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Wiener Morgenzeitung · 1925-07-22 · Heft 2305 (22.7.1925) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2305 (22.7.1925)
Date
1925-07-22
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Mr. 8605 Men, MitwoH -----1- /• Außerdem sind noch Schotter für Briefpostanimhme, WertgedHenverLauf nrstv. vorgesehen. Avuztttzstempel. Ittt Eitwcrrtchmen mW der ttcucrtf« mirektion für das Post, Telegraphen- und Femsprechtvesen r werden sämtliche auf von: Kongreßposkantt mchgegebcimn Den« ■ düngen mit toent besottdeven oftiiziellen Kvrbgreßstonvpel verlfchen. . Alle Kvnyrcßteilitshmer werden darauf airijimerbsan: gelmacht. daß sie ihre Post an das Zionistische Kougreßpostamt, Wien, 3. Bez., Lothringenstraßc 20, adressieren lassen mögen, ins besondere dann, wenn sie nicht bereits vor ihrer Abreise in der Lage sind, ihre Pust an ihr Wiener Hotel richten zu lassen. Jedenfalls wird den KorMeßtecknehntevr: in ihrem: eigenen Interesse davon akgeraten» die Post lediglich nach Wien „hauptpostlagernd" zu adressieren, da sie alsdann gazwunger: sind, sich täglich zun: Hauptpostamt zu begüberr und an den dortigen Schottern zu warten. 8. Geldverkehr. Den Kvngretzbesrrchern wird in ihr ein eigenen Interesse dringend empfohlen, sich Wer die Bestimmungen ihres jeweiligen Ausreise, beM. Durchreiseilandes bezüglich der AMnahme von Geld und Devisen genau zu informieren, damit sie bei der Ausreise und beim späteren Verlassen Oesterreichs keinen Schwierigkeiten begegne::. Das Äongreßhureau hat bei der Zentrale»ropäische» Länderlbank, Niederlassung Wien, ein eigenes Konto oiugerichtet, auf das alle Zahlungen unter genauer Besiimmung, für die sie geleistet sind, überwiesen werden können. S. Berkehrsbnreau. DaZ Oesterreich Ische Berlehrsburcau errichtet im Kongrcßgebände einen besonderen Schalter, an welchem feie Kongreßteilnehmer Fahrtausweise für alle .Bahn- und Luftverkehrslinien lösen und alle sonstigen Reise« 'bitrcaugoschäfte Madigen können. Das Oesterreichische Berkehrsburcan fungiert als offizielles Reisvbnroan des Kongresses .und fertigt alle Fahrkarten auf Grund der bewilligten Preisermäßigungen aus. 10. Buchausstellung. Die Bttchansstellring im Rahmen des Kongresses wurde ausschließlich der Berlaasbuckchanblniig R. Äöwit (Inhaber Dr. Meier Prägers Wien, 1. Bezirk, übertragen. Alle diesbezüglichen Anfrage:: sind an die Adresse, Wien, 1. Bez-, Fleischrnarkt 1, zu richten. 11. Jüdisches Museum. Das durch seine reichhaltigen Laumiluugeir bokannto jüdische Museum in Wien, 2. Be,;., Malzgasse 16, wird während der ganze« Dauer des Kongresses täglich für den Besuch geöffnet sein. 12. „Haolam". Während des Kongresses wjrd der „Haolam" Äs offizielles Organ der Zionistischer: Exekrftive in Wiel: erscheine«:. 13. Die Eintrittskarten. Das Zionistische Landeskorrtitco teilt mit: Sämtliche Besteller vor: Kongrestkartei: werden ausgefordert, die für die Karten schuldige!: Beträge sofori, cinzuzahleu, da sonst die Karten von:: KongreWureau anderlvärts vergeben Werder:. Die Kartenbesteller Werder: in ihrom eigenen Inter esse daraus aat.fimerfif am gcn:acht, die Beträge für die Karten ehestens per Erlagschein, der einem jeden Beste'ller zng c st cl il l w n rd e, z-n üb e r w e:s e rr, oderm Äa ud o sk o «tt itce, W i e n, 1. B c z>, Kär n l n e r st r a h e 26, bar zu erlegen. -K-s-.