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Wiener Morgenzeitung · 1925-09-07 · Heft 2351 (7.9.1925) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2351 (7.9.1925)
Date
1925-09-07
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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0fe SKI «Mm, «m»»s? schied iin unseren Bestrebungen gegen «früher bestcht d»nn, daß! wir der Duldung deutlich -a- Recht vorzichen." Die BestkntmmWn de- MandafeS lüften Re am «offen Kongreß von den zvonisiischen Dslsgferken gemeint«, und «tch m der nmtzigsten tzvrnmlfevMg von der »Mkrrechilich gesicherten" Heimstätte mrr vochchttg au-grdrückt« zionistische Gruüdfordermig Wiederaufleben, aber in vielfach verbesserter Gestattung. An die Steile der in fever Hinsicht rückständigen und überdies unverläßlichen Türkei tickt att Vormacht Palästinas das mächtige England, unter dessen Fkieden-schirtz in allen Weltteilen so viele Länder und VRler aufftveven. Und wahrend die Türkei die Souveränität de- Landes behalten sollte, verwaltet England Palästina nicht kraft eigenen Rechtes, sondern nur als Vormund, alz Treuhänder mit der bestimmten Ausgabe, .den Juden beim Aufbau der nationalen Heimstätte zu Hessen. Und an Stelle der europäischen Großmächte, deren Garantie sich die Zionisten wm Hmzl erhofft hatten, jener Mächte, die sich nur zeitweilig zu einem. meist mißstimmigen Konzert zu vereinigen wußten, ist nunmehr der Völkerbund als Garant getreten, eine heut« zwar noch -unvollkommene und schwache Bildung, grundsätzlich jedoch eine viel idealere rmd zukmrftsreicheve Zusammenfassung der Völker dieser Erde. Die letzten Zionistenkvttgrestr haben sich damit begnügt, gegenüber den arabischen Protesten den lOiÜen der Zionistischen Organisation zum friedlichen Znsamnrenlsben mit den ara'bischen Äa-ndeSgenossen immer wieder in feierlicher Form p beteuern. Die Proteste drüben gegen die Golsour-Deklaration sind darum nicht verstummt und bleiben anscheinend auf die Mandatarmacht nicht ohne Einfluß. Diese Tatsachen mb die Borwürfe der Opposition, die sich zu bestimmten politischen Programmsorderungen verdichtet haben, sollten uns veranlassen, über die Friedensbeteuerungen hlnauSzugchen und ein Kares Programm darüber anfzusiellen, wie wir uns die wünschenswerte Koordinierung der jüdi scheu und arabischen Bestrebmngert in Palä st i n a denken. Der entscheidende Punkt diese- Programms wird es sein, ob wir Juden für jetzt oder später die Herrschaft nn Lande anstveben, dies der Kern der Judenstaatsidee, oder ob w-ir uns mit bim Prinzip einverstanden erklären, daß ztoei völlig gleichberechtigte Nationen nobenetnanber im Land« leben und dort zwei national« Heimstätten begründen. Bei Beantwortung dieser Frage wird für uns nicht maßgebend sein dürfen, was Herzl vor dreiß-ig Jahren, m Unkenntnis der wichtigsten BorauSsetzmtgen, in seinent ,Ariden staat" geschrieben hat, stmdem «rrtsMiden wird nebst >den ethi scheu Grundsätzen, von denen unsere ganze Bowegtlug getrogen ist und welche uns den Anspruch aus die Mithilfe der gesitteten Welt sichern, die Erwogurrg dev reale« Tatsachen «deS Lebens sein. Diese find die immachin mehr erstarkende Kraft der Juden in Palästina, aber zugleich das erwachende, vorerst noch am Beginn seiner Entwicklung stehende arckbisthe Na tÄmalgesühl. ES ist sehr boda-uevlich, daß auch der 14. Zion istenko,Preß nicht Zeit gefunden hat, das Prohtämm unserer -Aräberpölitik zu