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Wiener Morgenzeitung · 1925-07-21 · Heft 2304 (21.7.1925) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2304 (21.7.1925)
Date
1925-07-21
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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GM 4 Dien, fttatliflfj Mehmev DatttDi SD. Wn Gespräch tntt dem itettltt tÄrksschen Botschafter in Wien Um Dr. WeMsch. Der v-vr einigen Tagen in Wien cittgetraf jene,türkische MNffchafter Möhmed Hqmdi Bei enipfing vorgestern den Schreiber dickes z>» einer ImtKeren Unterrodu-ng. Dos Niveau der teils in ««üvkffcher, teils ln fränzösischtzr Sprache qchiihrten Konversation zeigte den etwa Wjähri-gen Di Plvmatett gls einen jener hüNkilschen GrilttNiUcn. die «Is überzeugte Patrioten die Sache ihres Vaterlandes mit Eutichlosseicheit, Erriet. Würde und Sachkenntnis vertreten, Ein überaus fijift pathischcr GeiehrtentiftmZ, dessen äußere Enschei mm« und letbhaiftcs Wesen den MMichköits-!nenschen,nnd kichlen Politiker kaum verninten «läßt, vevstcht er es, sich in den vielfach verworrenen Komplex von Pwbl einen, die sich als §vnstaucnz der Tatsache der Entstälntng der rteuen türkischen Staat-Äforiu ergeben halben, in geradezu überraschender Weise zurecht zu finden. Der Inhalt der Unterredung sei hier in möglichst ent «sprccbendcn», aedränatein Nusznc, »vicdcrgegeben. Tie Abschaffung des Sultanats und des KaKifüts, wodurch der Staat auf eine ausschließlich weltliche Grundlage gestellt r.rntrh', ist keines falls als cirt .spontanes revolutionäres Gaschohuiis zu betrachten, sondern vielmehr als die unvermeidlich gewordene Vollziehung einer geschichtlichen Forderung zu werten. An der Hand der Geschichte des türkischen Volkes läßt sich klar verfolgen, daß das türkische Herrscherhaus wenig bedacht war, dem Fortschritte und der Festigung des Staatsiwesens dienende Werte zu. schassen, vielmehr durch grenzenlose Eroberungssucht und verschtve-ndcrische PrachtenHaltung seine eigene Machtstellung zu erweitern. Insbesondere diente ihm nach Evwerbilng des .Kalifats die Religion;u Eroberungspoccke»» und als Machtmittel Zur Unterdrückung der Masse des Bottes, welches schließlich Zu einem willenleisen Wertteug werden und in den Zustand stumpfer Resignation verfallen mußte. Die Abgeschlossenheit des Reiches voni Einfluß der westlichen Kultur und der konsequent genährte Widerstand gegen diese konnte dem selbstgefälligen, sich von Gottes Gnaden zück uneingeschränkten Machtbesitz allein berechtigt dünkeNden .Hervscher'hanse jahrhundertelang feine Machtstellung geivährleisten. Gewollt oder ungewollt müßte aber die Berührung mit den WestvMern, wenn auch langsam, ihre Wirkung üben und das Bott zum Denken an regen,- was schließlich zur endgültigen EinführilNg der Konstitution führte. Damit war es nach jahrzehntelanger Arbeit einer Gruppe von Intellektuellen gelungen, die unbeschränkte Macht des Sultanats zu brechen, ohne aber die tiefer liegenden, die Entwicklung von Bott und Staat hemmenden Ursachen zu treffen. Erst der »mMcktiche Ausgang des Weltkrieges zeitigte die Möglichkeit, die eigentlichen Wurzeln des Ilebels zu fassen. Und cs war einer noch minder zahlreichen Gruppe von entschlossenen Äännern unter der Führung Mustafa Kemals vorbehalien, dieses Werk zu vollbringen. Das türkische Volk vernahm mit unvermuteter Begeisterung das erlösende Wort und leistete dem Führer