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Wiener Morgenzeitung · 1925-08-14 · Heft 2328 (14.8.1925) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2328 (14.8.1925)
Date
1925-08-14
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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MK . , MeN' N-itaS_ /$$en BsvöNerung und verwalten autonom alle religiösen, sozialen und kulturellen Institutionen. Der Gemeinfinn der Juden Finnlands sei rühmlichst hewovgchoben. Neben einer umspannenden Kultnrläti-keit zeigen sie sich fchr empfindlich für alle Ereignisse in der jüdischen Welt. Eine stark entwickelte z i o- »istifche Bewegung arbeitet sehr aktiv in dem so kleinen Nahmen, der zum Beispiel bei weitem nicht ausreicht, auch nur einen Kongreßdelogierten zu wählen. In den Jahnn 1981 bis 1984 spendeten die Juden Finnlands für den Keren Hajessod zirka 4000 Pfund. Das Jahr 1985 allein ergab biHer 2500 Pfund, ein Betrag von 8 Pfund pro Familie! Damit dürfte Finnland an der Spitze der Keren-Hajessod-Mtion marschieren. " Sohr interessant ist die Propalä st inabe wetz ung, die sich bei den Männern in der Gründung von Gesellschaften zum Import palästinensischer Produkte nach Finnland, bei den Frauen in der Ge» stalt von besonderen Frauenligen, von denen die in Wiborg von der unter der gesamten jüdischen Bovökkerung des Landes ungemein populären Frau Helma Jakobson, einer geborenen Finnin, mit großem Erfolge geleitet wird. Um die gesellschaftliche Selbsttätiglkeit zu regulieren, berief jetzt die Holsingfovser Gemeinde den bekannten jüdischen Gelehrten Dr. Aleschtowsky (Misrachi) aus Rußland auf den Rabbinerposten. Mit ihm dürfte sich das Leben der Juden in Finnland noch aktiver gestatten. Der 14. Zionistenkongretz. Sitzung de» zionistischen Attionslomiteer. -Das Zionistische Aktionskomitee trat gestern um 9 Uhr aibends zusammen. Den Vorsitz führte der Präsident Obervabdiner Dr. CHajes. Cs waren die Vertreter sämtlicher Kongrcßfraktionen erschienen. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden und den Präsidenten der Exekutive, Herrn Dr. S o k o l o w, wurde eine Kommission zur endgültigen Festsetzung der Tagesordnung des Kongresses gewählt, die sofort zusammentrat. Di« Sitzung wurde Unterbrochen. Vorkonferenz der Konfevenzgemeinschnft radikaler Zionisten. Sonntag den 16. d. um 10 Uhr vormittags beginnen die Beratungen. Tagesordnung: 1. Probleme der Reorganisation: Dr. N. Gold mann. 2. Palästinaaufbau und Immigration: Abgeordneter Dr. I. Grünbaum 3. Derzeitiger Stand der Frage der Jswish Agency: Ingenieur Robert Stricker. 4. Innere PMtik: Dr.. W i l e n s k y. Alle Delogierte, welche auf das Kouferenyprogramm gewählt, und diejenigen, welche sich der Konifere nzgeme inschaft anschließen wollen* werden, erlsucht, Pünktlich zu erscheinen. Ort, der Beratung: Kongreßgebaude, MufiShochschule, Zimmer 36. Tagung der Ortsgruppen aus den österreichischen Provinzläwdern. Zu dieser Tagung,, welche Donnerstag den 20. d. um 6 Uhr abends beginnt, sind bisher 26 Delegierte crus den Ortsgruppen mMmeldet. Der Provinztag findet im großen Sitzungssaale' des Lande Komitees, 1. Bez., Kärrrtnevstraße 26, statt. Weitere Anmeldungen wollen direkt an diese Adresse »der persönlich vorgenommen