Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2310 (27.7.1925)
- Date
- 1925-07-27
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
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Wien, Montag Wiener Mor^enzeitnnn. 27. Juli 1025 Nr. 2310 Seile 4 «Herr in Polen, innerhalb seiner Kwuzah, hat der junge Chalug von -er Chatvurah gehört, über das schwere Leben, das darin herrscht, und hat nicht die geringste Lust, Hinzugehcn. Was ist geschehen? Daß es in der Stadt leichter und bequemer ist. haben wir immer gewußt. Sind wir doch ans der Stadt nach Erez Israel gekommen und sind wir doch aus ihr weggelaufen. Die Revolution gegen das Leben in der Galuth war eine Revolution gegen das Leben in der Stadt. Der Zug in das Land war verbunden mit dem starken Zug nach Äenderung der Lebensformen, nach dem Leben am Lande, nach dem Leben in der Arbeit. Deshalb sind wir doch nach Erez Israel gekommen. DaS lwar nicht nur eine geographische Äenderung. Das war einer der Hauptgründe des Zionismus und der wichtigste Grund innerhalb unserer nationalen Bewegung — die Rückkehr zum Boden! Und auf diesem Wege haben wir gar keine Forderungen gestellt, weder bezüglich der Schwierigkeit der Arbeit, weder bezüglich der Arbeitszeit noch bezüglich der Entlohnung. In die Kolonie, weit weg aus der Stadt! Das war die Losung! Einfaches, armes Leben; Land- und Naturleben! Und dieses arme Leben in der Kolonie, das Leben innerhalb der Landwirtschaft hat seine Wirkung nicht verfehlte Es drückte der ganzen Arbeitsbewegung im Lande seinen Stempel auf. In der Kolonie wurden die schönsten Gedanken gesponnen. Die kleine Kwuzah hat seinerzeit auch ihren Einfluß auf die Stadt ausgeübt. So war es einst, und jetzt haben sich die Zeiten geändert. Unsere Eltern, die Kausleute, die Händler und Spekulanten, haben dieses Leben satt bekommen und kommen nach Palästina, um sich ein Stück Boden zu erwerben und sich darauf anzusiedeln. Und ihre Söhne, die Chaluzim, die von einer Äenderung der Lebensformen, von einer sozialen Revolution sprechen — wollen in die Stadt gehen, nach Tel-Awiw. Sie wollen verdienen. Diese ganze Sorge um Hilfe für die Familie, die für alle diejenigen, die durchaus nach der Stadt gravitieren, als Ausrede dient, ist übertrieben und geheuchelt und hat ihren Ursprung meistens in der Verwässerung des Chaluzgedankens. Diese Sorge ist auch nicht neu. Auch vor zwanzig, fünfzehn und zehn Jahren waren wir gezwungen, unseren Eltern, unseren Brüdern und Schwestern zu Hilfe zu eilen. Auch damals kamen nach Erez Israel Menschen, von denen die Familie abhing, viele ließen einen kranken Vater, eine kranke Mutter zurück. Nichtsdestoweniger haben sie viele Fanriliengefü'hle verwunden, denn die Fahrt nach Palästina war nicht eine Fahrt für ,sachlich". Nach Erez Israel pflegte man nicht zu fahren, sondern zu flüchten, zu flüchten ohne das Einverständnis seitens der Eltern, ohne den Segen der Mutter zu erhalten. Die Fahrt selbst war revolutionär, revolutionär im Leben foefc einzelnen und umstürzend rm verdorbenen Leben des Städtchens. Man ist gefahren, um ein Arbeitsleben zu führen, und gerade in der Landwirtschaft! Und heute? Der junge Bursche oder das junge Mädel sind sich, sobald sie das Schiff verlassen, über die Evwerbsmöglichkeiten klar, wissen im vorhinein, daß es da schlecht und dort gut