Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2336 (23.8.1925)
- Date
- 1925-08-23
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
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Seite 4 Wien, Soiinfnfl Wiener M<'raenzeUrma 23. August 1925 Ne. 23U WMWWW>MMW>EM»MWSWM»WWD»WWM»»»PWMDWP»PMP»WM,EWW»WWWWW DAISCBIA intoniatioiial« Tranaporlgaaailachafl n. b. ti. Mitglied des Rhenanla-Rhelnechlffahrts* Konzern (Bayern olie islHhnrftiNpM) Wien, l. ftotentiirmstrasse 13 Telephon 68-3*32, 69-4-8!. Telegranmadr.: „TrSMdanu&ia* Rhein-Main-Donau-Schiffahrt, Masientransporte, Schlffssammelladungen, Roexpeditlonen, Verzollungen, Einlagerungen in Magazine mit Oeleiseanschluss 2S4 Sptslalvtrkehr nach Trlast und Uabarsaa Ser Kongreß der zionistischen Frauen. Das Präsidium der 3. Konferenz der Weltorganisation zionistischer Frauen hat sich folgendermaßen konstituiert r Vorsitzende r Frau Romana Goodman (London), stellvertretende Vorsitzende : Frau Dr. Hannah W e i z m a n n (London) und Frag Siefs (Manchester), Schriftführerinnen: Frau Doktor Wechsler (Wien) und Fräulein M e ch n e r (London). Vom LegitimationsauSschuß wurde auf Grund des Berichtes der Exekutive festgestellt, daß aus 21 L ä n d e r n der ganzen Welt 54 Delegierte anwesend sind. Sämtliche Mandate wurden anerkannt, In der gestrigen Plenarsitzung erstattete Frau S i e f f (Manchester) den Tätigkeitsbericht über hie Arbeit in den englisch sprechenden Ländern, Fraulein M e ch n e r über die Arbeit am K o n t t n e n t. Nie Psticht der Fraue». Don Sophie Löwenherz, Vtzepräsidentin der österreichischen Zionistischen Fra non o rga n tja tli on. Palästina ist nun keine Utopie mehr, im Märchen, Unsere Städte und Kolonien blühen: unsere Pioniere, der Chaluz und die Ehalnzah, avbeiten auf den Straßen und Feldern des Landes und kämpftn täglich mit ungeheuren Schwierigkeiten, die sich chnen entgegenstellen. Sie woihnen rn Zelten, schlafen anr nackten Boden, stehen vn holhen Gummistiefeln in sumpfigen Gegenden, legen das Land trocken und unter ihren Händen entstehen blühende Gärten. Diese unsere Chalnzoih, 'hr Löben und Wirken in Palästina ist leider dem größten Teil unserer Frauen fremd. Das Problem der Fraue-uarbeit in Palästina wurde auch sciterrs der allgemeinen Zionistischen Organisation als nebensächlich behandelt, und so Zwang uns die Notwendigkeit, eine Weltorganisation zion'stischer Frauen zu schaffen, die die Fraueninteressen beim Aufbau Palästinas nachdrücklich zu tvahreu hat. Die allgemeine Zionistische Organisation muß ihre gesaut ten Mittel dazu verwenden, das palästinensische Schulwevk zu unterhalten, Kreditinstitute zu schaffen und den Immigranten Existenzmöglichkeiten zu göben. Die allgemeine Zionistische Organisation hat sich der besonderen Erziehungsarbeit der Frauen und Mädchen nicht gewidmet; desto intensiver müssen wir Frauen dies allein besorgen. Wir erkannten rechtzeitig, daß die Kolonisation Palästinas an der Frau scheitern könnte. Der junge Pionier kann nicht heiraten, weil die Frauen und Mädchen sich nicht zu Farmer-, Pflanzer-, Kleinsiedlerfrauen eignen. Die Frauen für das Leben in Palästina vorzubersiteit, dies ist das konkrete Ziel der Frauenpalästinaavbeit. Die dem zionistischen Eisenschrank gesunden hatte, der in Frankreich, aber zugleich sin Elsaß und in der Schweiz, st; der zionistischen Hauptkanzlei und zugleich irn Hauptnest der freimaurerischen Verschwörung versteckt war, Gleichzeitig aber stahl man das Manuskript aus Herzls Wohnung in Wien und aus den Geheimschränkcn der Freimaurerloge Mizraim. Zebergeben wurden die Protokolle au Nilus im Herbst 1897, von dem Späher, den die russische Regierung eigens zu diesem Zweck nach Bafel, zum Zionistenkongreß, geschickt hatte, zugleich aber 1901 von dem obgenannten Freund. Nun weiß inan es ganz genau. Und wem das