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Wiener Morgenzeitung · 1925-09-09 · Heft 2353 (9.9.1925) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2353 (9.9.1925)
Date
1925-09-09
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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*f"i .iiwdfwr Nr. LSSS Wen, Mittwoch Wiener Morgenzeitung 9. September 1926 Seit« S Sie „menschlichen Pfeiler" de» Manisch,« Kaiserpalaker. Arbeiter, die damit beschäftigt waren, die alten Wach« türme und Autzenmauern wiederherzustellen, die den Kaiser« Palast von Tokio umgeben, stießen auf eine Anzahl von Skeletten, die unter den alten Fundamenten eines der Haupttürme ausgegraben wurden. Es sind dies die Gebeine der „menschlichen Pfeiler", die früher in Japan bei der An« läge großer und wichtiger Gebäude lebendig mit ein« gemauert wurden Die Sitte des „BauopferS", die überall in der Welt verbreitet war und von der auch bei uns noch alte Sagen erzählen, hat sich in Japan sehr lange erhalten, und vor noch gor nicht langer Zeit herrschte im Reiche des Mikado die Anschauung, daß wichtige Bauten nur sicher und dauernd gemacht werden können, wenn eine bestimmte Anzahl kräftiger, gesunder Menschen lebendig miteingemauert wurden. Die Skelette, die jetzt entdeckt wurden, lagen unter einem der großen Türme, die vor etwa 360 Jahren von einem Edlen des Togugawa-Hofes, Masatoschi Jnuje, errichtet wurden. Wie Tokioter Blätter ausführen, waren die lebendig Eingemauerten wahrscheinlich Vasallen des Edelmannes, die sich f r e i w i l l i g für ihren Herrn aufopferten. Die Skelette, die von Männern und Frauen herrühren, wurden aufrecht stehend gefunden mit ausgestreckten Armen, die Handflächen nach oben gekehrt; in jeder Handfläche und auf dem Scheitel jedes Kopfes wurde eilte alte Münze gefunden. Solche freiwilligen Vauopfcr werden sogar in unserer Zeit noch angeboten. So bat bei einer Anlage, die vor wenigen Jahren im Hafen von Osaka ausgeführt wurde, ein patriotischer Bürger der Stadt, ihm zu gestatten, sich in die Betonschichten im Wasser einmauern zu lassen, um dadurch die Dauerhaftigkeit zu gewährleisten; das Anerbieten wurde aber abgclehnt. 2er Mord am Vraterftera. Das kommunistische „Antrfaszistenkomitee" aufgelöst. Als unmittelbar vor dem ZiomstenLowgveß die Hakenkreuzler zur Propaganda der Tat übergingen und wehrlose Pasisanten überfielen, bildete sich tut zweiten Bezirk, wo die Kolportage der Hackenkreuzlerblatter immer wieder zu Zusammenstößen Anlaß bot, ein sogenanntes ,>An tifaszistenkomitee", das hauptsächlich aus jugendlichen Kommunisten bestand. Die blutigen Vorfälle am 1. August auf dem Prat-erstern und nach dem Leichenbegängnis des Bürgermeisters Reumann, die zur Tötung des Turners Mohapel durch den Plattenbruder Seidl führten, sollen aus die Agitation dieses Komitees zuvrickzuführen sein. Die Polizei nahm umfangreiche Untersuchirmgcn bei den Mitgliedern des äutrfaszrsti« 'scheu Komitees vor und verhaftete auch eitrige 'der Hauptattoure. Nunmehr hat sie die Auflösung dieses Komitees angeordnvl. Im Zusammenhang mit dieser Affäre wurde auch ein vLr z t genannt, der dem Mörder Seidl, welcher selbst ans bisher noch ungeklärte Weise durch einen Messerstich verletze wurde, erste Hilfe leistete und ihn in das Spital der Barmherzigen Brüder begleitete. Dort soll er ihn als einen Bekannten auSgogebon >nnÄ während der Behandlung, des Seidl dessen blutbeflecktes Messer aufbewahrt haben, das er ihm nachher wieder ausfolgte. Der Arzt unterließ es, von seiner Intervention der Behörde Mitteilung zu machen. Er erzählte die Sache am