^!, Sine Bersnmmlung auf dem svanioliichen Friedhof. Aus Lo ndon wird eins berichtet: Bor eittigen Tagen fand hier eitle in jeder Beziehurrg interessante BersaElung statt. Schon die Wahl des Ortes für die Ber-- sarnrrl'sung ist koin« alltäMche. Die Bevsantmlnng, die von den Führern >der ispa n isch-po rtugiesische n Juden veranstaltet wurde, ist in dev Zeremonimhalle des spaniolischerii Friedhofes in Londor: ahgehalten «vorder: atttb hatte der: Zweck, den BorsemmÄter: durch einen (Äxäbergal'Uig die Notwendigkeit der Restauvierung der alten historisch wertvollen Grabsteine ans diesem Friedhose vor Augen zu süihreu. Der Chacham der spa>n:olisch--portngte>slscher: Jubengemeindo, David Bue.no d c Masg u i t p, stellte durch sein Referat Wer die Geschichte der spartiolischer: Iltden in. London die geistige Brücke zwischen den Anwesender: und der Bergangertheit, zwischen der heutigen Generation und ihren ans Spornen und Portngal nach Gnglanv geflüchteten Ahnen her. Es waren Streiflichter über das Leber: und Wirken tausender spaniolische-r Juden, üihev ihren Anteil an der politischen, tvirtschaftlichen und Pul tu Vellen Eutwicklnng Großbritanniens un-b über ihre Verdienste um die Erhöhung des Ansehens der Jrtden in England. Ar: der Bevsammliung nahmen viele Vertreter der besten und ältesten spaniolischen Fa>milien teil. Unter den zahlreichen iGästen befanden sich der Mahor von Stepney, ferner ,Israel Zangwill, Lucren Wolf und andere. Der Referent wies aus die Geschichte der Familier: M oe a t t a, M o n t e f i o r e, d'J s r a e l \ hin, welche England herpiorragende Üitänner gegeben haben. Der Chachanr verschonte in seinem historischen Rückblick auch diejenigen spaniolischen Juden nicht, die der Karriere oder ihrer Titelisucht ihre Religion opferterl and nrn einer Baronie oder eirres Lordiitels iviller: iihr Volk and ihre Geschichte vexleugneten. Dabei ivaven diese Däuser: nicht eirinral die Folgen, mmrev Ueberzeugungr es waren Mararrnen ohne Zwang. So erzählte dev Referent von «Uw« sephavdischen Inden, dessen Namen er verschivieg, der durch die Laufe zu hohen Würden golarrgt lvar, aber trotzdem wiederholt unter einem Pseudonym bedentende Spendett für die spaniolische Syriagoge isaiidte irnd in seinem Testament bat, ihn wie einen Jrtden zu begraben. ' Ban den Gästen sprach Z a n g w i I l über die Fahrwn« ^flüchtigen, d>« in der verächtlichsten Weise mU ihrem Gott; Handol treiben und glaube«:, eirreu ,-Arrsgle'ich in sich" I machen zu Lörrnen. Wiener MornenHettnnn. 22. €c!i« 8 Mitteilungen au^üem Publikum. Dr. Georg and Margit Weiner eilen alten Freunden und Bekannten die Oeburi einer Tochter, Kv«, mit Wieder au heften t Orig. trenL Zliareitenpapler JOB Bureau: HM,«ii.ni<iiMtt n/i Tolore und Barette für Kultus und Justiz erhalten 8ta vorrätig oder nach Mai» in dm wenigfaltigsten Formen bei der boirannten Spegfeifirma RUDOLF Q OLDSTE IN TABoKffAA«»«>m Toiepnon 4Ö-0-9«. Oeeründet 1866. " ' ‘ ‘ ‘ ndo Ansrkannaoieaobreiben. — Lieforant und ausländischer KnUargemeindm. vieler in» qnd aasländiiener KnUnrgemeindm. 