Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2314 (31.7.1925)
- Date
- 1925-07-31
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 2314 Wien, Freitag Wiener Moraen^eiluna. 31. Juli 1925 Seite 3 An murr polnisch ruffischer Grenrrwischenfall. Moskau, 30. Juli. (Ruff. Tel.-Ag.) Während einer Inspektionsreise an der Grenze des Bezivkes Jampol wurde der K o m m a n d a n t der s o w j e t r u s s i s ch e n Grenztrnppc von Polnischen Soldaten ermordet. Die Tat erfolgte nach Ueberschreitung der Grenze durch die polnische n Soldaten, die die Leiche verschleppten. Erst später wurde die Leiche den Sowjetbehörden ausgeliefert. Im Bezirk Jampol haben sich bereits in den letzten Monaten mehrere Angriffe regulärer Polnischer Truppen auf sowjetrussischen Boden ereignet. Im Zusammenhangs hiemit überreichte heute das Volkskommissariat des Auswärtigen der polnischen Gesandtschaft einen P r ote st. Ferner begibt sich eine gemischte Ko mmrssion an die Grenze, um Ermittlungen über die Angelegenheit anzustellen. Konsulatsbeamte als Defraudanten. (Eigendienst der „Wiener Morgenzeitung".) Warschau, 30. Juli. Eine Reihe von polnischen Blättern berichtet über große M i ßb r ä u ch c, welche in einigen p >o t n ischeu Kons u l a t e n i m A n s l a n d e vorgekommen seien. Der Beamte Bogueki im polnischen Konsulat in Leipzig «habe 1 2 0.0 0 0 Gol d m ark v e ru n t r e u i; im N e w - U v r k e r polnischen Konsulat seien 2 0.0 0 0 Dollar, im Hamburger 30.000 G ol dm a r t von Konsulatsbeamten defrandicrt worden. Auch in den polnischen Konsulaten in München und Breslau seien größere Mißbräuche aufgedeckt worden. Nach den Blättermeldu.ilgen wurde der Leipziger Konsn'larbeamte B o g u c k i r> e r h a f l e t und die polnische Regierung hat sich an die Vereinigten Staaten gclvendet, um die Verhaftung des Netv-Aorker Defraudanten zu veranlassert. Das polnische Außenministerium habe eine Reihe von D i s z i p l i n a r u n t e r s u ch u n g e n gegen Konsnlarbea^nte wegen Duldung der Mißbräuche augoordnct und eine Verordnungerlassen, um weitere Mißbräuche in den Auslandsvertretungen zu verhüten. Bor einigen Tagen ist der Legationssekretär der u nga «ischen Gesandtschaft in Warschau, ein Herr v. Platy, mit 19.0 0 0 Dollar durchgegangen: Er hat!sich wahrscheinlich -nach Amerika gewendet. Irr „Bund zur Wehr und Hilfe". Die völkischen Mordgesellen. Berlin, 30. Juli. Nach einer Blättermeldung aus Leipzig wurde dort eine vö l k i s ch e G e h e i m o r g a n ifatron aufgedeckt, an deren Spitze ein gewisser Clodius stand, der sich als Hauptmann ausgab, ohne je Offizier gewesen zu sein. Gegen das Treiben der Organisation, die sich ,>B u n d z n r Wehr u n d H i l f e" nannte und die zu angeblich vaterländischen Zwecken gesammelte Gelder für private Z w e ck e verwendete, hatte der Leiter der völkischen Kartells in Leipzig, Major Brauns, bei den zuständigen Stellen Anzeige erstattet. Daraufhin. hat die Organisation beschlossen, an Brauns Rache zu nehmen und ihn zu ermorden. Im Augenblicke, da die Tat zur Ausführung kommen sollte, wurden C l o d i u s u « d z w e i andere M i t g l i eder verhaftet. Sie wurden der Staatsanwaltschaft übergeben. - Bericht über eine PaWinareife?) Von Otto Abeles. 