fei, wissen umzurechnen die Piaster in Dollar und die Dollar in Piaster. Wir sind nüchtern, praktisch geworden. Die Besten belügen sich selber, daß dies nur ein Uebergang sei. Erst werde ich ein paar Pfund verdienen, die Familie herunternehmen und dann werde ich aufs &mi> ge-ljen. Unb in der Wirklichkeit? In der Wirklichkeit bleibt man in der Stadt und verliert jeden Kontakt mit der Chaluziuth und der Landwirtschaft. Gehet hin und sehet, welche Kluft sich auftut zwischen dem Arbeiter in der Stadt und dem Arbeiter auf dom Lande. Schaut euch die Jungen und Mädels, die in die Stadt strömen, an. Man erkennt nicht, welchen Stand sie angehören. Ten Landarbeiter pflegte man zu erkennen und erkennt ihn noch heute an der einfachen Kleidung, an den einfachen Schuhen ufw. Und dies ist nicht nur der Ausdruck seiner wirtschaftlichen Lage, sondern das ist der Ausdruck einer bestimmten Lebensrichtung. Wir halten uns voll Mel von der Stadt und ihrem gefälschten Luxus abgewandt, wir woll ein einfaches, gerechtes Leben führen, ohne jede Tünche und Schminke. Aber heute flößt dies Leben keinen Mel mehr ein. Mr gewöhnen uns an alles, kommen aus Warschau nach Tel- Awiw und setzen wieder Warschau in Tel-Awiw fort, als ob dazwischen' nichts liegen würde. Und daher, alle diese Folgen. Daher diese Proletarisierung, die kein Morgen, nur ein .Heute kennt. Es wurde eine neue Ideologie gebildet, die diesen Niedergang begründet, es wird ein Proletenstand gebildet, der sich nicht nur vom Mittelstand, sondern auch vom Landarbeiter unterscheidet. Es entsteht eine Kluft innerhalb der Arbeiterbewegung, die geeignet ist, den Wert der Landwirtschaft für unsere nationale Bewegung Zu verwischen. Man muß daher über die Chaluzbewegung und ihren Wert Nachdenken. Man erzählt uns über eine Vhäluzbewegung, über eine Jugendbewegung, achttausend, zehntausend. Was hat dies zu besagen? Verpflichtet diese Ghäluziuth ihren Namensträger zu irgend etwas? Wissen Sie, wozu sie ins Land kommen? Dieser Bewegung will ich die Hauptsache, ms Gedächtnis rufen: Mr rufen euch zur Landwirtschaft, zur Erdarbeit, obzwar wir euch nichts versprechen. Wir verspechen euch keine schnelle Kolonisierung und keinen eigenen Boden. Und trotzdem sollt ihr zur Landwirtschaft gehen, gerade zur Landwirtschaft, zur „Chawurah", und zur schweren Arbeit. Denr^d i e s ist eure Aufgabe! 1-* .Vn/TMn allein nützt nichts gegen die kJ Wechselfälle des Lebens. Was wird aus Ihrer Familie, wenn Sic vorzeitig sterben? Ver*irhg*m ^eben bei der r wf #£ Lebensversicherungsgesellschaft „Phönix" in Wien, Versicherungsabteilung des Jüdischen Nationalfonds, Wien, I., Kärntnerstrasse 28. Telephon 77-4-85, 77-4-86, oder bei einer anderen FilialdirektLn des „Phönix". Jüdische Boldverlretmis und Jewish Aaemv. In seinem Berichte über die Universitätseröffnung in Palästina erwähnte Herr Obevrabbiner Dr. C ha j e s, wie tief es ihn ergriff, daß bei diesem Anlasse geistig hochstehende Vertreter .der verschiedensten Völker dem Judentum ihre Achtung bezeugten, Vertreter derselben Völker, die Jahrhunderte hindurch das Judentum demütigten und unterdrückten. Man kann, wie ich glaube, dem Kongreß nichts Besseres wünschen, als daß er sich auf der Höhe dieser Wandlung bewege, und es wäre tief zu beklagen, wenn er einen Abstieg von dieser Höhe bedeuten würde. In dieser