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Wiener Morgenzeitung · 1925-08-02 · Heft 2316 (2.8.1925) · p. Seite 10

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2316 (2.8.1925)
Date
1925-08-02
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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Seite 10 ' Wien, Sonntag Bollswitt. Der gnsammeabrn» der deutschen Wlrtschaftrantisemittsmas. Ja den letzten Nachkriegsjahven hat der Wirffchaftsantifemrtismus in Dsutschland eine ungeheure Entwicklung genommen. Er äußerte sich auf allen Gerieten. Der Rmdauanti- -seittitiSmus war eibeniso sein Werkzeug, wie seine Bekämpsiung des oqgMichen jüdischen Einflusses in der Finanz- und Privatwirtschaft Deutschlands. Er hatte es sogar verstanden, sich der Michiffe der höchsten deutschen Bchörden für seine Ziele zu; vergewissern. Rathenau tvar ein Opfer dieses Wirtschaftsantffe.mitismus, der parlamentarisch seinen Höhepunkt in der weit über Gebühr ausgobauschten Ba rmal -Affäre und der damaligen Verhaftung des im Gefängnisse gestovbenen Postministers Hoefle erreicht hatte. Seinen materiellen Antrieb erhielt dieser Antisemitismus in erster Reihe von der deutschen Schwerindustrie. Stinnes war, trotzdem er sich bei seinen Transaktionen einzelner Juden bediente, einer der bedeutendsten Förderer der wirtschaftsautisemitvschen Bewegung. In seinen einzelnen Konzernindustrien saßen Direktoren, welche unter Förderung und Duldung Stinnes' mit den radikalsten Wrrtschcrftsantisemiten in enger Fühlung standen. Stinnes hat sehr große materielle Mittel dieser Bewegung zugvwendet. Er hat einerseits einen Teil der deutschen Presse auf diese Weise zu beeiniflussen gesucht und hat ihr reichliche Mittel für die Erreichung dieses Zweckes zur Verfügung gestellt, andererseits hat er aber auch selbst eine Reihe von Presseinstitutionen geschaffen, mit deren Hilfe er diese antisemitische Propaganda zur Durchführung brachte. Bei den gewaltigen Gewinnen, die Stinnes aus der Zertrümmerung der Mark, an der er nicht zum geringsten mitschuldig war, oinheimste, war es ihm leicht, erhebliche Mittel für diese Zwecke zur Verfügung zu stellen. Er war in erster Reihe ein W i r tschaftsant isemit. Es soll hier nicht erörtert werden, welche Motive ihn dazu veranlaßt haben. Es ist ein offenes Gchetarnis, daß er ein schärfster Gegner Rachenaus war, den er in jeder Weise bekämpfte. Die vornehme Natnr R a t h e n a u s hat sich darum nicht gekümmert. Doch später wurde es ersichtlich, warum RaHenau so tief von Stinnes gehaßt wurde. Rath-enau war einer der führenden Köpfe nicht nur der deutschen Elektrizitätsinduftrie, sondern auch sonst in der gesamten indrvstrielleu Bewegung .Deutschlands. Sein tiefgründender Geist, seine scharfe Auffassung der Wirtjschaftsoerhältnisse, seine.großzügige Art der Wirtschaftsführung machte auf die Jndustriokreife Deutschlands tiefen Eindruck und verschaffte ihm gewaltiges Ansehen. Stinnes beneidete ihn einfach darum. Denn Stinnes war, wie sich jetzt herausstellt, ein ziemlich kleiner Mensch. Er wurde zu Lebzeiten Rathenaus nicht voll genommen. Das ärgerte ihn, der . trotz seines iunbodoutenden Wesens ziemlich eitel war! Dabei stand ihm auch Rathenau.bei der Durchführunng seiner Bestrebungen zu der Errichtung eines .EleNtvizitätskonzorns 'tat, Wege. Es ist kein Wunder, dast Stinnes Rathenau infolgedessen in seiner tiefsten Seele verachtete. Es war der Haß des an wirtschaftlicher Intelligenz ziemlich kärglich Ausgeftatteten gegen die hohe Wirtschaftspotenz eines Rachenau. In vereinzelten deutschen Presseäußevurrgen wurde Stinnes in intellektueller Hinsicht für den Tcd Rachenaus verantwortlich