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Wiener Morgenzeitung · 1925-08-02 · Heft 2316 (2.8.1925) · p. Seite 9

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2316 (2.8.1925)
Date
1925-08-02
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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.Nr. 2316 Dien, Sonntag .. ■ >»> .. . ...—» >->»»»> ... «erblicher Fragikafte«. Unsicher. Oib die Halsen^ündiiug sin Symptom eine- Scharlachs war, kann der Arzt oft schlver feststellen, wenn er zu einer Zelt gerufen wird. da der typische Ausschlag, der oft nur Stunden andauert, bereits verschlvuudelt ist. Die nachherige Abschuppung oder der Eintritt von KompWationen selben meist entsprechende Klärung des Falles. Immerhin ist jeder verdächtige Fall angeigepiflichtig. — Rotlauf. Es gibt immer wieder an deüsekben Stelle sich wiederholenden Rotlauf. Nur der behandelnde Ar.zt kann Ihnen vor'bcugende Maßnahmen empfehlen. — Phrawarth besitzt, ähnlich ime FranzenSbab, kohlen-faure Eisenbäider, die bei Herzkrankheiten oder Frauenleiden in Betracht kommen. — Mandeloperation. Man ist heute von der bloßen Stützung der Rachenmandeln abgekommen und wendet die Ausschälung au, falls Entfernung großer, kranker Mandeln notwendig ist. Wien, 2. August. Im redaktionellen Teile enthaltene entgeltliche Mitteilungen sind durch ein vorangesetztes E gekennzeichnet. * Trauung. Im Klucky-Tempe'l im 20. Bezirk findet heute «nn halb 4 Uhr nachmittags die Trauung der Beamtin der „Wiener Morgenzeitung", Fräulein Berta Teich mann, mit Herrn Jakob Schlüssel statt. E Eine große Freud« erlebt sede Mutter an ihrem Kinde, wenn sie demselven — falls sie es nicht selbst ernähren kann —. in den ersten Lebenswochen Nestles gezuckerte Milch verabreicht, eventuell unter Zugabe von etwas Nestle Kindermehl. Diese Milch gerinnt nie und schützt den Säugling vor der im Sommer besonders erhöhten Gefährlichkeit der Milchschäden. Dann soll das Kind Nestles Kindermeyl erhalten. * Negierungsrat. Dr. Weihrauch gestorben. Gestern ist der langjährige Florwsdorfer Amtsarzt Regieruugsrat Doktor Samuel Weihrauch im 69. Leibensjahre gestorben. Er war seit 32 Jahren Polizcibc.;irks-(später Obcrl>ezirks-)arzt in Floridsdorf und hat auch als Gerichtsarzt beim Bezirksgericht Florids-dorf fungiert. Dr. Weihrauch ist vehältnismäßig spät zum Studium gekommen. Erft mit 18 Jahren ha! er in Czernowitz das Gymnasium besucht; er hat dann allerdings in knapp drei Jahren den ganzen Stoff der Mittelschule bewältigt und kam daun an die Universität. E Das Warten und Zögern kostet Sie viel Geld. Decken Sie Ihren Beda ns an Pelzen, Pelzmänteln, -Sakkos, Boas usw. schon jetzt, vor Beginn der Saison. Sie toufennie und nirgends so billig wie jetzt bei Pechaus H e i nr a n n, Wien, 5. Bez., Strobelgasse 21. Siehe das Inserat im Anzeigenteil des Mattes. * Das Wetter. Der gestrige Tag verlief ohne Störung des Schönwetters. Die Prc»gnvs>e für heute lautet: Zeittveiise trüb urtb Regen, kühl, starke westliche bis nordweWchc Winde. E Die Sorge für de» Sommereinkauf steht vor der Dür. Jetzt heißt es, die richtige