formulieren, obgleich in den Erklärungen unserer Führer, vor allem We^manns und Vo-ÄowS, die Denderrz zum ,M° nationalen Staat" deutlich «durchklang und auch Dr. Ruppin die Anhänger dieser Richtung zu einem Beratungskomitee zikfammenzurufen sich >be>m>üht«. ES ist auch affenbar, daß die erdrückende Mehrheit der Kongreßdeileglerten den mit bewunde rmrgSwürdiger BereldsanÄeit vorgetragenen Thesen Jabo ttnSkys, welcher den Gegensatz zu den Avabevn «lS unübeübrück bar hinstellte, sich nach wie vor verschloß. WaS dieser Kongreß leider versäumte, wird ein nächster nachhoten müssen. MW», vr-rs»"«»!«,,. 7. September 1006 Gett« 8 AUFfVERTUIVG Hgpatkaken, Anleihen, Pfandbriefe, Sparkastengnihaben Fachmännische Beratung VSRMimUNQS-zeMTIIAL« MlütNWS Eichhornstmie 3, Parterre mu Telephon Kurfürst «20-21 Sptechttunden von4-7 Uhr nachm., Sonnabend von 180-880 Palästina, Dos zentrmn Bon Helene Hanna Thon (Jerusalem). Nachdem die zionistischen Frauen erkannt hatten, Laß sie innerhalb der allgemeinen zionistischen Organisation nicht in solchem. Maße Fuß fassen konnten, daß die volle Auswirkung ihrer Kräfte tnöglich war und daß dadurch manche Seiten des Palästinaausibaues, und zwar die, bei welchen das Wohl von Kindern und Frauen und die Mitarbeit der letzteren im Spiele war, vernachlässigt «wurden, versuchten sie wiederholt, spezielle Frauenorgänisationen zu schaffen, welche dies« Lücken ausfüllen sollten. Heute, nach fast dreißigjährigem Bestehen der Zionistischen Organisation, muß man feststellrn, daß alle diese bisherigen Versuche, eine allgemeine Organisation der zionistischen Frauen aller Länder zu schaffen, mchr oder weniger gescheitert find. Einigen dieser interterritorialen Verbände, so dem Verband jüdischer Frauen in Palästina oder der Weltorganisation Zionistischer Frauen, gelang eS wohl, in verschiedenen Ländern FUß zu fassen und diese Landesgruppen auf ein gemeinsames Programm und Budget zu verpflichten, aber st« blieben tveit davon entfernt, eine allweltliche Frauenorganisation zu bilden. Die Gründe dieses Scheiterns liegen auf der Hand: abgesehen von der ungeheuren Schwierigkeit, die eüberhaupt, macht» Frauett der verschiedensten Richtungen und Kultuvkreift zu einer Gemeinsamkeit der Anschauung und Arbeit zu bringen, litt die Frauettarbeit auch jederzeit darunter, daß die Organisationsleiterinnen fern von Palästina lebten und die Erfordernisse des Landes nicht aus eigener Anschauung beurteilten, die von ihnen geschaffenen Institute nicht selbst kontrollierten und daher auch nicht Imstande tvaren, in» jspirierend und führend auf die Zionistinnep des AnSlattdeS zu wirken. Lange Jahre hindurch rvar es aber auch unmöglich. , diejenige Konsequenz zu ziehen» die sich aus diesem Mangel | zu ergeben scheint: die Verlegung des Zentrums der Frauenarbeit nach Palästina selbst. Ebenso wie in der allgemeittcn zionistischen OrgarüjationSarbeit, so fehlte er auch in der Frauenarbeit jahrelang an den richtigen Kräften in Palästina, an technischen HilfSnritteln, an einer gemeinsamen Sprache. Erst in den letzten Jahren haben sich diese UebelslSnde gehoben, und itt Palästina hat sich eine Schar von Frauen zusammengefunden, die durchaus imstande ist, in gemeinsamer Arbeit den Zionistinnen aller Länder Wege zu besonderer Frauertarbeit zu weisen und die Verantwortung für die Anwendung der vom ÄuSlande einflietzenden Mittel zu übernehmen. Kaum hatten die Zionistinnen des Ausländes sich