gemacht. Zweifellos war durch tzeu Tod dieses Mannes, der nicht so wie Stinnes alles nur für seine Familie erwerben, sondern in großzügiger Weise nur für die deutsche Wirtschaft arbeiteil wollte, für Sttnnes das Hindernis für seine weitere Entwicklung beseiti'gt. Die anderen Schwerindustriellen ObersclMiens und des Ruhrgebietes bliesen ebenfalls in das wirtschaftsantifemitifche Horn. Auch sie haben ununterbrochen den hakenkreuzlerischen Formationen ungeheure Geldmittel zur Verfügung gestellt und sie als Kampfformationen gegen Juden benützt. Der zufammengeibrochene Teil, der äußerst kindisch arrangierte Hitler-Putsch vor zwei Jahren, ist aus diesen Geldern finanziert worden. Bekanntlich waren die ersten Heldentaten dieser Formationen,'daß sie Juden beraubten, jüdische Wirtschaften auf den bayrischen Dörfern zerstörten und die Juden aus Bayern vertrieben. Die deutsche Schwerindustrie verfolgte aber mit diesen Hakenkrenzformationen und dem Anstiftert ihrer bis jetzt noch nicht von den Gerichten geahndeten Missetaten noch etwas mehr. Sie wollten, ähnlich wie seinerzeit in Rußland Plehwe durch Arrangierung von Pogroms die Aufmerksamkeit der Masse von der sozialen Evolution in Rußland äblenken wollte, ebenfalls die Aufmerksamkeit der deutschen Massen dadurch von ihren eigenen Treibereien, wie der Zertrümmerung der deutschen Währung, der Ausplünderung der deutschen Staatskassen in Form von Ruhrdarlehen und auch vom Streben nach sozialen Errungenschaften ablenken. Dabei wollten sie auch die jüdische Konkurrenz vollkommen ausschalten. Man hat bei der Aufbauschung der Kutisker- und Barmat- Affäre gesehen, wohin die Förderer des deutschen Wirtschaftsantisemitismus zielen. Die Beziehungen Barmats zu den deutschen Behörden waren ihnen ein Dorn im Auge. Sie wollten damit diese Behörden, die nicht auf ihren Wink gehorchten, vollkommen unschädlich machen und an ihre Stelle wieder Leute setzen, die, von hakenkreuzlerischer Gesinnung durchsetzt, die Verwaltungsmaßnahmen in ihrem Sinne treffen sollten. Sie sind dabei vor den verwerflichsten Mitteln nicht zuvückgeschreckt. Erst in diesen Tagen ist durch Veröffentlichungen der deutschen Presse bekannt worden, welche verwerflichen Mittel Deutschlands Wirtschaftsantisemiten angswendet haben, um ja den Juden Barmat zu treffen. Es wurde das ganze Treiben knapp vor der Hindeniburg-Wahl angezettolt^ um dadurch auch die Mentalität der deutschen Wähler zu beeinflussen. Ungeheure Geldmittel sind/dabei ver- Wiener Morverrzeituna. 8. August 1925 Nr. 2316 wendet worden, mit ivelchen deutsche siaatsamvaltschaftliche Funktionäre, Richter und Polizeiorgane bestochen wurden, um die Barmat-Affäre in ihrem Sinne auszuschroten. Biele lausende Gol-dmark wurden zur Korruption der deutschen Untersnchungsbehörden von ihnen gespendet. Bekanntlich bildete eines der schärfsten Angriffsmittel der deutschen Wirtschaftsantisemiten im Kampfe gegen Parmat der Vorwurf, daß Juden die deutscher, Behörden durch Korruption verseucht hätten. Run stellt sich heraus, daß gerade die deutschen Schwerindustriellen diejenigen gewesen sind, die bei den deutschen Behörden förmliche Orgien an Korruption veranstaltet hatten. Jeder Pfennig, der für diese Zwecke verwendet wurde, hatte seinen Ursprung bei diesen Geldgebern. In den letzteit Wochert hadert aber diese Quellen der deutschen Schwerindustrie versiegt. Der Stinncs-Konzern ist vollkommen zrtsammengebrochen. Die Inhaber dieses Konzerrts -müssen zufrieden sein, wenn sie ans der Liquidation mit heiler Haut davonkomnten. Der jüngere Sohn Stirtnes', der den Hakertkreuzlern noch große Mittel für die Schürung des Wirtschaftsantisemitismus zngewettdet