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Wiener Morgenzeitung · 1925-07-21 · Heft 2304 (21.7.1925) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2304 (21.7.1925)
Date
1925-07-21
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Ok. 2304 ' Wien, Dtett'stag »Greater Tel-Awiw.“ B« Lavls TrIUsq. Das Wachstum Von Tel-Aiviiv ist ein solches, daß es an der Zeit erscheint, die nächste Grosze EnttvicklUngSstUfe ins Auge zu fassen und so weit als irgend Möglich, einem einheitlichen Plan oder wenigstens grundlegende Nicht-- I itficit ati die Stelle des Zufalls zu fetzen. Mit feinen nahezu 60.000 Einwohnern (Kuli 1933) hat das jüdische Tel-Awiw nicht mir bereits das arabische Zaffa. einschließlich seiner jüdischen Enklaven überflügelt, sondern cs ist auch in deutlichster Weise der wirtschaftliche Mittelpunkt des Kranzes von jüdischen Siedlungen geworden, die irr einem ungefähren Radius von 15 bis 30 Kilometer um Jaffa-TelMwiw hcrmüglmppiert sind, und die auf diesem Heilten Teil Palästinas an MeuscheuMl und wirtschaftlichen Ergebnissen (lUctut auch nicht öit Fläche) die ungefähre .Hälfte der gesamten ländlichen 'Siedlung in Erez Israel repräfflttietett. Eine oegLNisierte Verbindung des heutigen Tel- Awiw mit den umliegenden Koilöniett würde bereits vittib 00.000 Juden umfasset, und könnte dazu dienen, ton wirtschaftlichen Notwendigkeiten dieses! allem Anschein nach tvichtigsteu Distriktes des 'werdenden jüdischen Palästina eine größere Stoßkraft zu verlvihett. Noch viel Mehr aber ließe sich durchsetzen, Menu zwischen Stadt Und limkveis eine Möglichst enge, allen Teilen Porteil bietende Verbmbmtö im Hinblick aus die bevorstehendst, Entwickln,rgen durchgefüihrt werden könnte. Dies ist der Sinn der neuen Bestrebung, die ohne Verzug einzuleiten wäre, und die wir nennen wollen: Greater Tel-Awiw. Wir fassen den Radius 20 Kilometer weit, so daß zu Greater Tel-Mviw gerechnet würde Herzliaih und Kafr Saba, Bür Schemen, Lhdtza und RaNrlchNüd im Süden 'das ganze Gebiet von Rechoboth. In diesen, Distrikt haben wir zirka 70 Kilometer Eisenbahn ilnd fast ebetrsüviel an ANiomobilstraßen. Von Handel und Industrie der IM den Palästinas dürfte hier der größere Teil lokalisiert sein, während von -der jüdischen Bautätigkeit des ganzen Landes mindestens zwei Drittel schon ans das engere Tel-Awiw entfallen. Der größte Teil der jüdischen Wein- und Qrangenproduktion liegt ebenfalls in diesem Umkreis, aber auch ein beträchtlicher Teil dev jüdischen Milchwirtschaft und unseres Gemüsebaues. Aber vor allen Dingen zeigt tvotz aller Propaganda sür Landwirtschaft, für Eme-k, für Haifa usw. die Mene EiMvandernng eine unverkennbare Tendenz zür IKonzentration in und um Tel-Awiw. Dieser Tendenz znm Besten der jüdischen Entwicklung des Landes entgegenzukommen, anstatt sie zu bekämpfen, ist der Hauptzweck «der neuen Bestrebung. Die deutlichsten UNd Mschestett Folgett wird eiit solcher ZusaMMeUschlüß im den aktuellen Krageti der B ä h u v e rl e g m n g und des Hafenbaus habeii. Der aüf Grund der Kriegsverhältnisse entstandene EiseNbahNkNotenPNNkt, der jetzt i'N Dhdda ist, Nmß nach Tel-Awiw Verlegt werden, das