Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1925-08-04 · Heft 2318 (4.8.1925) · p. Seite 3

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2318 (4.8.1925)
Date
1925-08-04
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2979076-2981191-2981403--23532-3011060
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

Sk. 2818 Wien, Dienstag Wiener Mmyenzeltn«-. 4. August 1928 Sette S Mrder «ehr Arbeiiriose ln Wien. In der zweiten Hälfte des Monats Juli ist der Stand der i>m Bezüge der Arbeitslosermnter.stützung stehenden Arbeitslosen im Bereiche der Stadt Wien um 1642 auf 6 5.289 (darunter 24.663 weibliche) gestiegen. In dieser Zahl nicht cingeschlossen sind 3751 (davon 1817 weibliche) Arbeitslose, welche im Bezüge der außerordentlichen Beihilfe stehen (gegenüber dem Stand vom 16. Juli von 3666). An -er Verschlechterung haben die Möbelindustrie, die Gummiinduistrie, das graphische Gewerbe und die palpierverarbeitende Industrie, das Schuhmacher-, Sattler-, Taschner- und Rienrergewevbe den stärksten Anteil. Bei den Angestellten ist die Arbeitslosigkeit um 562 auf 11.378 gestiegen. Zenetungsrrtotte in Switasien. Rom, 3. August. (Tel.-Komp.) In dem kalabresischen Dorfe San Giovanni (Fiore) hat sich gestern ein blutiger Konflikt zwischen Bevölkerung und Polizei ereignet. Das Dorf wird, wie unzählige andere italienische Gemeinden, durch einen R e g i e r u n g s k o m m i s s ä r verwaltet, gegen welchen infolge der Lebensmittelteuernng und der Erhöhung der lokalen Zolltarife heftige Evbitterung herrscht. Nach der Messe versammelte sich die Bevölkerung vor dein Gemeindehaufe und verlangte die Entlassung aller Beamten, die Herabsetzung der Lcbensmittelipreise und die Abschaffung der Steuern. Alle Beruhigungsversuche waren vergeblich. Als die wütende Menge bas Gemeindehaus z u e r st ü r m e n drohte, schossen die Karabinieri scharf. 14 Personen wurde n g e t ö t e t un d 15 v e rle tz t, davon dreischwer. Auch die Karabinieri erlitten einige Verlust e. Vou der nahegelegenen Stadt C >o se u z a wurden sofort Polizei und Truppen abgesandt, die die Ruhe wiederhcrstellten. Ae Todesurteile in Bulgarien. Sofia, 3. August. (Tel.-Komp.) In den: Prozeß gegen -ie Mitglieder der k o m m u n i st i s ch e n Militärorganisation in Sofia wurde das Urteil verkündet. Zehn Angeklagte wurden zum Tode verurteilt, fünf zu schwerem Kerker von je 12 Jahren und fünf andere Angeklagte zu Kerkerstrafen von je einem Jahr. Herbert Samuel in Men. Empfang einer Abordnung der sephardischen Zionisten. Eine Abordnung .bcr türkischen Jsraelitengemeinbe (Sopharidim), des zionistischen Vereins Jehuda H a l e v i und des sephardischen Wohltätigikeitssrauenverems, bestehend aus den Herren Oberräbbiner N. Ovadi a, Leon Hai m, David Coenca .lind Frau Oberrabbiner O 0 a >d i a wurde von Sir Herbert Samuel gestern nachmittags empfangen. Die Abordnung begrüßte den Gast im Namen ihrer Körperschaften aufs herzlichste, drückte ihre Freude über seine Anwesenheit aus Wiener Boden aus und dankte in warmen Worten für fein ersprießliches Wirken in Erez Israel. Der Obevkommissär erwiderte in einer Ansprache, in welcher er schr interessante Aufklärungerr über feine Erfahrungen während seiner Amtstätigkeit machte. Er sprach sich sehr hoffnungsvoll über die Zukunft Palästinas aus. Tragödien der Führers.*) Bon Sigma. 2. Während die Szene im Abarbanell-Drama, namentlich bas Flüchtlingslager und die Vorbereitungen zum Pogrom, den Eindruck machen, als spielten sie nicht vor nahezu fünfeinhalb Jahrhunderten, sondern in unserer seligen Zeit, wirkt das Baal-Schem-Drama zum Teil, als handelte es im elften oder zwölften Jahrhundert. Die Menschen, die sich darin betvegen, haben keine Ahnung, daß in der Welt das achtzehnte Jahrhundert herrscht, daß Newton vor nicht langer Zeit in London gestorben ist, und daß in Paris die Enzyklopädisten die große Umwälzung vorbereiten. Juden und Christen denken und atmen in derselben Atmosphäre wie ihre Vorfahren vor sechs- oder