Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2321 (7.8.1925)
- Date
- 1925-08-07
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
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bette 4 Men, Freilag zwei Wische etndentlnnr« der Berliner llnlversitSt preisgelrSot. Aus Berlin wird uns geschrieben: Das Somnrersemester der Friedrich-Wilhelm-'Universität zu Berlin schloß mich diesmal «mit der traditionellen Stiftungsfeier, wäboi es zu einer Verteilung der Preise für die «b esten w i s s e n s ch a f t l i ch e n A r b e i t e n von Stu^dentcn kam. Die Feier wurde in herkömmlicher Form durch Einmarsch der Chargierten der Korps und farbentragenden Verbindungen mit Bannern und Gesang sowie durch Einzug des Professorenkollegiums unter feierlicher Musikbegleitung eröffnet. Der abtretende Rektor, Geh. Konsistorialrat Professor Holl, hielt eine Eröffnungsrede über die ,geniale Persönlichkeit und ihre Ausnahmsstellmlg den geltenden Sittengesetzen gegenüber". Hierauf wurden jene wissenschaftlichen Arbeiten genannt, denen die d i e s j ä h r i g e n Preise zuerkannt wurden. Es waren im ganzen drei Arbeiten prämiiert worden. Bei der Oeffnung der Briefumschläge, die die Namen der Preisträger enthalten, ergab sich das überraschende Resultat, daß sämtliche Preisträger Studentinnen waren, unter ihnen zwei I ü d t njtcit. Die Berlinerin Else Philippine Levy und die in New-Iork geborene Eleonore v. Bälden erhielten je den vollen Staatspreis zugesprochen für die Lösung der Aufgabe der medizinischen Fakultät: ,Molche diagnostische Bedeutung hat das Blutbild für die otogenen Krankheiten?" Den Preis der philosophischen Fakultät erhielt Frl. Mtalie Thon aus Palästina mit einer chemischen Arbeit; sie gab die geforderte Zusammenstellung der zahlreich vorhandenen Untersuchungen über die Umsetzung von Chlor und Watevstoff nach einheitlichem Gesichtspunkt. Die Berliner Presse verzeichnet, daß das Ergebnis der Preisvertellung unter der völkischen Professorenschaft und Studentenschaft Bestürzung hervovgerufen hat. Ter Vorwärts schildert den Eindruck folgendermaßen: „Dem Herrn Rektor verschlug die Stimme und die Burschenschafter und Korpsiers, die den Fechtboden und den Frühschoppen dom wissenschaftlichen Studium offenbar vorgezogeu hatten, hämmerten ziemlich bedrückt mit ihren Schlägern den Täkt zum Deutschlandlied. Tann zogen sie ab, wie sie gekommen waren, -in vollem Wichs -mit Bändern und Mahnen. Aber ohne Preise. Die hatten drei Fro-ucn errungen. Und darunter zwei Jüdinnen. O alte Burfchenherrlichkeit, wohin bist du entschwunden?" Selbstmord des Fabrikanten Richard Hofherr «ad seiner Gattin. Aus finanzieller Not mit Leuchtgas vergiftet. Mittwoch nachts haben sich der ehemalige Fabvrksdire-ktor Richard Hosherr und seine Gattin Flora im Badezimmer ihrer Wohnung irr Hietzing, Trauttmansdorffgasse 8, durch Leuchtgas vergiftet. Intensiver LeuchtgaSgeruch, der gestern frühmorgens durch die verschlossene Wohnungstür drang, veraulaßte die Hausbesorgerin zu einer Anzeige. Auf dem Boden des Badezimmers, das gewaltsam geöffnet werden mußte, lag das Ehepaar tot. Die Gashähne des Badeofens waren aus-gedreht. Wie aus A«bs ch i eds'b r lese n hervorgcht, verursachten fi na nz i-elle S ch w i e r i g k e i t e u die Tat. Das Ehepaar Hosherr scheint schon seit längerer Zeit irr mißlichen Vermögen svevhältnissen gelebt zu haben. Richard Hofherr gehörte in früherer Zeit mit seinen älteren Brüdern dem Bevwaltungsrät der Hosherr n. S ch r a n tz A.