nächsten Tage seinem Rechtsanwalt, .der ihm geraten haben soll, sich nicht zu rühren, um keinen weiteren ,/S ch e r creien" ansgesetzt zu sein. Gm Zusammenhang des in Frage stehenden Arztes mit dem aufgelösten antifaSzistischen Komitees tonnte nicht erwiesen werden. Die Erhebungen werden sortgesetzt. W i e n, 9. Sopteniber. * Oesterreichische Post 1925. Wien ist, so wird uns iuuner wieder versichert, eine Großstadt. Daran glauben aber zur Not wohl nur die, die Leine Briefe schreiben. Denn Briesschrciber kommen mrt der großstädtischesten Einrichtung Wiens, m>it seiner Post, in Berührung. Die funktioniert, daß es nur so klappt. Nur Unzufriedene und Nörgler 'behaupten, daß ein Brief, in Wien aufgegeben, an feinen Wiener Adressaten erst nach drei Tagen zngestellt wird. Dies stimmt nicht ganz: ein Lokobrief braucht in Wien bloß zwei Tage vom Aufgeber zum Adressaten. Sofern der nämlich im Zentrum der Stadt tvohnt. Die äußeren Bezirke kormnen später dran; denn ihnen wird am Nachmittag nur in besonders „bevücksichtignrvgSwerten" Fällen Post zugestellt. Großstädtisch ist es sicherlich, daß man ab 6 Uhr abends keinen Brief mehr aufgvben kann, eS sei denn» daß man mit einem Auto zur Hauptpost fährt. Einmal zwar erirmerte sich die Post an gewisse großstädtische Verpflichtungen; da hat sie generöser Weise einzelne Briefiasten eingerichtet, di« auch — man bedenke! — noch um 9 Uhr abends ausgehoben werden sollten. Diesen übereilten Schritt scheint nun die Post« Verwaltung bereut zu haben. Denn seit einigen Tagen werden diese Kasten nicht mehr wie bislzer auch um 9 Uhr, sondern gleichmäßig wie alle anderen das letztemal um 6 Uhr 80 Min. entleert. Der „Nachtdienst" ist abgeschafft, und dies nicht etwa an wenig frequentierten Stellen, sondern an wichtigen Berkehrspunkten, so, wie wir konstatieren konnten, arn Jranz-Josefs-Bahnhof und in der Universitätsstraße. Großstadt, die um 0 Uhr ein schläft. Oder aber hat die Post diese Maßnahnle nur in weiser Voraussicht unternommen, um dem vielleicht durch die M.sse erwarteten stärkeren Briefvertchr vonm-beuge«? Me dem auch sei, das Großstadtniveau bleibt wieder einmal gewahrt und wir können voll Stolz auf jede kleine Provinzstadt herabblicken, wo in geradezu aufreizender Weise noch nach 6 llhr abends Briefe befördert und Lokobriefe schon nach wenigen Stunden ihrem Adressaten Mchellt ivevden. Mitteilungen aus dem Publikum. Wl«d«r in babatt' Ortg. frsm. Zmarenenpapier JOB Bureau: WIM, VlU.ft<Kl*QaS3« 18/2 1 Theatersaal Cafe Mi ASTOR1A* II. Pra ei ttra‘4« Nr. 60 Donnerstag den 10. Septemter 1926. 8 Uhr abends Abschieds «Abend Lea Weiniraub'Graf Mitglied der „Freien jüdischen Volksbühne“ unter gütiger Mitwirkung hervorragender Kunslkräftc Künstlerische Leitung Bernhard Scharrer ERI*ARTIKEL für die feine Schuhpflege Wr.-Neuitfidter ehern. Industrie A.-G., Wien, I„ Parkring 4 Vertreter m Anstande icsocht’ >02r< n*iD3 dvi rwn 27 , 28. iept. 18., 19., 20. Sept. finden im Central-Kino« II. Taborstraise 8 (Grosse Mobrengasoe 3) Feierliche Gottesdienste mit Chor und Predigt statt. Als Hauptvorbeier fungiert der bestbekannte Oberkantor /. Oesterreicker so* Betsitzkarten sind im CentraUKino, II., Taborstr. 