Hinsicht erscheint es allerdings höchst bedenklich, daß die Frage der Jewish Agency zu einer Kampffrage zu werden droht, vielleicht sogar mit einem persönlichen Untergründe. Die größte Gefahr liegt aber darin, daß alles Für und Wider auf Annahmen hinsichtlich der Zukunft beruht, für die es keine Beweise gibt. Diese Streitfrage scheint mir aber zu verschwinden, wenn man unbefangen prüft: was die Aufgabe, wa's das Ziel .des Zionismus, und tvas die Aufgabe.der Jewish Agency ist, dann zeigt sich nämlich deutlich, was die beiden voneinander — nicht etwa trennt —- sondern unterscheidet und was ihnen gemeinsam ist. Der Zionismus strebt die Wiedererweckung des jüdischen Volksbewußtseins an, und aus dieser Grundlage die Anerkennung des jüdischen Volkstums als gleichwertig und gleichberechtigt mit allen anderen Kulturvölkern. Das wichtigste Mittel hierzu ist die Bildung eines selbständigen jüdischen Gemeinwesens — einer jüdischen Heimstätte — mit solchen Einrichtungen, wie sie dem Geiste und Wesen des Judentums entsprechen, so daß in Zukunft nicht mehr irgend welche willkürliche Deutungen, sondern diese Einrichtun-. gen das wirkliche Wesen des Judentums zum Ausdruck bringen und den Juden — wo immer sie leben — einen Rückhalt für ihren Anspruch auf allgemeine Achtung bieten. Die geschichtliche Vergangenheit begründet es ausreichend, daß die Schaffung dieses Gemeinwesens als Erneuerung der alten Heimstätte in Palästina angcstrebt wird. Die Schaffung dieser Heimstätte hat die Ansiedlung einer entsprechenden jüdischen Bevölkerung in Palästina zur Voraussetzung, denn ohne jüdische Bevölkerung gibt es kein jüdisches Gemeinwesen. Die Jewish Agency soll nun in dieser Beziehung die Vertretung des Judentums gegenüber der Mandatarni acht in bezug auf die Ausübung ihres Mandates in Palästina bilden. Diese Nebeneinan>devstellung geigt schon, daß der beiderseitige Wirkungskreis keineswegs der gleiche ist. Gemeinsam ist eigentlich 'beiden nur die Aufgabe einer jüdischen Besiedlung Palästinas. Schon die Frage, in tvolchem Sinne und Geiste dies geschieht, ist vom «Aaudpunkte der Stellung, die «der Jewish Agency zukommt, unwesentlich. Soll nun die Jewish Agency tatsächlich die Vertretung des gesäurten Judentums gegenüber der Mandatarmacht bilden, so kann die Tatsache nicht aus der Welt geschafft werden, daß es auch jüdische Nichtzionisten gibt, aber zugleich entsteht die Frage: ob die Jewish Agency überhaupt der Boden ist, auf ldem die Verwirklichung der Ziele des Zionismus erstrebt werden kann und soll.. Was unterscheidet denn Zionisten und Nichtzionisten oou einander? Erstere stehen auf dem Boden des jüdischen Volkstums, letztere lehnen dieses ab, somit kann es für die letztere eine jüdische Volksvertretung überhaupt nicht geben, aber auch die Jewish Agency kann eine solche Volksvertretung nicht sein, da ihr Wirkungskreis schon infolge ihrer umgrenzten Stellung gegenüber der Mandatarmacht und auch im allgemeinen ein viel zu enger ist. Da aber eine Volksvertretung vor allem das Vorhandensein eines Volkes voraüssetzt und da dies nur der Standpunkt der Zionisten ist, so ist es wohl klar, daß nur sie eine Volksvertretung bilden können, und wer sich dieser anschließt, muß vor allem die Tatsache des jüdischen Volkes anerkennen, und damit ist er Zionist. Die Jewish Agency kann innerhalb