Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2300 (17.7.1925)
- Date
- 1925-07-17
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seien, Freitag Vene 4 ' * ~i — Provokationen und ihre Verteidiger. , ' Die Hakenkreuzpropaga nda in Wien hat in den letzten Tagen zu. erregten Zwischenfällen vor dem Cafe Siller gef führt, deren Verlauf bekannt ist. Diese Krawalle entstehen fans -er Methode der Hakenkreuzler, ihr Blättchen an den : starker belebten Punkten der Stadt in lärmender und auftdringlicher Weise kolporticr-en zu lassen, wobei sich hinter den Ausrufern immer einige Parteiangehörige aufhalten, .die gegebenenfalls alsZeugen auftreten. ES ist klar, daß jüdische Passanten, denen ein solches Preßprodukt; Mit höhnender Geste vor die Augen gehalten wird, sich das; nicht gerne bieten lassen und ihre Meinung in verständlicher Sprache ausdrücken. Bor dem Cafe Siller war es auch gar nicht anders und es ist nur der übliche hakcnkreuzlerische Gebrauch, von U e b e r f ä l l e n durch Jude« auf die armen Kolporteure zu erzählen, die dort in Vertretung der Preßfreiheit ihr Gewerbe ausüben. Die Gaste des Kaffeehauses, die vorgestern abends im Borgarten und im Lokal selbst be l ä st i g t und bedroht wurden, haben sich gewehrt, jüdische Passanten, die i-n Nebengassen durch ad hoe hingesandte Banden gestellt wurden, haben das gleiche getan. Daß die Angegriffenen zufällig sportlichausgebildete Mitglieder des Klubs Hakoah waren, ist vom Standpunkt ihrer Angreifer aus sicherlich zu bedauern. Wir möchten aber alle unsere freunde dringend bitten, diesen Provokationen nicht auszusitzen und die Ausrufer der Ritualmord- und Bergewaltigungspresse ruhig schreien lassen. Es verdient aber angeinerkt zu werden, daß das christlichsoziale Regierungsorgan in seinem gestrigen Abendblatt mit den nationalsozialistischen Exzeßarrangeuren gemeinsame Sache macht. Unter tausend Wenn und Mer, immer so, daß man nicht sagen kann, es hatte so oder so goschrieben. Da wird die dumme Geschichte akzeptiert, daß die Kundschaft der Morgenzeitung" den Verkauf antisemitischer Zeitungen verhindern wollt«. Diese Verhinderung besorgt schon der Inhalt dieser Zeitungen selbst. Dann wird den Juden geraten, nicht aus iden Schutz des „Republikanischen Schutzbundes" zu rechnen. Wieder eine unsinnige Annahme, für die jede Grundlage fehlt. Schließlich wird die Pogromdrohung eines hakenkreuzlerischen Tagblattes, «das sein bißchen Verstand verloren zu haben scheint, wortwörtlich äbgedruckt, natürlich mit der frommen Bemerkung, die Drohung sei weder politisch klug noch moralisch zu rechtfertigen. Es lohnt nicht der Mühe, diese, gelinde gesagt, Zweideutigkeit weiter zu behandeln. Aber es ist ein Blatt der regierenden Koalition, und das sei festgehalten. Cine grotzdeutsche Interpellation. Die großdeutschen Abgeordneten G r ail e r, C I e s s i n «nd Zarboch haben gestern im Nationalst eine Interpellation an den Bundeskanzler als Leiter des Ministeriums des Innern eingebracht, in welcher sie sich über angebliche Behinderung des Straßenverkaufes arischer Zeitungen durch Straßenüberfälle beschweren. Sie haben sich ihre Sache ziemlich leicht gemacht und einfach den gestrigen Hetzartikel des hakenkreuzlerrschen Tagblattes abgeschrieben. Zum Schluffe rufen sie die