8. täglich von 9 Uhr vormittags bis 8 Uhr abends zu haben Eine jüdische Familie in Piatra-Neamtz ermordet. In der Nacht zum 2. d. wurde in der rumänischen Stadt Piatra- Neamtz, wie I. T. A. berichtet, von unbekannten Räubern ein surchi/bares Verbrechen verübt. In der Lacca Catavgiu wohnte der Gastwirt Moses Kotz mit Fanrilie. Am Morgen, als das Lokal nicht geöffnet wurde, drangen Nachbarn in die Wohnung ein, denen sich nun ein grauenvoller Anblick bot: Der alte Katz, seine Frau und deren einzige Tochter lagen, furchtbar verftmn'mell, in einer riesigen Muklache tot am Boden. Moses Katz und seine Frau waren durch Messerstiche furchtbar znge.richtet worden. Ihre einzige Tochter, die verlobt war und dieser Tage hätte heiraten sollen, war von den Räubern erst vergewaltigt und dann, ermordet worden Die Behörden, die einen Raubmord annahmen, verhafteten mehrere der Tat verdächtige Arbeiter. * Das Wetter. Gestern trat eine günstige Wendung der Wetterlage ein. Die Temperatur stieg und cs blieb tagsüber 'beständig. Es ist eine allmähliche Besserung §.u erwarten. * Stromstörung in den städtischen Elektrizitätslverken. Aus noch nicht ganz geklärter Ursache haben sich gestern früh in der Zeit von 6 Uhr 30 Min. bis 8 Uhr 20 Mit:, die Wasserkraftwerke O P P o n r tz und P a r t e n st e i n sowie das Kraftwerk Ebenfurt mchrfach automatisch vom Wiener Hochspannungsnetz getrennt.. Die in Wien befindlichen Dampfzentvalcn wurden sofort in Betrieb gesetzt. Sie reichten aber nicht aus. die gchrmte Belastung des Wiener Netzes sofort zu übernehmen und erlitten ebenfalls wogen Ueberlastung Störungen. Dadurch wurde das ganze Wiener Hochspannungsnetz augenblicklich stromlos. Der Wiener Straßen- und Städlbahn- 'bctrieb war deshalb in der Zeit von 6 Uhr 30 Min. bis 7 Uhr 30 Min. in allen Bezirken und von 8 Uhr 20 Mm. bis 8 Uhr 40 Min. in -einigen Bezirken gestört. Nach Kuppelung des Wiener Netzes mrt OPPonitz, Parteristein und E-benfnrt konnte die Stromlioferung wieder ausgenommen werden. Ebenso war das JndustriehochMnunngsnetz und das Gleichstromlichtnetz der Unterstation Sechshaüs, die keine Akkimmlatorenbattevien besitzt, in der gleichen Zeit gestört. Die Untersuchmdg zur vollständigen Klarstellung der Ursache der mchrsachen automatischen Abschaltung der Fernleitungen Opponitz, Partenstein und Ebenfurt ist noch im Zuge. Nach dem bisherigen Stand der Arbeiten kann der Durchschlag eines Spannungsdrchroglers im Umspannwork Növd als wahrscheinliche Ursache bezeichnet werden. * Die Kinos ohne Musik. Die Kinobesitzer hielten gestern eine Sitzung ad, in der beschlossen wurde, ans dem ''bisherigen Standpunkt zu beharren. -Nach ihrer Auffassung brauchen sie nicht an die Musiker heranzutreten, da sie es ihnen ja frei1* stellen, zu den bisherigen Bringungen weiterzufpielen. Gegenwärtig spielen nur jene Kinos mit Musik, die mir ihren Musikern sogenannt« Theaterver träge haberr. Bon diesen hat sich das Zirkus-Busch-Kino aus Solidaritätsgründen freiwillig den übrigen Kinvbositzern angeschlossen und auf die Musik verzichtet. * Diebstähle in der Palästinaausstellung. Der Direktor der M t S i ch a r - w't a t s t - h - rt o m v. G. m. b. H. und Leiter der während des Z-ontstenkongresteS im .Äonzerthaufe stattaetunde en Palästinaausstellung. Alexander E v i e r o f f. zeigte am ft. d dem Kommissariat Landstraße an. daß bei Schluß der Ausstellung der Abgang von Ausstellungsgegenständen im Werte von 16 9 Schilling sestge stellt wurde. De^ Verd cht richtete sich gegen den i» der Ausstellung als Ordner in Verwendung gestandenen t 8jährigen Stricker Johann G h e n e 8. Man fand in feiner Wohnung gestohlene Gegenstände im Werte von 500 Schilling. Der Nachweis, daß er auch die noch fehlenden AussteUunaSobiekte gestohlen hat. konnte btSber nicht erbracht werden. GyeneS wurde gestern dem LandeSgericht eingelieiert. * Wiener internationale Hochschulkurse. Für heute, vormittags ven uvr vrs l Uvr: Spert <Wten>: Grundgedanken der mam tischen Rechtsordnung (I): nachmittags von V*4 biS 4 Uhr- Brandt (Wien): English and German, a ComparUon (l). lLb bSft llhr: Trojan (Wien): Ernführung in dt- Kulturges ichte Wiens' (U). '/,0 b's 7 Nbrr C a s«t r e r (Hamburg,: WahrbeitSvrobtem und Formproblem im philosophischen Idealismus (II). 