nicht aus den ersten Blick einlenchtet, der ist ein Idiot oder ein verkaufter Jüdenknecht. Das Exemplar der Protokollnbersetzung Lamhesins. welches ich im Herhst 1921 bezog, gehörte dem hunderteinnndsünszigften Tausend an. Sein neues Werk liegt in achtundvjerzigstep Auflage vor. Seine Bücher haben Erfolg. Picht nur in der französisch lesenden Welt. Die ganze deutsche antisemetische Presse macht für sie Reklame und druckt Kapitel aus ihnen ah, obwohl der Verfasser ein wütender Dentschenftmd ist. . , . Auf welcher Sejte stehen die Weisen von Zinn? An diesem Punkte herrscht ziemliche Unklarheit. General Hudendorff schreibt beispielsweise in seinem Buch „Politik und Kriegführung": „Mit Frankreich und England Hand in Hand arbeitete die Oberleitung des . jüdi-, scheu Volkes. Vielleicht führte sie beide." Dagegen schrie-? ben die Londoner „Times" in dem berühmtem Alarm-? artikel pom 8. Mai 1920, in welchem eine parlamentarische Untersuchung über die Weltverschwörung der Juden gefordert wurhe: „Welche böswillige Gesellschaft Hut diese Pläne geschmiedet und triumphiert nun über ihre Verwirklichung? Woher stammt diese unheimliche Gabe esner Prophezeiung, die zunl Teil bereits in Erfüllung ging, zum Teile der Erfüllung entgegenschrestet? Haben wir diese traurigen Jahre hindurch gekämpft, uw die heimliche Organisation der deutschen WeltherrsKqst zu sprengen Md zu vernichten, damit wir hinter ihr eine weit gefährlichere« eine weit heimlichere entdecken? Sind wir j Mittel zur Durchführung dieses Zieles zu verschaffen, ist die Pflicht der Zionistischen Franenorganisat'mi. Alle Frauen, die hier im Galuth in Bequemlichkeit und Ruhe loben, tvährend zu gle-cher Zeit unsere Schiveste rn für unsere Zukunft dort im jüdischen Lande schwer arbeiten, haben die Pflicht, eben diese Mittel zit verschaffen. Jede von uns muß rroch immer Zeit finden, ihre Kraft nicht nur der Versorgung des .Haushaltes und der Erziehung eigener Kinder zu widmen, sondern auch der Mitarbeit anr großen Werke des Aufbaues. Die jüdische Frau unserer Generation ist verpflichtet, anr Aufbauwerke des jüdischen Volkes ntitzuarbeiten und mitzuwirken. Wir haben die heilige Pflicht, diesenr Werke unseren Teil der Arbeit und Opfern beizntragen, wir dürfen nicht blind, taub und gleichgültig all dem gegenü'berstchert, was int Judentum vorgcht. Die jüdische Frau muß cs begreifen lernen, daß das Judentum eine große und wichtige Sach' ist, der man mit ganger Seole und ganze»: Herzen dienen muß. Die großen Werte und Schätze des Judentums kennell zu kernen^ soll unsere Beschäftigung sein, und unser Lebensinhalt: die Arbeit für unser Volk und uner Land. Die Frauen unserer Organisation waren sich ihrer Pflichten voll bewußt und haben bei jeder Arbeit mitgetafl. Wir haben uns von keiner Mitarbeit in der allgenleiuen Zianistischeit Organisation ausgeschaltet, denn unsere Organisation bedeutet ja feinen Separatismus. Sie entstand aus der Notwendigkeit der Wahrung spezieller Fraueninteressen beinl Ausbau Palästinas, für die wir Frauen uns mit besonderer Jnnigke't eitlsetzen wollen. Die Arbeit -hat 'begonnen. Zum Weiterführen dieser Arbeit benötigen wir der Mitarbeit aller Frauen. Wir erstreben ein Zusamme,«wirken aller Kräfte lind müssen all der Entwicklung der Organisation arbeiten, damit ihr Umfang größer wird. Unsere Organisation muß stets wachsen und sich im Sinne Theodor Herzls zu einem unpersönl'ichen Älechaiiismus entwickeln, der mit absoluter Sicherheit alle verfügbaren Kräfte zu dirigieren vermag. Durch volle Solidarität nrüssen wir eine Geschlossenheit formen, deren höchste Tugend in der Disziplin und restlosen Hingabe jedes einzelnen besteht. Je größer unser Kreis, desto kleiner die Opfer des eimzelnen, ivenn man ttnfcre Zeit, ltnfev Geld und unsere Arbeit im Vergleich mit der Arbeit unserer Frauen und