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Wiener Morgenzeitung · 1925-08-15 · Heft 2329 (15.8.1925) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2329 (15.8.1925)
Date
1925-08-15
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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Men, Samstag Mi 8 Wiener Morsten.idtnnst Mguff IM Nr. ZlM i Vez..I^E^eÄbgasfe. Statt der infolge f Zwieback «. Bruder. Wien, ihrer unerreichten Billigkeit mit Recht so sehr beliebt gewesenen Kvanenwoche, veranstaltet die Firma Zwieback ab Montag Len 17. L. die erste S ch i l l i n g w o ch e, bei welcher Gelegenheit das aösamtt Sommerlager zu tatsächlich noch nie dagoweseneu, sensakiorvell billigen Einheitspreisen geräumt wird. Gleich- S findet ein großer Borrummel für die Herbston statt «und werden die Herbst- und Wintorvorräte der t Saison unglaublich billig abgegeben! Wr'vcttociscn ans das Inserat der Firma Sorte 1L. I Radioprogramm. ( Heute Samstag. 4 bis 6 Uhr r Nachmittagskonzert Zeller r Adam, Walzer. Thomas t Raymund Ouvertüre. Tschaikowsky r Lied ohne Worte Oelschlegel r Harfen-Serenade. DelibeS r Sylvia, Balett-Suite. May r Wenn Nachts am Lido die Lichter glüh'n. JoveS r Invgo isntimsntal. Lubbe l Hallo l Slmerika l Tanzpotpourrl. Oskar StrauS: Der lebte Walzer. Freda Raymond r Miau, Tanz-Intermezzo. — 8 Uhr r Operettenanfführung: »Eva*, Operette in drei Akten von Dr. A. M. Wibner, Robett Bodansky, Eugen Spero. Musik von Franz Lehar. — ‘/»H Uhr: Heitere Abendmustk. (Kapelle Iellinek.) Moyge« Sonntag. 11 Uhr 5 Min. bis 18 Uhr 60 Min.: Orchesterkonzert beS Wiener Symphonieorchesters unter Lettu - von Dr. Ludwig Kaiser. — 4 bis 6 Uhr r Nachmittags konzert — 8 Uhr r Orchesterkonzett der Kapelle I. W- Ganglberger. Montag den 17. d. 4 Uhr 10 Min. bis 6 Uhr 10 Min.: . Nachmittags konzett. — 1lß bis 'A6 Uhr r Aus Hauffs Märchenwelt. Gesprochen von Franz Staude. vereine. BortrSge und Versammlungen. Zionistische Kulturgruppe Brigittenau, 20. BP., Karl-Meißl-Straße 6. Heute, 7 Uhr abends. dringende Mityliedervevsammrklng Mit wichtiger Tagesordnung. Erscheinen aller Mitglieder Pflicht! Sonntag, 1 Uhr nachmittags: Ausflug. Gäste willkommen! e e Mitteilungen aus dm Publikum. zu habe«! i a p% Bureau: 8rl|. 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Zur Rechten ein Orangenbaum mit großen, goldgelben Fruchten auf dunklem Laub, zur Lmken ein Palmenlbaum, in der Witte zwei Männer, an die Kundschafter erinnernd, die. an einer Stange die Trcvubcnsmcht tragen, im Hintergrund palästinensisches Gebirge, tiefer rechts die Andeutung einer elektrischen Krastzentvale und vorne, von Flammen beleckt, Eisenblock und Hammer. Eine schönere nnd tiefere Symbolik läßt sich gar nicht denken. Solcherart vereinigt das Plakat die Darstellung aller Kräfte, der Natur- und Menschenkräfte, die am Aufbau von Erez Israel beteiligt sind. Die Ausstellung selbst ist noch im Werden begriffen. Nach den Plänen des Architekten- Sobielsohn, von dem der Plan und das Arrangement der Ausstellung stammt, sind ifiinif Räume bap bestimmt, die Objekte zu fassen. Die Organisation wurde von Palästina aus geschaffen, und zwar durch die Gesellschaft M i s ch a r w'T a a s i a (Handel und Industrie), ein Ünteruchmen, das in Del->Tlwiw die einzige Wirtschaftsrevue mit dom gleichen Namen herausgibt. Will man den Zweck der Ausstellung scharf umreißen, so muß man sagen, daß Objekte vorgeMhrt werden, die Palästina produziert, und ferner auch solche, die Palästina produzieren kann. Die Besucher dieser Ausstellung werden also Gelegenheit haben, nicht nur die entsprechenden Studien M machen, sondern im Bursau dieser Ausstellung Auskünfte über chancenvolle Investitionen für Landwirtschaft, Handel und Industrie zu erhalten. Mit Rücksicht aus das produktiv noch junge Land stoht die gewerbliche Heimarbeit an erster Stelle. Teppiche, Wandschmuck, Körbe, bestickte Wäsche, Gobelins, handgeklöppeltst Spitzen, gebatikte Stoffe zeigen einen Reichtum an Motiven und Farben, der überaus verheißungsvoll ist. Hand in Hand mir der Bekleidungsindustrie, die den Bedürfnissen des Landes angepaßt ist, geht die jmuge, aber überaus gediegene S P o r t i n d u st r i e sowie die Erzeugung von sogenannten Zivilisationsarttkeln, die die Bedürfnisse an Gebrauch und Geschmack befriedigen. Ein Schritt weiter führt uns zu gewerblichen Arbeiten künstlerischen Charakters, darunter schon auf europäischer Höhe stehend Tonwaren für Gebrauch und Luxus, Bijouterien, Drechfteravbelten in Holz, Gdelarbeitcn in Holz, Messing, Kupfer, Brouzie für rituelle und Profane Zwecke. Ueberaus reichhaltig ist das Material an landwirtschaftlichen' Produkten, die teils vorgeführt, teils dargestellt erscheinen. Bon besonderem Interesse sind die Querschnitte der Edelhölzer, die beweisen, welche Entwickln ngsmöglichkeiten es ans dem Gelbiet der Holzindustriie und, des Kunsttzewerbes gibt; zukunstsreich sind die Kulturen Wie Bieuentjucht, Kokons und Talbak; ein Kapitel für sich die ureigensten landtvirtschastlichen Prodiükte wie Mchl, Getreide, Sapien, Pflanzen und Früchte; in weiterer ökonomischer Durchbildung die chemische Iudustvie, Erzeugung von Kouserven nnid das reiche Gebiet der Nähvmittelindustrie. Eine spezielle Mtefluug führt uns die Bodenschätze ans der Ge^'iid des Tostn Vieeres vor: Sal^kristalle.mit, Analysen und Asphaltblocke gelben geschäftlichenl und intellektuellem Sinn weitesten Spielraum. Die geistige und künstlerische Bildung dokumentiert

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