13. Lag in Liberias. Ankunft in tiefdunkler Nacht. Man tritt auf ' den Balkon des Hotelzimmers und lugt aus. Ein bizarres Häufergewirr, mit etlichen Lichtern besteckt, ragende, zackige Mauerstümpfe, im Hintergrund ein bleicher Wasserspiegel. Stimmen von Wien scheu, jammervoller Aufschrei eines Eselchens, Glocken der Kanüle. Rechter Hand eine Iveißschimmernde Straße, linker Hand ein Gebirgszug,- welchen die Scheinwerfer eines Autos erklettern. Hast du Blut in den Adern und warst jemals zu nachtschlafender Zeit in eine ferne Stadt gekommen, dann kennst du. die Erregung, die dem keimenden Tag. entgegenfiebert, der Entschleierung des rätselhaften Endchens Welt, das dir zu Füßen schlummert. Was wird der Morgen bringen? Cr brachte Tiberias und den See Kiuneroth. -i: Neue, ungeahnte Wunder. Schwärze Hauser, aber nicht vom Alter gedunkelt, in Schmutzkrusten vermummt. Frische, edle, mattglänzeude Basaltquadern, durch das Gitterwerk blendend weißer Kalkrahmen znsammengehalten. Bon diesen kräftigen Stauten und beu mächtigen Resten der «Mauer umhegt, welche die Inden in den glücklichen Jahren der Herrschaft ihres Gönners Sultan Selim «bauten, drängt sich licht und bunt der Knäuel orientalischer Gäßchen und wo eine Lücke blieb, schossen Palmen in die Luft, die Kronen über die Flachdächer breitend. Dahinter aber das sanfte Blaikgrün des friedlichsten, lieblichsten aller Seen. Sein Gestade hofft man in einigen Minuten zu erreichen. Indessen dehnt sich der Weg, sowie nwn in die grausen Windungen der Gäßchen geraten ist. Du mußt dich gar nicht vergafft haben, weil das Loben in der lachhaften Enge so reich ist, weil die merkwürdigsten Juden typen, mit bunten Gewändern des Orients angetan, hinter ihrem Maultiere gehen, Waren anbieten, auf der Strohmatte oder beut Teppich kauern, über einem Folianten *) Siche „Wiener MorgenzeituM" Vom 17- und 24. Juni, 2-, L . 4„ S» löu N» Wu A- und .26. d. x ildir lud« «rathllt «» als Pflicht, sein Leben zugunsten der Seinen zu versichern. Schiebet die Erfüllung dieser Pflicht nicht auf! Wendet Euch an die LebenwenlctieningsguellKhatt „Phönix“ in Wien 11049 Versicherungsabteilung des Jüdischen Nationalfonds Wien. I., Kärntnerstrasse 28 — Telephon 77-4-85, 77*4-86 oder an eine andere Filialdirektion des „Phönix" Sie zweite jüdische kmigmtions. foitfeteitj. Aus Berlin meldet die I. T. A.: Die BoAureitungen zur Tagung der zweiten jüdischen Emigrationskonferenz, die in Berlin am 9. August d. I. eröffnet werden wird, sind im vollen Gange. Bis jetzt haben die folgenden Organisationen ihre Teilnahme an der Konferenz angeknndigt: Polen: Zentrale jüdische EmigraticuSgosellschaift, Warschau; Lettland: Gesellschaft Emigdirekt, Riga; Litauen: Gesellschaft Emigdirekt, Kowuo; Danzig: Jüdisches EmigrationSkomi-tee; Rumänien: Jüdische Emigrationsbank, Ebtsinan; Jüdisches Emigrationskomitee in Bukarest und Czernowitz; Italien: Emigrationskomitee, Triest; Frankreich: Jüdische Welthilfskonferenz, Paris; Gesellschaft „Hilfe durch Arbeit", Paris; Secour-Comite, Paris: England: llkrainian Federation, London; China: Zentrales Jüdisches Jnformationsbureau, Charbin; Deutschland: Arbeiterfürforgeomt, Berlin; Zentralverband „Ort", Berlin; Zentrailverband „Ose", Berlin; Gesellschaft für Emigration und Kolonisation, Berlin; Palästina: Zentrales Palästinaanit, Jerusalem. Bon den überseeischen Organisationen werden vertreten sein: Bereinigte Staaten von Nordamerika: Hias, Now-Uork; Kanada: Jminigrantelrhilfsverein, 'Montreal; Südamerika: Jmmigrantenschutzverein, Buenos Aires. Bon anderen Organisationen wird die Nominierung der Delegierten in den nächsten Tagen erwartet. Außer den bereits bekannt gegebenen Referaten sind noch folgende zu nennen: Sejmadgeordnetcr Dr. I. Schipper über „Politische Tätigkeit auf dem Gebiete der jüdischen Emigration"; Dr. Silber färb, Mitglied des Berbandes „Ort", über „Professionelle Ausbildung der jüdischen Emigranten"; Dr. Rosen th a l, Vertreter des Berbandes „Ose", über „Sanitäre und medizinische Hilfe für die Emigranten". Letzte Kurse. New-Vorker Devisen. New-Bork, 30. Juli. (Tel.-Komp.) Berlin 23.80, London Kabel 4.85u/j, London Scheck 4.81, Amsterdam. 40.15, Paris 4.78, Brüssel 4.66, Rom 3.71^, Madrid 14.48. Zürich. 19.42, Stockholm 26.89, Oslo 18.66, Kopenhagen 22.87, Wien 0.14, Budapest 0.14, Prag 2.96»/,, Belgrad 1.80, Athen 159, Buenos Aires 403/8, Rio de Janeiro 11.75, Bukarest 0.52. Amerikanische Getreidemärkte. New-Borli» 30. Juli. (Tel.-Komp.) Weizen rot Winter 1645/s, Weizen hart Winter 168»/«, Mais 1207i( Hafer ol1/*, Roggen IO?*/». Ehikago, 30. Juli. (Tel.-Komp.) Weizen per Juli 157V», September 1505/8, Dezember 152; Mais per Juli 1033/<, September 104‘/7, Dezember 86V»; Hafer per Juli 42V», September 42Dezember 45; ' Roggen per Juli 93'/., September 96, Dezember 100^. geneigt, weil die Gestalten der durchziehenden Beduinen so königlich, die Lieder der Handwerker so melodisch sind — es währt auch so eine halbe Stunde, bis inan auf Irrwegen zum Landungsplatz vorgedrungen ist. * Fahrt auf dem Kinerechsee nach Migdal. Der Wind und der See spenden Kühle. Die Bootsleute, von den wenigen Ruderschlägen vor Hiffung der Segel in Schweiß gebadet, rrrhen neben uns, Preisen die Güte des Seewassers, das sie mit hohlen Händen schöpfen und zum Aiurrd führen. Das Land neuer jüdischer Gartenstadtsiedlungen, nnr Tiberias gelegt und an den Soeufern verlaufend, gleitet an uns vorüber, aus der klaren Ferne grüßen die Häupter des Hermon. I Tatsächlich: Ueber diesem tief unter dem Meeresspiegel gesenkten Becken lagert tropische Glut — jener Bergriese hingegen trägt Schneesaltett im Antlitz. „Nehnren Sie doch die schwarte Brille von der Nase!" mahnt mein Neisegenoffe. Tatsächlich: Diese Mischung zartester, scharf gestrichellter Paftelltöne auf den Hügeln, dieses Widerspiel vollsatter, roter, violetter, schwarz-grüner Tinten, von den märchenhaften Uferpflanzenmnd Steinblöcken irr die Wasserfläche gezeichnet — eine Symphonie der Farben, zu Gottes Ehre von der