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Wiener Morgenzeitung · 1925-07-17 · Heft 2300 (17.7.1925) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2300 (17.7.1925)
Date
1925-07-17
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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m SRV Men. Frellkg Mlener MorqenzettunO 17. Juli 1925 Serke 8 gum 14. Noniftenlongreß. Verlärrgerrung der Frist für die Wahlvorschläge. Mr halben am 14. b. die Wahlordnung für die zum 14. Zionisten-kongreß vorzunehmenden Delegiertenwa-Hlen veröffentlicht. Es war dort im § 5 gesagt, daß die Wahlvorschläge bis einschließlich 17. d. an den Obmann der Hauptwahltommission, Dr. Leo Gold Hamm er, einzureichen sind. Wie uns nun mitgetevlt wird, hat die .Hauptwahl- Lommrssion in ihrer am 16. d. abgehaltenen Sitzung beschlossen, die Frist für die Einreichung der Wahlvovschläge bis einschließlich 22. Juli zu verlängern. Jeder Wahlvovschlag muß von mindestens 5Q Wahlberechtigten unterzeichnet sein. Masartzk km Goldenen Buch. Ueberreichung des Diploms an den Präsidenten. Aus Prag wird uns gemeldet: Sine Deputation des jüdischen Nationalrates, bestehend aus dom Präsidenten Stadtrat Dr. Ludwig Singer und dem Präsidium des Jüdischen NationalfcmdS, Prokurist Rudolf Woditschka und Dir. Rudolf Eisenstein, wurde Dienstag den 14. d. vom Präsiöcitten Masaryk empfangen, dem sie das aus Jerusalem eingelan'gle Diplom Über die Eintragung in das Goldene Wiuch der Jüdischen Nationalfonds überreichte. Nach einer Ansprache Dr. Singers unterhielt sich der Präsident mit der Deputation über die Besiedlung Palast in as, wobei er aus die ihm vor einigen Monaten von Weizmann gemachten Informationen hinwies. Präsident Mafaryk ließ sich auch über die aktuellen Probleme des bevorstchenden Zionistenrongresses informieren, wobei er Vertrautheit mit diesen Fragen zeigte. Sine Klage Lord Rothschlldo gegen die ägyptische Regierung. Aus London wird uns berichtet: Lord Rothschild überreichte dieser Tage beim zuständigen Gericht grgen die ägyptische Regierung eine Klage aus Bezahlung von 600.000 Pfund Sterling. Lord Rothschild gab der ägyptischen Regierung — wie frt der Klage ausgesührt wird — in den Jahren 1601 und 1894 zwei Anleihen, die in sechzig Jahrrn amortisiert werden sollten. I» dem vom damaligen Khoo'we unterfertigte» Akt über die Schuld befindet sich auch die Bedingung, daß die jährliche» AmovtifationSbetväge ebenso als Pftichtzahlunge» zu behandeln sind wie dir an die Türkei abxnführenden .Pstrchttribute. Die ägyptische Regierung weigert sich nun, weitere Zahlungen an RorhschW zu leisten und verwerft zur Rechtfertigung chve-r Weigerung aus die zitierte Beslnnmung des AMeihtzMommenS. Aegypten fei jetzt u n a b h ä n g i g und nicht mehr tributpflichtig an dre Türkei und fühle sich daher auch nicht zur Weiteazahluntz der im Vertrag dem Tribut Aegyptens an die DüÄvi gleichgestellten Schuld an Rothschild verpflichtet. In Finangkreisen verfolgt man den Verlaus dieses prinzipiell äußerst wüchtigen Pvoyefles mit großem Interesse. „Propheten"-Rummel in Syrien. Die arabischen Glätter -rn Damaskus berichten Über das Uustauchsn eines neuen Propheten und die dadurch hervorgevusene Erregung der Landbevölkerung in Syrien. Der Prophet zog durch die Dörfer und verkündete das Ende der Welt