136 U«tch UlnetrierteKatalon* o.go Groechen Wien, 22. Juli. * Kongress der internationalen Studentenvereinigung. Die Berliner Blätter melSen aus Kopenhagen: Born 16. bis zum 25. August wird die i n t e r n a t i o n a 1 e S tnden te nvie re irr ig nn g in Kope nhagen ihre siebente Iahresvevsarrmtlnitg abhaltcn. Zn der Tagung siud dreißig verschicdeue Nationen angemeldet. * Die Enzyklopädie des Judentums „Eschkol". Nach Abschluß der Vorarbeiten an der großangelegten alphabetischen Kartothek der Artikel ist nunmehr mit der eigentlichen redaktionellen Arbeit der Enzyklopiidie begonnen toorden. Zunächst wurde folgendes Nedgktionskollegium von fünf Atitgliedern einoesetzt: Doktor Jakob K l a tz k i n, Chefredakteur; Prost Dr. E l b o g e n, Redakteur für alte Geschichte und Ltthnraie; Dr. Simon B e r nf e l d, Redaktenr für neuere Geschichte. Literatur und Btbelwissenschaft; Dr. M. S o l o w e i t s ch i k. Generalsekretär und Reoaktenr für Bibelwissenschaft; Dr. I. N. S i m ch o n t. Redakteur für mittelalterliche Geschichte und hebräische Poesie. Für verschiedene Abteilungen werden noch weitere Redakteure ernannt. Die Adresse des Bureaus lautet: Verlag Eschkol A.-G., Berlins 62, Kleiststraße 20. * Neuwahl der Kultusgemeindevertretung in Oberhollabrunn. Bei Ser Neuwahl Ser Jisraclitischen Kultusgomeinde Oberhollabrunn wurden nachstehende Herren rn Vorstands-, bezw. Ausschnßmitaliedern gewähltr Emil Skutezkh (Oberhollabrunn), Kultnsvorsteher; Ignaz K n r z (Retz), Stellvertreter; Wilhelm Dreier (Oberaollabrimn), erster Beirat; Max W q l l i s ch (Oberhollabrunn), Kassier und zweiter Beirat. In den Ausschuß wurden gewählt die Herrenr Theodor König (Reh), Rudolf Ehrlich (Retz). Karl 8t a n z e n h o f e r lDberyollabrnnn). Bernhard Seidl (JetzelSdorf) und Fritz Ran gen Hofer (Oberhollabrunu). * Keren Kajemetb. Der gaseHchaiftliche MittÄpuM während des bevorsteherroeri ZiyniftonkongresseS wird der vom ''Keren Kaje>rr:ech veranstailtste Basar sein. Die Basavgogenständo rekrutieren sich ans Speilden der Wiener jädlischen Kaulfmannsweft. Es sei bei dieser Gelegenheit havauif hinge« wissen, daß es sich bei diesem Basar um keine k a u spränNische Ausstelilnng handelt, Spendennn-meMugen, wevdog entgegen genommen: Koren Kajemeth, 1. Bx.z., Kärntnerstraße 28, Teleiphon 77-4-86, 77-4-86. * Schekelkommission. Me Scheikelinhalber werden arrifgeifochert, sowohl die vepkanftcn als nnberkanften Schokolhäfse irnverisiiglich bis spätestens 23. Juli in unserem Bureau, 1. Bez., Kärntner,straße 28, zu verrechnen. * Das Wetter. Gestern herrschte den ganzen Tag über Tinndstagmäßige Hitze. Die Prognose für heute lautet: Heiter, warnt, leichte Gewttternslgrrng. ' * Die Lebensmittelmärkte. Im der Großmarkchalle war der Berkehr gestern sowohl im Großals auch im Kleinhandel a unbedeutend. Die Preise erhielten sich vorläufig auf dem . jgigen Stand. Der N a s ch m a r k t verfügte über ausreichende Anlieferungen in allen Gemüsesorten einheimischer und auswärtiger