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Wiener Morgenzeitung · 1925-09-05 · Heft 2349 (5.9.1925) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2349 (5.9.1925)
Date
1925-09-05
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 Wien. Samstag_ Bin Sibllothektlegat lör Oie hrdMche UalvrrsM. Der im Juli d. I. verstorbene Professor der inneren Medizin, Dr. Adolf LazarnS, hat, wie I. T. A. berichtet, in seinem Test am «nt die Verfügung getroffen, daß seine gesamte rnedizinische Bibliothek der Universitätsbibliothek der hebräischen Universtät in Jerusalem überwiesen werde. Die Bibliothek ist bereits inventarisiert und das Verzeichnis der Bücher nach Jerusalem gesandt worben. _Wiener Morsenzeltrrns Neujahrsgratulationen ln der „Wiener Morgonxellung“ Gratulieren Sie Ihren Verwandten, Freunden, Gästen, Kunden in d«r Sie ryphvrMe in «lrbhllbel. lieber die in Gießhübel aufgetretenen TyphuSfälle wird von informierter Seite mitgeteilt: Di« Zahl der Erkrankungen, die mit dein Typhushcrd in Gießhübel in Zusammenhang stehen, ist noch nicht genau fastgestellt, dürfte aber SO bereits überschritten haben. An Todesfällen sind bisher 4 bekannt geworden. Die Erkrankungen rekeln bis in die Mitte Juli zurück. Das SanitätSdelpartemenr der niederösterreichischen Landesregierung hat nach Bekamrtwerden der Erkrankungen alle Maßnahmen ergriffen, um eine Ausbreitung der Infektionskrankheit zu verhindern Alle Anzeichen deuten daraus hin, daß die Epidemie bereits im Abflauen begriffen ist. Unter den Todesopfern befinden sich auch zwei Sommergäste aus Wien,, der Kunsthändler Adolf Hieß und ein Frl. Emmy Klei n. Zwei Personen, die in Wien unter typhusähnlichen Erscheinungen erkrankt sind. Frau Hermine H e ß l und der Kellner Josef Weiß, haben sich die Keime der Krankheit in Gießhübel geholt. Sie befinden sich in Spitalspflege. Mehrere aus Gießhübel ei-ngetroffeue Sommerfrischler und Ausflügler wurden in Jfolierfpitäler gebracht. 8rlt gewürzt, dann geprügelt. Zu unserem unter diesem Titel am 2. d. erschienenen Aufsatz erhalten wir folgende Berichtigung des Herrn Josef M a n t l e r j u n., welcher nach dem von der Korrespondenz Herzog ausgegebenen Bericht an den skandalösen Vorfällen in Schönberg am Kamp am letzten Sonntag beteiligt gewesen sein soll: „Unwahr ist es, daß ick) als der Führer der Vorfälle in Schönbcrg tci.lgenom.men habe. Richtig ist, daß ich zur Zeit dieser Ereignisse in größerer Gesellschaft in Geversdorf weilte und erst nach Schönberg kam, als der Zwischenfall bereits vorüber rvar." „Der - Die — Dar." Die neue Revue im Ronacher. Wenn die Direttoren Brüder Schwarz dein Puottkuin ein Märchen, von unerhörter Pracht und Schönheit mit der Revue „Ter — Die — T-as" vorzaubern wollten, also drei Stunden seliges Vergessen des Alltages, dann ist ihnen dieses Experiment gelungen. Was es an Schöuhclr des Weibes, der Kleidung, der Farbe, der Stimmung gibt, haSen sie mit feinstem Verständnis für Wirkung einem verwöhnten Publikum mund-, beziehungsweise augengerechr gemacht. Wien hat wieder eine Revue großen, größten Stils, und zwar eine solche, die sich von der berlinerischen und amcr4kanifchsn wesentlich'dadurch unterscheidet, daß statt szenischer Tricks u-n>d. Barietoderbheiten auch dort, wo an den primitiven Sinn des Zuschauers appelliert wird, der vornehme