von der Möglichkeit einer Zentrierung der Arbeit in Palästina selbst überzeugt, als auS den verschiedensten Ländern ein Appell an die palästinensischen Frauen gelangte, eine solche Zentralstelle für Frauettarbeit in Erez Israel zu schaffen. Besonders deutlich gelangte dieser Wunsch gelsgenttich eines Erupfangetz zum Ausdruck, den in den Tagen der Univer sitätseröffnung die führende palästinensische Fvauenorgani sation Histadruth naschim ibrioth den in Jerusalem anwesenden zionistisch-sozialen Arbeiterinnen veranstaltete. Fast einstintmig mürbe hiebei der Wunsch geäußert, daß zu dem bevorstehenden Kongreß zionistischer Frauen in Dirn die Palästinenserinnen mit Vorschlägen für eine Zentralstelle für iveibliche Aufbauarbeit in Wien kommen möchten. An der Erfüllung dieses Wunsches ist in den Monaten seit Peffach in Palästina eifrig gearbeitet worden. Beauftragt wllrden j« zwei Vertreterinnen von Histadruth naschim ibrioth und Weltorganisation zionistischer Frauen, die zu einer Initiativgruppe znsannnentraten, mit der Ausarbeitung der Vorschläge an den Fraueittongreß. Das erste Bestreben dieser Initiativgruppe mußte sein, aus den Frauenveremen in Palästina selbst einett ZentralaüSfchuß zu bilden. Wer die Verhältnisse in Erez Israel kennt, weiß, daß dies nicht leicht ist. Nirgends scheiden sich die einzelnen Gruppen mit solcher geradezu feindlichen Schärfe von einander wie hier. Alle die Schwierigkeiten einer Verständigung zwischen den einzelnen Par Wien, die oben erst zur Sprengung des Waad Leumi geführt haben, spiegeln sich im Verhältnis der Frauendereine wider. Be schloffen wurde auf der halbjährigen Versammlung der Histadruth naschim ibrioth, die in dieser ganze» OrganisationSfrage als «Hauptinitiatorin austrat, vorläufig auf eine Heranziehung aller — auch der kleinen und nichtnationalistischen — Frauenvereine des Landes zu der geplanten Zentralstelle oder „Moazah" zu verzichten und nur die folgenden zum Beitritt aufzufordern: Moazah ha Poalot, Frauenorganisation des Misrachi> Gesellschaft für Gleichberechtigung der Frauen, Histadruth ha Zeirot und Gser Ioldot. Diese AuSivahl erfolgte unter dem Gesichts- Punkt, daß die erstgenannten Vereine ebenso wie Histadruth naschim rörioth selbst nationale tknd modern-soziale Ziele verfolgen und daher detn GrunderforderntS einer Verständigung entsprechen. Eser Ioldot hat mehr den Charakter eines religiös-philanthropischen Vereines, ist aber so stark organisiert und leistet so wichtige Arbeit im Lande, daß es geboten erschien, auch ihr die Mitarbeit an einenr gemeinsamen Palästinensischen Frauenrat zu ernvöglichen und sie durch diese Mitarbeit stärker in nativ nalem Sinne zu beeinfluffen. Bon den genannten Fraueuivereinen sind Histadruth naschim ibrioth, Gesellschaft für Gleichberechtigmtg der Frauen und Histadruth ha Zeiroth bereits zu einer Ber stand:,gung auf ein gemeinsames MoazahProgramm ge langt, während die anderen noch keine bindenden Beschlüffe gefaßt haben. Mt dett Vertreterinnen dieser PälästirtetHscheu Vereine sottett sich nun diejenigen der im Auslande zentrierten ziottistischen Frauenvereine in der Moazah zusammenfindeu. Nachdetn verschiedene Vorschläge für die Auswahl der äuslandischett Vereine gentacht worden tvaren. einigte sich der Palästinensische Kern der Moazah schließlich dahin, daß es nicht seines Amtes sei, diese Frage zu entscheiden, sondern daß ihre Entscheiduttg dem Wiener Frauenkongreß überlaffen