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Wiener Morgenzeitung · 1925-08-17 · Heft 2330 (17.8.1925) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2330 (17.8.1925)
Date
1925-08-17
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 Wien, Montag Wiener Moraen^itirnq .17. Ausilm ivzn gefow, Kairo, Kalkutta, Karlsruhe,, Kaschau, Kcarny, Kiel, Kiew, Kirckchain, Kischi-.ww, K'lausenburg, Klcinwardein, Köln, Kolomea, Königsberg, Konstantinopel, Kopenhagen, Kopys, Mrrez, Krakau, Krotvschin, Kuru-Tschesme, Laszczow, Leipzrg, Lemberg, Lcszla, Leyden, Lissa, Lissabon, Livorno, Lodz, London, Lublin, Luneville, Lyck, Main;, Manchester, Mantua, Marmaros-Szicict, Äleb, Mezerycz. Nteryrow, Miedzyborz, Minkowce, Miskolc;, Mohileiv, München, Munkacs, Nagy- Mihaly, Neapel, ilieuhäusel, Neustrelitz, Nei^vied, Newark, Neiv-Dork, Nowy Dwor, Ltürnberg. Odessa, Ofen, Offenbach, Oleksyncc, Oran, Ortaköi, Cfifcf, Ostrog. Oxford, Padua, Paks, Paris, Parma, Pesaro, Petersburg, Piotrokow, Pisa, Pitsburg, Ploesci, Pod-Brasitz, Podgorze, Polonnoje, Poltaiva, Poritzk, Posen, Prag, Pretzburg, Proßnitz, PrzemyÄ, Raziwilow, Reggio. Rimini, Riva di Trento, Rödelheim, Rom, Rotterdam, S-afod, Saloniki, Sklow, Swita, Slopkotoitz, Smyrna, Soncino, Stanislau, Stettin, Stockholm, Straßbnrg, Stuttgart, Sudzilkotv, Sulzbach, Sulitvaki, Szatmar, Spnervaralsa, Tarnopol, Tarnotv, Tel-Awiw, Thiengen, Thorn, Tiberias. Tiszaszfalu, Tolcsva, Triest, Tübingen, Tunis, Turin, Turka, Unovar, Utrecht, Bündig, Berona, Versailles, Waitzen, Wandsbeck, Warschau, Wien, Wilhermsdors, Wilna, Wittenberg, Zalesczyki, Zloczow, Zolkiew, Zürich, Zytomir. Länder: Aegypten, Lllgerien, Belgien, Dänemark, Deutschland, England, Finnland, Frankreich, Holland, Italien, Jugoslawien, Kloinasien, Litauen, Mesopotamien, Oesterreich, Ostindien, Palästina, Polen, Portugal, Rumänien, Rußland, Schottland, Schweden, Schtociz, Tschechosiowakri, Tlmesien, Türkei, Ukraine, Ungarn, Bereinigte Staaten. Znternalionale Eludentenlonserenz in Genf-G r. Am 4. d., 10 Uhr vormittags, wurde, wie schon kurz berichtet, in Viktoria-Hall in Genf die vierte internationale Studentenkonferen;, einberufen von der Europäischen Studentenhilfe, durch den Schweizer Bundesrat M. G. Motta eröffnet. An der Konferenz beteiligen sich 31 Delegationen, die folgende Länder, beziehungsweise interterritoriale Organisationen vertreten: Australien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, England, Estland, Frankreich, Georgien, Holland, Indien, Irland, Island, Jugoslawien, Kanada, Neu-Seeland, Oesterreich, Persien, Polen, Rumänien, Rußland, Schottland, Schweden, Schweiz, Südafrika, Südamerika, Tschechoslowakei, Ukraine, Ungarn, U. S. A., Wales, Weltverband der jüdischen' Studentenschaft (Delegation -bestehend aus sechs Vertretern: je zwei aus Oesterreich, Schweiz und England.) Die Konferenz wuvde begrüßt von Professor Doktor G. Werner, Rektor der Universität in Genf, im Namen der Hochschulen der Schweiz, von einem Schweizer Studenten im Namen der gesamten Studentenschaft der Schweiz und der Conference Internationale des Etudiants und von Herrn M. G. Motta im Namen des Schweizer Bundes. Dieser unterstrich in seiner Begrüßungsansprache, daß die Ziele, die sich die internationale Studentenkonferenz gesteckt hat, im kleinen den Zielen des Volke rb n n d e s, dessen Sitz diese Stadt ist, in welcher die Konferenz stattsindet, entsprechen. Denn diese Konferenz soll darüber beschließen, wie inan den Studenten dieser Länder, die in Not sind, wirtschaftlich hilft und wie man für die Annähernng der Intellektuellen in der ganzen Welt, für die Pazifizierung Europas und aller anderen Erdteile am wirksamsten tätig sein kann. Am Abend desselben Tages begann die V o I lsitzung der Konferenz in Gcx, einer Nachbarstadt von Genf auf französischem Boden, mit dem Referate des Herrn Prof. Dr. W. Martin über die Zusammenhänge zwischen der Wirtschaft, dem intellektuellen Leben und der Erziehung. Er wies besonders auf die Notwendigkeit der Organisierung der Intellektuellen der ganzen Welt hin, auf die Art, wie es diejenigen tun, die den Reichtum der Völker schaffen, um sich auf diese Weise den Anteil an den materiellen Gütern der Welt, die die Grundlage für das intellektuelle