Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2351 (7.9.1925)
- Date
- 1925-09-07
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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Sette 8 Dien, Montag Lerlsch, -aß Weizmann selbständig und über die Köpf« seiner Verantwortlichen Mitarbeiter hinweg handeln konnte, ohne entschlossenem Widerstand innerhalb der Organisation zu begognen. Zur Anerkennung seiner unvergänglichen Verdienste gesellte sich bei den zionistischen Massen das Gefühl, daß ein Mann wie er, auS ihrem Fleisch und Blut, in der Masse wuselnd und im Zionismus groß geworden, trotz aller Abirrungen schließlich den Weg zur zionistischen Volksbewegung zurückfinden muß und wird. Da- Vorgehen Weizmann» auf dem Kongreß hat dies« Zuvrrsicht und mit ihr das absolut« Vertrauen erschüttert, Weizmann hat klar zu ernennen gegeben, daß er die jüdische nationale Volksbewegung, die Zionistische Organisation und den Kongreß nicht mehr als die für den Aufbau der nationalen Heimstätte in Palästina entscheidenden Faktoren, als die Quellen der für den Aufbau erforderlichen politischen, moralischen und materiellen Kraft ansieht. In seiner Antwort an die Redner der Generaldebatte und in seinen Reden in den Ausschüssen hat er unumwunden erklärt, -aß er das Heil ganz wo anders sucht. Das pol'tische Heil liegt für ihn ausschließlich bei b?r Mandatarmacht. Englandgute Saune um jeden Preis erhalten und nichts tun, was diese Laune auch nur e ien Augenblick trüben könnte! Das muß das Um und Auf des ,^politssä.cn Z on:S i u»" 'e.n. Er ist so weit gegangen, alle Versuche, der Mandatarmacht gegenüber das im Mandat statuierte Mische Recht zu betonen, -u ironisieren und jede dahknzkelend« Bestrebung, fei sie auch in die loha'.sten Formen gekleidet, als Rebellion ohnmächtiger Zwerge z'gen eine R'esenmacht hinzu stellen. Für ihn kommt der Zionismus als selbständiger moralischer und Politischer Faktor nicht mchr in Betracht, und di« dem Völkerbund abgerungene Anevkenung der Rechtes deS indischen Volkes wertet er geringer als den Schatten böser Laune auf der Stirn eines englischen Staatssekretärs. Das vraterielle Heil glaubt er auch nicht mehr bei den opferwilligen Mischen Massen zu finden, die er geringschätzig „anonyme Massen" nennt. Sein Blick ist über sie hinweg auf die Reichen gerichtet, und um ihnen näher zu kommen, will er den Zionismus alles dessen entkleiden, was bei ihnen Anstoß erregen kann. Cr hat immer und immer wieder alles hevvovgehoben, was die anderen groß und was uns klein macht. Und er hat von diesen Dingen nicht mehr als von taktischen Notwend'gkeiten gesprochen. Er hat sie als wahre rrn-d unabänderliche Grund'ätze dargestellt und vor aller Welt als den Zionismus der Zukunft Proklamiert. Ms er für diesen Zionismus, für diese äußere und innere Polit'k Zustimmung und vertrauen forderte, da schwieg die Mehrheit des Ingresses. Die Krise war da. Der Kongreß kam dahin, WeizmannS Politik ahzuilehnen. Wer das Verhältnis der Organisation zu Weizmann kennt, der weiß, daß sich hier etwas Erschütterndes vollzog und wird es begreiflich finden, daß der Kongreß nicht dahin gekommen ist, Weizmann zu ersetzen. . j * Die Lösung der Krise wurde hem Aktionskomitee übertragen, das in seiner nächsten Sitzung eine Leitung ««Hetzen soll. Am Aktionskomitee sind wohl alle Gruppen der Bewegung vertreten und man kann diese Körperschaft, vmmechin als genug autoritativ ansehen, ein leidliches Provvsorium zu schossen, das für di« Zeit bis zum nächsten Kongresse arge Störungen der