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Wiener Morgenzeitung · 1925-07-10 · Heft 2293 (10.7.1925) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2293 (10.7.1925)
Date
1925-07-10
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Kr. 8898 Men, Mlener Mvrnenzeitnnq. 10. ftuTi 1925 Seil« 9 Zwei Beamte der Industriebank, frühere Burcautottegen Marffys, dsstätilgten, daß dieser am kritischen Tage des < Attentats sich t nt Bureau befand. Einige Angestellte des Liokals, in dem die Erwachenden Ungarn damals ihre Sitzungen abhielten, gaben an, daß Marffy am Tage nach dem Attentat zu den Sitzungen nicht erschienen sei. Nach einigen weiteren belanglosen Zeugenaussagen wurde die Verhandlung bis zur nächsten Woche vertagt. Die Bombe. Politische T iöknssien in Litauen. Berlin, 0. Juli. (Tel.-Komp.) Nach eiimn Telegramm des .Berliner Tageblattes" aus Riga kam während einer sozialdemokratischen Versammlung in S ch a u l e n in Litauen eine Bombe zur Explosion. Es entstand eine P a n i k. Die Versamm-; llmgSteilnehmer versuchteit von den Fenstern des zweiten Stock- > Werkes zu springen. Menschenopfer sind nicht zu beklagen. Die Sozialdemokraten beschuldigen die reaktionären Kreise, das I Attentat verübt zu haben. kinftnrzgefahr für das Londoner Parlament. London, 9. Juli. (Tel.-Komp.) Wie „Daily Expreß" erfährt, mußte eine gründliche Renovierung des Londoner P a r l a m e n t s g c >b ä n d e s beschlossen lverden, da für einzelne Teile des »Hauses Einsturzgefahr besteht. Die auf die Themse hinausgehende Terrasse bedarf einer völligen Erlteuerung. Die Kosten der > gesamten Nenovierungsavbeitett werden eine Million Pfund Sterling betragen. Ein religiöser Rat in Aegypten. j Alexandrien, 7. Juli. Ter Ministerrat befaßte sich in (mehreren Sitzungen mit einem Gesetzentwurf wegen .Schaffung eines g c m e i n s a in e n Rates zltr Behandi lung der zivilrechtlichen Angelegenheiten der drei Reli- . gionsgemeinfchaften: Mnselmatten, Christelt und Juden. (Cs kommen hierbei hauptsächlich Fragen des Erbrechtes, der Destaimentervichttlng u. dgl. in Betracht. Eherechtsfragen, \4tne Eheschließungen und Scheidungen, werden durch beit /Gesetzentwurf nicht berührt. Int Sinne des Gesetzentwurfes wird der Vorsitz bei beit Beratungen des Rates stets von , dem geistlichen Oberhaupt jener Religionsgemeinschaft ge- . führt, deren Angelegenheit Gegenstand der Beratung bildet, s Ms jüdisches Mitglied des Rates wird der Chacham Baschi von Aegypten berufen werden. Die russische Aktion der Zoint. Eip Gespräch mit Dr. Bernhard Kahn. / Der Direktor der EuropaaNboit -des a>merikolt-isch-ijüdijchon , Joint Distridntion Coinmittee, Herr Dr. Bevlchcnid Kahn, ist \ Isoeibeil in Bogleitung des Direktors der Lalidwirtschasts- / abteilung des Joint in Rußland (Agro-Joint), Dr. Joses ) R o is e n, voii einer R u ß 'l a tt drei s c nach Bert in z -u- / xückgekehr t. Die beiden Herren begaben sich schon am )Dienst.c>g den 7. d. nach P>a r i s 311 einer wichtigen Beralr.mg - «mit Vertretern mnevitaniischer und europäischer Hilfsgcsell- Ischaften. In einein Gespräch mit dent I. T. A.