längst den lebhaftesten Äühnveröehr und damit äüch den Anspruch hat, ohne limsteigen Volt allen Dichtungen her zugänglich zu sein. Was ÄeU HafeN betrifft, so habest die für Haifa geltend gemachten Argumente sicherlich ihre-tt vollem Wett, aber dies ist kein GrNNÄ, Tel-Awiw^ Jaffa — 'besonders in der iForNt eines „Greater Tel- Awiw" — einen besonderen Hafeit für die Mehr lokalem Zwecke des unmittelbaren Hinterlandes — wie auch für dem Verkehr der Hauptstadt, Jerusalem, idys niemals von Haifa aus so zweckmäßig bedient werdet, kann wie von Iaffa-Tvl-Awiw — zu versagen. Besonders gilt dies, weUn diastv kräftige erUheitliche WivtschaftsGxper Greater Tel-Awiw sich stark genüg fühlt, diese Sache äü's eigener Kraft dnrchzusetzen. Aber Neben diesen beiden Hauptfragen des Bahn- und des Hafenbaues, gibt es eine UnMenge anderer Dinge, die durch deN Zusa-muteUschtuß eines Greater Tel-Awiw der Verwirklichung näher gebracht worden würden. Hier fei nur Me Anzahl sülchet Fragen in Stichworten erwähnt: Stärkung der umliegenden Kolonien durch hcrlb>- städtische und industrielle Elemente. Regelmäßiger AutoMobi-lverkehr uNd VeschleUliigte PvstverteilNNg. Ltnlage von Kühlhäusern. Tel-Awiw als Seebad. Tel-Awiw Äs Messestadt (Near-Easl-Fair). Konzentration der JndnstrieunterNÄhNiNttgen^ Einrichtuilgeu zur JörderNrig des ToMstenvevkehres (Hotels usw.). In Tel-Awiw selbst kämen eitle Reihe von Maßnahttlen in Betracht, die Mt Teil nur eine Beschleunigung und Stärkung bestehender darstellen würden, zmn Beispiel BerschöNernNgsverein, Gartenzwang, BoschleunigNng des Straßenbaues, Verwertung leerer Bauplätze fiir beruflichen Gartenbau, provisorische Bauten zur Unterbringung der Einwanderer und dergleichen, ÄtaßnahNwn, die alle auch zur Beseitigung der (neuerdings übrigens sehr geringfügigen) Arbeitslosigkeit mit-helfen würden, Schließlich sollte Greater Tel-Awiw ein eigenes Adreßbuch, in der Reisezeit eine Jrenldeuliste Und ständig eilte eigelte Zeitung (sei es eine Wochenschrift oder eine tägliche Beilage „Greater Tel-Aiviw" zu einer bestehenden Tageszeitung) haben. Ein solches vergrößertes Gemeinwesen, das Stadt und Land NtN'faßt, könnte in ziemlich weitgehendent Maße auch zue S e ibstversorgu ll g gebracht lverdeN. Der Distrikt ist groß, fruchtbar und wasserreich genug, NN, eine Bevölikerumg Volt vielen Hnuderttausettdei, mindestens ntit GeMÜse und Obst NNd mit der, Produkteil der Milchwirtschaft und der Geflügelzucht zu versorgen. Da nebelt liesp sich der bisherige Export an Orangen, Wein uftv. noch stei-- dgM Md IM Ms DjMg Me WLstWÜK MMMung Wiener MskHenzettmrH. 3l. Juli 1925 Ssiisb Mitteilunsen ülis^dM Publikum. Wieslet au Hubertl Bureau: Ori|. fr am. Zigarelfenpairter *WD m. i«/r Mm H<* tt OaVfd ßotfttHtflny, OB«r- ... Kantor aus Sembortnattlerte waltag stau ii. Jan tifiaaSmatas Jiiii tai (»oMitfaar Tempel» Der Vorstähd dieses Tempels musste beruhigend elntfirKen, oasS ddS Publikum, Von ßegeislerung hingerissen, nlch: applaudierte. David Bogbftlnny verfugt über gewaltige Stlminltlel, die er durch sein hohes musikalisches Können derart enfaltet, dass sein Vortrag als virtuos, eineig dastehend ru