zionistischen Arbeit verhütet. Aber man darf dieser Körperschaft nicht mehr Kraft und Weisheit -uschreiben als dem Kongress«, man darf/nicht, erwarten, daß sie unter gleichen Bedingungen etwas -u leisten vermag, was der Kongreß nicht zustande bringen konnte. Der Kongreß ist an die unlösbare Aufgabe herangetreten, bei Ablchnung der Weizmannschen Politik »ine Regierung Weizmann zu erhalten. Tr ist naturgemäß daran gescheitert. Auch -aS Aktionskomitee wird ttit- Mögliches nicht möglich machen. ES gibt nur zwei Wege, di« zur endgültigen Äsung der Krise führen. Entweder kann Weizmann dahin gebracht werden, auf seine Politik zu verzichten und unter verfassungsmäßiger Kontrolle eine Politik zu führen, die den Grundsätzen des Zionismus und dem Willen der Majorität entspricht, oder es muß ein andere Regierung eingesetzt werden. Alles andere ist Verschleierung, taktisches Mickwerk und bringt neue Krffen und immer schwerere Schade«. Sie avßenvoMWm Siele -er Zivniftischen Lrgamlation. Don Dr. S. M. Zweig (Jerusalem.' „Der Kongreß," seit scher Brennpunkt aller zionistischen Wünsche und Bestrebungen, sah sich diesmal einer ganzen Reihe schar? formulierter Programmentwürfe gvgenübevgostellt. Besonders bemerkenswert erschienen die außenpolitischen Forderungen in den Programmen der ^onfereriMmeinschast radikaler Zionisten" «nd der Zwnilsten-Revffionisten. Wälhrvntd evstere Gruppe sich darauf beschrankt, gegen jede Verwässerung der Balfour-DeUaration in der Praxis zu protestieren, fordert die kleine, doch rührige Gruppe unter J«otin«ki nicht weniger als den Judenstaai pour et simple, wobei fte> sich als HerzlS TeftamentSvolVstreckerin fühlt und bezeichnet. Diese Sachlage läßt uns ein« Rückschau über die dreißig, seil Herzl- ,Ludenstaat" verflossenen Jcchre zweckmäßig erscheinen. Wolche Vorstellungen hatten im Lause dieser Zeit die Zwnisten davon, wie der arißenpotittzche Rahmen unserer Bewegung zu gestalten sei und war wir als Politische LebenSbedingungen in Palästina fordern müssen. ES wird sich zeigen, daß diese Vorstellungen oft genug stark gewechselt und sich tot Forderungen sehr schwankender Natur geoffonbart haben. Leicht.begrrPicht Denn jede praktische, tz. h. M ihr Durchgreijjenbe- Wiener Msr-e»-eßw«s Sie erlangen Einführung in Dr. Otto R. Monn, “ Gesundheit, Erotg, Glück, Heilung seelischer und er. er Leiden durch be. „ ...,, Ärtoofi—tio« fieMftH»«- durch Mr ln W, V» ins dachte Politik, muß mit den Bedingungen der Umwelt rechnen. Das Buch» welcher die Bewegung de» modern»« politischen Zionismus «t-gsöst hot.. Herzl» „0uNwfto®r, kW tzas Hauptgewicht darauf, daß an »in«« Punkte der Grd», welcher VirtschaftAche ExistenMÜglichkrit Willi, fei es Avgenttnttn. sei es Palästina, die Misch» Flagge entfaltet werde als Ginn-M unserer nationalen Eigenart und des Willen-, tot ihr fovtzulsben. Auch aus den Kapiteln des „Iudenstaates" über di» künftigen Gesetze, die Bevsaffimg und das Heer schellt, daß Herzl tatsächlich gerneint hat. die Juden sollen in Palästina, das ihnen die Türkei gegen finanzielle Leistungen abtreten würde, einen sMtändigen Staat ausricht«». As 188? de, erst« Zioniistenckon-mß in Base! zusammentrat, war e» feto* nächste AuHgobe, der neuen politischen Bewvgung ein Programm zu geben. Der Leitsatz des von einer Kommission unter Borsitz Max Nordau» entworfenen Programms besagte: ,Z>er Zionismus erstrebt für das Mffche Volk eine rechtlich gesicherte Heimstätte in Palästina." Hiemit war gegenüber der frühsven, ton zionistischen Zentralagran „Die DM" propagierten Fassung: