Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2333 (20.8.1925)
- Date
- 1925-08-20
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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> Seite 10 Wien, Donuerstag f' AlLOfEINSTE^ THEEEWTTDl nnm rwimL "fliÄktmf fcHff StfOklufTH.1 der Beförderung zur Messe zurückgelegten Weg bei Aufgabe als Eil-, beziehungsweise Frachtgut im Abfcrtigungswege ein bOprozeutiger Nachlaß von den tarifmäßigen Gebühren gewährt. Tie Sendungen nrüssen sowohl bei der Beförderung zur als auch von der Messe auf den betreffenden Frachtstücken, ferner in den Frachtbriefen ausdrücklich als Messem uster bezeichnet sein. Die Rückbeförderung der Messemuster muß an den im Frachtbriefe für die Beförderung zur Messe bczeichnctcn Absender innerhalb vier Wochen nach Schluß der Messe erfolgen. Tenr Frachtbrief für die Rückbeförderung ist der Frachtbrief für die Hinscndung sowie einer Bescheinigung der Messe darüber, daß das zur Rückbeförderung aufgegebene Messemuster mit dem ausgestellten Messemuster identisch ist, beizuschließcn. Insolvenzen. In der Angelegenheit der Insolvenz N e b e nz a h l werden wir von Herrn Fischer um die Feststellung ersucht, daß das Unternehmen, aus welchem Herr Fischer bereits im Jänner d. I. ausschied, im Zeitpunkt seines Austrittes hoch aktiv war und erst durch spätere, mit ihm in keiner Weise zusammenhängende Umstände Passiv wurde. Daß Herrn Fischer, der durch 26 Jahre rn den größten einschlägigen Unternehmungen in New-Aork, Berlin und Wien als leitender Direktor tätig war, Unfähigkeit unmöglich vorgeworfen werden kann, und schließlich, daß auch keinerlei Strafuntersuchung gegen Herrn Fischer im Zuge ist, da mangels jeden Anlasses von keiner Seite eine Anzeige gegen ihn erstattet wurde. — Die Rohstoff- und Produktivgenossenschaft der Kleidermacher Wiens, 1. Bez., Bauernmarkt 1, ist gestern um Eröffnung des Konkurses eingeschritten. Die Passiven betragen 90.501 Schilling, die Aktiven 27,100 Schilling. — Gestern fand die Ausgleich st a g s a tz u n g der Spitzen- und Textilgroßhandlung F. Deutsch u. Co., 1. Bez., Morzinplatz, statt. Passiven 1,300.000 Schilling, Aktiven 670.000 Schilling. Das Ausgleichsanbot von 35 Prozent dürfte angenommen werden. — Dias Ausgleichsverfahren wurde eröffnet über Isidor P f e f s e r b a u m, Textilwaren, 8. Bez., Josefstädterstraße 52. — lieber A. Halso n', 2. Bez., Tandelmarktgasse 20. — Ueber Josef und Leopold Uhlirz, 2. Bez., Praterstraße 22-24. — Ueber I. und R. Toker, 2. Bez., Praterstraße 50. — Ueber Julius Grünwald, 2. Bez.. Blumauergasse 25. — Ueber Rudolf Wanjek. 21. Bez., Wagramerstraße 103. — Ueber Josef Redl, 13. Bez., Hustergasie 13. — Ueber Berta Klein, 10. Bez., Troststraße 47. — Ueber B. W a st, Hausbesitzerin, 19. Bez., Rodlergasse 11. — Ueber Franz Lang, 7. Bez., Zieglergasse 13. Aufhebung von Ausfuhrverboten in Deutschland. Die Kammer für Handel, Gewerbe und Industrie in Wien gibt bekannt, daß die deutsche Regierung mit Wirksamkeit vom 20. d. eine Anzahl landwirtschaftlicher Produkte aus der Ausfuhrverbotsliste gestrichen hat. Von dem genannten Tage an können die nachfolgenden landwirtschaftlichen Produkte ohne Ausfuhrbewilligung aus Deutschland zur Ausfuhr gelangen: Roggen, Weizen, Spelz, Malzgerste und andere Gerste, Hafer, Mehl, auch gebrannt oder geröstet, aus Roggen, Weizen, Hafer, Gerste oder