hat, verfügt jetzt selbst nicht über genügerrde Mittel. Bon dieser Seite bleiben die Milliaodeuquellen vollkommen aus. Doch auch den anderen .schwerindustriellen Förderern des deutschen Wirtschastsantisemitismus geht es nicht glänzend. Die Gieschfche Bergwevks-- uttterltehrnung, eine der schärfften antisemitischen schwerirtdustriellen Firmen Oberschlosiens, ist vor drei Wochen ebenfalls kläglich zusammengebrochen. Die Montaninidustriellen des Ruhrgebietes müssert sich um Kredite an die Reichsbank wenden, weil sie über gar keine Mittel verfügerr, um die Betriebe kümmerlich weiter aufrecht zu erhalten. Sie haben jetzt die Sorge um ihre eigerte Existenz und können unter diesen Umständen rticht mehr viel für die wirtschaftsarttisemitische Bewegung spenden. Dies ist in erster Reche die Ursache, weswegen der deutsche Wirtschaftsantisemitismus iit der letzten Zeit kläglich zusammertgebrochen ist, weswegert die deutschen Hakenkreuzblätter immer mehr verschwinden und die deutsche Hakenkreuzlerbowegung mit großen Geldschwierigkeitcn zrt kämpfen hat. Sie konnten sich nur halten, solange die Gelder von diesen Quellen flössen. Als die Zuschüsse aufhörten, versiegte auch gleichzeitig damit ihre Enegie. Lefterreichs Larifverhandlnngen mit Ungar« abgebrochen. Amtlich Wird unter dem 1. d. gemeldet: Die über den Tarifvertrag mit' Ungarn hier geführten Verhandlungen find gestern unterbrochen worden. Die Wiederaufnahme ist für den nächsten Monat in Aussicht genommen. Bei dert Verhandlungen, in denen eine vollständige Lesung der beiderseits in Betracht kommenden Tarifpositionen vorgc-uommen und bei einzelnen Sätzen Einvernehmen erzielt wurde, ist auch die Frage, eines auf einzelne Artikel beschränkten, kurzfristigen Provisoriums erörtert worden, über das jedoch eine Einigung nicht erzielt tvevden konnte. Hierzu erfahren wir folgendes: Ungarn war mit Rücksicht -auf den günstigen Stand seiner Ernte bestrebt, vor Abschluß eines Handelsvertrages einen provisorischen Vertrag abzuschließen. Es verlangte in diesem Provisorium die Zollfreiheit für die Obst-, Gemüse- und Traübeneinfuhr nach Oesterreich und die Herabsetzung des österreichischen Zolles für Salami und Keks. Oesterreich erklärte sich im Prinzip mit dom Abschluß eines Provisoriums bereit, doch verlangte es von Ungarn gewisse Kompensationen für die Einfuhr österreichischer Industrie- Produkte nach Ungarn. Die ungarische Regierung aber, die ihren Agrariern den Absatz rtach Oesterreich sichern möchte, wollte es sich nicht mit ihren eigenen Industriellen verderben und erklärte, daß sie eine Zollherabsetzung für die von Oesterreich gewünschten Jndustrieartikel nicht durchführen könne. Sie wollte nur eine geringe Ermäßigung für Artikel gewähren, deren Ausfuhr für Oesterreich rricht in Betracht kommt, mit anderen Worten, Ungarn wollte gerne sein Obst und Gemüse in Oesterreich absetzen, > dafür aber der österreichische,r Industrie weiter Schwierigkeiten in Ungarn bereiten. Selbstverständlich konnte sich die österreichische Regierung auf dieses Ansinnen der Magyaren nicht einlassen. Infolgedessen wurde von Oesterreich der ungarische Antrag auf Abschluß eines Provisoriums einfach abgelehnt. Ungarn muß endlich auch zur Einsicht kommen, daß es vom österreichischen Markt abhängig ist und daß es nicht augeht, für feine Erzeugnisse Erleichterung zu gewähren, während es sich auf den Standpunkt des unbedingten Schutzes der eigenen Industrie stellt und dadurch der österreichischen Wirtschaft Schaden zusügt. gnternattonaler Finanzbericht. Auf den internationalen Devisenmärkten war das Geschäft in der letzten Zeit nicht sehr lebhaft. Die Umsätze blieben im allgemeinen