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Wiener Morgenzeitung · 1925-08-09 · Heft 2323 (9.8.1925) · p. Seite 10

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2323 (9.8.1925)
Date
1925-08-09
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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Sette W Men, Sönnlag Wiener Morarnzritunü Nr. 2W8 daß auch in London so viele Geldmittel vorhanden sind und daß auch Paris aus London seinen Geldbedarf mit amerikanischem Gelbe decken kann. In Oesterreich ist die Geldflüfsigkeit ebenfalls groß. Es wird allgemein anerkannt, daß die letzte Diskontermäßigung der Qelsterreichrschen Rationalbank von 10 auf 9 Prozent lange noch nicht befriedigend war und daß eine weitere Ermäßigung unbedingt vorgenommen Kverden müsse. Der Barschatz der Nationalbank weist eine weitere starke Vermehrung auf. Das Wechfelportefeuille der Bank ist ultimo Juli nicht wesentlich gewachsen. Es macht noch immer den neunten Teil des gesamten GÄdumlaufes aus. 9 Prozent sind für Oesterreich ein viel zu hoher Prozentsatz. Früher wurde wohl befürchtet, mit einer weiteren Diskontherabsetzung vorzugehen, weil erklärt wurde, daß dann das ausländische Kapital nicht mehr zur Anlage in Oesterreich infolge der niedrigen Diskontsätze angeregt werden könnte. Nun zeigt sich aber, daß das ausländische Kapital rvetter Betätigung in Oesterreich sucht und sie selbst dann noch suchen wird, wenn der Diskontsatz eine -tveitere Ermäßigung erstchren wird. Es ist insoilgedessen nicht ausgeschlossen, daß schon vielleicht in der nächsten Zeit ei ne solche Ermäßigung cintveten wird. Die Einlagen, die bei den österreichischen Sparkassen gemacht sind, betragen bereits 60 Prozent des gesamten Geldumlaufes. Die Rentner finden keine andere Anlagemöglichkett als die Einlagen. Würde der Diskont herabgesetzt werden, dann würde auch der Einlagenzinsfuß weiter ermäßet werden, dann würde aber auch die Möglichkeit gegeben sein, daß sich das Kapital bei anderen Gelegenheiten fruchtbringend betätige. Zweifellos würde eine weitere Ermäßigung auch eine Belebung der Wirtschaft bringen. Ler Zusammenbruch des Stinnes-Konzernr. Geschäftsaufsicht oder Konkurs! BerLn, 8. August. Einige Matter veröffentlichen eine Reche von Mitteilungen über die Liquidi erung des ' Vermögens des Hauses S t inn« s. Das Vermögen wurde vomMtütznngskonfortimn, das mit Rückendeckung der Reichsbank ■ und der Preußischen Staatsbank arbeitet, regelrecht ^a^eschlachtet". Bon den Verbindlichkeiten des Konzerns, die sich" aus rund 180 Millionen Goldmark belaufen, konnten bisher 40 Millionen als abgedeckt gelten. Der Verkauf von ''Aktien und Unternehmungen und der Verkauf des Aktienpakets der Rib e ck - M o nt a n w e r k e an die Badische Auilillsabrik bütftöu wertere 13 Millionen eingebracht haben. Jetzt -wird bekannt, daß neben den üblichen Bankzinsen, die öhnödres höher sind als die Zinsen, die die Banken an die Reichsbauk und die Staatsbank zahlen, eine ,^8ereitstellungsprovision". von vollen 4 Prozent vom Schuldner gefordert und bewilligt wurden. Da sich bei der Abwicklung noch weitere Schwierigkeiten ergeben hatten und es durchaus denkbar war, daß das Vermögen nicht einmal zur Abdeckung der Schulden ausreichen würde, hat man sich endlich bereit gefunden, eine Senkung des Zinfensatzes zu gewähren. Das Haus Sttnnes erwägt, ob es sich nicht einfach unter G es chäft s au fs: cht begeben oder in Konkurs gehen soll, um das Manöver zu vereiteln. Die ,Mhemisch-westsälische Zeitung" meint, daß dann das Stützungskonsovtmm selbst stützungsbedürftig würde. Das Vermögen des Hauses Stinnes konnte noch vor kurzem auf Mindestens eine Milliarde Goldmark geschätzt werden. 