Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2301 (18.7.1925)
- Date
- 1925-07-18
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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2r». 2t5»n Ä5M', TaEckg Meme MorckMzelldNO 18. 1025 Seift 8 Jüdische Volkszeitung Erscheint einmal wöchentlich in ftratltläva (Prcssburg) Einzige jüdischnationalc Leitung in der Slowakei in deutscher Sprache War «Ich für das JUdlaeha Laban in dar siewakai intarasslarf, muii unsera Zallung laten Abonnementgebühr für Inland, Deutschösterreich, Polen und Jugoslawien Kö 80.—, für das übrige Ausland KS 100.- jährlich Inserate in dieser Zeitung bringen guten Erfolg Verlangen Sit Preistarif i Das Gericht beschloß endlich, die Wissenschaftler nicht zuzulassen. W Orthodoxe .Kreise DaytonS regten die Gründung einer fundamentalistischen Universität in Dayton an. MS evste Gabe gingen 10.000 Dollar und 20 Acres Land ein. Eine Agitation für wettere Unterstützungen soll emgelettet werden. Bryan soll zum Vorsitzenden der neuen Universität gemacht werden. Der berühmte ameritkawische SchviWsteller Mencken, der eirrige bissige Artikel Wer Dayton geschrieben Hai, tourde von Eimvchuern Dahtous aus offener Straße bedroht und konnte nur durch Hinzuikomimen von Poliyoi vor Dätlichketten geischützt werden. Man drohte, ihn bei nächstem Erscheinen eines Artikels zu verjagen. Bryan beabsichtigt, auch Geistliche als Zeugen für die Bibel anguvusen, wenn das Gericht Wissenischaiftler zuilätzt. Mehrere Baptisten sind denn auch bereits von NewHoÄ nach Dayton aibgereist, um jiür alle Fälle aWchmd zn sein, '' . Im redakttimelleu Teile enthaltene entgeltlich« Mitteilungen sind durch ein vorangesetztex gekennzeichnet. Wien, 18. IM. . •, * Das Wetter. Gestern herrschte, wohl noch miit Uettreren iUntevbvechlnnflen durch zettwedsen Regen, klares Sommerwstter. Für haute wird warmes, vorwiegend heiteres Wetter mit lokaler Gewitterbildung vormrsgesagt. a . * Die LebenSmittelmärkte. Unter dem Mucke des starken ’ Angebotes, dem nicht entspvochonde Nachfrage gegenübevstcht, und der warmen Witterunig gehen die Fletschpreife auch im Kleinhandel zurück. Rindfleisch war um 10 dis 20 Groschen. tK«le,Vsch guter Qualität bis 20 Groschen, die 3eU ' QuMlitmen bis SO Groschen'pro Kilogramm billiger. Auf den Grüniwarenmarlten sind die Preise gleichfalls zurückgegangen. Billiger wurden Gurken, grüne Fisoien und Kartoffeln. Butter unverändert. Eier gehen etwas im Preise zurück. * Innsbruck—Me» im Flugzeug, ©er, Paffaigievdevkehr der LufÄvme Inn sb r u ck-M,ien wird demnächst ontifae» uowmen werden. Die FluAiinie Inn8bruck—iZürich wwd am 1. August dem: öffenÄichen Verkehr für Passagiere und Frachten übergeben. Die Güterbeförderung Machen Innsbruck und Wien auf dem Sustwoge suMiomlicrt gegenüber anders lautenden Gerüchten ungestört. E FamMenpensio» Grabner, Bad Ischl, Brennerstratze 21. Bestemgeführtes Haus, erstklassige Verlegung, schönste Lage, von herrlichen Nadelwäldern -umgeben, große, lustige SPeise- und Gesellschastsräume, aufmerksame Bedienung, zivile Preise. * Meder ein Soldatenfobstmord. Irr der Artilleriekafovne m Kalser-GberÄuwf hat sich gestern nachts der 27!jälhrige Kanonier Toblowitzki der BmgadoabtcilluM 2, Feldikanonen-- battevie, durch eine Kugel, die er sich aus feinem Dionstkavabiner in den Bauch schoß, derart schwer verletzt, daß er