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Wiener Morgenzeitung · 1925-08-20 · Heft 2333 (20.8.1925) · p. Seite 9

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2333 (20.8.1925)
Date
1925-08-20
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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Mk. 8888 Men, Donnerstag Wiener MvrgenzeUnn- Ä). August 1926 «US Der erste Weg des Kongressteilnehmers ist der Besuch des führenden Leopoldstädter Warenhauses Urtier Stiillin« iininimnniimimmiiiinninnmiiiiirimiiiiiiiiniiimiiiiiniiimiiin»iiiwiiinn Wien, II. Taborstrass« 48 Ingres tcimIim ftndetail Billigste Einkaufsquelle für sämtliche Textilwaren, LelnenwareB Bettwareo, Strumpf- und Wirkwaren Herren: id Daiu-Mtsffe Herren- und Banwäsdie MW. VA1WM Retenrnflntel eit. etr. ENORMESLAGER infolge kleiner Regien ausserordentlich billige Preiset! Caril-The ater. Samstag gelangt „D e c Z igeunerbaron" zur Aufführung. Ro>lan.id-Biühne. Heute CvstaMHuuug von „Das W l « ck" von Karenri Bramson mit Dr. Paul B « e a i o f f 'ßBcit Zivi). Frau Lidha Potoskaja vom Petersburger ÄeSloMn- Mater und vom Deutschen Theater in Berlin 'tritt anläßlich Vrch:r EvstaurMvltrlg zrdtlt eusteN Male h\ Mischer Sprache box das Wiener Publikum. Gerichtssaal. Schtoiichel mit rhenterfteikartem Gestellt batten sich vo dem Bezirksrtchter Dr. Rar z der Vertreter' Karl P e s e u o ö r f e r und der Agent Salo G >N ü n d e r ivegeit Frelkarttzli Eüges, begalmen uni Theater au der Wien, zu tzerätttwoktsil Der Anzeiger. Direktor-Stellvertreter Kummer, güb aü, dal die UngMagten das Theater dadurch ompffndlich schädigten daß sie Ermüßigunasan-wei liirgen irr großer Zahl sammelte, UM sie Theaterbesuchern, die volle Preise zahlen ivvllteit, ftl Kr geringes Entgelt überließe». Ferner wurde der An geklagt' Gmünderdabei ertappt, als er eben mit einem offenbar ge mffchten Ansuchen die Schauspielerin Nora Gregor Mö Freikarten bchebeu wollte. Er ergriff u,tter aufsGenerreaende, UttOändeu die Flucht, wurde aber verhaften Zu feiner Verkitt Wortung gab Gmünder an, daß er das Ansuchen von den .Zweitangeiklagteu, Pesendorfer, erhalten habe. Dieser erklärt! wieder, daß es sich um em echtes Ansuchen handle, das er voi einem. UNbekaitttten erhalten haben tti'.U. Der Nicht et beschloß d>e BerhaMnng zivecks VernehNmUg der SchaNfPielerii Gregor über die Echtheit des Schreibens 511 vertagen, Her Vater muß dir verheiratete Tochter alimenüeren, Die minderjährige L. M. hatte ohne Zustimmung ihres Vaters geheiratet und ihr Recht auf eilte eliHrechende Mitgift Mlkettd geinacht. Ihr Vater machte Einwendungen, ivoratlf die Töchter bis zur Etttschö'idnilg Wer den Zuspruch der Mitgift eitle monatliche AlimeNtation voll ihrem Vater verlangte, die.ihr trotz ihrer.Berchelichung auch z u g e s P r o ch e n würde. Das Bezirksgericht Margareten hatte dem Vater eine Akimetttätion bis zur Selürsterhaltungssähigkeit der Tochter, insbesondere bis zur Erlangung von Erträgnissen von Mindestens gleicher Höhe von doM zu bestellenden Heiratsgnt anserlegi, ZN der Begründung wurde ansgefiihrt, daß, ivenn auch die AliNtentätlvnspslicht iu erster Linie ihren Gatten trifft, der Alimeutativusnulspruch der Tochter gegen den Vater keineswegs e rl o s ch i; it ist, rillt so weniger als sie gär kein H e i r a t s g N t erhalten hat. Fär die Beurteilung ves Ausmaßes der väterlichen Allmetttation ist gewiß die Lebensführung nach dem Staupe des Gatten von Belang. ebenso sicher ist aber auch zu berücksichtigen, daß der Gatte erst am Beginne seiner Karriere steht, insiM dessen geringe Bezüge hat \Uib