Staatsgewalt zum Schutze der Kolportage antisemitischer Schmähschriften an. Die Polizei berichtigt die HakenkreuzlÄgem. Wie die Polizei durch die Korrespondenz Wilhelm seststellt, liegt dem in der gestrigen „Doutschofterreichifchen Tageszeitung" unter der Ueberschrift „Ein jüdischer Mordanschlag in SBien" erschienenen Artikel über angeblich planmäßige Ueberfälle, denen am 14. und 15. d., nachhülle eine Kosakenmütze, die mir dem abgerissenen Pergamentstück einer vergilbten Thorarolle gefüttert und verbrämt ist, Diese drei Ausstellungsstücke gehören tatsächlich zueinander. — In respektvoller Entfernung legte man Briefe MoseS Mendelssohns und des Baal Schom, und der Raum ist mit der Büste von Josef Popper-Lynkeus geschmückt, der alles, waS er lbesaß, nämlich seine Bücherei, der Nalionalbibliothek gab. Unbeeinflußt durch den Bannfluch .der verblendeten Eiferer hat die Kehilla von Schanghai ein Geschenk von 3000 Bänden übersendet und eine für den Zionismus begeisterte japanische Christin widmete unserer Nativnalbibliothek eine überaus wertvolle religio-nshistorische Sammlung. Dr. Bergmann schrieb der Frau, sie möge den Inhalt der in japanischer Sprache abgefaßten Werke angeben. Sie antwortete, bald würden japanische Studenten die Universität in Jerusalem beziehen statt nach Amerika zu gehen, und diese Bücher übersetzen. — Wann werden sie nach Jernsalenr kommen können, die angekündigten japanischen Studenten? Wenn man vor der ersten Zelle der hebräischen Universität, dem einfachen, geschmackvollen Gebäude, steht, auf der höchsten Stufe des mächtigen, herrlich angelegten Amphitheaters, in welchem die Eröffnungsfeierlichkeiten stattsanden, da- Panorama Palästinas vor sich, im Osten das Jordantal mit einem Segment des Toten Meeres, im Westen das Gesamtbild von Jerusalem mit dem Kranze neuer Siedlungen; wenn man diesen unvergleichlichen Enlpfangsraum eines, freien, mehr als »ies: befreiten, erlösten Volkes überblickt, dann schwinden alle Torgen um die nächste Zukunft. „Niemals habe ich so freudig gearbeitet wie hier," sagte mir der Chal-uz, der mich durch Jerusalem führte und am Abend die Wanderung zum Universitäts-- :-latz mitmachte. Die Jugend, welche den Gmek Jefreel.entstunpfte, das Grab Truinpeldors auf den galiläischen Grenzhcrgen pflegt, Tcl-Awiw baut und die Erdstuferr des Amphitheaters in den Ostabhang des Skopusberges grub, wird weiterschaffen, bis die Studenten aus Japan, welche die Dame aus Kiow ankündigte, die hebräische Universität in Jerusalem beziehen können. Wiener ÜW«n;<temeÜtttt<t._ mittags, nationalsozialistische Parteigänger in der Inneren Stadt allsgesetzt waren, lediglich der Sachverhalt zugrunde, daß in den späten Rachmi ttagSstnnden des 14. und 15. d. vor dem Cafe Siller auf dem Schwedenplatz« und in dessen nächster Umgebung in größerer Anzahl austretende Zeitungskolportenrc, di« durch aufdringliches und überlautes Ausrufen der von ihnen feilgebotenen Blätter den Unmut von Passanten und politischen Gegnern eotveckten, mit diesen in Streitigkeiten gerieten, denen die Sichcrheitslvache aber jcdesnrail durch rasches Dazwischentrcten sofort ein Ende bereitete. Hierbei wurden am 14. d. s i e b e n, am 15. d. sechs Personen wegen polizeiwidrigen Verhaltens angehalten und jiutt Amte gebracht, von wo sie nach