Quelle zu finden und sich an diejenigen Jirmeit zu wenden, die in der Lage sind, die Dame un>d den Herrn von der .Koubnrrenzlvsigkeit der Warenangebote in Qualität, Preis und moderner Musterung zu überzeugen. Ein Weg durch die Tab orst ra ß e führt uns an dem populären Warenhaus Brüder Schiffm a u u vorbei, das sich im Lause feines langjährigen Bestandes als ein Unternchlnen ersten Ranges unter der Führung des allgemein geschätzten Fachmannes Max Schi ffmann bowährt Hatz. .Im Warenhaus Sch iss manu, 2. Bez., Taborstraße 48, kaNn auch derjenige, dem nicht allzu große Mittel 'zur Vevfügung stehen, feilten Bedars an Garderobe und Ausstattung decken. Uciberaus aktuell ist jetzt der als Gelegenheitsoirrkarvs gedachte Zeitpnkt für die Sommerw a reu -Sondera n g c 'b o t c. Für das leichte Svmmevkleid finden die Kunden reichhaltigste Auswahl irr den bekannten Modestoffen wie Crepe de Chine, Crepe marocain und den anderen Reichten Somntergoweben, die für den Aufenthalt aus dem Lande und im Kurort in Betracht kontinen. Ein besonderer Bvlveis für die außerordentliche Leistungslsähigfksit dieses Unternchniens: Kleider-Voile in allen Dessins und Farben pro Meter nur 9800 K. Nicht zu vergessen ist auch das Lager in Chiffoiien unk Leinen, fertiger LeiAväischo und allen Modeartikeln vom eillsachsten bis z»nn feinsten Genre. Ueioeraus preiswert sind auch die S t r u mps- und Wirkwaren. Für den kommenden Heribst hat das Warenhaus Brüder Schissuvannn eine nrustergültige Kollektion von Teppichen. Vorhängen und Bettdecken in allen PveiÄagen vorbereitet, so daß der Besuch dieser tftm« sich fite jedemnann sohltend gestalte:. ®1C Lebensuuttolmärkte. Die gesteigerte Anfnahmsfahtgkett des Konsuures 'bei Monatsbeginn kaut gestellt aus den meisten Marktgebieten zum Ausdmck. Die Groß Markthalle, die nn Detarlvovkchr wäihrend der ganzen Woche schwache Frequenz austvtcs, hatte gestern besseren Beisuch zu Verzeichnelt. Rindt ctsch erhielt sich auf dem vorwöchigen Preisniveau. Kalbum 20 Groschen pro Kilogramm im Preise hernb *** ^lc Kalberimportc. nmnentlich ans Polen eine mermcho Zunahme auiswiesen. Gestern hatten in der Großf? «• *» »CS ifn®!'»- «*uUf«*et€*iflana. P-.md°!?r Ai5°l m billiger. Salatgurken blieben, trotz gesteigerter Kuinibren -.a-nentlich aus Ungarn, t.nverändert. Karten lanM i! choßeren Mengen em. 2lus dmn Obstmarkte finden gegen!?^'"g Zwechchkeii lebhaften Absatz. Die Marilleirutfubrer »» ■ ^^nehmen. Geflügel wurde in größeren Mengen au> me Markte gebracht. Der Absatz vollzog sich relativ günstig -nid C.^'n'It fei« KUogrmnm je nach Qua/itä, uuv C..r .Tf>t 14 bis 17 Groschen pro Stuck ie nach Größe uns >?er.:t!Nst entsprachen dem Bedarfe. Nrma SchuhhauS Dorn, 2. Bez., Taborstraße 8 a «L betannt. daß die Rostpaare an Schlchen. die dnrchlorm cr!ss.laii>ge Qualttäteil sind, solange der Vorrat reicht sohl bnng abgegeben werde»!. ' 1 v O li. * ^Ä^^Echische illustrierte Garten- und Klcintier Zeitung, ZeUnngsverlag Schulz, Wien, 9. Bez., Canisms^ Ä! ^brnvu^ 18-6-76) ist am 1. d. zum ersten Male ttii g© ftjt erreichtsche illustrierte Gartenuii friein VF,e 1!