baß die Tochter bis zur Erlallgüug der Ertragnisse ihres zit bestellenden Heiratsgutes einen Zuschuß vom Vater ztt nehmen berechtigt ist, Das L a n d e s g e r i ch t Wieg in Z i v > l r e ch t s s a ch e n und der O b c v st e Gerichtsh o s schlossen sich dieser RechtsaUff sassung au. Lollswirt. Sksterrrich« Amftchr m»« WUHhi. Oefümtexporttveri 175 Wkiarde« Krose«. In den setzten Jahren tottou Sie HanbelK«Whungstt ztvischen Oefbervetch und PaAstlua eine Äksehuntz .ttftchnn. Zwetfellytz ist in dieser Hinsicht noch sehr viel -n tun übrig. Trotzdem können schon die bishevi«« RestÄtate eine gewisse Befriedttzung erwecken, titotool# der Export österreichischer Waren nach Evez Israel als auch der Import palästiuenstscher Waren nach Oesterreich weisen ein« immer ivachsende Zunahme auf. Die statistisch«» Taten über die gegenseitigen HandÄ-beziehnnMN witrden bisher nicht veröffentlicht. In der letzten Zeit twgen sich Mreiche österreichische Jndustviefir'nen mit tem Gedanken, ihre Produkte dort abznsetzett oder in Crez Israel KonWisiionslager zu errichten und von dort aus ihre Waren weiter nach Wcslasien zu dringen. Diese Bestrebungen befinden sich vorläürsig noch im AnfanHsstadinnt. Der größte Teil der öftere reichlfchen Importe in Grez Israel stammt von dort ansässig gewordenen Oesterreichern, ioeldte aus ihrer Heimat Waren 'beziehen und die Handelsdeziehnngen mit ihrenr He-iniatlandü weiter auszubauen wünschen. Mer muh andere, in Ereu Israel ansässig gewordene Kaufleute versuchett, mit Oesterreich Geschäfte M entrieven. Es sind eine Neihe von Preis-, Darisusw. Kombinationen nottvendig, bevor ein endgültiges Urteil darüber gefaßt »werden kann, ob der Jnrport der einen oder anderen AsterroiMschW Ware für den Kaufmann in Erez .Israel rentabel ist. Dabei darf nicht Ü'bersehen werden, daß sich um da'S Mfatzgsbiet in Erez Israel auch die anderen Staaten stark bemühen. In Textilwaren macht sich die eng« ritsche, üschechossowakische, iialieu-ische rund deutsche Monknrrenz fühlbar. In Papier'waren hat Oesterreich uttker dein stärkeren Anbot Finnlands, Italiens und Gpaniens zu leiden. Mlme werden in erster Skihe aus Änterika eingeführt, trotzdem weist auch der üsterrelchtsche Film in Erez Israel eine gewisse Aufna,hMHsähigke!t auf- Ällerditigs handelt es sich in erster Reihe um Mme mtt einönt jüdischen Sujet. Es wurden i-m Jahre IM ans Oesterreich nach Evez Israel Jilme im Werte von 210,6 Millionen Zronen eingeführt. Dt« Ausarbeitung des Ruthenbergschen Projekts und die Durchführung der EkoktkiftziepMgsaktibn tn Erez Israel Hst die Ginfchr von elektrischen Maschinen und Apparaten stark gesteigert. DsntManv führt große Mengen dieses Artikels ein. Auch bsterreiMchs Firmen Amltzen sich rege »tu Wtzitbewerb. Rümenilich die FiklM K r 8 m ß u e tzry bemüht sich um die Einfuhr Mkkkscher M-fchtlM und Zlpparaie tn Erez Israel, Im letzten Whre wurden aus Oesterreich eleikirische Maschinen und Apparate in» Werte von Mittivmn Krontzii nach Erez Israel Ättgeführt. Einen der HaustkeBortariM der österretchischen Jrtdustvie bildet die Ä u s f u h r v o u M a s ch i n e n u n d M a-. s ch i tt c tt b e st a n d t e >i l e n. In dieser Hinsicht bleibt »och für den österreichifcheu Export sehr viel zu Am Wvrg. Zwar hat er unter per MotÄurvenz der enWcheu., der detttschen und der italrenischen Maschirtenindustrie schwer zu leiden; deituoch muß die MttfichkßiM tzStt Mst MM lioneu Kronen M sehr niedrig angesehen Mrden, Dir Text i l iv a t e n röttttttz Oesterreich eine Eei weiNM größere 'Rolle spielen, Rach der VorjahksstatrsW wurden nach Palästina