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Wiener Morgenzeitung · 1925-08-09 · Heft 2323 (9.8.1925) · p. Seite 9

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2323 (9.8.1925)
Date
1925-08-09
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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Wien, Sonntag Nr. 8M tot führende «matenrorchefter Wien». DaS .Ha ko ah -Orchester hat in diesem Jahre seinen MGährigen Bestand ggfeiert. Mit sechs Amateurstl.eicher.ll hat Dirigent Braslavsky begonnen und heute zählt das Orchester über 60 ausübende Mitglieder, durchaus geschulte Musiker von Rang. Die Hakoah hat mf eigene .Kostetl ciirvge Bläser am Konservatorium ausbilden lassen, loelche bereits im Orchester mi-wirken. So haben die .Hakoah-Musiker trotz materieller Schwierigkeiten allmählich daS anerkannt führende Amateurorchvster geschaffen. Die Kollizerte lverden teils allein, teils gemeinsam mit danr ausgezeichneten jüdischen Gasangvcrein veranstaltet. Im Programm des Orchesters haben wir neben der Mlvge der jüdischen Mus« besonderen Wert daraus gelegt, junge jüdische Komponisten, die sich alider-vörts schwer durchsetzen können, zur Aufführung zu bringen. Leider vernachlässigt das jüdische Publikum, das die Konzertsäle zumeist füllt, unsere Deranstaltungsn. Am 19. d. werden wir anläßlich des ZionistenkongresseS wieder mit einem schönen Programm vor die Ochfentlichkeit treten. Dr. Siegfried S e i d n e r. Am den Theatern. Bu rag arten. 8 Uhr (bei ungünstiger Witterung im Festsaale der Hofburg): Heute: Symphoniekonzert. Dirigent Martin Spörr. Mittoirkend: Edith van Aust und Konzertmeister Fritz Brunner. Morgen: Symphoniekonzcrt. Dirigent Dheodor Christoph. BolkSoper. Dienstag erste Anfführnng der Mailänder Opernstcvgione „Madame Butterflv". — (Kalmmersänger Michael Bohnen hat die Ghvenstelle eines Ghess der Regie der Vereinten Bühnen ubernonrmen. Theater in der Joscfstadt. Max Gülstorfs tritt in dieser Spielzeit nur mehr heute und morgen auf. Dienstag Eüstaufführnng von Ncstroys Posse mit Gesang „Underhofft". Beginn HM» 8 Uhr. Theater an der Wien. Lea Seidl vom Metropol- -cheater in Berlin absolviert ab morgen in der Operette „Der Orlo w" ein zchntägiges Gastspiel. J ohan n - Str a u ß - Th e at e r. Donnerstag den 118. d. Erstaufführung der Operette „Der Frauen-^ ^f.^esser" von Edmund Eysler. ' Bürgertheater. Morgen 525. Aufführung der Gräfin Maräza" mit Rosa Mittermardt in der i Ditolrolle. Lnstf viel the ater. Heute, halb 4 Uhr nachm., bei Weinen Preisen: i e Kleine v o nr B a r i e i e". Abends, >8 Uhr, geht die französische Novität „Das verzauberte >Bett" in Szene. > Roland-Bühne. Da Herr Aurel Novotny anderliveiKge AuffMsvevpflichtungen hat, spielt ab 11. d. die Rolle des Schlaime in „Gott der Rache" Herr Hans Rhodenlbery vom Deutschen Dalkscheatn. Gastspiele der Bundestheater in den Bundesländern. Wie schon gemeldet, beabsichtigt die Guudeslheaterderwaltung in der kommenden Dheatersaison in den größeren Städten der Bundeslländer Gastspiele des Opern- und Bürgt heute r- .ensembles zu Vevanstallen. Schon die Ankündigung solcher^ Gastspiele fand den lebhaftesten Änklang in den beteiligten! Kressen der einzelnen Länder. So