ihres Wirkungskreises eine Vertretung der Juden fein, aber niemals eine Volksvertretung, sofern nicht alle ihr Angehörenden die Tatsache des Bestandes eines jüdischen Volkes anerkennen und geneigt sowie entschlossen sind, hieraus die früher angedeuteten Folgerungen zu ziehen. Es ist nun nicht leicht einzusehen, daß für ein bloßes Zusammenwirken zwischen Zionisten und Nichtzionisten zu einer jüdischen Besiedlung Palästinas sich größere Schwierigkeiten ergeben sollten, als sie unvermeidlicherweise sich irr solchen Körperschaften ergeben, zumal auch die Nichtzionisten gewiß keinen Widerspruch dagegen erheben dürften, daß jüdisches Wesen in Palästina mit Sorgfalt und Liebe gepflegt werde. Hingegen kann das Streben nach Geltung und Anerkennung des jüdischen Bolkstu-ms nach wie vor nur Aufgabe der Zionisten sein, und nur sie können sich alb Vertreter, der volksbewutzten Juden betrachten, nur sie können die Aufgabe einer Mischen B o l ks v e r t r e t u n g für sich in Anspruch nehmen, nur sie können, sie müssen sie aber auch erfüllen, und diese Aufgabe scheint mir — besonders für die diesmalige Tagung, aber auch iveiterhrn —' diwichtigste. Hierin darf man sich allerdings von Nichtzionisten nicht beirren lassen, denn keine Philanthropie reicht mtf, um ein jüdisches Gemeinwesen zu schaffen, sondern nur die Zuversicht, ja die Gewißheit, daß den: Judentum die ihm gebührende gleichberechtigte Stellung unter den Kulturvölkern errungen wirb. In dem Maße, in dem eine Annäherung an dieses Ziel erfolgt, uird auch die Anteilnahme an dein Aufball Palästinas sich steigern und im gleichen Maße dürften sich Nichtzionisten in Zionisten verwanden. Die wichtigste Frage, die .den Kongreß beschäftigen sollte, scheint daher die zu fein: zu prüfen, ob die in dieser Hinsicht bisher begangenen Wege ausreichen, oder ob nicht neue Wege gesucht werden müssen. Dafür scheint mm der eingangs erwähnte Ausspruch des Herrn OibenvVbmev Dr. Chajes den richtigen Wegweiser zu bieten. Man ersieht — meines Erachtens viel zu sehr, daß es bisher die Nächstliegende Aufgabe war, das Völksbewußtsein im Iudentumselbst neu zu erwecken, und daß diese Aufgabe bisher die besten Kräftein Anspruch nahm. Hinsichtlich der V e r t r e t u n g n a ch a u ß e u bestand die Aufgabe bisher — leider uotgedrungenerweise — nur in der Abwehr feindseliger Angriffe. Allein man bedenke, .daß solche Abwehr im Namen des Zionismus, besonders -wenn sie aller n Gegenstand der Tätigkeit nach außen ist, das Ansehen der Angreifer außerordentlich erhöht, indem ihnen -der Anschein verliehen wird, als ob sie gegen ein ganzes Volk im Kampfe stünden, während es sich doch immer nur um örtliche Bestrebungen handelt, für die das Judentum als Spmngbrett benützt wird. Noch schlimmer wird die Sache aber dadurch, daß die Beziehungen zu jenen, die dem Judentum mit Achtung gegenüberstohen, gar nicht gepflegt werden, weil ganz ungebührlich!.'wo eise alle lAufmevSsantkeit nur den Feinden ZUgewendet wird. Merdings gibt es sehr viele Inden, die an solche Achtung nicht glauben, bis zu der Verkehrtheit, sich schon verletzt zu fühlen, wenn man sie als Juden bezeichnet: ein Standpunkt, der allerdings den Zionisten fremd ist oder mindestens fein sollte. Es gibt hier keinen anderen Ausweg, als zu erkenne«, daß die Achtung dem Judentum nur insoweit zuteil werde« kann, als es sich — nach seiner Art — um jene große« Menschheitsfragen bemüht, an 'denen alle Völker beteiligt sind und wenn dies, und zwar durch eine jüdische Volksvertretung, in achtungeN.