klassifizieren ist. Wir freuert nrti, diesen genialen MetSter bei uns bald hegriisSiti zu können. Di W. begünstigen, die ebenfalls in der Hauptsache außerhalb jenes größeren Tel-2lwÄv (sei cs im lveiteren Palästina oder im Ausland) den größeren Teil ihres Absatzes ftitbeu dürfte. Wenn dann noch — wie es ganz möglich ist — ein jleberwiegen der Einfuhr gegenüber der Ausfuhr verbleibt, 'o wird dies sicherlich mehr als ausgeglichen durch den warten Zufluß von Geldern aus den, Ausland für Bodenkäufc und Häuferbau, sür ErziehungAvefLN und Rentner, n der Forn, der Touristik usw. nfw. Kein Ztveifel, daß ein kräftig vorlvärts strebendes Greater Tel-Alviw in einer organisierten Form lvie der angedeutetcn günstigere Amslsichtbu für Erfolg in jeder Hinsicht, itt knltNreller, sozialer und Wirtschaftlicher Beziehrlng, bietet, als >plit derselben Sumnic voM Anstrengungen erreicht werden könnte, wenn diese sich auf das ganze Land Mstreckei, Und dail,it zun, großen Teil verzetteln würden. Tel-Awiw ist in jüdisch-politifchür Hinsicht eine Kategorie für sich. Seime hundertprozentige jüdische Einwohnerschaft stellt es außer Vergleich mit irgend einer anderen Stadt Palästinas und sogar der ganzen Welt. Greater Tel-Awiw ist die aktuellste Frage der un- N,ittelbaren Gegenwart. In weniger als einem Jahre bereits kann dieser Distrikt 100.000 jüdische Einwohner zählen und damit stark genug sein, Um sich aus eigener Kraft lveiterzuentwickeln. Dann wird die Zeit gekomnten sein, m.ii den gewonnenen Erfahrungen das nächstwichtige Problem, Haifa, in Angriff zu nehmen mnd weitere werden IN solchem Sinne ist Greater Tel-Awiw^ das aktuellste T'hMitä sür gaitz Palästina und für die Gcsanttheit der jüdischen Palästimäbestrebung6n. * Die Lebensmittclmäme. Die geftviM LeLöNßMttÄ- Märkte boten daS tiblkche flaue Mobtagsgepkäge. Ztt ökr Großnrarktballe. tvo nenn Waggons diverser Fleischarten einlangten, hielt sich der Verkehr itt den bescheidensten Grenzen. In den Preisen ist gegen die Vorwoche vorläufig keine Veränderung zu verzeichnen. Det Näschmarkt wurde auf den meisten Gebieten bedarfdeckend beschickt. Mit Ausnahme von Häuptelsalat und Gurke«, die mäßig im Preise angszogeu haben, unterlagen die Preise aller andere« Gemtisesorten keiner nennenswerter Schwankung. Auf dem Obst- Nmrkte war die Auswahl in allen Obstgattuttgett etile reichliche. Veffere Qualitäten stellten sich stellenweise höher im Preise. Butter und Eiet langte« itt ansreichenden Mettgen ein. * Giftig« Schwämme. Sonntag nachts wurde die Rvt- IttNgsgKellsckMft in die Villa des verstorbenen Direktors Apölkotyi'aters Ben Lieber berufen, wo sie seine beMN Kinder und sechs Personcu des Hauspersonales unter Anzeichen von Schwämmevergiftnivg vovfand. Sänitliche Persoitett wurden in das Rochusspital, überführt. — Am gleichen Abend erkrankten der Hilfsavbeiter Franz Merz, dessen Pater und Gattin ebenfalls mit schweren BeraiftunaS erschclunttgen. Sie hatten kurz vochet selbst gesammelte SchliväMMc gvnosscu. * Selbstmord oder Verbrechen? Die 17jährlae HMarbeite,in Ichefine Woitsch wurde Sonntag nachinittags in einer Schrebergärtnerhütte in der Brünnerstraße in