-G. an. Im Jahre 1917 schied er aus der Firma und begann verschiedene Unternehmungen. Eine Zeitlang war er auch bei -den Wöllersdorser Werken in Stellung. Aus einenr der Abschied sb r iese gcht hervor, daß das Ehepaar in g e >n e i n-sam cm Einverständnis den Sel-bstinrord verübt hat. In einem aride von Brief an seinen Rechtsfrou-nd bittet -Hosherr, seinen Stachlaß zu vevkaufen und das Geld zur Bezahlung feiner Schulden zu Verwenden/ Er macht im Briefe auch auf eine ihm drohende Exekution aiisnvevklsanr. Die Tochter des Ehepaares, die in einem anderen Trakt der Wohnung schlief, erfuhr evst in der Früh den Tod ihrer Eltern. Das Mädchen ist in einonr Bureau augestellt. Der Sohn ist seit längerer Zeit Chansfcur. Richard Hosherr stand im 53., seine Gattin im öO. Lebensjahre. eine österreichische Kolonie in Südamerika. Ein Verband österreichischer Arbeiter und Angestellter. Für gestern nachmittags hatte der A-uSwandern ngsverb-and vsterreichffcher Acheiter nnd Angestellter die Vertreter der Wiener Tageszeitungen zn einer Pressekonferenz ei-ngoladen. De>r Borsitzende deS Berbandeö wies aus die in Oesterreich herrschende ABeitswseükvise hin. Der Verband wolle durch Gründung einer österreichischen Kolonie in Südamerika diese Siduaiion entlasten. Er besprach dann die Existenzmöglichkeiten und Vorzüge Südamerikas gegenüber Nordamerika. Redner schloß mit der Forderung an -die Regierung, durch Kapitalisierung der Arbeitslosenunterstützung die Durchführung des Projektes zu ermöglichen. Es folgten längere Ausführungen des technischen Beraterdes Be-rbcmdes Borst, dessen Detaillierung eine rege Diskussion unter den zahlreich erschienenen Pressevertretern hervorrief. Er betonte besonders, daß die geplante Koloniegründung sich von anderen ähnlichen Esperimenten dadurch wesentlich unterscheidet, daß die Auswanderer zusammen gefaßt werden und aus diese Art tum Zusammen- Haag mit dem Mntterlande ausrechtevhalteu Mene« Moeaettzeltu«-. Die Heimkehr der Hakoah-Mannfchaft. Gestern nachts nach fünf Woche« und 18 Siege». Die Fußballer der Hakoah sind gestern nachts von ihrer überaus erfolgreichen Som-mertournee, die sie über Polen nach Litauen und Lettland führte, nach einer Abwesenheit von fün f Wochen wohlbehalten heimgekchrt. Am Fra uz-,Josefs-Bahnhofe hatte sich trotz -der späten Nachtstunde eine große Anzahl von Vereinsmitgliehern, Freunden und Anhängern der.tzakoah zum Empfang eingefunden. Alle Sektionen des jüdischen Vereines waren durch ihre Leiter vertreten. Nach 11 Uhr fuhr der Prager Schnellzug in die .Halle. Als ihn die Hakoahner in Begleitung des Präsidenten Dr. Körner, des Vizepräsidenten Dr. Felix und des Fußballausschußmitgliedes Kupfer m a n n, die der Mannschaft bis Gmünd entgegengefahren waren, entstiegen, donnerte ein vielstimmiges Hedad durch den Raum. Im Namen der Klubleiiung begrüßte Altsektionsleiter Eisler die siegreiche Mannschaft und überreichte ihr einen mächtigen Blumenkranz. Nur schwer konnten sich die von der langen Reise übermüdeten Hakoahner durch die Reihen der zur