Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2333 (20.8.1925)
- Date
- 1925-08-20
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 8 20. August 1925 Nr. 2333 . :\ i STCitüi’JL- XI ’l^litURA Si» Weadepuntt ln der Photoaraphle. Das Justophot, Patent Dr. Emil Mayer, ist ein auf neuartigen Grundsätzen aufgobauter Belichtungsmesscr kur Aufi'iTirt'tiS Kn' ftf&frrrtiTPit CFvIlrt.fitirm&iiti'fTrr frm hitrdfii in exakter ,, ... .T- .. Flüssigkeit mißt, also vollständig sachlich und olbstktiv; man ttesft im Justophot die richtige Belichtungszeit einfach ab. einer?zrMrn zum ^rilyeui-en vringi. ne uvupunviue ve>. Konstruktion bringt es mit sich, daß 'der Gebrauch des Justophot im ersten Augenblick kompliziert erscheint. Schon nach wenigen Lichtmessungen siebt man jedoch, daß cs nicht Einisacheres gaben kann. Die Tätigkeit des Messenden beschränkt sich darauf, daß er vorerst in einer Schauössnung einen der Buchstaben A, B. C oder D einstellt, welche folgende Bedeutung haben: A für Sonnenlicht, B Dr schwächeres, zerstreutes Licht, C für Hellen Inncnvamn. D für dunklen Imwnraum. Das Instrument wird sodann ans Auge gesetzt, die vorn befindliche Jrisblende gHchiossen und sodann langsam wieder goöft'net. Im Momnet, wo eine Zahl lesbar wird, wird albgesetzt. Die Messung ist beendet. Die erschienene Zahl ist die richtige Bellchtungszen und am Mendenring ließt man die zugehörige Blende ab, welche nwn eingestellt hat, ohne es zu wissen Ein sinnreiches System von Ringen ermöglicht es mit eurem Griffe alle anderen Expositionszeiten mit den zugchörigen Blenden 'übersichtlich erscheinen lassen und auch die Wattenempfindlichkeit zu berücksichtigen. Das Justophot mißt die Intensität lügend eines beliebigen Lichtes mit stets gleicher Berlastlichkeit in allen Höhenlagen uird Himmelsstrichen, im Freien und rm Jnnenraum, sogar unter Verhältnissen, bei denen eine Messung bisher nicht möglich lvar. wie zum Beispicl in tiefer Dämmerung und bei künstlichem Lichte. Die Messungen sind von wissenschaftlicher Exaktheit; bei Verwendung des Jnstophot erhält man Negative idealen Eharaikters. deren Entwicklung spielend leicht vor sich gcht, und vermeidet mit Sicherheit jedes FMresnltat. . , .. „ ' Wegen Bezuges des Justophot verwesten wir aus die Ankündigung in unserer heutigen Ausgabe, F Kleider- und Gummimantelfabrik Georg Mäher. Wien, 2. Bez., Taborstraße 39. Tel. 40=0*46. Engros-Export. H Zu der schicken und reizvollen Um- und Ausgöstaltmrg der Damenmode der letzten Zeit hat nicht zum uünDasten die Strickwarenmode beitgetragen. Unter den führenden Marffenfirmen dieser Branche am Wiener Platze fei an erster Stelle die „Encka", Strickwarenfabrik, Wien, 7. Bez.^ Seidengasse 3o, ibervoroehoben, deren Modelle in Jumpers. Mänteln. Kostümen. JL*. ° -£» «... ...a V CT La IIA XltfA O fW.rt fl t rt £ E Höhenkurort Semmering, 2 Stunden von Wien, lOOo Meter Seehöhe, herrlichster Aufenthalt mit Höhenluft-, Mast- und Liegekuren. 