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Wiener Morgenzeitung · 1925-07-21 · Heft 2304 (21.7.1925) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2304 (21.7.1925)
Date
1925-07-21
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Wien, Dienstag Wiener Moraenzeituna 21. Juli 1W5 Nr. 2304 Sette 6 Bühne und Kunst. Mische Bühne im Karltheater. Was an der unter dem Namen „Jüdisch-amerikanischinclodramatisches Kunsttheater" gemeldeten Bühnenarbeit, die jetzt im Carl-Theater geleistet wird, echt ist, kann nran in g^tem schauspielerischen Ausdruck im Hotel Stephanie aus der armseligen kleinen Bühne sehen, wo seit Jahren das sozusagen herkömmliche jüdische Theater, leider in jämmerlichem Gewände, geboten wird. Dort wird cs wenigstens von einer Anzahl von schauspielerischer: Begabungen, wie Jona Reismann, Frau Glücksmann u. a. serviert. Die Leute, welche dieses Genre ins Carl-Theater verpflanzt haben, bringen einen durch schauspielerische Unzulänglichkeit verdorbener: Aufguß des Stephanie-Theaters. Der Anlaß, aus dem dies konstatiert wird, heißt ,^Die letzte Hoffnung" Melodrama in vier Men von Martinowitz. Er ist belanglos. In der Ocide dioses Theaterabends ivar die einige Erquickung die Begabung von Frau Weißberg, welche irgend einer Pappfigur durch natürliches Spiel etwas wie Laben verlieh. S. S. Aus den Theatern. Burg garten (bei ungünstiger Witterung im Festsaal ber Hofburg). Heute. 8 Uhr abends, Symvhoniekonzert (Dirigent: Zdenko M i h a l o v i t 8. Mitwlrkend : Anny K alab-Barthlmö. Carl-Theater. (Amerika nifch-iüdtfckes melodramatisches Kunsttbeater.) Infolge E r- Itöitlitttfl mehrerer prominenter Mitglieder der Gesellschaft wird das Gastspiel für einige Tage unterbrochen. Theater in der Josef st ad t. Morgen Erstaufführung deS Lustspieles „Die Jungfern vom ES i s ch o f s b e r g" von Gerhart H a « p t m a n n. Radioprogramm. heute Dienstag. 11 bis 1 Uhr: Vormittagsmusik (Programm nach Ansage). — 4 bis 6 Uhr: Nachmittagskonzert. — Lanner: Hoffnungsstrahlen, Walzer. Glincka: Das Leben für den Zar, Ouvertüre. Grieg: Elegie und kleine Walzer für Violinsolo. Stojanowits r Scherzo. Lenz: Kronschätze der Musik. Phantasie. Blon: Liebesgeflüster, Intermezzo. Eilenberg: Die Heinzelmännchen. Offenbach: Pariser Leben, Phantasie. Josef Strauß: Delirien, Walzer. Friml: Rose Mary. — V,7 bis 7 Uhr: Vortrag Dr. I. Lamberg r Hitzschlag und Sonnenstich. — 8 Uhr: Tiroler Abend. Sufchristen an die Redaktion sowie ««verlangt einlangenden Manuskripten wolle man stets Rückporto beilegen, da sonst eine Deanllvortung» beziehungsweise Rücksendung nicht ersolgen kann. Gerichtssaal. hie Verpachtung von Molizenzen nngesetzlich und rechtsunwirksam. In einem gestern herabgelangten Urteile des Obersten ' Gerichtshofes wird prinzipiell und endgültig entschieden, daß die Verpachtung von Kinolizenzen ungesetzlich ist und die damit zusammenhängenden Pachtverträge rechtsunwirksam sind. Es handelte sich um nachstehenden Rechtsstreit. Eines Tages wurde der Lizenzinhaber des Lheaterkinos am Hernalsergürtel 33, welches seit zwei Jahren verpachtet ist, zur Polizeidirektion vorgeladen und ihm vom Referenten im Kinowesen, Hofrat Vittore, bedeutet, daß nach tz 9 der Kinoordnung vom 18. September 1912 die Verpachtung von Kinobetrieben unzulässig sei, daher der Pachtvertrag bei sonstiger sofortiger Einziehung der Lizenz gelöst werden müsse. Die Inhaber des Kinos, eine Äeseltschaft mit beschränkter Haftung, brachten nunmehr, dem Standpunkt der Polizeidirektion Rechnung