werden. ' Wohloesuttrrte. Warschau, 12. August. (I. T. A.) 32.56o Schekelzahler haben sich an den Wahlen zum 14. Zioniftenkongreß in Polen beteiligt. Auf di« vereinigten - Listen der offizielle n Gruppe ,/Aih-liwnoth" entfielen 34.036 Stimmen und 36 Mandate; aufdievon I. Grünbaum geführte oppositionelle Gruppe „Al-Hamis chmar" entfielen 8527 Stimmen und 8 Mandate. Ferner wurden von der Gruppe der Palästinawanderer der Rabbi von Jablvnow und von einer Gruppe Unparteiischer Herr Liwer in Bendin gewählt. Paris, 12. August. (I. T. A.) In Paris wurde Madame F. Cor cos als Delegierte für den 14, Kongreß mit 270 Stimmen gewählt. 12 Stimmen entfielen aus Herrn Wladimir Jabotinsky. Ms Ersatzde>ltzgierter wurde Herr Schrämet (Straßburg) gewählt. Jerusalem, 12. August. (I. T. A.) Das endgültige. Resultat ' der Kongreßlwahlen in Palästina fft: Delegierte sind: Supraski, Jabotinsky, Gluska, Smj^iSansky, Cornfeld und Rabbi Uziel; Ersahdelegierte sind: Professor S lo üsch^ Ro-sen bäum und Elmaliol. Keren-KoZemeth-Kongreftavbeit. Permanenzdienst: Heute, 9 Uhr dorm., Jedidäa, Zwischenbrücken, Kartell der Z. M. B. und I. A. P. Esra, in unserem Bureau, 1. Bez., Kärntnerstraße 28. Freitag abends Verteilung der Büchsenflugzettel: Im 2. Bezirk Tcholeth Lawan, Prater; im 20. Bezirk Kulturgruppe 20 und Jugendgruppe Zwischenbvücken. Heute Bahnhofdien st! Samstag um 5 Uhr nachmittags Besprechung der Führer der Jugendgruppen. — Eine Besprechung der Gesinnungsgenossen, die sich für den Kongreßblumenverkauf gemeldet haben, sowie derjenigen, die sich noch jetzt melden, findet morgen um halb 7 Uhr abends stäkt. . BegrÄßungsabewd. Am Montag den 17. d. um halb 8 Uhr abends findet der von der Zionistischen Organisation für Oesterreich veraustaltete feierliche Begrüßungsabend im großen Sophiensaale statt.,-Hiepbeij wirken, das Ha koah- Orchester und der Wiener jüdische Gesangverein mit. Auf die Ke- Wiener Moroenzettnna. grützungsarffprachen des Präsidenten der Zionistischen Organisation, Herrn Dr. Jakob Ehrlich, und des Präsidenten deS Aktionskomitees, Herrn Oderrabbiners Professor Dr. ChajeS, werden die prominentesten Fiihrer der zionistischen Bewegung erwidern. Die breite jüdische Ovffentlichkeit wird an diesem Abeno Gelegenheit haben, die bedeutendsten Führer deS jüdischen Volkes kennenzulernen. Karten an der Konzerchauökasse und an den Schaltern der Konzerldirektion Guttmann, Wien, 1. Bez., Opernring 3. Wegen der regen Nachfrage wird entpsohlen, sich sofort Eintrittskarten zu sichern. Festkonzert. Mittwoch den.19. d. um 8 Uhr abends ftndet im Sophiensaal ein Festkonzert statt. Ausffchrende: DaS Wiener Hakoah-Orchester, der Wiener jüdische Gesairgverein, Oberkantor Gerson Margulies, Konzertmreister Josef Zimbler, Maximilian Lampl, Dirigent Prof. S. Braslawsky. Karten an der Konzerthauskasse und an den Schaltern der Konzertdirektion Guttmann, Wien, 1. Bez., Kärntnerring 3. Vergnügungsfahrt auf der Donnu. Den in Wien bereits anwesenden Teilnehmern am Kongreß, aber auch den Wiener Juden, welche mit unseren Gästen aus der Fremde gesellschaftlich Fühlung nehmen wollen, ist Gelegenheit geboten, den Sonntagnachmittag angenehm zu verbringen. Um 3 Uhr nachmittags geht ein Luxusdampfer der