siebenhundert Jahren. Ueber dem Horizont des polnischen Reiches ballen sich Wolken zusammen, die alsbald jenen Sturnr entfesseln sollten, der die erste Teilung Polens herbeiführte. Aber die hohe Geistlichkeit und der hohe Adel sann darauf, die Juden in den Schoß der alleinseligmachenden Kirche hineinzulocken. Die bittere materielle und seelische Not der jüdischen Massen, die in ein immer tieferes Elend hineinvegetieren, bekümmert keinen, die bestallten und berufenen Führer merken es aus Gewöhnung ebensowenig wie den Druck der Luft. Die Rabbiner alten Schlages wachen mit heiligem Eifer über die Unversehrtheit des strengsten Ritualgesetzes und führen die luftigen Türme des „Pilpul"**) immer höher in die Wolkenregionen hinauf. Mittlerweile ist Jakob Frank aufgestanden, ein Gemisch von Glücksritter, Streber, Eharlatan und Denunziant; er hat die spärlichen versprengten Reste der sabbatistischen Gemeinde gesammelt, scharte um sich eine ganze Anzahl verworrener Köpfe aus den Kreisen der Jeschiba-Jiinger und Mißvergnügter ans denk Lumpenproletariat und gründete eine. Gemeinde, der er versprach, das Elend zu banne«, indenr er das Volk voni „Joch des Gesetzes" und seiner Hüter, der Rabbiner, befreit. Ein wirres, unsauberes Gemisch von kabbalistischen Floskeln und scheinchristlicher *) Siehe ,Melier Morgenzeitung" vom 2. August 1925. **) Scharfsinnige^ spitzfindige talmudische Diskussion« Ae internationale Studenieukoufereuz. Die internationale Studentenkonfevenz vom 4. bis 12. d. in Genf wird von mehrals 260 Delegierten besucht sein. Alle Weltteile werden vertreten sein. Den Ehrenvorsitz wirder ehemalige schweizerische Bundespräsident Dr. Motta innehaben. Der österreichische Altkanzler Dr. Seipel, ebenso zahlreiche andere Staatsmänner aus verschiedenen Ländern werden der Tagung -beiwohnen. Der Wellverband der jüdischen Studentenschaft wird auf dem Kongreß durch eine viergliedrige Delegation vertreten fein. Re zionistische Kolonisationspolittt. Die Thesen Dr. Georg Halpevns. Der Londoner Konferenz des zionistischen -Aktionskomitees legte der Referent des Finanz- und Wirtschaftsrates Dr. Georg. Ha-lpern die folgenden Richtlinien für die zionistische Kolonisation vor: Das Ziel ist, bei Stabilisierung der ökonomischen Lage der schon im Lande.befindlichen Juden und insbesondere der landwirtschaftlichen Siedlungen die Möglichkeit für eine stetig gesteigerte Einwanderu-ng zu schaffen. Es wrrd festgeftellt, daß die Sicherung eines gesunden, ökonomischen Aufbaues und der nationalen Ziele die bevorzugte Förderung der landwirtschaftlichen Kolonisation unbedingt erforderlich machen. Andererseits wird anerkannt, daß ohne ein Anwachsen von Gewerbe und Industrie die Absorption der Einwanderung in einem Ausnraß, wie es nötig erscheint, unmöglich ist. Es ist die Pflicht der Zionistischen Organisation, allen Elementen der Einwanderung bei ihrer Seßhastmachung auf produktiver Grundlage in Palästina zur Seite zu stehen. Neben der Beratung ist das zentrale Problem d i e Kreditbeschaffung für Einwanderer mit eigenen, aber nicht ausreichenden Mitteln. Neben allen anderen Bemühungen müssen darum auch entsprechende Beträge aus dem ordentlichen Budget des ' Keren Hajessod zur Verfügung gestellt werden. Die in jeder Beziehung erwünschte landwirtschaftliche Kolonisation m i t t e l st a n d i s ch e r Elemente soll durch Gewährung von Land durch den Nationalfonds, Beteiligung am S o s k ins ch en Projekt und Gewährung von l a n g f r i st i g e n b i l l i g e n Krediten an solche Siedler, die selbst nicht weniger als 600 Pfund besitzen, erfolgen. Für das Gewerbe, die Klein- und Mittelindustrie wird unter Beteiligung des Keren Hajessod eine I ndustriebank geschaffen.. > Eine grundsätzliche Verständigung zw ischen Arbeitnehmern und Arbeitg e b e r n, die für eine -längere Zeit hinaus eine ungestörte Fortsetzung der Weiterarbeit -der Betriebe ge- -wähvleistet, ist eine unerläßliche Voraussetzung für die Sicherung dieses Teiles des Aufbaues des Landes. ' Die