Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2324 (10.8.1925)
- Date
- 1925-08-10
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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ß - •i;* : :h : ■; j-;; ■h\ l i 1 1 I, i k Seite £ __ Wien, Montag Bollesblldong und Bollsbildung. Don A. M. Brachjahn. A-uf -der letzten Sitzung des Zionistischen Mttonskomitees 'berichtete Kolonvl Kisch über die ErzichunMriagen und «über den hsbÄrschen Lchrerstrei-k. Die Beratungen über diesen Punkt schlossen, wie bekanntgemacht wurde, mit der Annahme tolgeuder Resolution: ,/Das Aktionskomitee ist überzeugt, daß sowohl im Interesse der Lehrer als auch der Zionistischen Organisation die NotwerDigkert einer Regelung der Beziehungen zwischen dwsen beiden Parteien getroffen werden muß. Das Aktionskomitee ist der Ansicht, daß: 1. Die Ziomstffche Palastinaexekwtive sofort die notwendigen Schritte unternehmen muß, um eine Körperschaft mit juridischen Rechten ins Loben zu rufen, die in der Zukunft das gesamte Erziehungswerik repräsentieren soll. 2. Ungeachtet der gegenwärtigen rechtlichen Lage müssen die Lehrer verständigt worden, daß nach Abschluß des lausenden Schuljahres zwischen den Lehrern einerseits und der Palästinaexekutive oder einer anderen Bevtretunyskörperschaft anderer.se its kein Vertrag mehr besteht und daß demgemäß neue Verträge abgeschlossen werden fömrnt." Der vierjährige Kampf der Mandats- und Phklanchropiekolonisation mit dom national-politischen Ragenerationszianismus endete also im Aktionskomitee mit -er völligen Niederlage des letzteren. Vor vier Jahren ist in den oberen Kreisen der Organisation die Tendenz a>ulfgÄommen, die jüdische VMserzichung in Palästina aus dem Rahmen zionistischer Kolonisationstätrgkeit auszuscheiden. Es galt, den Zionismus einerseits der Mandatarmacht als nutzbringend, andererseits der jüdisch-amerikanffcheu Groß-PHNanthrolpie als reines Hilifswevk darzustellen. Diesen beiden „Machifäktoren" kommt es aber bloß aus das Quantum unserer Kvlonisationsleistungon au. Der Zionismus soll die Einnahmen Palästinas durch Entwicklung von Landwirtschaft, Handel und Industrie steigern. Mchr will die Mandatarmacht nicht. Der Zionismus soll Juden zur Bodenständigkeit verhelfen. Mehr wünscht die jüdische Philanthropie nicht. Alles sickere, wie die Schaffung jüdischen Volkslebens und nationale Regeneration, scheinen der Mandatamnacht. überflüssig, der jüdischen Philanthropie als Geldverschwendung. Von diesem Standpunkte allein, vom Standpunkte des Zionismus der QrientpolrtÄ Großbritanniens wie auch des Zionismus der jüdischen Phi-, lanlhvopie erscheint es begreiflich, daß das Direktorium des Keren Hajessod dazu gelangte, die Ausgaben für VdlksbAbnng in Palästina zu den unproduktiven zu zählen und sich dessen zu rühmen, daß es gelungen ist, düse unproduktiven Ausgaben in vier Jahren auf die Hälfte zu reduzieren. Für die Schaffung eines jüdischen BoWKrpers, für tue Zusammenfassung und Verschmelzung der verschiedensprachigen und aus verschiedenen Kulturstufen stehenden BoMsteÄe zu einem organischen Gangen ist ja doch das Erziehnngswefsn ebenso unentbehrlich wie die landwirtschaMiche Kolonisation. Wie denn anders könnte aus den in Tradition, Kultur und Sprache so weit von einander entfernten BoKsteAen ekt BoN gebMet werden, als durch einheitliche Volksbildung. Der Kongreß wie auch das AWonsLomrtee, str denen