tragend, gemeinsam mit dem Inhaber der Lizenz beim Bezirksgericht Hernals gegen die Pächter des Theaterkinos, die Brüder Philipp und Eduard Hamber, eine Klage auf sofortige Räumung des Kinos ein. Die Beklagten, vertreten durch Dr. Moritz Sternberg, hatten eine Reihe von formalen und meritorischen Einwendungen erhoben. Das Bezirksgericht hatte in Stattgebung der Klage zu Recht erkannt, daß die Beklagten sofort sämtliche dem Kinobetrieb dienenden Räume der Klägerin geräumt zu übergeben haben. Das Landesgericht hat der Berufung der Beklagten Folge gegeben, das Urteil erster Instanz aufgehoben und die Räumungsklage abgewiesen. Die Klägerin hatte daraufhin gegen das Urteil des Landesgerichtes die Revision eingelegt. Mit dem gestern gefällten Urteil hat der Oberste Gerichtshof der Revision Folge gegeben, das Urteil der Berufungsinstanz a b geändert und das Urteil der ersten Instanz, womit der Räumungsklage stattgegeben wurde, wieder her ge stellt. 600 Pfund Geldstrafe für einen antisemitischen General. Aus London meldet I. T. A.: Brigadiergeneral Cyril Prescott-Decie, Präsident der Loyalitätsliga, wurde wegen Verleumdung der jüdischen Firma Messrs. Joseph Lyons and Eo. durch das Dwisionsobergericht m 600 Pfund Geldstrafe verurteilt. Jnkriminiert war eine Rede des Genenls am 23. August 1924 bei einem Gartenmeeting des Loyalitätsklnbs, in deren Verlauf der antisemitische General die jüdische Firma beschuldigte, sie hätte bei ihrem gewaltigen Teeimport große Zoll- und Steuerhinterziehungen begangen. Dabei bemerkte er, daß die englischen Gerichtshöfe voller Juden sind, so daß man bei diesen jüdisch beeinflußten Institutionen nie Gerechtigkeit finden könne. Der General schloß mit der Devise der Loyyhalitätsliga: „Britannien den Briten!" Vor Gericht verantwortete sich der General dahin, er wollte „seinem treuen britischen Auditorium" klar machen, „welch eine große Gefahr der deutsche und der jüdische Einfluß für das englische öffentliche Leben bilden". Das Gericht nahm Verleumdung als erwiesen an und kanl zu dem vorstehenden Urteil. Volkswirt. Lisulvierung der österreichischen Stinnerllnternehmungeiz. (Eigendienst der „Wiener Morgenzcitung") Berlin, 20. Juli. Wie die Blätter melden, wird an dem Plane gearbeitet, sämtliche Be tätigungsgebiete Stinnes' in der österreichischen Wirtschaft aufzulassen. Es sollen die einzelnen Unternehmungen liquidiert tverden. Die Liquidierung dürfte bereits in der nächsten Zeit beginnen, um der Stinnes- Masse weitere Kosten, die durch die Fortführung der Betriebe erwachsen würden, zu ersparen. Im Zusammenhänge damit werden auch die von Wien aus von den Stmnes-Unternehmungen entrierten Geschäfte mit den: Balkan allmählich der Liquidation zrrgcsührt werden. Die aus der Liquidierung frei werdenden Mittel sollen nach Berlin gebracht und dort zu den Aktiven der Stinnes-Masse zugeschlagen tverden. Die Liquidationsergebnisse dürsten relativ gering sein, da die Geschäftsergobnisse dieser Unternehmungen rricht allzugünstig waren. Dies liegt einerseits in der mangelnden Organisation der Unternehmungen, andererseits aber auch in den ungeheuren Regien, welche die Führung derselben in Anspruch nahm. Termin «nd Kontermine. Bon Dr. Heinrich Schreiber. Man soll das Eisen schmieden, solange es heiß ist. Kaum hatte es den Anschein, daß das ülber die Börise lagernde düstere Gewölk sich verzog, der Lichtschimmer eines iticuen Anreizes durchbrach und mit seiner Helligkeit die Wendung zil besserem Wetter arckündigte, da ließ sich die Börsenvcrtretuug die