noch vor Eintreffen der Rettun,gsgesMchaft starb. In ernem Albischiedsbrief bezeichnete er Lebensiwerdvuß als Motiv der Tat. * Die Lebensmüden. Am 2*6. d. wurde bei Samoryn die Leiche einer jungen Frau aus dom Waffer der Donau geborgen. Die Leiche wurde uumnchr als die der feit dem 16. Juni dieses Jahres vermißten 17jährigen Kvmptoiristin Franziska Du da, die wegen Krankheit Selbstmord begangen halben dürfte, agnosziert. — Der 65jährige Kaufmann Isidor Lustig ha>t sich gestern nachts aus unbekammter Ursache aus einem Fenster feiner Wohnung in die Tiefe, gestürmt und blieb tot liegen. * Englischer Sprachunterricht an Mener Bürgerschulen. Im GsmemdergtsauSschuß für allgemeine Berwaltunascrngelegenlhsitetr wurde über Bo Uschlag des Stadtschulrates beschlossen, den englische n Sprachunterricht an den städtischen Bürgerschulen vom kommenden Schuljahr ariMfangen an sechs bis zehn Bürgerschulen versuchsweise als Freigegenstand oinzusühven. Gratiskarten zu dem äußerst interessanten jüdischen Filmt „Der Handschlag" für das Ifa-Palast-Gino erhält jede Kunde schon beim EnÄanf von tmr 10 Schilling und überdies 8 Prozent Ralbatt .im Wirkwarenhaus Horowitz, ß. Bez., Daborstraße 6. * Ein ertappter Taschendieb. Dem Kaufmann Natlhan Zu ck e rm ann aus Wien wurde bei der Haltestelle Iosafspeatz tn Baden eine goldene Uhr samt Sportkotte iur Worte von 150 Schilling gestohlen. Zuckerrnann bemerkte sofort den Abgang und verfolgte einen rasch albsvvmgenden Mann vis auf den Haupwlatz, woselbst er den Taschendieb mchalten ließ. >Es ist dies der Wiener Handelsagent Adolf Nußbaum. Nußbaum wurde dein Badener Bezirksgericht omgeliefert. * Ein mysteriöser Leichenfund am Arintuger. In der Nähe der „Krausten Linde" am Anningar wurde die stark verweste Leiche eines etwa SZjähvigen Mannes gefunden, die schon z>vei Monate dort gelegen sein dürste. Geld oder Legiti- .matiorispapieve wurden bei der Leiche nicht aufgefnnden. Ob cs sich um einen Sc l b st m o r d oder um -ein Verbreche n handelt, .ist noch nicht festgestellt. * „Die Mutter." Aus dom Inhalt der Nummer 16 irväre besonders hervorzuheben: Dr. EmamrÄ Berghosif: Einfluß der Rachitis .auf die Zahnentwicklung: Dr. Irina Hist-Schn lerer: Die Urvinoral de? 8 141; Dr. Marie Krache: Erziehung tvährend der Pubertät; Dr. Erwin WeMrg: Das nervüse Kind; Gisela Spritzer: Die Stellung 'der Frau in China; Klara Magr: Die Schule als soziale Gemeinschast; Helen Panklmrst Da-tton- ' plan. Die Nummer ist für 30 Groschen in allen Trafiken oder bei allen Kolporteuren erhältlich. Abounornertts haPbjähriig' 3 Schilling 60 Grosthett bei der Adminiistvation, Wien, v. Gez., lluivcrsitätSstvaße 6-8. * Die venerischen Krankheiten unter den Inden. Sant'den von der PöliMnik Ioittt-Qlse in Cherson veröffenttichlen .Zahlen war der Prozentsatz an GciMechiskvan'kett «unter veti n\ch t jüdi sch e>n Paiie nicn dreimal größer als unter ' den jtidi,scheu. Bon den jüdischen Patieitlen waren 0 Prozent, Von dett incht'jü'oiichell 37. PMäeut venerisch krank. . Nadtoprogramm. Heute Samstag. 