Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2340 (27.8.1925)
- Date
- 1925-08-27
- Page
- Seite 11 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Nk 2340 ibeite 11 Wieüev Möi a#Z WIEN VII Filiale: Litschau 5eidengasse35 ^uA\mdÄ^cA&£, V fcafain, \ vy tOA^HV UinilMinni iiininiiiMlillll iüliifnilli0n»'iä *I*2aS * Der Mord an Mohapl. Im Aufträge der Staatsauwailtschaft hat die Polizei den Kolporteur Holatschek verhaftet und dem Gerichte cingelresert. Er wird beschuldigt, au den Vorgängen des 1. August auf dein Praterstern, in deren Gefolge der Turner Mohapl getötet wurde, beteiligt gewesen zu sein. Holatschek soll auch den Mörder Seidl in das Lokckl der jugendlichen Kommunisten irr der Blumanergasse gefilhrt haben. 6 Strickwaren werden heute von maßgebenden Einkäufern vor allem in Wien gesucht. Der auserlesene Geschmack und die reizvolle Farbenkombmation aller Modelle haben der Firma „E n k a", Wien, 7. Bezirk, Seidengasse 35, die führende Stellung gesichert. Die einzelnen Schöpfungen überbieten einander an Originalität, in bezug auf Dessinierung und Schnitt, und passen sich in vorzüglicher Weise allen Anforderungen der Mode und des Sportes an. Die Marke „E n k a" hat sich durch diese Vorzüge längst Weltruf erworben und wird in allen Ländern gesucht. * Verbindung Barissia zu Prag. Die zum Kongreß in Men erschiei enen Mitglieder werden gebeien, sich morgen Freitag den 28. d.. zwischen 8 und 9 Uhr nbendS, im Kcifs de France, 1. Bez. Schottenring, elnaufUtbeu. E Bulgarrlch-Paliistinenfrschev Wirtschaftsverkehr. Durch die bulgarische Emigration nach Palästina hat das wirtschaftliche Interesse Bulgariens am Wiederaufbau Palästinas bedeutend zugenommen. Unter den bulgarischen Banken wird die Ban ca C oramerciale Italiana e Bulgara, die in Aar na und BurgaS Filialen besitzt, berufen sein, an der Finanzierung palästinensisch-bulgarischer Geschäfte regen Anteil zu nehmen. Die genannte Bank verfügt in Bulgaren wie im AuSlande Über arlögezeichnete Verbindungen und besitzt affilierte Häuser in A l e x a n d r i e n und Kairo, welche unter dem Namen „Ban ca Commerciale Italiana per Pß o i t o“ tätig sind. — Wie bereits gemeldet, wurde jüngst in Jerusalem ein italienisches Handelsbnrean (Uffizio italiano della Palestuia, P. O. B. 356) errichtet, das über die Handelsverhaltnisse Italiens und Palästinas Information«» ..erteilt. Dieselbe Funktion bezüglich Bulgarien und Palästina übt die I t a l t e n t s ch e H a n d e l S k a m m e r in Sofia, Li. 8v. Usckvlja ans. * Ausstellung jüdisch-sozialistischer Literatur. Die Ausstellung jüdisch-sozialtstiicher und oale-zionistischer Bücher und Zeitungen u>urbc in das Arbeiterheim Borochow (3. Bez, Blumauergasse 1) übertragen. Besuchszeit täglich 'außer Sonntag) von 9 b»s 13 Uhr und von 7 bis 10 Uhr abends. Eintritt frei. * Der Kampf um die Berbillignng von Brot und Gebäck. Anläklicb der Erhebungen in Bäckereibctrieben wurde ststgestellt daß von einzelnen Erzeugern der WArrverkauferraibatt bei Klemgöbäck von 0,7 Groschen auf einen Groschen pro Stuck erhöht wurde, wodurch sich für den Wiedewerkaufer cm Kuben von rund 15 Prozent ergebt, der weit über da» Maß des der Vorkriegszeit üblichen hrnausaeht. Die Behörden smd ledialiü» au Lasten der Konsumenten des bisherigen Melle Steigerung wird. Wiederwerkänfernnhens * Aerztliche Nachricht. Dr. Siegfried P l a sch f es. Fachamt für innere Krankheiten, ist vom Urlaub zurückgekehrt- und ordiniert 3. Bez., Fveihvitsplätz 6. Tel. 20-5-78. * Kmoch Sieger im Debrecziner Schachturnier. Letzte Runde; S e i i—tü m o ch unennchteden. Pzepiorka gewinnt gtgen Aszta , o 8 Vukovie gegen Matt i so»», Steiner gegen I o h « e r, Hav a s i gegen B.a j.d a. Die Partien Brote 8—G r ü n f.v l d und ,T a r t a k o w e r— N a g y blieben unentschieden. Den e r st e u Preis gewinnt Kmoch (Wien' m t 10 Punkten, den zweiten und hatten teilen I o h n e r (Zürich) und T g r t ä k o w e r (Paris) mit je 8'/, Punkten, den vierten und fünften B u k o v i e (Agram) und G r ü n f e l d (Wien)» den sechsten und siebenten teilen P r o k e S. S e i tz, S t e t u e r. H a v. a s i, P r z e p i o r k a. Einen Sonderpreis für die besten Erfolge erhielt V a.j d a. 6 Kleider, und Gummimäntelfabrik Georg Mayer, Wien, 2. Bez., Tabmstratze 39. Tel. 40-0-46. Engros-Export. * Ein Betrüger an Auswanderern. Der 25>fährrge vorbestrafte Privatlehrer Kurt Erhärt wurde hier verhaftet, weil er eine große Zahl von .AuÄoandeeungslustitzen um Beträge bis zu 700 Schilling dadurch geschädigt hat, daß er versprach, ihnen durch ferne Beziehungen amerikanische Paßvisa zu beschaffen. Erhärt suchte seine Opfer hauptsächlich unter burgenländischen Bauern. Er wurde dem Landesgericht eingeliefert. * Kellnerstreik am Semmering. Wie die Korrespondenz Herzog meldet, ist im Hotel Pan Hans am Semmering infolge Lohndifferenzen cm Kellnerstreit ausgebrochen. Die übrigen Hotels sind dom Streik nicht betroffen. __ .