Gelegenheit nicht entgchen, mn daraus zu dringen und dahin zu wirken, daß die lästigen Börsenbeschränkungen fallen und abgebant werden. Zwar schob sich zwischen Kelch und Lippesrand noch die ernste und unwillige Mahnung des Präsidenten der Nationalbank, der kaum von seiner Londoner Reist den heinrischen Boden berührt hatte und schon mit zorniger Gebärde den Bannstrahl über das fündige Hcmssetreiben der Börse schleuderte. Der Bannstrahl wurde freilich zum Wasserstrahl, der wohl erschreckt und näßt, aber keine Wn'nden schlägt u-ud zumal keine dauernden Spuren hinterläßt. Ir: einen: Aufwaschen wurde das windelseuchte Intermezzo getrocknet und die bessere Stimmung traute sich wieder hervor und schickt sich -an, sich die Laune nicht verderben zu lassen, sondern sich durchzusetzen nrid sich aller: Kassandrarufen zum Trotz munter zr: behaupten. Darum soll das Termingeschäft, das von: streng geübter: Kassageschäst verdrängt wird, hervorgeholt und in seine herkömmliche Stellung eingesetzt, die dreifach gekreuzte und geächtete Kontevmine als legitime Verkehrssunktion wieder zugelassen werden. Damit aber auch der kleine Spekulant nicht leer ausgehe und seinen Teil empfange, damit auch ihn: die Fesseln der besonders beengenden Einschränkungen gelockert tverden, soll der Weg zum Prämien- und Stellagengeschäft, die auch aus dem Börsenkomment gestrichen waren, sreigelegt werden. Mit dem Essen kommt bekanntlich der Zippet: t. Lange genug haben die Fasten gedauert, die Zeiten, ir: denen Schmalhalls Küchenmeister war und der Speise- und Kurszettel an Auszehrung gelitten hatte. Jetzt soll dies alles uachgeholt werden mit einer Hast und Gier, die nur schwer zu zügeln und einzudämmen sind. Ausgehungert stürzen sich die Börise urü> ihre Gefolgschaft auf die schwer entbehrte Atzung und wollen sie sich nicht mchr entreißen lassen. Das Hindernis, das sich im Verbote des Terminhandeils und des Prämiengeschäftes entgegenreckte, wird im Sturme beweglicher Resolutionen genommen und alle Minen Werder: gesprengt, um auch die verpönte Kontermine einznlassen und sie desto besser und wirksamer schlagen zu können. Eigentlich liegt ein gewisser Sarkasmus darin, im Momente, wo die Haussebewegung ihre Schwinger: rührt und die Baissepartei an sich zr:r Seite geschoben und in den Hintergrund gedrängt wird, just auch die Kontermille aus der Verbannung zuvückgerufen und ihr den freien Spielraum, der ihr streng verrammelt war, zu gönnen. Jetzt, wo sie sich notgedrungen verschüchtert zurückzieht, öffnet man ihr sonderbarerweise die Pforte zun: regelrechten Verkehr, offenbar un: sie zr:n: Turnier ohne Visier herarlszufordern und ihr die Spitze zu bieten. Die Kontermine mag sich, wenn es >ihr gefällt, auf der Börise tnrnmeli: und nicht mehr in geheimer: Verstecken verbergen; sie mag offer: austreten und ihre Karte abgeben; die Gegeilpartei, die aus den Aufstieg der Wertpapiere rechnet und ihn betreibt, geizt nach der Gelegenheit, der: Kontermineuren heimzuleiuchten, daß ihnen die Lust zu weiterer: Schachur:d Winkelzügen vergeht. Termin- und Kontevmine, die sonst nichts miteinander gemein Haber:, tverden die Angelpunkte, um die sich die neu angefachte Görseubewegung drcht, und wenn das Zeitgeschäft wieder arvflebt, der Leerverkaüf wieder einschnappt r:ud toleriert wird, dann hat, so scheint es, die Börse ihre alte, aber verjüngte Beweglichkeit wieder erlangt, und damit die Fähigkeit, sich ir: allen Geschäftspraktiker: umzntnn, alle Kombinationen und Konjukturen zu nützen, jede Chanoe zu gewinnen