-Vertreter sprach /sich Herr Dr. Bernhard Kahn dahin ans, daß die Be-diirgungen (sür die Hilss- und Anfbaluarde.it in Rußsand sehr cjitlc seien. /Kneift nnnb Wille der russischen Indrnheit, die produktiver Arbeit! gustrsbt, «i'iu'b bewundernswert, der Erfolg der Arbeit hängt i einzig und allein von den Mitteln äb, die ans den: Anstande . lamimen. Es ist zwar int allgemeinen eine 'kleine Bessernn.g der ^WirtschastSverhättnisse in Rnßland zu verzeichnen, die sich in / seinem gewissen Maße auch int ndischeil Leben auswirkt, allein Kirr Talmstzseletzr'er über Homer. f.$r Von S. Meiscls. III id>ö,n hebräischen Jahrbuch ,/Ozar ha^siphruth", /Magazin für hebräische Literatur N'iid Wissenschaft (1887, ' Mt. 2, S. 10—26) finde ich eine Studie über die Ilias, j^tefie Studie ist schon -wegen ihres Verfassers Volt höchstem Interesse. Der Verfasser ist ein Talnt-ndgetehrler namens .Benjantin Seff Willer, ein Mann, der bei allen modernen! Kenntnissen, -die er sich erwarb, aus bcat „Bier Ellett der Halacha" uäcf>t heranska.m. Er lebte ganz 'int talmudischen Gedankenkreis und war gewohrtt, sotbst das, was hintmeljlveit vorn Talmttd entfernt lag, unter einem biblisch-talmudisch->kritischen Gesichtspunkt zu betvcichten. Er trieb . sozusagen Bergse'lchutlgsstudiell; ntan -könnte sie auch Gogen- / überstellungs'stndicu nennen. Jedes philosophische oder fPoetische Werk von Bedeutllng stellte er dom alcheibräischen ^Schrifttum gegenüber mib untersuchte, wie we-tt je ms mit /diesem übereinstimmt oder von diesem abweicht. Dieselbe l Methode iwalt'dte er atlch bei Horrier alt.! Die Studie trägt die Ueberschrift „Heilig und Prosau", j Da merkt «lau gleich, wo der Verfasser hinansstenert: auf . vine Bergleichnng der Iliade llnd bev Bibel. Homer wurde ^viÄfach imit der Bibel verglicheli. Die .Homerschelt Epen i lwurdett die „hellettische Bibel" gettaltnt. Wieland ttanuie (Homer eine „Art von Bibel". Goethe liest Honter urtd die > Bibel zu gleicher Zeit, -nur sie ntiteinander vergleichen zu können. Hegel nteiut, die Lllthersche Bldelübersetzung und Bosse ns Hoilter-U ober t rag ung seien die größteit GeschetBe, die d>ent deulschett Volke geutacht wordelt sind. Aber währetld die deutschen Denker ulih Dichter mit dieser Vergleicht iug vornehmlich den klllturförderudelt Wert der beiden größtelt Schöpfllngell des Altertliuts andeuten wollen, zieht der Tal'llttldgelehrte Willer dert .Homer vor das Fovllut der Mlischen Ethik. Man mag diese Art Volt Be.h-atldllvllg eines (Homer ungerecht fiubeu, aber interessant ist sie; in mancher (Hillisicht allch lehrreich. im Tuchlaubenhos Telephon S7«r«08 ohite die Hilfe von auswärts ist an oin« burchgreifemde Besserung nicht zu denken. Das PrMem der Berufsltmischichtung durch Ue'bergatlg zu prodllktiber Arbeit ist eine Existenzfrage dor russischen Juden. Es ist bereits ein Rahmen für die Zlrbeit geschaffen worden und die bisherigen Erfolge siird iseihr ermn'N'terrld. Fünf Arbeitsgiübiste hat der Joint in RuUand: 1. Das wichtigste Werk der AnsiMnug von Juden auf dem Lande; 2. die Veribreitnng des Netzes tmd der Tätigkoi-t der .Hanwerker-Darlehens - lassen; 3. Ncuschaffnng vo»t Darleheltskassen für kleiiterc »Handwerker und Kau'flonte; 4. die sallitär-medizinische Arbeit; 5. die soziale