Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2340 (27.8.1925)
- Date
- 1925-08-27
- Page
- Seite 12 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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SM 12 sxnwctsvos Wiener Morgenzeitnns 27. AusB IW Nr. 2340 ist alles eher, denn wesenhast. Das Opus scheint mir ein uMfiörmiiicr, inhaltsloser Dranmckoloß mrf tönernen Versfüßen zu sein. Das Volk hadert mtt Gott und Moses, begehrt auf und ist wieder reumütK, ein Realist, Schafat, tritt <mf und tvill die Schwergeprüften zu den Fleischtöpfe^ Aegyptens zurückführen, Nieser hingegen, der Sohn des Mose, ist von Inbrunst und von dem Glartben an die Sendung des Vaters erfüllt. Es ergibt sich, daß dieses Geschlecht Menschenstaub ist, und — man weiß das aus der Mfel — 40 Fahr« durch die Wüste wirwandern müssen, bis ein neue>^ besseres Geschlecht reif für die Landnahme ist. Aber wenn die Inbrunst auflodert, macht sie nicht warm, und wenn die Empörung losbricht, geht es nicht nahe, und wenn die Menschen dort oben auf den Brettern von Jammer «iflb Not geschüttelt sind, ist man nicht gerührt, denn alles ist, tote es in den „Meistersingern" heißt, „etzliche Verse lang". Der Spielleiter und seine Künstler waren hingebond bei der Sache und haben dom Autor nach Kräften gedient. Hans Marx und Franz Scharwenka waren sprachtechnrsch außewrdentlich, Herta Pauli ist eine begabte, herzhafte Schauspielerin und Jenny Reingruber erwies sich als Tragödin von Rang. Besonders nahe ging uns der Hevzenston Jakob Feldhammers. Er erhob sich Ijodj über seinen fragwürdigen Part. Unendliche Mühe hatte der Spielleiter Feldmar auf die Inszenierung verwendet und das bemerkenswert gute Ensemble zu einheitlicher Wirkung geschmiedet. Otto Abele s. Aus de« Theater». Dnrggarten (bet ungünstiger Witterung im Festsaal der Hofburg). Heute, 8 Uhr abends, Tanzabend des Cerri-Balletts. Schönbrunner Schloßtheater. Heute ^Fledermaus". Morgen »Zar uud Zimmermann". SamStag ,6avaHsrr» R u s t i c a n a" utt& »Der Bajazzo". Sonntag „Fra D i a r o 1 o\ Volksoper. Heute »A i d a". Morgen „L a T r a v i a t a*. Deuts ches Volkstheater. Dr. Rudolf T y r o l t wurde für ein längeres Gastspiel verpflichtet. Der Künstler wird in einer neuen Rolle in dem Schaulvtel aus dem Wiener Volksleben „Die U e b e r z a h l i g e n" von Richard Nordmann (Margarete Langhammer) austreten. Roland-Bühne. Morgen Premiere des Schwankes »Das Radiobett" von Friedmann und Lunzer. Neben Franz G l a w a t s ch und Mizzi Freihardt, wurden die Herren Ä u r i ch, Sigt Hofer und Robert V a l b e r g verpflichtet. Metropark. Heute findet die 200. Aufführung der Revue „Rund um den Mittelpunkt" statt. Die Jeritza-Saison. Direktor Schalk, der, Wie bekannt, die Staatsoper leitet, hat dieser Tage mit Frau I e r i h a die Modalitäten besprochen, unter denen sie in der nächsten Saison in der Staatsoper tätig sein soll. Das Ergebnis dieser Verhandlungen ist — ein fünfmaliges Auftreten der Frau Jeritza (m der ersten Hoffte Septenwer) an der Wiener Oper nnd eine sechsmonatige Tätigkeit der Sängerin in Amerika. Im März 1926 kchrt sie nach Wien zurück und soll dann angeblich durch ein paar Monate an der Staatsoper tätig sein. Shnagogales Konzert. Heute