für den ersten Tag des Batvamfestes, wobei er die Bevölkerung aUffmderte, ihr Hab und Gut zu verkaufen und sich für den ,^Lag des Gerichts" vorzubereiten. Der neue Prophet fand eine Menge gläubiger Anhänger, die sich beeilten, Haus, Vieh und Getreide zu verkaufen. Sie ließen sich Scherbekleider nähen und warteten, in weißes Linnen gekleidet, aus die „Erlösung", Erst spät kam der Schwindel zur Kenntnis der Behörden, deren Einschreiten jedoch anfangs auif den Widerstand der Bevölkerung stieß, die die Verhaftung des „Propheten" und seiner Agitatoren verhindern wollte. Schließlich gelang es, den Propheten und fünfundMrnzig Hauptnutznießer seiner Lchre ins Geifängnis zu stecken. Die Behörden haben jetzt vollauf zu tun, um die irregeführten „Gläubigen" wieder in den Besitz ihres verschleuderten Gutes zu bringen. Eine Wische Kooperative aus dem Ruhrgebiet. Aus Mühlheim a. R. tw'irp uns geschrieben: In Anwesenheit der Vertreter der Gesellschaft Mefchek, der Herren Ing. Kutzenok u>nd Jakob Josefsberg (Berlin), -schloß sich am 7. d. eine Gruppe, bestehend aus elf Familien aus dem Ruhvgebiet, die 1600 Dmräm landwirtschaftlichen Bodens in Afuleh besitzt, 8-n einer Kooperative zusammen. Zweck der Kooperative ist, eine Farm zu gründen, auf der neben der Bearbeitung ' des Bodens Viehitwb Geflügelzucht betrieben werden soll. Die Kooperative verfügt zunächst über 16.000 Pfund Sterling 'bar. In der allernächsten Zeit gehen zwei Mitglieder der Kooperative als Verwalter nach Afuleh, um mit dem Bau von Ställe,: und.Häusern zu beginnen^ Eine andere Gruppe aus dem Ruhrgebiet hat den B<m eines Hotels in Afuleh begonnen. _ * Luftverkehr Wien—Linz—Salzkammergut. Mit 1. August wird ein Äuftverckehr Wien—Linz—Gnmn>oen—Wolfganüfte seitens der österreichischen Luftverkehrs-A.-G. eingerichtet. Die Flugzeit des zur Berweudung gelangenden Flugzeuges, das drei dis fünf Personen zu befördern vermag, betragt von Wien dis Line, eine bis eineinhalb Stunden, von Linz ins Salzkammer-' gut eine halbe Stunde. Die Zwischenzeit zwischen zwei Reisen wird Zu RnnMüorn Mer die Ka^MWeyguts>ve>n benutzt. . Mitteilungen nur dem Publikum. Wieder au haben! Bureau: Qrl).lfinZiiamniipapUr JwP W«,mi«/r Wichtige nnterseeische Forschungen. Wie aus Kapstadt gemeldet wird, ist dort eine Gesellschaft deutscher Gelehrter unter der Führung von Dr. Merz an Bord des Kontrolldampfers „Meteor" eingetroffeu, der am 16. April von WLHelmshafen zu einer zweijährigen Tiefseeforschungsfahvt im Atlantischen Ozean ausgelauftn ist. Die Expedition, die von einer Pri'vccknnternchmung finanziert wurde, studiert ozeanographische und meeresbiologische Probleme. Es gelangen thr wichtige Entdeckungen. Zum ersten Male sind unterseeische Strömungen wissenschaftlich beobachtet worden. Es ist festgostellt worden, daß warmes Wasser aus dem nördlichen Atlantic in großer Tiefe bis zu 2000 Meilen südlich des Aeguators strömt, wo es wieder an die Oberfläche tritt. Vom südlichen Polargebiet gcht eine Strönvung nach dem lltorden. In diesem Wasser befindet sich die Nahrung der Walfische. Der „Meteor" begibt sich, nachdem er den Atlantic zwischen Amerika und Afrika vierzchnmal durchquert hat, nach den Südpolargebieten und von dort nach Osten. ■ Las Urteil der zahlreichen 'Kunden des besibekaimten Warenhauses Brüder Schiffmanu, 