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Donnerstag den 20. d. 9 Uhr früh: MarEtberichte. — 11 bis ha>I!b 1 Uhr: VovmittagSmusik. — Halb 4 Uhr: Schlußkurse der Wiener Börse. — 4 bis 6 Uhr: Nachmittagskonzert. Strauß (-Dater): Sorgenbrecher, Walßer; Mozart: Onvertüre zu „Zaida";^ Arensky: Wiege»lileid; Deloire: Arabische Klage; Gounod: Ballettinusik aus „Faust"; H. May: Natascha; Strauß: Sängerlnst; Zeller: Der Dogvlhändler; Fall: Brüderlein sein; Hirsch: Ich bin dir treu. — Halbb 7 bis 7 Uhr: Vortrag „Qner durch Oesterreich". — 8 Uhr: Kamme wnnsft. Sedlak-Winivler-Quartett. Prof. JulinS Jsserbis. _ »filme und Kunst. „Schmales." Roland-Bühne. — Gastspiel Paul Baratofs. Die Beschäftigung mit schlappen, schmierigen Fetzen machen die Menschen sä)lapp und schmierig. Wessen Tagewerk cs ist, in „Schmates" zu wühlen, der kann sich über die dumpf-faulige Atnwsphäre nicht erheben, welche derlei Lumpen- Haufen um sich verbreiten. Er ist enitvürdigt. Leiwiks tief empfundenes, in seiner Schlichtheit tiefgründiges dramatisches Gedicht „Schmates" — man sah eS vor Jahren an derselben Bühne — gehl jetzt wieder mit dem wirklich unvergleichlichen Paul Baratofs in Szene. Es ist tatsächlich eine festliche Aufführung. Sehr ergreifend wie Baratoffs Mordche Mase alles aus der Schmates- Perspektive sieht. Auch die häusliche Tragödie, die wahrscheinlich auch vor sich ginge, wenn es in ganz New-Iork keine Abfallssortierungsanstalten gäbe, denn es ist die große jüdische Tragödie, die einsetzt, wenn die Kinder in ihrer Betriebsamkeit den Feiertag (im weitesten Wortsinn) verlieren. Bezwingend, wie er int Kampf mit der fürsorglichen, aber entsetzlich energischen Rnchel, seiner Ehefrau — eine von jenen, vor denen alle Männer Schmates sind, insbesondere aber der eigene — den kürzeren zieht. Er will nicht zur Hochzeit der Töchter gehen?, Er muß. Er will nicht daheim bleiben, sondern wiedep Schmates klauben? Er muß den „Schigan" sein lassen. Er schleppt den Körper durch das Stück, als wäre er mit schweren Ballen, Prall gefüllt mit ekligem Schmates, völlig umschnürt. Aber königlich erhebt sich der Kopf und keine einzige Sekunde während des ganzen Abends verläßt diese Augen, diesen gepreßten Mund, das Wissen um den unausbleiblichen Untergang im LumpcnsuMpf. Lina Deutsch gibt die Ehefrau und mit ihr hat eine Reihe von herzhaften Künstlern der einstigen Freien Jüdischen BolksbÜhtte Wiens an den Ehren dieses Abends Anteil. Bor allein Benziott Sigall. . O. A. Aus den Lheatern. B t'Niig im d i e von ... ge nt Friedrich Grnber. Schönbrunner S chl v ß t h ea t o r. .Heute Erstanf- Mhrnng von „Cavalleria rnsticana" und ..«Der Bajazzo". V o l k s o p c r. „Aida". ®ötl8t&eot«r. Heute, HM 8 Uhr, b°U Lenghels Lustspiel „An- Heute „La T r a v i a t a", Morgen Jk.. RUKBOBLiPJBE wibw»»en susn abt mich. «/SfSfiÄtfS! d£r ,rlcKcH85i!o5fl Zentrale; WIEN, VII. KAISERSTRASSE 22 Tel. 32-5-30-32-2-32 Kottone, Molllnoi, Uchuhrlemen, Huflfötte, Hutbänder und ZuUchÖr Trcietn, QununfUISfB «tc. etc, ,s» Spefiolartikel iür den Orient KONGRESSTEILNEHMER HÖFL. EINGELADEN!!