■"ng".erschienen, als deren Rodaktenr dki als Organlsator der Kletngartner und Siedler bestens bc rannte Fachmann Enttl Magschitz zeichnet. Die erst> Nummer der unter der Parole Kampf um die Dauer Pacht' gegründeten Blattes enthält Geleitworte Port Cmi Magschitz, dann vom Obutann 'der Kleingärluersektion bei Oefterretchischen Verbandes Josef Reißberger mrt vor dem bekannten Khnologen Ludwig Wexberg. „ * Dtl-Ka. SvuMerrÄnnlUngSverkanf. Letzte Woche. Be ■ «4»sa BM«n*r i>. August 1925 Sette fl * Tod an HundSwut? Die löjährige Rndolfine Wo n d r a war vor ietwa fünf Woche«, angeblich von einem Hunde, der nicht ausgeforscht werden konnte, gebissen worden. Sie wurde sofort gegen Lyssa getmpft. Gestern ist sie unter Kräinpfen itnid Lahtnungserscheinmtgen gestorben. Die Oeffnung der Leiche wurde angeordnet. * Rätselhaftes Verschwinden. Seit fast zwei Monaten ist der 62jöihrige Produktenhändler Franz Reschreiter, der sich ans einer Geschäftsreise ln Wiener-Neustadt befand, spurlos verschwunden. Man glaubt an einen Unfall oder an ein Verbrechen. * Ein verhafteter Hochstapler. Gestern wurde von der Wiener Polizei ein großüigiger Scheckfälscher. Betrüger und Hochstapler verhaftet. Der Msährige Bankbeamte Paul P re sch n er, der oft die Gelegenheit und das Geld hatte, eine anständige Position zu erlange,l, geriet immer wieder durch seinen Leichtsinn ans die Bahn des Verbrechens. In den verschiedensten Städten Oesterreichs und Deutschlands verübte er Betrügereien und zahlte mit wertlosen Schecks. Preschner war mit der Tochter eines hiesigen Industriellen verheiratet. Die Ehe wurde aber geschioden, weil er die ansehnliche Mitgift mit anderen Weibern dnrchbrachtc. Die letzten Betrügereien verübte er in Salzburg, wo er sich für einen wohlhabenden Ällann ausgab >tnb ans großem Fuß lebte. Preschner wurde dem Landesgerichte eingeliefert. Bühne md Kunst. Sie Aüel-Pann-Avsstellung in der 0<Kffion. Unter überaus starker Beteiligung wurde gestern in der Sezession die Sonderansstellitng Abel Pan ns eröffnet. Sie enthält die große Serie „Die B ibel «nd der O r i e n i i n B i l d e r n", welche 166 Nummferit umfaßt, semer den erschütternden, ans 4L Bildern bastehenden Zyklus „D e r Tränen krag", welcher das jüdische Pagrommartyvium behandelt. Dieser Zyklus, welcher Eigentum des Nationalnniseums „Bezailel" in Jerusalem ist, wurde vom Dezalel für Zwecke dieser Ausstellung geliehen. Abel Pann, Maler und Poet, übt mit seinen Schöpfungen tiefe Wirkung. lieber diese sehr bonlerkenswerte Altsstellung wird noch eingehender z»t berichten sein. «tu de« Ämter«. Burggarten lbei ungünstiger Witterung im Festsaal der Hofburg). Heute, 8 Uhr abends, F e st s v i e l z v t l u S. „Die Fledermaus". Dirigent r Friedrich G r u b e r. —- Aiorgen »160 Jabre Johann Stra u ß*. Lichtbtlderkonzert mit Vortrag (Dr. Ernst D e c s e y) und Gesangseinlagen (Grete D ü r r i g l - Schwoiser und Viktor Norbert). Dirigent: Martin S p ö r r. Schönbrunner Schloßtheater. Heute Erstaufführung von ^Doktor und Apotheker* (Karl Ditter o. Dittersdorf). . Volksoper und Carl-Theater. Die beiden