Mädchen in Palästina Opfer nennen kann. Unsere Frauen sollen aber nicht zu bloßen Göldeinsammlerinnen werden. Wir wollen ihr Interesse für unsere Palästinaarbeit wecken. Durch Kurse über Palästinakunde. jüdische Geschichte und Literatur wollen wir sie mit den Schätzen unseres Volkes bekannt, machen. Wir besitzen Werte, die wir nicht kennen; unsere Bücher sind ims verschlossen, weil wir unsere Sprache nicht verstehen. Durch Kurse zur Erlernung der hebräischen Sprache gibt man den Fsauen des Ggluth die Möglichkeit, sich unserer eigenen Literatur und Geschichte zu nähern. Aste aktuellen Fragen des Zionismus müssen uns nah sein und Palästina darf uns kein leerer Begriff, sondern eine wichtige Wirklichkeit HMWMWMWWVPWMWWWWWW«WWW»WeW>WMWWWWean>W Ligen- Modell-Werkstatt« Vomehimte Pelzkontekiion Josef * ‘ ' 4 Co, PELZaESELLSCHAFT VII. Mariahilfersirasse Nr. 10 ... TELEPHON 39-3-90 EN GROS 312 EN DETAIL sein. Nur lveuu wie das Judentum kennell, werden wir es lieben lernen, und dann wird die Mitarbeit unserer Frauen größer und intensiver werden. Jode jüdische Frau, deren Herz füx die jüdische Sqch.' schlägt, wird unserer Organisation beitreien und an unserer Arbeit mitholfen. ftnsere Arbeit ist schwer, unser Ziel ist groß. Mit unserer jetzigen 'Arbeit bauen w>r eine Brücke, aus der vielleicht schon, wir, bestimmt aber unsere Kinder hinüberziehen werden vorn Galuth in das freie Palästina. Me landwirtschaftliche Schale in «faleh. Aus dem Nachlaß das jüdischen Philanthropen Kadoorie vo« der Palast inaregierung errichtet. Der bekannte jüdische Philanchrop Kado-orie in Schanghai hat hei seinem vor mehr als zwei Jahren erfolgten Ableben, wie seinerzeit berichtet wu-vde, tpstamciitartsch 12 0D00 Pfund für Erziehungszwecke in Palä« st i n a hinteMssen. Die Palästisiiaregiermlig hat diüse Tcsta« mentsbestilnnmng dahin mterpretiert, daß sie sich sowohl ans das jüdische wie auch aus das arabische Erzieh»ngÄueiseu in Palästina beziche, Inas allerdings de» Intentionen des Erblassers nicht entsprochen häben dünste. Diesbezügliche Hinweise von seiten der Zionistischen Exekutive wurden von der Pailästinaregierung dahin boa-nttvortet, daß sie sich an den Wortlaut der vom Legaten vevfügten Bestimmungen hübten müsse. Die Palästiniarogierung hatte ursprünglich geplant, die Hälfte des Legats .für die Errichtung einer arabischen Landwirtschastsschule in Tel-Kerem zu ver^ wenden und mit der anderen Hälfte eine hebräische höhere Schule in Jerusalem zu errichten. Mit Rücksicht darauf, daß die Judenischast Palästinas das höhere Schulwesen aus ihren eigenen Mitteln bisher ausreichend begründet hat, wurde von jüdischer Seite Erez Israels an die Palästinaregierung das Ersuchen gerichtet, das halbe Kadoorie-Logai von 60.000 Pfund lieber für die Begründung einer jüdischen landwirffchastlichen Schnle zu Vevtvenden. Diesem Erlsuchen hat nun, wie I. T. A. Ms Jerusalent berichte,t, die Palästinaregierung entsprochen und aus dein halben Kadoorie-Legat wird nun eine jüdische landwir lschastliche Schule in Asüleh errichtet tverden. Die Unterrichtssprache dieser Anstalt wird Hchväisch sein. HANNAi ist das sensationelle Konservierungsmittel* welches das Brechen u^d Springen der Lackschuhe verhindert p 42s Zu haben in allen Schuhgeschäften m Warenhäusern! durch Anspannung jeder Fiber unseres Bolkskörpers ejyer pax germansta entropnen, um üsts einer pgx judaicq zu unterwerfen?" . . . 