gering, die Kurse haben sich wenig verändert. Eine Ausnahme machen die Valuten Dänemarks und Norwegens. In beiden Ländern wird seit längerer Zeit und mit Erfolg eine Deflationspolitik getrieben, mit dem Ziele, wie in Norwegen, allmählich wieder die Goldparität zu erlangen, oder doch wie in Dänemark die Stabilisierung der Krone auf einer möglichst günstigen Basis zu erreichen. Es hat nun den Anschein, daß die Spekulation diese Währungspolitik zu einem willkommenen Anlaß genonunen hat, sich in beiden Devisen ausgiebig zu betätigen. Namentlich in Amerika sind umfangreiche Kronenkäufe erfolgt, so daß beide Währungen bedeutende Kurssteigerungen erzielten. Die spekulativen Ursachen dieser Hausse lassen aber auch wieder Rückschläge, jedenfalls starke Schwankungen als möglich erscheinen. Von den übrigen Währungen ist nur die fortgesetzte Steigerung des jugoslawischen Dinars von Interesse, infolge der Erwartung einer sehr guten Ernte, die schon jetzt die ausländischen Käufer zur Eindeckung mit Dinaren veranlaßt. Bemerkenswert ist der Rückgang des Polnischen Zloty, der auf spekulative Abgaben zurückzuführen ist. Größeres Interesse zeigen die Beränderungen auf den Geldmärkten. Irr N e w - A o r k herrscht, von vorübergehender Verknappung abgesehen, doch die Geldflüssigkeit vor,' wie sie in der wieder auftretertden Neigung des Marktes zur Emission ausländischer Anleihen zum Ausdruck kommt. Die 8-Milliorten-Dollar-Anleihe Dänemarks, die Beteiligung Amerikas an der großen Australien-Anleihe mit 70 Millionen Dollar, zeigen, daß das Anlagebedürfnis des amerikanischen Kapitals noch stark ist. Auch die Effektenmärkte zeigten im Bcrein mit der Gummihausse und gürrstigeren Jndustricnachrichten ebenfalls eine lebhafte Haltung. Auch in London hält die Geldflüssigkeit an, hauptsächlich irtfolge größerer Goldzuflüsse aus Holland, Südafrika, aber auch aus Rußland. Festverzinsliche Werte zeigten Kurserhöhungen, im übrigen werden aber zahlreiche industrielle sowie koloniale Emissionen bald wieder ausgleichend wirken und jedenfalls eine wesentliche Belcbrrng des Aktienmarktes, besonders auch im Hinblick auf die ungürrstige Wirtschaftslage nicht zulassen. Wie in der Vorwoche hat Holland Gold nach London abgegeben, da die Niederländische Bank aus Gründen der Devisenpolitik einen Teil ihres großen Goldbestandes zur Schaffung verzinslicher Devisenguthabcn verwendete. Der Geldmarkt hat sich infolge Bereitstellung von Mitteln für eine kommende Emission von 65 Millionen Gulden holländischer Schatzscheine, die zirka 30 Millionen neues Geld erfordert, versteift. Der Satz für tägliches Geld ist von 1,76 Prozent auf 2,50 Prozent, der Privatdiskont von 2,25 auf 2,75 Prozent gestiegen. Es handelt sich aber jedenfalls nur um eine vorübergehende Erscheinung, da Holland aus feinen Kolonien immer noch sehr viel Geld zufließt, dazu kommt auch französisches Fluchtkapital, das kurzfristige Anlage findqt. In Frankreich selbst werden sich vor der Emission der neuen Anleihe keine großen Veränderungen vollziehen. Die Kurse der inländischen und ausländischen Divideudenwerte zeigten weiteres leichtes Anziehen, auch Renten waren etwas gebessert. Die Geldknappheit in Deutschland hat sich neuerdings verschärft u.nd bi-* Börsendeprefsion weiter ausgedehnt. Der gestrige Privatverkehr. Im gestrigen privaten Effektenhandel von Geschäft zu Geschäft waren bei ruhiger Tendenz tschechoslowakische Effekten gesucht. Auch nach einzelnen ungarischen Werten herrschte Nachfrage. Die Umsätze bleiben jedoch gering. Die vorgenannten Effekten wurden zu den letzten Schlußkursen umgesetzt. Der Geldmarkt. Der Ultimobedarf war gestern schon gedeckt, so daß der