bis heute noch der nationale Regenerationsgronismus die Oberhand hatte, Proklamierten daher wiederhM, daß die Erziehungsarbeit einen untrennbaren BeistarckteA der Aufbauarbeit in Palästina davstellt, und daß, so lange die gesamte Aufbauarbeit in den Händen der Zionistischen Organffation sich befindet, ihr auch die Erziehungsarbeit obliegt. Das ErFiehungswesen blieb also in den Händen der Zionistischen Organisation. Die Palastinaexebutive hat hvefür em besonderes Amt, das Erziehungsdopartement, welches das Schülwevk leitet, Schulen öffnet oder schließt, Lehrer anstelle oder entläßt, das Schulgeld für Schultypen und -Waffen festfetzt und das Gesamtbudget des SchulwerLes vor Beginn des rveuen Schuljcchres ausarbeitet und der PcWstinaexekuttve zur Genehmigung unterbreitet. Hiemit Web die doppelte Verantwortung für das Erzrehungswesen aus den Schultern .der Organisation, refp. der. Exekutive, lasten, nämlich die moralische für -die Entwicklung des Schülwevkes, wie auch die materielle für die Bolldeckung des Budgets: LehvergehAter, Mietgins und dergleichen. > Angesichts dieser vom Kongreß ausevlegten Verantwortung dürste keine gweissenhafte Repräsentanz der Organisation vier Jahre nacheinander vor den Kongreß und die Jahreskonferenz mit einer gekürzten Budgetvorlage erscheinen, nachdem jedes dorangegangene Jahr mit einem moralischen und materiellen Desizit endete. (Antihygienische Schulramne, zerbrochene Parten, Zufammenpferchung von 6g bis 70 Kindern in einer Klasse, Vermehrung der Zahl jüdischer Schüler in den Missionärschulen, Entlassung bereits aufgvnvmmener Kinder aus den Kindergärten uftv. ustv. und obendrein noch eine Schuld von tausenden Pfunden an Lchrergchältern). Ist es Mangel an Pflichtbewußtsein oder an Düchtigkeit oder an beiden, der unsere Palastinaexekutöve dahin brachte? Sei es wie immer, der Zustand ist unhaltbar. Mit der moralischen Verantwortung ginge es noch. Weder der Kongreß noch das Aktionskomitee forderte Abrechnung. Aber nicht weiter könnte es so gchen, soserne die finanzielle Verantwortung vor den Lchrern in Betracht kommt. *Die Palästina exekutive begnügte sich nicht damit, daß sie den Lchrern ihr Gehabt nicht bezahlte, sondern sie erklärte auch, sie trage gar keine Verantwortung für das volle Budget des Schulwesens (dessen Festsetzung ihr allem obliegt), die Lchrer wären gar nicht von ihr engagiert worden, Verpflichtungen des. Leiters Wes ^ie§pgj$$gft* Wiener MsrMnMuns. tements gingen sie nichts an, sie habe eben nur die vom Kongresse bewilligte Summe für das Erziehungswefen dom Erziehungsdepartement zur Verfügung zu stellen. Da kam es zum Schlvlstveik. Die Herren der Palästinaexekutive sprechen mit besonderer Vorliebe vom „hebräischen Lchrerstreik" Wie man das Niederlegen herrenloser Arbeit seitens herrenloser Wetter mit dem Namen „Streik" belegen kann, mag den Herren der Palästinaexekutive begveislich sein, den Lehrern nicht. Richtig ist, daß da die Palästinaexekutive gestreikt hat, indem sie wissentlich den Kongretzbeschlüssen und ihren eingegangenen Berpflichttmgen zuwider, das Schulwesen samt den Lehrern von sich wies. U.nd da berichtete Kolonel Kisch vor dem Aktionskomitee „über das Erziehungswefen und den hebräischen Lchrerstreik". Was er M berichten hatte, wiffen wir wohl. Der Schulstteik zwang die Palästmaexekutive, darauf eilMgehen, daß die Frage ihrer VerantwvvKichkeit einem Schiedsgerichte