2. Boz>, Täbovstraße 48, lau tat übereinstimmend: ,verläßlich gute Qualitätsware — außerordentlich billige Preise." Den besten Beweis für die besondere Leistungsfähigkeit und Konlkurrenzlosi^keit dieses führenden Unternehmens der Loopoldstadt liefert die unumstrittene Tatsache, daß trotz der immer schwächer iverdenden Kaufkraft des konsumierenden Publikums täglich viele neue Käufer den Wag zu Brüder Schisiftnann finden. Wer einmal kanfft. kommt immer wieder und empfiehlt digse gute und billige Bezugsquelle seinen Freunden. Besonders reißenden Absatz finden Kleider-Voile in allen. Dessins und Farben zum Sensationspreis von nur 06 Groschen pro Meter. Wegen vorgerückter Saison besondere Gslegenheitskäufe in sämtlichen Badeartikeln, Crepe de chrne, Crepe mavocaine und sonstigen Sommerwaren. Prima Regenmäntel in reichhaltigster Auswahl nur Schilling 19.80. ~em«n, Gradl, Weben, Hans- und Leibwäsche aus nur allerfeinsten Leinenwaren zu beispiellos billigen Preisen. Niemand vcrisäume die Be>sichtigun.g der zahlreichen Schaufenster sowie die an.jeden: Sonntag zu sehende Jnnendükoration. welche besonders hei starker Abendbcleuchtnng sehr schön wirkt. Im redaktionellen Teile enthaltene entgeltliche Mitteilungen sind durch ein vorangesehtes E gekennzeichnet. Wien, 17. Juli. yv Z ®r*c?c' die keine Eile haben. Die Postdirektion hat an oule Abggbepostämter in Wien „Vorläufige Richtlinien für den Brießzustelldienft in Wien" hinausgegeben, mit der Weisung, bis 1. nächsten Monats über die gemachten Wahrnehmungen unter allfälliger Stellung zweckmäßiger Anträge zu berichten. Dre wichtigste Neuerung ist die Zulassung „nicht eiliger" Postsendungen für einen späteren Zustellgang, damit für die eiligen Sendungen Zeit gewonnen wird. Als nichteilige Postsendungen^ sind solche cmzufehen, die in großer Menge zur Abgabe vorliegen und an deren schleuniger Zustellung ihrem Inhalte nach weder dem Absender noch dem Empfänger «sonders «legen sein kann. Insbesondere gelten Massendrucksorten unter Band oder in offenem Umschlag, wie geschäftliche Anpreisungen, GeffchästSanAeigen, Preislisten, Bücherkatawge, Bücher ufw., als nichteilige Drucksachen. Dagegen ist die nichteilige Behandlung von Familienangeigen, Einladungen und dergleichen unstatthaft, wenn aus ihrem Inhal, hervorgeht, daß durch die nichteilige Bchandlung der Zweck der Mitteilung vereitelt würde. * Die Lehcnvmittelnlärlie. In der Größmarkchalle war zwar der Verkehr gestern lebhafter, allein im Großhandel verfolgten die Preise weiter die rückgängige Richtung. Am Samstag dürsten auch im Detailhandel die Fleischpreise merklich herabgesetzt werden. — Der Naschmarkt verfügte auch gestern über ausreichende, stellenweise den Bedarf übersteigende Gemüse- und Obsttzufuhren. Mit Kartoffeln, namentlich einheimischer Herkunft, ist der Markt überfüllt. Preise bei reger Kauflust wie in den Vortagen. Von den diversen Obstsorten wurden Marillen, die anhaltend den Markt bchcrrschen, billiger abgegeben. Preise aller anderen Obstsorten stabil. Butter und Eier langten in genügenden Mengen ein. * Die Genossenschaft der Schuhmacher macht die Eltern der schulentwachsenen Jugend aufmerksam,, daß sie seit 6. d. eine LchrlingIberattlngs- und Schutzstelle mit den Änrtsftunden: Montag, Dienstag und Mittwoch von 9 bis halb 12 Uhr vormittags