hat der Landeshauptmann irr i Niedevösterreich, Dr. Buresch, an den Buudestheatevpräsidenten Dr. Prüger ein Schreiben gerichtet, in dem er das neue Projekt wärmstens begrüßt und die Hoffnung ausspricht, daß auch die .Städte Niederösterreichs berücksichtigt werden sollen. Eine Johann-Strauß-G^rächtnisansstellung der Stadt Me«. Die städtischen Sammlungen veranstalten im Oktober dieses Jahres in den Räumen des Historischen Museums im Rathaus eine Strauß-Ausstellung. Mir die Eröffnung ist der 25. Oktober vorgesehen, da an diesem Tage sich der Geburtstag des großen Wiener Komponisten Johann Strauß (Sohn) zum hundertsten Male jährt. Diese Ausstellung wird einen Einblick in das Schaffen des WcMerWnigs und seine Tätigkeit als Dirigent der berühmten Musikkapelle geben, außerdem auch wertvolles Bildermaterial aus dem Leben und Wirken Johann Strauß des Vaters, Josef Lanners und der Brüder Josef und Eduard Strauß und ihrer Zeitgenossen weitesten Kreisen zugänglich machen. Die Sammlung für die Odilon. Wie berichtet, hat Schauspieler Theodor Weiß vom Deutschen Bolkstheater aus. Anlaß .des 60. Geburtstages der omstmals so gefeierten und jetzt im Elend lebenden Helene Odilon eine Sammlung für die 'Künstlerin veranstaltet. Die Sammlung hat bisher nur ein schwaches Ergebnis .gebracht. E „Gin Merteljahrhundert jüdischer Literatur, 190« Äs 1925", heißt der große Bücherkataloo, den die R. Lüwit-Buchhandlung, Wien, 1. Bez., Fleischmarikt 1, anläßlich des 14. Zionvstenkongvesses der jndrschen Oeffentlichkeit überreicht. Der Katalog uanfaßt alle Zweige der jüdischen Literatur in dem ersten Viertel dieses Jahrhunderts: Dichtung und Wissenschaft, Bibel- und Talmudsovschung, Geschichte und Philosophie. Schriften zur jüdischen Bewegung urid die umfangreiche Palästinaliteratur (Geographie, Geschichte, Kolomsationsprobileme und Reisebücher). Durch übersichtliche Gliederung des umfangreichen Materials wird es auch dem Laien ermöglicht, sich über die Literatur auf all«: Gebieten jüdischen Schaffells zu orientieren. Ein ausfi'chrliches Vorwort büleuchtet die Zusammenhänge wüschen jüdischer Bewegung und Mi-' scher Llteratlir. Der Katalog wird auf .Wunsch kostenlos zugesandt. .; Rrüsioprogrämm. Heute Sonntag. 11 bis 1 Uhr: Orchestevkonzert des Wkorrer Symphonieorchesters. I. S. Bach r Introduktion, Choral und - r ck. Sy G. Händel r Cellokonzert. A. Bruckner ymvhonie hantaste. Benatzky t So lang ein junger Wein ist. Benatzky bendr in dem kleinen Stüdchen. Strauß: Blütenkran-, Walzer r Phantasie. Ziehrer: Wiener Bürger, Walzer. Jolsen-Shlva - California-Jazz. — 8 Uhr r «s'Nullvn-, Bolksstück mit Gesang: in fünf Aufzügen von Karl M o r r L. .^ans K ö r b l e r, Präsident des Verbände» österr. Schwimm- ^vereine r Der Schwimmsport. — 6 Uhr r Konzertarademie. R ö h r i ch: G. F. Hitzrdel r Zwei Arien. Kammer- 7GMlvMand.-ri-Lran Monte. Wiener Mornenzeitung. 9. August 1922 Seite 8 Aua. Reisiger r Der schlesische Zecher. Rudolf Schuhmacher r Stelldichein. Richard K r o t s ch a k: Ch. Saint-SaSu» r Der Schwan. Göns: Scherzo. Opernsängerin Lisa Berlins Schubert r Der Hirt auf dem Felsen. M. Arditl: II baeeio. G. Donizetti r Arie au» »Don PaSauale*. Richard K r o tschal: A. Dwolakr Rondo. StaatSopernsänger Anton Arnoldr P. Mascagni r .Siciliana* au» ^Cavalleria rusticana". Ch. Gounod r Aus ^Margarethe* (Faust) <Sei mir gegrüßt, du edle Stätte). Carl Goldmark; Quintett für zwei Violinen, Viola, Cello und Klavier (Quartett Hugo G o t t e » m a n n). 