Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2303 (20.7.1925)
- Date
- 1925-07-20
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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'««-'s NKön, Wiener; Mövitenzettuna. 20. Juli 1M5 Nr. SS68 Ae Fragen des 14. Zionistenkongresses. In dieser Rubrik veröffentlichen wir Cr örterungen der Pröbl?ine deS kommenden Kon qresses. Es versteht sich von selbst, daß die Redaktion die Verantwortung für den fachlichen Inhalt dieser Artikel den Verfassern überläßt. «ege» Ae Svvofitlon. Don Dr. O. HerschdSrfer (Krakau), Mitglied der Exekutive der Zionistischen Organisation für Dest-Kleinpolen und Schlesien. In jeder sozialen oder politischen Bewegung sind die Unzufriedenen die Schöpferischen. Sie sind es, die die in behaglicher Selbstzufriedenheit htnschlummernde öffentliche Meinung wecken, sie auf Gefahren, die da drohen, aufmerksam machen und was das Wesentliche ist, den richtigen Weg zeigen, der einzuschlagen ist. Unsere Opposition hat wohl ihre Rolle als Kritiker vollständig, ja vielleicht sogar mehr als nötig gespielt, hat mit imponierender Offenheit und Rücksichtslosigkeit auf die Fehler hingewiesen, die gemacht wurden, die Leitung, der sie die ganze Schuld zuschreibt, gehörig gebrandmarkt, sie hat aber nichts von sich hören lasten, welche Methoden einzuschlagen wären, um die Lage zu verbessern. Die paar nichtssagenden Schlagworte von „Nationalisierung der Bewegung, „Stärkung der Organisation", „Schutz vor den Nichtzionisten" in der Jewish Agency können doch nicht als sachliche Vorschläge zur Erneuerung der Bewegung betrachtet werden. Wenn wir gleich mit den unglücklichen „Nichtzionisten" anfangen, so ist die Meinung Soloweitschiks darüber doch ein wenig zu subjektiv. „Nichtzionisten — behauptet er — sind identisch mit Antizionisten", also nur wer feierlichst erklärt, ein Gegner des Zionismus zu.sein, der hat Anspruch auf die 50 Stimmen in der Agency. Ich glaube, wer guten Willens ist, findet es für selbstverständlich, daß darunter jene Juden geweint sind, die für den Aufbau Erez Israels sind, obzwar sie aus verschiedene Gründen der Zionistischen Organisation nicht angehören, oder kurz gesagt, jene Juden und Nichtziottisten, die auf dem Boden der Balfour-Deklaration stehen. Man muß es den Herren deutlich sagen: Die Jewish Agency ist ein wesentlicher Bestandteil der Balfour-Deklaration. Wer die Deklaration anerkennt und nicht wünscht, daß unseren Gegnern durch Nichteinhaltung einer ihrer Bedingungen Gelegenheit geboten wird, sie zu anrmllieren, der muß nolens volens an ihrer Verwirklichung Mitarbeiten. Die Jewish Agency soll die Repräsentanz des ganzen jüdischen Volkes sein und nicht ausschließlich einer Organisation, auch nicht von der Bedeutung und Größe der zionistischen. Ein jüdischer Weltkongreß ist bei den gegenwärtigen Umständen eine Illusion. Es bleibt also nichts anderes übrig, als die gegenwärtig im jüdischen Volke bestehenden Organisationen zur Agency heranzuziehen, um wenigstens den Schein einer Repräsentanz des Volkes zu wahren, wo einerseits der Weltkongreß unmöglich, die Zionistische Organisation hingegen als Jewish Agency auf die Dauer weder von England noch vom Völkerbund wird anerkannt werden. Sicherlich spielen auch Momente wirtschaftlicher Natur bei der Heranziehung sogenannter Nichtzionisten eine Rolle, und