anderem Getreide sowie aus Malz und aus Hülsenfrüchten, Kleie, auch gepreßte Maiskleie. Anrüchige Geschäfte einer Budapester Bank. Aus B ud ap est wird telegraphiert: Das Finanzministerium, hat eine Generalrevision über die Geschäfte der in einem Palais auf der Kaiser-Wilhelm-Straße untergebrachten Roth-Bank angeordnet. Die Bank, die alles in allem über Kapitalien und Einlagen in der Höhe von 4 Milliarden Kronen verfügt, hatte Prospekte versandt, in denen sie angab, daß sie ein eingezahltes Aktienkapital von 200 Milliarden Kronen besitze. Mit solchen Prospekten arbeitete die Bank hauptsächlich unter den ungarischen Auswanderern in den Vereinigten Staaten und bei der ungarischen Bevölkerung in der Tschechoslowakei. Mit den Einlagen seiner Kommittenten betrieb das Bankhaus der Hauptsache nach fragwürdige Kostgeldgeschäfte. Das Finanzministerium hat die Untersuchung vor ollem deshalb ungeordnet, um die Ungarn im Ausland vor Schaden zu bewahren. Bevorstehende Herabsetzung der jugoslawischen Eisenbahntarife. Aus Graz wird telegraphiert: Die „Tagespost" meldet aus Belgrad: Nach einer Erklärung des Verkehrsministers werden vom 1. September an die Personen- und .Gütertarife um 25 bis 30 Prozent ermäßigt werden. Wiener Holzmarkt. 19. August. Nadelholz- Rundholz. FichteundTanne. Langholz von 26 bis 35 Zentimeter 25 S., Blochholz 4 bis 6 Meter von 20 Zentimeter aufwärts 23 S. Nadelholz-Schnittmat er i a l. Gerüstpfosten 50 Millimeter von 16 Zentimeter aufwärts 60 S., Kistenware 13 Millimeter 8 bis 17 Zentimeter 3 bis 6 Meter 58 S., Kistenware 20 Millimeter 10 bis 17 Zentimeter 3 bis 6 Meter 55 S. Wiener Produktenbörse. Die Preise notierten gestern wie folgt: Weizen: Inländischer neu 39.— bis 41.—, Ungarischer Theiß 79/80 Kilogramm 43.50 bis 45.50, Ungarischer Theiß neu 40.— bis 42.—, Jugoslawischer' 76 Kilogramnr —bis —, Jugoslawischer 77/78 Kilogramm — .— bis —. Roggen: Inländischer neu 29.— bis 30.—, Bester Boden neu 31.— bis 31.50. Gerste: Inländische 83.— bis 43.—, böhmische mährische —bis —. MaiSr Ungarischer —- bis —.—. (Sinquan tin 43.— bis 44. — Hafer: Inländischer 28.50 bis 30.-. Reis: Italienischer 82.— bis 84.—, Burma 64.— bis 64.50. Mahlprodutt er Grieß inländischer 82.— bis 83.—, Weizenmehl 0 inländisches 80.- bis 82.-, Kochmehl 2 inländisches 72.50 bis 75.—. Brotmehl inländisches prima 58.— bis 60.—. — Tendenz: Flau. _ Wiener Börse. Geschäftslos. Auch die freundlicheren Berichte ans Berlin konnten die Geschöftsstille nicht unterbrechen. Die meisten Papiere der Kulisse cröffneren zu den Vortagskursen. Etwas mehr Interesse zeigte sich nach StaatSbahn- und Krupp-Aktien. Der Bankenmartt sowie die tschechoslowakischen und ungarischen PMtroge- Wiener M cthtuft 20. August 1025 Nr. 2333 Setifen» «ad Balateakarse vom 19. August 1921. Sofia Stockholm >•••«• Devisen Amsterdsin »»»»»» »8, Belgrad......... Berlin ........ Brüssel ......... Budapest ....... Bukarest ........ London ......... Mailand ........ New«Yortt........ Paria ....... - . . Prae.. OeM War« 988.80 288.80 12.08 12.78 168.79 168.32 82.04 32.18 88.8280 100.0280 3.0476 8.6076 34.4660 34.6860 26.04 26.78 708.80 711.40 83.28 33.44 21.01 21.08 Warschau ....... Zürich « »» <•«.•* Valuten Amerikanische Noten . Belgische Noten » . . Bul gar. Not. ..•••• Deutsche Noten .... englische Noten . . . . deld Ware 8. 