Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2310 (27.7.1925)
- Date
- 1925-07-27
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2979076-2981191-2981395--23460-3010980- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Haifa 2× ep/1047930
OCR text
«r. SS10 Wien, Montag Wiener Mornen-eituns. 37. ^uTt 1025 Seite 3 'siegenden Dunam möglich wäre, 18O.OOO landwirtschaftliche Familie« anzustedeln oder, wenn man ans jede Familie fünf Mitglieder rechnet, eine Bevölkerung von 900.000 Seelen. >Hiezu sind noch 20.000 landwirtschaftliche Familien zu zählen, die sich noch auf der einen Million Dunam bebaubaren Bodens ln Palästina niederlassen werden, die b e r e i t s h c n t e im Besitz der Juden ist. Insgesamt könnte man somit mit einer 200.000 Familien und eine Million Seelen zählenden landwirtschaftlichen Bevölkerung rechnen. Und das ohne die g e r i n g st e I n a n s p r n ch n a h m e der heute recht und schlecht von den Fellachen kultivierten Terrains; selbst wenn diese ihre heutige ländliche Bevölkerung durch steigende Geburtenziffern verdoppeln könnten, so wird dennoch diese zahlreiche Bevölkerung ihre Existenz aus dem in ihrem Besitz befindlichen Boden weiter ziehen rönnen, vorausgesetzt, daß sie sich die Mühe nimmt, ein modernes nnb intensiveres KnlturfYstem zu übernehmen. In diese Rechnung haben wir noch das ganze Transj o r d a n i e n nicht mit einbezogen, das ans politischen Gründen abgetrennt wurde. Indessen, »venn das okzidentale Palästina, da« als Nationalheim bestimmt wurde, in Zukunft dicht bevölkert sein wird, während Transjordaniens große Flächen unkultiviert bleibe« werden, dann mutz die jüdische Kolonisation unweigerlich auch auf TranSjordanien üb er greifen. Sei dem wie immer, das okzidentale Palästina allein kann eine jüdische -landwirtschaftliche Bevölkerung von einer Million Seelen ernähren. Parallel mit der landwirtschaftlichen Kolonisation wird sich in Palästina zugleich das Handwerk, die kleine, mittlere und Großindustrie wie auch der Handel entwickeln. Alljährlich wird eine wachsende Zahl jüdischer Einwanderer Tätigkeit auf diesen verschiedenen Wirtschaftsgebieten finden. Palästina, dessen geographische Lage inmitten der drei Erdteile Europa, Asien und Afrika für den Handel im allgemeinen und den Transtthandel im besonderen außerordentlich günstig ist, ist gewiß dazu bestimmt, ein Handelszentrum von größter Bedeutung zu werden. Die Stadt Haifa mit ihrem ungeheuren Golf muß in wenigen Jahren der lebhafteste Hafen des orientalischen Mittelmeeres werden. Durch Meer und Eisenbahn mit einer großen Reihe von Ländern verbunden, hat Haifa die glänzendste Handelszukunft vor sich. Eine große Stadt, die-den Namen Tel-Awiw trägt, ist auf dem Wege, sich auf dem zwischen Jaffa und Petach Tikwah gelegenen Territorium zu entwickeln. Dieser Ort, der schon heute eine jüdische Bevölkerung von mehr als 30.000 Seelen umfaßt, ist dazu bestimmt, das größte jüdische Stadtzentrum Palästinas zu werden. Die Tatsache, daß die jüdischen Palästinawanderer aus allen Ländern der Welt Herkommen, wird zur Folge haben, daß unzählige Handelsbeziehungen zwischen all diesen Ländern und Palästina geknüpft werden. Andererseits bietet auch die rasche ökonomische Entwicklung Aegyptens ein Beispiel dafür, was aus den an Palästina angrenzenden Ländern, wie Syrien und Mesopotamien, nach Ablauf von zwanzig Jahren werden kann. Es sind große Absatz m ä r k t e für die Produktionen der künftigen palästinensischen Industrie, welche im besten Zuge sind, sich in den Ländern des nahen Ostens zu bilden. Die politischen und wirtschaftlichen Verbindungen, die