fÜt jene, di« sich nicht assimilieren können vder wollen", der nationale Gohcrlt der Dckvegung schärfer herauSgeacheitet; ferner war in der von Herzl offengelassenen Frage, welche- Sand als Ziel der Bewegung gelten solle, eindeutig für Palästina als das Ideal der volikrtümilichen Tradition entschieden, und schließlich, was uns im Zusammenhang dieser Besprechung zmtächst interessiert, die Forderung nach dem Judenstaat War ganz beträchtlich zur Forderung nach einer rechtlich gesicherten Heimstätte alhgeschwächl. Zugleich sollte allerdings der Kongreß ÄS eines, der Mittel zur Erreichung des im Leitsatz ««-gedrückten Zieles vorbereitende Schritt« zur Erlangung der RegienmgSzustrmmungen in Aussicht" nchnien. Trotz der Beschwichtig» ngwersuche RordauS flammte um die Art der Heimstättensicherung eine heiße Debatte aus. Einige Redner wollten das „rechtlich" durch „vSEerrechtilich" ersetzt, weil sonst der wesentliche Sinn der Bewegung preisgegeben würde. Nur dom Eingreisen HerzlS, welcher den schon in seiner Eröffnungsrede empfohlenen Ausdruck öffentlichrechtlich" als Kompvoinriß voNschlug, war die Einigung zu danken. ES ist Kar. daß die Formel ^völkerrechtlich", wenn die» auch auf dem Kongreß nicht geradezu ausgesprochen worden war, das Verlangen in sich schloß, den galanten Pakt zwischen Zionistischer Organisation und Türkei durch die „RegiermtgSzustimmungen" der europäischen Großmächte garantiert zu schm. Die, wie Herzl sagte, „vorsichtigere Formulierung: öffentlich-rechtlich" wich der Garantiesvage noch weiter auS. Auch die PcEtffch-dPkomatischen Bezichnrtgen, welche Herzl m den dem Kongreß folgendem Jahren bei den «vo- . päifchen Mächten unternahm, besonders feit IMS beim deutschen Kaffer. als dem erklärten Freund des Padffchah, hatten diesfalls keinen klaren Charakter. Immerhin wach Herzl eher darum, daß die Mächte seine Bestrebungen bei der Türkei diefüvworten, a>IS daß sie ein allfälliger BerhandlungSengckbni» tzarcmtreren sollten. Als Herzl 1899 in der Eröffnungsrede zum dritten Kongreß daS zionistische Programm dahin formulierte, die türkische Regierung solle dom jüdischen Voll einen Charter, d. h. ein Besiedlnng»Privileg für Palästina, gehen, toaepfanden dies viel« Zionisten mit Recht als da» Aufgeben weitergchender Forderungen, beschiedsn sich aber damit, well vnzunchmen war, daß Hergl, welcher bisher all« Bechandlnnyen Mit der Türkei gchuhrt hatte, selbst ermessen werde, Wo die Grenzen des Möglichen liegen. Doch auch mit der Charter-Forderung drang Hertzl bei der Türkei nicht durch. Trotz jahrelangen MühenS konnte nicht einmal die größte Demütigung, der „rotte Zottel", welcher neu ins Land kommende Juden nur einen vorübergehenden Aufenthalt gestattete, beseitigt werden! Da bracht« Herzl, nachdem som Plan einer Mschen Siedlung tot El Arisch unter ägyptischer Souveränität aus technischen Gründen gescheitert war, 1004 dom sechsten Kongreß dar Anbot dex englischen Regierung, unter ihrer Souveränität in Uganda «in jüdisch-autonomes Gemeinwesen einzurichten. Die „westlichen" Delegierten stimmten dies«« Vorschlag begeistert zu; sie betrachteten ihn — und da» verdient heute besonder- Hervorhebung — als die voll befriedigende Erfüllung ihrer Judenstaatidee. Und wenn die anderen Delogierten sich gegen den Vorschlag auflchnten, so nicht etwa, weil sie vöste Unabhängigkeit verlangten, sondern nur deshalb, weil sie ihn als Preisgabe „Erez Israels" empfanden. Bor die Wohl — Palästina oder ein andere- Land — gestellt, zogen sie Palästina aljüdisches SiodlungSgetbiet, wenn