Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2321 (7.8.1925)
- Date
- 1925-08-07
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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M. AM Wiener Mornen-eitun-. 7. August im ■Seite 5 Dien, tMfoft Mitteilungen aus dem Publikum. ««»«»»»»>»»»»> Biirtll: Orig.frnLZlginHiigapln WD Hin,nu.imhmii m nommen. Bon diesen 836 Verstorbenen waren 516 männlichen und 316 weiblichen Geschlechtes, darunter 98 Juden. Im Jahre 1624 stieg die Zahl der Einäscherungen bereits auf 1434. 182 von diesen betrafen Inden. Vom 1. Jänner bis 30. Juni 1626 wurden 870 Verstorbene, darunter 77 Juden eingeäschert. Im Jahre 1623 wurden siebzehn, im Jahre 1924 neununddreißig und im ersten Halbjahr 1926 ßünfundzwan ig Kinderleichen eingeäschert, die in den angegelbenen Zählen bereits berücksichtigt worden sind. * Autounglück in Hernals. Dienstag gegen 11 Uhr nachts stieß ein angeblich mit großer Geschwindigkeit fahrendes Auto, daS aus der Veronikagasse in die H e r n a l s e r Hauptstraße fuhr, mit einem daherkommenden kleineren Auto zusammen. Die Insassen dieses Wagens., der Schauspieler 'Strehn, die Tänzerin Stephanie Mekh, der Bachofther 'Gustav E h r e n r e i ch und der Chauffeur Kren n wurden verletzt. Sie tonrden auf die Unfallstation gebracht, die Ehrenreich bald verlassen konnte. * Skai Goldfadens Glück und Ende. Aus B e r l i u wird uns berichtet: Der internationale Hochstapler Sigi Goldfaden, der Angehörige der Potsdamer Gesellschaftskreise um Familienschmuckstücke in: Werte von mehreren Millionen Mark gebracht hatte, ist gestern vom Schöffengericht Berlin-Mitte wegen Betruges in neun Fällen in Verbindung mit einem Fall von schwerer Urkundenfälschung zu einem Jahr und drei Monaten Gefängnis und dre-j Jahren Ehrverlust verurteilt worden. * Der deutsche Verfassungstag in Men. Am Dienstag den 11. d. finden ans Veranlassung (Verfassungsfeier) der deutschen Gesandtschaft zur Feier der Verfassung von Weimar Gottesdienste statt. Für die Angehörigen des mosaischen Bekenntnisses wird die Feier um dreiviertel 8 Uhr früh im Tempel in der Seitenstettengasse abgehalten. — Um halb; 12 Uhr vormittags empfängt der Gesandte in den Räumen . der Gesandtschaft, 3. Bes;., Wettevnichgasse 3, die Mitglieder der Derschen Gemeinde und die Freunde des Hauses. An > diesem Tage bleiben die Amtsräume der deutschen Behörden In Wien geschlossen. * Palästinagenostenschaft jüdischer Beamter. Am 4. d.; fand hier die zahlreich besuchte zweite Borbesprechung zur 'Gründung einer Pälastinagenossenscha-st Mischer Beamter '.statt. Diese Genossenschaft wird auf Initiative der Bereinigung gionrstischcr Bankbeamter in Wien gegründet, um abgebauten Kollegen und Kolleginnen die Gründung -.einer neuen Existenz in Palästina zu ermöglichen. Die wich- ' tigsten Vorarbeiten. Fühlungnahme mit den in Betracht kommenden Faktoren, die Abhaltung entsprechender Kurse in verschiedenen Gebieten ufw., wurden besprochen und in Angriff; genommen, Zeit und Ort der konstituierenden Versanvmiung der Genossenschaft, die demnächst stattftndet, werden in den ’ Blättern Lekanntgegeben werden. Interessenten werden eri sucht, sich bei der Vereinigung Kiop-istrscher Bankbeamter, Men, 6. Betz., Bennoplatz 1, zu melden. * Sine SchietzafsLre ft» einer palästinensischen Kolonie. »Aus Jerusalem meldet I. T. A.: Mn« arabische Diebshand« brach in der Nacht pt 2. d. in einen Obstgarten s der jüdischen Kolonie Gederah ein. Sie wurde von den -'Wächtern Nberrckscht. Bei dem Zusammeristoß wnÄ»e einer -der Bande -durch einen Schuß getötet. Die Wächter, ein Jude -und ein Araber, wurden verhaftet. * Marscha« PttfudSkk kauft einen Schekel. Der