Natur gepinselt. Die Fische umspielen das Boot. Begnadete Stunden süßen Genießens, wie eine Insel der Seeligen wächst uns der Cnkalyptushain von Migdal entgegen, die ZhPreffenallee, die Orangerie, die Palmenzeile mit den Dattelketten. > - <•' - * Was stürmt dort wie eine wütige Windsbraut die Hänge hinab, Staubwolken anstvirbelnd, die Ufer verdunkelnd? Was entfaltet sich dort aus schwarzem Gedränge zur ,/Schwarmlinie" und stürzt mit heiserem Schrei den: Kinnerech zu? Verdurstende, von Staub und Hitze zermarterte Geschöpfe, Herden von Ziegen und Schafen rochen die Waffernähe, jagen den Abhang hinunter. Und da wir, vom Ansturm der lechzenden Tiere verdrängt, seitwärts anlegen, seihen wir auf der schattenlosett, steinigen, glühenden Höhe von Migdal jüdische Pioniere eine Bergstraße bauen. Im Juli, an den Wänden des Kessels von Tiberias, um die Mittagsstunde. Sie arbeiteten hier, währerrd du, iwMig An Segelboot hingestreckt, die Wunder des Landes Der Delegierte des Emigrationsdirektorkums für Nord» amerika, Herr Leo Motzkiu, und der Delegierte des EmigrationSdirektoriums für Südamerika, Herr Latzki- Bertholdi, die beide bereits nach Europa zurückgekehrt sind, werden ans der Konferenz Referate erstatten. Auswnndercrfürsovge des Hilf^veveines der deutschen Juden. Dem Korrespondenzblatt des Zentralbnreans für jüdische Auswanderungsangelegenheiten des Hilfsvcreins der deutschen Inden ist zu entnehmen: Im Jahre 1921 nahmen ihren Weg unter Fürsorge des Hilfsvereins über Berlin, Schlesischer Bahnhof, 19.381 Personen,, nno zwar 11.1.07 Männer, 5363 Frauen, 2911 Kinder (davon 5762 Nichtjndeu). In der Zeit von Jänner bis Juni 1925 nahmen denselbcil Weg 11.600 Personen, und zwar 7150 .Männer, 4679 Frauen, 2771 Kinder (davon .5599 'Nichtjuden). Die Dnrchwanderer reisen überwiegend in Transporten, die durch Schiffsgescllschaften von Ländern des Ostens nach Häsen der Weststaaten geführt werden. Gegenloärtig werden die Transporte, die nach Häsen in Belgien und Frankreich fahren, auch noch über Bentheim (Holland) geführt. P alästinasahrer ans dem Osten passieren gleichfalls die Fürsorgestation des Hilfsvereins am Schlesischen Bahnhof. — Der große Durchwanderevsaal am Schlesischen Bahnhof, der dem Hilssverein der deutschen Inden für die 2lnswandererfüvscrge von der Behörde zur Verfügung gestellt wurde, ist nach Möglichkeit mit Einrichtungen versehen worden, durch die die Anfenthallsbodingnngen verbessert sind. Durch S t e n t s ch wanderten lm Jahre 1921 9272 Personen, Jänner bis Juni 1926 1111 Personen. In H a mib n r g betrug die Zahl der jüdischen Auswanderer, die im Ueberseeheim (früher Auswandererhallen) ,im Jahre 1921 eintrasen, 1968. Nach privaten Feststellungen sind im Jahre 1924 über Bremen rund 100 Personen ausgewandert, davon zirka 185 nach den Bereinigten Staaten und zirka 175 nach Südamerika, sodann nach Kanada, Mexiko usw. - Im Bevliner Bureau des Hilssvereins der deutschen Inden, Steglitzerstraße 12, fanden im Laufe des Jahres 1065 Personen weitgehende individuelle Berainn-g. Rot unter den jüdische» Siedlern im Distrikt