kultivierte Äesch.nack triumphiert. Nirgends kam dies besser zum Ausdruck als in den Tanzpoemen der Ilona K a r o l e w n a, -die, obwohl Tan;-- ftar, sich nn den Grenzen reinster Tanzkunst hielt und --- em Beweis für die Treffsicherheit der Direktion — ohne* jede Reklame -zum ästhetischen Mittelpunkt der Revue wurde. Tie Bühnenbilder Mo-nted'oros, bei aller Strlrcinheit suggestiv, die C z e t t e l - K o st ü m e von hoher Klasse; Tanzkunst, Akrobatik, Gesang, Lyrisches und Humoristisches in erdrückender Fülle. Englischer Grotesktanz inch wienerisches „Blaue-Tonau"-Schweben, Soubretten und Komiker, (Broüg, W-clli, Thum — Harry Stolberg), die Grazie der Erni Kaiser und des Alexi.ew, und schließlich das.überwältigend' „Frauen upd Blumen", eine Kette lieblichster Sensanonen! Wie sagt .Heine? ,Tes Weibes Leib ist ein Gedicht, oas Gott der Herr geschrieben —" und den sie Herren Schwarz im Fall der Bien na G>:rls Gott sei Tank satt uuber.widrr gelassen haben! o, r. Danksngung. Ter schwere Schicksalsschlag, der mich und mcirrc Fa- 'inlie durch den Tod meines einzigen Sohnes, des Tr. Josef Krenberger, getroffen, hat so viel Teilnahme, Freundschaft und Wohlwollen erw.'ckt, daß ich nur auf diesem Wege hernlichst und wärmstens dan-ken kann. Tir. Tr. S. K x enberger. W i e >t, b. September. * Das Wetter. Gestern früh zeigte das Thermometer bloß kl Grad. Im Lause des Tages wurde es envas wärmer. Die Voraussage meidet: Besserung, vorwicgerrd heiter. * Stufenweise Herabsetzung der KleingebückSprsisr. Donnerstag fand im Bundeskanzleramt eine Aussprache mir Vertretern der Wiener Bäck erge nossen schuft über die Notwendigkeit einer rascheren Anpassung der Brot- und Kleingebäckspreise an die Mehlpreise der jüngsten Notierungen statt. Hiebei vertrat das Bundeskanzleramt den Standpunkt, daß es auf die Verbilligung der Gebäcksipreise nach wie vor das größte Gewicht lege. Die genannten Vrelreicr erklärten, daß die Auswirkung der Mehlpreisfeirkung nur eine a l l m ä h l i ch e fein könne, weil Mehle der neuen Ernte wegen Ihres höheren Feuchtigkeitsgehaltes zur alleinigen Verpackung noch nicht geeignet' seien. Es kanten daher jetzt noch zum überwiegenden Teile Mehle der alten Ernte zur Verwendung. Es stehe aber scho>r für die nächste Zeit zu erwarten, daß trockenere Mchlsorten abgecter „Wiener Herfenseltimg» Sie sparen Geld, Zeit u.MQHe! Die Neujahrsgratulationen der »Wiener Morgcnzdtung* haben sich seit Jahren beim jüdischen Publikum bestens efngeißhtt Um die grosse rülle der emlaufenden Gratulationen unterbringen und gfinstigst placieren zu können empfiehlt es sich, den anliegenden Bestellschein sofort auszuschneiden und umgehend an die Verwaltung der „Wiener Morgenzeitun«'* einzusenden. Dar Preis ftfr das Blnhsltamserat (29 mm) betrSgli Für Wien und Oesterreich S 7« Für Polen.Zloty L>— Für alle übrigen Lander Dollar t«— beziehungsweise dessen Oegenwert ht der Landeswährung Muster J. M. Frost and Frsn I II., Orosse Mohrengasse Nr. 47 gratulieren allen Verwandten, Freunden und Bekannten zum Neuen Jahre! -.Hi r cnuchnttöenl. Bestellschein An die Verwaltung der „ Wiener Morgen»eitung** Wien, //. Tabontrasst 1—3 üch bestelle für die Jio8ch~ Hwchanah-2*umnter der „cWiener StforeemeUun/' . V>! eujohngt otulation(en) zum {Preise ton und iende den fßetrag gleichzeitig mir diesen