Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2317 (3.8.1925)
- Date
- 1925-08-03
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
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Seite 4 Wiener Morstenzertuir- S. August 1925 Dien, Montag wurden. In Beer Towia hingegen beträgt, entgegen der Angabe Zaloscers, die Verlustquvte nur 18,7 Prozent, einge- , rechnet die mehrere tausend durch die arabischen Nachbarn zerstörten Bäunve. (!) Die V e ril u stq u ot e f ür alle ne u'n Pflanzungen würbe von der Kommission mit durchschnittlich 69,3 Pl-ozent und nach Ausschaltung des An s nahm sfalles Nachlath Iehuda mit 3oL6 Prozent festgesetzt. „Das muß," kommentiert der Bericht, „bei Berücksichtigung des felsigen und sumpfigen Bodens, auf dem die Pflanzungen j erfolgten, als d n r chans befriedigend bezeichnet - werden." Betreffs N a ch l a t h I c h u d a heißt cs im Bericht: j „Die dortige Anpflanzung geschah als ein (erster) Verfluch zur Befestigung der Dünen. Diese Befestigung! (wir haben in Ere; Israel mehr als eine halbe Million ' Dunam Dünenboden) ist eines der wichtigsten Probleme unserer Arbeit. Der Versuch muß als nicht gel u n ge n bezeichnet werden und die Anpflanzung von Bäumen aus der ■ BaU'Mihmidc kommt für die Zukunft uicht mehr in Betracht." Benrerkt sei noch, daß meines Wissens ähnliche Versuche der Regierung und der Ica, Dünenbodcn zu bepflanzen, auch aicf 9roße Schwierigkeiten gestoßen sind. Für einzelne Punkte hebt die Kommission selbst hervor, daß die Anpflanzung dem Keren Kajoinech 1'Israel nicht schlechter gelungen ist als z. B. den deutschen (altbewährten) Ansiedlern. Was den Wert des Baumbestandes anlangt, kam das Gutachten nach vorsichtiger Berechnung zu dem Schluß, daß (einschließlich des Verlustes von Nachlach Jchuda) nach 20 Jahren die Gesamtairpflanzungen des Keren Kajemeth ('Israel etwa 8 0 0 o Pfund Ueberschuß ergeben werden und „daß die Aufforstung Ere; Israels vom geschäftlichen Standpunkt als aussichtsreich anzuschen ist". Und das Gutachten konkludiert: „Wenn die Institution der Bauinspende zum Andenken Hcrzls nicht bestünde, müßte man sic schaffen." Schließlich darf nicht ans denr Auge verloren werben, daß die von Ing. Zaloscer angeführten, seit 1018 für Baum- Pflaniznngen ausgegeben eil 88.000 ägppt. Pfund nur einen .kleinen Bruchteil der Keren-Kajemeth- I f r a e l - I n v e st i t i o n e ll darstellen, welche sich in der Bergleichszeit auf rund 1,200.000 ägypt. Pfund belaufen und zumeist für Bcdenkaus Verwendung santden. Dr. E. M. Zwei g, Jerusalem. (Zilrzeit Wien.) Mofchaw oder Kwuzah. Eine Erwiderung von Leo Kaufmann, Tel-Iosef, zurzeit Wien. .. Schaffung der landwirtschaftlichen Produktsous- >dasis für die jüdische Siedlung in Palästina ist zweifellos das zentrale Probten: unseres Kolonisationswerkes. Bei der Wichtigkeit dieses Problems und bei >der Schwierigkeit seiner Lösung ist es aber überaus gefährlich, wenn gerade hier der zionistischen Oefftntlichieit Tatsachen falsch dargestellt oder falsch ausgcdentet werden. In dieser Frage ist umfassende Kenntnis der vorliegenden Tatsachen und gle>ichzeitig die Fähigkeit nötig, diese Tatsachen verantwortlich zu deuten und zu 'bewerten. Nur auf Grundlage dieser Voraussetzungen ist es möglich und erlaubt, Konsequenzen zu ziehen. Sind diese Voraussetzungen nun in dem Artikel „Moschaw oder Kwuzah" von