Palästina mit Großbritannien, den Bereinigten Staaten und den anderen Ländern der große« Welt hat, werden sich nur noch mehr festigen und vermehren, in dem Maß, in dem unsere Immigranten, nachdem sie zu einer wirklichen Macht in Palästina geworden sind, aus dem Lande ein großes Handels-, Industrie- und Geisteszentrum des Orients machen werde!. Dis Touristik, die Fremdentndustric, welche in einigen Ländern, wie der Schweiz, Italien, Frankreich eine Quelle beträchtlicher Einnahmen bildet, ist dazu bestimmt, in Palästina einen starken Aufschwung zu nehmen, sobald nur ein Stab moderner Hotels in den besuchtesten Orten errichtet und die übrigen Verhältnisse des palästinensischen Lebens sich denen der vorgeschrittenen Länder angepaßt haben werden. Der kommerzielle und industrielle Genius des jüdischen Volkes hat in den verschiedensten Landern neue und mächtige Industrien geschaffen; in Brasilien die Rohrzuckerindustrie, in Lodz die Textil-, in der Kiewer Gegend die Rübenzuckerindustrie, die großen Kleiderkonfektionsateliers in New-Aork, die Schleifereien in Amsterdam, wo soll man anfhören, wenn man die Industrien nennen wollte, die das jüdische Volk in den verschiedensten Ländern der Welt eingeführt oder entwickelt hat. Es ist nur natüulich, anzunehmen, daß auf die Initiative unserer Emigranten Handel und Industrie in Palästina sich mehr und mehr entwickeln und eine zahlreiche jüdische Bevölkerung beschäftigen werden. Die Tatsache, daß Palästina weder Kohle noch Eisen besitzt, biltzet für die Entwicklung der Industrie kein unüberwindliches Hindernis. Die Schweiz oder Norditalien zum Beispiel haben eine mächtige Industrie und befinden sich in der gleichen Lage wie Palästina in bezug auf Kohle und Eisen. Durch AuSnütznng der sehr reichlich vorhandenen Wasserkräfte Palästinas könnte in gewissem Maße die schwarze Kohle durch die weiße ersetzt werden; und da Palästina ein maritimes Land ist, könnte es übrigens die für seine Industrien nötige Kohle sich mit geringen Frachtkosten beschaffen.* Schon heute haben die Juden während der letzten fünf Jahre eine beträchtliche Reihe industrieller Unternehmungen von verschiedener Ausdehnung geschaffen, angefangen bei den unzähligen kleinen und mittleren Industrien Tel-AwiwS bis zu den großen Unternehmungen, wie die Seidenfabrik und die Ziegelei in Tel-Awiw, die Mühle, die Zementfabrik und die Oelfabrik in Haifa und vor allem das Riesenunternehmen Ruthenbergs für die Elektrifizierung des Landes. Zu diesen Unternehmungen kommen noch diejenigen, welche bereits vor dem Kriege bestanden; in erster Reihe die großen Weinkellereien von Rischon-le-Zion und Zichron-Jaeob, deren Weine, Kognaks und Liköre Weltruf erlangt Wenr ferner eine gewisse Zahl Druckereien, Möbel- Mrttm, eine Gießerei, Fabriken für Mineralwasser, Teppiche, Mitteilungen nm^dem Publikum. wimm» Mkn! MM Bureau: flrti.i»n.fl«remi|Hipiiir * V D m, «in. imumi m In mehreren Ländern, unter den industriellen Inden Polens vor allem, macht sich eine beachtenswerte Strömung zur Gründung von indnstriellen Unternehmungen in Palästina bemerkbar. Mit jedem Schiff treffen in Palästina jüdische Indnstrielle und Kauflente ein, nm die Verhältnisse zur Schaffung von dieser oder jener Industrie, die ihnen in ihren Ländern vertraut ist, zu prüfen. Und es ist sicher, daß es schließlich das jüdische Land ist, das auS dem jüdischen Geist der Initiative, der schon so viel zur ökonomischen Entwicklung der nnserm Volk trotz all seiner Verdienste feindlich gebliebenen .Länder beigetragen hat, Nutzen ziehen wird. Welches ist das numerische Verhältnis zwischen der