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Wiener Morgenzeitung · 1925-08-03 · Heft 2317 (3.8.1925) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2317 (3.8.1925)
Date
1925-08-03
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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«r M7, JBN«n, Mmtag n 1 1 ■ '■».iii;i,i—■ " ....— - zwei Wirtschaftsformen praktisch für die Erhaltung einer selbstarbeitenden Familie ln Frage: 1. Die 1000-Dunam- Ackerbau.SÜirtschaft. 2. Die 10«Dunam«Garten»Lirtschaft (Gotkin-Wkttschaft). Die erste Wirtschaftsform ist extensiv, die SoSkinsche Wirtschaft intensiv. Man nennt eine Wirtschaft extensiv, die wenig Kapital und Arbeit auf eine bestimmte Flächeneinheit verwendet, Intensiv, die viel Kapital unb Arbeit auf derselben Flächeneinheit einsetzt. Für den Erfolg der Wirtschaft ist der Ueberschutz ausschlaggebend. Der extensive Ackerbau sucht denselben durch oberflächliche Bearbeitung einer größeren Mache zu erreichen, also durch Erweiterung der BasiS; die intensive Wirtschaft durch Vertiefung und Konzentrierung der Kräfte auf eine kleine Fläche. Wir wollen nun durch eine Rechnung zu analysieren versuchen, in welcher Wirtschaft eine Ertragsüberschuß leichter zu erreichen sein wird. Reale Ausgaben pro Hektar Ackerbauwirtfchaft (nach ihrer Dringlichkeit gerechnet)! a) ' Saatgut «•*•*»*<*«... 100 Kilogramm b) Pferdefutter: 1 Pferd arbeitet auf 10 Hektar Fläche und bekommt pro Tag 10 Kilogramm Getreide als Futter « 8600 Kilo- -*r gramm pro Jahr oder auf 1 Hektar. 860 * „ (4TL) e) Steuer 10V« und allgemeine Wirtschaftsausgaben 10V» vom Rohertrag. 6) Menschlicher Verbrauch r Wenn 2'/, Menschen auf die Wirtschaft von 10 Hektar kommen und der , Verbrauch 2 Kilogramm Brot täglich „ . L KilogrammX360 btträgt - -7- -— 180 . „ (23%) 140 78ü Kilogramm Zum Vergleich nahmen wir rmn statt der 100-Dunam- Wirtschaft mit PferdeLearbeitung eine 10-Duna>m«Wittschaft ohne Pferd und setzen als charakteristische Gartenpflanze anstatt d<n Kilogramm Getreide fünf Kilogramm Kartoffeln (entsprechend dem NÄhrstoffvechältms beider Produkte). Ausgaben pro Dunam Gartenwirtschaft (nach ihrer Dringlichkeit gerechnet): a) Saatgut vro Dunam. 200 Kilogramm b) Steuer, 10% vom Rohertrag .... 160 e) Allgemeine Wirtschaftsausgaben, entsprechend der Ackerbauwirtschaft, fünfmal 360 ,, d) Menschlicher Verbrauch r Wenn 2% Menschen auf die Wirtschaft von 10 Dunam kommen und der Realverbrauch pro Äovf 10 Kilogramm-Kartoffeln täglich (entsprechend 2 Kilogramm Brot) beträgt.900 (56%) Eine Ernte. .1610 5ftlograrnm ■ Bei Bewässerung mw dreifacher Ernte ergibt sich folgende Rechnung: ' »YSaatgut, dreimal ... ... 600 Kilogramm b) Steuer, dreimal.. 430 „ c) Allgemeine WirtschastSauSgaÜen (wie oben) . ..... ....... 350 d) Menschlicher Verbrauch ...... . 900 „ Gesamtrohertrag dreifacher Ernte. . 