Ing. Hugo Zaloczer (Wiener Morgeuzeitung" vom 30. Juni d. I.) gegeben? Eine Prüfung, der dort angesührten Tatsachen und der dort gezogenen Schlußfolgerungen mag auf diese Frage Antwort geben. __ Die These, die Herr Ing. Zaloczer in diesem Artikel aufstellt, beinhaltet, daß die Produktionskraft der Mofchawej-Owdim die Produktiouskraft der Kwuzoth um das Acht- bis Zehnfache übertrifft, daß die Kwuzoth zu einer „großen Unproduktivität" führen und -daß „auf diese Art die Produktivität des Landes in unzulässiger Weise herabgedrückt wird". Zur Begründung dieser Behauptungen ftihrt. .Herr Ing. Zaloczer einen Bericht des Konsumvereines Hamaschbir an, aus dem hervorgeht, daß im Februar 1925 der Moschaw Nahalal zehnmal so viel Produkte an den Maschbir geliefert hat wie der Kibuz Ejn Charod, -während gleichzeitig der Moschaw Kfar Jecheskiel achtmal so viel Produkte lieferte wie die Siedlung des, Gdnd Tel-Iosef. Wenn wir 2lun diese Zahlen auf ihre Beweiskraft prüfen, so kommen wir zu folgenden interessanter: Feststellungen: 1. Ter angeführte Ausweis des Maschbir bezieht sich nur auf die Februarpvoduktior: an Milch, Gemüse, Obst, Geflügel und Eiern. Von diesen Produkten spielt nun,-das Obst in den jungen Siedlungen, die durchwegs erst'drei bis vier Jahre alt sind, noch kauni eine Rolle, und das einzige Obst, das in Betracht kommen könnte — Trauben, Wlelonen — wird nicht int Februar geerntet. Ebenso spielt der Verkauf von Geflügel noch keine Rolle. Diese beiden Posten müssen daher aus der Rechnung ausfcheiden. Es ^bleiben also Milch, Gemüse und Eier übrig. Was nun die Produktion an Gemüse betrifft, so muß zunächst festgestellt werden, daß der Verkauf von (Äemüse durchaus nicht beim Maschbir konzentriert ist. Die Siedlungen des Emek führen einen großen Teil ihres Gemüses direkt auf den jüdischen und arabischen Markt, einige halben bereits Frühgemüse nach Tantaskus geliefert. Nur ein verhältnismäßig sehr kleiner Teil des Gemüses geht an den Maschbir. So bleibt nur die Produktion an Milch und Eiern übrig, deren -Perkauf tatsächlich beim Maschbir konzentrier ist. 8. Cs ist somit feftgestellt, daß in den Rechnungen, auf die Herr Ing. Zaloczer sich stützt, die gesamte Prokdultion cm Weiten, GeHe, Hafer, Sinsen^ Mjen, Mitteilungen aus dem Publikum. Wledtr tu haben! 6H|. fragt. Zliarettupapltr JOB Bureau: iitl,VIH.Ikll«|t$U 19/J Wicken, Mais, Sesam, Durha, Tabak — deren Anbau z. B. in Tel-Iosef 90 Prozent der gesamten Anbaufläche in Anspruch nimmt — überhaupt nicht, die Gcmü-seproduktion aber zum überwiegenden Teil nicht berücksichtigt worden ist und daß er seine Behauptungen lediglich auf die Produktion von Milch und Eiern stützt, die z. B. in Ejn Charod und Tel-Iosef nur «ne ganz untergeordnete Rolle spielt. 3. Es steht aber nun zur Frage, ob man überhaupt aus dent Vcrkaufsausweis des Maschbir ein Bild der Produktionskraft der Wirtschaften gewinuen kann. Diese Frage ist absolut zu verneinen. Zunächst ersieht man aus dem Berkaufsausweis nicht, ob nicht eine Siedlung Produkte in der eigenen Wirtschaft verbraucht, um nicht auf den Markt angewiesen zu sein, während die andere Siedlung die gleichen Produkte verkauft, um sich andersartige Produkte vom Markt zurückzukaufen. Dazu kommt aber noch ein viel schtverwiegenderer Umstand. Gerade die angeführten großen Wirtschaften Ejn Eharod und Tel-Iosef haben auswärtige