-veckender Weise geschieht, dann erst wird sich der gebührende Maßstab für jene niedrigen Angriffe ergeben, die bisher fast die einzigen Beziehungen von und nach außen sind, während dann die dauernde Verbindung mit all jenen hochstehenden Kreisen aller Völker sich ergeben wird, die sich — nach ihrer Art —• um dieselbe« Tlufgaben bemühen. Wie sehr dies möglich ist, dafür sei neuerlich auf die Einleitung dieser Ausführungen hingewiesen. Es wird bisher überhaupt viel zu wenig beachtet und noch weniger gewürdigt, daß zur Zeit der Emanzipation-, der mit der großen französischen Revolution (an deren Ausbruch Juden wahrlich nicht beteiligt waren) begonnene Zerfall der in früheren Jahrhunderten entstandenen Einrichtungen bereits sehr weit vorgeschritten war und der vielleicht erst in der Gegenwart seinem Höhepunkt sich' nähert. Daran sollte immer besonders erinnert werden, wenn man das Judentum der zersetzenden Wirkung zeiht. Es war geradezu unvermeidlich, daß die Juden sich im Augenblick ihrer Befreiung den inr Gange befindlichen Bewegung anschl-ossen, und es ist bezeichnend» daß sich allmählich eine Verteilung auf alle Richtungen ergab: von den Konservativen bis zu den Kommunisten und' Anarchisten. Höchst bezeichnend für die Feinde ist es, daß man den Juden einerseits maßlose Erwerbsgier und Habsucht vorwirft, sie aber gegenwärtig von der sogenannte« hakenkreuzlerischeu Seite besonders scharf wegen ihres An-, teiles an der Arbeiterbewegung angreift, die solcher Ziele wohl kann: beschuldigt werden kann; aber man will ebe« ans diese Weise die Arbeiter der Sozialdemokratie entfremden. Hierbei übersieht man sogar, daß zwischen der uralte« Bedrückung des Judentums und der gegenwärtigen Lago des deutschen Volkes große Analogien belstchen und daß infolgedessen eine gerechte Behandlung der Juden gegenwärtig per analogiam niemandem so sehr zum Vorteil gereichen würde wie dem deutschen Volke. Allein all diese politischen Bewegungen ivaren bisher auf jüdischer Seite ausgesprochen assimilatorischer Art und können nicht als jüdisch bezeichnet werden. Das ergab sich zwangläusig ans den bisherigen Verhältnissen. Erst der Zionismus bereitete den Boden dafür, daß daS Judentum in Gestalt eines Volkes zu den Menfchheitssragen in ihrer gegenwärtigen Gestalt Stellung nehmen könne. Dazu wäre aber die Jewish Agency wahrlich völlig ungeeignet, dazu ist nur eine jüdische Volksvertretung berufen und geeignet, aber ohne solche Stellungnahme, d. h. mit bloßer Werbetätigkeit innerhalb des Judentums, kann der Zionismus unmöglich sein hohes Ziel erreichen. Es ist aber vorläufig gar nicht daran zu denke«, daß schon der diesmalige Kongreß geeignet sein könnte, an die Lösung dieser Ausgabe hercinzutreten; er wird aber seiner geschichtlichen Ausgabe völlig genüge«, wenn er —- anknüpfend an die Uuivevsitätseröffnung — im Wege einer dieser Ansgabe gewidmeten «würdigen Aussprache — fo sehr die Meinungen hierbei auseinandergehen mögen — zu einer Entschließung gelangt, die es ausspricht, daß mit seiner Wiederausrichtung das jüdische Volk sich berufe« und auch verpflichtet fühle, zu den große« MenschhestSs