Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2323 (9.8.1925)
- Date
- 1925-08-09
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
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Wiener Mornenzeitnna. Serks 6 Wien, Sonntag Ae Palästinaausftellung ‘ Ein Bild der jUdischcn Entwicklung in Palästina. Im großen Kongerthaussaale wird man während des Kongresses 11 Tage lang von Palästina sprechen. Man wird Budgets aufstellen, Ziffern und Namen werde,: durch den Saal schwirren. Der Kongreßgast aber, der nicht so gründlich in die ' Probleme eingeweiht ist und nicht zu jenen Glücklichen gehört, die mit eigenen Augen sehen durften, was jüdische Arbeit zu schassen vermag, wird beim bloßen Zuhorcn nicht ans seine Rechnung kommen. Und doch! Er braucht nur ein paar Treppen zu steigen und wird in dem Lande sein, dessen Namen er gezählte und unzählige Male hören wird und das die Sehnsucht aller ist, die es gut mit ihrem Volke meinen. In Erez Israel. ‘•3-m Saale werden Namen fallen, wie Tel-Awiw, Jaffa, Rrschon-le-Zion, Jessod-Hamaaloh a. a. m. In wenigen Minuten wird man aus eigener Wahrnehmung all das erleben Ennen, wovon andere mit hinreißenden Worten schwärmen. Diese Jllivfton soll durch die Palästinaausstellung hervorge- -zaubert werden, die dem Besucher Erez Israel vorführen will, . etwa wie dies ein geschickter Regisseur am Theater tut, der immer beim Publikum den Glauben erweck:,: muh, als befände es sich in dom Lande, in dem die Handlung spielt. Freilich ist dies bei diesem Publikum nicht notwendig. Die Regisseure der Szene „Palästina" sind die Herren A. Evseroff, Ing. Ia-ffe und Ing. Sobelson. Die Kulissen — sie dürsten eigentlich nicht so genannt werden, denn es wird alles echt sein, was dort zu sehen ist, aber da8 Bild vom Theater soll wegen des getreuen Abklatsches der Wirklichkeit weitergeführi werden — sind in großen Schiffsladungen in Kisten, die viele tausende Kilogramm: schwer sind, bereits in Wien eingetroffen. Im Konzerchaus arbeitet man eifrig am Aufbau der Szenerie. Palästina soll gezeigt werden, wie es ist, und der Eindruck wird ein viel wirksamerer sein als er je aus Büchern gewonnen werden kann. In Tel-Awiw besteht eine Gesellschaft unter dem Namen Mischar w'Tassia (Handel und Industrie), die es sich zur Ausgabe gesetzt hat, die ökonomischen Möglichkeiten des Landes zu erschließen und sie dem Auslände vorzuführen. Die Gesellschaft unterhält ein Informationsbüros u für die wirtschaftlichen Verhältnisse des Landes, oin Bureau für landwirtschaftliche Siedlungen, eine industrielle Vermittlungsstelle und gibt eine gleichnamige Zeitschrift für die wirtschaftlichen Verhältnisse des Landes heraus. In der nächsten Zeit wird ein neues Adreßbuch für Palästina erscheinen. Um aber die wirtschaftlichen Verhältnisse anschaulicher zu gestalten, wurde eine Ausstellung heimischer Produkte arrangiert. Diese Ausstellung wird nun, um viele wertvolle Objekte bereichert, nach Wien gebracht. Hunderte von Photographien toerden jeden Ort des Landes zeigen, jede einzelne Frucht des Landes wird in Mustern ausgestellt sein und in Statistiken und Diagrammen wird die Ertragssähigkeit des Bodens veranschaulicht sein. Ebenso werden die Bodenschätze des Landes in eigenen Pavillons zu sehen sein. Von allem, was das Land hervorbringt, werden — wenn man so sagen darf — Kostproben