Ätzudah bei Lord Plurnvv. Me di« Londoner ,^Jewffh Times" melden, ist dieser Tage der Präsident der Hgudas Jrsroel, Rabbiner Doktor Pinchas Kohn, sowie der Sekretär der politischen Exekutive H. A. Goodman von -dem neuen High C-o-m- Phrasen, welches er als seine „Lehre" ausgab, umnebelte gewisse Kreise der Unwissenden und Verdrossenen und bildete zugleich in der Hand des Jakob Frank ein Mittel, in der christlichen Gesellschaft Karriere zu machen. Denn eine Sekte innerhalb der Juden zu stiften, hätte seinem Ehrgeiz nicht genügt. Er trat also als Reformator auf, der den Talmud und den Rabbinismus bekämpft und die" Juden von deren Nichtigkeit und Verderblichkeit überzeugen will, um sie sämtlich in den Schoß der Kirche zu bringen. Das sicherte ihm die Werktätige Unterstützung des Adels und der Geistlichkeit, er wurde eine einflußreiche Persönlichkeit, ein Bischof ^ordnete — entgegen dem polnischen Staatsgesetz — die Verbrennung des Talmuds ap, die Rabbiner wurden gezwungen, mit den Frankisten in der Kathedralkirche von Lemberg öffentlich zu disputieren, schließlich holte Frank zum gefährlichen Schlag aus, indem er versicherte, Nachweisen zu können, daß der Talmud den Gebrauch von Christenblut am Passach vorschreibt. Eine düstere Zeit schien über die polnischen Juden heraufzuziehen. Abgewendet wird das Unheil durch Israel Baal S ch e m. Auch er hat viel auf dem Herzen gegen den starren Rabbinismus. Ihm erbarmt das arme Volk, das im Finstern wandelt und von der hochmütigen Kaste der Gelehrten verachtet wird. Er lebt unter diesem Volke, das an ihn auch als Wundertäter glaubt. Er tröstet und berät es in seinen Nöten und lehrt,' daß die wahre Förderung der Thora und der wahre Gottesdienst nicht in dem scharfsinnigen Disput besteht, sondern in der schlichten Reinheit des Herzens und in dem Erbarmen mit allen Geschöpfen. Er huldigt ebenfalls der Kahbalah und tritt darnit in einen gewissen Gegensatz zum Rabbinismus. Sein Prinzip ist: nicht teilen, sondern einigen, nicht Zwietracht, sondern Versöhnung! Er verwirft darum das schroffe Einschreiten der Rabbiner gegen Frank, da er bis zum letzten Augenblick hofft, ihn und seine Angehörigen zurückzugewinnen. „Solange ein Glied nicht amputiert ist, kann es noch immer mit dem Körper wieder verwachsen." Cr unterhält also Beziehungen zu Frank und den Frankisten und hat Kenntnis von ihren Plänen. Da er als Wunderdoktor bei den hochstehenden Persönlichkeiten Einfluß hat, so gelingt es ihm, den Tag der Disputation so lange hinauszuschieben, bis der auf eine Veranlassung nach Rom missioner Lord Plumer in Audienz empfangen worden. In der Unterhaltung wurden, wie das genannte Matt erfährt, auch verschiedene Fragen bezüglich der Unabhängigkeit des orthodoxen Judentums in Palästina berührtes Resolutionen der südafrikanischen Zionisten. Ans Kapstadt wird uns geschrieben: Auf einer Sondertagung der Exekutive der Zionistischen Organisation für Südafrika wurden einstimmig folgende Rosolirküonen angenommen: 1. Die Delegierten werden -beauftragt, in unibeding-terj Form für ein Vertrauensvotum für Doktor W c i z m a n n einzutreten. Sie erhalten ferner -den Auftrag, alle Schritte zur Erlveiterung der Jewish Agency, wie diese im Palästinamandat vorgesehen ist, nach den Plänen Dr. Weizmanus zu unterstützen. 2. Die südafrikanischen Delegierten sollen die Politik Dr. Weizmanns in jeder Weise unterstützen. 3. Die südafrikanischen Zionisten treten dafür ein, daß die Ha-uptbureaus der Zionistischen Weltorganisation, soweit dies ratsam und möglich ist, nach Palästina verlegt werden. Dev Zionismus in Mexiko. Nach mehreren Versuchen ist es den Zionisten in Mexiko am 17. Mai endlich gelungen, eine zionistische Vereinigung zu begründen, die sämtliche im Lande zerstreuten Einzelgruppen zusammenfaßt. Man hofft, daßi dieser Versuch von Erfolg -begleitet fein wird. Sir Alfred Mond in Franisurt. Franksurt a. M., 3. Augu-t. (I. T. A.) Sir Mrei, Mond ist am 30. Juli in Frankfurt a. M. zu längerem Aufenthalt eingetroffen. Er hat auf Rat seiner englische» Aerzte die PrivaMmk des Prof. v. Noor den ausgae sucht. Agronom 3. 