Begrüßung Erschienenen den Weg zur Heimfahrt -bahnen. H ä u s l e r ist nicht mitgekommen. Er bleibt noch zwei Wochen zur Erholung in Riga. W o r t m o n n ist geschäftlich nach Leipzig gefahren. Die diesjährige Sommevfahrt der .Hakoa'h-iFnßballer -war reich an Strapazen, aber auch an Ruhm und Ehren. In einem imposanten Siegeszug, den 16 gewonnene Spiele mit einem Treffer- Verhältnis von 89:3 kennzeichnen, haben die Hakoahner für den jüdischen -und östc r re i chisch e n Fußballsport wieder äußerst tvertvolle Propagandaarbeit geleistet. Eine MildchenhSndlerzentrale in Agram. 45 Personen verhaftet. Die Korr. Herzog meldet aus Agram: Großes Aufsehen erregt hier die Aufdeckung einer Zentral« für Mädchenhandel, die vier Inhaberinnen von öffentlichen Häusern durch Freunde und Freundinnen fei-t längerer Zeit unterhielten. In -der letzten Zeit verschwanden ettva 20 RMchen. Nach monatelangen Recherchen gelang es der Polizei, die Mädchen ausAufovschen. Die Mädchen erzählten, sie seien von Freundinnen und Bekannten unter Her ratsVersprechungen oder der Beschaffung von guten Dienst- Plätzen in verschiedene Ortschaften gelockt worden. Die vier Inhaberinnen der öffentlichen Häuser sowie mehrere Zuhälter und Zuhälterinnen, »im ganzem 45 Personen, die mit der Zentrale in Verbindung standen, wurden verhaftet. Die Vermittlungsgebühr betrug für jedes zugebrachte Mädchen 100 Dinar, wobei die Kosten für Reise usw. separat vergütet wurden. Die verhafteten ,Hausmütter" Agnes Wenzel, Antonia B u -h a r i c, Cilika Slado v ic und Andelja P-onikvar, die allein 27 Mädchen im Alter von 16 bis 30 Jahren ^Mosert" hatten, wurden dem Landesgericht Übergaben. «odenhebnng im Golk von »kokata. Paris, 6. August. (Tel.'-Komp.) Der Meeresgrund in ider Bai von Mskaya hat sich, wie die Lotungen verschiedener Ozeandampfer in einer jeden Zweifel ansschließenden Weise erwiesen halben, um mehrere tausend Meter gehoben. An Stellen, wo die Meerestiefe «bisher auf den Ozeankarten mit 3000 bis 4000 Meter angegeben war, zeigten sich Tiefen von 36 bis 195 Meter. In wissenschaftlichen Kreisen bringt man diese geivaltige Umwälzung des Meeresgrund« i>m Golf von Biskaha mit dem Ängsten Erdbeben in Japan in Zusammenhang. Das hebräische Schulwesen. Die Weltkonfercnz der hebräischen Lehrer. In der Zeit vom iS. bi's 18. August wird in Men im Kongreßgebäude eine Weltkonserenz der heb rä isch e n Lehrer tagen. Etwa 100 Lehrer werden aus Palästina und allen Ländern der Ga'luth nach Wien kommen, um -über die neue hebräische Schule zu beraten. Es feihlt «dem jüdischen Schulwesen an einer einheitlichen Organisation und an einer Zentralstelle. Zweck der Konferenz ist, eine solche zu schaffen. Die Initiative dazu gaben die «hebräischen Lehrer aus Palästina, die in Erez Israel IbeveitS Mustevanstalteu in großer Zahl ins Leben gerufen haben. Die UiniervichtÄfprache dieser Schulen ist ausschließlich hebräisch. Die Erfolge sind derart günstige, daß Maturitätszeugnisse dortiger Mittelschulen an allen Universitäten des gesamten Auslande's anerkannt werden. Die Reifezeugnisse der paWiuerisifchen hebräischen Mittelschulen sind sogar nach Anerkennung des Erziehungsdeparte-- meuts der palästinensischen Regierung um einen Jahrgang hochwertiger als die gleichen Zeugnisse