Floridsdorf von der Rcttnngsgosellschaft mit eiltet Stichwunde tm Herzen tot aufgefundei,. Das Mädchen Iveilte mit ihrem trcnud. dem Schmicdgchilfen Wiasinaer, und einem ekanntcn des Wiefinger, dem 17jährigen Jaroslav Wodesst a l c k, in der Hütte, die ihren Eltern gchörte. Nach der Angabe der beiden Männer hm es zwischen dom Liebespaar zu einem Streit. Das Mädchen ersuchte den Freund ihres Geliebten, er möge ihr einen Verband an, Aon, erneuern. Der Mann schnitt den Beibnnd mit einem Taschenmesser auf und legte das Messer offcit aus den Tisch. Die beiden MäUner bchaUPten, daß die Woitsch sich das Messer selbst in das Herz stieß. Beide wurden den, Lattdesgericht eiMliefert.^ und die gerichtliche Qesfnung der Leiche veranlaßt. * Die Lebensmüden. Der Gendarmerieposten in SanEt- Anvrä-W'rdert, verständigte die Wiener Vvlizeibchörde, daß stch am Sonntag der HiMavbeiter Leopold Gr Uber und sein oet Hi^saoaeile,: Stephan ozonret, von dem Personenldanvpfer bei Greifen st ein in selbstmörderischer Absicht in die Donau gestürzt habetk. Es gelang, den bereits bewußtlosen Gr über zu bergen und toieder zu . beieiben. Ob Kozourek auch gerettet werden koitnte, -ist noch nicht bekanitt. — Sonntag gegen Mitternacht sprang ein zivka stMhriger Mann bei der Reichsbrücke in die DoNan und verschwand in den Wekstn. Die Leiche konnte noch ntcht geborgen tverben. * Mit dem Revolver gegsu die Gattin. Am 2st. d., vormittags, feuerte der KlavieWieler .Rudolf P ü ch a l s k h in seiner Wohnung gegen seine Gattin aus einen, Tvomutelrevolver zwei Schüsse ab,' die jedoch fehl gingen. Die Ursache der Tat ist e'in geringfügiger Streit zwischen beiden Ehegatten gewesen. Die Gä'ttiN erklärte bei ihrer Einvernahme, daß ihr Gatte nicht irt feindseliger Absicht gegen sie geschossen habe. Wie alt ift der «Ubttühf? Mau war bisher iüttüer der Meimtitg, devBMköpf sei eine Erfindung der Frauen des 20. Jahrhunderts. Run weist eitt französischer Gelehrter nach, daß diese Auffassung falsch und der Bubikops auch bei den Fratten int 14. und 15. Jahrhundert bekannt und beliebt gewesen sei. Del Bcüveis daisür, schreibt der Gelehrte, ist folgender: Während der Restanrierjtnigsar>beiten an der Kathedrale von WyUliNgtöN wurden eine Reihe eiMärkiger Fresken änfgedeckt, darUUter zwei besotiders tnLereffcmte und guterhaltenie, das Innigste Gericht und die Attferstehung Christi darstellestd. Der uU'bekamrte Maler dieser Fresken hatte M Modellen für feine Franenyestältei, zweifellos Z e i tg e nofts v Nj was schon aus den Kostümen hervorgeht. Die Fraüen auf den Bildern halben mm itt der großen Mehrgahl kurzeZ Haar, das ist der Art des heutigen Bubikopfes geschnitten ist. Nur gang vereinzelt malt ihnen der Künstler langes Haar. Die Fresken stammet, nun aus dem Jahre 1380 und erbringet, den Beüvvis, daß die Frauen ‘ damals schon der Bubikopsmethode frönten, zu einer Zeit, da die Mj äl u n e r noch langw all end e Locken zu traget, pflegten. Wien, 21. Juli. ,* Polttische Passe. Die Gesandtschaft der Republik Polen in Wien gibt Folgendes bekannt: Da Über AnovdttuNg der Vorgesetzten Behörde die Ansistellnng von Pässen erst nach crsolgtem