Herkunft. Salat hat neuerlich im Preise anse-vtztn. Gestern kamen die ersten Gärtnerparadeiser auf den Markt. Der Absatz in allen Gernüsearten vollzog sich ziemlich lebhaft. Obst war über Bedarf auf dem Markte. Im Vordergründe stehen noch immer Marillen. Ananas- und Rosenmarillen. die viel gk* kauft Iverden, stellten sich unwesentlich teurer im Preise. * Ermäßigung des Rohrpostzuschlages. W 1. August wird der RchrpMuschiag für nach auswärts bestimmte Sendung«::- der bisher 30 Gr. betrug, ans die Hälfte herabgesetzt. Gegen Entrichtung der Eiszustellnnlgsgebrchr kann der Ä'bisender anch noch die beschlenrngte Zustellung am Bestinlmrrngsorte ver-- 'laiMn. Born Beicher: Tage augesanger: Werder: in Wim vr: Sonn- und Feiert a gen eingeschriebene Brie-fe uu'b PEartorr nach Orten anßerihabb Wiens bei den Rohrpolststellen zr:r Beförden:ng angenommen. * Zwei Todesopfer eines Antomobilzusammenstoßeö. 'Gestern früh ist ein Automobil Ser Lnr:desregieri:r:p, in dom sich Ministerialrat Dr. Ing. Friedrich Go l i t s ch t k befand, •mH ejnem Pressearrto znsarnirlengestoßer:. Der Chanfseur Schär m«r war sofort tot, Ministerialrat Dr. Golihschvikwurde in sterbendem Zustand nach Nassereiith gebracht, wo er geistern mittags verschied, * Die Lebensmüden. Gestern wurde der FnbriikSavbeiter Johann Bardosch in seiner Wohnung erhängt arrsgchrnden. Das Motiv der Dat ist nrOokarutt. — An» 1t. d. wrrrbe hei GmÄrch dl« Leiche eines etwa 60jÄ)rigerr Maiures an einem Baume hängend vor,gesunden, dessen Identität rwch rckcht feistgestellt Iverden konnte. — Im Wintechaser: hat sich gestern Vormitiags in -einer BaulMe der 67sÄhrige Hilfsarbeiter Kavl Schernhotsz ans bichcr mchskannter Urisache er« |e>J|||a| 1 I " * Eine verhaftete Kindesmörderin. AnS Budapest wird gernrilbet: Die BudaPEor Polizei vochnftete geistern die- 34 Jahre alte Erstcherln Maria Pass egg er, die von der Wiener Polizei wagen Kindesmordes steckbrisflich Versal,gt wird. Maria Possogaer hat im Feibrnar vorigen IahveS in einem Wiener Hotel ifir 14 Tage altes Kind erwürgt und den Leichnam in Sie Donau gemorfsn. Sie gab an, sie Haibe die Tat amf ArOisten des BnterS des Kindes, deS Gärtners Ioiief Mnthasek, verübt, der dann di« Kitckres» leichr irr die Dona» gvwovfen halbe. ' ' * Best» „Fensterln" erschoiien. In der gestrigen Nacht wurde die 16>i<ihrige WirüschaiftÄnisitzerstochter Dhoreifia Ruhrhoser irr Schenkcnbvttm: bei Krerns in ihrer Kammer durch einer: Revolverschrrß getötet, ans gefunden. Ms Täter Wurde der SIDHrige Tischlergehille Ernrnerich' L i r:d n e r ver- 'haftet, der angab, die Tat ans verschMÄrter Liebe begangen 'zu haben. Er sei gesterir abends gim Fenster seiner Geliebten . gefannncr: ur:d habe ihr einer: Licbesantrag genracht, sei aber 'eigens zu diesem Zrvcckc angeschafft und sich ans die Waffe c ingeschossc n. Nachher Ivollte er sich f c 116 ft töten, doch habe ihm hiezu der Mnl gefehlt. * Das Mobiliar der Zarenfamili«. Wie aus Petersburg gerrrelsct wird. Hot der Bcrkoilf vor: Möbelit. Tapeten und Gobelins aus den Palästen des evnwrdetcn Zaren sowie von Kleisuirgsstücken des Zaren und der Zarin begonnen. Die Gegenstände stelle:: einer: Wert von rund 'e i r: e r. M i >l l i o it Gold r u b e l dar. Der gestrige erste Tag der Versteigerung, die unter Teilnahme zahlreicher ausländischer Käufer statffand, brachte einen Erlös von 70.000 GoldrUbel. * Die kenntnisreichen Preisrichter. Die Universität in Johannesburg, im süLafrikaniichen Freistaat, ist neulich sehr hübsch aufaesessrn. Sie Haie nämlich eme literarische K o n k u r r" n z ausgeschrieben, und ein Spaßvogel, der oberckrein noch „Ridens" als Kennwort wählte» machte sich der: Scherz, et,tos der schönsten >nnid bükatmbcsten Gedicht« ves berühmten englischen .LhriEcrs Shell ly züm WettberveNb eiitznseltlden. Das Preisrichterkomitee, bestehend aus drei Professoren, erkannte dem Godicht den — dritten Preis zu, und zwar mit der Motivierung, daß man den fungen, viel« versprechenden Dichter nicht entmut-igen wollte, wohl seine Form noch recht viel zu wünschen übrig lasse. «nrtrttte nur dem gndentnm. S z e k e l y Katharina, geb. 6. März 1902, Temesvcck» 19. Bez.. Steveringerstraße 116. Q u a st l e r Fritz, geb. 25. Mai 1897, Wien, 13. Bez., Linzerstraße 64. M u n d st e i n Siegmund Oskar, geb. 21. November 1908, Radautz, 13. Bez.. Dehmegasse 267. Hoff mann Olga, geb. 28. Dezember 1894, Wien, 7. Bez., Kandloasse 36. Nebenzahl Karl, geb. 30. Jänner 1905, Wien. 7. Bez., Ktrchengasse 18. Fuchs Ludwig, geb. 1. Februar 1862, Wien, 1. Bez.. Opernring 17. Giro Michael Micheli, geb. 30. November 1886, Budapest, akademischer Maler, 1. Bez., Graben 19. W i g n i tz e r Hermann, geb. 24. Juni 1901, Czernowitz, Hochschüler, 17. Bez., Urbangasse 10. R e v L s z Martin, geb. 28. Jämter 1907, Wien. Maschinentechniker, 17. Bez., Hernalsergürtel 15. K a n i tz e r Eduard, geb. 17. August 1695, Wien, 18. Bez., Han8-Sachs-Gasse 17. E l l i u g e r SiegmMd, geb. 5. November 1887, Wien, 20. Bez., Pasettistraße 89. W aringer Otto, geb. 16. Februar 1900, Wien. 20. Bez.. Karl- Meißl-Straße 1. Waringer Magdalena Anna geb.Wirmsberger, geb. 9. Februar 1902, Wiener-Neustadt, 20. Bez., Karl- Metßl-Straße 1. Grünmarttl Ernst, geb. 25. August 1898, Kutty, 21. Bez., Nauridgasse 430. Lederer Julie, geb. 7. Juli 1903, Budavest, 6. Bez., Kaunitzgasse 33. Spitzer Rosa, geb. 14. April 1904, Wien, Photographin, 10. Bez., Favoritnerstraße Nr. 76. Deutsch Margarete geb. Koppich, geb. 16. Februar 1887, Bella Bysea, Private, 10. Bez., Hardtrnuthgassv 106. K o h v Erich, geb. 25. November 1900, Wien, Schüler, 2. Bez.. Taborstraße 45. Munk Maximilian, geb. 20. Oktober 1902, Wien, Tapezierergehilfe, 2. Bez, Laffallestraße 8. Grünhut Anna, geb. 22. Jrrli 1697, Malomszeg (Tschechoslowakei), 2. Bez., Jlgplatz 3. K a tz Katharina geb. Löwit, geb. 6. Mai 1889, Sängerin, 2. Bez., Heinestraße 25. R o s d o l Adolf, geb. 20. Juli 1910, Wien, Mittelschüler, 17. Bez., Rosensteingasse 77. Israelitische Kultusgomeinde Wien. Knndmachnng. 1. Der Bo^tand beabsichtigt für den' gegenwärtigen Be« darf an temporären Bethäuferu durch eigene Adaßnahnten vorzusorgen, beziehungsweis« durch die Tenüpebvereme vorfovgen zrt lassen. Dstngomäß wird die Kttftusgemeinde nur in AuSnahrnsfällen die Genehmigung für eiu toirrporäres Bcthaus an Private erteilen. Hiezu ist in: Sinne des § 79 des Gernemdestatutes vor Miete eines Loyales :md vor Einschreiten um die landesibchüM-iche Genchmigrm'g die Bowilligunlg des Knftusvovstandes einFuholen. 