4 dir 6 Uhr r MachmittaaSkonzert. Lehar r Die ideale Gattin, Walzer. Strauß r Cagliostro in Wien, Ouvertüre. Brahms: Andante auder P-Moll-Sonate. Hildach r Der Spielmann, Lied. Verdi: L» Tratiat», Phantasie. Nehl r ttomv swoal ttoms, Paraphrase. Silvinar Mutter Donau, Vater Rhein, Lied. Komzak r Lustiges Marsch-Potpourri. Jos. Strauß: Perlen der Liebe, Walzer. AoumannS: Tea for »wo, Tanzintermezzo. — 8 Uhr: .Rund um die Liebe". — 10 Uhr: Heitere Abendmusik. _ Vereine, VortrSge und Bersammlnngen. ZionistischeKulturgruppe, 20. Bez., Karl- Metßl-Straße 5. Heute, V,8 Uhr abend-, Dartrag Dr. I. Klaber über aktuelle jüdische Fragen. Morgen, V,y Uhr früh, Nationalfondr-Düsenleerung. 1 Uhr nachmittag- Ausflug, Gäste willkommen 1 Die Wiener Brockensammlung für Obdachlose und Arme, 7. Boz., Äaiserstraße W, bittet um abgelegte Kleider und Sachen aller Art für die vielen HUÄbcdürftigen. Abholung erfolgt kostenlos. Fernsprecher 67-3-48. Bühne und Kuuft. ras amerttanisch.WMe «unsttheater in Wien. Gastspiel im Earltheater. Die Jargönbühnen und Jargonschauspieler, die man bisher in Wien zu sehen Gelegenheit hatte, brachten jüdischst Geist, jüdische Literatur in europäischem Sinne. Es war Theater auf Grund europäischer Theaterkultur, an allgemeine Traditionen anknüpfend und dadurch mit der heutigen europäischen oder — sagen wir — LiteraturbÜhnc verbunden- Das gegenwärtige Sommergastspiel der amerikanisch-jüdischen Bühne am Carltheater bringt eine neue Welt, eine bei uns unbekannte Schauspielkunst, ein bei uns nicht bekanntes oder zumindest nicht gepflegtes Genre. Es ist der primitive, durch keine Literatur entfärbte Geist des primitiven Menschen,, her zu gleicher Zeit nach Träne und Nach Lachen lechzt und dem Naturschicksale, mögen sie dem blasierten Publikum noch so animalisch erscheinen, ans Herz greifen und damit die Sehnsucht eines Theaterabends erfüllen. Amerikanisches Ghetto — tagsüber geplagte, in der Hast des Kampfes sich zermürbende Menschen, in deren Seele ein Fünkchen Licht schlummert, das aufflammen will. Ja, diese, Menschen sind primitiv und verlangen eine primitive Kunst. So werden also Geschehnisse ins Tragische' oder Groteske gesteigert, Naturgefühle breit hingelegt und Natnrtöne mit einer Inbrunst gesungen und mit einer Dankbarkeit empfangen, die dem Fremden bisweilen komisch, vielleicht sogar lächerlich erscheinen. Aus dem Schauspiel wird ein Sketch, ein Filmdrama, brutal ausgetragen, durch musikalische Intermezzi lebendig gemacht und für ein Publikum garniert, dessen Geschmack im Kino seine Erziehung genossen hat. „Auf der Leiter des Lebens" heißt das Melodram R a k o w s, der typische Titel eines Filmdramas und auch mit dessen Technik gezimmert. Die Handlung steigert sich bei aller Einfachheit der Mittel, die Figuren sind ohne jede psychologische Konchliziertheit gezeichnet und doch — es kommt zu einer Resonanz, zu einer Anteilnahme, weil eine innere Wahrheit über alle psychologischen Analysen siegt. Wir haben von jüdischen Schauspielern schon ein gedrängteres Spiel, ein gepreßteres Tempo, eine zartere Charakterisierung gesehen. Aber hier lebt sich der Wille zur Klarheit auch im Schauspielerisch- Technischen aus. Uirter den Frauen fiel M. D i e tz, S. W i e s b n r g als Ruth und Francis Miller als Mary auf. Einen Scparatapplmls holte sich Herr B n l I m a n n durch den Vortrag eines gelungenen Couplets, das bei aller Derbheit fein pointiert gebracht wurde. Im Mittelpunkt der Aufführung stand der Leiter des Ensembles Herr Adler, der einzelne Augenblicke ergreifendster Tragik hatte. Sein Verismus packte, es war eine bis ins minutiöseste Detail durchgeführte Leistung, die Respekt verdient. Er rieh