Plugoth, d. h. sie find mit Gruppen verbunden, die in städtischer oder landwirtschaftlicher Lohnarbeit stehen. Diese Verbindung kommt unter anderem darin zum Ausdruck, daß die Wirtschaften nmmttelbar den Bedarf ihrer auswärtigen Plugoth decken (soweit ihre Produktionskrast dazu schon ausreicht), während der Lohn, den die Plugoth aus ihrer Arbeit erhalten, zmn großen Teil dazu verwendet wird, um die Wirtschaften weiter auszubauen. So scheidet abermals ein sehr bedeutender Teil der Produktion der großen Wirtschaften aus denr Marktverke.hr im allgenreinen und aus dem Vertrieb durch den Maschbir im besonderen aus. Diese Feststellungen würden schon genügen, um die völlige Nichtigkeit eines Beweises für die unterlegene Produktionskraft der Kwuzoth aufzuzeigerr, der sich ausschließlich auf einen Monatsausweis des Maschbir über den Verkauf an Milch und Eiern stützt und dann kühn diesen Ausweis der Marktproduktion und weiter der gesamten Monatsproduktion gleichsetzt. Um aber die Art, mit der hier der zionistischen Oeffentlichkeit Behauptungen als Beweise vorgesetzt werden, noch weiter zu charakterisieren, seien noch einige weitere „Tatsachen", auf die sich Herr Ing. Zaloczer stützt, einer näheren Prüfung unterzogen: 1. Herr Ing. Zaloczer .behauptet, .daß ,/Ljn Charod schon jetzt die seltene Möglichkeit habe, etwa 2000.Dunam seines Areals bewässern zu können" und daß „es nur die Schuld -der Kwuzah selbst sei, daß das Wasser zum großer: Teil unbenützt in den Jordan abftießt". Ebenso behauptet er, „daß von den 7000 Dunam Tel-Josefs ein großer Teil bewässert tverden kann". 9öu.n ist aber auf Grund der Gutachter: der bedeutendsten Fachleute des Landes die Zionistische Exekutive selbst zu der Ansicht gekommen, daß -eine Investierung von über 20.000 Pfund nötig sei, um eine Fläche von 5000 Dunam bewässerbarer: Bodens für sämtliche Siedlungen des Nurisgebietes (Ejn Charod, Tel-Iosef, Kibuz, Beth-Alfa, Bech-Alfa-Chefzibah, Kfar Jechcskilja und Gcwah) zu schäften. 2. .Herr Ing. Zaloczer meint, daß ,/es sich nicht bloß um einen Zufall handelt, wenn Nähalals Felder sich in jeder Hir:sicht in einen: guter: Zustande 'befinden und die Ernteaussichten gute sind, während sonst im ganzen Lande eine schwache Ernte erwartet wird". Diese Tatsache hat seinen wesentlichen Grund darin, daß der katastrophale Regenmangel die Siedlungen des Enrek um so stärker betroffen hat, je näher sie zum Jordantal liegen. Darun: stehen die Felder in dem am weitesten östlich liegenden Beth-Alfa an: schlechtesten, während sie in der westlichen Siedlung Nahalal am besten stehen. 3. Herr Ing. Zaloczer behauptet, daß die 12.000 Pfund, die Nahalal nrehr bekommen hat als Ejn Charod, an sich keiner: wesentlicher: Untevschied in der Entwicklung der beider: Siedlungen begründen dürften. Selbst angenommen, daß die angegebener: Zahler: richtig und genau sind, so muß . doch festgestellt werden, daß die Budgetzahlen keine absoluten Zahler: sind, die ohn-eweiters vergleichbar sir:d. Mar: muß scharf unterscheiden zwischen dem Ameliorationsbudget einerseits, d. h. den Aufwendungen, die gemacht werden müsse»: für Okkupation, Entsumpfung, Entsteinung, ausfallende Arbeitstage infolge von Malariaerkrankungen -während der Entsumpfung usw., und -dem eigentlichen Investiernngsbudget andererseits, d. h. -den Aufwendungen zum Aufbau einer normalen Wirtschaft auf den: betriebsfähig