auch unter dem ungünstigsten politischen Bedingungen, entschieden vor. Und dies« Richtung errangt zumal nach Herzl» Tod, Stown vollen Sieg, indem unter Verzicht auf jode politische Sicherung mit der Besiedlung Palästina» durch die Zionistische Organisation begonnen wurde. Der politische Einfluß, hieß es, werde sich allmählich, im gleichen Schritte mit de« wirtschaftliche« Entwicklung der Juden im Lande, durchsetzen. Bisher hatten die Zionisten immer nur mit dem Sustmr .als dem RepEentanten des oSmanffchen Staate» gerechnet. Im Frühjahr 1908 entfesselte die bidahin grausam unterdrückt« Partei der JungtÄrken eine Revolution, welche »um Sturz des Absolutismus und zur Begründung eine» demokrattjchparlamentarischen Regimes führte. Die Im Parlament und Regierung dominierenden Jnngtüvken verkündeten die Grundsätze von Freiheit und Fortschritt sowie der Verbrüderung aller Nationen ton Staat und »zweckten auch bei tzM 7. September 1985 _flfr gM die Hoffnung aus ein Einvernehmen mit der «tven MM Doch mit den Hosfnungen aller nichttüvkischen Völker wurden bald auch die der Juden vernichtet, da sich Me Machthaber als nationale Chauvinisten entpuppten, di« unter anderem di« zionistischen Bestrebungen mit «och größerem Mißtrauen betrachteten als vordem der Padischch. Unter dem Eindruck diek>r schweren Enttäuschung waren dw Zionisten gezwungen, ihre politischen Forderungen n«u«rding» zuvückzuschranben. Rovdau sah sich, al» Wortführer der BiwegM Iggg am neunten ^Kongreß zu Hamburg veranlaßt, den Charter als «ine bloß persönliche Meinung Hersl». Us »to durch die geschichtliche Entwicklung ühnhcklte« Mttel zu derleugnen. Ein Privileg von der Türkei zu fordern, habe nur zm Zeit des Absolutismus Storn gehabt; nach Begründung de» deniokratischen Regimes genüge ims.da» allgomaim tüMch» Recht. Zugleich gab Nordan dein Baseler Programm, welche» er im Wortlaut -festhielt, eine Deutung, die jede Garantie auswärtiger Mächte avffchloß. Unter Äosi»v-'«gszusttmmmtM" habe man stets nur die Zustimmungen der türkischen Rvgternng gemeint... Bezeichnend für den damalige« Tiefstand d« politischen Hoffnungen des Zionismus ist, daß Nordan es für nötig fand, zugleich die Zumutung abzuweisen, die Juden sollen sich der ttittllfchen Ration assimilieren und in ihr ausychen. I« den folgenden Jahren bis zu>m Weltkrieg nahm die ztomistffche Kvlonffation Palästinas ihren Langsamen, durch die osmanische Regierung möglichst gchemurten Aufstieg. Da meldete sich, etwa um IMS, ein neuer Widerstand, von dem sich die Zionisten bisher nicht» hatten ahnen lassen, jener der arabischen Lande »genossen. Der so weitsichtige HerK, welcher alle Kräfte für und gegen die Milche Heimstätte ins Kalkül gezogen hatte, sah zeitlebens über die Araber hinweg, als wären sie nicht nur dis erdrückende Mehrheit ton Lande, sondern dort überhaupt nicht vorhanden. U«d die Zionistische Organisation tat noch ein Jahrzehnt über Herzl hinan» deckgleichen. Damals, IMS» wurden zuerst vertrauliche Mitteilungen der Zionfftffchen Exekutive bekannt, daß sich unter den Arabern «ine gehässige Agitation gegen die Juden rege und daß sogar Anschläge gegen die Mischen Kolonien geplant seien. Die türkische Regierung, an die sich di« Zionisten um Schutz wandten, riet—vielleicht in machiovellisiffcher Msicht — z« direkter DerhaMung mit den arabS'ehen Führern. Inzwischen brach der Weltkrieg aus, welcher die durch da» sinbgtürkksche Mllkürregrm« nur noch zerwühlte« Türkei mit sich riß. Tfemal Pascha, »wer der führenden Jumgtürken, Übernahm das Kommando der