Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2317 (3.8.1925)
- Date
- 1925-08-03
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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■>— — Mm, Mmrsg Wiener MveaenMinnn. 3. Augitst 1SS5 -r»7 «t sstf Sie Fragen des 11 Sionistenkongresies. In dieser Rubrik veröffentlichen wir Erörterungen der Probleme des kommenden Kongresses. LS versteht sich von selbst, daß die Redak- Sur KlSnmg. , Bon Dr. Nah«« GoVmarr». Die Bildung der KonfereMemeinfchaft radikaler Zio- Kiste» »ud di« Veröfferrtsstchung ihrer Deklaration hat, wie auch ihre Gegner zugvben werden, jedenfalls eine erfreuliche Wirkung gehabt. Sie hat eine leibhafte Diskussion über die Kongrehprobleme innerhalb der zionistischen Ochentilichkeit hervorgeruftn und dem einyÄnen Zionisten die Bedeutung seiner Stellrrngmchm« zu den Problemen mchegilogt. Wenn dies in vollem Maße erreicht wurde, und eine offene sachssiche Erörterung der entscheidenden Fragen durch die zionistische OessfinÜichikert bewirkt werden könnte, dam: wäre dies allein schon ein Erfolg, mn dessenüvillen die Verüffentlichung der DMrvation sich gelohnt hätte. Denn wie auch die oinzessnen Fragen entschieden werden» nichts ist auf di« Dauer für eine Bewegung von der Art der zioniftilschen gefährlicher, als jene indifferente Apathie, mit der weite Kreise der Bewegung sich M allen inneren Streitfragen zu beziehen pflegen aus dem Gestühl heraus, daß es sich in: Grunde genommen nur um persönliche Kampfe gewisser Personen oder Cliquen handle, zu deren EntscheÄumg der einzelne Zionist nicht berufen sei. SeS>cr wird der Prozeß eirrer sachlichen Klärung der Fragen und einer Scheidung der Geister auf Grund ihrer Stellungnahme ungemein erschwert und gestört durch eine Neigung, die wir uns in den letzten Jahren angewöhnt haben, und die zu überwinden es jetzt höchste Zeit ist: durch die Neigung, die sachliche Stellungnahme durch bäe Frage der Beziehung zum Präsidenten beu Bewegung zu verzerren oder gar völlig i« verdrängen. Nichts macht eine sachliche Debatte Wer die KongreßprMsne schwerer, nichts gibt ihr so sehr den unangenchmen und nahezu unerträglichen Charakter, den sie heute hat, Äs diese unselige Manier, aus jeder sachlichen Erörterung und Entscheidung in erster Reihe herauszichören, wie sich der Betreffende zu Weizmann stellt. Man kann nicht scharf genug gegen diese unerträgliche Methode onkämpfen, die mehr »ls alles andere geeignet ist, aus der zionistischen Volksbewegung eine Clique von Politischen Bosies oder Notablen zu Aachen. Ich hoffe, daß man objektiv genug sein wird, um aus tiefer Ablehnung der Methode der persönlichen Verzerrung »ller fachlichen Stellungnahme nicht wiederum eine Attacke zegen Wetzmann herauszulesen. Alle persönliche und zionistische Bedeutung Wetzmanns für die Bewegung, wie hoch man sie sinmer einschätzen will, gerne und freudig zugegeben, so ändert daS nichts an der Aeberzeugung, daß es mmröFich ist, zionistische Streitfragen danach zu entscheiden, ob sie sich im Politisch-Taktischen für oder gegen Weizmann richten, und seine Stellungnahme zu einer zionistischen Forderung davon abhängig zu machen, ob Weizmann sie akzeptiert oder nicht. Wer die beiden letzten Kongresse mtterlebt hat, weiß, daß hier einer der Gründe ihres unerfreulichen und letzten Endes unproduktiven Verlaufes gelegen ist. Ich verstehe vollkommen, daß' man die Beziehung zum Führer, den man sich wählt, mitböstmrmend sein läßt auch in sachlichen Entscheidungen. Das Leben und die Politik setzt sich nn« einmal aus sachlichen Tendenzen und führenden