1,8 Uhr r M yerS London» r Jntroduet on to tbe Study of Industrial Fatigue (U. Movement Sluty and T'me Snrdh). Mit Lichtbildern * Einschreibungen in die Jüdische Volksschule mit Ccffent« lichkettSrecht. Die» Einschreiibuwgen in olle ftinif Klassen der mit dnn OchfentUchbeitsrecht beteilten Irdischen BcAsschnle für Knoben und Mädchetr. 20. Bez-, Denisgasse 33, finden täglich zwischen 2 mw t Uihr nachmittags in der Schirl* karrstei statt. * Jüdisches Realgymnasium. AulfnahmSprüifltngett Sonntag den 13. d. um 9 Uhr vorwitdagS. * Das international« Schachturnier in Moskau. Eine der größten inrernationo-len Schochveransbaltmrgen wird das Schach« mcistertnrn'er werden, welches am 1. November in Moskau seinen Anfang nimmt. Einladungen sind an die stärLsten Meister aller Länder ergangen und eine Reihe von Hnen hat bereits zugesagt, darunter die alten Rivalen Ca Pa* b l a n c a und L a s k e r, welche bisher nur zweimal, im Jaihre 1911 und im Ja>hre 1924, -bei internalwnalen Turnieren zusammentrasen und beide Male, die übrigen Teilnehiner weit hinter sich lastend, die ersten Plätze besetzten (Lasker wurde in be den Turnieren Erster, Eapapl-anca Zweiter). Für die Beteiligung der russischmr Meister an dem Moskauer großen internationalen Turnier hat der Moskauer Schachklulb «in Auswahlturnier der russischen Meister veranstaltet. Bei diesem Schach* Wettspiel wurde Boboli u b o w Erster, nach ihm folgten Löwenfisch und Rabinowitsch. * Ein Roman aus dem Leben. Aus Warschau wird uns geschrieben: In Kalisch hat sich ein Fall erergnel. der bewestt» daß das Leben erfinderische'' ist a.s der bestk Filmautor. Im Kalischer Rabbinat erschien ein junges Brautpaar, um Duplikate der Geburtsscheme zu verlangen. Da bei Kriegsausbruch die Bücher des Kalrscher Matrikelam'es verbrann, sind, wurden einige alte jüdische Bürger hcr-belgey"lt, um di»' Identität der beiden zu bezeugen. ES ergab sich ein» Sensation. Alle Zeugen erklärten, daß die beiden Bruder und Schwester friert. Es handelte sich um Waisertkinder die semerzelt »n das Wavschaiter jüdische Waisenhaus gebrach, worden waren. Da es schöne Kinder waren, fanden sich bald Adoptivlltern. Der Knabe wurde von einem Arzt in Sieradz adoptiert, das Mädchen von einer reichen Familie in Warschau Berläßuch^ Dokuntente fehlten. Die Adoptiveltern wußten nur, daß die Kinder aus Kalisch stamnten. Der Zufall wollte :s, daß bev.e zum Srudmm nach Genf gesandt wurden. Dort lernten sie einander kennen und lieben. Sie beschlossen, zu tyciratcit. Da aber ihre Papiere nicht in Ordnung waren, begabetl sie sich noch Kallsch, wo ihnen die bereits erwähnte Jnfornt.^"on zu:ül wurde. * Darwins Sarg in der Herberge. Ein Wirt in Fornborough in der englischen Grafschaft Kent hat dioser Tage einen ruerkwüvdigen Fimd gemacht. Er hatte kürzlich das Haus neu gokauft und wollte cs in Augenschein nohmen. In emcrnt Winkel des Estrichs stieß er auf einen Eichensarg, der ganz mit Staub bedeckt war. Er reinigte ihn und las folgende Inschrift: Eharles Robert Darwin, gestorben den 19. April 1882, stn Alter vorr 73 Jahren." Der Wirt benachrichtigte die Polizei, welche den Sarg össnete und ihn leer fand. Es handelt sich ohne Zweifel um den Sarg des Schöpfers der Entwicklungslchre. Die polizeiliche Nntersuchnng konstatierte, daß Darwin in der Tat, einige Zeit vor seinem