2330 Kilogramm oder einmaliger Rohertrag vro Dunam 776 „ Vergleichen wir beide Zahlen, so muß ein Hektar Ackerbauwirtschaft 760 Kilogramm und ein Hektar Gartenbauwirtschast 7760 Kilogramm Rohertrag geben, um die notwendigsten Ausgaben zu decken. Weiterer Ueberfchuß ist Reingewinn.. Wie verhalten sich nun die Roherträge in Wirklichkeit? Im Ackerbau liegt der durchschnittliche Rohertrag bei 7 dz.; nach jahrelanger Düngung steigt er auf 10 bis 12 dz.; in einzelnen Jahren, bei Trockenheit sinkt er auf 3 bis 5 dz. bis zur völligen Fehlernte. IM Gartenbau besagt ein Rohertrag von 776 Kilogramm, daß Kartoffeln einen zirka vierfachen Ertrag geben müssen, Tomaten (PflanzungAveite 1:1 Mater) pro Stock 0,76 Kilogramm tragen müssen (7,5 Tomaten), Blumenkohl (Pflanzungs- Weite 60:40 Zentimeter) zirka «in fünftel Kilogramm wiegen muß, d. h. minimalste Roherträge nn Gartenbau schon genügen, um dieselben Ergebnisse zu erreichen als der extensive Ackerbau. Im Gartenbau entstehen schon natürlicherweise Ertrags- Überschüsse, denn selbst wer wenig vom Gartenbau versteht, wird größere Blumenköpfe und mehr Tomaten ernten als oben angegeben. Die. Möglichkeit der weiteren Ertragssteigerung durch intensive Düngung, Bewässerung und Pflege sind im Garten größer als im Ackerbau, wo sie nur ganz allmählich und nie m dem Maße wie im Garten zu erreichen sind. Für die Produkte, die als Uebevschuß abgoliofert werden, gelten meistens beffere Preisbedingungen, alK sie dem natürlichen Nähvstaffverhältnis entsprechen. Zum Beispiel ist daS Nährstoffvevhälvnis von Kartoffeln zu Brot wie 8:1, der Preis aber 3 bis 2 zu 1, d. h. für 2 bis 3 Rottel Kartoffeln zu 3 bis 4 Piaster kann man ein Rottel Brot für 8 Piaster erhalten oder kaufen. Die meisten Gemüse erzielen Preise, die über dam ft, meinem Schema angenommenen Preis von 1,6 Piaster (ein Fünftel des Bvotpreises) liegen. Einer der Gründe für die bessere Rentabilität der SoAin- Wirtschaft ist . dos Ausscheiden der Pferdchaltung. Bei den geringen Erträgen des Ackerbaues und der intensiven Fütterung, die gegeben wird, verschlingt die Pferdehaltung einen großen Teil des Rohertrages auf Kosten des Haushaltes. Denn lieber hungert man selber, als daß dar Wrd Hunger leidet. Die Pferdchaltung verschlingt' hei uns zlrittl 47 Prozent des Rohertrages im Ackerbau; daher ist der AntM, der der menschlichen. Ernährung zukoimnt, nur 28 Prozent. Dagegen ist der-, selbe Anteil in der Gartenwirtschaft zirka 36 Prozent des GesarNtrohertrageS (also beinahe das Doppelte). Der Ackerbau gibt auch nicht »dauernde Arbeit für daß Pferd und muß für die Tage auffommen, wo das Pferd im Stall steht, er sei denn, daß les möglich wäre. Gespannarbeit außerhalb der Wirtschaft zu übernehmen. Dann bdstcht der grundlegende Unterschied her Mmveirbettirnq. 3. August 1925 Seite 5 menschlichen und tierischen Arbeit von der Maschinenarbeit, da die cffteren auch in der Ruhezeit verbrauchen, ivährend die Maschine nichts kostet, wen« ste still sieht. Die arabischen Bauern bedienen sich der Ochsen, die sie nur zur Arbeit anspannen und sonst auf die billig« Weide schicken; bei ihnen kostet Gespannärbeit fast nichts. Für die Gartenbauwivtschaft spielt aber noch ei« anderer ausschlaggebender Gesichtspunkt eine Rolle: daß nämlich in einer SeGstarbeiterwirtschaft das Ziel nicht hohe Kapitalsverzinsung, sondern hoher Jahresarbeitsertrag ist. Für die Familie kommt es nicht daraus an, daß sie ihr Kapital gut anlegt, sondern daß sie eine Beschäftigung hat, die eöivas erbringt. Di« Familie ist mit der Wirtschaft verbunden und ste ist zuerst interesiiert, ihre eigene -Arbeitskraft, die ihr umsonst zur Verfügung sieht, fti der Wirtschaft zu vevivenden. Die Familie hat einen gewissen Jahresverbrauch, der gedeckt werden muß. Je mehr Arbeitskräfte