ich bewundere den Idealismus unserer Oppositionellen, die über diese Dinge mit einem Achselzucken hinweggehen. Es nützt aber nichts. Auch für den opferfreudigsten Chaluz sind manchmal materielle Fragen wichtiger als die schönsten Reden auf Berliner und Pariser Konferenzen. Stärkung der Organisation! Ja, wer hat denn uns und die Opposition daran gehindert, unsere Landesorganisationen auszubauen? Die Kritiker hätten schon an der Zionistischen Organisation Deutschlands ein Beispiel haben können, wie man sich eine prächtige Organisation schafft, ohne dabei ins große Horn der Opposition zu blasen. Hätte cs vielleicht die Londoner Exekutive tun sollen, der man fast keinen Pfennig zur Verfügung stellt, so daß sie gezwungen ist, sich die Mittel für die Veranstaltung des Kongresses aus hohen Eintrittspreisen zu beschaffen? Köstlich ist aber das Bestreben, alle angeblichen Mißerfolge auf dem Gebiete der Außenpolitik, speziell aber die „Verfehlungen" Englands, der Leitung in die Schuhe zu schieben. Glauben denn wirklich die Herren, daß man durch den Faustschlag auf den Tisch es wird besser machen können und daß sich England oder der Völkerbund durch kraftmeierische Phrasen wird e'mschüchtern lasten? Dann vielleicht aus Schidech mit England und splendid isolation. Sicher doch nicht mit den Arabern, auf die JabotinSki wie das rote Tuch wirkt und die er fortwährend mit seiner Legion bedroht. Ich meine, daß diese Politik uns zum Schluß umbringen kann, noch schlimmer, uns dabei dem allgemeinen Hohn preiSgeben wird. So steht der große Rummel der Opposition in krassem Mißverhältnis zur Sachlichkeit ihrer Forderungen und es fragt der naive Bürger, woher der große Lärm. Und da muß es offen gesagt werden: Es geht um Weizmann! Niemaird wird leugnen, daß im Bewußtsein dieser Herren die Liebe zur Sache und die Ungeduld infolge der langsamen Verwirklichung die treibenden Motive sind im Kampfe gegen die Leitung. Sicher aber schlummert dabei im Unterbewußtsein der alte Geist, der von Mose bis Herzl keinen Volksführer ertragen tonnte und jetzt im Kampfe gegen Weizmann wieder erwacht ist. Den ersten „Erfolg" hat schon die Opposition errungen. In Mauschels Blätterwalde rauscht es behaglich von der Krise im Zionismus. Nun gilt es, uns von weiteren derartigen „Erfolgen" zu verschonen. Es sei festgcstellt. Die ganze Zionistische Organisation Anlerikas und Deutschlands, 00 Prozent der Zionisten Polens stehen hinter der Leitung. CS droht nun die Gefahr, daß dte betriebsamen Herren aus der Opposition in manchen Ländern, wie z. B. in Oesterreich, dte schwache Beteiligung bei den Kongrcßwahlen werden au-nützen wollen, um eins größere Anzahl ihrer Anhänger durchzubringen. Es handelt sich hier nicht ausschließlich um die Person Weizmanns, es geht um die Würde des Kongresses, es gllt zu verhindern, daß durch Donquichoterien einzelner nervöser Herren, die es übrigens gut meinen, das Ansehen der Bewegung in der Welt Schaden leidet. Es gilt, auf dem Kongreß zu beweisen, daß die überwiegende Majorität der Zionisten den Ernst der Situation erfaßt hat, in dem Bewußtsein, daß über allen kleinlich-persönlichen Dingen da- Jdttll steht, welches man verwirklichen soll. Die Hindernisse, die sich unseren Bestrebungen entgegenstellen, liegen in den Verhältnissen, in erster Reihe in der ungeheuren Größe des Zieles, das wir unS