geboten werden. Palästina ist nicht stabil, es ändert fortwährend sein Antlitz, und auch das soll veranschaulicht werden. Was hat das Land gestern getragen, was tragt es heute und was wird es bei rationeller Bewirtschaftung morgen zu tragen imstande fein? Woran hat es Uebevfluß und woran gebricht es ihm? Auf all diese Fragen wird die Palästinaausstellung Antwort geben. Eine separate Abteilung wird der S t a nd d e r p a l ä st: n e nsischcn Industrie auszeigen. Die Ausstellung wird fünf große Säle mit ungefähr 50 Pavillons umfassen. Der Besucher wird aber nicht n:rr die Möglichkeit haben, die Erzeugnisse dieses Landes in Einzelmustern zu besichtigen, sondern er wird auch in der Lage sein, größere Warenguantitäten zu kaufen. Es find bereits Waren im Werte von 12.000 englischen Pfund in Wien eingelangt. klm ein richtiges Bild eines Landes zu bekommen, 'darf man nicht nur seine wirtschaftlichen Verhältnisse ins Auge fassen, sondern muß auch seine kulturellen Fortschritte erkennem Die Kunst ist der Gradmesser hierfür. Die Palästinaausstellung wird also auch eine Abteilung für palästinensische Kunsterzengnisse enthalten. Stickereien, Keramiken, Kameen, Silber-, Gold- und Elfenbeinarbeiten u. v. a. m. wevden zur Ausstellung gelangen. Die Association der palästinensischen Künstler, die Namen wie Feld mann, Milnikoff, Lev: u. a. .umfaßt, werden ihr Bestes nach Wien schicken. Eigene Abteilungen find den Bildern der berühmten Maler T e p p e r. und Zuckermann gewidmet. Die Palästinaausstellung verspricht also in jeder Hinsicht sehenswert zn werden. Sie wild eine ungeheure iverbende Kraft für Erez Israel ausüben und nach Beendigung des Kongreßes von Land zu Land ziehen, wie ein Wanderlehrer, und die Kunde von der Auferstehung des jüdischen Volkes in alle Welt tragen. ' Wo immer es Juden gibt, sie lvevden a>: .den Lippen dieser Lehrers hangen Und seine Unterrichtsstunden zu den schönsten chres Lebens zählen. Auch Nichbjuden mögen in seine Schule kommen und sie werden Hochachtung vor der jüdischen Arbeit empfinden müssen. Zwei Jahre lang wird die Ausstellung wandern und dann wieder in der Kongreßstadt erscheinen. Was das Mutterland während dieser Zeit Neues hervorbrrngt, wird ihr jeweils oknverleibt worden. So soll diese Wanderausstellung mnner orn getreues Bild der Entwicklung des Landes geben. Wie der Riese Antäus wird sie durch die Berührung des Heimatbodens neue Kraft empfangen und di« Herzen der ganzen Welt im Fluge evckbern. R. S. Dins jüdische Haus t as jüdische Blatt Herbert Samuel in Ural. Begrüßung durch die Innsbrucker Zionisten. Der gewesene Oberkommissär von Erez Israel, S i r .Herbert Samuel, ist vorgestern früh um 8Uhr50Min. fahrplanmäßig in Innsbruck cingetroffen. Er wurde im Bahnhof inoffiziell vom Ausschuß der zionistischen Ortsgruppe in Innsbruck begrüßt. Herr Siegfried Graubar t, der Vorsitzende der Ortsgruppe, begrüßte ihn: in englischer Sprache und sagte folgendes: „Die Zioniftel« Innsbrucks haben es für ihre Pflicht erachtet, den Oberkommissär und seine Familie kurz zu begrüßen, ihm eiiwn angenehmen Aufenthalt zu wünschen und ihr: wissen zu lassen, daß in Innsbnlck landen leben, die ihm jederzeit mit Rat und Tat zu Diensten stehen." Herr Siegfried Graubart bat dann um die Erlaubnis, die Vertreter der jüdischen Institutionen vorzustellen. Der