unserer -Mittelschulen. Schlimmer ist es um die hebräischen Schulen in der Diaspora bestellt. Die östlichen Länder kommen hauptsächlich in Betracht. Nach dem Umsturz lbegann eine Blütezeit des hebräischen Schulwesens in den neu gebildeten Staaten. Damals nahm man es noch ernst mit den sogenannten Minoritätsrechten und legte oen hebräischen Schulen keine besonderen Schwierigkeiten in den Weg. .Heute -st es schon 'bedeutend schlechter geworden. Imnlerhiu bestehen in Polen und in den baltischen Ländern e'ne groß« Anzahl j-üdtWv Elementar»- und 7. August 1988 Nr. -AL Mittelschulen, die staatliche Anerkennung -besitzen. Das Niveau aller dieser Schulen übertrifft bei -weitem das der staatlichen Anstalten. Die Unterrichtssprache ist wohl noch nicht allgemein hebräisch, iveil die Schüler diese Sprache meist erst erlernen müssen, doch wird darauf hingearbcitct, «daß möglichst bald ähnliche Zustände, wie sie in Palästina herrschen, erreicht werden. Ebenso besteht eine große Anzahl von hebräischen Kindergärten, wo schon mit einem fystematischen -Hebräffchnnterricht «begonnen wird. In Wien gibt es deren fünf. In den westlichen Läu-deru werden die hebräischen Schulen meist nur nebenbei «besucht und aus privaten «Mitteln echaltert. Die «Kultusgenreiuden leisten mefft nur Keine Subventiomn. Gekrönt wird 'das jüdische Schrrl-wesen durch die «hebräische Universität in Ierrrsalem. Die helbräischen Lehrer beklagen allgemein das Fehlen einheitlicher Lehrbücher in hebräischer Sprache. Auch hier soll die Konferenz Abhilfe schaffen. Es soll ein RedaktionSkonlttee gebildet werden, das die Herausgabe g e e i g n eter Lehrbücher besorgt. Nicht nur an Lehrbüchern für Schulen, sondern auch an pädagogischen Büchern für die .Hand des Lehrers ge-bricht es, und auch hier soll Wandel geschaffen -werden. Die Lehrerbildung soll vereinheitlicht ilnd zentralistert werden. Ferner -ist ein umfangreicher LehrerauSt au sch geplant, denn in manchen Ländern herrscht Ueberf-luß an Lehrern und in anderen wieder empfindlicher Mangel. Zur Bereinigung aller dieser Fragen wird die Lehrerkonferenz tagen. Ihr Programm wird folgendes sein: 1. Lage des Unterrichtswesens in Palästina: o) Die Schultypen; b) der Lehrevstand. 2. Das hebräische Unterrichtsivesen in der Galuth (mit denselben Unterabteilungen). 3. Literarische und «pädagogische Avbeiten der Lehrer- Vereinigung. 4. Ausarbeitung der Statuten für die 31t schaffende neue Institution, die eine Z e n t r a l st e l l c für das gesamte hebräffche Schulwesen darstellen soll. Außerdem sind Referate über das Thema: „Der Ziouisinüs und die nationale Erziehung -der Jugend" «vorgesehen. Der rsvjSstrige Bestand der vortngrefische« Synagoge ln Amsterdam. Am 2. August wurde in Amsterdam «die «Feier deS 260jährigen BestchenS der portug-iesifchon Synagoge «begangen. Sämtliche Juden Amsterdams und zahlreiche nichtjüdi-fche Kreise beteiligten sich an «der Festlichkeit. Die holländische Presse widmete diesem Ereignis Festartikel. Die berühmte Anfftcvdamer portugiesische «Synagoge lvurde am A. «Ab 5435 (2. August 1676) evngeweiht. Noch heute bewahrt die Synag>osie «das äußere Bild und die Gebräuche aus der Zeit ihrer Gründung. Me Beaurten, vom Obrrabb-vner bis pm Tempeldiener, tragen die historischen Dreieckhüte, Dalav