Hilfstätigkeit für die Kinder, die freilich i.» das Erzichnngstzebiet iricht eiugreifen köiuic, da dies die Regierung allein untersteht. Solvvit die Jea in Rußland ähnliche Ziele verfolgt, wird diese Avbfit im Einvernchmen mit ihr geführt wevdeli. llober die Pariser Beratnngeit äußerte sich Dr. Kahn: Wir reisen heule llach Pa-ris, um dort mi,t »Herrn Lollis M a r s h a l l, Vorstandsmitglied des Joint und Präsident des Flü cht>'l i'Nlgs -Reti'U ngskomi tees (Emergency), sowie mit dem zweiten stellvertreiteitden Vorsitzenden des Ioiltt, Herrn James R 0 s e n b e r g, Msammenzuiressen und ihu?n Bericht über das Rußlarlidwerk zu geben. Es werdeil ferner Beratungen mit der Joa über eine event-uelle gemeinlsame Tätigkeit in Rußland aibgeihalteit werden. Endlich lvird atlch das Arbeitsgebiet der von Joint «und Joa ^begründeten FoMidation für »Hillfeleistlmg an die uotleidoude Jlldeniheit Glrvolpas Gegenstand der Besprechung bilden. La« Verbot der Giftgarkrkeaer. Int Hallptairsschuß referierte gestern Abg. Dr. Gürtler über die Petition der österreichischen Völkerbnudliga betreffend die eheste Ratifizierung des Abkomntens über das internationale Verbot des Giftgaskrteges. Er beantragte folgende Resolntiolt: „Die Bundesregierung wird anfgefordevt, das Protokoll der Konferenz zur internationalen Ueberwachung des Handels ytit Waffen und Munition in Genf, welches den Giftgaskrieg ebenso lvie den bakteri0l0gischen Krieg verbietet, ehestens zu ratifizieren." Die Enh'chließnng wurde cinstintmig angenommen. Letzte Kurse. New-Norkev Devisen. New-Aork, 9. Juli. (Tel.-Komv.) Berlin 23.86, London Kabel 4.86V,„ London Scheck 4.81 V„ Amsterdam 40.06, Pari» 4.49, Brüssel 4.53V-, Rom 3.66Va, Madrid 14.54, Zürich 19.41, Stockholm 26.83, Oslo 17.54, Kopenhagen 20.46. Wien 0.14, Budapest 0.14, Prag 296'/.. Belgrad 173»/-, Athen 160.-, Buenos Aires 0.403/8, Rio de Janeiro 11.—, Bukarest 0.46. Amerikanische Getreidernarkte. New-Bork» 9. Juli. kTel.-Komv.) Weizen rot Winter 172'/., Weizen hart Winter 165-/«. WaiS 117»/., Hafer 54, Roggen 111 Vt- Chikago, 9. Juli. (Tel.-Komp.) Weizen per Juli 1483/«, September 1443/., Dezember 146V«; Mais per Juli 100, September 103V«, Dezember 86V.; Hafer per Juli 45V«, September 46, Dezember 481/.; Roggen per Juli 97, September 983/i. Dezember 101. Willer macht der Reihe nach zu allen 24 Gesängen der Iliade seine Glossen. Es sind darunter recht viele geistreiiche -tmd' treffliche Bemerkungen. Es fehlt aber auch nicht an solchen, die von einer kindlichen Na-iviität zeugen. So vergleicht er die „lilienarm-ige Here" mit Mich; Pallas Athene spricht er jede Weisheit ab; er ärgert sich darüber, 'daß die Götter Griechenlands einander 'betrügsn; er ftmut es nicht fassen, daß »Homer dort Odysseus, der de'm Dvlvn iwortibrüchig wird, einen „göttlichen Dulder" nennt. An einer Stelle vevsteigt er sich sogar ztt dem Ausspruch: Hätte Jesaias, der ein Zeitgenosse »Homers 'war (?), von Homers Dichtungen Keimtn>is gehabt, wir besäßen honte einen „.Hochspruch über.Homer". Daß «ihm 'das Treiben der Götter Griechenlands, ihre Gastmähl-or, ihre Liebeleien 'Nicht gefallen, daß ihm Szenen wie das StLinbombardoment des Mars gegen M-ine-vva lächerlich