Sdeffa. Moskau, 28. Juli. (I. T. A.) Laut eines soeben ber* öffentlichten Berichtes einer speziellen Uilierfuchungskommission der Regierung herrscht unter den neuen jüdi-- schen Siedlern im Distrikt Odessa große Not. Es wurde ein Aufruf erlassen, den neuen Siedlern mit Nahrungsmitteln und Saatgut für den Herbstanbau zu Hilfe zu kommen. Irr 14. zionkstenlongreb. Die palästinensischen Delegierten. Jerusalem, 29. Juli. (I. T. A.) Bei den am 21. d. in Jeruisalem durchgeführten Wahlen von Delogierten zum 11. Zioivisteukongreß wurden laut den sooben b-eikanntgogobeuen ersten Resultaten die folgenden Herren gewählt: Wladimir I a b 0 t i n s k y, Sll p ras I y, Pros. Nahmn S l 0 u s ch, Philipp Kornfeld und der Vertreter der seplhardstche^ Jugendorganisation Glnsta L e n i a d 0, ein Nemenite. begafft Haft. Ihr Anblick mahnt, daß bu nicht kamst, dich an der Schönheit des Panoramas zu letzen. Das Brld dieser hier, die den Weg in die jüdische 'Zukunft bauen, muß stch demer Seele embrennen. An sie, nur an sie denken, wenn du die . Feder führst, den Weg durch Erez Israel zu schildern. An die Erdgräber van Migdal und anderer Punkte des Jordantales (Mittel der gegenwärtigen Temperatur 35 Grad Cellsius); an die Erbauer der Fournierfabrik von Chedera, die mit unsäglicher Mühe, bis an die Knöchel im glühenden Sande versinkend, von der Sonne verfolgt, dorr Insekten umschwärmt, Betonsäcke schleppen; an Herr nnbe-- zwingbaren Steinboden von Beth Ha Kerem, der doch bezwungen iwerden muß, nur Rarwr für die Grundmauern der Häuser zu schaffen, an die Brüder und Schwester;r jener Kwnzah — ich nenne sie nicht, glaubt mir, es ist nicht gefabelt — die erst vor kurzer Zeit eine längliche Periode durchmachte, während derer es bloß Bohnellnahrnng gab; an den C'haluz, der die Erkundigung nach dem Befinden seines Kindes mit den Worten quittierte: „Dank der Nachfrage. Es hatte bereits drei Fieberairfälle zu vestchen Sonst ist es gesund." * Der Weg, den die Straßerlbaner von Migdal ziehen, führt hinter denl alten Wirtschaftshof zu neuen Siedlungen. Typisches Stndreuobjekt für das Schicksal vor: Farmen, deren Eigentümer in Europa blieben mtb die Scholle fremder Arbeit überließen. Wirtschaftlicher Niedergang, Schnlderr, Veräußerung von Parzelleu zur Deckung der Schulden. Aber dort rückwärts, wo zjwölf neue, gefällige Zweckbauten stehen, von amerikanischen Inden für ihre litauischen Farn ilienangehövigen errichtet, wird eirre Gartenstadt blühen und sich in der: Kranz fügen, defferr Herzstück die Siedlrmg Dagania ist rrnd der in weitem Bogen Tiberias, den Wiuterkurort der Zukurrft, einschl-ießen soll. Noch sind die berührnten, heilkräftigerr Therrnerr verfallen, rroch ist der Fifchreichtnrrr des Sees rlirgenützt und der fette Lävaboden der Uferzonen nicht in Kultur genommen. Aber man muß kein Pharrtast sein, wenn man dieses herrliche Gestade reich besteckt sieht mit Sarratorien und Bitten, überschüttet mit Tropenblüten. In zehn Jahren wird der Tourist hier einen Flecken Erde sehen, «üppiger,, bunter, als es jetzt etwa die Zauberküste des Gardasees ist.