im ganzen BanmWollgarne im Werte von i40 Miltiöitvti Kronen, VauiuwvKwaren tm Werte VW m Mikwnett Krönen, rvMne Wvkwaren, eine Industrie, Milche Hi den letzten Jahren in Oesterreich einen starken ANjfschivuua geuömnien hat und die gekade jetzt iltjivlge der Absahkrist sehr schwere Zeiten vnrchmacht, wurden nach Erez Iftaek im gamen im Wem von 7^Z Millionen Ki-ömit tztngefÜW. Der Wert der anderen W o ih wäre n. die nach Erez Israel susyefttW Minden, beträgt 2U Mllwnett Kronen, Weriden- und Halbseidenwarütt wurden im Werte von Aö Miüiomn Krvnen eingeführi. Es find hier auch schon die Krawatten und Mtiisen ilibsgrifseit, in walcheit Destervsich Peit jäher nanienttich in bezng arif die Gefchmacksbildnttg maßgebend ist. Diese Artikel bilden fett vielen JahMil «Ule« foev Hauptcxpörtartikel des österreichischen Handels. Es Mre also eine viel Höhere Zahl zu erwarten. Allerdings macht sich die Konkurrenz ImAens und der Schweiz gerade in diesen Artikeln stark fühl'har. Trotzdettt koutite die öftervsichtschs Qualiiatsiivore leicht in Erez Jfraal höhere IMPvrtzlfftvn erreichen, Der Wert der eingeführteN K 0 N s e t i o n 8 w ar e n belaNft sich arff 7VO Millionen Krotten. Irr der Papieriuvustrio ist Oesterveichs Wirtschaft auf den Export angeiWstn, Es sind in der letzterr Zeit günstige Rssu-ltate atisznweisen. Auch tu EtSz Israel wird österreichisches Papier begehrt. Es handelt sich in erster Reihe Um K o nzept-, RotationK- und Kanzleipapier. ES wurde Papier im Werte Von 2814 Millionen Kronen, Pappe int Werte von 393 Mlliölten Kronen und Papterivaven, wie Briefpa-pler, Kuverts usw., im Werte von W M Nionett Kronen eingeführt. Die österreichische Lederin-« dustrie leidet unter den ungünstigen Bevhältmssen. Gie ist aus den Export angewiesen. Erez Israel bietet ein aMe^ gsichuetes AbsMebtet. Bisher ist der Wert der «ns Oesterreich eingestchrten Leder waren vechältnismLßig gt. ring. Sr beträgt 500 Millionen Kronen. An Ka ut schud» waren mrrden aus Oesterreich Waren im Werte vm 1060 Millionen Kronen in Erez Israel eingsführi. Dar Wert der exportierten Holzwaren beläuft sich auf 7W Muliotten Kronen. SeM österreichisches Hohlglas fand trotz der tschechoslowakischem und belgischen Konkurretrz eine günstige Ausnahme. Oesterreichische Werkzeuge wurden im Werte von 183 Milli «men Kronen, andere Cisemvaren im Werte von m Millionen Kronen eingeführt. Sine große EUchchrPost bildet der Wert der exportierten Metallwaren. Sr beläuft sich «uj 2996 Millionen Kronen. Unter anderem wurden auch Kinderwagen im Werte von 368 Millionen Kronen eingeführt. Hervorhebung ver. dient der Umstand, daß die österreichische Edelmetall- und Edelsteinmdustrie in Erez Israel eine sehr gute Aufnahm« gesunden hat. So wurden aus Oesterreich Waren au» Edelmetall im Werte von 198 Millionen, aus Edelsteinen und Perlen im Werte von 140 Mlliouen KrWen eingeführt. Bei der ausgebildeten österreichischen Jeinmechanck und dem hohen Swnd der medizinischen Institute kann es nicht wundernchnien, daß auch die östevreichffchen chirurgischen Instrumente in Erez Israel begehrt sind. Es wurden solche Jnftrumente im Werte von 828 Millionen eingeführt. Allerdings hat auch der Umstand dazu Leigetragen, daß eine Reihe österreichischer Aerzte in Evsz Israel tätig ist. Bon anderen Präzisionswerkzeugen verdient die Einfuhr van Meßwerkzeugen besondere Erwähnung. Sie bölieis sich auf 154 Millionen Kronen. Unter anderem wurden auch noch Musikinstrnmente im Werte vm 988 Millionen und Bücher im Werte von 286 Millionen Kronen eingeführt. Nach Ver bisherigen Schatzung ivurdeu im gartzen in Erez