oder Arbeitsstunden sie nun im Laufe der Jahre ausgeben kann, desto geringer wird der Ertrag, den die Arbeitsstunde einzubringen braucht. Oder »mgskchrt: mn so größer wird der ErtragsWevschuß, auf den es allein attkommt. Wenn die Familie aber nur wenig Ärbeitsmöglichkeit hat, dann muß jeder Arbeitstag die anderen Nichtarbeitstage mitbersovgen. Beträgt das Jahvesbudget des Verbrauches zu>m Bei spiek 36 Pfund und flohen 300 Arbeitstage zur Verfügung, dann muß der Arbeitstag 12 Piaster einbringeu, uan das Budget zu decken; bei 160 Arbeitstagen dagegen 24 Piaster usw. Die Verhältnisse liegen in der Selbsiarbeitevwirtschaft gerade umgekehrt als in der Lohnarbeitevwirtfchaft. In letzterer bedeutet jeder lveitere Arlbeitsauftvand eine neue Lohnausgabe, die vom Reingewinn heruntergeht. In der Selbstarbeitevwirtschaft bedeutet aber jede neue Arbeitsgelegenheit die Möglichkeit eines neuen Gewinnzuwachses. Denn so lange keine andere Avbeitsmöglichkeit vorhanden ist (zum Beispiel außerhalb der Wirtschaft), liegt die Arbeitskraft brach, und wenn man sie verwendet, verursacht es keine weiteren Unkosten. Wenn das BerbrauchSbudget >gedeckt ist, so kann der Selbstarbekter durch weitere Arbeitsausivendung sein Jahreseftckommen erhöhen, selbst dann wenn , der Arbeitstag sich nnr gering bezahlt macht. Die Kleinwirtschaft nach Soskins Plan kommt hauptsächlich für Familien in Frage, die ihre eigene Arbeitskraft in der Wirtschaft vechvenden und betätigen wollen. Hier kommt sie -der Hauptforderung der SeMarbeftstvirtschaft: hohes Arbeitsfafsungsverrnöigen und gute Arbeitsvert-eNung über das ganze Jahr in idealer Weife enchgegen und ermöglicht auch die Mitarbeit älterer Leute und Kinder in leichterer Beschäftigung. Beschränkt« Boden flächen erl-vingon und erziehen zur guten, sorgMtigen und grüMichen Pflege der Kulturen, während zu große Bodenflächen zu schlechter und oberflächlicher Bearbeitung verMren. ' Nur gute und sorgfältige Arbeit, das heißt mterftive Wirtschaft, erziM aber die hohen Ueberschüsse, die Gewinn geben. Jeder aber, der einen hohen Verbrauch. oder Lebensstand (standard of lffe) hasten will, muß dafür sorgen, daß eine intensive Wirtschaft dieses Budget bezahlt. Die oben genannten Faktoren: Ausschaltung der teuren Pferdchaltung, leichtere Erzielung von Grtrqigssteigerungen durch intensive Bearbeiftrng und dadurch höhere Ueberschüffe und zuletzt Möglichkeit der stärkeren Berwendung eigener Arbeitskräfte, das sind die ökonomischen Faktoren, die für daS Soskin-System sprechen. Selbstverständlich stellt dieser Aussatz nur einen Beitrag tzu dem Problem - dar und bittet- ,rur einen Schnitt durch die beiden verglichenen Wirtschaften. Die, Verbindung der Ackerbauwirtschäft mit der Bich- und Weidewirtschaft, die Strohverwerfung, die Möglichkeit der Gespannarbeit zu Lohn für andere Arbeiten und viele Fragen wurden nicht berührt. Andererseits die Fragen, ftwiefern die Soskin-Wirtschast eine Hauswirtschaft oder eine Marktwirtschaft sein kann, die Vorteile der Wegeevsparnis und der Abfallverwertung, das Fehlen der Getreidedersorlgnirg und ähnlicher Probleme. Me diese Fragen können nur auf Grund wirtschaftlicher Erfahrungen, und Aufzeichnungen gelöst tuenden, die beider noch sehr wenig gemacht und veröffentlicht worden sind. 2er Keren Kajemeth und der 