unbedingte Gesoiltzschafr, mm das Land vom Feinde zu befreien. Die übrige Aufklärungsarbeit war bald vollbracht. Die Abschaffung des Sultanats und später die des Khalifais konnte ohne störende Erschütterung erfolgen. Die neue freie 'Türkei, die türkische Repullik, war geschaffen. Die junge Republik Hut selbstverständlich schwere Ausgaben zu bewältigen. Sie wird ihrer Herr werden. Der Traum der Befreiung ist Wirklichkeit geworden. An die Stelle des tateulofen HindämmerNs ist Arbeitssreudigikeit getreten. Der Schaffensdrang der in das demokratische Staatswe f e it ei »gefühlten Bevölkerung und ihrer Führer findet von Tag zu Tag wachsende Befriedigung. Die bebauten Landflächen find im steten Wachsen begriffen. Die Landwirtschaft wird in raschem Äcmg modernisiert, Industrie und -Handel werden planwaßig gefördert und fortdauernd neue Schulen crrichtÄ. Ohne feit dem Bestände der Angoraregierung eine Anleihe in Anspruch zu nehmen, hat die Republik im Läufe der letzten zwei Jahre für öffenÄiche Arbeiten, CiserilbähNeN, Brücken- und Ehanssee'öauten 35 Millionen türkische PfNNd verausgabt, während in den vovhergegaNgeNen 19 JaWtt 4(10 Millionen Pfund Schulden attfgehäuft »Md für öffeMliche Irwostilionen kaum zwei Millionen Pfund atlHgiwendet wurden. Die Negierung sieht gerne sreitndes Kapital ins Land komnren, selbstverständlich tinter Wahrung des Prinzips einer Betätigung auf cMSschiließlich geschäftlicher Gvundlage. Das Staatsbudget känN bereits als balanciert gelten. Die Msgäben betragen 185 Millionen türkische Pfund, wovon etwa 10 Millionen Pfund als nicht gedeckt erscheinen. Ersparilngett in der Berivailtn'ng werden auch dieses Defizit znM Verschwinden bringen. Die Frage der Wahl von Angora als Hauptstadt findet ihre Begründung in adnilnlstmtiven Uttd kulturellen Rücksichten. In» Zen'tnnnl des Landes gelegen, bietet sie in jeder Beziehrmg unschätzbare Vorteile, die den Verzicht auf den äußeren Glanz .skontstmttittopetls als Regierungssitz .zur Genüge rechtfertigen. Die Stadt ANyota liegt 050 Meter, die hügelige, gartenreiche UlchMung 1050 Meter über dem» Meere ffpiegel, mit günstigem Klima, dssen frühere übrigens unbedeutende Fiebergefahr durch die seitens der Behörden getroffenen Maßregeln als fast gänzlich beseitigt gölten kann. Den diplonmtifche»» Ver'tretttngen wurde seitens der Regierung für den Bau ihrer Palais Terrain zur Verfügung gestellt, »vovou ein Teil bereits Gebrauch ge-,»»acht hat. hie anderen im Begriffe sind, es AU ^_Miekkek» mcifttirp4 __ tun. Man hofft,, Angora!!lt Läufe der nächsten Fähre )ü einer modernen, allen külturelleil Bedürfnissen g.'üügendeN Stadt ans-bauen zu können. Die innere Konsolidierung des Landes Hot durch den ift beit östlichen Provinzen swttaehabten Atrfstand, welcher im An Aland übemnäßig änsgMuscht tvnrde, keine »«ennenswerte Störung erfahren. Es hä »«Helte sich H-tff eine durch eine geringe Ar'Mhl von Personct», der'en Interessen mit der demokratischen Verwa-ltNlig unvereinbar sind, in Sgme gesetzte, voi» eine»»» kurdischen Häuptling unter dem Decknmntel der Religion »md der Pärole der Wiedere-kickMug des Kalifats geführte Rendite. Die Revolte konnte in der Masse der Bevölkerung keine Stütze siirden und die U»»terdrücknng bedurfte karmi eiitee Zeit von »vcnigen Wochen. Die Zeit der k »t r d i s ch e n F e u d a >l h e r r c it, die «iber Lebe»» un-d Eigentu»u ihrer Vasallen verfügte»», ist