'Jetzt bleibt höchstens noch ein Ueberschuß, wenn man die von früher im Besitz des Hauses Stinnes befindlichen Kohlenzechen und das Mühlhe'imer Kohlenhandelsgeschäst einrechnet in die Summe, die zur Deckung der Schulden von rund 180 Millionen zur Verfügung steht. Es scheint auch, daß der aus dem Privattongern ausgeschiedene Dr. Edmund Stinnes aus seiner Erbschaft etwas wird hergeben müssen. Weiters wird gemeldet, daß die Berliner Interessen der Metallabteilung des Stinnes- Konzerns von der Firma Löwy u. Co. in Charlottenburg gskauft wurden. Die Schiffahrtsinteressen sollen nicht verkauft, sondern in eine besondere Gesellschaft eingebracht und dem Haufe Stinnes erhalten werden. Hugo Stinnes hat sich nach Hamburg begeben, um über diese Frage zu. verhandeln. Die Unstimmigkeiten im Stühimgskonfortium. Berlin, 8. August. Zu der Meldung der ,-Rheiuisch-wetstfälrschon Zeitung" über Mißhelligkeiten zwischen dom Stütznngskonsortium für den Günnes-Konzern und der Familie Stinnes erfahrt das Wolfffche Bureau von angeblich zuverlässiger Sette, daß vollkommene Uebereinftimmung im Kreise des Stützungskonsortiums herrscht, das beste Einvernehmen zwischen dem Stützungskonzern und der Familie Stinnes besteht und die MttteAung der „Rheinisch-westfälischen Zeitung" jeder GruMage entbchrt. Der gestrige Privatverkehr und Geldmarkt. Auch im privaren Effektenhandel schrumpft die Geschäftstätigkeit immer mehr zusammen. Gestern wurden nur wenige Schlüsse getätigt. Mir Kreditaktien und ungarische Hofherr zeigte sich einiges Interesse. Die Kurse waren leicht gebessert. — Bei reichem Geldanbot und sehr geringer Nachfrage ermäßigte sich der Reportsatz von 11 Prozent auf 10,5 Prozent. Ansolvenzen. DaL Ausgleichsverfahren wurde über Israel Leib Golo mbeik, Ratellyändler, 2. Bez., Glockengüsse 18a, eröffnet. Das Konkursverfahren über August .Oldberg, 2. Bez., Nordbahnhof, Rutsche 4, wird mangels Deckung der Kosten des Verfahrens aufgehoben. Die Jniolvenzbeweguna in Ungar«. Aus Budapest, 8. meldtt daS Ung. Tel.-Korr.-Bur.: Di« Zahl der KmÄurfe in Ungarn betrug im Juli 45, die der Zwangsausgleiche 167. Die Zahlungsschwierigkeiten betreffen in erster Reihe Gomifcht- und Kurzwarenhandlungen sowie WoingvoMnidker, Aufhebung von Einfuhrverboten in DeutschlaM». Wie die Handelskamin er in Wien bekanntgibt, hat die deutsche Rogieruitg mit Wirksamkeit vom 14. d. eilte Reihe von Waren aus der Enffuhrverbotsliste gestrichen. Di« wichtigsten der von diesem Tage an enchuhrfreien Waren sind: Kreide, Graphit (geformt), Feuerwerk skörper, Möbelstoffe aller Art, wollene und baumwollene Knopfmachcvwaren, Pewvaren, Mirstenbinder- und Sieburacherwaren, Parkettbvdenteile, gepolsterte Möbel, seine Holzwaren, Käiwmc, Knöpfe und andere Waren ans Zelluloid, Galalith usw., Buntpapier, Briefpapier in Behältnissen, Juwelierwaren, gewöhnliche Tonwareil, wie Mauerziegel, Dachziegel sowie Töpfergcschirr und Oefen, optisches Glas, Glasmalereien, Goldwauen, die meisten Silberwareil, eiserne Röhren, Schraubenware, Schreibfedern, Kllopfmacherwaren ans Mmmninmgüspinft und aus unechtem Gold- oder Sllbevgofpiust, Schmuck-, Zier- und sonstige Luxnsgegenstände