Siebtel schein ein. TEXT (deutlich attsfuilen) fNcme Adresse liefert werden, so daß die Anpassung der GebäüSpreise W die niedrigeren Gelreidepreije tu. t iu m rascher e n % t nt p o erfreu Vrltiö. ffcltc SnäDcfDirbcrt öont gcback, bei m.'l'chum die Bäck.rgeuossenschan eifrig bisttobt sc,, die stufenweise Herabsetzung d er Kleingobacks- . preise weiter ,'u verfolgen. Geheimrat Dr. Georg Minden 75 Jahre alt. Gehei.nrat Dr. Georg M i n d c n, der bekannte Kultur- und Gosch ichtskcuner,' bcgiiia vor kurzem, wie I. T. A. berichtet feinen 75. Geburtstag. Gcheimrat Minden war einer der Sttflet der Museums für'Bölkerk,m.de und lange Zeit hindurch Vorstandsmitglied der Anchrcpolrgischen Gesellschaft zu Berlin, für die er die Virchcw Medaille gestiftet hat. Gcheimrat Minden war langjähriger Vorsitzender der Repräfenianteiwerfammlung. der jüdischen Gemeinde und Vorstand der Reformgemeinde. - » Totschlag in Favoriten. Donnerstag adsnds wurde der 33jährige Hilfsarbeiter Karl .Ha j e'k bei einem Streit iy der Windteugasse in Favoriten durch einen Messerstich in den rechten Oberschenkel, derart verletzt« daß .er bald darauf trotz einer sofort vorgenommenen Operation im Spital starb. Der Streit hat in einem Gasthaus seinen Ausgangspunkt gehabt. Auf. der Straße wurde .er fortgesetzt. -Ha-jek versetzte schließlich dem 26jährigen obdachlosen Hilfsarbeiter Franz Dietrich angeblich einen Schlag. Darauf zog Dietrich sein Messer und führte .gegen Hajo? den tödlichen Stich. Dietrich, der verhaftet werden konnte, verantwortete sich mit Notwehr. ' * Große Veruntreuung einer Postmeisterin. Auö Pe.rugia wird gemeldet: Tie Postmeistxrin Elelia Zezza.ist nach Veruntreuung einer halben Million Lire mit ihrem Liebhaber m die Schweiz geflüchtet. * Kasseneinbruch in brr Kvsingasse. Donnerstag nachts haben Schränker im Hause Kalingasse 17 einen Kasse ne inbr n ch verübt. Sie suchten die Kausteircinme des Kreditt-nstitnt.es für Handel und Gewerbe heim. Tie Täter Müssen sich gbends vor Torsperre ins Haus geschlichen und bis zur Nacht verbargen gehalten haben. Sie erbeutete.,, einen Barbe trag von 1001 Schilling und ein Paket mit Aktien verschiedener Unjernehmimgen im Werte von to.000 Schilling. Auf dem Tatorte blich bloß-ein blaugcftreiftcs Taschentuch ohne Märke zurück. * Der 8. September Feiertag in de» Bundesämtern. Da das Verwalt,m.asenlsastnngsgeseh erst ' am' 1. Jänner IWl in Kraft tritl, ist der 3. September IMS in allen Zweigen-./der Vuiwesverwaltuug diesmal noch als,Feiertag änz)lstcheu....Es. gelten daher an diesem Tage bei den. Behörden, und.A-errttern des Bundes die für Feiertage vorgeschriebewen Dienststunden. 6. -SepkemHer 1988 _Kr. MD * Schwämmevergiftungen. Donnerstag abend« ist der «2jährige Ti'sch'crachllfe Johann Busche! unter Anzeichen einer schweren Schwämmevergiftung erkrankt. Die Schwömme hat cr in einem Wald in der Amstettener Gegend selbst gesammelt. — Die Marktamtsdirektion der Gemeinde Wien fordert ausf, von Waldgrhern cder Htmsierern genauste oder auch selbst gesammelte Schwämme vor dem Genüsse stets in der Mar-ktamtsa-bteilung des zuständigen Wohnbezirkes auf die Ge- Nnßfähi-gkeit kostenlos untersuchen zu lassen. Auch die genußfähigen Pilze müssen schon wegen ihres leichten und raschen Verderbens stets in frischem und einwandfreiem Zustand genossen