eröffnet hat. Es werden dort Lehrstellen für das Schuhmachergewerbe. Schuhoberteilerzeuger. und Leistenfchneidergewevbe sowie Lchvmädchen für Stepperei vermittelt. Lehrlinge, welche die Absicht haben, eines dieser Gewerbe zu erlernen, wollen sich bei der Genossenschaft der Schuhmacher, Wien, 8. Bez.. Florianigasfe 66, cm den genannten Tagen beraten lassen. * Tödlicher Eisenbahnunfall. In der Verbindunasbahnstatton St. Veit wurde heute abends der 16jährige Lehrling Franz Sadlmeie v, der von dom einfahrenden Zuge vom Trittbrett einer Waggons absvrang und stürzte, vom Waggon erfaßt und geriet unter die Räder. Er wurde von der Hietzmger RetttlngSgesellschast ins Rochusspital gebracht, wo er jedoch bald nach der Nabergabe seinen Verletzungen erlag. * Geistesgestörte Greisinnen. Gestern wurde das Kommissariat Lvopoldstadt . verständigt, daß nn Hause Nestroygafse 3 zwo: Schwestern, Julierte und Jolanda Lewy. zwei zirka Mjährige Frauen, bereits seit fünf Tagen chve Wohnung nicht verlassen haben, daß die Fenster der Wohnung mit Tüchern verhängt seien und daß ihnen nwglicherweise ein Unglück zugestoßen sein könnte. Einer polizeilichen Kommission öffneten die beiden erst nach längerem Läuten und Klopsen und erklärten, sie seien von der Welt verfolgt und von Divben und Einbrechern unllauert und hätten deshalb bsschlossen, den Hungertod m sterben. Die amtsärztliche ll-ntersuchung ergab,, daß beide an Verfolgungswahn leiden. Sie wurden der psychiatrischen Klinik übergeben. * Verhaftung eines internationalen Taschendiebes. Auf dem FraNz-JosefL-Bahlchof wurde der als imernationaler Taschendieb bekannte Aladar Deutsch in dem Augenblick verhaftet, als er sich an einen 3teifenden herandräugte, um ihm auS der inneren Rocktasche i>io Brieftasche zu entwenden. Er «d, seit seinem 17. Lebcnsjähr nur von Tasä-endiedstählcn Kl Hatze n. Radioproqramm. Heute Freitag. 4 bis 6 Uhr: Nachmittags l o n z e r t. — Josef Strauß: Dynamiden, Walzer. Cherubinir Anakreon, Ouvertüre. Beethoven: Menuett au» der 1. Symphonie. Thomas: Romanze aus der Oper .Mignon". Donizetti r Lucia di Lammermoor, Phantasie. Zeller: Alt-Wiener Walzerlied und Polka franeaise. Noisser r Kucera-Serenade. Alberttr Aufgepaßt, Oft . 1.. .r ^S?X4tAiiam*y ♦ OD AAHA t Strauß". 1. Monate für Violine und Klavier Es-Dur, Opus 18: Violine r Fritz Sedlak, Klavier: Helene Lampl-Eibenschütz. 2. Lieder, gesungen von Konzertsangerin R. Herlinger. 3. Klavierquartett C-Moll, Opus 13: Sedlak-Winkler-Quartett. Klavier r Helene Lampl-Eibenschütz. Bühne und Kunst. strwi» Singer. AuLsXllung In MirthlcS KunstsÄon. Für den Mngen Künstler der Gegenwart besteht keine größere Gefahr, als ins Artistische oder ins Modische zu verfallen. Der Verlockungen gibt es viele und rmr eine Möglichkeit, ihnen -u begegnen: Waihchert des Charakters. Diese Eigenschaft besitzt der junge Maler Erwin S i nge r, lder jetzt zum erstenmal -mit einer Auswahl seiner Werke sich dem Publikum zeigt. Seine zeichnerische Durchbildung ist das Resultat keiner Schule, sondern eines energischen Fleißes -und eines für Raum und Linie onchfängllchen Auges, Betwchtu-ngen, die mau am besten an Hand seiner Studienblätter anstellen kann. Der Weg zur Farbe war von selbst gegoben. Die Natur der Objekte forderte sie. Mit inrmer neuem Bemühen strebt Erwin Singer