erscheinen, ist natürlich. Atrch Lefsing meint, daß Götter, die einander mit Steinen bewerfen, wie mutwillige Buben an-mirten.;;: Dann verweist Willer darauf, daß die Goschichte des Trojanischen Krieges in vielen Stücken der biblischen Grzählung.voit der Schandtat zu Gibea ähnelt. Hier wie dort wurde das Gastvecht aufs schmählichste verletzt. Die Griechen ziehen gegen die Trojaner, die Israeliten gegen den Stamm Benjantin. Die Griechen fragen das Owkel, die Jfvaeliten 'das Orint rmd Thuntim. Die Trojaner Vierden vernichtet, der Stamm Benjamilt wird beinahe völlig ausgewttet. Nnr hat die biblische Erzählung einen versöhnenden Abschluß. Jnr Trojanischen Kriege siegt die physische lUebe-vmacht; je größer die Verheerung, desto zufriedener ist das Voll der Achäer. Dagegen im Kampfe gegen den Stamm Benjamin siegt die Bruderliebe, das Mitleid und das Evba-mten. „Und das Volk kam gen Beth-Cl und blieb da bis zu Abend vor Gott, und Huben auf ihre Stimmen und wemeten sehr. Und es rouete die Kinder Israels über Benjamin, ihre Brüder, und sie sprachen: Hente ist ein Stantm von Israel abgebrpchon," Mchter,. Kap, A.)" » Per Leutsche Lag abstfaat. Wie die Korrespondenz Herwei berichtet, fand gestern im Verbandsheim in der Elisabethstraße eine Aussprache der völkischen Führer und der Vertreter aller völkischen Vereine statt, in der einstimmig -beschlossen wurde, von der Abhaltung des für den 18. August geplanten Deutschen Tages in Wien abzusehen. Wie die genannte Korrespondenz tveiters erfährt, wurde in dieser Aussprache auf die große Erregung hingewiesen, die in antisemitischen und völkischen Kreisen wegen -des im August in Wien stattfindenden Zio niste nkongresses herrscht und die bei Abhaltung des Deutschen Tages zu Erscheinungen führen wüvde, für die keiner der völkischen Führer die Verantwortung übernehmen könne. Bon diesem Beschluß wurden die Behörden in Kenntnis gesetzt. Die Nationalsozialisten halten ihren Parteitag, der für den 15. und 16. August in Wien einberufen wurde, ab. 113.483 Arbeitslose. Bedeutende Besserung auf dem Arbestsmarkt. D.:r Stand der Arbcitslosen, die Ende Juni eine Avbeus» losenunterstützung bezogen Havel-., wurde mit 113.463 festgesteltt. Wenn hierzu auch gegenwärtig noch etwa 25.000 Arb-itsloss kommen, iic >*cit Anforderungen der Arbeitslosenversicherung nicht entsprechen, also keine Bersicherungsleistungen (Arb.'itslvsennnterstützntigen) bi ziehen, kann man doch eine b ed e rt t e n d e Besser n n g sowohl seit dem Frühjahr als »ruch in dem letzten Monat feststellen. Gegenüber dem Stande von Mitte Juni hat der Stand um etwa 6300, gegenüber - dent Höchststände von Mitte Februar um etwa 78.400 abgenommen. Die Besserung erklärt sich allerdings zum größten Teil aus den alljährlich mit dem Wechsel der Saison zu verzeichnenden Schwankungen des Arbeitsmarktes, zu einem weiteren Teil wurde die Zahl der eine '-1n:c:s1ütznng beziehenden Arbeitslosen durch adntmistrat-ive Maßnahmen vermindert. Uoberblickt man die nach Berufen gegliederte Arbe-itslosenstalistik, so wird man jedoch gewahr, daß sich, abgesehen von den erwähnen Momenten, dock auch Anzeichen einer allgemeinen Besserung zeigen. Sehr viele Berufe