'Das Londoner Weltblatt, diese achte Großmacht, betrachtete also, wie man sieht, die Weltmacht der Juden als gleich schrecklich und bedrohlich für England, wie es ehemals die Macht des deutschen Reiches getveseu, denn sie richtet ihre Spitze gegen Großbritannien. Die jüdische Wcltverschwörnng kann demnach nicht mit England und Frankreich Hand in Hand gegangen sein, oder beide sogar geführt haben, wie Ludendorff meint. Die Protokollapostel sind in zwei Lager gespalten, das eine hält die Wessen von Zion für Beschützer der Entente, das andere ist überzeugt, daß me Weisen von Zion umgekehrt Deutschland mit ihrer sorgfältigen Liebe umhegen. Diesen Standpunkt nimmt man auch in Polen ein. Unser Verfasser vertritt ihn mit Behagen. Gern Jdeengang ist folgender: Die geheinre Weltoberregiernng, sözusggen der Bolst« zugsansschnß der Weltverschwörnng der mit den Freimaurern verbündeten Juden,bi(detdißzionistische Exekutive, an deren Spitze im Jahre 1897 der „Fürst des, Exils" Theodor Hexzl stand. Diese Heltoberregierung hat, wie wir aus dkir Protpkoflen ersehen, schon damals den Weltkrieg beschlossen, der zum Bolschewismus, zur Weltrevolntion, zur Schaffung des Völkerbundes führen sollte, und hör allen Dingen zur Errichtung des zionistischen Judenstaates in Palästina dnrch England im Aphemher 1917, den der.Kölkexhnnd unter seine Fittiche nahm, Di° Juden haben England zum Siege perholfeu, jedoch nur um den Preis der Balsour?Destaration. Aber indem die Juden in entscheidender Stunde England ihre Hilft und hohe Protektion mffzwangen (en ortroyant le»r eoneours, le»r haute Protektion), dachten die Juden keineswegs daran, die Zerschmetterung Deutschlands zu hewerkstevigen, , , Kaum hatten also die Feindseligkeiten aufgehört, da machte die jüdische Westoherregiernng sich daran, die Regierungen der Entente, insbesondere England und der Bereinigten Staaten zu zwingen, ihre Hauptsorge darauf zu verwenden, den territorialen Zu- MlMM'llhaNg und die wirtschaftliche Znknnst des Deutschen Reiches aufrechtzuerhalleu... Daher die Beschleunigung des Waffenstillstandes, daher die Stipulation des Wilson-Friedens, daher die Opposition der Angelsachsen gegen die Losreißung des Rheinlandes vom Reich, daher die unfreundliche Haltung dem neuerstehendeu Polen gegenüber, dem man Danzig, nicht gönnte ..." Wir haben hier das Zeugnis eines Eingeweihten, der bekundet, was für gewaltige Berdierlste die geheime Weltoberregierung der Inden, d. .h. die Weisen von Z i o n, sich u m D e u t s chland und die deutsche Nation erworben hahen, was für ein großer Segen der Zionistenkongreß für das Deutsche Reich gewesen ist. Die Hakenkreuzritter wären verpflichtet, dem Zivnisnms und den Zionisten öffentlich zu huldigen — oder aber mit den französischen Protokolb» aposteln wie Lainbelm in unaufhörlicher Fehde zu liegen. Davon sind sie aber weit entfernt. Tiefster Friede und selige Eintracht herrscht zwischen beiden. Das ganze „geistige Rüstzeug" der Wiener Hakenfreiizler, nämlich der Unflgt, mit dem sie den Zionistenkongreß seit Monaten bewerfen, stammt ans dem Buche des Herrn Lam* belin. Nur steht in diesem Buche noch viel mehr. „Hat cs nach dem Anfhören des jüdischen Staates eine Negierung des jüdischen Volkes gegeben?". fragt der Verfasser, und in einer Rcjhe abgrnndtief gelehrter Untersnchnngen konnnt er z,s einer bejahenden Antwort. Aber natürlich war diese Regierung stets gehein». Schließlich haben sich die Juden mit Pen Freimaurern verhundell, nrid wie überall, wenn Inden sich irgendwP einnisten, haben sie auch in den Freimanrerlogen die Ge, Walt an sich gerissen und alle Freimaurer sind jetzt ihre Willenlosen Knechte. Das haben wir schon im Jahre 1919 von dem österreichischen Rationälrat Dr. W i ch t l er, fahren, dessen dickleihiges Buch „Weltkrieg, Weltrepolu» tion, WeltfreiMSUreeei" in kirxzer Zeit zehn Auflagen er, reichte- Der arme Wichtl war überzeugt, daß der Wetttrieg und die ans ihm entsprungenen Ereignisse nichts anderes waren als ein Werk der Weltfreimanrerei, die mit den Juden eng liiert ist. Seit denl Anftanchen der Protokoll? der Weisen von Zion sagt mau anstatt Judßst genauer Zionisten. Nun habe ich nachgewieseu, daß unter allen Zionistensührern, die aus dein Basler Kongreß IM