werden. r* Gräßlicher tob eines TängUngS. Am 23. v. M. stavb in der. Wohmmg ihrer Mutter., der Söjlchrlgen beschäfkiyu-ngslosen Manipulantin Marie Fieber, die am 27. Juni d. I. gebair'ene Olympia Fieber. Da der städtische Arzt des Magistratischen Bezirksamtes RudolfSheim die Todesursache nicht I stsrstellen fonntc, wurde eine anitätspolizeMche OcGnung der l Leiche vorgenomnren An dem Säugling wurden schwere inUere Verletzungen, mehrfache RrppeUbrüche, eine mehrfache Zerreißung der Leiber und eine Quetschung des rechten OberavmeS festgestellt. Die gerichtliche Untersuchung der Leiche evpab denselben Befund. Die KindeSmutter und ihr Lebensgefährte, der LSjähröge Maschinschlossevgehrlfe Joses Melneezuk wurden einvcnrommen, leugneten aber jode Schuld an dem Tode der Kindes. Beide werden nach Abschluß der Erhebungen dem Landesgericht eingekie-fert werden. * LiebesiragSdir auf den Schienen. Aus Bozen wird gemeldet: In der Nähe von Leifers wurden auf dem Bahnge.'eise die entsetzlich verstümmelten Leichen des Sgjöbri'gvn Beamten Heinrich R i z z o l i imd seiner 20,'ährlgen Braut Rosa Ehe in gefunden. Es handelt sich mn eine Liebestragödie. * Die Selbstmörder. Der 70jShri.ge Kaufmann Josef K oh n wurde gestern früh in seiner Wohnung. 6. Bez., Stumpergasse S8, bei geöffnetem Wandgashahn tot aufgefunden. Er hat ans bisher unbekannter Uvsache Selbstmord begangen. — Der 42jähri>ge Zimmermeister Karl R u ck e n b a u e r hat fick gestern früh in seiner Wohnung. Lusttandlgasse, erhängt. — Ebenso der 52jo.hn.ge Schlossergehilfe Wilhelm Suck in seiner Wohnung, Thalmstraße. Er wcir in der letzten Zeit arbeitslos. * „Nizza in Wien." Zufolge der u>nsicheren Witterung tvurde der ^kostümblumenkorso" auf Dienstag den 8. d. verschoben. Beginn. 2 Uhr nachmittags. . * Bad Nauheim mit seinen hervorragenden Heilerfolgen bei Herzkrankheiten, Gelenkrheumatismus, Gicht. Frauenmü> Nervenleiden ist ant Ende der dieüfährigen Hochsaison. So herrlich dieselbe und auch jede andere Hochsaison als solche ist, darf doch keineswegs die Nachsaison als minderwertig gehalten werden, im Gegenteil, derjenige, der nur der Gchntdheit rmd Kur wegen nach Nauheim geht, kommt in der Nachsaison besser auf seine Rechmmg. weil er derselben in aller Ruhe lckben kann und doch punkto Unterhaltung und Z-e-rstreunug zufriedengestellt wird. Als vorzügliche Pension (rrtuelle Küche), ganz wie zu Hause, gediegen und gut und daher billig, empfehlen wir bestens Pension Billa Vaterland, Familie Krön. * Gescllschastsansslng nach Nikolsburg. Sonntag den 13. d. findet ein Gesellschaftsansflug nach Nikolsburg statt, der allen Teilnehmern die Gelegenheit gelben wird, diese. anmutig gelogene und historisch interessante Stadt m besrchugen. Die Reise und die Besichtigung der zahlreichen Schrnswürdigfeiten’ (darunter hochinteressante Barockfvnagogen) findet unter fachgemäßer -Führung statt. Teilnevmerpreis, einschließlich Eisenbahnfahrt, und Berpslegung 18 Schrlling: bei Benützung von Automobilen 25 Schilling. Bei Automobilbenützung erweitert sich das Programm um die Besichtigung der Schlösser Eisgrub und Folds-berg. Alle näheren Auskünfte crteilit daö Universa-lMeisclburean, 2. Bez., Obere Donaustraße 86 A, Telephon 46-0-32. * Keren Kajemeth. An alle Nationalfonds-koMmfsäre! Wir erinchen all« Nationallfondskommissäre, das Material