weisen sesit dem Frühjahr eine, wenn auch nur sehr langsame Besserung auf. Eine Vermehrung des Arbeits-losenstandes finden wir hingegen vor allem in -den freien Berufen,. beim kaufmännischen Personal und bei! der Textilindustrie. Bulgarische Studenten in Men. Gestern nachmittags ist eine Gruppe bulgarischer Stu>. deuten -der Medizin unter Führung bekannter bulgarischer Professoren in Wien eingetroffen. Me bereits gemeldet, werden die bulgarischen Studenten Wnächst die Hygienische Ausstellung in Wien besuchen, um sich mit den Fortschritten auf dem Gebiet der Hygiene und den Leistungen der österreichischen medizinischen Wissenschaften vertraut zu machen. Seit jeher bestand unter der bulgarischen Jugend der Drang nach Oesterreich und speziell nach Wien zum Zwecke des Studiums und der Berichrung mit der europä-ischen Wissenschaft. Gegenwärtig studieren an den österreichischen Hochschulen sehr viele bulgarische Studenten, die hier stets mit großer HerAichkeit ausgenommen wurden, welche schließlich in 'der Errichtung eines bulgarischen Studentenheims zum Ausdruck kam. Viele bulgarische Aeryte und Professoren haben in Wien ihre Studienzeit verbracht und wirken/jetzt mit großem Erfolg in ihrer »Heimat, i Die Parallelen!, die Willer Zwischen Homer und der Wbeil zieht, sind recht zahlreich; die gleichmäßigen und abweichenden Linien, die er zwischen den Schilderungen Homers nnd den Erzählungen der Bibel a-ujdeckt, recht ausfällig. So macht er unter anderem die solgendon markanten Gegenüberstellungen: Das heftige Wortgefecht zwischen Achilles und Agamemnon und die Auseinandersetzung zwischen David und Saul; das Duell Zwischen Paris und Menelaius und der Zweikampf Zwischen David und Goliath; die Liebe Anteias, des ,/Pöötos edle Gemahlin", zu Bellerophontes und die ehebrecherischen Gsbüste der Frau des Potiphar zu Joses; der Abschied Hektovs Van Andvomache und der Abschied Davids von M-i-chal; der Frenndschaftsbnnd Zwischen Achilles und Patroklus nnd der Frvundschastsbund zwischen David u>nd Jonathan. Die Schilderungen Homers mögen künstlerisch hervorragender sein —- Willer gibt dies natürlich «nicht zu —, die schlichten Erzählungen der Bibel sind ethisch erha'bemr und die Ethik steht Willer höher als alle Kunst in der Welt. Bei Homer, meint Willer, spinnen die Götter mit Lug und Trug die Schicksalsfäden der Menschen; ans der Bibel weht uns der Hauch einer ewig waltenden Gerechtigkeit entgegen. Man vergleiche: Menelaus erringt über Paris ke>inen vollkommenen Sieg, da dieser unter Mithilfe Aphroditens unversehrt davonkommt (Ilias, dritter Gesang, 369 bis 369); David überwindet den Philister (1. Gamneilis, i 17—49). Nach dem Wortgefecht des Achilles mit Aga-! memnon zieht Peleus' Sohn erzürnt von dannen (Ilias, erster Gesang, 293—397); David »mV Saul scheiden einer vom andern nach -ihrer Auseinanderstzung im besten Einvernehmen (1. Svmuelis, 24, 16—29). Der untadelige Bellerophontes irrt im Alter, von seinen Kindern verlassen, „das Herz von Knnnner verzehrt, durch die aleische Mur,' der Sterblichen Pfade vermeidend" (Ilias, sechster Gesang, der tMndhafte Josef stirbt, von seinen Km-

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