6.1160 6.1660 180.70 191.30 120.26 120.76 137.66 138.06 708.30 712.30 168^26 169.26 Französische Noten . . Holländische Noten . italienische Noten . . . Jugoslawische Noten » Polnische Noten .... Rumänische Noten . . . Russische Noten (Roman.) Schweizer. Noten . . Tschecho-slow. Noten . Türkische Pfund-Noten . Ungarische Noten . . . OM Ware & 88.30 33.80 28.85 2&8S 12.78 12*78 118— 118.— 137.40 13s!LO 20.8875 21J.176 88.67 10.017 effeftcn blieben vernachlässigt. Im Schranken waren minimale Kursä ndermvgen zu verzeichnen. Auf Meldungen über die höhere Dividende waren ungarische Zuckeraktien begehrt. In der Kulisse schlossen die Effekten zu den tiefsten Tageskursen. Ungarische Kreditbank gaben 4090 K. ab, Anglobank 6000 K., Länderbank 1000 K., Staatsbahn 3000 K., Salgo Kohlen 7000 Kronen, Poldihütte 9000 K. und Brünner Maschinen 1(2.000 Kronen. — Im Schranken verloren u. a. Denes 12.000 K., Schöller Zucker 25.000 K., Lemberg-Czernowitzer 6000 K., Perlmooser 46.000 K., Gösser Drau 60.000 K., Leyzmger 13.000 Kronen und Grayer Brau 10.000 K. Dagegen erhöhten sich Scheidsmandl um 60.000 K., Prager Eisen um 58.000 K., Nordböhmische Kohle uni 25.000 K. und Ungarische Zucker um 30.000. Auf dem Anlagemarkt waren die ungarischen Staats- Papiere vorübergehend stärker gehandelt. Ster übrige Markt stagnierte. Bon den Exoten notierten: Mraznica 37.000 bis 38.990, Tepcge 8500 bis 10.000, Universale 13.750. Auslstudische Börsen. (Eigendienst der „Wiener Morgenzeitung".) Berlin, 19. August. Deckungen der Ko-ntermme vergeben dem heutigen Verkehr eine feste Grundtendenz, die später etwas schwankend wurde. Besonders fest waren die Montanwerte. ES notierten: Oesterr. Kronenrente —Ungar. Kronenrente —, Ungarische Goldrente 6.3, Türkenlose 20.9, Süddeutsche Lombarden alte —Oesterreichische Staatsbahn 23.—, DarmfWter Bank 111.25, Deutsche Bank 113.5, Dresdner Bank 100.26, Oesterr. Kredit 7.35, Oesterr. Länderbank —, Reichsbank 121.5. Wiener Bankverein 5.5 Unionbank 7.125, Daimler Motoren 38.5, Dynamit Nobel 67.75, Felten & Guilleaume 113.—. Prag, 19. August. Nach fvsundAchenn Beginne drückten Realisationen und Abgaben der Kontennine die Kurse Bis auf Aktien der Poldihütte und Danek schloß die Börse abgeschwächt. Es notierten: 6"/„ige österreich. Staatsanleihe 79.50, Zivnostenska Banka 381.—, Anglobank 79.50, Mercurbank 45.—, Oesterr. Kredit 60.50. Wiener Unionbank 57.50, Wiener Bankverein 45.50, Ferdinands-Nordbahn 3800.—, Böhmische Zuckerindustrie 1085.—, Schoeller 2543.—, Nestomitzer Zuckerindustrie —, Vereinigte Elektrizität Wien 116.60, Aussig Chemische 678.—. Weltbräu Pilsen 3480.—, Königshofer Zement 1380.—, Brünner Maschinen 511.60, Simmerinaer 100.—, Rot-Kosteletzer Textil 350, Cos-1 manoS 525.—, Alpine Montan 144.—, Berg und Hütten 2380.—, Poldihütte 602.—, Prager Eisen 923.—> Skoda 677.—. Budapest, 19. August. Bei ruhiger Grundtendenz war fctfi Kursbildung nicht einheitlich. Fest lagen Pester Vaterländische Waffen und Ganzaktien. Es notierten: Britifch-Ung. Bank 35.—. Ung. Kredit 349.—, Oesterreichische Kredit 133.—, Wie»« Bankverein 95.—, Kommerzialbank 935.—, Gran-Sza8zvarer —, Oberungarische Berg und Hütten 230.—, Magnesit 1516.—, Ungarische Allgemeine Kohlen 3020.—. Salgo Kohlen 450.—, Nrikany Kohlen 1035.—, Ungarische Hofherr —.—, Rimamurann 114.—, Südbahn 39.50, Staatsbahn 388.—, Ungarische Zucker 1990.