für dre Büchsen-leerung, die. in ganz Oesterreich in der Zeit vom 21. bis 26. September stattfiudcn wird, im Laufe der nächsten Woche zu übernehmen. * Zwei Jahre Einstein-Literatur. Nach einer Aufstellung des Pre^essors Maris-Legot an der Univevsität Löwen sind, wie I. T. A. berichte!, während per letzten zwei Jahre 3775 Publikationen erschienen, deren Gegenstand E i n st e i n s Relati/vitäischeorie bildet. Deutschland stcht mit 435 Nummern bei weitem nicht an der Spitze; England mit 1150 und auch noch Frankreich mit 090 gehen ihm voraus; es folgen Italien mit 215' und Holland mit 126 Publikationeu. ' * Programm der Wiener internationalen Hochschulkurse. S a m S t ag den 5.d., vormittags viertel 11 bis 11 Uhr! T ietz« (Wiens,. B u -i ch b c ck (Wien) ,-Die Gottk in Men". Halb 12 bis 1 Uhr: Castle «Wien): „Die deutsche Literatur tut Zeitalter der Klassiker und Roman'ttk (3). Nachmittags 3 Uhr: T i c tz r - B u s ch b eck (Wien): Gotikführung. ' Treffpunkt: dpeiviertcl 3 Uhr in der -M-la 'drr Universität. » Die Widerstandsfähigkeit der Säuglinge gegen Le-uchtggs. Es ist eine mertmirdige Erscheinung, daß Säuglinge gegen Le.nchtgasvergiftnngen viel wiberstan.ossähiger sind Äs Erwachsene. Im Anschluß an einen derartigen Fall, -der in der „Minchencr medizinischen W-ochenschri-ft"' wiederaege-ben ist, wird die Ursache erörtert, lveshalb das der Fall ist. Die Abeicht lag klar vor, denn man fand in der Küche, wo es stark nach Gas roch, die Eltern und ein dreisähriges Kind tot. auf dem Beden liegen, während der Säugling nock) lebend an der entblößten Brust der Mutter lag. Bei den. Leichen der Eltern und der Sch)rester war bereits die Totenstarre eingetreten. Der Sängsling war sogar noch nwhr dcm Gas a-nsgüsetzt als wie die am Boden liegenden Berlsoueu. Trotzdem ertrug er mehrere Stunden länger eine tzlasmenge. die den Erwachsenen schon nach tvenigen Stunden den Trd gebracht haben muß. Der Säugling erholte sich airch veihültniLmäßig schnell von den gefahrdrohenden Bergistungserscheinungen. Die beginnende Gchir'.cha-utentzündnng konnte durch Prm'ktion des Rückeumavkkanals beseitigt werden. Am Tage nachher war das Kind le>bhaft. lachte Ivickxr. und das Erbrechen hatte aufgchört. Irgend welche Nachteile haben sich bci dem Säugling nicht gezeigt. — Es geht, hieraus hervor, daß, wie auch schon anderweitig beo'bachte-r ist, b-ie Kinder den Kodlenoi.bgasvergs!sfungen aegenüiber eine größere WiderstLndÄvast zeigen, >rls man anneihnren sollte. Di« Ursache hiefür bericht nur auf Verrnutungen. denn eine regelrechte Evklärung hat man dafür. nach nicht gefntrben. (l „Amerikaner", die MAlchen kausen . . . Die Belgrader Posiztt verhaftete drei iwrdMnerikanische Zigeuner, die nach Jugoslawien gekommen waren, nur — Mädchen zu kanfe.n! Für fckoes Mäbckien bieten sie 1000 Dollar. Man hat auch schon erfahren/ daß sie..in Schabatz dem dortigen ZHeunrrlwupttinit Mita Todorvvic dessen Tochter und einige andere Mädchen nbgskauft haben. Beim Verhör benahmen sich die drei sehr selibstbewußt, erklärten, sie feien nordamerikanische Sta-atsbüvgor und niemand habe das Recht, sie M verhaften. Sie seien kvine Mädchen-Hälnlb'er, sondern Mä'ock)en-tauf sei bei ihnen alte Sitte. Sie werden in polizeilichem Mvahrsam gchaltcn. 2905^4395^39^2

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