Schöpfer des polnischen Reiches und erster Präsident der polnischen Rtzpublik, Marschau P i l s u d s L i, der -gegenwärtig Mt 'Familie im Badeort Dvnskeniki weilt, bat dort einen ,D cheke l" gekauft, der bekanntlich die Wahllegitimaiion Ar die Teilnahme an den Wahlen zum Zionistenkongveß ist. * Hakenkrenzmoral. Die „Jüdische Zeitung für Ostdeutschland" in Breslau schreibt: ,Mi-e wir von zuverlässiger Mite hören, wandte sich das deutschnatidnale Blatt „Die Schlesische Tagespost" mündlich und schriftlich an eine Reihe jüdischer Firm en in Breslau und Oberschlesien -m.it -der Mitteilung, daß eS nach einem Wechsel in der Redaktion keine antisemitischen Artikel mehr veröffentlichen werde und mit Rücksicht darauf um Inserate jüdischer Firmen bitte. DassÄbe Manöver hat die gleiche Zeitung, wie wir uns erinnern, schon vor einigen Jahren versucht, vermutlich, als ihre Kassenbestände besonders schlecht waren, und bat in der Tat für kurze Zeit antisemitische Artikel unterdrückt, allerdings nur, um das Versäumte in verstärkten! Maße später -nachzuholen. .^Deutsch sein, heißt eine Sache um ihrer selbst willen tun." Und was heißt nach dieser Probe 'deutschnational sein? Wir erwarten, daß jeder aufrechte -jüdische Geschäftsmann dieses Angebot dorthin tut, wohin es gehört, nämlich in den Papierkorb. Eine einheitliche Ablehnung muß den Absendern die Auffassung des reellen jüdischen Kaufmannes über diesen deutschnattonälen GosinnungSschacher klar machen. * Sin Jttsektenkongrctz. In diesen Tagen wird -in London ein „Rcichs-Jnsäktenkon-greß" abgchalten, der auf Veranlassung des enMchen Koloniafftaatssekretärs von dem Bureau für Entomologie einberufen worden ist. Mehr als 20 überseeische Regierungen des britischen Weltreiches sind durch Abgeordnete vertreten, und es werden zahlreiche Vorträge Wer Insekten und ihren Eirchluß auf die Gesundheit-- Verhältnisse und Wirtschaft gehalten werden. Das englische Bureau für En-tomologie sammelt sämtliche Jnsoktenarten, die im britischen Reich Vorkommen; es besitzt bereits 83.700 Arten, von denen 8000 Mutsauger sind. Im letzten Jahre wurden '347 neue Jusektenavtcn Übermittelt, von denen 247 bisher unbekannt wären. Außer mit der Erforschung der Insekten beschäftigt sich der Kongreß hauptsächlich mit ben gesundheitlichen und wirtschaftlichen Schädigungen, die durch INseSten hervorgorusen werden, und dabei steht die Behandlung der TsetiseMiege an erster Stelle, deren erfolgreiche BevÄnpfung für die wirtschaftliche Entwicklung Afrikas von allergrößter Bedeutung ist. ' ■ I 1 . Radioprogvarnm. rute Freitag. 4 bis 6 Mr: Nachmittaaskonzert. O schöner Mai, Walzer. Mendelssohn r Meeresstille und alitc licho Fahrt, Ouvertüre. Bruch r Lol Nidru, Paraphrase. Martini-Burmester r Gavotte. Homann-Webam Ekkehard, Suite. Heidelberg r Kleine Modefee, Lied. Stolz t In Hernals und auf der Wieden. Fetras: Tirol, in Lied und Tanz. Eisler r Go lanq'S in Wie» noch Maderln gibt, Walzer. Brahmr Ungarischer Tanz Nr. 7. — V,7 bis 7 Uhr r ß. Vortrag. „Quer durch Oesterreich": Salzburg. — 8 Uhr: Wiener Abend. Bühne und Kunst. Urne Wische Klaviermusik. Selbst der skeptische Wissenschaftler, dem die Zersetzung der Volksmusik im Laufe der Zeit unter dem Einflüsse fremder Völker nur zu bekannt ist, muß den „Paraphrasen über a l t j i't d i s ch e Volksweise n" von Julius; Wolfs» h n, deren dritter Band im Verlag der Univerfa-l-Edi-tion, Merl, erschienen ist, eine tveitgehende Echtheit und ein gewisses Alter der Melodik zuevkennen. Diese Volksweisen sind jüdischer Ge-ineindesttz, rvelcher sich in den jüdischen Familien des Ostens von den Eltern auf die Kinder vererbt und nun durch WolfsohnS Konzertparaphrafen