gemachten Boden. Nach der unbedingt richtigen Auffassung, die Adolf Böhm -in seinem Artikel in der „Wiener Morgenzeitung" Nr. 2283 vertritt, muß das Anreliorati-onsbndget vor: der nationaler: Gemeinschaft getrager: werden, während der Siedler mit diesen Ausgabe»: nicht belastet -lverdor: darf. Nur das eigentl-iche Investiernngsbudget ist als Kredit des Keren -Hajessod an die Siedler aufzufassen. Nun war das Ameliorationsbudget in -den riesigen Sumpfge'bieten von Ejn Charod und Tel- Iosef besonders hoch (z. B. in Tol-Iosef haben über 90 Prozent der Siedler an Mälariaaufällen gelitten). 4. Die Behauptungen, die Herr Ing. Zaloczer bezüglich der angeblichen Minderwertigkeit der Verpflegung der Leute, -der Wirtscha-ftsleituug und der Anhänglichkeit an die Scholle in den Kwuzoth vorbringt, sind von ihn: in keiner Weis« durch Beispiele belegt und entbehren völlig jeglicher Berechtigung.'-: - . n.y Das Problem- „Moschaw oder Kwuzah" hat aber noch eine andere Seite, auf die Herr Ing. Zaloczer nicht eiMtzt Wd -je ÄM M HMMMk MeMng G_, Nr. 2317 . In den Jahre»: 1961 bis 1923, als die Moschawim 0kn halal, Kfar Jechcskilja, Ben Schemen gegründet wuvdM, gab cs einige hur:dert jüdische Landarbeiter, die ein« zehn- bis ztvölfjährige landwirtschaftlich« Erziehung hinter sich hatte»:. Wo aber hatten sie diese erhalte»: und einzig mich erhalten fointen? Fast durchwegs in der: Kwuzoth. Wenn also die Moschawinr tatsächlich schneller fvrtschreiten -sollten als die Kwuzoth, so ist cs deshalb, lveil sie auch von'dem in der: Kwuzoth investierten Kapital zehren können. Heute ist aber die Reserve an alterfahrenen jüdischen Landarbeitern, aus denen jene ersten Moschawim anfgeibMl werden konnten, erschöpft-Die Arlfgabe aber ist doch wdhl, die irnnter größer werdende Klasse jüdischer Landarbeiter zu schafter:, aus der dann die jüdischen Bauern sowohl in der: Moschawiu: als auch -in den Kwuzoth hervövgehen könne»:. Ter Akoschaw, der ja nur auf die Eigenarbeii jc-der Familie aufgebaut ist, kann rächt die AusbildungKstatte des landwirtschaftlichen -Nachwuchses sein. Wohl aber ist es die Kwrrzah, in der sich eine Zahl alter, erfahrener Landarbeiter irr einer Wirtschaft mit den jungen Elementen zusammenfinder:, die sich noch weiter ausbildcn. Darun» toär-c es ein Unglück, wenn wir die kargen Ai-ittel, die wir für -die landwirtschaftliche Kolonisation haben, dazu benützen würden, irm nur die Moschawim zu stützen und zu fördern. Das Resultat wäre, daß wir einige hrrndert- Landarbeiter als Bauern kolonisiert, aber nicht die Wirtschaftsform geschafferr hätten, die i-mstarrde wäre, eine gelernte, tücht-ig>e jüdische Landarbeiterschlicht heranznbilden. (Kaplansky.) Nas Soskin-Stzftem als Familien. Wirtschaft im Vergleich zur extensiven Ackerbantvirtschast. Bon Kurt Levi, Rehoboth. In der landwirtschaftlichen Wirtschaft finden sich besondere Eigentümlichkeiten, die sie von anderen Erwerbszweigeu unterscheiden. Erstens die enge Verbindung von Produktion und. Konsumtion, Erwerb und Verbrauch, Beruf und Hauswirtschaft. In der Larldwirtschaft werwischen sich die Grenzen, die sonst zwischeu der Erwerbsarbeit des Mannes und. , der landwirtschaftlichen Arbeit der Frau bestehen, und beide arbeiten Hand in Hand. Der Landarbeiter arbeitet in.erster Linie für den Selbstgebrauch und in zweiter Linie für den Markt, er ist daher unabhängiger