Körper, als stünde sie an der Klagemauer des Tempels in Jerusalem . . . Der Melamed sieht sie nie a»», gönnt ihr auch nicht einmal einen Seit-rnblick; auch redet er nie direkt zu ihr. Er spricht in Allgsmeinhoiien mit ihr, die nicht au einen bestimmten Mettfchen gerichtet sind. Ein fronnneS Paar, vielleicht sogar einauder z»»tzeta»r, »ver «weiß? Jedettfalls aber treu de»n rabbinifchen Diktum ergeben, das besagt, ein reiner und frornnrer Mann dürfe keine Frau ansehen — auch seine eigene Frau nicht. (Fortsetzung folgt.)