aus denr Bolksschatz in die Konzertmuistk übernommen wird. Dabei ist es ganz imweseiMch, daß derlei Bearbeitungen der Rang jüdischer Kunstumsik noch lange nicht zuzuerkennen ist. Für alle Fälle leisten sie wertvolle Pionierarbeit für die kommende jüdische Kunst, und ihr starker Absatz in der Alten wie in der Neuen Welt zeigt deutlich, daß in -der jüdischen wie auch nicht-jüdischen Bevölkerung Bedarf an solchen Werken vorhanden ist. Die Technik, mi-t der Wolfsohn an die Paraphrasen herangeht, scheint mir vollkommener als in seinen früheren Bearbeitungen. Er weiß wohl selbst, daß er vorläufig — in der Diaspora — nur Stückwerk leisten bann, doch er fühlt sich.immer nrehr in den Geist -des Orients ein. Er macht sich immer -unabhängiger von dem Dur-Drei-klang, der mit seinen Tonika-Dominante-Beziehungen und seinen ha rinonischen Ausdeutungen -der Musik des Orientalen fremd ist, welche in der einstimmigen, horizontalen Melodik wurzelt und demgemäß der Unterstützung durch eine nicht harmonische Mkordik bedarf. Mit sicherem Instinkt hilft sich Wolfsohn vorläufig -mit Mollstimmungen, mit schwebender Tonalität und mit Mschakkorden, wie sie auch bei den jungen Russen vielfach im Schwang sind. Durch Pralltriller, übermäßige Intervalle und chromatische Fortschreitungen -m.der Melodik, durch mehrdeutige, verminderte und alterierte Septakkorde und durch Sekundenkoppilungen in lder Akkovdik sowie durch synkopierte Rhythmen und sonstige Bevorzugung des ungeraden Daktteiles gelingt es ihm, den Geü-st des Westens und seinen eigenen, ursprünglich Ghopinfchen Klavievfatz immer mehr auszuschallen und —- zum miindssten roin konstruktiv — einem Mustkorient na-he zu kommen. And was das Wichtigste ist, in ihrem Inhalte sind die Paraphrasen durchaus jüdisch. In dom melancholischen ,Mchluf, mäin Tochter" klingt die Wehmut der ewig Heimatlosen an, wenn die von ihrem Manne verlassene Mutter ihrem Kinde unter Tränen und Seufzen «in Wiegenlied fingt. ,Komir 'sech iberbeten" (Wollen wir uns versöhnen) ist von nie versagendem jüdischen Witz erfüllt. Gin kurzer ehelicher Zwist voll Humor in der hüpfenden Bewegung urvd in den rhythmischen Varianten. In der Paraphrase ,/S'is ni-to kein Nech-ten". geht es noch lustiger zu. Sie ist von fröhlicher Lebensbejahung erfüllt, die nur selten durch die jüdischen Seufzer gestört wird. Das Thema lacht und tollt, man trinkt Schnaps und tarrzt „heute", ohne sich um das ,Morgen" zu kümmern. In 'denr zwiefpälttgen „A Moidole in di« Ioren" träumt da's alternde, einsame Mädchen von spätem Liebes- und Eheglück und ein Mischer Hochzeitstanz zicht in ihren Biftionen vorüber. Die vier kurzen, pbanistisch dankbaren Paraphrasen, idertzn jehe einzelne in der Un-ko-mpliziertheit und «Gemeinvevständlichksit ihrer Idee aus dem Volksleben schöpft, sind reich an einprägsamen jüdischen Melodien und streben >mit möglichster Umgehung abendländischer Kunsttechnik Gefft vom Geiste des Judentums an. So leisten sie bei aller Unvollkommenheit notwendige, willkommene Vorarbeit für eine künftige -MiMnationale Kunstmustk. flh. Die beabsichtigte SchNMng de» Aeaterr an der Me». Es verlautete, daß Direktor Marischka das Theater an der Wi«n am 1. September zu sperren beabsichtigt, Wir erhalten eine Zuschrift >des Herrn Rudolf Freibe rg, in welcher darauf hingewi-esen wird, daß der Oesterreichische Bühllvnverein daran gemahnt lverden mutz, diesmal riecht zeitig eing uschreiten, damit nicht neuerdings Schauspieler brotl-os werden. Der Einsender stellt fest, daß nicht die LustbarkeitSsteuer allein am materiellen Niedergang der Theater schuldtrage-nd sei, sondern vor allem der Umstand, daß phantastisch hohe Stargag-en