—, Oesterreichische Gas —. Ae Devisenkurse. Zürich, 19. August. (Devisenkurse von 12 Uhr.) Berlin pro Billion 122.60 (122.70), Holland 207.65 (207.60), New-York 515.25 (515.50). London 25.04 (25.05), Pari« 24.26 (23.95), Mailand 18.70 (18.60), Brüssel 23.50 (23.06), Kopenhagen 118.50 (118.—), Stockholm 138.55 (138.60), Oslo 96.60 (95.50), Madrid 74.30 (74.35), Buenos Aires 208.25 (208.—1 Prag 16.25 (15.25), Budapest 0.007250 (0.007255), Bukarest 2.65 (2.65), Belgrad 9.22»/, (9.22'/,). Sofia 9.75 (8.76), Warschau 92.50 (92.50). Wien 72.50 (72.66) für 100 Schilling. Prag, 19. August. (Devisenkurse.) BerUn 804.38 (804.25). Zürich 655.75 (655.75), Pari« 168.37 (157.—), London 163.95 (163.96), New-Aork 83.75 (33.75), Belgrad 60.45 (60.40), Bukarest 17.20 (17.20), Wien 476.75 bis 478.76 (476.62) für 100 Schilling, Warschau 567.— (667.-), Budapest 4.6676 (4.6676), Jugoslawische 60.15 (60.25), Oesterreichische gestempelte Krone 473 62 (473.50X Polnische 566.50 (567:50), Ungarische 4.7050 (4.7025). Budapest» 19. August. (Devisenkurse — Eigenbericht.) Berlin 16.880, Amsterdam 28.615, Kopenhagen 16.290, Stockholm 19.065. New-York 70.940. London 345.000, Part» 8841, Brüssel 3272. Prag 2103. Belgrad 1272. Bukarest 365.—, Warschau 11.985, Wien 9984, Sofia 614, Mailand 2679, Zürich 13.777. Warschau, 19. August. (Devisen.) Belgien —RS —, Berlin —.— bis —, Holland 209.40 bis 210.40, London 25.26 bis 25.38, New-Aork 617.— bis 620.—. Paris 24.44 bis 24.66, Schweiz —.— bis —, Budapest —.— biS —, Prag bis —. Wien 73.10 bis 73.47 für 100 Schilling, Italien —bis —, Stockholm —.— bis —, Bukarest —.— bis —. Ae Lamms der Mattabk-Weliverbaader. Men abermals Sitz des Verbandes. — Direktor Spiegler — Präsident. --7- Der Profeffioualismus für Propagandazwecke Massig. Der dritte Sitzungstag brachte die entscheidenden Ergebnisse. (Der zweite Tag wurde nach den Referaten der Kreise Türkei, Tschechoslowakei, Bulgarien und Rußland durch die daran geknüpfte Generaldebatte geschlossen.) Den breitesten Raum der gestrigen Verhandlungen nahm die Frage des Professioualismus im jüdischen Sport ein. Es gab eine sehr hochgehende Debatte, leidenschaftlich erregte Diskussionen und stürmische Zusammenstöße, die zeitweise die Tagung zu sprengen drohten. Die Wortführer des Kampfes gegen den Prosessioualismus waren die Deutschen, die Delegierten aus Erez Jsrael und ein Teil der Tschechoflowakeu unter Anführer Professor V o gels. Für die fallweise Notwendigkeit des Bernssspielertums zu Propagandazwecken sprachen Dr. Körner, Doktor Felix, Dr. Kraus aus Budapest uwd Polens Vertreter. Schließlich kam nach wiederholter Unterbrechung der Debatte eine Einigung zustande. Es. wurde eine Resolution ge? faßt, die folgendes besagt: Der Makkabi-Weltverband sieht im Pvofessionalismus ein ungeeignetes Mittel für die Erzichungder jüdischen Jugend, anerkennt aber seinen Propagandawert. Er stellt es daher seinen Kreisen frei, ihren Vereinen den Professionalismus für Propagandasektionen zu gestatten, Dr. Simon und Professor Vogel sprachen Wer die Annahme der Resolution, die mit entsprechender Majorität zustande kam, ihr Bodauen ans. Ueber Antrag des Delegierten Zsoldos aus Ungarn, wurde dem Präsidium das Vertrauensvotum und Absolutorium erteilt. Direktor Spiegler sprach hierauf dem Sekretär Dr. Fischler für seine aufopfernde Tätigkeit den Dank des Präsidiums aus. Schließlich wurde mit 19 gegen 3 