untevbreitet wurde. Urck das Schiedsgericht entschied zuguifften der Lchrer. Aus dem ArnanghöM, das nicht einmal als moralisches empfunden wurde, entstand nun plötzlich eine p r o m P t zu deckende Schuld van zirka 20.000 Pfund. (Es wird ja doch eine Blamage sein, würde man die Bezahlung rückständiger Arbeitslöhne aus lange Termine verteilen wollen.) Damit wußte schon das Aktionskomitee betraut werden. Was die Palästtnaexekutive in Zukunft tun will, wissen wir jetzt. Nicht etwa Maßnahmen treffen, die es ermöglichen wurden, dem Bedarse der in steter Zunahme begriffenen Bevölkerung entsprechend, dos hebräische Schulnetz ausgudchnen. Auch nicht für die Erlangung von Krediten zwecks Errichtung von Schulbauten, die den Kindern hygienisch« Räume bieten und dazu noch das Budget von hohen Mietzinsen entlasten würden. Auch nicht Erschließung von Hiljfsquellen, die es ermöglichen, Arbeitsschulen oder Handwerlfftätten den Boliksbttdungsschuilm anzuMedern, damit die Absolventen der Elementarschule auch eine fachliche Ausbildung genießen -und fürs praktische Leben vorbereitet werden. Nein, nichts von alledem will die Palästinaexekutive, sondern einzig und allein — beschränkte Haftung, Befreiung von der Last der moralischen Verantwortung und, was wichtiger ist, vom schweren Joche der Ausarbeitung eines Voranschlages für das gesamte Schulwerk, was die juridische Verantwortung für vorgesehene und nicht eingegangene Einnahmen von Schulgeldern aUMrden würde. Daß nur dieses allem bezweckt wurde, geht ja aus der vom Wtionskomitee gefaßten Resolution hervor. Das Interesse der Lehrer einerseits und das der Zionistischen Ovganifatwn andererseits, das Bedürfnis einer Regelung der Beziehungen zu diesen beiden Parteien wird da als Grund der neu geplante» Schöpfung" angeführt. Nichts anderes. Und es gibt ja doch noch etwas, das Erwähnung verdiente — das Bo«, die Volksbildung. Aber dies scheint im Berichte der PoKstinaexMtive Fiber das Exziehrmgsweftn" <&en nicht Vorgelegen zu sein. Hauptsache ist — beschrankte Hälftung. Und das Wivnskomttee vernahm das Flehe» der PMstmaexekutive «und es sagte: Es sei st», ES soll erne KöNpenschast mit juridischen Rechten ins Leben gerufen werde», die in ZrÄunft das gesamte Ergiehunyswerk repräsentieren soll. ' . Hier habe« wir ihn: den Mando-tsOoniSmus, den PhilrmchroiPvegionisnwS, den — G. m. b. H.-Ziorvisnms, Wird ihn auch der Kongreß anerkenne«. Der Frage der Ausscheidung der Erzichungsarbett aus der gesamten Auifbanavbeit, solange letztere in den Händen der Zionistischen OrganGatia» sich beftudot, widmet« das Zentralkomitee der LchrewvganHation Palästinas eine Sammlung von Artikeln mehrerer berufener Autoren. Diese Sammlung wird den MtionsklMnteenE^iedem vor der nächsten Pleniavfitzung des Aktionskomitees zukommen. Hier wollen wir nur noch ans ein Moment Hinweisen. Niemand, dar die Verhältnisse in Palästina mvmitteilbar kennt (und nicht bloß aus Berichten von Sekretären), wird ernstlich behaupten können, daß irgendwelche andere Körperschaft oder Institution mehr Geld ans den anderen Einnahmsguellen wird herbeischaffen können, als es der Pallästinaezekntive, resp. chrem Erzichungsdepartemont bei guter Organisation gelingen könnte. Das einzige Resultat der gepl>cmten Neuordnung kann nur dies sein, daß die Zionistische Ovganisabion nicht mehr verantworMch gemacht würde für den Untergang des hebräischen