betzahlt würden. Direktor Mavischka halbe sich selbst eine so hohe Gage zugMlltgt, daß er a,n Papier mit Defizit arbeite, aber m Wirklichkeit wunderschön verdiene. Statt eine ganze Zahl von Bühnenkräftvn brotlos zu machen, sollten die Stargagen abgeschafft werden. Man nrüsse zu dem System der HauSensembles zurückkchren, wie tl Direktor Erich Müller erfolgreich tue. Wenn ein Theaterdirektor sein Theater sperren wolle, so müsse chm die Konzession entzogen werden. An» den rheattt«. Burgwarten (bei ungünstiger Witterung im Festsaal der Hofburgl Heute, 8 Uhr abends. Symphontekonzert (Dirigent r Martin S r r). Mitwirkend r Annemarie Strehlau. Schönbrunner Schloßtheater. Sonntag den S. d. Erstaufführung von VlanquetteS komischer Oper „Die Glocken von Corneville". B o l k S o p e r. Dienstag den 11. d. bringt die M a iländer. Opern st agione unter Leitung von Maestro Egisto TangoBueeint» «MadameButterfly" zur Aufführung. Die Butterfly singt Anne R o s e l l e (Tdetro »an 6urlo. Aepolj), den Linckerton Giuseppe T a c c a u i (Seal», dlüauo). den Sharpleß Gtulio F r e g o s i (leetro Loeteuri, Koma). Johann- Strauß-Theater. Donnerstag dtt 13. d. gelangt die E y s l e r s ch i Operette „Der Frau enfreffet'* zur Erstaufführung. Lustspieltheater. Heute zum ersten Male „D a t v e r * n u 6 e 111 JB e i t" (Le Iit enchanthfee) vonAchaum« und Malot. _ Die Jüdische Bühne ersucht uns richtigzustellen, daß si> während des Zionistcnkongresses ausschließl-ich im H o t c i Stephanie, 2. Bez., Taborstraße 12, spielen wird. Rudolf Schildkraut hat sich nach Kalifornien begeben um in. einem neuen Film die Hauptrolle zu kreieren. Es if der erste Besuch Schildkrauts in der Filmstadt Universal City Er wird die Rolle eines patriarchalischen Juden spieleil, de, einen tragischen Kampf mit seiner Familie führt, um dil Traditionen, in denen er aufgewachscn ist. zu erhalteil. . Mm und Kino. „Madonna der Strafte." In einer kleinen Stadt, iricht weit von Paris, schleich' eine junge Mutter vor den P-forten des Klosters herum. Arm in den Äugen der Welt entehrt, bleibt ihr nichts anderes übrig alS die Frucht ihrer Liebe wegzulegen. Biele Jahre später fiii den wir das Mädchen im Montmartre Cafe ,,Su den drei Freun den" — Wein. Weib, Gesang — als Tänzerin ,Ioline". Bis zu den Boulevards war ihr R.üh-m bereits durchgesickert. Jnnnel wieder kamen Gäste Jolines wegen m das obskure Lokal, unter ihnen Gras Adrian de Roche, ein Kunst- und Frauenkemrcr, nni Paul Granville, eilt fnnger. talentierter Maler, zu arm, .um sich ein Modell zu mieten. Paul versucht, die verführerisckien Reize der Tänzerin für seilt nächstes Bild einzufangen. De bietet sich Joline dem Künstler ohne Bezahlung als Modell an. Graf de Roche läßt nicht ab, .um die Tänzerin zu werben. Ale Paul, durch sein Modell inspiriert, einige Bil-der malt, die chm Ruhm nnd Geld bringen, beginnt er mit Joline ein Lüben der Lidbe und Freude zu fuhren. Graf Adrian verfällt ans eitlen neuen Gc-danken, .^softite mit Paulzu entzweien. Er redet Paul zu, in dc-m alten Klostcl nach der berühmten Legende ein Bild, „Die Madonna mit dem Rosenbusch" zu malen. Er glaubt, daß Joline als Madonna nicht Modell stehen kann, da sie nicht der geeignete Typ Lasur ist. Dadurch würde sie von Paul getrennt, so hofft Gras Adrian, und er hätte gute Gelegenheit, sie für sich zu gewinnen. Joli-ne duldet absol.nt nicht, daß Paul ein anderes Modell wählt. Der Künstter erhält die Erlaubnis, im Klostergarten zu malerr. Als Knabe Vevklekdet, gelangt auch Joline unbehelligt durch das Gitter. Im Garten legt sie die Tracht der Madonna aik. Wahrend die Brüder in der Kapelle zur Andacht versammelt sind, wird Joline im