Stimmen, bei Stimmenenthaltung aller übrigen Delegierten, abermals Wien als Sitz des Verbandes bestimmt, Das neue Präsidium setzt sich folgendermaßen zusammen: Direktor Spiegler Präsident; Gemeinderat Dr. Plaschkes Wien) und Gemeinderat Dr. Sonnenseld (Bvünn) Vizepräsidenten; Dr. Felix (Wien) Kassier; Höchst im m (Wien) Schriftführer; Dr. Körner, Dr. Hirsch und Földes Präsidialmitglieder. Zu auswärtigen Mitgliedern wurden gewählt: Professor Bogel (Znaim), Dr. Kuhn (Berlin)' und Alfred Thysser (London). Der Kreis Erez Israel wird auch noch einen oder mehrere Delegierte entsenden. Di« MaAabi-Lagung wird Herste vormittags, im Hakoah- HWHeim fortgesetzt. Hakoah-Rapid 8:4 (3:0). Die glänzend spielende Hakoah führt bereits 5:0. — RoheNs« akte der Hütteldorfer schwächen die jüdische Mannschaft. —- Bier Hakoah-Spieler verletzt. — Der Schiedsrichter versagt, — Zwei Elfmeter gegen Hakoah. Hakoah: Fabian; Scheuer, Wegner 2; Fried, Heß, Palla k; Nouseld, Wortmann, Grünwald, Eisenhafer, Schwarz. Rapid: Janczik; Ezeffa, Jellinek; Richter, Pvandj stätter, Nieksch; Kirbes, Wesselik, Kuchan, Bauer, Wessely. Rapid-Platz. 16.000 Zuschauer. Schiedsrichter Kaüffnamr, Das war gestern ein böser Auftakt in Hüttoldors« Was sich aus dem Rapid-Platz albspielte, als die hoch über-: logene jüdische Mannschaft bereits mit 6:0 in der Führung lag, ist beschämend und bedarf dringend des Eingreifens des. Fußballiverbandes. Denn solche Vorfälle dürfen sich nicht mehr wiederholen, sonst tverden für den österreichischen Fußballsport nur jene Terrove-lc-mente übrig bleiben, die gestern aus dem Rapid-Platz wieder einmal mit Gewalt das erreichen wollten, was ihrer Mannschaft durch Können nicht gelang. Und leider ließen sich auch wirklich einige Rapid-Spieler zu nicht genug zu verurteilenden Roheitsakteu Hinreißen, die als hervorragende Vertreter des österreichischen Fußballjportes bisher in begug auf Fairneß einen mibesleckten Namen hatten. Kiu-tha«,- Janczik und N ie 1 f ch halben gestern viel von ihrer sportlichen Stellung' eingebüßt. Die Schiedsrichtermisere zeigte sich! gestern abermals recht auffällig. Kaufmann verlor >im! Trubel vollkommen den Kopf, statt rechtzeitig entsprechend ein-, zugreifen und mit Ausschlüssen vorzugehen. In seiner Hilflosigkeit diktierte er gegen Hakoah iunberechtigte ,MLfer" statt fcw rechtster gegen Rapid. Daß es der Hakoah, die nur fünf Minuten mit elf «mk verletzten Spielern kämpfte, trotzdem gelang, zu siegen, must 'bei den gestrigen Vorfällen als Wunder bezeichnet werden. Die Blau-Weißen, die ans ihre Hauptstützen GntTs mann und Häusler verzichten mußten, boten eine schon lange nicht gesehene Leistung und waren ihren Gegnem inl jeder Hinsicht glatt überlegen. Häusler war ans Riga nicht 'emgetroffen imd hat dadurch seine Mannschaft im Stiche gn lassen. Dem Kampfe wohnten viele Kongreßteilnehmer! bei, darunter die Makkabi-M an nschaft a«8 Tel-! Awiw, die vom Spiel der jüdischen Mannschaft in einen wahren Taumel versetzt wurden. Fabian im Tor zeigte nach Seitenwechsel seine Klasse. In der Verteidigung gefiel nebst dem alten bewährten Scheuer der blutjrmge Wegner 2, der ein tüchtiger Verteidiger zu werden verspricht. Heß oKsj Mittelläufer bewährte sich, die beiden Flügelläufer waren guHj wie immer. ' Eine angenehme Uebervaschung brachte der Angriff. Dich Kakoatzner eMiesen sich M SKarfschütze n Mer: MvgHi