Israel österreichische Artikel im Werte von 178 Mil. liarsden Kronen lm Jahre 1st24 eingeführt. Diese Zahl könnte zweifellos eine starke Echöhung erfahren, wenn sich die österveichische Iridustrie und der Handel mehr als bislher um das palästinensische Absatzgebiet interessieren Mrden. Dr. Michael Sussan. Sie Adft«chel>»«e der polnischen Migationen. Die Gesandtschaft der Republik Polen in Wien gibt bekannt: Mit Verordnung des Finanzministeriums in Warschau vom 26. Iüli 1926 betreffs Registrietuung und Abstempelung nüchbenannier Obligationen wurde folgendes angeordnet: Die aus dem Gebiete der Republik Oesterreich bsfindlichett 4prözentigen Obligationen der Karl-Lud« wig-Bahn vom Jahre i$9Ö und 1902, die6prozentigen Obligationen der Albrechts-Bahn vom Jahre 1872 und 1877, die 4 prozetttigen Obligationen derselben Bahn vom Jahre 1890 und 1899, die GalizischeN Landeran leihen vom Iahte 1899, 1904, 1906, 1907 und 1618, die Anleihen der Städte Warszawa, Lodz, L w o w, K r a r o w, Ätktto, Poznan, Gniezno, Törün, Bydgoszcz, Grubziadz, Katawice und des kommunalen Landesverbandes der Provinz Posen sind bis zum 1. Oktober 1926, die Obligationen der 4,6 GaNztfcheN Landesünleihe vom Jahre 1914 sind jedoch schon bis zum 1. September 1926 bet der Konsularabteilttttg der Gesandschäft der Republtk Polen in Wien, 3. Bez., Rennwög 1, zur Registrierung und Abstempelung vskznlegen. Gleichzeitig ist die Staatszugehörigkeit des gegenwärtigen Eigentümers aller genannten Obligationen, wie auch derjenigen Personen, in deren Etgentttm sich diese Obligütiotten am 21. Mai 1924 befanden, urkundenmäßig naSMwtzlsen. Bei den 4,5 prvzentigen Landesanleiheobligattonen ist Überdies urkundlich nachzüweisen, daß diese zur Registrierung und Abstempelung vorgelegtstl Obligationen tim Li. Mai 1924 sich auf dem Gebiete der Republik Oesterreich besanden. Die Anmeldung der erwähnten Obligationen hat auf ForNtttlarien, welche bei der Konsularabteilung vom 21. d. erhältlich sein werden, für jede der oben unter a, b, c, d, v, genanten Öbltgatiouen, überdies für jede der unter d) erwähnten Anleihen abgesondertin dreifachen Ausfertigungen an Wochentagen zwischen 10 bis 12 Uhr zu erfolgen. Mit Rücksicht darauf, daß die Frist zur Anmeldung und Abstempelung der Obligationen der 4,5 p r o z e n t i g e n L a n d e s a n l e i h e vom Jahre 1914 bereits am 1. September 1925 abtäuft, ist es angezeigt, zttNächst diese zltr Anmeldung und Abstempelung zu bringen, dagegen bezüglich der übrigen Obligationen dies er stim Monate Septenrber borzunehnten. Günstige Entwicklung des österreichischen Noten! ‘ .z. Nach dem gestern veröfsentlichteu Ausweis der Ors:< ruhen Natioualbank zeigt der Barschatz gegenüber der Vo.weche eine weitere Vermehrung um 9,76 Millionen. Er beträgt bereits 490 Millio.NM Schillinge Hingegen hat der Geldumlauf eine Verminderung um 13 Millionen erfahren und beträgt 785 Millionen Schilling. Auch das Wechselostomptv hat eine Abnahme um 9 Millionen erführen. Es beläuft sich auf 78 Millionen Schilling. In diesottl Noteüausweis kotttmt die Geldabundance klar zunt Ansdruck. Es wird sich eine weitere Diskontermäßigung tn den ttächstert Tagen nicht verineiden lassen. Nwchtdwiiuftignnsen aus «ttlatz der Wiener Herbstmesse 1925» Anläßlich der in der Zeit vom 6. bis 18. September 1925 stattfindenden Wiener Herbstmesse wird auf sämtlichen Linien der österreichischen Bundesbahnen für die Rückbeförderung der vusgestellt gewesenen Messomuster über den gleichen, wie bei Heute Ir. Pul Sintis (Bh zhD =.Das Glück'

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