bleiben muffe. lieber die Ziele und Aufgaben ist folgendes ztt sagen: Die Moazah ist keineswegs als eine Zusatnmenschmelzung der bestehenden Fraitenbereine zu einem einzigen Verein gedacht. Die Vereine sollen absolut ihre Autonomie behalten, ihre eigenen Exe-krttivett bilden und weiter für ihre besonderen Arbeiten und Budgets verantwortlich sein. Die Moazah will vorläufig im wesentlichen nur eine BeratungsutU) Kontrollstelle sein. Da sie in Palästirta selbst ihre« Sitz hat, ist es ihr und eigentlich nur ihr möglich, den einzellten Bereinett Auskünfte und Direktiven übet neu zu begittnende Arbeiten zrt geben, de tut sie weiß, welche Arbeiten gerade am notwendigsten im Lande sind und wo» wie und unter Teilnahme welcher Instanzen sie geleistet werden sollten. Sie kann bestimmte Wege zur Ausführung der Arbeit entpfehlen, von anderen abraten lind die Verbindung zwischen verschiedeneit an ähnlichen Plänen interessiertett Bereinerl herstelletl. Sie ist ferner imstande, einen Ueberbljck über die in ihr vereinigten Organisationelt zu bchalten, die Arbeit und Institute derselben objektiv zu kritisieren und dadurch dieselben in ein allgemeines System der Frauetlarbeil im Lande einzuordneu. Durch ihre»; Kow takt mit allen Zweigen und Schöpfltngeu der Frauenarbeit taim sie auch einem stets iltteitsiv gefühlten Mangel ah« Helsen-, sie kann nämlich eine stetige, durch Sachkenntnis verlebendigte Berichterstattung und JnjorMtitznjgxbejt leisten. Was dies für die Propaganda bedeuten wird, ist leicht, sich auszumalen! Fragt sich noch welche Art von Arbeit in der Moa- -ah ihr Zentrum finden soll. Die Antwort ist eigentlich felbstverstäMich: Alle Arbeit, die im Aufbau eines Landes ffreziell von Frauen geleistet wird oder geleistet werdelt sollte, daS heißt also de facto jede Art von sozialer Arbeit, die durch die Regierung und die zronistische Verwaltung nicht oder nur ungenügend geleistet wird, respMve bei der die Geltendmachung besonderer weiblicher Gesichtspunkte notwendig erscheint. Das umschließt einerseits die Schaffung Von Jnstitttten zum Wohle der Arbeiteriltnen, andererseits aber auch die hygienische und kulturelle Fürsorge für alle diejenigen Kreise, die sozial unselbstättdig sind, besonders also für die eingeborenen und aus östlichen Ländern eingc-- wanverten Juden, deren körperliche und geistige Hebung ein unbedingtes Erforderrtiß für die Erzielung einer körperlich und geistig hochstohettden Volksgemeinschaft ist. Ser Hausarzt. Redigiert von Dr. San«! Beer. Ueiter Hygiene -er Kleidung. Selbst in detrjenigen Kre-sen. in denen schon heute ein wenig Verständnis für eine hygienische Lebensweise besteht, macht man sich im allgemeinen wenig Gedanken über.de nach hygienischen Anschauungen richtige oder unrichtige Art der menschlichen Kleidung. Die Königin Mode u.nd der Schneider, beziehungsweise die Schneiderin, herrschen auf diesem großen Gebiete unumschränkt. Und metm auch die Mode das Unsinnigste und Unpraktischeste diktiert, eS vermag sich doch d'.e Mehrzahl der Menschen dieser Herrschaft nicht zu entziehen, nur einzelne Sonderlinge, die auch demeutsprechend dem allgemeinen Spotte preißgegeben sind, getrauen sich in bezug auf die Kleidung eine eigene Willensmeinung zu haben. ' Me Versuche der Aergtt und Reformer haben stets fehlgeschlagen, die Modekimftler allein behaupteten siegreich das Terrain. Glticklicherweise haben sich die Ideen beider, der Modeschöpfer tuvd