und sich wieder rührig rn:d geschästseifrig der: Erfordernissen des Marktes zu widmen. Dazu tritt noch die Frage des Zinsfußes, der offensichtlich unter dem Einflüsse der Ententestaaten und in erster Lirüe der Barck von England derart verstaucht ist, daß die Bankrate starr aus ihrem hohen Satze sich versteift und sich die geringste Abbröckelung nicht albschrneicheln läßt. Die ^ationalbauk schtormmt eigentlich im Fahrwasser der Konternüne, der sie der: Wind rricht ans den Selgelr: nHmen möchte. Diese macht aber. Hüte Melde zum Hosen *%iel i des Termingeschäftes, das sich durch die Kontern:ine nicht aus der Contenance bringen läßt, sonderr: im Gegenteil darin ei,:cn Ansporn erblickt, ans die Kontermine loszugehen und sie um die verheerende Wirkung zr: bringen, die sie ungeachtet ihrer Unzulässigkeit arrf das Kassagcschäft geübt hat. Kontermine und Termin, Die sich solcherart spinnefeind befehdet haben nu). darum beide ansgewiciseu Ivaren, sollen wiederkehren und sich fortab vertragen, sollen miteinander gehen und arrskormner: friedlich und so, daß eures die Woge und Entwicklung des andern rricht kreuzt und sie sich sozusagen drei Schritte von: Leibe bleiben. Der österreichische Schutzverband der Besitzer reichs« deutscher Grundstücke. Der Präsident des Verbandes, Herr Ignaz Gcrstl, ist aus Borlir: zurückgekehrt. In der an: 23. d. um halb 7 Uhr in: Fcstsaale des Niederösterreichischen Gewerbevereines, Wie»:, 1. Bez., Eschenbachgasse 11, stattsiudenden Vollversammlung des Verbandes lvird der Präsident eine ausführliche Darlegung sämtlicher ir: Berlin mit den Behörden besprochenen Fragen zum Bortrag bringen. Insolvenzen. Die Firma Artur Adolf Eckstein, Tuch- und Manufakturwaren Handel, 1. Bez., Concor- ' diavlatz 1, ist nüt Passiven von über acht Milliarden Kronen insolvent geworden. Die Ursachen der Insolvenz werden auf die Zahlungseinstellungen im Kundenkreis der Firma sowie auf die Entzielrung der ausländischen Kredite zurückgeführt. Den unmittelbaren Anstoß der Zahlungseinstellung gaben von der Zollbehörde vorgenommene umfangreiche Pfändungen, weshalb das Geschäft geschlossen werden mußte. Da8 Ausgleichsverfahren wurde eröffnet über Mayer, B r a n d n e r & C o., G. m. b. H.. 7. Bez.. Neustiftgaffe 81. Passiven 50.000 S., Ansgleichsanbot 35% in Quartalsraten; über Sacher & C o., Handelsgesellschaft für Lack- und Farbenindustrie, 19. Bez., Würth» gaffe 2; Passiven 63.000 S., 35% in zwölf Monatsraten; über Siegmund Prager, 19. Bez., Leidesdorfgasse 15; über Franz I a n d e k, Wäschewaren, 16. Bez., Garlllachergasse 17; über Josef K a r a s e k, 5. Bez., Wehrgasse 23; über Heinrich Hollwarth, 12. Bez., Meidlinger Hauptstraße 54; über I. Zwicker, Damenhutsalon, 1. Bez., Schwedenplatz 2; über Emil G ö tz e l, Damenmodewaren, 7. Bez., Kaiserstraße 67; über Jakob S i l b e r st e i n, Textilwaren, 2. Bez., Rembrandtstraße 22; über Artur Marchfeld, Textilien, I. Bez., Salzgries 13; über S. S a l a m o n, Textilwaren, 2. Bez., Rem - brar:dtstraße 22« über Adolf Eggarter, Kaufmann, 5. Bez. Kompertgasse 3, und über Oskar flennet, Holzwareufabrik in Jmbach. Effektendepots polnischer Staatsangehöriger in Rußland. Die „Polnischen Nachrichter:" melden: Polnische Staatsangehörige werden anfmerLfam gemacht, daß allfällige Ansprüche auf nach Rußland weggeführte oder dort deponierte Wertpapiere spätestens bis znm 1. August 1935 den: Hauptiliquidierungsamte in Warschau anzumeldeu sind. Näheres auf der Ankündignngstafel der Gesandtschaft der Republik Polen in Wien, 