Donau-Dampffchiffahrtsgesellschaft, welcher von dem Veranstalt ungsikomitee für den Zionistenkongreß für diesen Zweck gemietet ist, von der Station Reichsbrücke der Donau^Dampfschisfahrtsgesellschast ab und fährt durch zirka sieben Stunden teils donauabwärts, teils donauauffvärtS. Für eine fachkundige Erläuterung der Umgebung .während der Fahrt ist gesorgt. Ein reichhaltiges Dergnügungsprogramm ist vorgesehen. ES spielen die verstärkte Musikkapelle des Musikdirektors Max Geiger, die Olympia-Ja^band und ein Schrammel-Quartett. Wiener Natursänger werden Altwiener Lieder zum Vortrag bringen. Auch dem Tanze wird nach den Klängen der Jazzband gehuldigt werden. Warme und kalte Küche sowie rituelles Buffet. Einlaß auf den Dampfer ab 2 Uhr nachmittags. Kartenverkauf an der Konzerthanskasse und an den Schaltern der Konzertdirektion Guttmann, 1. Bez., Kärntnerring 3. Da morgen die Kassenschalter geschlossen sind und die Teilnehmerzahl im Interesse der Gemütlichkeit beschränkt sein -muß, ist es angezeigt, die Karten heute Freitag zu lösen. Kunstausstellungen. Die Kunsthandlung Wü r thl e, 1. Bez., Weihburggasse9, veranstaltet anläßlich des 14. Zionistenikongr-esses in ihren Räumen Kollektivausstellungen von Hermann Struck, Palästina, Joses B u d k o, Berlin, Jakob Steinhardt (Graphik), Alexander Jaxay (Plastiken), die.Monumentalgruppe „Nach Zion", ferner Skulpturen von Paul Königs berge r, Berlin. Die Eröffnung dieser Ausstellung findet am 17. d. um halb 12 Uhr vormittags statt.. Entree 1 Schilling. Zweimal m der Woche finden Führungen mit erläuternden Vorträgen statt, bei welchem ein erhöhtes Entree zur Einhebung gelangt. Kongreßteilnehmer, welche im Besitz einer mit der offiziellen Kongreßmarke versehenen Legitimation sind, zahlen 'nur den normalen Eintrittspreis von 1 Schilling. SorrderauMon im Dorotheum. Donnerstag den 20. d. um 3 Uhr nachmittags findet im Frang-Josefs-Saale des Dorotheums, 1. Bez., Dorotheergasse 17, eine große Versteigerung statt. Zur Versteigerung gelangen 200 Posten, -darunter: Kolossalgruppe der „Medea" von St. Paul Lemoyne, ferner Mobiliar, Perserteppiche, Spitzen, Oolgemälde, Harfe (Nadermann, Paris), Arbeiten des Kunstgowerbes. Besichtigung Montag den 17. bis Mittwoch den 19. d. von 1 bis halb 6 Uhr. Den Kongreßteilnehmern ist hier Gelegenheit geboten, diverse wertvolle Objekte günstig zu erstehen. Sitzung der Mischen Welthilsrzentrale. Gestern trat der Zentralrai der Jüdischen Welthilsszentrale im Konzerthaus zusammen. Darüber wird folgendes mitgeteilt: Den Vorsitz führte Hosrat Prof. Dr. Ehrmann (Wien). Herr Jefrohkin (Paris) erstattete den qus allen Ländern versammelten Delegierten des Zentralrates Bericht über die Tätigkeit der Welthilfszentrale; sie richtete ihre Energie auf die G e l d s a m m l u n g und G e l d v e r t e ilung. In Europa, Amerika und Südafrika wurden die Mittel aufgebracht, um der notleidenden jüdischen Bevölkerung Rußlands und der Ukraine Hilfe zu bringen. Die Bedeutung der Welthilfszentral« war in erster Reihe eine moralische; sie bildete den Brennpunkt jüdischsozialer Arbeit in der ganzen Welt. Herr Mo'tzkin (Paris) berichtete über die nach Amerika entsendete Delegation der Welthilfszentrale, welche die vollständig erloschene Hilsstätigkeit neu