Feststellung der Identität und Einleitung der StrafamtShandlung entlassen wurden. Ueber größere Ausschreitungen und schwerwiegendere Angriffe mit Verletzungen wurde von den an Ort und Stelle anwesenden Polizeiorganen nichts waihvge nommen. Staatsbürgerschaft. Heimatrecht und Miete»« gesetz. Eine Protestversammlung gegen die geplanten Gesetzesnovellen. Gestern fand in der Handelskammer vme vom Bukowinaer Zentral verband in Wien olnberufene Protestvevsa-mmlung gegen die von der Regierung geplanten Novellierungen der Gesetze über Staatszugehörigkeit und Hei mal Sgugehöri gkcit sowie des Mietengesetzes statt. Der zahlreich besuchten Versammlung wohnten die Gesandtschaft-Vertreter der meisten ausländischen Staaten bei. Der Vorsitzende, Herr A. M. Ehrlich, wies einleitend daraus hin, daß den in der Bukowina gebürtigen Personen ihr nach dem FriedenSvertrag zustehendes Recht auf freie StaatsbürgerschaftSwayl geraubt werde und daß ihnen durch die geplante,' Novell« zum Mietengesetz auch noch das Dach über dem Kopfe weggonornmen werden soll, und forderte alle durch die ireuen Gesetzesbestimmungen Betroffenen auf, unermüdlich für die ihnen verfassungsmäßig zustchenden Rechte zu kämpfen. Sodann sprachen die Referenten, und zwar der Präsident der Union der österreichischen Juden, Rechtsanwalt Dr. Jakob O r n stei n, und die Rechtsanwälte Dr. Rei ß und Dr. Kornfeld, über die juristischen Fragen der Erwerbung der Staatsbürgerschaft. Dr. Ornstein verbreitete sich eingehend über die Frage der Option und erklärte, daß die vom Minister Waber «mgefühvte Praxis, die das bisher fast gar nicht gekannte Wort „Rasse" so beliebt machte, den Gesetzen uwd der Wissenschaft nicht standhalten könne. Der Verwaltungsgevichtshof hat sich bisher dieser Methode angeschlossen und alle Beschwerdeführer abgowiesen. Optionsgesuche werden im Ministerium oft jahrelang ohne Erledigung liegen gelassen, nur aus dem Grunde, weil es sich um Juden handelt. Dr. Reiß bemängelte in den dem Nationalrat vorg eil egten Entwürfen, daß darin nicht klipp und klar ausgesprochen wird, wer eigentlich österreichischer Bundesbürger ist und daß die Bestimmung nicht enthalten -ist, daß Staatsverträge nur dann die neu zu schaffenden Gesetze brechen können, wenn sie -in Oesterreich gehörig kun-dgemacht sind. Dr. Kornfeld wies nach, daß die Borenchaltung der Staatsbürgerschaft den Friedensverträgen widerspreche. Sodann ergriff Gemeinderat Dr. Plaschkes das Wort. Er erklärte, daß das Zustandekommen solcher Verträge nur -in einem Oesterreich möglich ist, -in dem alle Gesetze nur von dem Gesichtspunkt aus gemacht werden, wie -man den Juden eines aufs Zeug flicken könne. Däboi passiert es aber meist, daß diejenigen, die den anderen eine Ohrfeige versetzen wollen, selbst eine noch viel kräftigere erhalten. Oesterreich, das auf das Ausland angewiesen ist, sollte sich hüten, ausländerfeindliche Politik zu machen. Nach der Novelle sollen diejenigen, die vor dem 16. Juli 1920 das Staatsbürgerrecht -in Oesterreich besessen haben, dieses auch behalten, wenn sie in Polen, Rumänien und Jugoslawien geboren sind. Diejenigen, die nach den: genannten Tage die Staatsbürgerschaft erworben haben, sind von den Bestimmungen überhaupt nicht betroffen. Unangenehmer ist die Frage für die Heimatlosen, die