ans' unedlen Metallen und Fahrradteile. Ein Sechs-Millionen-Dollar.Kredit für die Bank von Polen. Aus New-Aork, 8. d., meldet Wolfs: Wie jetzt bekannt wird, wurde bereits am 9. Juli, also vor der Ankunft des polnischen Außemninisters Skrzynski, ein Vertrag zwischen der polnischen Regierung einerseits und der Irving-Bank, der Columbia Trust Company, der Morgan Company, dem Bankhaus I. H. Schröder, der Banking Corporation, der Bank 0f 'Amerika und der National Park Bank andererseits abgeschlossen. wonach das amerikanische Bankensyndikat der Bank von Polen einen sechsmonatigen 7^pryzentigen Dollarkredit in der Höhe von 0 Millionen gewährte. Die Anleihe mußte durch 'das Gold der Bank von Polen voll gedeckt werden. Das StMikat hübe sich den Mitvevschlnß des Goldes gesichert. Berlängerunq des Moratoriums in Rumänien. Durch eine Verordnung des rumänischen Ministerrates vom 25. Inn: 1925 wird die Gültigkeit des Gesetzes vom 14. Juni 1928 über den Aufschub der Zahlung von Schulden in wertvollen Valuten, dessen verlängerte Wirksamkeit am 16. Juni 1936 ablief, auf weitere sechs Monate, d. i bis 16. Dezember 1925, verlängert. Rassenschützler als Bankdirektoren. Ans Budapest meldet Tel.-Komp.: Die altangesehene Provinzsparkasse von Battonya ist in Schwierigkeiten geraten und hat den Antrag auf Zwangsliquidierung gestellt. Der Generaldirektor der Sparkasse, S z o k o l i, ein prominenter Anhänger der Rasse n- 9. AMlft 1923 schutzbewegn n g. die .die Sparkasse patronisierte, w::rd> gestern von Gendarmen v e r h a f t e t und in das Szeged in er Gefängnis eingeliefert. Er hat eine sehr große Dollarüberweisung einer Bndapester Bank an die Sparkasse unterschlagen und das Geld für seine noblen Passionen verwendet. Durch den Zusammenbruch der Sparkasse erleiden die Einleger, durchwegs Kleinbauern der Umgebung, einen Schaden, der in dre Hunderte von Millionen Kronen geht. Wiener Produktenbörse. Die Prelle notierten gestern wie folgt: Weizen: Inländischer neu 40.60 bis 41.60, Ungarischer Theiß 79/80 Kilogramm 44.60 bis 46.—, Ungarischer Theiß neu 42.— bis 42.60, Jugoslawischer 76 Kilogramm —bis —, Jugoslawischer 77/78 Kilogramm — vis —Roggen: Inländischer neu 33.— bis 34.—, Bester Boden neu 3t.— bis 34.60. Gerste: Inländische 38.— bis 46.—, böhmische mährische —.— bis —Mais: Ungarischer —.— bis . Cinquantin 43.— bis 44. — H a f e rr Inländischer 38.— bis 39.—. Reis: Italienischer 81.— bis 83.—, Burma 63.— bis 64.60. Mehrprodukte: Grieß inländischer 86.— bis 87.—, Weizenmehl 0 inländisches 81.— bis 84.-. Kochmehl 2 inländisches 76.- bis 78.—. Brotmehl inländisches prima 66.— bis 67.—. — Tenden»» Freundlich. Sie vevisenkurlr. Zürich, 8. August. (Devisenkurse von 12 Uhr.) Berlin pro Billion 122.60 (123.60), Holland 206.95 (206.96), New-Pork 616.— (616.-). London 26.01 (26.01), Paris 24.10 (24.20), Mailand 18.45 (18.70), Brüssel 23.30 (23.36), Kopenhagen 117.— (117.60), Stockholm 138.46 (138.45), Oslo 94.76 (96.—), Madrid 74.40 (74.36), Buenos Aires 205.75 (209.-), Prag 16.26 . (16.25), Budapest 0.007250 (0.007246), Bukarest 2.62V, (2.66), Belgrad 9.25 (9.2b), Sofia 3.75 (3.65), Warschau 96.- (96.-), Wien 72.47'/, (72.47'/,) für 100 Schilling. Budapest, 8. August. (Devisenkurse — Eigenbericht.) Berlin 16.890, Amsterdam 28.530, Kopenhagen 16.066, Stockholm 19.075, New-York 70.980, London 346.000, Paris 8317, Brüssel 8214. Prag 2103, Belgrad 1368, Bukarest 366.