der .Harmonie von Form und Farbe zu, er versucht den Zusammenklang von Luft und Körper her^ustellen, auch dort, wo er fchsinbar in der Natur nicht gegeben ist. Sein lyrisch beschwingtes Gemüt evfteut sich an den Heimlichkeiten der Naturausschnitte, an stillen Geeusern, an Architekturen, die den Hinimel zerschneiden, an idyllischen Stimmungen und fchließlich auch an bizarren Gebilden, wie chinesischen Porzellan, dessen Farben- und Älchtreftexe eine Unzahl rein nmlerischer Probleme ergeben. Sein Dräng -rmch Weiterentwicklung führt ihn zur Kouchosition -und zum Porträt. In der Komposition kann all das, iwas er auf seinem Studieniwege zusammengetmgen hat, zusammengefaßt werden; im Porträt erscheint die letzte Stufe künstlerischen Wirkens: der Mensch. J>n diesen beiden Polen muß Singers Talent sich begegnen, will er etwas Reifes und Vollendetes schaffen. Die Worbedingungen, Können und Charakter, sind vorhanden. Ein Anfang, der verheißungsvoll ist und ein Weg, zu dem er die Ermunterung aller derjenigen verdient, denen Kunst eine Angelegenheit der Kultur ist. o. r. VOLTAIRE Künstlerisch ausgestatteter Ganzleinenband S 15.—, broschiert S 12.— Turmhoch über allen, rein biographischen und literarhistorischen Büchern steht dieses Werk, das mit tiefstem kulturhistorischen Verständnis als Kämpfer und als Menschen. Er entdeckt das Kindliche in Voltaires Natur und dessen Fehler sind die Fehler eines grossen genialen Kindes, das sich seine Naivität und Impulsivität bis an sein Ende erhalten hat Lebensvoll ersteht vor uns der reiche nnd leuchtende Geist Voltaires, dessen Ideen für die kommenden Jahrhunderte richtunggebend waren Ein Denkmal für Voltaire! R. Löwit Verlag / Wien, l. Fleischmarkt Nr. 1 Josef Popper-Lynkeus Aus den Theatern. SckönbrunnerSchloßtheater. Als nächste Neueinstudierung geht Freitag den 24. d. AudranS „P u p p e" in Szene. B u r g g a r t e n (bei ungünsttger Wittemng im Festsaal der Hofburg). Heute. 8 Uhr abends» Symvho niekonzert (Dirigent r Marti» S p ö r r). Mitwirkend Anita A st. Carl-Theater. Heute, 8 Uhr abends, beginnt da8 amerikanisch-jüdische melodramatische Kunsttheater mit dem Melodrama «Auf dvrLetter deSLebenS" sein Gastspiel. Lustspivltheater. Heute Erstaufführung des Schwankes «S a l l Y D a v i d f o h n" von Otto Schwarz und Karl Mathern mit Karl K » a a ck als Gast. Kathi Thaller gestorben. In Bad Hall ist Frau Kathi Th all er, MitMeh des Deutschen Volkstheaters, plötzlich gestorben. Frau Kathi Dhaller-Scyent, geboren nn Jahre 1856, Wittve nach dem ibekannten Kapellmeister und Komponisten Schenk und Schwester des Burgschaüspiolers Willi Thaller. war die lebten 19 Jahre ununterbrochen am Deutschen Bolkstheater engagiert. Vovher war sie an deutschen Bühnen tätig, fo u. a. lange Jahre Mammen mit Frau Weibtreu unter Direktor Hofvauer bei den sogenannten „Münchnern". Ihre Antrittsrolle am Deutschen Bolkstheater in „Die berühmte Frau" erregte in Wien großes Anfscheu, begründete ihren Ruf als vorzügliche öl'imstlerin und errang ihr sofor: die Gunst des Pttbliknms, die rhrer ausgezeichneten 'beseelten Charakterdarstellung stets treu blieb. Frau Dyaller spieste noch in der letzten Vorstellung vor Sailioniichluß am Deutschen Volkstheater' m Hans Sormenstäßers «HUnffchÄ^

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