Donnerstag findet um halb. 8 Uhr Äends im großen Leopoldstädter Tempel, 2. Bez., Tempelgasse Z, ein symrgogales Konzert statt. Es werden Sabbat- und Feiertagsgesänge von älteren und modernen Komponisten durch die Solisten Oberkamtor Margnlies «nfc Herrn Grün b erg sowie durch einen Mannerchor des Synagogensängerverbandes zu Gehör gebracht werden. Karten zu mäßigen Preisen sind im Vorverkauf im Ko-nzerchaus, beim Tempelpo-vtier, vor dem Konzert an der Abendkasse des LeopMstädter Tempels erhältlich. Atelierbesuch fei Maler Lazar Krestin. Infolge des regen Interesses wurde die Besichtigung der Bilder im Atelier Lazar Krestin, 1. Bez., Conoordiaplatz 6, noch bis (grtte dieser Woche verlängert. Besuchsstunden von 10 bis 1 Uhr mittags und von 3 'bis 5 Uhr nachmittags ohne vorherige Anmeldung. Daselbst liegt auch die Lazar-Krestin- Mappe zur Einsicht auf. Serichtssaal. Valorisierung der Alimente trotz Notariatsaktes aus Nicht- «chöhung. Anläßlich der im Jahre 1906 erfolgten Scheidung der des Schriftstellers Rudolf S. kam zwischen ihm und feiner Gattin ein Notariatsakt zustande, in welchem der Gatte sich verpflichtete, feiner geschiedenen Frau ein monatliches Aliment, welches je nach Einkommen des geschiedenen Gatten keinesfalls den Betrag von 50 Kronen übersteigen sollte, zu bezahlen. Da der Gatte nach wie vor seiner, geschiedenen Frau 80 Kronen monatlich zahlen wollte, hatte die Frau beim Bezirksgericht Landstraße eine Klage auf Valorisierung der Alimentation von 60 Kronen geklagt, wogegen der Gatte die ValorisatiossmLglichkeit in Hinblick aus die Bestimmung des Notariatsaktes bestritt und bezüglich der Höhe ausführte, daß er heute nicht den valorisierten Betrag des Einkommens von 800 Kronen, welcher als Einkommen bei einem Alrment von 50 Kronen zugrunde gelegt war, verdiene. Das Bezirksgericht Landstraße hatte die Valorisierung dem Grunde nach als berechtigt anerkannt und den Gatten auf Grund seiner derzeitigen Einkommensverhältnisie zur Zahlung von 30 Schilling monatlich an seine -Frau verurteilt. Das Zivillandesgericht unter Borsitz des Hosrates Gelinge r wies die Berufung des Gatten zurück und erhöhte in teÄweiser Statigebung der Berufung der Frau die monatliche Alimentation auf 35 Schilling. In der Begründung wurde ausgeführt, daß, wenn in dem Notariatsakt ausdrücklich, vereinbart wurde, daß unter keinen Umständen der Gatte mehr als 60 Kronen an Alimenten zu zahlen habe, dies die Valorisierung nicht ausschließe. Mt einer Entwertung des Geldes konnten die Parteien damals nicht rechnen. Lollswirt. SaduSttel« ans PaMi»«. AuS Jerusalem wird uns geschrieben: Das Departement für Handel und Industrie der zionistischere PalästinaeMÜrtive hat in den letzten zwei Jahren an Fabrikanten Anleihen in Höhe von 13.000 Pfund gewährt, die sich aus 180 Empfänger verteilen. Jp. der vorhergehenden Periode erhielten 14 Empfänger 1498 Pfund. Die Erleichterungen für Anleihen wurden durch die höheren Bewilligungen des Keren - Hajeffvd-BudgetS beim letzten Kongreß für dies« Zwecke möglich gemacht. Nach den einzÄmen Zweigen geordnet, wurden die Anleiheu rvie folgt ausgegeben: Textilwaren 24, Chemische Industrie 9, Lebensmittel 8, Metalle 7, Dvuckevvi und Papier 6, HolKoavboittNdg 6, kunstgeweMiche Gegenstände 6, Berarbeitung von Lehm 4, Stembrüche 3, Fischerei 3, Gerberei und Lederindnstvie 3, SanitätSwaren 2, und je 1 Darlehen für Glas und Spiegelglas, Tabak, Wollindustrie, örtliche Produkte und an acht weitere industrielle Unternehmungen verschiedener Art. Die Höhe der Anleihen bewegte sich zwischen 2 umt> 825 Pfund. Das Handelsdepartement hat in den letzter: zwei Jahren in den folgenden industrielle:: Zweigen Untersuchungen angestellt: Tabakbau, Fischerei, Papier, Kalk, Stein- und Marmorbvüche, Seide, Textilien, Brarteroi, Vergleiche über die Kosten der Lebensbedürfnisse, Kostenberechnung für Produktion und Nutzen landwirtschaftlicher Erzeugnisse. In verschiedenen Fällen wurden die Resultate in Broschüren veröffentlicht. Es werden jetzt eine Reihe von Artikeln in Palästina hevgestM, wie Bureaumöbel, Haushaltseffekten, Wagen usw. Eine Furnierfaibvik wird jetzt aufgemacht. Die Metallindustrie weist viele wichtige iveue Anlagen a:vf, wie eilte Pflugfabrik, ene solche Kr Kochapparate, Kr Betten, Kinderwagen, mchrere Unternehmungen zur Herstellimg von Löffeln und Gabeln, Leuchtern, billigen Schmucksachen, Korkfabrikation, Zubehörteile Kr elektrische Lampen, kunstgewerbliche Gegenstände, eine Letterngießerei uud verschiedene gewöhnliche Gießereien. Größere Fabriken sollen für die Fabrikation von Metallfenstern uud -Düren, für landwirtschaftliche Geräte und Eisenwaren ausgemacht werden. Einige Kistenmacher, Buchbinder uud Düteufabrikanten haben sich in: Lande niedergelassen. Eine moderne Papier- und Schroibwarenfabrik ist au Stelle von zwei kleinen, die ihren Betrieb schließen mußten, errichtet worden. Die hauptsächlichen Unternehmungen der chemischen Industrie m Palästina find: ein Meersälszwerk, zwei Alkohol- und Hefofabriken, eine fast fertige ZüuAholyfäbrik, nvehreve Laboratorien für die Produktion kosmetischer und gewisser m-edizinischer Mittel, mehrere Oel- und Seffenfabr^kon, einige Betriebe zur Herstellung von Waschblau, Lack, Politur und Farben und mehrere primitive KaMfon. Eine Düngerfabrik und die Zenrentwerke mögerr in diesem Zusammenhang noch genannt werden. In der palästinensischen Textilindustrie sind verschiedene Neugründungen zu verzeichnen, wie die Atrlage einer modernen Seidenweberei und Wollwivkerei in Verbindung mit zwei Spinnanlagen, die Aufstellung von Jacquardwebstühlen und Fabriken mit Maschinenbetrieb' Kr Unterkleidung, Kr Schuhviemen und NähgarnspuLung, die Etablierung einiger Schneiderfirmen und die Anlage einer neuen Teppichweberei. Kongreßteilnehmer Verkehret nur in jenen Lokalen (Kaffeehäusern und Restaurants), in denen die „WIENER MORGENZEiTUNG“ und die KONGRESS-ZEITUNG aufliegen! 597 Sie Wirtschaftslage Polens. Von Dr. Julius Wurzel, Mitglied des polnischen Senats. Im Anschluß an das in der Nummer 2336 Ihres geschützten Mattes unter dem Titel „Die Wirtschaftslage Polens" veröffentlichte Interview mit meinem verehrten Kollegen Herrn Senator Dr. Rotten st reich ersuche ich Sie um Veröffentlichung der nachstehenden Bemevkungen, -die nur den Zlveck verfolgen, eventuellen Mißverständniffen Vorzuveugen. Bei der Prüfung der objektiven Ursachen des gegenwärtigen Kursrückganges der.polnischen Währung lösten sich, wie dies mein Kollege richtig bemerkte, einige Tatsachen feststellen, die als Fehler bei der Durchführung der .Saniemngsaktion bezeichnet werden können, so insbesondere die zu geringe Beachtung des Problems einer ausbalancierten Handelsbilanz und die unrichtige Politik in bezug auf das staatliche Kleingeld (Billon). Es wäre jedoch verfehlt, den gegenwärtigen Kursrückgairg als notwendige Folge dieser Tatsachen zu betrachten oder gar Wo*. Radiobett iü sehen 7 Täglich. 8 Uhr, Roland-BUhna \ Franz Glawatsch als <3ast aus diesem Grunde von einer schwachen Fundierung der polnischen Währung zu sprechen. Die polnische Währung ist eine der bestfmi.dierte.tt des Kontinents (ziM 50 Prozent Golddeckung) und bietet durch diese , ihre Deckung sowie durch die statutarischen Kautelen der Emission jede Gewähr der Bollwertigkeit und Stabilität, die irgendwie von einer guten Währung verlangt werden kann. Der Einfluß der passiven .Handelsbilanz sollte sich daher normalerweise höchstens in ganz kleinen Schwankungen äußern, wie dies auch vor den: Kriege bei Ländern mit passiver .Handelsbilanz, ohne irgendwie Aufsehen zu erregen, vorznkommen Pflegte. Als einzige Ursache des gegenwärtigen starken Kursrückganges kann daher nur die finanztechnisch vollkommen ungerechtfertigte Panik betrachtet werden, welche aus politischen Gründen von demjenigen, eui prodest, hervorgerufen worden war. Es ivar vielleicht ein Fehler der polnischen Regierung, diese Möglichkeit eines Politischen Angriffes auf die Polnische Währung nicht vovausgesehen und ihr nicht vorgebeugt zu haben. Zu ihrer Entschuldigung kann jedoch gesagt werden, daß ein solcher Angriff, bei welchem sich doch die Angreifer auch ins eigene Fleisch schneiden, logisch nicht wahrscheinlich war. Durch diesen Angriff ist Polen in die Zwangslage versetzt worden, mit allen ihm zur Verfügung stehenden Gewaltmitteln die sofortige Aktivität seiner Handelsbilanz herbeizuführen, wodurch auch alle diejenigen Staaten in Mitleidenschaft gezogen werden, welche mit Polen in Handelsbeziehungen gestanden sind. Es unterliegt aber keinem Zweifel, daß nach Erlangung des Gleichgewichtes in der Handelsbilanz die polnische Währung ihren vollen Wert aus den intevnationlen Märkten wiedererlangen wird. Man darf eben nicht vergessen, daß man es hier nicht mit einer Jnflationserscheinung. zu tun hat und daß angesichts des wiederhergestellten Gleichgewichtes im Staatshaushalt die Inflation in Polen für «He Zukunft ausgeschlossen erscheint. Die Devisenpreise. Sfiuif den intevnaiionälen Devisenmärkten war -der Zloty gestern wieder fest. In Zürich erhöhte er sich von 85,00 auf 87,60. Die letzte Steigerung ist mrf die Meldung über eine gelungene Dollaranleihe der Bank ■ Polski zurücktzuifühven. Diese Anleihe fall 10 Millionen Dollar betragen und nur zu Stützung szwecken der polnischen Währung verwerchet werden. Die Lira ermäßigte sich nach stärkeren Schwankungen von 19,66 auf 19,20. Die Kursänderungen der anderen Dwisen lvaron unbedeutend. Fniowerrzen. Gestern fand die Ausglerchstags a tz u n g der Petrazit - A. G., 1. Bez., Tuchlauben 8, statt. Die Gesellschaft befaßte sich mit der Verwertung zweier patentierter Erfindungen, und zwar einer Kunstholzart ^Portolai" und einer Künststrtnart „Petrazit", aus denen sie Galanteriewaren erzeugte. Am 20. d. gelang es. die Fabrik, die bisher sttllgestanden hat, wieder in Bettieb zu setzen. Die Attiven betragen 251.000 S., die Passiven 474.158 S., wovon 100.000 bevorrechtet sind. Es werden 35% in einem Jahr geboten. —- Das Ausgleichsverfahren wurde eröffnet über R e i s m a n n L B e ck, 7. Bez., Neustiftgaffe 85. Anbot 40% in drei gleichen VietteliahrSraten. Passiven 52.124 S., Aktiven 19.914 S. — Ueber Hans Müller, registriert unter der Firma Hans Müller L Co . 1. Bez., Wollzeile 39. Anbot 35% in zehn gleichen Monatsraten. Passiven 28.232 S. Aktiven 10.387 S. — Ueber ^F i ch t o l t n" G a e r t n e r L E v m e r, 1. Bez., Fleischmarkt 1. Anbot 40% in vier gleichen Vierteljahrsraten. Dassiven 60.416 S' Aktiven 30.699 S. — Ueber Anton K i t o 8, 10. Bez., Quellenplatz 3. — Ueber Franz und Erne P a m e r, Gastwirte, 17. Bez., Frauengasse 5. — Ueber Edmund Scholtze, Autotaxtunternehmen. 18. Bez-, Maxingstraße 4. — Ueber Ferdinand und Josefa S ch u st e r, 2. Bez.. Großer Bruckhausen 3681. — Ueber F. Kraus, Textilwaren. 16. Bez;, Liebhardtgasse 38. — Ueber P. Krusins, 18. Bez.. Gersthoferstraße 144. — Ueber Max H e-n y, Ratenhandler, 30. Bez., Klosterneuburgerstraße 62. — Ueber Leopold Wiborny, Galvaniseur, 16. Bez.. Feßtaaffe 2. — Ueber Aawn F u ch S in Landsee, Burgeuland. — . Ueber Franz Kellner, Kaufmann. 16. Bez., FrSbelgaffe 30. — Ueber Eduard Fischer, Küchengeräte, 2. Bez., Arnezhoferstraße 9. — Ueber Leopold Del) lsinger. Nahmentischler, 16. Bez., Ganglbauergasse 7. — Ueber Severin Schwarz!. Lebensmittelhandler, 9. Bez., Zimmernmnnplatz 7. Einführung der Weiillestemrung in Polen. Aut Warschau, 26. d., mc-Xtocu „Polnische Nachrichten": Am 1. September d. I. i-ritt aus dem ganzm Gebiete der Republik Polen ein oiichoilliches Gesetz über Besteuerung vor: Wein m:d Met in Kraft. Den Gegenstand der BosteUlernirg bilden: Natnrwein vor: Weintrauben und Früchten, Knnstwo'm, Obstnrost, Schaunlwein und Mot. Die Vovevwählvton Getränke unteMegen der Bestenevnng ohlle Rücksicht darans, ob sie im Jnlande hergestellt oder aus dom AuSlande bezogen toerden. Die Ste-nor beträgt von 20 Groscheq bis 2 Zloty pro Liter. Samenzüchtung in Palästtna. Die Möglichkoiten der Entwicklung eines ausgedchnten Samervgoschästes in Palästina wurden kürzlich auf Beraulassung eifriger großer europäischer Scmrensivmen von Herrn Belilovsky untersucht,. der früher einer der Hanptexportenre von Samen aus Rußland war. Nach Angaben Belilovskys sind die konunerziellen Aussichten Kr eine Samenkultur in Palästina günstig. Dies trifft insbesoudere für die Kultivierung von Blumen Mid gewissen Gemüsesamen, die eines snbtropiischen Klimas bedürfen, zu. Deutsche und holländische Firinen untechielten ihre Planwagen bisher in Südsrankreich und Süditalien. Eine entsprechend organisierte und fachumnnisch bemHichtigto Samenzüchterei tvürde nicht nur europäische Aufträge, erzielen können, folddern auch einen wichtigen Faktor zur Lösung des PrMenls der inteiffiven Boivirtschastuidg bilden. Schließlich könnten auch die Evsordornisse der benachbarten Länder wie Syrien und Avgt)pten von Palästi»ra ans gedeckt werden und somit die Wirtschaftsbilanz des Landes erheblich gebessert lveMn.