landwirtschaftlichen Bevölkerung und der Gesamtbevölkernng eines Landes? Wir wollen die großen Länder außer acht lassen und nur Länder, wie Holland, die Schweiz und Belgien betrachten. In Holland beschäftigt sich ein Drittel der Bevölkerung mit Landwirtschaft; die beiden übrigen Drittel sind in der Industrie, dem Handel und den mit der Administration des Staates verbundenen Gebieten untergebracht. In der Schweiz bildet die landwirtschaftliche Bevölkerung weniger als ein Drittel der Gesamtbevölkernng. In Belgien ist es nur ein Fünftel der Bevölkerung, das Landwirtschaft treibt, während vier Fünftel in Handel, Industrie usw. beschäftigt sind. Es ist nicht übertrieben, zu glauben, daß allmählich die kommerzielle und industrielle Entwicklung in Palästina die Ansiedlung von jüdischen Immigranten in diesen ökonomischen Produktions- und Austauschgebieten möglich machen wird, in einer Zahl, die mindestens doppelt und später dreimal so groß sein wird, als die der in der Landwirtschaft tätigen. Mit anderen Worten: Wenn wir eine jüdische landwirtschaftliche Bevölkerung von einer Million Seelen annehmen, so können wir eine jüdische kommerzielle und industrielle Bevölkerung von zwei oder später drei Millionen dazufügen, was eine jüdische Gesamtbevölkerung von 3 bis 4 Millionen Seelen ausmacht. Wenn in Zukunft zu der jüdischen Kolonisation des okzidentalen Palästina noch die Transjordaniens hinzukommen wird, muß man noch weitere ein oder zwei Millionen Seelen hinzurechnen, die Transjordanien allein ernähren kann. So kommen wir zu einer Bevölkerung von 4 bis 6 Millionen Immigranten, die das historische Palästina ernähren könnte, ohne irgendwelche Benachteiligung der heutigen ökonomischen Lage der arabischen oder christlichen Bevölkerung. Unberührt bleibt dabei die Frage der Kolonisation Mesopotamiens, eines riesigen und sehr schwach bewohnten Landes, bas eine zwanzig- bis dreißigfache Bevölkerung als heute ernähren könnte. Wenn wir nur Palästina betrachten, so findet die Zahl von 4 bis 6 Millionen jüdischer Immigranten, die darin die Mittel zu ihrer Existenz finden könnten, ihre Bestätigung durch zwei andere Argumente, deren eines historischer, das andere zeitgenössischer Art ist. Die Bibel erzählt uns (Chronik Kpt. 21), daß,, als König David eine Zählung der waffenfähigen jüdischen Bevölkerung anstellen ließ, die Aufseher zu einer Zahl von 1,570.000 Mann gelangten, welche „das Schwert ziehen", und noch waren nicht die Stämme Levi und Benjamin gezählt. Wenn wir dieser Zahl der Krieger eine gleiche Zahl Frauen und eine doppelte Zahl Kinder hinzufügen, die naturgemäß in diese Militärzählung nicht eingeschlossen worden waren, so erhalten wir eine jüdische Bevölkerung von mehr als 6 Millionen Seelen. Eine große Zahl Geographen und Historiker betrachtet diese Zahl als von der Wahrheit nicht weit entfernt. Und wenn wir heute selbst die Meinung derjenigen Gelehrten akzeptieren, die die Bevölkerung des alten Judäa ans nur drei Millionen Seelen schätzen — und das ist die kleinste aller schätzungsweise angenommenen Zahlen —, so müßte diese Zahl nur verdoppelt werden, um die eventuelle Zahl der zukünftigen Bevölkerung Palästinas zu erhalten. In der Tat, die landwirtschastlichen und besonders die 'industriellen Produktionsmittel ebenst» wie die Intensität des Handelsaustausches unserer Epoche gestatten auf einem bestimmten Territorium eine so starke Konzentration von Menschenmassen wie in der Antike. Es ist also durchaus keine U-ebertrevb»li»g, »venn man anwrmmt, daß ein gut kultiviertes und mit einer stanken Industrie und einem intensiven Handel ausgestattetes