Einvernehmen mA den Heintats-beihördet, ^erfolgen Paris, liegt es im Interesse aller in Oesterreich ständig tv o h t, h a f t c u p o l n i is ch e n S t a a t s a n g e f; ö r i g e n, die itoch nicht ittt Besitze von ordnungsmäßigen Jährespässen sind, die Elnteitiing der notwettidigen ErhübuUgen zeitgerecht zu veranlasse,,. Zu diesem Zwecke haben alle in Betracht kommenden Personen — ohne Rücksicht daraws, o>b sie Heimatsdotkunvente besitzen oder nicht — in der Paßstelle der Gesandtschaft, 4. Bez., Mähechchgasse 11, vorstellig zu iverden. Die betreffen-. den Ansuchen iverden in der Zelt vom 20. Ittt, bis 31. Nrgust b. I. am Montag und Aiittwoch zwischen -10 und 19 Uhr entgelgettgeltotnmen. S ä m t l i ch e P e r f o n a l d o k n m e n t e sowie eine Plhotograshi? sind mitMbriugen. Außerhalb Wiens wohnhafte Pcrsötten können die erforderlichen Belege santt Photographie durch die Post einsendeN, wobei atlch die NaMen und Adressen derjenigen Personen bekanntzugebon wären, die in der Lage sind, die Identität der Paßwcvber zu bestätigen. Nach dem 31. Anglist wird die Aitsstellttitg voll Pässett ausnahmslos erst nach gepflogettein Einvernehmen' Mit dett Heiittatsbehöödet, evfol gen. * Morgen Eröfsnttng der Stttdtbahnstrecke Alftkstraße— Heiligenstadt. Rlvrgen wird, lvie bereits gemeldet, die restliche Teilstrecke der elöktrifiziertett Stadtbahn von der Haltestelle Alfer straße bis tiach H e i l i g on st äd t eröffjtet. Die Fahrzeit ans dieser Teilstrecke beträgt H Minnten. Die Gescimtsahrzeit von Hntteldors nach Heiligertstadt tvird 33 Mitintoti betragen. Die ersteit Züge werden von beiden Kopfstatlone» »l>u 5 Uhr 10 MinNten früh abgelassen. Der letzte Zug geht swvohl Von Hütteldorf-Hacking als auch von Heiligenstadt nm 23. ittir ab. Die Züge Vorkehren se nach Bedarf in ZeitabständeN von vier, sechs und zwölf Minuten. * Daß Möttet. Das attgekündigte Schlechtlvetter ist nicht eiNgeircien und es besteht auch für die nächsten Tage keine ÜMatji: eines nenerlilbeu Wetterstürzes. Die Voraussage sür heule lautet: H eite r, w a rin, vielleicht lokale Goivitler. * Beim Bade« ertrnnken. Am V.'. s. ist der Mechnnilergeh ilse Fräitz K l u p a e beim Baden in der Tön an ertrnnkeü. Die Leicke konnte nicht gGorgen wertzeu. * Schlvere Selbstbeschuldigung eines Diebes. Am 17. d. wurde vor, Gendarmeriebeamten in Kloster n e u b n r g ein Mann zur Perlnstbierung angehalteit, -der als der wiederholt vorbestrafte, Äs Einsteigdieb berüchtigte Eisettldrcher Alois B ransky, in Noridsdorf. wohnhaft gewesen, erkannt wurde. Der Mann erklärte dem Gend-armerickbeamten bei seiner Auhaltung. daß er ein Mädchen ningobrächt halbem Nähere Einzel - hellen 'über den angeblichen Mord Ware« aUs ihn, nicht heranszubekominen. Die vönper GendarUrerie gepflogenen Erhebnngen ergaben bis jetzt kein positives Reisultat. * Verhctstung einös Ungarischen Zollschwindlers. Gestern wnvde in Wiet, der angelbltche Kaufmann Moritz K a l i s ch verhaftet, der von der Oberstadthanptmarmschaft i« Budapest beschnl-digt wird, den nngarifchen Staat durch Fälschungen von Zol-ldoruMentett nm 600 Millionen ungarische Krotten betrogien Pt