beleben konnte. Für Rußland, die Ukraine und die notleidenden Länder Mitteleuropas konnte eine neue Aktion eingeleitet werden. Unter Vorsitz von Dr. Stessen Wise tuurde ein Hilfskomitee gegründet. Dieselben Kreise, welche unter Leitung Louis MarsKalls die Hilfsarbeit des Joint organisiert hatten und sie vor längerer Zeit einstellten, sahen mrn ein, daß den europäischen Juden Hilfe gebracht werden müsse. Es ist eine 15-Millionen-Dollar-Kampagne eingeleitet. Die Hilfsgelder sollen von Vertretern der amerikanischen und europäischen Organisationen gemeinsam vergrößert werden. _ , ~ wt tm ] Sie ZaguttB Dm toten «aicftoD. lieber Anregung des Londoner Keren HajessodDrrekt» riums traten gestern di« Leiter der Keren-Hajessod-Arbeit m de» einzelnen Ländern sowie eine Anzahl geladener Experten z> einer internen Besprechung über di« Arbeit des Keren HajessoS zusammen. DaS Direktorium Legte den Teilnehmern eine iibersicht« liche Tabelle über die monatllchen Keren-Ha. jessod-Eingänge vom März 1923 bis Juni.1921 vor, aus welcher die monatlichen Leistungen von 52 Ländern fül den Keren Hajessod ersichtlich sind. Bis zum 30. Juni 1926 hat dieses wichtige Finanzinstrument des Ausbaues 1,919.318 iPfunü bar abgesührt. In der Zwischenzeit Gis zum heutigen Tage) Üf! ' das gesteckte Ziel, nämlich den Betrag von z w e i M i N i o n e u P fn n d S t e r l i n g zn erreichen, bereits überschritten worden Der Direktor der Keren Haijesiod, Dr. Bertold F e i w e h eröffnet« die Konferenz und gab eine Uebersicht über die'zu be. handelnden Fragen. ES sei insbesondere über die ide o l o g is ch e B e g r ünd u n g des Keren Hajessod zu sprechen, ferner über eine Reihe von organisatorischen Fragen, über welchl die Meinung der Keren-Haijessod-Arbeiter au szn tan schon sei, über die Form der Propaganda, über technischeAnge. legenheiten sowie Über die Spesensrage. Er sprach schließlich den Wunsch aus, die Konferenz möge auf Grund der Aeußerungen der hier anwesenden kompetenten Faktoren alle, Länder eine Abschätzung der künftigen Einnahmsmöglich Leite.n vornchmen. Generalsekretär Leo H « r r m a n n erösfnete die T-ebatt< durch ein Referat über die ideologische Begründung deS Keren Hajessod. Er vertritt die Meinung, daß em vollwertiger Erfolg nur dann erzielt werden kann, wenn man die Propaganda für den Keren Hajessod aus die Grurrdlage hundertprozent-tger zionistischer Ideologie stellt. Ein wesentlicher- Teil >der Keren-Hajessod- Arbeit fei zionistische Erziehungsarbeit. In der Generaldeba-tte sprach zunächst der Bizcpräsidenj deS Zionistischen Mtionskom>iteeS, Dr. Hantke: Was ''die Ideologie betrifft, ist sestzuhalten, daß die Aufbringung freiwilliger Steuerleistungen für den Auisbau noch sehr lange Zeit nötig sein wird, auch wenn andere Quellen geöffnet werden. Die Propaganda in einzelnen Ländern durch Delegierte deS Direktoriums zu versorgen, ist für die Dauer unmöglich. In allen Läudern muß. ehestens ein Landesapparat zur Verfügung stehen, der ein sehr hohes moralisches und intellektueller Niveau hat. Wir müsien in maßgebenden Kreisen des Judentums Fuß fassen und der Keren Hajessod muß eine neutrale Institution im Judentum sein und bleiben. An dem Maasserpvinzip ist festzuhalten. Das Verhältnis zum Jüdischen