steckten. Und wenn es unter uns einen Menschen gibt, der ihnen gewachsen ist, so ist es vorläufig nur Chaim Weizmann. Probleme der Kolonisation. Von Dr. S. E. SoSkim Die „Wiener Morg-enzertultg" vom 8. Juni 1905 brachte nicht weniger als drei ArtM über das Kolonisa-tionSproblom in Palästina. Ueberrascht und enttäuscht hat zunächst der Ansatz von Dr. A. Ruppin, dem langjährigen Leiter des Kolonifationswerkes in Palästina, der für die gegentvärtige Gestaltung der Kolonisation die Verantwortung trägt. Der ganze Aufsatz mutet sehr merkwürdig als ein dogmatischer Schematismus an. Die elf Punkte, m denen Ruppin die Bedingungen zusammensaßt, die ein zukünftiger Kolonist zu erfüllen hat, sind derart weltfremd, daß nran sich fragen muß/ ab der Verfasser denn wirklich die Kolonisation in Palästina -einerseits und die einwandernden Inden andererseits kennt. Schon der erste Punkt dokretiert, der -Ansiedler soll nicht Ater als 40, ja uur 35 Jahre alt sein. Ae-ltere Leute werden Melassen, wenn sie mindestens ein erwachsenes Kind haben, das schtoeve körperliche Arbeit, leisten ,kgnn., Falsch! Denn in der Landwirtschaft sind mchvere vollwertige Arbeiter, halbwüchsige Kinder und erwachsene Söhne und Töchter erwünscht, besonders aüch in der Getretdebauwirtschaft. Männer im Alter Von ßq his 40 Jahren pflegen noch keine erwachsenen Kinder zu haben,, die Hilfe von Schulkindern ist noch sehr gering. Ruppin schweben Wohl die von ihm in seiner Kolonialpraxis einzig gekannten und bevorzugten jung verheirateten Chaluzim vor. Sieht er nicht, wie arbeitsavm solche Familien sind? . Die Frage ist eben dogmatisch angefaßt, statt in einer Forderung zu gipfln, daß -möglichst zahlreiche Familien mit mehreren Arbeitskräften zur Ansiedlung gelangen, chobei.es au sich gleichgültig ist, ob die .arbeitskräftigen Leute'Väter, Söhne, Brüder oder Neffen sind. - Die - Hauptsache ist, daß die Arbeitskräfte in der Familie vorhanden sind. Der richtige Typ einer Familie, tpäte der eines mehr als 40 Jahre Aten Vaters mit einer Gradation von.Kindern vom 20. bis zum 6., Jahve herab, wie es in der kinderreichen jüdischen Familie zu sein Pflegt. Der bisherige Vhaluz würde, nach oben von seinem Vater und seiner Mutter, nach unten von seinen jüngeren Geschwistern umgeben, ein viel sichereres und nützlicheres wirtschaftliches Element abgeben als gegenwärtig. Der zweite Punkt ist wiederum falsch. Warunt denn unbedingt nur körperlich schwer arbeitende Leute gefordert werden? Die Landwirtschaft hat doch auch Wirtschaftszweige, die durchaus nicht übermäßig körperlich anstrengen, wie die Gärtnerei oder die Geflügelzucht. Aber Ruppin kennt sie nicht oder nur in Anwendung auf reichere Leute, die Orangengartenbesitzer werden sollen. Ist das Geschäft des Hausierers, des Mannes mit dem Packen auf dem Rücken nicht eine körperlich schwere Arbeit? Der dritte Punkt fordert die Herkunft aus Dörfern und Landstädten. Auch unwichtig. Prof Mead weist z. B. darauf hin, daß in Australien Leute aus großen Städten, Söhne von Ladeninhabern, Kaufleuten, Handwerkern usw., das beste Element für die intensive Siedlung kraft ihrer geistigen Empfänglichkeit für neue Ideen abgegeben haben. Der vierte Punkt spricht von der Wichtigkeit der Frau. Wie naiv, aber gleichzeitig auch wie dogmatisch lautet der Satz: „Tüchtige und anspruchslose Hausfrauen bedeuten fast sicher