2)er Weg zum Grfolg! Wellen Sie als Erzeuger und Exporteur neue wertvolle Oaschilftsverbindunsen mit Pal&stlna und dem übrigen Ausland anknüpfen? Wollen Sie als Detailist das grosse Geschäft am Platze machen 1 dann müssen Sie anlässlich des XIV. slonlstlschen Weltkongresses (Beginn 18. August) in der KonmzeM (;,Wiener Morgenzeitung“) i Inserieren! Einziges Organ der Kongressbesucher! Massenverbreitung im ganzen In- und Auslände! |=j Schluss dar Anzalgan-Annahma für die am 1= Dienstag den 18. August, dem Eröffnungstage des |5 Kongresses, mit hochinteressanten Beiträgen füh- |i render Politiker und Parteiführer (reich illustriert) erscheinende _ Kongress-Festnummer || Oonnarstag den 13, August 1923, 4 Uhr l| nachmittags. 1= Anzeigen-Annahme in unserer Administration sowie ID durch alle Annoncen-Expeditionen. 11 AufWunsch unverblndllcherVertretarbesuch Kongressabteilung der „Wiener MorgenzeitungK Wien, II„ Taborstrasse 1-3 Tel. 44-0-38, 43-3-19 Gerichtssaal. Der „Herzog von Braganza". Gegen zwei gefährliche iuternatiouale Hochstapler, den nach Sau Francisco tu Kalifornien zuständigen angeblichen Advokaten Charles Jeau Droßner und seinen Freund, .den in Warschau geborenen, nach Anttverpen zuständigen Moses Kuropatwa. schwebt seit längerer Zeit bynn Wiener Landesgericht ein Unterfuchungsverfahrens Er hatte W vor den Schöffen uarter dem Vorsitz des Hofrates Doktor Billek wegen Betruges und Falschmeldung zu verantworten. Nach Darstellung der Anklage erschien der falsche Herzog -n Fuß am 17. Juni im Hotel Woria und bestellte für sich und seinen »Mhauffeur", der, wie er sagte, sogleich mit Auto und Gepäck Nachkommen werde, Zimmer. Alsbald kam der Erwartete, aber ohne Auto und ohne Gepäck. Der Herzog machte dann in verschiedenen Geschäften der Umgebung Einkäufe, wobei er sich vom Hotelportier überall als ,Herzog von Braganza" einMren ließ. In einem Papierladen bemerkte die Kaffievin, wre die Hoheit vom Geschästspult einen Bleistift und em Notizbuch heimlich im Rockävmel verschwinden ließ. Ms die Herren, nämlich der falsch? Herzog und sein Chauffeur, das Geschäft verlassen hatten, wurde das Hotel verständigt. Hier war man inzwWen schr arg-' ivähnisch geworden, und als der vermeintliche Herzog die Hotelrechnung schuldig blieb, ließ der Direktor ihn und seinen Komplicen verhaften. Die Bechandlung gegen Kuropatwa. dessen Leugnen nichts nützte, endete mit seiner Verurteilung zu z e h n Monaten Kerker, außerdem wurde auf Lanoesver^ Weisung erkannt. Sein ,Herzog" kommt später daran, das Gericht muß zunächst seine Mrgaben Überprüfen. Der Doppelraubmord in Miesenbach, Aus Wiener- Neustadt, 7. d.. wird uns gemeldet: Wie berichtet, hat der Oberste Gerichtshof das Urt«l argen die Marie Stan gl, welche nrit acht Stimmen beim diesigen Schwurgerichte im Juni d. I. wegen des Meuchelmordes an 4>em Ge? schwisterpaar Pangenkböck in Miesenbach schuldig gefprocherr und zu neun Jahren schweren Kerkers