Tode, sich selbst seinen Sarg bestellt hatte, in dem sein Körper auch während 36 Stunden lag.i Dann wurde der Leichnam des großen Gelehrten feierlich nach Wcstminster überführt, wo bekanntlich alle großen Toten Englands ruhen. Man baute zu diosem Zweck einen neuen Sarg. Was sich äber die Polizei nicht er* kläre»: kann, ist, wieso der Sarg Darwins in diese Wirtschaft kaut Austritte aus dem Fudentum. Cohn Elias, geb. 23. Juni 1846, CleSzew, 13. Bez, Linzer« straße 871. Auer Mar»a Elisabeth, geb. Heimann. geb. 12. März 1862, Wien, 20. Bez., Webergaste 3. A d l e r Karl, geb. 12. Februar 1882. Wien, 20. Bez., Wallensteinstraße 29. Engel Alexander, geb. 10. Juni 1906, Budapest, 3. Bez., ReiSnerftraße Sr. 29. N e u f e l d Anna. geb. 31. März 1897, Worechta Delatyn, Wien, 4. Bez.. W?yringergaste 27. B o n d y Ilona, geb. 1. Juli 1904, Verfeg PuSzta Variany, Wien, 3. Bez.» Hegergaffe 11. Schweiger Hans, geb. 15. Mai 1911. Wi n, 3. Bez., Kegelgaste 4b. B o r n st e i n Friedrich, geb. 26. Mai 1906, Wien, 14. Bez., Felberstraße 56. Schäfer Emma, geb. 9. Februar 1905, Znaim. Wien, 10. Be,.. Favoritenstraße 76. Schön Oökar. geb. 26. Dezember 1899, Wien, 2., Bez., Wolfgang-Schmälzl-Gaffe 24 Förster Alfred VkauruS, geb. 16. Mai 1901, Wim, 1. Vez.. Börsengaste 18. Teitelbaum G'ttel, geb. 28. Fe ruar 1904 Sniayn, Wien. 2. Bez, Große Stadtgutgaffe 20/12. R o n i s Leopold, geb. 1. Nv"e»nber 1877, JwanowSka, Wien, 2. Bez., Svringergaste 22. Fried Julius, geb. 29. März 1874, Odraß Tschechoslowakei Wien, 15. Be,.. Neubaugürte» 39 3/17. H a j n a l Eugetr. geb. 25. Dezember 1889, Hölgyesz. Wien, 4. Bez., Favoritennraße ^7. Gurewitsch Zivor. geb. 30. Dezember 1905. Odessa, Wien, 1. Bez. Laurenzerb rg 3. L ö w y Rudolf, geb. 18. ult 1889, Men 1. Bez., Wollzeile 6. S, t o ck Henritte, geb. 29. August 1903, Wien, 1. Bez, Kohlm.ffergaffe 5. Bühne und Kunst. Lea Weintraub-Gras. Die Künstlerin verläßt Wen. Eine Mische Mrrstlerin von Rarrg verläßt Wien und wird Mniftrg in Paris wircken. Alle, welche Lea We i n traulb- G r a f in den Jahren der Freien Jüdischen PoWbühne unid auch schon früher in den Repertoireistücken von Gordin, Hirlschhein und ganz besonders PinSEi fcchcn, kennen ihre edle, oift tief ergverfrnde, allen Aeußevlichkeiten abholde Kunst und wissen in der Erinniertvng an herrliche Mende der scheidenden Künstlerin Dank. Loa We'intrxlU'b-Graf verfügt über die seltene Gabe, die Meirschen auf der Bühne mit schlichten Mitteln so z»r gestalten, daß sie urrvengeWich bleiben. Für chre Nnstlerisch bedeutendste Leistung halten wir die Rolle des alternden, vertvachse»ren Mädchens in Pinskis Einakter „Vom Glück vergessen". Aber a»lch in anderen jüdischen Dramen, insbesondere in Pinskis ,^ekvl, der Schmied", m Hivschbeins ,Mas Käst" nn>d in Gordins ,D>er rFemde" bvt sie überragende schauPpi-Äcrische Leistungen. Man kann nur bedauern, daß ein Ensemble, welchem neben Isaak Deutsch, Jona Reismann, Mina Deutsch, Pauil Baratvss, dom Ehepaar Nathan eine Loa Weintvaub-Graf amgehörte, sich in Wien nicht behaupten konnte. Wir wünschen der, ansgozeicheten Küstlerin vollen Ersolg für ihr schauspielerisches Wivken in Paris und hassen, daß es trotz der Ungunist der Peyhältnisse doch in absehbarer Zeit wieder möglich sein ivird, das Enseniiüle der Freien Jüdischen BvMbrchne -» vereinen. * Morgen Donnerstag den 10. dfindet zu Ehren von Le>ck We intrauü-Graf im Theatevsaal Astoria, Wie», 8. Betz., Praterstraße 60, ein Abschied sah end statt, an welchem hervorragende Kunstträfte mirwirden. fei Mmrnmrnmmmmmm m

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