und kurze Bei-nklei'der. Die Synagoge >bil«det eine der interessanteisten Sehensivürdigkeiten Amsterdams. Der Feier wohnten unter anderen der Ministerpräsident Hollands, der Wizepräsidenk des Kronvate's, ein Vertreter der Königin, der Bürgermeister von Amsterdam, der portugiesische Konsuls zahlreiche Oberr-abbiner und Vertreter jüdischer Gemeinden, ferner auch Vertreter jüdischer Gemein-den in.Lissabon und Madrid bei. Beim Umzug, mit den Thorarollen wurde au der Spitze jene Thora getragen, die die Juden bei ihrer Flucht aus Spanien vor mehr als 400 Jahren mit sich gebracht hatten. Diese Thoravolle war in ihr ursprüngliches Mäntelchen, in welchem sie seinerzeit gerettet worden lvcir. gchüllt." Wien, 7. AttM. * Das Wetter. Auch gestern gab es, tvenrr auch spät abends, den täglichen Platzregen. Die Voraussage meldet iwnrechin vorwiegend heiteres, wärmeres Wetter. * Die Lebensmittelmärkte. Die Fleifchimporte m der Eroßmarkthalle beliefen sich gestern auf 13 Waggons im Gewichte von 71 Donnen. Im Großhandel wickelte sich der Verkehr lMMer ab. Der Nasch.markt wurde in 'bezu-g auf alle Gärtner- und Gemüseerzeugnifse einheimischer und auswärtiger Hevkun-ft über Bedarf dotiert. B-ei normalen Verkehre sind' Preisveränderungen von Belang nicht zu konstatieren. Auch der Obstmavkt wies gürfftige Ztffuhren auf.. Im Vordergründe stchen geaeMvärtig Pfirsiche. Die M-arlllenzuftchren, die «bisher zahlreicher als in den vergangenen Jahren waren, gehen zur Nerge. Preise stabil. * Sterbefall. Uns-or Mitarbeiter Herr Dr. «Sanel Beer ist von «wem schweren Schicksalsschlag betroffen ivovdeu. Vorgestern ist hier seine Mutter, Frau Betti Beer, in: Alter von 73 Jehren plötzlich vevschisden. Dar Leick)eübegLng«is -der ausgezeichneten Frau findet heute um halb 11 Uhr vormittags «tf dem Zentralfriedhof (israelitische Abteilung, drittes Tor) statt. * Mn Vierzehnjähriger spurlos verschwunden. Seit bem 3. d. ist der nach T ü r tt i tz ztlsiändige 14jährige BürgerschMer Franz Sommerlechner, aus der Wohnung der Mutter, Dherosiengasse 30. verschwnnden. Der Junge war noch nie auch mr Stunden vom Hause weagehlieben. Ant öiachmittag des lritischen Tages hatte er eine Besorgung in der Brigittenau. und seicher ist das Kind spurlos verschwunden. Der Junge ist groß und hat auffallend blondes, fast flachSsarbiges Haar. * Die Selbstmörder. Mittwoch abends sprang bei der Mgartenbrücke ein Mann in den Donaukanal und verschwand 'in be.it Wellen. Durch .Hut und Stock, die er zuvückgelassen. wurde er als der 30jährige KauifmanuSstchn Artur Mayer, Franz-Hochedlinger-Gasse 36 wohnhaft, erkannt, der schon zehnmal in Steinhof war. Wie berichtet, wurde am Dienstag bei der Iedlerseer Uvbevfuhr in Floridsdorf die Leiche eines alten Mannes mit durchschnittenem Kchlkopf anfgefnnden. Sie wurde nun als die des TSjährigen Hauswartes Frauz R i pper erkanut. der schon seit mehr als 36 Jahren im Hause, 1. Bez., Ring deS 12. November 18, als HäuSbeisorgec be- Mltt war. Er war seit längerer Zeit leidend. * Die Zahl der Leichenverbrennungen in Men nimmt zu. Das Krematorium der Stadt Wien wurde am 17. Jänner 1088 zum ersten Wal benützt. Im Jahre 192 8 war die Zahl der Leichenverbrennungen noch ziemlich, «erlüg; es wnrtzkL insgesamt 838 Einaschevungen. boigt«1