einen Erfolg, ebenso wie untüchtige oder anspruchsvolle Frauen einen Mißerfolg wahrscheinlich machen." Brauchen solche Selbstverständlichkeiten in einem Aufsatz über die Kolonisation bemittelter Elemente gesagt zu werden? Dann folgen Empfehlungen, daß die Gegend assaniert ist, die Leute vor Ueberfällen gesichert sind und in der Nähe von Verkehrszentren liegen und ähnliches mehr. Braucht das gesagt zu werden? Aber um die Hauptsache — was der Kolonist machen soll, um eine rentable Wirtschaft zu haben — geht Ruppin herum. Er läßt sich breit aus über die Beträge, die der Mann selbst haben soll — der gegenwärtig beliebte 800- Psund-Mann ist nunmehr der Gegenstand seiner Fürsorge — die Kredite, die ihm der Keren Hajestod gewähren soll, werden genau auf die Summe dekretiert, aber er sagt nicht, woraus» er seine Existenz ziehen und Zinsen für das Darlehen zahlen soll. Der 500-Pfund-Mann wird unversehens in den „gemischten" Typ des Emeks und der untergaliläischcn Kolonien hineingezogen, der das Land vom Jüdischen Nationalfonds bekommt, dazu eine Anleihe vo« 200 Pfund Sterling vom Keren Hajestod, die freilich nicht ausreichen tvird. Die volle Wirtschaft kostet nicht 500 Pfund Sterling, sondern schon nach dieser Rechnung 1200 Pfund Sterling, in Wirklichkeit aber 1500 Pfund Sterling, wie es die tägliche Praxis zeigt, besonders wenn ein massives Wohnhaus gefordert wird. DaS heißt, daß der Ü00-Pfund-Mann in die alten Bahnen der extensiven Wirtschaft mit 100 Dunam gedrängt wird und dieser „Mittelstand", der mit eigenen Mittel» kolonisieren und der Oeffentlichkeit nur sehr wenig kosten, ebenso den Nationalsäckel belasten soll, wenn auch nur um einige hundert Pfund weniger. Hat Dr. Ruppin nichts über me intensiveren Formen der Siedlung, auf kleinen Parzellen, gehört, die überhaupt mit nur 500 Pfund Sterling bewerkstelligt werden kann? War er nicht auf dem 12. Kongreß zugegen, als ein Betrag für diesen Versuch bewilligt wurde? Hat er denn nicht selbst erst im Frühjahr dieses Jahres in der Sitzung der erweiterten Exekutive in Tel-Awiw öffentlich verkündet, man wolle nunmehr an die Ausführung des „Soskin"fchen Plaues Herangehen? Oder hat man sich dies schon wieder anders überlegt? Eines ist klar: Bei Ruppin findet dieser Plan keine Unterstützung, in Ruppin finden diese Ideen noch immer keinen Anhänger, geschweige denn einen Befürworter. Aber siehe da! Unbemerkt, fast unbewußt geht Kuppln, wie immer fußend auf Oettinger, dazu über — und dies in einem Auflatz, der Betitelt ist „Die Ansiedlung bemittelter Elemente in der Landwirtschaft" —, die Kolonisation der unbemittelten Momente — der Ehaluzim — zu behandeln und für sie eine Finanzierungsmethode — ebenso dogmatisch und apodiktisch — ausfindig zu machen. Wir sind selbstredend alle der Ansicht, daß man Mittel und Wege finden müsse, um den Unbemittelten den Zugang zu Land und Landwirtschaft zu ermöglichen. Ruppin tut es aber in einer Weise, die alles Andere fast ausschließt, trotzdem oder gerade dadurch, daß er Paragraphen — erschwerende Paragraphen — für die Ansiedlung des Mittelstandes schafft. Er kann nämlich sein Herz nicht verleugnen. Für ihn gibt es nur eine Kolonisation der C h a l u z i m, die er als Elite lobpreist, nicht sehr zu ihrem eigenen Nutzen. Und so klingt sein Auflatz in einer Art Apothese des Chaluz aus, dem „ein neuer Geist der