syrisch-palästrniensischen Armee gegen die in Aegypten stehenden Engläiider. Dom erfte« Moment an verfolgte er den Zionismus und machte so die Sympa'chten der Juden Palästinas der türkischen Sache abwendig. Sein chaudimstffchkr Groll traf die Juden nur deshalb nicht mit voller Wucht, weil er sich zunächst gegen die Araber als den nm so vieles größeren und darum gefährlicheren Teil der LandcsbevöSer ung wandte. Die Leitung der z'wnistffchen Geffcmrtbewegumg, welche zu Kriegsbeginn chmn Ditz in Berlin nach dem neutralen Ausland veckkogt hatte, suchte naturgemäß jede Stellungnahme gegen «ine der beiden kriegführenden Mächtegruppen zu vermeiden, vielmehr überall Sympachien für die zionistischen Ziele zu erwecken und so dem Zeitpunkt der Deremigung des Krieges vorzuarbeiten. Darum mußte der youerkopf JalbottiE seine Idee, den Engländern für die Befreiung Palästina» jüdische Legionen bereitzustellen, «ff eigene F<mst durchführen. Er kowitt sich hierbei auf di« Zustimmung des überwiegenden Teiles der Judenschckst Palästinas stützen. Der Erfolg, welcher den «ngkffchen Waffen und mit ihnen den jüdischen Legionen in Palästina zuw8 wurde, «leichterte es Dr. Weizmann in London, die diplomatischen Fäden, welche er zur Rögievurrg seines Landes gesponnen hatte, zu einem festen Gewebe zu gestalten. So wurde uns zunächst die Balfour-Deklara-tion beschieden, durch die England sich verbürgte, f&r die jüdischnational« Heimstätte fei Palästina einzntreten. Am Schtusse des für England siegreichen Krieger standen fei Palästina Araber und Juden als Verbündete der Sieger» da, beide mit nationalen Aspirationen, deren Uebereinstimmung bezüglich Palästinas fraglich war. E» gelang DeiMtmn» diplomatischem Geschick, den Repräsentanten der arabischen Nationalbeweguny, nämlich das Königshaus der Haschnniden fei dtt Persou Yvifal», zuvErklärung zu bestimmen, daß die Forderungen der Araber mit d« jüdffchnationalen Heimstätte in Palästina nicht ln Widerspruch stehen. Gewiß hat diese Erklärung de« Siegeslauf der BÄfour-Deklaration über San Remo, die Friedenskonferenz fei Pari», und den Vertrag von Sevreß bi» zum endgültigen Paläsiinamandat nicht wenig gefördert. Hochwichtig ist es hierbei, daß di« Zionistische Exekutive es England abringen konnte, in di« Präambel des Maiwates jenen Passus anfznnchmen. welch« den historische« Zusammenhong der Jude« mit Palästina ausdrücklich anerkennt. Hiermit ist die moralisch« Grmidlage nnseve» Anspruches auf Palästina einwandfrei seftgelogt. Diest Errungenschaften sind um so schwerwiegender, <ü* st« zu einer Zeit zustande kamen, da schon die arabische Nationaäbewvgung unter der Leitung deS chrfftlich-mohammedanffche» Komitees sich in heftigster Weise durch Proklamationen und Demonstrationen, die sich sogar bis -Mi Pogrom hrrstwge«. bemerkbar macht« und immer mchr auch König Hussein» daß Haupt der Haschimidenfamilie, in ihr«» Bann zwang. Diese arabische Gegenströmung verfehlte ihren Eindruck auf die englffche RogierMg nicht, weiche faktisch ihre Zustimmung z« Uebernahme de» Patlästinomandate» daran knüpft«, daß di» Zionisttsch« Exekutive ausdrückttch jene einschränkende Anßlegung des Mandate», wie sie ton Chnrchilkschen Weißbuch vom Juni 1828 niedergelegt ist, anerkannt». Immerhin ist es bedeutsam, daß dieses Weißbuch ausspricht, die Juden sollen sortab mich Palästina kraft Rechtes und nicht ans Dckldnng kommen. E» ist dies eine fast wörtliche und kam» absichtslos« Wiedergabe jener Worte, die Havzl fei der ftp* grammdtzbatts «m rrtzW Mngvch gebraucht hatwr Unwip