verurteilt » eine neuerliche Untersuchung des vom Verteidiger Dr. Siegnen Urteiles erfolgte deshalb^ weil dem Anträge des Verteidigers, die mit der Stangl in einer Zelle in Untersuchungshaft gewesene und wegen Kindesmord angeklagt gewesene und freigesprocheue Bleie r darüber SU vernchmen. daß die Apollonia Spuller zu ihr gesagt hat,, vqß, sie den Untersuchungsrichter angelogen habe, nicht statt-, gegeben wurde. Die Spuller, welche wegen GswohnheitSbetruaes zu fünf Jahren schweren KevkerS in Haft war und als Kronzeugin seitens der Staatsanwaltschaft Ehrt wurde, belastete nämlich in der Hauptverhandlung die Stangl derart, daß wider alles Erwarten chve Vevurteilung erfolgte. Dte Bleier wurde deshalb nichteinvernommen, weil sie damals nicht erreichbar war. Aller Voraussicht nach tvird es iu der nächsten Schwurgerichtssession, das ist im Stovember, zu einer Solfstofrt. 9os Selb wird billiger. Von Dr. Michael Snssan. Aus den Mlimärktc-u hat sich in den letzten Tagen ej»l merkwürdiges Ereignis vollzogen. Es ist ein alter Erfahrungssatz, bafj gegen den .Herbst sich die Goldverhält-- nisse versteifen. Die Einbringung der Ernte, ihre Versorgung nimmt größere Geldntengen i\i Anspruch. Infolgedessen wird das Geld knapp. Die helwige Welternte ist ausgezeichnet. Sie üibertrifft die vorjährige um eilt Beträchtliches und kommt der Ernte im Jahre 1923 gleich. Man hätte glauben müssen, daß infolgedessen die GelDverhältnisse auf den WeltmäMen eine Verknappung zeigen. Doch das Gegenteil davon ist eingetreten. Bor zwei Tagen hat die Bank von England ihren Diskontsatz um 0,5 Prozent ermäßigt. Auch aus Frankreich, Deutschland, Oesterreich und einer Reihe anderer Staatzen werden günstige .Geld- Verhältnisse gemeldet. Ueber die Ursache dieses urerkwürdigen Zustandes herrscht noch nicht völlige Klarheit. Die DrSkontzermäßigung der Bank von England, die ivvder Erwarten plötzlich vorgenonl-men wurde, hat dieses Rätsel nicht gelöst. Man wußte wohl seit zwei Wochen, daß sich Englands Goldverhältnisse äußerst günstig gestalten. Die letzte Diskonterhöhung voll 1 auf 6 Prozent war irn Marz dieses Jahres vorgenommen worden. Es war dies eine Vorbereitung für die im ^lprit dieses Jahres in Englaird durchgafuhrte Währullgsresorm, auf Grund welcher der Gouverneur der Bank von England dem englischen Pfund wieder die Goldparität versdiafftc. Man hatte damals befürchtet, daß dllrch die Wiederherstellung de>r englischen Goldparität viel Gold aus England nach dem Ausland abflicßen würde. Zu diesem Zwecke war auch im Monat vorher die Diskonterhöhung vorgenommen worden. Die Befürchtungen haben sich nicht eingestellt. Im Gegenteil, der Goldvorrat Englands 'wächst von Tag zu Tag. Die englischen Notell sind zu 3V Prozent gedeckt. Es ist das Bestrebeu, die Mprozentige Golddeckung für .das englische Pflllld zu erreichen. Wenn für diese Deckung eine Goldreserve voir .167 Millionell Pfund notwendig ist und jetzt schon diese Reserve 160 Millionen Pfund beträgt^ so ist es leicht zu ersehen, wie nahe England diesem Ziele ist und irrte glänzend es die Überführung des Pfundes zur Goldparität durchgeführt hat. Dabei darf nicht übersehen Werder:, daß der englische Markt von einer Reihe von