Klostergarten als Madonna gemalt. Ern Wunder war geschahen. An der Stelle, wo Jolines Hand geruht hatte, blühten Rosen. Erleuchtung und Läuterung, kam auch über Jolinens Seels, sie verläßt Paul, geht zum Prior und gesteht ihm, daß sie die Madonna war, die im Klostergarten gonralt wurde! Nach vielen Monaten rastloser Arbeit hatte ne genügend Geld beisammen, um ihr Kind, das -setzt ein vier-jähriger Bub -ist, aus dem Kloster zu holen. Eines Tages gerät cm Kind um ein Haar .unter Pauls Auto. Die Mutter läuft hinzu, es i|t Jvline. Zu dauerndem Glück finden die beiden nun zusammen. Im Mönchskloster vor dem Roseübnsch segnet der Prior deil Bund. . In dieser spannenden Handlung, die meisterhaft inf,serviert wurde, bieten Viola Dana ^md Monte Blue aut tro-Goldwvn-Produktion CENTRAL-KINO II. Taborstraßsc 8 Telephon 42-3-41 Von heute bis 10, August Sei« schwerster Kampf Spannendos Sensationsdrama ln 7 Akten Beginn: 7 und 8/«9 Uhr, Sonntags ab 5 Uhr .Oeiri schwerster Kampf." Ern Film aus dem Cowboh-Äeben und .den Stierkänchfen Mexikos, einem nun -reichlich bekannten Genre zwar, aber -in einer Ausführung, die ihn weit über -den gewohnten Durchschnitt hiiranshebt. Zwei Männer känvpfen hier u-nr eine Frau «nd ein Pferd, wechsÄnde Glücksfälle lasserr bald ben ctueit, bald den anderen im Vorteil scheinen, bis endlich nach pracht- ' vollen Szenen aus einem großen Stierkampf der Film ein durchaus versöhnliches und befriedigeiides Ende findet. Wir werden diesen ausgezeichnet gelungenen Film, in .den: Fred Thomson, einer der wagemutigsten Reit-er der Welt, Ke Hauptrolle spielt, in der nächsten Zart eingehend besprechen. Ossi Oswald«, die im Februa-r 1626 gelegentlich, der hiesigen Promiere ihres Filmes .Mitzzng der Liebe",, zu einem kurzen Besuche -in Wien eintre-ffen wird, beginnt dieser Tage mit der Bevfilmung des bekannten, heiteren Gaunerromanes ,/Philipp Colins Abenteuer" von Frank Heller. Außer ihr -lverden in dem Fil-m noch Georg Alexander, Euch Ka i>-ser-Tietz, Mols Licho, Paul Br ensfeld, A. M n r 8 k y »lnd Olga v. P i n a j e w mittvivken. ^vie tfilmtedjuir (Zeitschrift für alle teckmischeu und künstlerischen Fragen des aesa-rnten Filmwesens), Berlin W 9. In.dein als photographischer Fachverlag bestens 'bekannten -unternehmen von Wilhelm Knapp in Ha Ne erschernt unter obigem Titel dreimal -monatlich eine neue Zeitschrfft, als deren Herausgeber einige der markantesten Persönlichkeiten des de-ntschen Lichtlpielwesenä zeichnen.Guido Seeber ist von An- 'beginn der Kinematographie einer der tüchtigsten Techniker und hat bei mehr als 100 Großfil-meil und 500 kleineren Filmen tätig mitgewirkt. Mit den größten Werken der deutschen Lichtspielkunst, mit 20 Asta-Nilsen-Filmen. mit den berühmten Erscheinungen, wie ,Der «Student von Prag", ,Mr Golem'. ,He'bende Buddhas". „FAdericuS Rex". ./Der Somnrornachtsträum", ist sein Name untrennbar verbunden. Dr. Konrao Wolter, der Leiter der kinotechnischen Abteilung an der staatlichen höheren Fachschule für Phototechnik in München, der als Mitherausgeber zeichnet, ist eine der bekanntesten rachtechnischen Persönlichkeiten Deutschlands. Die Hauptschrntleitung der neuen Zeitung besorgt Ernst Ettvin Haberkor n, der zu den tüchtiÄten Mitarbeitern des wlssenschaftlichen Mms in Deutschland zählt; er betätigt sich in der letzten Zett über-, dies als Autor und Regisseur, sein letzter Großftlm «Im Reiche der etvigen Wunder" hat auch bei amerikanischen Fachleuten anerkennende Beurteilung gesunden. Derart arbeitet Häbevkorn auch an der Herausgabe eines kmotechnischen Lexikons. Die erste Nummer der .Iilmtechnik" zeigt durch die Uuswaibl vaLtücklicbe Gliedevuna des re>chhalt.MN StiMoßl,