3. Bez., Rennweg 1, Parterre. Anmeldungen der in der Zeit vom 1. Mürz bis 10. Mai 1925 erteilten polnischen Lieferungsauftriige. Ir: Ergänzung der bereits bokanntgogelbenen Richtlinien für die Anmoldunger: jener polnischen Lieferungsausträge, welche in der Zeit zwischen 1. März bis einschließlich 19. Mai d. I. erteilt wurder: und für welche die polnische Regierung die Anwendung des damals in Geltrn:g gewesener: Zollsatzes bereits in 8k:ssicht geimmwncn hat, wird noch nütyeteilt, daß diese Anmeldungen bei der Wiener Kammer für Handel, Gewerbe und Industrie zu erfolgen haben. Die Interessenten werden aber aufmerksam gemacht, daß die Anmeldefrist mit 30. d. erlischt, die Anträge daher uuverzüglich bei der genanrttei: Stelle (Stnbenrir:g 8-ü0>, Hochparterre, Zimmer 95) e-mtzubringen wären. Aus der rumänischen Petroleuminduftrie. Aus Bukarest wird gemeldet: Zwischen der vumänrischen Regierung und der: Petroleumaktiengesellschaften Concordia, Bega und I n t e r n a t i o n a l a aus Amsterdan: wurde ein Ueibereinkommen betreffend die Nationalisierung der genannte»: Unternehmungen abgeschlossen, die dadurch alle Vorteile häber: werden, die das Gesetz allen r:atior:alisiertcr: Unternchnmngen einräumt. Die Arisifuhr des Rohöles aus Nr:u:är:ior: ist ir: der Weise gestattet, daß die Preise des inländischer: Koirsums der: jetziger: Stand nicht übersteigen dürfen. Die Ausfuhr der Petroleuniprodukte ist im Steigen. Während der erster: vier Monate dieses Jahres wurden 220.000 Tonuer: ausgeführt, wogegen in demselben Zeitraum des voriger: Jahres r:ur 97.000 Tonne»: ausgeführt wurde»:. Der Kongreß des Internationalen Bohrir:genier:rs- und Technikevverlbandes wird in: Septvniber d. I. in Brckarest unter den: Protektorate des rumänischen KronPriWen Carol stattfinden. Gründungsgenehmigung in Rumänien. Von rumänischer Seite wird der Pol. Korr, nntgeteilt: Die im Mai 1923 eingesetzte spezielle tvirtschäftliche Komnnssiou hat folgende Gründungen ir: Neurumäniei: genehmigt: a) 491 Banken uitfo Kreditanstalten mit einem Gesamtkapttal von 1.649,088.595 Lei; b) 497 Indrlstrivgesellschafter: nüt einen: Gesanükapital vor: 3.196,9>3L.L80 Lei; c) 223 Harrdelsunb andere Gesellschaften mit einlömr Gesamtkapitäl von 429,428.558 Lei; ir:sgesamt 1211 Unternehmungen nüt einem Gesamükalpital von 6.277,446.433 Lei. Die Beteiligung des ruirränischen. Kapitals beträgt 84,3 Prozent, die des arlsländischer: Kapitals 16,7 Prozent. Vom Palästinapavillon in Wembley. Aus Loudor: wird uns Mschrröben: Emern Vertreter des „Jewish Chronicle" gegerütber erklärte der Leiter des Palästir:apavillor:s der britischen Reichsausstellung zu Wembley, Major R. T. Little, daß in diesen: Jahre das Geschäft halb so stark war als im vorigen, was bei Berücksichtigung der gogenw ä r t i g e n Geldknappheit als bofriediger:d zu bezeichr:er: ist. Engrosgeschäfte tvurder: übechaupt nicht getätigt, da es noch innner als nrrnwglich erscheint, Orders erfüllt zu bekommen. Eine zweite Schtvierigkeit liegt darin, daß viele Händler glau'ber«, sobald Nachfrager» eingcher:, der Weltnrarkt liege ihnen zu Füßer:, rund ihre Preise so hochschrauibeu, daß sie ihre 5ronkurrenzfäh>igkeit Verlierer«. Es ist indessen zu hosifer:, daß die Aufträge für Ziegenhaar ru:d Sultanir:en zufriedenstellerrd erfüllt wer^den. Jnteressarü und nicht ohne Bedeutung ist die Tatsache, daß sowohl in diesen:, wie in» vorigen Jahr 90 Prozent der Geschäfte im Pavillon mit Nichtftiden getätigt worden sind.

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