SchMverkes. Manchen Herren der Palästinaexekutive mag dies wünschenswert sein. Das Aktionskomitee aber — wir alte Zionisten-Soldaten sind ja immer noch optimistisch gestimmt — kann unmöglich hierin „Genugtuung" finden. II. Das goldene Zeitalter, in dem die Zionistische Ovganisatton und ihre Leitung in Palästina nicht mehr mit der unproduktiven Arbeit der Volksbildung zu tun haben werden, soll nicht in die weste Fern« hinausgeschoben werden. Spricht die erste Resolution von Schritten, die die Palästinaexekutive unternehmen muß, um eine Körperschaft ins Leben zu rufen, die in der Zukunft das gesamte Erziehungswevr repräsentieren soll, wobei man vernünftigerweise annehmen könnte, es haMe sich ivrMch nur um die Zukunft, als die ins Leben zu rufende Körperschaft bereits erwachsen und Mndig, ailfo leistungsfähig fein wird, so kommt die zweite Refolution und klärt nns darüber au,f. Die PMstinaexekutive hat keine Geduld zu warten. Schon für daS naWe Schuljcchr soll ihr nur beschränkte Haftung auserlegt und freie Bahn eröffnet werden. - ' ' , „Ungeachtet der gegenwärtigen rechtlichen Warum nur rechtlichen? — A. B.) Lage, müssen die Lchrer verständigt werden, daß nach Abschluß des lausenden SchMahves zwischen den Lchrern einerseits und der Palästinaexekutive oder einer anderen Vertretungskörperschoft {?, — A. B.) k«i« Ber- Hm m*tzr hest^t Wh dK hKMM mm WM . m Augwst im ' . ■ u. ' ■ ’S geschlossen werden können." (Bezeichnend ist auch WM DHM neu" — A. B.) ' ' ’ “; ii Es ist aus der Abfassung dieser RchMtkvner^ Me zur Veröffentlichung gelangten, nicht zu entnehme«, ob sie <if8f sofort in Kraft rretende Beschlüsse gedacht sind oder ob« Hofe als Vorschläge für den Kongreß. Wir wissen daher nicht, wtzS jetzt in Palästina scharr vorgcht. Ist diese MaffenWndigmdg «r die Lchrer bererts vollzogen und schen sich die Lehrer bereits nach irgend welchen anderen Beschäftigungen um oder httkrt noch diese Massenkürrdi^ung der Bestäti-gung des KongveffeK und erfolgt erst nach Schluß desselben, also kurz vor dom Feiertagerr, nach deren Ablarrf sofort das neue Schützahr, jftt dir Lchrer das neue Arbeits- und Lchenssahr ointritt. Wir wollen auch vorläufig die Frage mverovtert kaffe«,, oib es recht rrnd billig ist. ein oder höchstens andevchaD Monade vor dem neuen Arbeitsjahr eine derartige Massenikündiguny gegenüber einer in permanenter Stellung arbeitenden Beamdmschaft vorzunchmen. „Ungrachtet der rechtlichen Lage" — ton mit fängt ja doch die Resolution an. Mer wollen wir aus die Lage der Schulen zu Beginn des neuen .Schuihahres. sirvvr Blick wevftn. So weit ich fche — und man braucht da wicht altzn fernfichtig zu sein —, findet das neue Schuljahr geschloffene Schulen, ohne daß jemand da wäre, der die TorschMsfÄ in Händen hat. Das Erzichnnasdepartement der Palästtnaexekukive ist durch den Beschluß des AktwnSkomitetzS völlig lahmgekogt. Im Laufe des einen Monates September, der nach Schluß des Kongresses bis zn Beginn des neuen Schuljahres noch übrig bleibt, können unmöglich alle die Angolegenheiton der MaffenenÄasfungen und der neuen Verträge evlck»igt werden. Von den Lchrern, den mißachteten und mißhandelten Lchrern, wird erwartet, daß sie bedingungslos an die Arbeit gehen. Das aber heißt den Lchrern eine Opferfveudvgkeit zumwben, die alle Maße eines sozial gesunden Idealismus überschreitet und den» jewigen, der sie zur Schau trägt, eher zum Schlenvihl als