vorbei. Das Beöürfl»is »»ach Besreil»-ng vm» den Fesseln bediiWtugsloscr Ergebenheit ist auch bei der Bevölkerung dieser Provinzen zum Di»rchbr»»ch gelaugt und cs ist nur dem a»»sgseicheriidcn Einffitß der r e p u bl i k a u i s ch c u V e r- »va l t u n g z»» daiikeir, daß in diefett Ptovi^zcil die schrdfsei» söziäle»! Gegen sä tzt, dcrci» BeseitigU'itg waU mit Recht vor» der rePiMikauischeu Gesctzgebt»-»^ crirartet, bischer zu kcitlen Weiterungen geführt haben. Es ist de»» weinigen Scheichs diesmäl n>och gelungen, einige Gofolgschast zu finden. Es »var vielleicht für die Regierung der Republik ein willkommener A»lläß, ihren» R-sfcwrnwerk ht den OstproviUzen größeren Nachdruck zu verleihen und dergestalt auch die rssKiche Autorität der Hüter der alten Ord»u»»g Zu. beseitiget». Die bereits erfolgte Er l»e »»>»»»» ug von drei Mi ss i o l» e n für die Reorgauisierung der verschiedene»» BernxtilÄrngsAtoeige in de»» in Rede stehenden Provinzen bezeugt die Enffchliossenheit der Regicrimy, den grimdlegenden Prinzipien der republikanischen Bevwalt»»»»ig Göltidlig zu verschaffen und ihre integrale Anweildung zu sichern. Begreiflicherweise »vird nichts uirversucht bleibe»», uu» die Hebung des kulturellen Niveaus der leider arg zurückgebliebenen Bevölkerung dieser Provinzen in die Woge zu leiten. Die äußere Politik der türkischen Republik ist bedingt von den ihrer in» Lande selbst harreirden Auifgaben und den Sympathien und Auiipathien, »velchen sie fi'ir ihre Konso>Iid».er»l'»vg und Weiterentwicklung bei de»» ei»»zelr»en Staaten begegnet. Der Leitsatz der äußeren Potlitik der RepublK ist, f re »» N ds ch a f tl i ch e Bezieha» ugen zu all e n Staaten zu Pfleger», um sich den inneren Aiffgalbtz'n ungestört widmen zu können, zumal wir überdies für einen Teil derfetben, wie öffentliche Untern e h m u n g e n, M i r» e»»e r s ch l i e ß»»i» g e n n-nb dergleichen aus die Urrterstützung des Auslandes reflektieren. Uwrigens gibt es keine schwebenden Fragen von Bedeutting, wenn nicht die M o ss ülsr a g e, in welcher die Türke» ihre rechtlichen Ansprüche deck BötteEltNd rinierbreitek hat und dessen Beschlußfassung, welcher sie sich, wie auch England, »tnterworfei», sie in Ruhe etwartet. Wäs die PöthältNisse in der M ohaNtüt edäü i- W 4 11, insbesondere die Vorgänge in den cttabischen LäNheru uNH die düs Kälisa-t berührender» Frage»« äNbetrifst, so wünschen die Türken ihren NiothäintMöMNischsit BrüdeM GePeiheii üüd WohletgobeN in jeder Befiehltttg. Die türkische Repilblik aber darf und kann sich Nicht at» der BeihanÄlüug von außerhalb ihres tcrritör i ä l e u Bereiches liegenden Fragst» beteiligen. Mit der Beseitigitng des Kälisats, dürch desse»» Beiibelhaltitng ihre liätiono'le Entwicklung nuukögisiich geweser» Wäre, ist die Rcligim» z ü e i n e r P r i b a t s a ch c geworbe»», die jeder Mv/llänMedäNer iudividttell, Wie eigenes -Hab rtud Gut, hä-ndhaben kann. Der Staat a-N sich, der sich feiner theökrätischen Gru n dl age entledigt hat, ist ein demokratischer Nationallstaät phne jedwelches weitere Kriterium. Aus der Tatsache ergibt sich die -Halt»»ng der Türkei all diaseN Frctge»» gegenüber von scW. Unsere frelludscha-sUichen Beziehungen z »t t ö st c rrei chische »t Republik halben eigentlich niemals eine UnteNbrechilNg erHahret». Der im Iäniirrr 1021 abgeschlossene ^rettljlds<ha«stsvertrag bede»»tct mir eine forinelle EtäbliernNg dieser