haben. * Tödlicher StrützeNWHttUttfall. Geswrn gegeil halb 6 IHr früh wurde ans der Landstraße Hauptstraße der 70jährige Jakob Lnkofnak von einen, Straßenbahnznge der Linie Überfahren.und derart schwer am Kopse verletzt, daß er noch vor Eitttreffen der Retinngsgescllschast starb. Der UnMckliche soll att dem Unfälle selbst schuldtragend gewesen sein. * Die Autoraserei. Sckmtag nachmittags fuhr ein Lastenanto, das der Ehanffenr Friedrich Hora k leMe, in rasendem De-nipo über die Praterstraße und stieß den Wachbeamten Karl Dubowsky, der es durch Handzeichen znnt Stchen tbrittlgsn wollte, nieder. Dulbowskh tvuvde an beiden Fußet, schwer verletzt. Die drei Insassen des Antos fielen Il>ercms und cplitten leichtere Verletzungen. Der Ehanssrnr fuhr rasch davott und sonnte bisher nicht ausgesovscht tv erden — Der Chanffenr Anton Chladek unternahm in stark angchellerteiU, Zustande in Begleiinng seines gleichnamigen Sohnes und des Kelltrers Ernst Travnicek in der Nacht von Samstag auf Sonntag eine Schwarzfahrt nach Floridsdorf. Er verlor die Herrschaft über seinen Wagen und fuhr mit großer Wucht ctn einet, Leitmtgsttiast der Giratzenbahu att. Alle drei Insassen des Wagens tourdon schwer verletzt. Trävnieel ist noch im Laufe der Nacht gestorben. Die WrtshaMnng Mgen den Chanffkur wurde einigolellei. * Der Dieb auf den Schienen. Vom BahnGcher der Donaukanallinie der Stadtbahn, wo seit Monaten die Elektrifizievungsarbeiten im Zuge sind, wurden seit Jniti Nacht für Nacht die kupfernen Schienenrücklellnugsbugel gestohlen. In einer eimigen Nacht wurden nicht weniger als nennmvdffmMg solcher Verbindungsstücke der Schietien abge- Ktvickt und entwendet. Einer der Diebe, der eutlassette Elektromonteur der A. E.-G. Union Armand Mlatusch, wurde itt der Samstagnacht in, Tunnel bei der Salztobbrucke a u f frischer T a t 'e r t a p p t. Er gestand, fast an i e d e m z w e i t c n Tag fe ch s bis zehn R u ck l e i t u n g »> Hügel gestohlen zu haben. Matufch wurde den, Laudesqerichte eingeliefert. Gegen bett Trödler Karl Ein,er der die Drahtibülgel angekauft hat. ist die Anzeige an die Staatsanitvältfchaft 'erstattet worden. * Kaukäsische Kosaken. (Borführunaeu am 18. und 19. d.) Sie sind herrliche Künstler, diese Retter! Die Natur, die Steppe, die russische Unendlichkeit, gemrscht mit tollkuhneu Evoiutioneit der MaUege. Der W. A. C,-Platz erwies sich als zu kleitt. es fehlt der „Auslauf" des Rennens. Glättend tst das plötzliche Halten, das „Wenden" am Fleck, die Parade. Dabei sind sie auch im klassischen Reiten geschult, wie em schöner „kttrzer" Trab bewies. Das Publikum akklamlerte lebhaft die Akrobatenstücke der Kchaken. In den Pauseit tanzte die Atarimoff-Truvpe russische Nationaltänze. Und, che man's merkte, fegte ein Reiter im Handstand oder nebelt beut Pferd, darüber sstringend, oder ohne Sattel über die Wiese. * Bereittigung zionistischer Bankbeamter. Hcnte um 8 Uhr abends in der Lese- und Redehalle jüdischer Hochschüler. Wien, 9. Bez.. Türkeustraße t>. Bovbeisprechiiiig zwecks Plldittvg einer Palästina.genois!senschast sür stellenlose Beamte. lWtv

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