Arbeitsfreudigkeit und der Liebe zur Landwirtschaft innewohnt". WaS wissen Sie, Herr Ruppin, von dem Geiste der anderen, die noch keine Gelegenheit gehabt haben, die palästinensische Scholle zu bearbeiten? Wir hören von Kennern der polnischen Verhältnisse, daß ein starker Drang zum Lande und zur Landwirtschaft auch in jenen Kreisen besteht. Es ist abzuwarten, ob aus diesem Element nicht eine stabilere ländliche Siedlung zustande kommt, wenn fteilich gesunde ökonomische Unterlagen für sie geschaffen sind. DaS Finanzmittel selbst — die Gründung einer ArbeiteransiedlungSgesellschaft, die monatliche Beiträge von den Mitgliedern, Spenden und Darlehen suchen soll — fällt allerdings sehr ärmlich aus. Eine Finanzierung der Siedlung der Arbeiterschaft auf Grundlage von Monatsbeiträgen und Spenden — dafür müßten sich die Arbeiter selbst bedanken. Es gibt ander«, vernünftigere, wirtschaftlichere Wege und Mittel. Erst muß aber die Form akzeptiert werden, die eine ökonomische Basis für den Siedler schafft — das ist die intensivste .Ausnützung des Bodens in kleinen Parzellen. Hier kommen wir zu den zwei anderen Aufsätzen über die Frage der Finanzierung der neuen Siedlung. Beide Aufsätze, der von Hanvl über „Anleihe und Aufbauorganisation" und von Kutzenok über „Die Farmer- Lank" sind im Gegensatz zu dem Artikel Ruppins ernst durchdacht und berühren Probleme von größter Bedeutung. Beide suchen für das Siedlungswerk eine breitere Basis zu schaffen, selbstverständlich nicht auf dem Wege von Spenden. Besonders interessant ist Handls Vorschlag, neben dem Keren Kajemeth und dem Keren Hajessod noch ein drittes Institut zu schaffen, das den Boden aufkaufen, ihn zur Siedlung vorbereiten und auch Siedlungskredite gewähren soll. Mit anderen Worten eine Siedlungsbank. Ein solches Institut würde, meint Handl, den Bodenwucher auf ländlichem Boden nahezu ausschalten, „denn dieses Institut wäre wohl der einzige Käufer für den auf den Markt gelangenden Boden. Denn es kann wohl kaum einem Zweifel unterliegen, daß sich nur wenige finden werden, die dann noch unfertigek Boden kaufen werde», wenn sie von dem Institut selbst bereits ameliorierten, ertragsfähigen Boden samt den nötigen Krediten erhalten können. Auch der Spekulant hätte dann mangels Abnehmern kein Betätigungsfeld." Der Gedanke hat etwas Bestrickendes an sich. Man könnte ja noch einen Schritt weiter gehen und nicht allein vorbereiteten, ertragsfähigen Boden zum Verkauf stellen, sondern f e r t i g e F a r m e n, wie sie anderswo in neuen Ländern in ganzen Siedlungen zum Ankauf angeboren werden. Also nicht allein den vorbereiteten Boden, sondern auch die Gebäude, die Bewässerungsanlage, das Inventar, damit der Siedler in kürzester Zeit in der Lage ist, von der fertigen Farm sein« Existenz zu bestreiten. Solche Farmen sollte man auf Abzahlung anbieten können, wie es auch anderswo in der Welt geschieht. Ich habe hierüber einiges in meiner Schrift „Land Settlement in Palestine", Seite 6 bis 8 mitgeteilt. Das von Handl vorgeschlagene Institut könnte ja diese Siedlungsbank sein, die Farmen vorbereitet, sie verkauft und Kredite gewährt. Neu ist der Gedanke, daß ein solches Institut die Spekulation unmöglich machen könnte. Und ich muß gestehen, daß dieser Nebenerfolg von solcher Bedeutung wäre, daß man mit allen Mitteln versuchen müßte, ein solches Institut als