BeziFhungetl. Die NeNbesetzuny des Postens eines diplomatisthen Vertreters hat sich r»ur drtrch Umstände verzögert, die den freundschüstlichen Verkehr in keiner Weise berührte»». Meine LauMentc, die Gelegenheit hatten, Llesierteich kennen zu lerrtert, schwärmten stets für die feine KNltNr dieses Landes Nttb ersehnten immer wieder elfte Rückkehr nach dieser herrlichen Stadt, welche einen seffeNeN Reichtum an Kulttllrgüterit beherbergt. Ich bin überaus erfreut, das; mir das (Mick zu teil wurde, meine Heiutat in Wie»» vertrete»« zu düvsen »dnd hoffe zuversichtlich, daß es wir MrNgeN wird, der Mlsgeftalt»mg der zwischen den beiden ReptlWken bestoheildön freunds ch a s t k i che n B e z i e y u n g e n nreinen tiefgefühlter» Wünsch entsprechend dienet» zu können. * Mtte r»eüe Palästinakarte. Dar K. H. -Ha>»pl«>ureau in London hat soeben eine neue kolorierte, die Höheirschichter» anzeigende Palästinakarte herausgegeben, auf der der gesamte jüdische Äodenbesitz verzcichrret ist. A»ich E»se»lbahtlver- -indultge« »vie Sttraßen urtb die physikalische»» Verhältnisse des Landes fanden Bcachtnrig. A»»f der Rückseite geben kleitte Kartenskizzen »»nd Tiagrantnib den jüdischen Landbesitz zu verschiedenen ZettpitNktöN an sowie die Zahl der Immigranten ii» den anfeitianderfolgenden MoNaten. Anßerden» siltd die Beiträge des KereN Hajessod für die verschiedenen Arbeitszweige in Paiästilla verzeichnet. Die Karte erscheint it» drei Sprachen: hebräisch, englisch »mb deutsch, sowie in ztvei Größen: eine kteirte zr» 2,6 Pence mib eine große Wandkarte für Schulen, zionistische Bureaus usiv. zu 1 engl. Schilling. 21. Juli mz ■ _ Ar. 88« Sie Affenkomödie kn Layton. Auch Scopcs' Schwester entlassen. Rew-Aork, 20. Juli. (Tel.-Komp.) Das Urteil M Affenprogeß in Daytou dürfte spätestcrts morgen, vielleicht schon heute nachts, gefällt werden. Man rechnet damit, -daß der A»«geklagte nicht zu einer Gefängnisstrufe, sondern höchstelts zrt einer Geldstrafe von 100 bist 50Ö Dollar verurteilt werden wird. Der Rechtsanwalt Seopcs' erklärt schon heute, daß er in jedem Fall gegen das Urteil B e v »t f u u g ei ulegen und bis zum obersten BundöSgericht i«i Wafhiirgton gehen lvird, mit der Begründung, daß Vü Gesetze des Staates Tennessee, auf GruNd detsn Professor Scopes verurteilt wurde, der amerikanischen B u u d e s v c r f a s s u «»g w i d e r s p r e d) e n. Seopes, der vor» den SckMbehövden e n i I c f f i n wurde, hat bereits eitle ganze Reihe von Berufungen an verschiederie Mucrikanischc Universi ttcn uttd andere höhere Lehranstalten erhalten, dar»«»»ter an die Univevsi« täten von Kentuek»; r»»»d Chikago. Die Schwester Stä- .pes, Miß Lola, hat ihre A n ste ll u ng als Lehrerin in Pabucah i»n Staate Kentucky gleichfalls verlorenda sie sich auch wie ihr Bruder zum Darwinismus bekänttt^ Die lteberschwemmuog in Korea. 1000 Menschen ertrunken? Tokio, 19. Juli. (Reuter.) Durch die U e'b e rsch w e nt* in u n p auf Korea sind alle Verbind,»ngei» nrit der Hauptstadt Söul abgeschnittci«. Ter Fluß Harnisieug ist u»n elf Meter über den nornraüu Pegel gestiegen, Hai die Dämme durchbrochen ««nd die ganze Ilmgebnng überfluiet. Das Wasser ist in die Häuiser eingeidrungen. Die Stadt Söul hat kein T r i l» k w ckif s e r und keine Gasbeleuchtung Nrcihr. Tas «llettuilgswerk, au dem sich die Truppen beteiligten, ist durch die furchtbare Strömung des Wassers schr euschwert. Nach einer