Personen zusammen, und eine Beeinflussung der sachlichen Momente durch die persönlichen wird sich niemals gänzlich in der realen Politik vermeiden lassen. Mer sie dürfen nur sekundärer Natur sein. Man mag in taktischen einzelnen Fragen ruhig dem Führer zuliebe nachgeben; man kann aber nicht in grundlegenden Fragen der Bewegung seine Stellung davon abhängig machen, wie der Führer ssich zu ihnen stellt. Wenn Forderungen, die zionistische Gruppen aufstellen, nur mit dem geheimen Vorbehalt proklamiert werden, daß sie Geltung haben sollen, wenn Wei-mann sie akzeptiert, man sie aber fallen lassen müsse, wenn er sie ablchnt, dann wird jede Diskuffion, dann wird der Kongreß selbst und mit ihm der Charakter des Zionismus als einer ideellen volkstümlichen Bewegung zu einer Farce. Es ist notwendig, diese Bemerkungen allem anderen vorauszuschicken, wenn man das Programm der Konferenzgemeinschaft begründen will. Und darin liegt schon, um auch dies vorweg zu nehmen, die ganz Aare Antwort auf die Fragen, die die Gegner der 'Konferenzgemeinschaft nicht milde werden, an sie zu richten: Wie stellt ihr euch zu Weizmann? .. Nun haben viele dieser Gegner dle Antwort bereits erteilen zu können geglaubt und sofort der Welt verkündet, daß der ganze Sinn der Konferenzgemeinschaft, die doch, wie durchaus zugegeben werden soll, aus teilweise sehr heterogenen Elementen sich zusammensetzt, einzig nnd allein im Kanvpfe gegen Wetzmann liege. Ich könnte, loeitn ich diese Methode der Betrachtung üben wollte, daraus Hinweisen, daß in der Konferenzgemoiüschaft Zionisten führend sind, denen man bisher wenigstens wirklich keine Gegnerschaft gegen Weizmann a tont Prix ^nachisagen kann, und ich wüßte von den führenden Mitgliedern Ver Konferenzgemeinschaft wrrAich nicht, inwiefern sie den ^Verdacht rechtfertigen, in ihrer- Stellungnahme lediglich von einer Gegnerschaft gegen Weizmann bestimmt zu sein. Aber ich will diese peinliche Methode der Erörterung nicht akzeptieren - und glaube deswegen auch, daß die Antwort, die man im j Nameu der Konferenzgemeinschaft erteilt hat, vielleicht ein ge-! schicktet taktischer Schachzug ist, aber nicht in den Dingen, wie foe liegen, sachlich begründet ist. Di« Art, die Dinge so zu sehen, 'snMingt eben jener Mfchgz.» WMtzr, .tzW.der . habe. WcnnunsetwasinnerhalbderKonferenzgemeinschaft bindet und von unseren Gegnern unterscheidet, so ist das die radikale Ablehnung dieser Manier. Ob für oder gegen Wetzmann, ist für unsere Stellungnahme nicht entscheidend. Ueber schr vieles wurde ans der Konferenz, die die DeLlaration beschlossen hat, gesprochen, über daß Problem Wetzmamt am allerwenigsten. Und dann liegt unsere Stellungnahme ganz klar aubgedvückt, wenn man an unsere Verantwortung appelliert und ein« klare Antwort von uns fordert. Es ist für uns nicht entscheidend die Stellungnahme gegen Weizmann, eS ist für uns »der ebensowenig entscheidend die Stellungnahme für Wetzmann. Wir vertreten sachliche Forderungen. Wird Wetzmann sie aitzep- Eieren oder wenigstens so viel von ihnen als uns für eine gesunde Entwicklung der Bewegung notwendig erscheint, dann wäre es absurd, gegen ihn zu sein. Wenn er sie ablehnt, dann wäre es ebenso absurd, für ihn z u sein. Die Frage ob für oder gegen Wetzmann steht nicht bei uns zur Entscheidung, sie steht bei ihm. Dies allerdings, und ich hasste es für notwendig, es ganz offen auszusprechen, scheidet uns von unseren Gegnern und gibt der Stellung der Opposition einen anderen Charakter als auf dem vorigen Kongreß: das Verbleiben Wetzmann ist «eine conditio sine qua non. Wir sind gerne bereit — und welcher auch nur ein wenig objektiv Denkende wird nicht dazu bereit sein —, die überragenden Leistungen Wetzmanns und seine außergewöhnliche Bedeutung für die Bewegung anzuerkennen. Was wir äblchnen, ist der Glaube an seine Unentbehrlichkeit. Wir lehnen diesen Glauben nicht in erster Linie deswegen ab, weil es mn Weiznrann geht; wir würden ihn ablchnen, wenn ivgend wer sonst an ferner Stolle stände. Es darf keine unentbehrlichen Menschen für eine Bewegung geben in Fragen prinzipieller Natur. Das Dogma von der Unentbchrlichkeit eines ibestimmten Führers ist der Tod einer jeden idealistischen Bewegung. Dieses Dogma, das unselig genug sich in -den letzten Jahren ausgewirkt hat, zerstören, heißt eine der Voraussetzungen einer gesunden zionistischen Entwicklung wieder herbeiführen. Es gibt wenig Symptome, die so sehr Ausdruck der ungesunden inneren Situation des Zionismus in der letzten Zeit waren, wie dieses Dogma, an dessen Proklamievung Weizmann am allerwenigsten Schuld trägt. Noch immer waren die PäMichen die wirklich Gefährlichen, nicht die Päpste selbst, und wo große historische Figuren unselig gewirkt haben, war dies in den meisten Fällen die Schuld überfa na tisch er Anhänger. '• Ich glaube, däß'diese Antwort aus die Frage nach,der Stellungnahme zu Wetzmann genügend klar ist. Ich will eine zweite Frage, die daran geknüpft wird, zu beantworten.versuchen: die Frage nach dom Programm der Opposition, das sie im Falle einer Aenderrr-ng in der Führung des Zionismus verwirklichen will. Das Problem ist in der Deklaration, wie nur wenigstens scheint, genügend Aar zum Ausdruck gebracht. Aber da man dies bestreitet, sei es hier nochmals expliziert. Wir wollen vor allem an die Stelle der Tendenz der Vernachlässigung aller innerorganisatorischen Arbeit, der bewußten oder unbewußten Bagatellisierung der Organisation den Versuch der Neubelebung der Zionistischen Organisation fetzen. Dies erfordert zunächst eine geistige Umstellung der zionistischen OeffenÜichkeit: bie Neuerweckung bet Erkenntnis, daß entscheidend für den Ausbau Palästinas, verantwortlich für das Schicksal Palästinas vor der Geschichte, auf absehbare Zukunft nur die Zionistische Organisation sein kann. Was Nichtzionisten mitleisten können, sind Helferdienste. Sie können niemals Träger des Aufbans sein, wie wir es sind, und dies aus einem klaren, einleuchtenden und durchschlagenden Grunde: sie fühlen sich niomäls als verantwortliche Träger des Aufbaus dieses Palästina, das das jüdische Vaterland werden soll. Sie können Freunde der Besiedlung Palästinas durch Juden sein; sie können lebhafte Sympachie für die Umschichtung der jüdischen Immigranten in Palästina empfinden; sie können sogar die Erneuerung der hebräischen Sprache und Kultur begrüßen; sie können all dies, aber niemals ihre eigene Sache emp.find e n, wie wir das tun, denn dann wärm: sie Zionisten. Sic können im Maximum — nur ganz tvenige von ihnen werden es können — dem Gedanken eines nationalen Heims für die Juden, die hinübergehen, zustimmen, ättvohil es schon sehr. schwer begreiflich ist, wie man eine solche Zustimmung mit der' Ablehnung des' nationalen Gedankens verbinden will. Wir aber bauen in Palästina nicht die nationale Heimstätte für die Juden, die hinübergehen; wir bauen das.nationale Heim für die Inden der ganzen Welt. Ich hoffe, daß darin wenigstens unter Zionisten leine: Differenz bestehen kann. Denn wenn es etwas gibtwas freu Zionismus in einer -nrzen Formel wiedergibt, dann ist es dieser Gedanke, der Gedanke des Basler Programms. Das .nationale Heim des jüdischen Volkes