Bedarf für die Prolongation sehr gering war. Geld wurde reichlich offeriert und drückte infolge der wenigen Abnehmer den Zinssatz. K o st g e l d betrug 10,5 Prozent, während erstklassige Wechsel mit 0.25 bis 9.50 Prozent leicht untergebracht werden konnten. Insolvenzen. Das Ausgleichsverfahren wurde über Moritz M a j e r in Rodaun und Samson S ch e r z e r, Kaufmann, 2. Bez., Praterstraße 51, eröffnet. Die Schwankungen aus dem Valutenmarkte. Auf den internationalen Balutenmärkten war gestern ein bemerkenswerter Rückgang der Norddevisen zu verzeichnen. So senkte sich in Zürich Devise Oslo von 95.25 auf 93.50, die, Devise Kopenhagen von 118.25 auf 114.60. Diese Kursrück-! gänge sind mit den ungünstigen Handelsbilanzen in Verbin-, düng zu bringen. Fest war die Devise Warschau, welche von 96 auf 96.50 stieg. Die übrigen Kursänderungen waren ohne Bedeutung. Vortrag über das deutsche Aufwevtungsgefttz. Heber, Veranlassung des Jiuergruud (Deutscher Grundbesitz-, Jntcresseuverband in Berlin) wird der Berliner Rechts-, auwalt und Notar Dr. Lüdinghausen, Montag den, 8. d., halb 7 Uhr ckbends, im Niederösterreichischen Gewerbe-, verein, Wien, 1. Bez., Eschenbachgasse 11, einen aufklärenden; Bortrag über das jüngst geschaffene deutsche Aufw'er-; tnngsgesctz halten. Der Vortrag ist frei zugänglich. Die Großhandelspreise im Jerusalem-Jaffa-Distrikt int. Mai 1925. Int Berichtsmonat sind sehr wenig Veränderungen! zu melden. In Jerusalem und Jaffa ist Weizen von 170 bis, 173 Piaster Ende April auf 165 bis 156 Piaster gefallen^ In Jaffa stieg Blltter von 1750 Piaster auf 1960 Piaster und, Kartoffeln von 76 Piaster auf 105 Piaster. Tomaten fielen von 500 Piaster ans 280 Piaster, worauf sie wieder anf 350 Piaster anzogen. Für Mehl lautet die Notierung in Jaffa:! einheimisches 210 Piaster, Australmehl 210 Piaster, amerikanisches 260 Piaster; und in Jerusalem: einheimisches 215! Piaster, Australmehl 220 Piaster, amerikanisches 265 Piaster«! Wiener Produktenbörse. Die Preise notierten gestern! wie folgt: Weizen: Inländischer neu 39.— bis 40.—, Unga-> rischer Theiß 79/80 Kilogramm 43.— bis 43.50, Ungarischer neu Theiß Kilogramm 41.50 bis 42.50, Jugoslawischer 76 Kilo-, gramm —bis —Jugoslawischer 77/78 Kilogramm — bis —. Roggen: Inländischer neu 31.75 bis 32.25, Pester. Boden neu 32.— bis 32.50. Gerste: Inländische 34.-' bis 39.—, böhmische mährische —.— bis —Mais: Uußa-i rischer —bis —. E i n q u a u t i n 43.— bis 44.—: Hafer: Inländischer 38.— bis 39.—. Reis: Italienischer, 81.- bis 83.—, Burma 62.- bis 63.50. M a h l v r o d uf teft Grieß inländischer 85.— bis 87.—. Weizenmehl 0 inländisches! 81.— bis 64.—, Kochmehl 2 inländisches 76.— bis 78.—. Brotmehl inländisches prima 65.— bis 67.—. — Tendenz r Ruhig. _ Die Devisenkurse. Zürich» 1. August. (Devisenkurse von 12 Uhr.) Berlin pro Billtou 122.60 (122.60). Holland 206.75 (206.70). Rew-Pork 516.-(516.-). London 25.01(25.00»/,). Pari« 24.47V, (24.35),;' Mailand 18.85 (18.86), Brüssel 23.75 (23.75), Kopenhagen 114.60 (118.25), Stockholm 138.60 (138.45), Oslo 93.60 (95.25), Madrid 74.60 (74.55), Buenos Aires 207.50 (207.50),! Prag 15.27»/, (15.27»/,). Budapest 0.007245 (0.007250), Bukarest; 2.65 (2.65), Belgrad 9.35 (9.40), Sofia 3.75 (8.75),; Warschau 96.60 (96.-). Wien 72.45 (72.47) für 100 Schilling.! Budapest» 1. August. (Devisenkurse — Eigenbericht.)! Berlin 16 880, Amsterdam 28.500, Kopenhagen 15.680, Stock«; Holm 19.070. Rew-York 70.950, London 846.000, Part» 8874, Brüssel 6276. Prag 2104. Belgrad 1387. Bukarest 861.-,' Warschau 12.826, Wien 9987. Sofia 516. Mailand 2596/ Zürich 13.790. üsäii

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