Meldmrg des „Daily Expreß" aus Tokio sollen bei der Ueberfchwemmnug in Söul tausend PersoNen ertrunken sein, zweitausend Häuser seien unter Wassör gesetzt worden. Durch das Fehlen vor» Lebensmitteln seien 300.000 Personen von» Hunger bedroht. Berhastung eine« internationalen Schellschwindlers. Vor ehllger« Tagen ist in Fiume der sPaniW Staatsangehörige und KaufiliartN G o i ch i »t o D c u» b ili o L l u ch verhaftet worden, da gegen ihn fünf ANzeigü« wegen Betrilges mit einer Schadenssumnre von 3 0.0 0 0 Lire erstattet wurden. Nun haben die italiettischött Behörden festgestelkt, daß in der Filiale der ungarischen G e»»e r a l k r e d i t b a n k in Fiume auf seinen Namen zwei Kredite eröffnet worden sind, und zlvar einer Lider Auftrag der British Wcstafrican Bckük itt Teneriffa, auf 2500 Pfund lautend, und der zweite über Auftrag der Fir»na M h e r »t d e z i»» L a s P ä l M K s auf den Kanarische»« Inseln in der Höhe von 6000 PfuNd. Eine Anfrage bei den bezelchNete»» Jnstitttten ergab aber, Laß dort keine derartigen Aufträge erteilt üiöMtt sind. DeNibilio hatte in der» letzten Tagen vor seiner Anhaltung in Fiulne in einem dortigen Nachtlokal mit eiMNt Scheck der Bnnco national Ultra mar i No in L »s s a b o n, lauteiid auf 2 0 0 0 Skr» di, gezahlt, der wahrscheinlich auch gefälscht war. Bei ei»»er Durchsuchu»»g seiner Effekten fand »nan eilt Geldanweisungsbuch der Banco i« a t i o i» a l U l t r a m a r i n o mit 21 B-ianeoauweisunger« und vier bereits abgetrennten Abschnitten und eil» Anweisungsheft der Banco des Espana vvu Madrid mit sechs BiaNcoaitweisnngelr »«lld 14 bereits abgetrenNtei» Coupons. De'mbi'lio hat sich a»»ch im Laufe des abgelaufenen -Jahres in Oesterreich, und zwar in iden Städteti Wie»», I n n s b r u ck *mtb Ischl aufgehalten und Mit Holzhäudleril fingierte Geschäfte abgeschlossen. Da cs Nicht ausgeschlossen Hrschcint, daß er a»«ch hier Betrügereien verübt hat, Werder» Geschädigte ersucht, sich ehestens im Sichers beitsbilreat», 9. Bez., Roßarterlände 7, 1. Stock (Poli>Zv' kommissär Dr. Pökorny) z»» melden. Dar Adele SiewHorkek gtaatrgrfiingnrr. Aus Rew-Aork wird berichtet: Der Gouverueui: des Staates New-Aork, S m i t h, hat eine strenge Unters u ch u n g gegen die Direktion des N e w - D o r k e r Staa tsg efä ng l»ifse s „Sing Sing" angeordnet. Der» Aitlaß zu dieser Untersuchllllg gab der Umstand/ daß die Polizeibehörden einem »»mfangreichen Spirituose n s ch m u g g e l in das StaatsgefängNis auf die Spur gekonllnen sind. Es wurde festgestellt, daß die Gesangenen »»» „Sing Si»»g" lvahre A l k o h o l o r g i e »» feiern und sich für Geld unbegreuzte Q»»antitäten von Whisky verschaffen ikött'ilen. Ta der Mißbrauch jedenfalls nur im Einvern e h n» e n mit den Gefänglliswärtern und vermutlich auch mit der Direktion des Staatsgsfängnisses geschehen konnte, hat der Gouverneur eine Untersuchung eingeleitet, um zu verhindern, daß Stväfli»»ge sich einer Alkoholfreiheit erfreuen, die den übrigen Staatsbürgern der Bereinigten Staaten von Gesetzes wegen verboten ist. * Riefendiebstähl lm PalLstlnaamt von Konstanza. Aus Bukarest »vird güueldet: Einbrecher drangen nachts in das Palästinaaint der Hafeilstadt Konstanza ein und erbeutoten 700.000 Lei. Die SNNtNte ivar dazu bestimmt, jüdische Palästiuaivailderer, die ihren Weg über Konstanza nehmen, zu Ullterstützeu.

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