das Publikum zu Beifallsstürmen hin, die durchaus echt waren. Hoffentlich wird man sich in Wien mit dieser Art Theater bald befreunden. Zum Schluß noch: M. Streng und N. Breitmann ausgezeichnete Episodisten. o. r. 6in franMsche» Lustspiel bei Reinhardt. „Ihr junger Freund" von Jacques Rathansohn. Die Weltuu'd >HaM»wsttdame Simone hat einen für ifraiMsiische „BerhAtuisse" koupplizierten Charakter: sie foule* niert einen Louis von einem Liobhalber, sie!j.elb>t einer: Knaben, sie läßt sich fou«tenieren von einem Kavalier. ' Psychoanalytisch — man verzeihe dieses anrüchige Wort — liegt die Angelegenheit gar reicht verbvickelt. Die Bestie im Menschen bedarf eines Filou, die rveibliche Zärtlichkeit und Müttevlichkert bedarf cirreS nawen, zur Liebe erst zu erziehenden Merrschen, die Seele bedarf der Darttibarkeiisgefühle. Sv komurt ein Komplex zustande, dep sich schen lassen darf. Eine neue Wetidrmig: der Kavalier schafft selber das Dreieck. Um die Geliebte, von der er nicht loskomimen kann, nicht zu verlieren, bindet er den Knaben, das Objekt ihrer Liebe, an sie. Gr verzichtet auf seine Monopolstellung und begfbt sich mit einer öOprozentigerr Beteiligung in die Rolle des gedstldeterl Liebhabertums, dessen Süße darin bestcht, die ReqrMen des Heinrichen Liebhabers, „Dienevstiege" rrrrb „Warrdschrarfl", auskosterr zu dürfe,r. Ward je in solcher Larrn' ein W» aefveltv i neiLT. SICHT RHEUMA ISCHIAS Zum sofortigen Kurgebfauch: Thermia-Palacc mit allen Bädern im Hause. Prima Komfort. Für Mittelstand Hotels mit Pension zu Kc 45.—. — Von Wien 4 Stundern direkter Zug. ««»!.: PWa«<»m««.>X.,M«ftr.»r,rrI.ri.»>I» DaSeibst Schlamm für Vorkuren zu Hause Homolka verficht derlei enisagende Gomütsmenschcn uinisäglich rührend und traurig darzustellen. Sein Märtyrertimr trägt zwischen den Hörmrn eine golldene Krone. Der junge Hans Thimig Ivar herzig anzuschen, seine Knaberchastigjkeit echt — bis auf ein paar Töne und Geisten, die er dam älteren Bruder abgelauscht und abgeguckt hat. Frau Servaes als unverstandene Geliebte gluckste und zwitschevte, aber die Keuischheit des Herzens konnte iloben dem mondänerr Pyjaura bestchen. Den Zyniker spielte Lovric in seiner unnachahmlichen Manier. Er brachte Lnstigjkeit auif die Bühne. Hinter der Maske des Zuhälters schlummerte eine Melancholie, ivelche verföhnlich stimmte. Man bMalschte ihn bei offtner Szene. , Der Erfolg war lau, dem Sommeralbend gemäß. ' ' Oskar Rosenfeld. „Ser Weg zur Hölle". (Musikalischer Schwank nach Kadelburg von A. Redner, Musik vor: Hugo Hirsch.) Rolandbühne. Ein gavrrievtes Schlagerlied. Rund um das Opus Mimt* der soundsoviel des Berliner Meistertextnrachers aus Wien, Artur Redner, ein harmloser, reinlich gearbeiteter Schwankrahmen. Ein paar wertere Kabarettpiecen und die entsprechende Wiederholung des bcherrschenden Refrains füllen drei Akte aus. Die musikalische Untermalung staumtt von dom begabten Hugo Hirsch. Sie ist angenehm, einschmeichelnd nnd wirkt intim, wie die graziösen Beine der pikanten Jenny Schäck, deren Spiel, Gesang und Tanz gestern schr gofielen. Sie ist eine rassige Soubrette und eine kultivierte Disensc zugleich. Ihr prickelnder Reiz entschied den Erfolg des Stt'rckes, wie schon im Vorjahre im Raimund-Thoater. Die groteske Komik Josef Eggers und das flotte Spiel der Herren Görisch, Neuhardt, G i l d.o r s f und Zemann sowie die