Leben ist, zu sichern. Herr Jvison Macadam, Vertreter der englischen Studenten Union, wies in der Dormittag'ssitzung vom 5. d. in seinem Referate über die fundamentalen Voraussetzungen der internationalen Zusammenarbeit darauf hin, daß vor allem eine Abkehr von der überkommenen Geschichtsschreibung und Berichterstattung über die Vorgänge in lder Welt notwendig ist, daß sodann der Geist des Völkerbundes, so wie er bei seiner Gründung in seinem Schöpfer gelebt hat und nicht in dieser Gestalt, wie er heute den Völkerbund beherrscht, der Geist der ganzen Menschheit werden muß, daß, um dies zu erreichen, cs die Pflicht aller ist, den Frieden zu wollen und zu halten und den Krieg unnachsichtlich zu verdammen, denn erst dann ist eine internationale Kooperation möglich. In der Diskussion über die beiden Referate führte unter anderem Herr Steinig, der Vertreter des Weltverbandes der jüdischen Studentenschaft, aus, daß es für das jüdische Volk nur eine Möglichkeit der Vermeidung der von ihm nicht gewollten Konflikte gebe: die wirtschaftliche Regeneration auf «der Grundlage einer eigenen normal gegliederten Wirtschaft und eines eigenen Ge m c i uwe se n s. Dies ist auch der Inhalt der nationalen Bewegung, welche das jüdische Volt in den letzten Jahrzehnten ergriffen -hat, einer nationalen Bewegung, die sich von allen nationalistischen Bewegungen dadurch -unterscheidet, daß sie nur den Wiederaufbau des eigenen Volkes und keinen Gegensatz zu anderen Völkern will. Professor Dr. A. Zimmern trat in seinem Referat über Univerfttätsideale und Internationalismus für die engste Zusammenarbeit der Hochschulen der ganzen Wen ein, die auf diese Weise die Internationale der Wissenschaft im Dienste des Friedens und der Menschheitsentwickliung begründen sollen. In der Boriuittagssitzung des 6. d. sprach Professor Dr. Seipel über die Wege zur internationalen Zusammenarbeit. (Wir haben dieses Referat bereits auszugsweise lviedcrgegebeu. Tie Red.) Am 7. d. beganneu die Arbeitenderr Ko UM Missionen. Der Weltverband der jüdischen Studentei schaft ist in zwei Kommissionen vertreten: in der Kommission für die internationale Zusammenarbeit und in der Kommission für die Hilfe an notleidende Studenten. Gleichzeitig mit dem Kongreß wurde die internationale Studentenausstellung eröffnet. Eine der am besten ansgcstatteten Abteilungen der Ausstellung ist die des Weltverbandes der jüdischen Studentenschaft. Statistische Tabellen und Diagramme über die jüdische Studeutenbewegung in Polen, Estland, Deutschland, Tschechoslowakei, Oesterreich, Jugoslawien, Schweiz, Jtalieil, England und Rumänien geben den Konferenzteilnehmern und Gästen ein sehr anschauliches Bi-Id über die Auswirkungen des N u m e r u s clausus und -der Stttdentenwanderung. Eilte instruktive Tabelle stellt die Gcsundheitsverhältnissc der jüdischen Studenten in W i e n dar. Einen besonderen Teil in der Abteilung des Weltverbandes nehmen die Bilder der Jerusalemer Universität ein. Zahlreiche Bilder illustrieren das jüdische Studentenloben in verschiedenen Ländern. Ue'ber 40 Zoitschristeu und Publikationen zeugen von der regen geistigen Tätigkeit in den einzelnen Ländern, die dem Weltverbandc augeschlosseu sind. Es verdienen hier die Ausstellungsabteilungen von Deutschland, der Tschechoslowakei, Schweden, Argentinien llud Estland, der Ukraine und Ungarn erwähnt zu werden. Landesverband der jüdischen Hochschüler des Küngreiches S. H. S. Am 5. Jllli fand der außerordentliche Kongreß 8es jugoslawischen Landesverbandes statt, Es -wurde J>et Plan einer gemeinsamen großen Sammelaktion für die jüdische Studentenmensa in Zagreb und die der jüdischen Hochschüler aus Jugoslawien in Wien feftgelegt und zu diesem Zweck eine besondere Kommission gewühlt. Es wurde auch ein Reservefonds des Landesverbandes ge-z gründet. ' Im Frühjahr beginnt unter der Leitung des Landesverbandes der Bau eines jüdischen Studentenheimes in Zagreb. Es wurde ein.Ausschuß gewählt der alle Vorarbeiten, sowie den Bau selbst leiten wird.. Der Kongreß nahm mit Genugtuung den Bericht der Exekutive über die Mitarbeit mit dem Weltverband der WIEM VII. L Filiale: Litschau 5eidengasse35 ■ininiiiiiHiiiiii niiiFuiiiniiiiwi'i"1

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