14. ÄongtcB. Bon Dr. Chaim Tartakower. Der Keren Kajemeth ist zu neuem Leben erwacht: et lebt nicht nur, er entwickelt sich auch hinauf. Er dürfte in diesem Jahre seine Biortelmillio« Pfund erzielen. . . Dem einsichtigen Zionisten n,ußte es klar sein, daß der Keren Kajemeth aus seinem Zauberschlafe wird erwachen müssen. Ist er doch der «— sagen wir — mystische Ausdruck des Sehnens unseres Bottes nach Wiedervevklmpfung mit dem Boden und durch Hn mk her Statur. Hat er ja feine Wurzeln in der Bibel und ist er doch zugleich im besten Simre modern: er reiht unser Bott in den Kreis aller Kulturvölker ein, die darum ringen, den Boden, die Grundlage alles mensch'li chen Lebens und Schaffens, aus den Fesseln der WiMie des Privatbefitzes zu hefteten.' Es ist daher nur begreiflich, daß sich die zionistische Oefsenttichkeit dem Keren Kajerneth zuzuwenden begann und daß er seinen Matz auch aus dem Kongreß wird 'behaupten müssen.' Es ist heute bereits allgemein klar,, daß der Kajemeth als Fonds seine Selbständigkeit betvahren muß, weil, er dem ausschließlichen Ziele des Bodeilexiverbes zu dienen hat. Für Bodenerwerb gibt M keine Höchstgrenze und speziell fürnWdeuerwerb, ins Gesamteigenium der ganzen Nation überführt wird, wie mau noch vor ziemlich kurzer Zeit in zionistischen Kreisen annahm. Der Kongreß wird daher au-zusprechen haben, daß der Keren Kajemeth der nationale Bodeiffonds ist, bleiben muß, und daß er der B ode n so n ds ist und bleiben muß. Lder — um es negativ auSzudrückeu —- seine Mittel werden nicht für andere KolonisationsMccke verwendet werden dürfen. Dabei bleibt noch die Frage offen, ob der Keren Kajemeth in seinem heutigen ®tobtum die Ameliorationen (Entftlmpfting, Ent- und Bewässerung) aus feinem TatigkeitSgebiete bereits auszuscheiden habe, wie es der Wille nrancher Kreise fft. Wir glauben auch nicht, daß heute entscheidend zu dieser Frage Stellung genommen werden kann. Der Kongreß wird ferner klar zum Ausdruck zu bringen haben, daß der Keren Kajemeth ganz der Zionistischen Organisation erhalten zu werden habe, weil er so recht ein Kind der zionistischen Idee ist, der,^wenn er noch nicht geschaffen wäre, geschaffen werden müßte. Ein Problem, das in unseren Kreisen stets streitig war, nämlich ob der Keren Kajemeth mit Rücksicht auf seine beschränkten Mitteln, sich bloß auf den Erwerb ländlichen Bodens zu beschränken habe, scheint im Leben allein seine Antwort erhalten zu haben. Die Erfahrungen in Tel-Awiw nötigten den Keren Kajemeth, sich einen Einfluß auf die Gestaltung der Bodenpreise anderer Städte zu sichern. Trotzdem wird es — glauben wir — feststehender Grundsatz bleiben müssen, daß der Keren Kajemeth in erster Linie dazu geschaffen ist, Boden für die Schaffung einer selbstarbeitenden jüdischen Landwirffchaft zur Verfügung zu stellen. Die vierte Alija hat eine neue Frage angeschnitten: Neben dem Chaluz erschien auf dem Plan der Chassid, der mit seiner Familie umschichten, der Balbajit, der bodenständig werden will. Es erscheint uns nun natürlich, daß der Keren Kajemeth diesem neuen Chaluz unter die Arme zu greifen hat. Der Chaluz, der junge Pionier ohne Familie, sollte ja der gesamten jüdischen Welt beweisen, daß der Uebergang zum schöpferischen Berufe möglich und mit allen Mitteln zu erstreben sei. Nun da die Pionierarbeit Schule zu