Damen S e l h o s >e r trnd K r ei | ch an e r trugen viel zum Bei,fall des PubWums bei, ' ch ' Ali. Aus de« Lheatem. Burggarten (bei ungünstiger Witterung im Festsaal der HofburgV Heute, 8 Uhr abends, Symvhoniekonzert Dirigent r Martin S v ö r r). MUwirkend Anny K o t y z a und Richard K r o t s ch q k. Earl-Theater. Heute wird dar Melodrama „A u f derLetterdesLebens" durch das amertkanisch-südische melodramatische Kunsttheater wiederholt. Morgen erste Aufführung des MelodrmnaS „Die letzte Hoffnung" von Martinowitz. . Konzert Krotfchak. Der -uinm, sehr talentierte Cellovirtuose Richard Krotschal, Schüler des Prof. Koümmer. Solocellist des Wiener Symphonieovchesters und Mitglied des GotteÄmarm-Qmavtotts, ist auch unserem LeserpMittum nicht sremdi Bor drei Wochen galb er ein schr gelungenes Konzert im KorMrchalusDal, das ihnt reichen Beifall eintrng. Auch-durch sein Spiel im Radio wußte er schr zu geifallen. Der junge Künstler gibt heute den 1>8. d. ein Konzert im Burggarten ntit Wsgleituuig des .ganzen Wiener Symphormoorchchers. Dirigent Martin Spörr, Beginn 8 Uhr abends. Gerichtssaal. Ein Jahr Arrest wegen Kreditwuchers. In einer drck.» .tägigen Berhaudlung vor einem S ch ö f if e u Is e n a t c des Äärmesgerichtes 2 unter dem Borsitz des Hofwtes Dr. K o r i n hatte sich der chomalige Notar Dr. Anton Gamperle wegen KEtwuchers zu verantworten. ,Dr. Gamperle verlich an kleinere Beamte Geld zu Zinsen in der Höhe von 8 b i s 12 Prozent im Monat uind verlangte ferrver 6 Prozent als VermMungsgebühr. Zu seiner Verantwortung gab der Ange- Magte an, daß er das Geld nie an Notleidende veribovgt halbe und haß Hm die Bedingu.ngen für die Weiterverleihuna von seinen Geldgebern, die zum Teile aus bürge n l a n i sch c nPfart e r it bestanden, vorgoschrieiben wurden. Die zwei letzten Tage der BerhaMung wurden in Abwesenheit des AlMMMten nrit Zustimlmvng. seines Verteidigers Dr. Kramer durchgüführt, da Dr. Gamperle einen schweren neuralsthenischen und rheuimatischen Ansäll erlitt. Der Schöffensenat erkannte den Angtzklagten des Vergehens des gewerbsmäßigen Wuchers schuldig und vemrteilte Hn zu eine m Jahr strengen Arrests. Der Verteidigter hielt sich Bedenkzeit offen. Zum Ehebruch verführt. Die BeamtenSgattin Mia H. brachte gegen ihren Gatten WÄhelm nach vlermormtiger Ehe eine Vhetrennungsklaae wegen Ehchvuches ein, iveil dieser mit einer Burea.ukolle.gin eme Fahrt nach Mariazell unternommen, sie dort als seine Frau gemeldet habe mvd mit ihr während des mchrtäaigen AnfentlMeS in etnent gemeinsamen Hotelzimmer übernachtete. Der Besagte bestritt den Ehebruch und ga>b an, die Burea-uLill«Sm. für die er früher keinovlei Interesse hatte, sei ehr von seiner Gattin ausgüsendeter Agent provocateur, um ihn zu Veafühven und zum Ehebruch zu verleiten. Es sei ihr dies a>ber nicht gelungen. Seine Frau hatte übrigens die Ehetronnmrg viel billiger haben können, denn er widersetze sich derselben gar nicht. Nur müsse die Ehe auch aus ihrem: Verschulden getrennt werden, tvelche darin bestehe, daß sie ihn zn>m Ehebruch verleiten -rollte. Das Zivillandesgericht sprach die Trennu'ng der Ehe aus dom alleinigen Bevschülden des Mannes aus, iudom es das llebernachten nrit her Burearrkollegin in eirrenr Hotelzimmer Äs ausreichenden Wchruchsiboweis erachtete. Das ObMtzmdesMicht ÄS AevusungSinstains bestätigte Mses -Urteil, i i