zum Idealisten stempelt. Andererseits darf auch niemand damit rechnen, daß es der Palästinaexekutive gelingen könnte, divjeniigon Lehrer, die mit einem neuen Vertrage boMckt werden, sollen, zur Schandtat zu bewogen, an die Arbeit gu gehen, bevor ihre über Bord geworfenen Kollegen in befriedigende« Maße entschädigt fein werden. Wir stchen also wiederum vor einem SchvlftreA in Pa>ästitta. Und diesmal nicht bloß dank des paffÄren Verhaltens des Mtionskomitees, sondern verschuldet durch aktives Zustimmen zu den unvernünftigen Intentionen der Palästinaexekutive. Wir sehen hier von der prinzipielle« Sette gänKch' ab. Aber derartige Aenderungen auf einem Gsbiet«, wie es das Erzichungswefen ist, das die höchst mögliche StvbMtvt der inneren Ordnung verlangt, können doch nicht von haute auf morgen durchgeführt werden. Für derartige Aufgaben müßte das Aktionskomitee früher Zeit finden. Möge das Mtionsvlmritee in seiner demnächst folgenden Tagung diese Sach» lag« in Betracht ziehen. Nach Auffetzung dieses Artikels ging mir Es Palästina die Nachricht zu, daß die Lchrer den „Get" (Schoidebrief) vopder Palästinaexekutive bereits erhalten hcchen. . Keren Hajessod ln Polen. Der Delegierte des HaupOureaus des Keren Hajessod für Polen, Herr Leib Jaffe,-hat in den letzten Wochen die Städte Wilna, Grodno und Nowogrodek besucht. Der Aufenthalt in Wilna galt hauptsächlich vorbereitenden ovga-nisawvischen Arbeiten für die nächste Keverr-Hafeffod-Kampagne und' Besprechungen mit den dortigen Kevm-Hvfeffod-Arbettern. In Nowogrodek sprach Herr Leib Jcchfe in einer tausenLkopfigen BMsverfammlung, in der er auch von den Gemeindevertvetern begrüßt wurde, und in der der OvtSrabbmer eine begeisterte Rede De dm Aufbau Palästinas hickt. In Grodno führte der Besuch Jaffes zu einer großen Zähl werterer Keren-Hafeflod- Verpflichtungen. Die Reise Jaffes hat so überall die Propagandatätigkeit für den Keren Hajesfod in hohem Maße neu belebt. Sie 4. Welttonseren; der HttachdE Cvöfsnungssitzung. Gestern abends trat die 4. WelÄonferentz Her H i 't aj 'ch». duth in Anwesenheit von zirka 30 Delegierten znfam-, men. Herr S p r i n z a k eröffnete die Konferenz (hebräisch): Schon in der Vergangenheit der Hitachdnth steht die reale Palästinaavbeit und die darauf hinauslaufenL^ aktiv« Kongreßbeteiligung im. Mittelpunkt ihrer zionistischen Tätigkeit. Vom 11. Kongreß in Wien 1913, aus «welchem eine geschlossene Gruppe von 26 Kougveßdele« gierten des Hapoel Hazair aus Palästina ü-nd Zeire Zion aus Rußland ihren ganzen Einfluß in dieses Richtung geltend machte, über die Prager Konfe^ renz der Hitachduth im Jahre 19S0 fuchtzn wdl die verstärkte Einwanderung und Erobemng der fvoiep Arbeit durch jüdische Ghaluzim zu fördern. Das Pvobkyp Palästinas ist das der Befreiung des jüdischen Bo-A« durch freie Arbeit. Gegenwärtig läuft die zwanzig «jährige Entwicklung in dieser Hinsicht Gefahr, durch manche neue Kreise und Anschauungen verdrängt M «werden. Die Aufgabe unserer Konferenz ist dsmgegom über zu betonen, daß die Arttonomie der organisierten Arbeiterschaft in Palästina es war, die daS Land vor sozialen Umwälzungen be«wahrt hat, wie sie sich in vieken anderen Ländern 'in.der Nachkriegszeit ereignet habe«. Diese Freiheit der wirtschaftlichen Betätig gung, die die jüdische Arbeiterschaft in Palästina gtt nießt, sichert die Einwanderung, das Serben Mid W KW tz-« Mt GMNMDW« WiWl»>