können aber in entscheidender Verantwortung, und deshalb mit den entscheidenden Rechten der Schicksälbostimmung und Gestaltung dieses Heims nur Juden bauen, die sich in einer Antizipation dieses Heinis schon heute als seine Söhne und seine Bürger fühlen und sich absolut mit ihm identifizieren. Das kann kein Nichtzionist und daher muß so lange, bis dieses Vaterland wirklich gesichert sein wird, so gesichert, daß^ es sich aus eignen Kräften wird erhalten können, die Zionistische Organisation als eine Zufmmnenfassung derjenigen, die ihr Vaterland bauen ivollön, der entscheidende Faktor dieses Ansbauprozesses bleiben. Die anderen können lediglich Hessen, und ihre Hil.se wird zweifellos sehr wertvoll sein körmen, und muß mit allen Mitteln gefördert werden. Mvhr wie Helsen können sie nicht. Dies nenne ich Bündnispolitik. Es wäre nie der Sinn einer Bmrdrrispolitik, seine eigene StMng in völlig Micher Weife mit «chMt tefög |u woltzn. Denn was soll dann die anderen noch unterscheiden und «lf „andere" charakterisieren? Bündnispölitik kann nur bedeuten die Werbung von Freunden, die Zusammenarbeit mit ihmn, um ihre Unterstützung, soweit sie sie geben können, zu gewinnen.. Träger der Arbeit und der Aufgabe, für die man Bundes« genossen sucht, kann nur der sein, der sich mit ihr restlos identifiziert. Dies bedeute: für unS der Gedanke der Erneuerung der Zionistischen Organisation aus dem Bewußtfei« heraus, vor der Geschichte die entscheidende BeraMoortung zu tragen, woraus sich ergibt, daß ihr die Entscheidung für das Schilffass des jüdischen Palästina erhalten bleiben muß. Nur auf der Basis des BerantwortungSbewutztseinS werden die Maßnahmen zur Reorganisation der Bewegung Erfolg' haben können. Wir verlangen die geistige Erneuerung der Belvsgung und daran anknüpfend die organisatorische. Dies ist der erste entscheidende Punkt, und daraus ergibt sich alles Weitere. JnnevjÜdifch ergibt sich daraus die Methode der Durch- > führung der HeranziehungSpslitik. Niemand van uns ist gegen die Heranziehung. Ich wüßte kein irgendwie er-, denssliches Motiv, aus dem heraus ein Zionist mit gesundem Menschenverstand dagegen sein könnte. CS handelt sich lediglich um die Methode. Wären nicht die drei letzten Jahre hinter unS, wie sie gewesen sind, so würde ich sagen, daß die Forderung der Heranziehung von Nichtzioniften zur Mitarbeit nicht identisch sein müsse mit ihrer Aufnahme in die Jewish Agency.' Aber diese drei Jahre halben er verschuldet, daß wir beides gleichgesetzt und nicht begriffen haben, daß die Aufnahme von Nichtzionisten in die Jcwish Agency ihrem Sinne nach nur die Krönung des Prozesses der Heranziehung, fein kann, nicht ihr Anfang. Cs gibt andere Formen der Heranziehung, die sehr viel sinngemäßer am Anfang des Pro-. zesies stehen könnten (Heranzichmrg zur DerwÄtung deS Keren Hajesfod, Schaffung von beratenden Gremien für die Leitung der 'Kolonffation ufw.); aber ich fürchte, diese drei Jahre lassen sich nicht mehr ungeschehen machen. Sei es affo,' wenn es nicht anders geht, daß man die Heranziehung mit der Erweiterung der JawtH Agency beginnt. Dann bleMnoch^ immer die Frage der Methode der Erwciterurrg, uttd ich glaube, auch viele unserer Gegner werden heute zugeben, daß die Formel von fifth-fisty als Grundpriirzip wirklich keine glückliche ist.. Sie ist zwoifMos aus guten zionistschen Motiven entsprungen; , fte soll unser» Einfluß sichern, aber sie ist schematisch, mechanisch, nicht Ausdruck eines organischen Prozesses, der erst, eingeleitet werden soll, Es bedeutet eine Fixiemng der Derhättnisse, wie sie heute sind. Es