vom Markt. Eine zweite Eigentünrlichkeit der Landwirtschaft ~ ist der starke Einfluß der Natur auf die Wirtschaft, der an jeden: Ort ur:d in jeder Zeit verschieden ist und die Gewinn- und Verlustmöglichkeiten erweitert. In: Hcurdtverk spielt im allgemeinen nur das Kapital und die Arbeit eine Rolle und die Methode der Arbeit ist feststehend. Wer einmal Schuhe anfertigen karur, kam: das zu jeder Zeit und an jedem Ort-^tun. In der Landwirtschaft muß die Wirtschaft den besonderem natürlichen Verhältnissen fortlaufend angepaßt, werden, darum spielen hier die persönlichen Eigenschaften des Landwirtes, seine Intelligenz, Beobachtungsgabe, praktische Fähigkeiten usw. eine besonders wichtige Rolle. ' Man kann das oben Gesagte in eine einfache Formel bringen: Handwerk: Kapital, Arbeit. Landwirtschaft: Natur (Bo^ den, Klima), Kapital, Arbeit, Geist. In der Landwirtschaft sind also — anstatt zwei Pröduktionssaktoren wie in: Handwerk — vier Produktionsfaktoren, und gerade die „Natur" und „Mensch" sind zwei „unberechenbare" Faktoren. Darum ist es in der Landwirtschaft sehr schwer,. Pläne und Berechnungen für die Wirtschaft aufzustellen. ' ’ . Außer den ober: genannten Faktorei: kommt nun noch der Markt hinzu. Auch der Markt ist kein stabiler Faktor, sondern ändert sich. Seit der vor 150 bis 100 Jahren angefangener: Entwicklung der modernen Technik, des Weltverkehrs, der nwdernen wissenschaftlicher: Prodrcktion besteht eine dauernde Erschütterung der allgemeinen Preis- und Marktverhältnisse. Die Preise der landwirtschaftlichen und Industrie- Produkte in den verschiedenen Ländern haben sich verschoben, der Arbeitslohn hat sich verschieden entwickelt,' Länder mit billiger larrdwirtschaftlicher Prodriktion konkurrieren mit Ländern teuerer landwirtschaftlicher Produktion. Es ist kla^ daß auch in Palästirm die Preisverhältnisse sich durch den Anschluß an der: Weltverkehr, steigende Bevölkerungsdichte duxH Einwanderung, Steuer und Zollproblern rlsw usw. daucrntz veränderr: uttb entwickeln werden. Wir können in Zukunst gar nicht nnt festen Preisen für längere Zeiträume rechnen, da alles von der Entwicklung der Dinge abhängen wird. Wr wissen nun, daß Entwicklung vorhanden ist, aber nicht in welcher Richtung die Entwicklung gehen wird (ob städtische oder ländliche Kolonisation vorwiegend, große oder kleine Wirtschaften). Zur Klärung der Frage, welche Wirtschaftsform zur Kolonisation an: geeignetsten ist, würde es beitragen, wenn wir von den schwankenden Preisverhältnissen des Marktes zunächst absehen können. Hierbei untersuchen wir die reale Verteilung des Ertrages für die verschiedenen Aufwendungen der Wirtschaft anstatt deren Geldwerte. Solange die Produkte in der Wirtschaft „in: inneren Umlauf" bleiben, spielt der Geldwert nur eine indirekte Rolle, nur der Ueberschuß, der tatsächlich auf bei: Markt gebracht wird, kann in Ge^ bewertet werden und bringt Geld in realer Form ein. Wenn Ulan also den tatsächlichen Verhältnissen txß Lebens Rechnung tragen will, dam: muß man die Rechnungen so rnachen, wie es in: Leben ist. Dar::: ist es prinzipiell fassch, die ganze Wirtschaftsrechnung in Geld auszuführen, sondern man nmtz die Produkte des inneren Umlaufes real (nach Mengen) bewerten, und uur den Ueberschuß in Geld ausdrück««. Abgesehen von der Pardeß-Wirtschaft, die ManzungswirtsHaft einen bchsdiWS Lharsttex K«WW^ i Mim