* Einliefcrnng des Schuhwarenhändlers Schächter. Der wogen Äerdachtcs der bet r ü -g s r i s ch e u Krida und Veruntreuung mit 30 Milliarden Kronen Schaden von der Staatsanwaltschaft gesuchte LOjährige Schnhwareichändler Benno Schächter, Fleischmavkt 1 etabliert, der sich nach Holland geflüchtet hatte, wurde am Dienstag vom Grenzpolizeikynuniffariat Passau hierher gestellt und gestern dem Landesgericht 1, das seine Emliescrung begehrt, hatte, überstellt. * Die Nationalfondssammlung an Bord des President Artur". Aus Jerusalem wird uns geschrieben: Der „President Artur", der erste iüdtsche Damvfer, ist schon zweimal in das Goldene Buch des Keren Kajemeth eingetragen worden. Auf seiner ersten Fahrt von New-Iork nach Palästina wurden an Bord 434 Dollar für dielen Zweck ge'ammelt. Auf der letzten Reile erbrachten die Sammlungen 1313 Dollar, die dem Hanptbureau des Fonds in Jernsalem durch Vertreter der Passagiere persönlich abgeltefert wurden. Radioprogramm. Heute Donnerstag., 11 nach Anlage). — 4 bis Mikado. Herold r Zamva. LanronottT für Violine. Mozart r 0o» luan. Kronegger: .Was wird mit Wien" und „Mein zuckersüßes Mädi". Morena r Lied und Tanz Strauß: Wo die Zitronen blüh'n. Chamrier r Eleonore. — l/ä7 Uhr: Dr. Noschkott r „Was kann und will der Wetterd-enst leisten V r 8 Uhr: .Orchesterkonzert. 1. Berlioz: . Ouvertüre zu „Karneval in Rom; S. Lob. Seb. Back r Konzert für zwei Violinen und Orchester. S. Beethoven: Konzert in 6-Dm für Klavier ünd Orchester. 4. Karl Goldmark: Shuwhynie „Ländliche Hochzeit". Vereine, Bortrstae und Versammlungen. T a l m u d t h o r a s ch u l e i m 18. B e z. Der erste Unterricht im 4. Schuljahre beginnt Mittwoch den 30. September 1935 um 5 Uhr nachmittags. Einschreibungen werden schon jetzt in der Kanzlei, 18. Bez., Schopenhauerstraße 39, entgegengenommen. Der Unterricht an dieser, unter der Oberleitung des Ehrenpräsidenten Herrn Rabbiner Dr. Feuchtwang stehenden Talmndthoraschulv erfolgt vollständig kostenlos. Bühne und Kunst. Führung durch die Umstellung Mischer Künstler im Kongrestgedstnde. Die jüdischen Künstler, welche ihre Werke im Kongresigebände ausgestellt haben, laden die Exekutive, das Präsidium und. sämtliche Kongreßteilnehmer mit ihren Angehörigen zur Besichtigung der Ausstellung im Logenfoyer, sowie ihrer Ateliers, hofftchst ein. ■ Heute findet nach der VyrmittaaSsttzung eine sachverständige Fhrung durch die Ausstellung unter Leitung des Kirn'Inserenten der. „Wiener Morgenzeitung". Herrn Dr. Rosenfeld statt? Karl D u l d t g. Max F a r b m « « n, 9. Bez. Ferdinandstraße 38. Heinr ch H o ch m a n n, 8. Bez., Daungasse 1. Slawa H o r o w t tz. Henrike Kerner, 8. Bez.. Daungaffe 1. Viktor K o s a k. Lazar K r e st i n. 1. Bez, Konkordtaplatz 6. Jakob L o e w. 3. Bez., Bechardgaffe 17. Samuel Z i m m e r m a n n. B. L a n d an. Ile VoNsttagödie ..Mofe-. Uraufführung im Carl-Theater. Jfrael Auerbach, dem Schöpfer dieses Dramas, dan ken wir nranche wertvolle literarische Gabe, insbesondere das edle, kräftige, heiße Gedicht ,Das große Wecken". Die Wenschätznng, die ich Dr ihn hege, verpflichtet mich, nicht herimizufackeln, nicht verlegen schön zu tun, sondern n-nunttvnnben uieine Ateimmg zu sagen. .SelbstverstäMich als meine persönliche Meinung, die irrig sein kann und — wie sestzustellen ich nrich beeile — mit dem gewiß wichtigen Nvteil des TheaterpMikums in Widerspruch steht. Anläßlich der gestrigen Fest- Ausführung fand nämlich Auerbachs Volkstragödle eine bc-. geisterte Aufnahme. Sie hatte einen von Mt zu Mt steigenden Erfolg und der Autor — ein Atann, der sich nicht aus den ersten Ruf verneigen ko-nrmt — mußte irmner wieder vor der Rampe erscheinen. Also, ich muß dieses Werk durchaus Mahnen. Ich kann, es weder als Bühnendichtung noch als Buchdrama gelten lassen. Dir Gestallten sind wicht Plastisch, die Handlung, sofern sich eine sollche erkennen läßt, keucht mühsam eiyhvr, die Sprache — dies anzukreiden, wird mir besonders schlM — MMM«.». V£t: