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Wiener Morgenzeitung · 1925-08-23 · Heft 2336 (23.8.1925) · p. Seite 13

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2336 (23.8.1925)
Date
1925-08-23
Page
Seite 13 (sequence 13)
Language
German
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Nr. MS Wien, Eon »lag Wiener Morgenzeitung * Meffeabonnement der Bundesbahnen zur Hebung des Fremdenverkehres. Dre Gen^r^ldwkrion der österreichischen Bunde Sbahn-Ln gibt anläßlich der vom 6. bis 18. September d. I. in Wien itattifiitöcnbeu Herbftmesst oiu irosoniders ermütztgtes Generalabonnentent an auswärtige Besucher dec Wiener Herbstmesse aus. Der Preis dieses Abonnements betrügt 120 S. für die erste, 80 S. für die zweite und 00 S. für die btfiftc Wageuklasse. Das Abonnement hat für die Zeit vom 0. dis einschließlich 30. Sept-ember d. I. ^3-iiIfti-pfoit und berechtigt jtt beliebigen Fahrten auf sämtlich e n 1-ildiiQn der österroichtschen Bundeslahnen mit allen fahrplanmäßigen Personen-, Schnell- und D-Zü-gen. AuEnomincn sind nur einige auf der Abonnementkarte besonders ersichtlich gemachte Lokalbahnen. Das Messeabonne.ment gelangt bei lde-r ^ahrkartenausgabestelle int Mcssepalast uitb bet der Vor- Verkaufsstelle der Generaldirektion der Oes!rrr?!chisck>en Bnndesbahnen, Men, 1. Bez., Schwaräeubcrgplap 8,;ur Ausgabe. * Die Lebensmittelmärkte. Die gestrigen Aiärkte boten das traditionelle SamStagbild. Namentlich die Großmartlhalle wies trotz des naben Monatsendes gesteigerten Besuch auf. Der Ausfall in den Fleischimp arten gegenüber der Borwoche wurde durch die günstigeren AchSzusubren ausgeglichen. Mindere Sorten Rindfleisch haben sich um 10 Groschen pro Kilogramm im Preise verbilligt. Alle anderen Fleischgat ungen erhielten sich auf dem vorwöchtgen Preisniveau. Der Naschmarkt wurde in bezug ans alle Gemü'esorten reichlich dotiert. Salat und Gurken, für die rege Nachfrage herrschte, haben mäßig im Preise anaezogeu. Hingegen wurden Kraut und Paradeiser b lliger abgegeben. Karloffel wurden zwar von den einheimischen Produzenten weniger auf den Markt gebracht, allein mit Zuhilfenahme der vorhandenen Vorräte konnte den Anforderungen entsprochen werden. Die Obst- Zufuhren erhielten sich auf bedarfsdeckender Höhe. Butter hat im Preise anaezogen. Teebutter 7.20 bis 8 40 S., Tafelbutter 0.60 bis 6.80 S. und Kochbutter 4 bis 5.20 S. pro Kilogramm je nach Qualität. Eier 14 bis 18 G. pro Stück je nach Größe. * Gottesdienst während der hohen Feiertage. Der Vorstand der Wiener Kultusgemeinde veranstaltet anläßlich der diesjährigen hohen Feiertage im Großen Musikvereinssaal, 1. Bezirk. Dumbagasse 3, Sophiensaal, 3. Bezirk, Marrergasse 13, und im Hotel Continental, 2. Bezirk. Taborstraße 4, Gottesdienste. Jene Parteien, welche auf die im Vorjahr benützten Sitzplätze reflektieren, können die neuen Karten gegen Vorweisung der vorjährigen an der Kartenkasse der Kultusgemeinde, 1. Bezirk. Sellenstettengasse 4, 1. Stock, m der Zeit vom 1. bis 8. September d. I. während der Amtsstunven von 9 bis 1 Uhr vormittags beheben. Der allgemeine Kartenverkauf beginnt am 9. September d. I. * Ein origineller Raubüberfall in New-Aork. Die New- Aovker Blätter berichten von einem originellen Rawbüberfall auif eine öffentliche Bar in der 126. Straße. Vier Banditen betraten am Vormittag die Dar, in der acht Gäste Erfrischungsgetränke gegen die drückende Hitze schlürften. Die Räuber zogen ihre Revolver und forderten die im Lokal anwesenden Personen sowie den Besitzer und einen Schankburschen auf, in der: im Raum befindlichen gewaltmen Eiskasten zu treten. Unter dem Druck der Revolver leiststen die Anwesenden der Aufforderung Folge, tvorauss die Banditen die £.iu'c des Eiskastens abschlossen und in aller Ruhe die Kasse des Schanikloöales plünderten. Mit einer Beute von etwa 500 Dollar machten sie sich sodann aus dem Staube. Erst nach einigen Stunden fiel es anderen Besuchern des Schanr- -lÄkals auf, daß der Wirt verschwunden sei.. Man stellte Nachforschungen an und entdeck'e endlich die im EiSkasten eingefperrten Personen. Diese waren samt und sonders halb er- / ächsische Strümpfe und Handschuhe Engros Export Adolf Tarier Wien, »„ Kohlmessernasse 6 Telephon Nr. 66-7-07 I. 