Palästina eine Bevölkerung von sechs Millionen Seelen ernähren kann. In Bclügien leiben aus jedem Qnadrattkilometer 382 Einwohner; in Holland 160; in Italien u-»tib Deutschland 130; in der Schweiz 91; aus Sizilien 140; in Palästina (einschließlich TvanSjordonien) 30. Ans diesen Ziffern ergibt sich, daß, wenn die Mische Immigration eine gleich große ökonomische EntwiMnng -Palästinas, wie in der Schweiz, mit sich bringt, die palästinonsitsche Bevöllkevung die dreifache Höhe der heutigen erreichen föwte; bei einer Entwicklung wie in Italien würde die künftige palästinensische Bevölkerung das Vierfache der heutigen anÄmachen; gelingt es, Palästina mit dschollben Intensität wie Hollandzu kultivieren, so kann, die jetzige Landesibevökkeru'Ng sechsmal so groß werdet»: nehme»» wir schließlich eine ökonomische Entwicklung an, die Belgien nahökottvmt, so könnte PäläsÜna eine achtmal so dichte BovWkemng ernähren als es heute der Fall ist. Cs gibt aus der Erde Gebiete, die keine moderne Industrie haben, wo 80 Prozent der Bovöbkerimg sich ausschließlich mit Landwirtschaft beschäftigen und wo dennoch die B«° viMerungsdichte selbst der Hollands und Belgiens überlegen ist; die Landwirtschaft erreicht näm'lich hier eimn derartig hoher» Grad der Jntenisität, daß ein Hektar genügt, um eine Familie zu ernähren. Es sind dies vor allem Gebiete in China, Japan und Indien. Wenn Palästina mit deutschen Intensität »vie diese Gegenden kultiviert wir »'de. so könlfte sein Territorium ansveichen, um eine starke Verdichtung seiner Bevölkerung ans sechs bis acht Millionen zuzulasstn, se-llbst .chM dsg JnMrie tvWjZ enMM ist. Und wenn man sicht, mit wie viel Liede, wie visl Opfer» Willigkeit und Geistigkeit unsere ChÄustm die ranheste palästinensische Erde kultivieren, so darf man mit Recht schon nach wenigen Jahren eine starke Intensivierung der LmMvirtschaft erwarten. Wir kommen nun zu unseren Schlnßfolgerungen. Das Territorinm von Palästina, das gegenwärtig eine B-evMernng vor» nur 800.000 Seelen ernährt, hatte in der Zeit der Antike eine Bevölkerung von mehreren Millionen und könnte bei einer Jntensiviernnig der Lanlbivi»Schaft und Entwicklung von Jndlvstrie und Handel in Zulunft eine Bevölkerung von fünf bis acht Millionen Seelen crirähren. Jedenfalls muß die Landwirlschaft, »velches auch irnmer der Grad der Intensität sein »vird. den Handel und Jndnstrie künftig in Palästina erreichen, »vie in allen Ländern mit gefunden Wirtfchaftsvevhältnisscn, die Basis des Wirtschaftsle'bens im Lande bleiben. Das jüdische Bvllk ist berufen, diese Basis durch die gemeinsamen Ausl reu gu wgen aller zu schaffen. Was die für eine MassenE-ownisaition Palästinas erforderlichen Finanzen betrifft, so befiehl ein großer Unterschied zwischen der landtvirtlfchaftllichen Kolonisation und der industriellen ur»d kommerziellen Kolonisation. Industrie und HandÄ werden in Palästina in erster Reihe durch Privatkapital eingeführt und entwickelt. Man nenr»t dies die Privatinitiative in der Kolonisation. Die für Handel und Industrie Palästinas nötigen Kapitalien werden c»l<tweder von Kapitalisten außerhalb des Landes oder von solchen, die sich in Palästina niederlafsen und ihre Kapitalien ins Larrd bringen, geliefert. Ganz anders ist die finarrtzielle Frage der landwirtschaftlichen Kolonisation. Die jungen Leute, die Chaluzm», welche den Boden bearbeiten, sind in der großen Mehrzahl arm. Die Bodenikäufe, die unumgänglich nötigen Kredite zum Anlauf von totem »»nd lebendem Inventar uttb zum Ban von Häusern, kurz, alle die zur Gründung van landwirtschaftlichen Kolonie»» für die Jmmigrantenproletarier