-, Warschau 12.960, Wien 9990, Sofia 612, Mailand 2635. Zürich 13.796. Professionalismus und Spitzenleistungen im Wischen Sport. Bon S. Weinberger (Prag). Zu der bekannten Ablehnung des Professionalismus der Hakoah-Fiußballer durch unseren geschätzten Gesinnungsgenossen Prof. Vogl in Znaim, insbesondere zu feinen: letzten in der „Seibstwchr" veröffentlichten Aufsatz „Professionalisport uttlb Spitzenleistungen", bitte ich, einem alten Hakoahner eine Erwiderung zu gestatten, der kraft seiner früheren Tätigkeit als Gvürtder und erster Sekretär der Hakoah von 1909 bis 1911 .Anspruch darauf zu besitzen glaubt, über die Ziele und den ' Zweck der Hakoah zu sprechen. . Die Wiener Hakoah wurde im Sommer 1909 von welligen jugendlichen Zionisten gegrürvdet, ,/im Interesse der körpevlichm EvtüchtigMdg des jüdischen Volles", vor allen: aber zum Zwecke der sichtbaren Verbreitung des jüdischnationalen G e dank e n s. Man bedenke nur, wo imseve Partei im Jahre 1909 stand! Nicht alle::: um Fußball zu betreiben, hüben ich und meine Freunde ihre ganzen: Kräfte für diese Gründung eines Sportklubs eingesetzt, sondern 'damit der blan-weiße Mögen David auf der Brust unserer Jnngens den tausenden Großstadtjudeu, die, unabhängig von unserem Wollen oder Nichiwollen, Sonntag für Sonntag den Wettspielen zueilten, znvnfe: „Wir sind ein Volk, ein Volk". Dieise Gründung entsprach nicht der Nachahmungssucht, sondern offenbar den Wünschen breiter Massen der jüdischer: Jugend. Denn die Gründung der Hakoah schlug tin einer.Weise ein, daß binnen kurzem eine Unzahl gleichartiger Vereine auf dem gesamten Boden der alten Monarchie emporwuchsen. Bereits im Frühjahr 1911 könnte ich den ersten Wettkampf zwischen zwei jüdischen Mannschaften vermitteln, nämlich zwischen Makkabi (Krakau) und Hakoah (Wien) in Krakau. Die Gegrüßu'ngsdopÄsche, die ich aus diesem Aitlaß von Krakau aus an unseren Präsidenten Wolfsohn gerichtet habe, erfolgte sicherlich nicht, „um die Fabel von der körperlichen Minderwertigkeit der Juden zu Zerstören", sondern um einfach zu zeigen, daß wir lebten und daß wir für die nationale Sache lebten. Das ist alles. . . . Das Fußballspiel der heutigen Jugend iist eine Ausdrucksiform des modernen Löbens, die auch, unsere Jugend erfaßt hat ,und Wir Inden halben dasselbe Recht daraus, Fußball zu spielen, und zwar sowohl als 2lmateure. wie als Professio- -nails, wie der. EnKänder oder der Franzose. Die Hakoah war bis zur Erringung der Erstklassigkeit Än reiner Amateur- Verein, und der Weg, den sie zurücklegen mußte bis zu ihrer heutigen Größe, war wahrlich nicht mit Rosen gepflastert. Als aber die Erstklassigkeit erreicht war und der österreichische — oder sagen wir besser, der mitteleuropäische — Fußballisport sich zum Pofessionaliismus entwickelte, da haben die hiezu vorliegenden Gründe auch zwingend auf die Hakoah eingewtrvt und uns, wenn wir Spitzenleistungen bieten wollten, zum Professiouakismus ge nöt igt.. Die Ausführungen des Herrn Pros. Bo gl, die sich anscheiimtd nur gegen dm Prosessioualliismus und die sportlichen Spitzonleistungen kehren, muß somit jeder objektive Beurteiler als gegen den Sport überhaupt gerichtet finden. Denn Spitzenleistungen und Prvfessionalismus sind nun eine Entwicklungsseite des Sportes, die vielleicht nicht als «ideal bezeichnet werden kann, die aber zwoffelllos auf. dem Weige der natürlichen Entwicklung liegt. Die Ausführungen des Herrn Pros. Vogl, dessen