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Erft als die Aerzte erklärten, daß eine Heilung unmöglich wäre und hier nur noch der Pädagoge helfen könne, wandte er sich an die jüdische Kultusgemeinde uni Rat' und Hilfe. Die Kultusgemeinde nahm sich des unglücklichen Kindes liebevoll an und Lrachte es zwecks Erteilung von Privatunterricht beim Lehrer des Israelitischen Taub st um meninstituts in Budapest, Simon Adler, unter. Adler, der nicht nur als Taubstummenlehrer auf große pädagogische Erfolge zurückblicken kann, sondern sich auch als Blindenlehrer eines ausgezeichneten Rufes erfreut, hat für den Unterricht der Margit Egri, da ihre Taubheit der Erklärung des Blindenschriftsystems hinderlich war, ein eigenes System der Braille-Schrift konstruiert und so gelang es Adler in kurzer Zeit, dem Kinde das Schreiben und Lesen beizubringen und die Grundlage für seine spätere Ausbildung zu schaffen. Adler wurde, als die von ihm angewandte Methode bekannt wurde, als Fachmann für Blindenunterricht so berühmt, daß er zum Direktor des damals von der Poster Kultusgemeinde gegründeten W e ch s e l ni a n n s ch e n B linde n i n st i t u t s ernannt wurde: in dieser Eigenschaft ist er noch heute tätig. * Die Schlange am Arm. Die kleinen Damenühren. die von den Paviseriunen in einoui an den Strumpfbändern befestigten Medaillon aetraaen werden, sind schon längst nichi mehr „dernier cri". Sie smd durch neue Modearmbänder abgclvst worden. Dieses Armband hat einen sonderbaren Vorzug: es ist weder aus,Gold noch aus Platin. Auch würde man es vergeblich in ivgendoinorn der eleganten Juwelierladen, die in der Rue de la Paix sich aneinanderreihen, suchen, Das neue Armband lebt nämlich! Es ist nichts anderes als eine kleine grüne Schlange, ein unschädliches Tierchen, das sich ohne Widerstand um den schneeweißen Arm der Pariser Modedamen schlingen läßt. ES war eine amerikanische Tänzerin, Marly Miller, die diese jüngste Modetorheit ans der neuen Welt nach Paris brachte. Anfangs fanden sich nur wenig Mutige unter den Pariser Damen, die ihrem Beispiel folgten. Plötzlich riß aber die neue Mode ein: und die wenigen Dpezialgeschäfte, in denen unter anderen exotischen Tieren auch kleine grüne Schlangen zu haben sind, wurden von Modedamen, die unbedingt em Arniband a la Miller haben wollten, belagert. Der Preis des neuen Armbandes schnellte sprunghaft in dir Höhe, und heute soll ein leibendes Armband riet teufvev int Preise stehen wie eines aus edlem "Metall. Radioprogramm. Heute Sonntag. 11 bis 1 Uhr: Orchesterkonzert des Wiener Symphonie-Orchesters unter Leitung von Direktor Atartin S p ö r r. — 4 bis 6 Uhr nachmittags r Orchesterkonzert der Kapelle I. W. G a n g l b e r g e r. F. Suvps : Ouvertüre zur Operette «Flotte Burschen". I. SB. Ganglberger: Medizinerballtänze. Walzer. Ch. Gounod r Große Phantasie aus der Dper „Der Tribut von Zamora". W. Popp r Konzert- Walzer für Flöte. H. Gartenberg: vslirio ä'»wors. Lied. F. Lehär r Pikanterie, Konzerttvalzer. A. Morena: Es wird weiter getanzt, Potpourri. — 8 Uhr: AuS dem alten Wien. Erzählungen, Humoresken, Wahrzeichen, Typen und Weisen mtS Altwien. Vortragender Karl K n e i d i n g e r. Atitwirkend r Kapelle S i l v i n g. Morgen Montag. 11 bis 1 lthr: Vormittagsmusik. ^Programm nach Ansage.) — 4 bis b Uhr r Machen für die Kleinen. Gesprochen von Grete D o r i s und Vinzenz Rauchs« ß. Mttwtrkendr Kapelle Silving. — 5 bis 6 Uhr r Nachmittagskonzert. — 6 Uhr 1v Min. bis 7 Uhr 10 Min.: Von Pompejis Untergang. Gesprochen von Hans R a t h a u s k y. ■■ I IWM Ill'lll^ .».MJ..II—— - -.... 1 ... .. Residenz-Atelier ttS i LFM Te I e p h o n-N u m m er 79-280 1 Elitxlges Atelier für Aufnahmen | V im Kon8resshausle 19535251^9

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