Oberkommissär erwiderte in einer Ansprache, in der er zusagte, di« Zionisten in Innsbruck zu besuchen. Cr dankte sodann allen Gekommener: herzlichst für ihr Erscheinen im Bahnhof. Der Lady Samuel und ihrer Tochter wurden zwei Buketts iiberreicht. Die Familie verließ Innsbruck noch am Vormittag, um I g l s zu erreichen, Reform de» Medizinftndinm«. Zwölf Pslichtsemester. — Vertiefung der praktischen Aus bilduug. Im Ministerium für Unterricht steht seit längerer Zeit eine Reform der medizinischen Rigorosenor>d° nung vom 14. April 1906 in Verhandlung. In: Verlaufe dieser Beratungen fanden im Unterrichtsministerium unter dem Vorsitze des Ministerialrates Doktor Alfred Mojer am 26. und 27. Juni d. I. Besprechungen statt, an welchem der Leiter des BolksgssundheitSamtes Ministerialrat Dr. S ch e r r e r sowie düo Dekans und mehrere Professoren der medizinischen Fakultäten teilnahmen. Hiebei hat sich gezeigt, daß die derzeitige fünfj ähr ig e Studiendauer nicht ausreiche, um den Hörern der Medizin die für die Ausbildung ihres künftigen Berufes erforderlichen theoretischen Kenntnisse und zugleich die uottvendige praktische Ausbildung zu vermitteln. Besonders wichtig erscheint eine Vertiefung der praktischen Ausbildung, die dom Studierenden noch vor Erlangung des Msokntorinms vermittelt werden soll. Die normale Dauer des medizinischen Studiums wird von 10 <tuf 12 Semester erhöht werden. Die Teilung des medizinischen Studiums in zwei Studienabfchnitte wird beibehalten wevden. Die strengen Prüfungen aber sollen in Hinkunft in praktische E i n z e l p r ü f n ngen und cmc theoretische Gesamtprüfung zerfallen. Das Versagen eines Kandidaten aus vier Gegenständen des ersten Regorosums wird dessen Au Schluß von der Fortsetzung der medizinischen Studien zur Folge haben. Die Aufteilung der PvHungsgegenstande bei den 'beiden strengen Prüfungen -des zweiten SMdienalbschnittes soll in der Weise erfolgen, daß dem zweiten Rigorofum die theoretischen, dem dritten Rigorvfum aber alle Mmischeu Gegenstände zugetoilt -werden. Diese Rigorosenordnu-ng wird voraussichtlich mit i>em Studienjahre 1926/2 7 in Kraft treten. Hierbei wevden Hörer, welche bereits im St:wienjahre 1926/26 die medizinischen Studien begonnen haben, bis zum Ende des Studienjahres 1927/28 das erste Rigorvfum, unb Hörer, die 1926/26 bereits den zweiten Studienabfchnitt begonnen haben, das zweite :md dritte Rigorosum bis Ende des Studienjahres 1928/20 nach den bisherigen Bestimmungen oblegen können. Doch tverden vom Studienjahre 1936/27 an alle Studierenden der Medizin verpflichtet sein, vor ihrer Pwmovierung die praktische Ausbildung zu absolvieren. Diese Verpflichtung wird für jene Studenten, welche bei Jnkvafttreten der Studienrejfovm bereits sechs anrechenbare Semoster absolviert haben, nur auf die Verpflichtung zu einer sechs Monate umfassenden praktischen Ausbildung eingeschväM werden. Sa» LekchenbegSngnk» Mohapl». Gestern sand das Leichenbegängnis des am Samstag vor acht Tagen von dem Zuhälter Fraitz Seidl erstochenen Josef Mohapl statt. Unter dem Geläute sämtlicher Kircheuglocken der Leopoldstadt fetzte sich der Trauerzug von: Wohnhanfe der Eltern Mohapls in der D a rw ingalsse^in Bewegung. Turner, Frontkämpfer, Mitglieder der Wehrmacht, nationalsozialistische Formationen sowie Mitglieder von deutschnatlonalen und Klerikalen