Emissionen in Anspruch genommen worden ist. Im letzten Halbjahr haben sich diese Emissionen auf nicht weniger als 106 Milliollerr Pfund Mausen. Es sind dies gewaltige 0um.m>eit, die so tu den Verkehr gelangt sind, und dennoch zeigt der englische Markt weiter eine gewisse Geldflüssigkeit, die ihn veranlaßt hat, zu einer Zeit, die mehr eine Allspanltltng der Geldverhältnisse erfordern dürfte, effektiv durch die Ratenherabsetzung eine Entspannung herbeizu- Auch in F r a n k r c i ch, dem Sambe, das mit seiner Währungspolitik schwere Sorgen hat, dessen Staatssinaltzen durch einen Krieg .stark in Anspruch genonrnren werdylt, zeigt sich ebenfalls eine gewisse Erleichterung free GeldvevMtnisse. Bekanntlich hat der Finanzminister Caillaux zum Zwecke der Valutenvefovm die Durchführung einer Goldanleihe beschlossen. In diesen Tagen ist nun diese Gol'danleihe itt Paris zur Emission gelangt. Das Resultat derselben ist ausgezeichnet. Man hat itirgends ein so glänzendes Ergebnis der Goldanleihe erwartet, wie es sich tatsächlich gezeigt hat. Es steht bereits fest, daß die volle Sunune der Goldanleihe gezeichnet werden wird. Damit wird .das Programm Caillaux vollkommen zur Durchführung gelangen können, welches in letzter Linie auf eine Stabilisierung der FinanzverMtnisse ihmau'släuft. Caillaux hatte allerdings, um diesen Erfolg zu erreichen, sich besonderer Methoden bedient. Er hatte einfach eine Animiertätigkeit an der Pariser Börse emsetzetr lassen. Die Börse wurde aus ihrer Lethargie eriveckt und .das Interesse des Publikums für inländische Werte entfacht. Während der Hatlssestimmnng an der Pariser Börse war es leicht, auch für die französische neue Goldanleihe eine günstige Stimmung zu erzielen. Der Erfolg zeigt sich nun iu jeder Hinsicht. Der Umstand, daß Frankreichs Geldmarkt die Emission der Goldartleihe leicht und reibung's'los atlfnehmen konnte, zeigt schon-, Über welch gewaltige Geldmittel »der -Pariser Markt verfügt und daß auch dort keine Spannung zu beobachten ist. Der Diskontsatz beträgt jetzt in Frankreich nur 6 Prozetrt, wobei eilte Hevabsetzuttg gefordert wird. In A m e r i k a sind die Geldvvrhältnisse ebenfalls äußerst flüssig. Der Zinssatz ist dort unter 4 Prozent. Es ist noch immer Geld in größerer Menge vorhanden, alls der Bedarf beansprucht. Dabei darf nicht außer acht gelassen iverden, daß gerade Amerika für seine BanniLvoll- und Getreideernte größere Mittel in Anspruch nehmen sollte. Die Ursachen dieser Geldflüffigkeiten in den wichtigsten Geldzentrett liegen in erster Reihe darin, daß gerade Amerika noch itnmer seine Goldabundanz, ztt her es in fc*11 ersten KriegKjahren gekommen P, nicht übevivttKden hat. Amerikanisches Geld sucht noch immer krampfhaft Anlagemöglichkeiten im Auslände, iveil die Zinssätze in Amerika, die zirka 3 Prozent betragen, twch so niedrig sind, daß vott einer richtigen Anlagemöglichkeit dovtselbst keine Rede fein kann. Dabei ist der Amerikaner vorsichtig. Er tritt nicht mit dem Auslattd direkt in Berbitldung, sondertt bedient sich des Londotver Marktes, ivelcher mit seinen 4L Prozent ttoch ilttmer einen gewissen Anreiz für die amerikanische u$ ist es

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