war aber immer der gtrle Smn unserer Politik, die Verhältnisse im Judentum nicht zuftxieren. Mir sind die revolutionäre Partei des Judentums, unsere Chance war immer die Zukunft; für uns hat wirklich die Zeit ■ gearbeitet. Es hat., sich nichts daran geändert, wir sind noch heute rvicht die Majorität des Judeirtums. und es besteht ssein> Grund, den. Anspruch darauf auftzugeben. Wir sind die Träger der Expansion im Juderrtum, wir stehen und fallen mit der , Möglichkeit dieser Expansion. Frfth-fifty bedeutet aber Fixie« rung, bedeutet Festlegung auf eine auf den ersten Black schr^ einleuchtende, in ihrem Sinn aber sehr künstliche Formel. Wir haben kein Interesse an dieser Festlegung; wir müssen , alle organisaiorischen Bildungen, die wir ins Lüben rufen, so gestalten, daß eine Aeuderung, eine völlige Gewinnung der, anderen jederzeit möglich ist. Die Formel fifty-fifty erschwert dies, macht es vielleicht unmöglich. Wir sind fixiert, und w«S noch absurder ist, das Lager der sogenannten Nichtziopisten ist. fixiert. Er ist eine übereilte Fixiermrg, wie das ganze Projektdarunter leidet, daß es übereilt ist. Geboren aus einer Stimmung -der Panik und getragen von der Illusion, morge« bereits die areifbaren Resultate sehen z» k ö n >n e -n. Es erweist sich heute schon, daß diese psychische BorauKsetzungen falsch -waren; es besteht einerseits kein Grund zur Panik und es zeigt sich andererseits, daß die Mitarbeit der anderen Zeit . verlangt, systematische Erziehung (wie wir sie zum Teil int. Keren Hckjessod geleistet haben), wie es beim Prozeß des A-ufbaus der Zionistischen Organisation der Fall war. Zionismus ist Bewegung. Palästinaaufbau ist Bewegung, und der entscheidende Fehler des Projektes liegt darin, daß eS dies verkmtttt. Es operiert mit festen Größen, die es nicht gibt/ die es nicht geben soll, es bindet, legt fest, hindert die Bewegung, es ist geschaffen nach dem Muster geschäftlicher Ast- «nachungen oder politischer Vereinbarungen zwischen politischen' Machten, die fixiert sind in ihrem Umfang und in ihrer Machte stellung. Mir uns ist es falsch, für uns kann die Heranziehung nur als organischer Prozeß gestaltet tvevden, dauernd wandelbar, dauernd im Fluß, dauernd im Wachstum begriffen. Me dann wird man fruchtbare, erzieherische, mngeftaltende Wirkungen erzielen können. Dies bedeutet, daß wir genau so bereit sind wie irgend tver, den Plan der Herartzichung zu fördern, aber nicht durch bloß mechanische Fornreln. Wird -das PrajM organisch, gestaltet, dann -rauchen wir nicht die Sicherung des fifty-fifttz. Man lasse die Juden der einzelnen Länder, trenn man schon den Weltkongreß augenblicklich für undurchführbar hält, i-u freier Wahl ihre Repräsentanten in die Agency entsenden. Bei solchen Wählen wird es Kämpfe geben, Auseinanderfetzungen, Beeinflussungen, und der Zionismus erfüllt dann seine entscheidende Aufgabe in einer Betvegnng, die über den Rühmen der Zionistischen Organisation hinauSgcht. und Mengen erziehen und gewinnen kann. Unsere Gegner operieren so gern mtt der stolzen Bchauptung, sie fürchteten nicht die anderen, weil sie an di« Kraft des Zionisums glauben. Wozu dann die Formel des fistyffffty? Glaubt man an unsere Kraft, dann sei man bereit, ohne statutarische Formen in freier Wahl fetten* aller Juden, die an Palästina Mitarbeiten wollen, die Jewfflhi Agency zu konstituieren. Bei einer solchen Methode dürfen wir sicher feilt, daß wir den entscheidenden Virffluß bewähr«* und steigern werden, weil eine solche Methode uns die Möglich«> ke.it giht, unsere spezifisch« Kraft zu dokunrentieren: Die Kväst