Gesangvereinen: bildeten das Trauevgesolge. Der Leichenzug bewegte sich von der Kirche in der Prateiftraße, wo die Einsegnung vorgenommen wurde, über die dlspernbrücke und -den Sklbeming bis zum Schwarzen-bevgplatz. Beide Straßeuseiteu waren von einem: dichten Spalier von Neugierigen besetzt. Auf dem Reimweg schwenkten die Frontkämpfer, Hakenkrouzler nsw. ab und ließen «den Leicheltwagen, den: die Angehörigen Mohapls folgten, passieren. Die Polizei hatte umfangreiche Vorkehrungen getroffen, um Ruhestörungen hintalMhalten. Infolgedessen ist es auch nirgends zu einem Konflikt gekommen. Sin versunkener Kontinent. Die Expedition Prof. Pi jo ans v. E-laremont(Kali-- sornia), die dom Zwecke diente, weitere Einzelheiten über die Gründung der spanische:: Missionen aus der. kalifornischen .Halbinsel festzuftellen, und an der Prof. F. X. Schaffer teillnahm, ist rmch den Bereinigten Staaten zurück-gvkchrt. Prof. Schaffers Absicht, einen Einblick in den noch st» unbekannten i Bau dieses Landes zu gewinnen, konnte Völlig duuhgöftjhrt st. August 1925_-K. 3S» werden. Bon besonderem Werte ist die Erkenntnis, daß. breite Gebirgszüge im Westen in große Tiefe« des Pazifischen Ozeans niedergebrochen sind und Anlaß gegeben haben zur Annahme eines Kontinents, der in früherer Zeit dort bestanden haben sollte. Im Gegensätze dazu sind die heutigen Hochgebirge in ganz junger Zeit ans dem Meere mehrere tausend Meter hoch e m p o r g e h o b e n worde::. Bis über 1000 Meter hoch und wohl noch höher reichen Mrüschetlbänke der Diluvialzeit. Es hat den Anschein, als ob dieses Land die bedeutendsten Veränderungen feilte« Reliefs erfahren hat, die auS so junger Zeit bekannt sind. Damit in Verbindung steht das häufige Austretor: vor: Erdbeben. Neue Studien in der: pazifischer: Küstenketten lassen vermuten, daß hier die Gebirgsbildung intnvsvver fortschrevte als an einem anderen Purckte der Erdoberfläche. Expeditionen nach den Inseln der mexikanischen Westküste und den GalapagoS zeigen enge Beziehungen der Tierwelt und beweisen die einstige Verbindung dieser Inseln. Besonders diese merkwürdige Inselgruppe verrät weit engere Beriivandtschaft ihrer Dievwolt mit den nördlicheren Ge bieten als mit dem gegenüberliegenden Teil des Festlandes. Auf der Halbinsel haben sich iu>ch Vollblutindianer erhalten, der«: Sprache zum Teil noch ganz unbckarnrt ist. Cs soll Aufgabe späterer Reisen sei::, diese ethnologisch bemerkenswerten Reste der Urbevölkerung zu studieren. Prof. Schaffer hat sich nach Berkeley begeben, um an der Umversity of CaVifornia Vorlesungen über neuere Erfahrungen der erdgeschichtlichen Forschung in Europa zu halten Sie Wische Nationalbibliotlirr. Ein Rundschreiben der italienischen Regierung. Der italienische Unterrichtsminister Fedcle hat, wie schon kur.; berichtet, ein Zirkular erlassen, welches an die Rektoren der Universitäten, an die Leiter der Institute für höhere Bilduirg, an die Leiter .der Regier uirgs'bibliot'hekcn, an die Präsidenten der literarischen und wissenschaftlichen Körperschaften .und an die italienischen Verleger gerichtet ist -und besagt: /Die politischen Veränderungen im nahen Orient infolge 'des Krieges haben dort ein neues geistiges Leben hervorgemfen mrd dadurch Kulturerfordernisse mit sich gebracht, welche von denen der früheren politischen Ordnung vollständig