zufammengebrochonen Wiener Theater, Dolksoper und Carl-Theater, ^werden pntcr der genleinsamelt Leitung ihres bisherigen Ausgleichsverlvatters Hugo G r u d e r- G u n t r a m in der «weiten Äntzust- Nwche wieder evoffnet. Oper und Operette sollen in berden Theatern gepflegt werden. In der Volk so per gastiert vom 11. d. an eine italienische Opernstagione unter nluisikalischen Leitung des italienischen Dirigenten Tango,' welcher auch für den Rest der Saison als Dirigent für italienische und französische Opern verpflichtet wurde. Ab 1. September beginnt dre reguläre Saison an der Bolksoper. Ihr erster Dirigent unter künstlerischer Leiter wird Leo Blech sein. An Novitäten wurden erworben: „Holofernes" von Reznicek, „.Hochzeit im Fasching" von Po'ldini, „Das Liebesbattd der Marchesa" von Wolfs-Ferrari, ferner ,-Don Quichote von Massen et. Ferner wird Mozarts .^Zauberfböte" in der Schinkelschen dekorativen Fassung angskündigt. Besondere Zugkraft soll Michael Bohnen bieten. — Das Carl-Theater beginnt am 10. d. mit Strauß' „Fledermaus". ,Ligeunerbaron", „Das Spitzentuch der Königin" und „Der Caaliostro' des Wiener QperetteuklaMers sollen folgen. Für die ,Melebnng" der klassischen Operetten wurde E. W. K o r n g o l d als Dirigent engagiert. Berelne. »ortrüge «nd Versammlnngen. Morgen Montag. 9 Uhrr Marktberichte. — 11 bis 1 Uhr r Bor» mittags konzert. — '/,4 Uhr r Schlußkurse der Wiener Börse. — 4 bis 6 Uür r Rachmittagstongert. Strauß r Jbyllenwalzer. Lachner: Die vier Menschenalter. Richard Strauß: Wisgenlivd. Dawes: Violine solo. Verdi: Don Carlos. Delcroix: Die Nymphen. Steinschneider: Weiße Nelken, dnnlelrote Rosen. Pennert: Radiofun>ken. Waldteufel: Ein Sommerabend. Kahn: Swingin Down. — 6 bis 7 Uhr: Von des .Kolumbus Fahrt (3. August 1492). — 8 Uhr: Konzertakckdemie. F. Chrpm: Scherzo B-Moll. F. Schubert: Frühlingstramn. I. Brahms: Mainacht. R. Schumann: Dein Angesicht. E. Griea: Zur JohanntSnacht. H. Vieuxtemps: Polonaise. F. Schubert: Der Jüngling an der Quelle; Lachen und Weinen. R. Schumann: Au« alten Märchen wimt es; Lied der Braut 1 und 2; Frühlingsnacht. F. Liszt: Polonaise E-Dur P. TschaikoavSky: Arie aus „Eugen Onegin". R. Wagner: Arie aus „Der fliegende Holländer". Lortzing: Arie aus .Der Waffenschmied". H. WieniawSki: Legende. R. Wagner: Fliedevmonolog aus „Die Meistersinger". R. Leoncavallo: AM ans „Zaza" (iitalienisch). Karl Goldmark: Trio. tzerichtssaal. sie «mtigea Hakenkreuzler. Die Ueberfälle in Wien. — Roßbach in Baden. Am 19. Mai kam es nach einer HoEenkreuzlemersammlnng im Prater zu den üblichen Allsschroitmvgen und Uoberfällen bewaffneter Banden auf wehrlose jüdische Passanten. Einer der Helden, der Maschmenschlosserlchrlm.g Anton Schrei, der wegen unbe fugten Waffen trage ns bereits polizeilich vorbestraft ist, tat sich dabei besonders hervo-r. Er überfiel den Handvlsangestellten Rubin P., der mit seiner Braut spazieren ging, von rückwärts und gab ihm einen 'Schlag auf den Hinterkopf. Als sich der Uoberfallene niMvcndete und zur Wehr setzte, betont er noch einen Schlag anf die Stirne und auf das Auge, so daß