2. Die Gesuche um Bewilligung sind bis längstens 15. Arbgust d. I. in: 'Emreichungsprotokolle der Israelitischen KMusgemeinde, 1. Bez., Seitenstettengasse 4, 2. Stock, zu überreichen. Es wird ausdrücklich anfmerkscmr gemacht, dass später einlangerrde Gesuche nicht angorrommen weriden. Auf nicht entsprechend belegte Gesuche wird keine Rücksicht oeuamcken. 3. Die Gösuchsteller haben für sich und für biic zu vertv^wdenden Borhetar (die Namen derselben sind int Gesuch äMtgeben) genaue Ausweise über Charakter, Moralität und Bvfähigung zu evbringen. 4. Ä» rvdrbliche Personen wird weder direkt noch indirekt eine Bewilligung erteilt. 5. Pie als Betlokale emzurichtenden Räume ntüsscit sich für diesen Zweck vollkommen eisinen und ist die schriftliche Zustimmung des Vermieters sowie des HauSeilgentünterä zur diesfälligen Bertvendung beizubringen. 6. Wohnungen up andere Lokale dürfen uu-r dann zur A'bhaltmstj des Gottesdienstes verwendet' Werder:, weint sie voUorumen auSgeräumt sind und an den Festtagert ausschließlich für den erwähnten Zweck benützt werden. . 7. Für Lokale, in welchen iMirend des Jahres Beran- «m stattfirvden, deren Tendenz mwereiubar ist mit tätte, au welcher ein Gottesdienst abgchaltcn Werder: soll, wich eine Bewilligrnig' nicht erteilt. 8. Die Errichtung eines tanchorären Betlokales in der Mhe von ständigen BeMnsern wird in der Regel rucht bewilligt. 9. Ein Ankauf von Betsitzen seitens der Kultusgen:e:r:de ist nicht M gewärtigen. 10. Die Bewilligung wird den Betlokalmhaberr: nur unter der Bedingung erteilt, daß dieselben der Kultusgemerrrde für unbemittelte Personen (Männer und Frauen) zrtsarnmer: der: zehnten Teil der vor: der Behörde genehmigten nrtmerierten Sitzplätze ürtentgeltlich bis lärrgstens 6. Septernber 1925 zr:r Berfügung steller: und als Kultusgebühr 10 Prozent des Brrtttoevlöses ans dm: Verkaufe der Betsitze an die Hanptftrsse der Israelitischen KuttuSgorneinde W:«n abführen. 11. Unmittelbar nach den hohen Feiertagen sst .an den Vorstarrd der Israelitischen KultuSgsrmjnde Wier: ein Verzeichnis der dein: Aufrufen zur Thora erfolgten Spender: mit Namen urrd Adresse des Spenders sowie genauer Bezeichnung des Zweckes eirrzuseuden. ist eine Kaution gu erlogen, welche bei Nichteinhaltung auch nur einer dieser Verpflichtungen für wchltätige Zwecke der KultnSgemeinde verfällt. Die zu leistende Kaunou wird mit 20 S, bis 300 S. bemessen. 13. Eine Ärrkündignng, welche der Würde einer Betveranstaftnug widerspricht, ist unstatchaft und ist Ser Text einer ettva 'beabsichtigter: Annoneiernng oder Plakatiernng dem Gchnche zur Äenchmigung anzuschlietzen. ES ist Pflicht einer jeden Partei, für eme entsprechende Pvlizeianssicht auf etaene Kosten zu sorgen. Ms,^HauSandachten" werden nur jene gottesdre>:stl:chen Uebunger: betrachtet, welche ohne jegliches Entgelt r-1> tebtg«. lich Familienangehörigen zugänglich sind.

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