Nationälfonds ist dahin endgültig zuregeln, daß der Keren Hajessod keine Spenden, der Jüdische Nationälfonds nur Spenden nimmt. Des ch a l i t (Lettland): Das Maasierprinzip >duvchMführe«, ist unmöglich. Nur die Vergrößerung der Anzahl der Zeichner kann Erfolg bringen. Die. Konkurrenz der verschiedenen Zwecke, für welche man sammelt, ist sehr schädlich. Noch schädlicher sind begründete, sogar unbegründete Gerüchte, welche in ider Judenschaft das Vertrauen zu gewisien palästinensischen Institutionen erschüttert. Der Keren. Hajessod und »der Jüdffche Nationalfonds müssen in den einzelnen Ländem in einer lleitenden'Hand vereinigt werden. Dr. Friedemann (Holland): Das Direktorium muh in den Wintermonaten starker Propagaidaarbeit eine große Rundreise machen, um die oft schr verschiedenen Verhältnisse der einzelnen Arbeitsgebiete kennen zu lernen und danach ihre Dispositionen zu treffen. Nicht überall kmrn man sofort Maasier verlangen, sonst macht man die Arbeit unmöglich. Die Institution des neutralen Kilratoviums, für welches in manchen Ländern die nichtzionistischen Honoratioren häufig bloß den Namen hergeben, hätten wenig Werß wenn die Mitglivder des Kuratoriums nicht auch tatsächlich Mitarbeiten und sich für den Keren Hajessod mit ihrer Person einsetzen . Alfred Berger: Nur mit dem Hinweis auf das durchaus neuartige Leben der Pioniere in Erez Israel können 'wir Menschen Kr den Keren Hajessod gewinnen. Nicht mit Schilderungen von vergangenen oder drohenden Katastrophen und auch nicht damit, daß man /den Jlchen Kr die Zubuuft Vorteile sichert, die ihrren der Aufbau Palästinas. bringen kann. Redner tritt 'dafür ein, daß 'beide Forrds getrennt bleiben, jedoch müsse jeder sich streng an seine Methoden halten. Dann werde der eine Fonds den anderen durch Erfolge aneifern. Prof. Mossinsohn (Palästina): Es ist'davor zu warnen, daß Raubbau getrielben wird. .Der Keren Hajessod hat die Zionistische Organisation verschluckt und kann sie nicht verdauen. Die Zionistische Organisation ist fast uur ein Geldnehmer geworden und die Keren-Hajeffod-Apbeit wird sich allmählich schlecht verzinsen, wenn nicht mit der Werbung von Zeichnern die große geistige zionistische Arbeit Schritt hält. Dr. R o s e u z w e i g Wolen) bespricht die breimende Frage der inneren Konftitiution des Koren Hajessod, die Sicherung eines Beamtenstandes und die Regelung des Verhältnisses der Beamten in 'den einzelnen Ländern zur Zentrale. Er begründet die - Notwendigkeit eines zeititveifen Beamtenaustansches und einer sehr gründlichen Schulung. Kurt B lu menfel.d (kDeuffchlaud) tritt dafür ein, daß in >das Direktorium deS Keren Hajessod hervorragende Nichtzionisten aufgenonlmen werden. In eingchender Rede.'begründet er feine Ansicht, daß eine Verlegung des Koren-Hajessod-Direktoriums nach Palästina nachteilig wäre. (Die Sitzung dauert fort.) Die Konferenz der Zeire Zion. Heute um 12 Uhr mittags wird im Bortragssaale 1 der Musikakademie (3. Bez., Dothringerstraße 18) die dritte Weltkonserenz der zionistisch-sozialistischen Partei Zeire Zion eröffnet, die, wegen verspqtet^en. Eintreffens der. russischen Mitglieder nichts wie gemeldet^ gestern eröffnet werden könnte.

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