er blutüberströntt zUsaunuenstürzte. Als er aufsprang, erhielt er einen dritten Schlag und das Schlagmstvuiment, ein großer Schlüssel, fiel klivrend auf die Erde. Der Attentäter ergriff nun wie es so volkffcher Brauch ist, die Flucht. Er wurde aber von anderen Passanten verfolgt und beim Carl-Theater von eineni Wachmann angehalteu. Gestern hatte sich Schrei vor dem Strafbezirksrichter Dr. I e l l i n e k zu verantworten. Auch mr Gerichtssaale verließ ihn sein heldenhafter Mannesmut nicht. Er l e u g n e t e a l l e s und schob die Schuld auf drei andere Hakenkreuzler, die er nur vom Sehen her kennen wollte. Der als Zeuge vernommene Ueiberfallene gab mit Bestimmtheit an, daß nur Schrei der Attentäter gewesen sein könne. Er sei, da sein Auge ganz blutunterlaufen war, zwei Tage laug altßerstaude gewesen, seinem Berufe nachzugchen. Die Braut des Ueberfallenen und ein Tatzeuge, der Beamte der Gemeinde Wien Karl Henkel boten einen Eid darüber an, daß nur der Angeklagte der Täter gewesen sein könne. Schrei leugnete immer hartnäckiger, obwohl ihn der Richter auf die Unglaubwürdigkeit seiner Aussage aufmerksam machte. Schließlich wurde der Angeklagte wegen Derletzmrg im Rauifhandel zu 10 Schilling Geldstrafe . verurteilt. Der AngeAagte quittierte diese mit einer sehrdevoten Verbeugung und der Beanerkung: „Ich danke ergebenst." — Richter: Sind Sie zufrieden? — Angckl.: Ich danke. — Richter: Das nächstemal bekomnten Sic Arrest. Dagegen in W i e n e r - Ne u st a d t: Vor einem Schöffengericht unter Vorsitz des Oberlandesgerichtsrates Dr. Schnlhof hatte sich der Friseur August Theobald aus Baden wegen Verbrechens der öffentlichen Gewalttätigkeit und wegen Uebertretung der Wachebeleidigung zu verantworten. Jur Mai fand in Baden eine Hmdenburg-Feier statt, an der zahlreiche Nationalverbände und auch die Roßbach-Truppe teilnahmen. Beim Heimmavsch kam es zwischen den Hakenkreuzlern und Sozialdemokraten zu Zusamlnenstößen. In der Nähe des Bahnhofes befindet sich das Arbeiterheim, welches zur Zeit, als die Roßbach-Truppe zum Bahnhof obmarschierte, bereits von 160 bis 200 erregten Arbeitern de- Ziouistilsche Bezirksisektion Brigittenau. Morgen um 8 Uhr abends im OrganiiisatiMokale, 20. Be^j., Gaußplatz 11 (Cafe Holpern), Versammlung. Tagesordnung: Kongroßfragen. Referenten: Dr. Israel Wald mann, Löbol T a u b e s und Dr. F i n k e l st e i n. — B u k o w i n a e r Z e n t r a l v e r b a nd. Honte um 9 Uhr im Cafe Gdffon (Zllserstraße 4) Hauptversammlultug. v Der Verein Ohel Rachel teilt mit, daß auch Heuer anläßlich des Todestages der Vereinspatronin, der seligen Frau Berta Meininger am 18. El ul (30. August 1925) ihre Kinder zur Ausheiratuug einer armen Braut erneu Geldbetrag von 130 Schilling gewidmet haben. Bevorzugt werden Doppölwoiisen. Bediitgung: Die Braut ist verpflichtet, a„t obgenannteu Tag zu heiraten. Gesuche bis längstens 12. August an. die BereinsbauAei, Men, 2. Bez., Kleine Pifarvgass« 8. Di« Zionistische Bezirkssektion Brigittenau gratuliert Herstichst ihrem bewährten Äusschußmitgltod Nioritz NiweS zu feiner heute Sonntag um 4 Uhr nachnlittags rm TdnpÄ, 20. Boz>, Klitckygaffe, ftattzfindenden Trauung nrit Främein Helene L i,, d. Mr das Präsidium: Dr. Israel W a l d m a n n. Für das Sekretaviat: P. Wühl, Klein jun. Radioprogramm. Heute Sonntag. 