bis heute, obwohl ihre Seßhaftigkeit in Oesterreich schm: länger als zehn Jahre dauert, die österreichische Staatsbürgerschaft nicht erlangen konnten, weil sie Juden sind. Diese müssen -im Wege der Bundes- und Landesbürgerschaftsgesetze geschützt werden und dieser Schutz ist in den Entwürfen äußerst mangelhaft. Schließlich wurde einstimmig eine Resolution angenomimen, wonach die Regierung aufgesovdert wird, den gesietz losen Zustand bei der Erwerbung der Staatsbürgerrechte chesienS zu beenden. Me Arbeitrlofigkelt wächst. In der zweiten Hälfte des Monats Juli ist nach der rückläufigen Bewegung, welche im März des JohreS eingesetzt hat, zum ersten Male der Stand der im Bezüge der Arbeitslosenumterst-ützung stehenden Arbeitslosen in Wien gestiegen, und zwar um 191 auf 63.647 (davon 22.900 -weibliche). In dieser Zahl nicht eingeschlossen sind 3666 (davon 773 weibliche) Arbeitslose, welche im Bezüge der außerordentlichen Beihilfe stehen. Eine Besserung des Standes zeigt sich bei den Bauarbeitern und Hotelaugestellten, dagegen ist der Starrd der unterstützten Arbeitslosen in der BekleidungS-, Hut- und Textilindustrie, im graphischen Gewerbe, bei den Schuhmachern und Sattlern gestiegen. Abschaffung des italienisch«« Visums? Wie wir erfahre», werden demnächst Verhandlungen beginnen, welche die Aufhebung des Visum- Zwanges im Verkehr» zwl^-.n Oesterreich und Italien -um Ziele haben. 17. .Juki 1928 _ Ke.»» Sin OctniDdKOtiifofiRM Wisch« Sestrneich ««d vagarn t Für die ungarische Ernte. Budapest, 16. Juli. (Tel.-Komp.) „Atz Est" zufolge ist ist den uirgarssch-Ästerreichischeu Wirtschaftsverhandlunge« «kne bedeutsame Wendung eingetreten. Die ungarisch« Delegation hat, im Interesse einer günstigen Verwendung der ungarischen Ernte, der österreichischen Delegation den Antrag aus Abschluß eines provisorischen Abkommengestellt, das sich lediglich auf Getreide, Gemüse und O b st beziehen soll. Die österreichische Delegation hat sich bereit erklärt, die Einfuhr ungarischer landwirtschaftlicher Produkte nach Oesterreich zu erleichtern, falls die ungarische Regierung >gewisse I n d u st r i e z ö llc im Interesse des österreichischen Exportes herabsetzt. Baugük» und sei« Hecht. Die Selbstmordepedimie im Heere. — Eine Debatte im Nationalrat. Der 9iationalrat leistete gestern Ausräumungsavbeit «;itb erledigte zunächst in beiden Lesungen eine aus dreizehn Punkten bestehende Tagesordnung. Darunter befanden sich die Novelle zum VorkriegsschuIdenge-seH, die DSrsenf o n d 8 n o v e l l e, die Konvertierung der tschech-os-lowa-ki-scheii Anlehen und die ElektrisizierungSnoveNe. Abgeordneter Schumacher referierte hierauf über die Verwaltungs-Vereinfachungsgefetze. Dann wurde eine dringliche Anfrage der Sozialdemokraten über die Soldatense-lbstmorde im Bundesheer in Beratung gezogen. Die Zahl der Selbstmorde im Heere ist seit März im Verhältnis zu früher noch angestiegen. Seit der Parlamentsdebatte vom 24. März sind nicht iveniger als 24 Selbstmorde und Selbstmordversiuche öffentlich bekanntgeworden. In der Anfrage wird ans einen einstimmigen Beschluß des Nationalrates hmgewiesen, der den Heeresnvinister auffordert, die notwendigen Vorkehrungen zu treffen, um der ständigen Parlamentskommission für Heeresangelegenheiten im Falle von