der Reformer, in den letzten Jahren in harmonischer Eintracht getroffen und diesem Umstande haben die Frauen insbesondere eine immer vernünftiger uttd hygienischer werdende FranenAeidung zu Verdanken, die eine gesunde Reaktion gegen die früher bestandenen widersinnigen Torheiten der Mode bedeutet. Ztveifelloö fft der immer mehr überhand nehmenden sportlichen Begeisterung und den immer stärker betriebenen Leibes- und Sportübungett der Frauen dieser günstige Einfluß auf die Reform der FraueMeidung zuzuschreiben. Denn nur zu bald sahen die Sporttreibenden Mädchen und Frauen ein, daß sie mit dem früher notwendigen Korsett und den langen Rvckett alle die sportlichen Bewegungett nicht auMhren können. Auf dem Gebiete der Frauenkleidung hat sich somit eine wundervolle, bemerkenswerte, gesunde Wandlung vollzogen. Neben der Aufgabe, den Körper zu schmücke»!, was für die Frairentvelt bei der Kleidung wohl sehr wichtig ist, soll doch die Tracht Schlitz u»rd in gewissem Sinne auch Wävmeregulator der menschlichen Haut sein. Zweckmäßige Kleidung ist. für das Wohlbefinden und die Gesundheit des Menschen dringend notwendig, sie muß so gewählt sein, daß die Hartt, in ihren wichtigen F»t»rktionen als Schutz- und Sinnesorgan und als Stätte verschiodener Absonderungen von Sekreten nicht Schaden leidet. AMhlung oder Ueberwärmung des Körpers beeinträchtigen die Körper tätigte't, schaffen Unbehagen, Be- Nemmung und Störungen in der Arbeit. Die Sufi unter der Kleidung soll im Sommer trocken und kühl, die Kleidung also nicht zu dick und durchlässig sein. Die gute Durchlüftung durch entsprechende Kleidung härtet den Körper ab, besser als eine ein- oder zweimalige tägliche kurze Abkühlung durch eine Dusche uüd führt zu selteneren Verkühlungen. - Aber die meisten Menschen kleiden sich viel zu anbei* nünftig, weil sie sich meist nach dem Kalender statt nach der jeweiligen Außentemperatur, der Wärme oder Windstärke kleiden. Bon der Bedeutung der ^kleiderstoffe als Wärnteleiter lviffen die wenigsten Wrenschen etwas. Es ist nicht genügend bekanlit, daß dunkles Zeug in der Sonne doppelt so stark erhitzt wird als hell gefärbte Kleidung. Daher Helle Kleiduttg im Sommer, durtkle im Muter. An diesen Tatsachen gehen, die Männer insbesondere bei uns. achtlos vorüber. Sie berücksichtigen bei der Wahl der Kleidung auch nicht den Umstand, daß die Stoffe verschiedene WafferarlfuahmsfLhigkeit und verschiedenen Luftgehalt haben, toas für die Annehmlichkeit des Tragens und die Gefahr der Erkältttng von besonderer Bedeutung ist. So ist den Wollstoffen gegenüber den Leinenstosfen. der Vorzug zu geben, weil sie bessere Vetttilatiott zulassen, hingegen Haftei imprägrnerteu Stoffen tvegen des Hinderniffes der Abdunstung ein großer Nachteil an. Die Frauenkleidung, die im Sommer helle Stoffe bevorzugt. die Einschnürung durch das Mieder atlfgegebeti hat imb die Kleider auf den Schultern tragen läßt, wobei die Arme, der.Hals, Nacken und die Beine frei bleibet», ist entschieden hygienischer als die Männermode, die in ihrer konservativen Nichturrg erstarrt ist. Während vor einer Gerterarion die Tracht der Frauett mit deti vielett Röcken und Unchüllitngen eine förmliche Marteret »var, ist es heute die Münnerkleidung, die an dem engen Stehkragen, der umschließenden Kratvatte, her hochgeichnittenen Weste und den langen Kojen und hohes Schutzen jeMlt. Wie Mit Recht

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