11 bis 1 Uhr: Orchesterkonzert des Wiener Slimptzoitieorchesters. G. Makler: IV. Hympyonte At. Schillings: Vorspiel zum 2. Alt der Oper .Ingwelde". M. Spüret Wunderkornlieder. R. Wagner r Siegfrieds Rheinfahrt aus «Die Götterdämmerung". — 4 bis 6 Uhr r Rachmittagstonzert. Mendelssohn: Hochzeitsmarsch. Lanner r Der erste Gedanke, Walzer. Thomas r. Lnstspielouvertüre. Bach-Äounod t Meditation. Tschaikvwsty r (ld»n«ou trl,ta. Liszt r Ungarische Rhapsodie 3; Dietrich r Ich habe dich s» sehr geliebt. Slatinay r Tanzo a'amour. Silving: Konzert- und Tyeatenevue. Josef Straub r Aquarellenwalzer. Rich. Fall r Was machst du lieber Hänö V — a Uhr t Orchesterkonzert der Kapelle Ganglberger. Ioh. Strauß: Ouvertüre zur Operette »Waldmeister". Josef Lanner: D>e Romantiker, Walzer. M. Rhode r »Gounodiana". W. Popp: „Gute Nacht, du mei» herziges Kind". P. Mascagni r »Luvslleria rustlcsns". I. W. Ganglberger r Intermezzo. KaMrrMNÄMedkr. Joh. IWrMgMsMch. setzt war. Um Zusammenstöße All vermeiden, wurde eine Abteilung Gendarmerie unter dem Konrmando des Revierinfpeiktors Wolf znm Bahnhafptotz dirigiert und sperrte die Straße zwischen dem Arbsitevheml und der Roßbach-Truppe ab. Als nun die Nationalsozialisten in die Nähe des Arbeitecheims kamen, wurden daselbst stürmische Abzugstttfe laut und die Situation nahnt emey sehr bedenklichen Charakter an, da der Kommandat der Roßbach-Truppe halt machen ließ, Front zum Arbeiterheim kommandierte und Befehl gab, die Beilpickel freizillmacheu. Mn versuchten die erregten Arbeitermassen die Gendarmeriesperre zu durchbrechen und auf die Hakenkeuzler loSzugehen. Dabei tat sich besonders Theobald hervor. Inspektor Wolf ersuchte nun die Roßbach-Leute in energischem Tone, abzumavschieren, und als diese seinem Aufträge nicht folgten, komntandierte Wolf selbst: ,Habt acht! Marsch!" und die ganze Kolonne setzte sich zum Mnrarsch in Belvegung. Während er nun den albziehenden Roßbach-Leuten nachsah, verspürte er einen Schmerz im Rücken und der neben ihm stehende Gendarm Sussak bemerkte, daß Theobald einen anderthalb Kilogramm schweren Ziegel gegen Wolf getvorfen habe. Als Wolf das Nationale abverlangte. soll sich Theobald geäußert haben: „Sie brauchen wieder eine Anzeige, weil Sie einen Batzen mchr auf den Kragen kriegen wollen." Der Angeklagte leugnet, die Aeußerung getan zu haben, und stellte auch entschieden in Abrede, den Stein gvwovfen zu haben. Er ist ein schtverer Epäleptiker und hat auch an jenem Abend nacheinander mehrere schlvere Anfälle erlitten. Hingegen behaupteten die Gendarmen Sussak und Bacher, in ThevbaVo mit Bestumntheit Yen Ntonn zu erkennen, der den Swm gegen Wolf geschleudert habe. Ein Antrag des Verteidigerauf Psychiatrievung des Angeklagten wurde abgelvhnt. Der Sv* richtshof verurteilte den Angeklagten zu einem Mona^ j chw % x KMMEtz -

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