Wohlgefallen für die jüdische Tuvnbeweguug bekannt ist, basieren offenkundig auf dem alten Gegensatz zwischen Tur-, nern und Sportlern. Unter dieser Gegnerschaft der jüdischen Turner hatte bereits die Gründungsversammlung der Hakoah im Sonvmer 1909 zu leiden. Der damalige Obmann des Ersten Wiener jüdischen Turnvereines riet in unserer Gxünduugsvovsamulluug dringend zur Konzentratior: mit seinem Turnverein und warnte vor Zersplitterung rlnswer Kräfte niilw. Für uns erwiderte unser Gesinnungsgenosse Herr Dr. Josef Ruf eisen (Mähr.- Ostrau), damals Vizepräsident der Lese- und Redchalle in Wien: „Lassen Sie divser Jugend^ die eine neue Anregung bringt, die Freude am eigenen Werk. Wir wollen abwartm ' und sehen, ob sie nicht etivas Wertvolles für das jüdische Voll ■ ]«t." j ■ Die tvoitere Cntwicküu:g nach dieser Grülidnirgsverfanln:- lung im Jahre 1909 hat gezeigt, daß die Mische Sport-' . betvegnng sehr woM berechtigt ist, neben der Duruerschaft zu > existieren und so möchte ich denn doch glauben, >daß Herr Prof. : Vogl kaum ein Recht hat, die jüdische Jugend vor dem Weg der Hakoah zu warnen.' Dieser Weg über die : Steinwürfe auf den mieingep'lallkten Plätzen der viert- , klassigen Mubs, über das H o h n l ä ch e l n unserer Assimilanten, die damals die größten Kkllbs beherrsch-, ton, bis zun: eigene:: Sportplatz und bis zu dem Tage, wo die , großen jüdischen Assinrilautenvereine die Massen ihrer jüdische>: Nachläufer an uns verloren hatten, war nur möglich durch die ' selbstlose H inga b e der ausschließlich z i o n 'i - st is ch e n Leit u n g der Hakoah und insbesondere ihres heutigen Präsidenten Dr. I. H. Körner. Diesen Gesinuuitgsgenossen ist es nicht nur gelungen, nöbon dem Fußballsport Hunderten von jüdischen Schwimmern, Leichtathleten, , Hockeyspielern usw. volle Möglichkeit z-::r Entwicklung uitib zur Betätigung ihrer Fähigkeiten zi: gelben, sie nahmen auch innner wieder Gelegeicheit, den asfimilatorischen Nachläufern den nationalen Willen des jüdischen Volkes greifbar. vor Augen zu führen. Diesen Führern und ihren: Gefolge kann nwnt doch orifftlich nicht zimmtei:, daß sie „Sportirarren" sind! Das Niederschlagen der Lüge des unjüdischen Makkabi in Brünn verpflichtet gewiß zur größte,: Hochachtung vor Herrn Prof. Bogl. Aber die Gesinnungsgenossen, die in wirklich selbstloser Weise seit 15 Jahren für die Hakoah arbeiten, verdienen nufere uneingeschränkte Lielbe. Es ist ein vollständiges Berkeunen unserer geisantton politischen Situation, wollten wir alls die außerordentlich wert- - bolile Stei gerug unseres Ansehe ns verzichten/ welche uns das A u f t r e t e u d e r H a k o a h nach außen hin, in ganz Europa, in A e gypt e n und in P a l ä st i n a gebracht hat. Ein Voll, welches pölitisch so lange tot gesagt lvar, benötigt begreisltchevwtzise eines kraftvollen Auftretens nach außen hin, und bei den Mitteln, die uns zur Berfügunstehen, lväre es außerordentlich bedauerlich, lvottten wir .a:ff sportliche Professionals mit ihren Spitzmleistungen verzichten, öbwohl diese uuseve Professionals sich nicht international ge-' bärde-n, sondern a l s I u d e n allftreten. Unsere Massen im Galuth, die noch nicht in Palästina löben können, habm übrigens Allspvuch darauf, auch hier ein nationales Leben zu führen und zu erschöpfen, und dazu gehört auch die sporttiche Betätigu-ng. We'itevm Taufenden von

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