Soldatenselbstmovden die Möglichkeit zu geben, sich an Ort und Stelle über den Sachverhalt Klarheit zu schaffen. Entgegen dem deutlichen Wunsche des Nationalrates werde in neuerer Zeit die Tätigkeit der Parlaments» kommissäre geradezu unterbunden. In Begvündung dieser Anfrage führte Dr. Deutsch unter anderem aus: Seit der letzten Parlamentsdebatte über die SoldatensMstmovde seien nicht weniger als 20 Soldatenselbstmordversnche vorgekommen, wovon zehn tödlich geendet haben. Das sei ein grauenhafter Rekord. Das Eingreifen des Parlaments habe nichts genützt. Es sei bei der alten Wirtschaft -im Bundesheere. geblieben. Die Heeresverwaltung behindere über Rat der Heeresjuristen die Parlamentskommission bei ihrer Untersuchung. Der Grazer Oberst H a m p l, in dessen Abteilung die Zahl der Selbstmordversuche außerordentlich groß ist, habe gelegentlich e-ines Selbstmordes berichtet, c$ (fei nicht ausgeschlossen, daß der Mann aus Sensationslust zur Waffe gegriffen habe. Ms der Ministerialrat im Hoeresminiftevium, Doktor Hecht, während der Rede des Dr. Deutsch dem Minister B u ch i n g e r, der den beurlaubten Heeves-minister Baugoin vertritt, Informationen zuflüsterte, gab es großen Lärm aus den sozialdemokratischen Bänken. Wgeordneter Sever rief: „Herr Minister, lassen Sie sich nichts einflüstern, das -ist ja einer der Schuldigen!" Abgeordneter Seitz: „Wer ist jetzt der Minister, der Hecht oder der Buching er?" Minister Buchinger -bedauerte die Selbstmovdepidemie im Heere und kündigte an, daß über die parlamentarische Untersuchung von Verwaltungsstellen, insbe-sondere von militärvschen Konrmandos, in der nächsten Zeit ein Erlaß hinausgegeben werden wird. Abgeordneter Dr. Eisler erklärte, mit dieser Erledigung könne seine Partei sich n i ch t z u s r i e d e n geben. ,Mir wissen," sagte er, „daß im Heeresmrnisterium ein Jurist sein Unwesen treibt. Gegen den Heeresminister V a u g o i n, der für uns heut« nicht erreichbar ist, können wir unsere Polemik nicht richten und wir nrüssen infolgedessen verlangen, daß die Mehrheit eMich statt Baugoin den Ministerialrat Hecht zum Buudesmmister für Heereswüsen wähle, damit wir uns mit unserer Kritik an denjenigen wenden können, der vor allem für diese unerhörte Behandlung aller Dinge im Heereswesen verantwortlich ist. Mit der Rabultstik Dr. Hechts und mit der Parteilichkeit deS M'misterS werden die Toten nicht mchr lebendig gemacht, aber damit nicht neue Todesopfer fallen, müssen Wir verlangen: „Weg mit Baugoin und mit seinem Hecht!" Damit war die dringliche Anfrage erledigt. Nächste Sitzung Dienstag den 21. d., 3 Uhr nachmittag-. Unfall der Salzburger Schnellzages. 11 Passagiere leicht verletzt. Die Generaldirektion der österreichifchtzn Bundesbahnen teilt mit: Der am 16. d. von Salzburg um 6 Uhr 10 Min. abgegangene Schnellzug 106 streifte bei der Einfahrt im Bahnhofe Kleinmünchen einen verschiebenden Zugsteil, wodurch elf Fahrgäste des Schnellzuges leicht verletzt wurden. Nach sofortiger ärztlicher Hilfeleistung kourrten sie jedoch die Fahrt f o r t s tz e n. Die Lokomotive des Schnellzuges und zwei Güterwagen des Verschnbzuges wurden erheblich beschädigt. Der Schnellzug erlitt ein« Verspätung von 78 Minuten. Die Erhebungen über die Ursache des Unfalles wurden eingeleitet. M» A* *■ »xi.