3. kinhorn gestorben. Aus Warschau wird uns berichtet: Letzten Donnerstag starb plötzlich infolge Herzschlages der bekannte Agronom-und Schriftsteller Jssar Josef Einhorn im Alter von Ö9. Jahren. Geboren in Kajdani, Gouvernement Kowno, oblag er bis zu seinem 20. Lebensjahre ausschließlich talmudischen Studien. Als Zwanzigjähriger begann er sich als.A -u t o d i k t a t auch allgemeinen wissenschastlichen Studien zu widmen. Er ging nach Frankreich, wo er 1896 die.landwirtschaftliche Akademie >von Montpellier mit Auszeichnung beendete. 'Erwirkte dann zwei Jahre lang als L e h r e r an der landwirtschaftlichen Schule Mikw eh Israel in Palästina, die damals von Alliance Jsraellite Universelle erhalten und beeinflußt wurde. Da Einhorn sich bemühte, dieser Mischen Anstalt im Herligen Lande eine n a t i o n a l j ü d i s ch e Richtung zu geben, -geriet er mit den Mianeokreisen in einem schweren.Konflikt, der zu seiner Demission führte. Nach seiner Rückkehr aus Erez Israel widmete sich der Verblichene nacheinander in Paris, London und Warschau publizistischen -und pädagogischen Arbeiten. In London veröffentlichte Einhorn unter dem Titel „Dhorath Awodath ha-Adamah" (Lehre der Landwirtschaft) seine erste hebräische Arbeit über landwirtschaftliche Probleme. In Warschau war Einhorn in verschiedenen Anstalten als Lehrer für Naturwissenschaften und Judaistik tätig. Der Verstorbene war der erste, der die landwirtschaftlichen Möglichkeiten in Erez Israel erforscht und in einem hebräischen Werke von großem Wert beschrieben hat; er hat auch die erste moderne entsandte Legat Selig zurückgekehrt ist mit einer Bulle des Papstes, der die Blutbeschuldigung feierlichst verdammt und deren Urheber mit dem Bann bedroht. Den Frankisten ist die giftigste Waffe aus der Hand geschlagen, auf den Disputationen in der Kathedrale ist es' Israel Baal Schem, der durch seinen Witz und seine Schlagfertigkeit den Sieg der Rabbiner entscheidet. Nun hat er zu viel Erfolg gehabt, er muß dem Neid seinen Tribut zahlen. Noch an demselben Tage wird der große Bann über ihn und seine ganze Anhängerschaft, die Chassidim, verhängt . . . Der große Bann hat ihm bekanntlich nicht geschadet. Bald nachdem war der Chassidismus die mächtigste Richtung im Judentum und ist es auch in seiner Entartung länger als hundert Jahre geblieben. Es muß betont werden, daß der Dichter hier der wissenschaftlichen Forschung vorgreift, die Baal Schem und seine Lehre sicher stark idealisiert. Während das Leben und die Wirksamkeit Abarbanells in klassisch klaren Linien vor uns ausgebreitet liegen, waltet ein romantisches Helldunkel über den Baal Schem und seine Tat. Zwei Menschenalter nach seinem Tode konnte ein aufklärerischer Bekämpfer des Chassidismus die Theorie aufstellen, daß dessen Stifter, der Baal Schem überhaupt nicht g'e l e b t habe, sondern ein leeres Sagengebilde der Jüngergemeinde sei . . . Es kann geschehen, daß auch hier, wie so oft schon, die dichterische Intuition über die exakte historische Forschung den Sieg davonträgt. Die ganze Skala der Mittel, die dem Dichter zur Verfügung steht, ist hier ausgeboten: die prächtigen Volksszenen, durchslochten von entzückenden Uebersetzungen ruthenischer Volkslieder, die dramatisch Packenden Begegnungen zwischen Frank und dem Baal Schem, die intimen Auftritte und Diskussionen unter den Geistlichen, die sein beobachteten und kräftig gezeichneten Figuren aus dem Volke und zum Schluß die ergreifende Szene, in der der Held sein tragisches Schicksal, den großen Bann, mit heiterer Seelenruhe auf sich nimmt, nur die Summe seiner Erfahrungen in herrliche Worte gießt, die er den künftigen Geschlechtern einprägen möchte. Er ist ein Ueberwinder gleichwie Don Isaak Abarbanell. Er hat die Tragik des Bekanntwerdens überwunden, gleichwie jener die Bürde der unerwünschten Anerkennung.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.