verschieden sind, so daß in der letzten Zeit verschiedene kulturelle Institute von großer Bedutnng errichtet wurden. Unter ihnen befindet sich die hebräische Universitätsbibliothek, tvelche bisher 80.000 Bände zählt und sich das Ziel gesetzt hat, die letzten Ergebnisse der Kultur mtb Wissenschaft des Westens in den verschiedenen Gebieten der n:e:vschlichen Betätigung w: die östliche Welt auszustrahlen. Institute und Verleger aller Länder, und besonders vo« Frankreich, Spanien, Holland u»vd Tschechoslowakei, haben zur Bildung dieser hervorragenden Büchersammlung beigetragen, indem sie die in den verschiedenen Sprachen erschienenen Werke zum Geschenke gegeben haben. In diesen: Wettstreit der verschiedenen Staaten für die Verbreitung ihrer Kultur kann und darf Italien nicht zurückstehon. Durch ferne Zivilisation^ ferne historifchen Traditionen Ed seine geographische Lage ist es mehr als jedes andere Volk berufen, fruchtbare Beziehungen mit dem nahen Orient anzuknüpsen «und hat die moralrjche Pflicht, seine wissenschaftlichen Fortschritte und seine literarische Tradition bekanntzumachen, um in diesen Gegenden die ehrenvolle Stellung einzunchmen, die es in der Vergangenheit gehabt hat. Die Regierung glaubt eine solche Initiative mit iden: le bhaftesten Interesse unterstützen zu müssen und ladet daher die Direktoren der höheren Kulturinftiiute und der Bibliothekcn, die Präsidenten der verschiedenen wissenschaftlichen und literarischen Körperschaften ein, mit freigebigem Elan mitzuwirken zum besten Erfolg dieser Sammlung und der hebräischen Bibliothek in Jerusalem, die von den Instituten herausgogcbenen Veröffentlichungen zu übersenden und ihre Mitglieder aufzufordevn, ihre persönlichen Werke zum Geschenk zu geben. Gleichzeitig bevollmächtigt die Regierung die Bibliotheken, ihre Duplikate zu übersenden und wendet sich mit einen: lebhaften Appell an die italienischen Herausgeber, daß sie in den Grenzen ihrer Möglichkeiten der Aufforderung Folge leisten, tvelche nebenbei auch eine günstige Gelegenheit gibt, dem Auslande die italienische Bücherproduktion vor Augen zu führen. Die Regierung ist sicher, ibag ihr Appell mit freigebiger Begeisterung von allen ausgenommen werden wird, denen di« Verbreitung des italienischen Geistes am Herzen liegt und for-, dcvt ans, Bücher zu senden. Im Verfolg dieses Ausrufes hat das unter der Leitung von Rabbiner L a t t o s stehende italienische Komitee bereits eine große Anzahl von Merken erhalten und .nach Jerusalem übersandt. Sine Kolonie für jüdische Kriegerwaisen aus Polen. Aus Warschau wird» uns berichtet: Die Jüdische Gchellfchast Kr Kinderhilfe und Waiseufürsorge in Po-len hat in ihrer Kngften Zentvalratssitzung den Beschluß gefaßt, anläßlich des Zionistenkongresses eine bevollmächtigte Abordnung nach Wien zu -entsendeir, um mit der Ortung des NatioMfonds und der Zionistischen Exekutive in Jerusalem ein AbLommen tvegen Gründung einer Kolonie für jüdische Kriegerwaisen ans Polen abzuschließen. Der jüdische Nationalfonds hat sich 'bereit erklärt, jedem anzufie-delndeu Walsenkinde den erforderlichen Boden für die Dauer von .99 ,Jahren in Pacht zu überlassen. Die Leitung der Zionistischen Exekutive in Jerusalem garantiert die Koste» der Ausbildung. Es wird zunächst *mit der AnfiMmig vo»! 30 KviegepUMn aus AM» MMW. SüUtakiff-Mi&i: ES!