machen beginnt, kann die zionistische Oeffentlichkeit die neue Erscheinung nur mit der größten Genugtuung begrüßen. Der Ausdruck dieses Empfindens hat durch den Keren Kajemeth eben dadurch zu erfolgen, daß diesen Schichten Boden zur Verfügung gestellt wird. .Speziell der Keren Kajemeth, der durch seine Existenz die Entstehung und Entwicklung des Chaluz ermöglicht hat, ist verpflichtet, auch dem neuen Chaluz die Entwicklungsmöglichkeiten zu gewähren, denn es soll uns allen klar sein: das Drängen des jüdischen Chassid und Belbajit zur landwirtschaftlichen Selbstarbeit gehört zu den verheißungsvollsten Erscheinungen im jüdischen Leben der Gegenwart. Schließlich wird der Kongreß zu erklären haben, daß die Mitarbeit für den Keren Kajemeth nicht bloß Sache der Jugend, sondern daß dies Pflicht jedes Zionist e n sei. Nicht etwa moralische Pflicht allein, sondern in der konkreten Form der Selbstkontingentier u n g, daS ist in der der Verantwortlichkeit eines jeden, für einen aliquoten Teil des Landeskontingentes, den er durch seine Werbearbeit bei dritten Personen aufzubringen hat, in dem Sinne also des Beschlusses, der auf der von der österreichischen Zionistischen Landesorganisation und dem Keren. Kajemeth im April einberufenen Spezialtagung zur Erörterung des Bodenproblems gefaßt wurde. Ser Marokkokrkes. Paris, 3. August. Nach einer Meldung aus Fes haben die Franzosen nordwestlich von Uezzan einen Vorstoß unternommen, um das Gebiet zu säubern. Dabei kamen zum ersten Mal Tanks zur Verwendung. Flugzeuge haben die nrarokkanischen Stellungen im Berggebiet Djebel Sarsan bombardiert. Weitere Beschießungen wurden im Gebiet von Ain Aisha vorgenommen. In der französischen Stellung wurde durch einen feindlichen Granatschuß dap Verteidigungswerk völlig zerstört. Sfe Monovolkonzesstonen in Polen. Warschau, 2. August. <I. T. A.) Der offiziöse „Dziennik Ustaw" veröffentlichte am 29. Juli die AusfichrungS-bestimmungen zu. dem vom polnischen Sejm a-m 3. Juni d. I. angenonnnenen Gesetz über die Revidierung der bisherigen Kwzessionsverleihungen. Bekanntlich soll aus Grund dieses Gesetzes etwa 36.000 jüdischen Konzeffionsin'habern die Erlaubnis zum Verkauf von Spirituosen, Tabak und anderen Monopolart ikelu entzogen werden. Dadurch würden mehr als 160.000 jüdische Sceler» in tiefste Not geraten. Gitt Anschlag aas den Slsenbahnzug Lanzig -Warschau. Warschau, 3. August. Aus den Personenzug Warschau-Danzig wurde gestern von einem Auto aus ein Attentat verübt. EL wurden aus den fahrenden Zug mehrere Schüsse abgegeben, die glücklicherweise nur einige Fenster des Zuges zertrümnrerton. Das Auto wurde angehaltert und die Insassen, drei Männer unb eine Frau, verhaftet. * Zionistische Sektion Brigittenau, 20. Vez.. Cafe Hatper«. Ganßplah U. Heute, 8 Uhr abends. Versa,mrümtg nnt der Tagesordnung: „Probleme des 14. Zionistenkongresses". Redner: Dr. Wa l d m a >n n, L ö b e l Taubes und Doktor Finkelftein.. * Liga aktivistischer Zionisten. (Liste Dr. Norbert Hvff- „tam,.') Wir fördern . alle Anhänger des Progrcumnes der Zivnistenrevisionisten (Jabotinsky-Gruppe) ans, sich zu einer Vertraulichen Besprechung im Sekretariate der Liga, 8. fta., AuersperÄtraße A (Souterrain), heute Montag »zwischen 6 und 9 »Ihr abends, einzufmdeu

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