erforderlichen Ausgaben können nicht von Privatpersonen gedeckt Ariden. Jedermann weiß, daß dies durch öffentliche jüdische Fonds geschieht: dem für den Ankauf von Land bestimmten Jüdischen Nationalfonds und dem Aufbaufonds, dem Keren Hajessod. Im Jahre 1924 hat der Kerei» Hajessod fast 400.000 Pfund und der Nationalfonds fast 200.000 Pfund eingenommen. Die beiden Fonds haben »»ns also im Jahre 1934 sine Summe von fast 600.000 Pfunid eingöbracht. Diese Summe zieht Privatkapitalien. für die Palästinasache heran, die jährlich zwischen 500.000 und 1,000.000 Pfund ausmachell. Dieses Kapital erlaubt eine Niederlassung von 8000 bis 10.000 Seelen jährlich in Palästina. Wir stehen nun vor der Notwendigkeit, in' Palästina jedes Jahr 26.000 bis 30.000 Leute anzusiedeln. Die Einführung »»nd An-siedlung dieser Zähl ist die Vorbedingung der Schaffung dieser jüdischen »rationalen Heimstätte, von der sowohl die Balfour-De-klaraticm »vie die Artikel des Mandates über Palästina sprechen. Um jährlich 26.000 bis 30.000 Immigranten in Palästina anMieideiln, muß die mit der Leitung der Kolonisation boauftragte Exekutive über einen öffentlichen Fonds von jährlich zwei Millionen Pfund verfügen. Mit einer allgemeinen Mnanzgrundlage von jährlich zwei Millionen Ps»»nd kann man mit Sicherihe.it das Privatkapital hevanziehen oder die für eine jährliche Ansiedlung von 30.000 Seelen genügenden Kredite erhalten. Das Opfer, jedes Jahr diese Summe zu .geben, ist so unbedeutend im Berhältms zu den Vorteilen, die das jüdische Vollk arff jedem Gebiete erlangt, »venu es sich aujf der Erde ein ökonomisch, politisch und geistig widerstalrdN'räftiges Ze»»>trum schafft, daß man ganz erstaunt ist über die LangsanÄeit, mit der das Volk und besonders die wohlhäbenden Klassen ihre Pflicht erfüllen. Das PrMvm des Mische»» Nationalheims gehört aber nicht zu denen, die sich ungerächt vernachlässigen lassen. Der indifferenten Teil der jüdischen Bevölker»»ng in allen Ländern, der mangels «inneren Wille»»s von äußerliche»» Kräften gelenkt wird, tvird sich schließlich um» die Sache der »rationalen Heimstätte scharen. Diese Sache ist zu einer nicht nur jüdischen, sondern sogar weltumfassenden Notwendigkeit geworden. U»»d die vereinigten Kräfte des jüdischen Volkes sind ausreichend, um in »venigen Jahren den Triumph der nationaljüdilschen Wiedergeburt zu bewirken. Rn Brief andie Mluzim. Bon Josef Baraz (Dagania Alef). Die Institutionen der Histadr»»th Ha-olvdim find voll der Sorge um Arbeitsbeschaffung für die hoffentlich neuer »»setzende Alija von Chaluzinr erfüllt. In der letzten Zeit sind einige taufend Zertifikate in alle Länder geschickt »vorbei» »»»»d diese Alija!hat a»»ch bereits eingesetzt. Wohl nicht zu Tausenden, arrch nicht zu Hunderten, aber die Hoffnung ist vorhanden, daß sie komrnen werde». Doch die Sorge barf sich nicht bloß auf die Arbeitsbeschaffung erstrecken. Arbeit wird letzten Endes gef»»nden werdet:. Die Aussicht auf Arbeit ist groß. Zusammen mit den Zehnern von Chal»»z'm» kornmer» Tarrsende bemittolter Juden (wenn auch ohne allzu große Mittel). Man karrst, verckanft, baut, gründet J»»dustrien, pflanzt Ora»»gerien a»»f großen Gebieten und bringt Arbeit in das Land. Die Sorge muß sich erstrecken auf die Qualität des in letzter Zeit in das Land kornmenden Chaluz und aus den Weg, den dieser Chakiz einfchlagen wird. Unsere Freirnde. die die Ch-rluziin in den Hälfen ernpfangei», klagen über das Verhältnis dieser Chaluzim zur dlrbeit in den Kolonien. Sie gehen »licht in die Kolonie, sie gehen nicht in die Kwuzoth — von der „Chawuvah" jtzW gar sW zu roden. KKW -in seinem